DrMichaelKonik

Kieferorthopäden
  • Gesamte Inhalte

    34
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

  • Tagessiege

    3

DrMichaelKonik hat zuletzt am 5. August 2017 gewonnen

DrMichaelKonik hat die beliebtesten Inhalte erstellt!

Ansehen in der Community

7 Neutral

1 Benutzer folgt diesem Benutzer

Über DrMichaelKonik

  • Rang
    Dr. Konik & Kollegen – bei Stuttgart
  • Geburtstag

Profile Information

  • Gender
    Not Telling

Letzte Besucher des Profils

653 Profilaufrufe
  1. Eine Dysgnathie-OP wegen eines mm Lageveränderung eines oder beider Kiefer ist grundsätzlich nicht indiziert.
  2. Dieser untere Eckzahn (Zahn 33) befindet sich noch im Durchburch, der Alveolarknochen in dem Bereich dürfte noch mitwachsen. Je nachdem, wie dick (oder eben eher dünn) im Bereich der Zahnwurzel der Alveolarknochen ist, kann man diesen Bereich teilweise im Bereich des Zahnfleisches "durchschimmern" sehen. Solche Situationen bestehen hin und wieder auch bei Patienten, die nie eine Zahnspange getragen haben und sind meist völlig unproblematisch. Es ist gut, dass Ihr KFO den Durchbruch dieses Zahnes beobachtet, um hier ggfs. die Behandlungsgeräte entsprechend anzupassen.
  3. Die Untersuchungsintervalle beim Kieferorthopäden hängen jeweils von der Zahn- und Kieferstellung sowie den verwendeten Behandlungsgeräten und Behandlungsmaterialien ab. Bei der festsitzenden Zahnspange (Multiband, Multibracketsystem) können verschiedene Behandlungsbögen verwendet werden, wie z. B. Stahlbögen, Titanlegierungs-Bögen, TMA-Bögen usw. Die verschiedenen Behandlungsbögen übertragen unterschiedliche Kräfte auf die Zähne. Weil die Zahnbewegung letztlich so funktioniert, dass dort, wo sich ein Zahn mit der Spange hin bewegen soll, zunächst durch knochenabbauende Zellen (Osteoklasten) der Knochen reduziert werden muss und auf der Seite, aus der der Zahn weg bewegt wird, anschließend wieder Knochen durch Osteoblasten aufgebaut werden muss, benötigen sämtliche Behandlungsbögen einige Zeit, bis sie die gewünschte Wirkung entfaltet haben. Von dieser "Wirkzeit" hängt es letztlich ab, wann der Kieferorthopäden den nächsten Kontrolltermin anrät. Man kann daher nicht pauschal sagen, dass grundsätzlich alle 3 oder 6 oder 12 Wochen ein Termin beim Kieferorthopäden erforderlich ist. Selbstverständlich können sich während einer Behandlung beispielsweise Brackets lösen, dann sind ausserplanmäßige Reparaturtermine beim Kieferorthopäden zu vereinbaren.
  4. Grundsätzlich sollten bei einer Alignerbehandlung, wie z. B. mit Invisalign, sämtliche Zähne, die anschließend von den Alignern (Schienen) umfasst werden, vor der Herstellung der Aligner mit einem Silikonabdruck oder mit einem digitalen Abdruck (Scan, z. B. iTero-Scan) abgebildet werden. Die ersten Abdrücke beim Kieferorthopäden, die meist zusammen mit Fotos usw. gefertigt werden, dienen i. d. R. zur ersten Diagnostik und Planerstellung. Meist werden anschließend erst unmittelbar vor Beginn der kieferorthopädischen Behandlung die Spezialabdrücke für die Herstellung der Aligner angefertigt. Falls zu dem Zeitpunkt noch durchgebrochene Weisheitszähne im Mund vorhanden sind, die anschließend entfernt werden sollen, kann der Kieferorthopäde die Schienen gleich so planen, dass diese vor den Weisheitszähnen enden. Alternativ können Weisheitszähne auch während der Alignerbehandlung entfernt werden; der Kieferorthopäde kann dann die Schienen entsprechend kürzen. Letztlich empfehle ich, das Thema Weisheitszähne mit dem behandelnden Kieferorthopäden zu besprechen. Er sieht anhand des Röntgenbildes die genaue Lage der Wurzeln, und Sie können mit ihm gemeinsam entscheiden, ob die Weisheitszähne erhalten, gleich entfernt oder erst später entfernt werden sollten.
  5. Wenn man im Oberkiefer Zähne zurück (also nach hinten, Richtung Gaumen) bewegen möchte, muss dort, wo die Zähne hin bewegt werden sollen, Platz bereits vorhanden sein (Zahnlücken) oder Platz geschaffen werden. Den Platz kann man dort schaffen, indem man die hinteren Zähne (kleine und große Backenzähne) weiter nach hinten in Richtung Gaumen bewegt. Das lässt sich z. B. mittels Invisalign oder anderen Aligner-Systemen bewerkstelligen. Ebenfalls ist das mit einer Multibandapparatur (Brackets oder Brackets und Bänder) (festsitzende Zahnspange) von aussen auf den Zähnen befestigt oder innen liegend (Lingualtechnik, z. B. Incognito, Win-System) möglich. Teilweise sind zusätzlich Distalisierungsapparaturen, wie z. B. ein Headgear oder Minischrauben (z. B. Benefit-System o. a.) oder eine Distaljet-Apparatur sinnvoll. Da die Backenzähne von Natur aus generell die Tendenz haben, sich von alleine nach vorne Richtung Lippen zu bewegen, nicht aber von alleine nach hinten wandern, werden die Backenzähne auch durch das Entfernen der Weisheitszähne in aller Regel nicht nach hinten Richtung Gaumen wandern. Alternativ ist wie von Neuling geschrieben IPP (interproximales Polishing), auch ASR (approximale Schmelzreduktion) genannt, möglich, also eine gezielte, leichte Schmelzreduktion zwischen einzelnen Zähnen mit anschließender Schmelzglättung, -Politur und -Fluoridierung. Welche der verschiedenen Optionen im Einzelfall am sinnvollsten sind, hängt von der individuellen Zahnstellung, den Kieferknochen und den Wünschen des Patienten ab und sollte vom Patienten mit der/dem behandelnden Kieferorthopädin/en besprochen und vereinbart werden.
  6. Dass sich Zähne auf der linken und rechten Seite eines Kiefers nicht symmetrisch bewegen, kann verschiedene Ursachen haben: z. B. kann es sein, dass auf der Seite, auf der sich die Bewegung nur langsam vollzieht, knochendichtere Bereiche vorliegen, ausserdem hängt die Bewegungsgeschwindigkeit eines Zahnes auch von dessen Achsen-Lagewinkel im Kiefer, der verwendeten Kraftgröße (Feder, Gummizug o. a.), der Zugrichtung von Feder oder Kette, der Reibung des Bogens im Bracket (Bogengröße, Bogenform, Slotgröße), der Verzahnung im Gegenkiefer und weiteren Faktoren ab. Wenn sich der Zahn hier in 10 Monaten um 1,5 mm bewegt hat, kann ein dreidimensionales Röntgenbild durchaus Sinn machen, um die exakte Winkelung der Zahnwurzel des Eckzahnes im Kiefer und gegebenenfalls im Wege liegende Strukturen genau betrachten zu können und die weitere Therapie auf diese Gegebenheiten abzustimmen.
  7. In der Regel ist für eine solche Mittellinienkorrektur der Zähne entweder eine festsitzende Zahnspange (Multiband) von außen oder innen (Lingualtechnik) auf den Zähnen befestigt oder eine Behandlung mit Alignern (z. B. Invisalign) erforderlich.
  8. Grundsätzlich kann eine nach dem Ziehen eines Zahnes entstandene Zahnlücke kieferorthopädisch z. B. mittels festsitzender Zahnspange (Multiband) oder mittels Invisalign geschlossen werden. Es ist aber darauf zu achten, dass der Zeitraum zwischen dem Ziehen des Zahnes und dem Einsetzen der Zahnspange möglichst kurz gehalten wird, da im Bereich, in dem ein Zahn fehlt, der Knochen anschließend schrumpft. Wenn der Knochen dann nach längerer Zeit schmaler ist als die Zahnwurzeln des Zahnes, der kieferorthopädisch in die Lücke bewegt werden soll, ist das problematisch. Wenn wie hier die Extraktion im August 2016 stattfand, sollte der kieferorthopädische Lückenschluß gelingen können. Es ist aber darauf zu achten, dass nach dem Lückenschluß keine Zähne ohne Gegenbiss (ohne Antagonist) stehen, da sich sonst der Gegenzahn tatsächlich aus dem Knochen verlängern kann.
  9. Neugeborene weisen fast immer eine Unterkiefer-Rücklage auf. Wie sich anschließend das Wachstum weiter entwickelt, hängt maßgeblich von erblichen Faktoren und ansonsten von Umweltfaktoren, wie z. B. Daumenlutschen, Schnullergebrauch usw. ab. Es gibt Patienten, bei denen der Oberkiefer im Verhältnis zum sonstigen Gesichtsschädel zu wenig stark ausgeprägt ist und solche, bei denen der Oberkiefer zu stark ausgebildet ist. Gleiches gilt für den Unterkiefer als ganzes, aber auch z. B. für Teile des Unterkiefers, wie z. B. das Kinn. Insofern ist die Entscheidung, in welche Richtungen eine Therapie erfolgen sollte, immer abhängig vom Gesamtbild zu fällen.
  10. Grundsätzlich können sich Zähne lebenslang im Kiefer bewegen - übrigens unabhängig davon, ob zuvor eine kieferorthopädische Behandlung erfolgte oder nicht. Festsitzende Retainer haben den Vorteil, dass sie täglich 24 Stunden wirken. Bei regelmäßigem Tragen können aber auch herausnehmbare, dünne Retentionsschienen für eine gute Stabilität sorgen. Sowohl festsitzende Retainer als auch dünne Retentionsschienen unterliegen einem Verschleiß. Dieser ist umso ausgeprägter, je fester die zugenommene Nahrung ist, je mehr jemand knirscht/presst und zudem abhängig von der individuellen Oberflächenbeschaffenheit des Zahnschhmelzes. Wenn bei einem Patienten festsitzende Retainer eingesetzt wurden, kann zusätzlich zu diesen eine Knirscherschiene getragen werden, indem der Kieferorthopäde oder Zahnarzt Abdrücke über den bereits im Mund befindlichen Retainer anfertigt.
  11. Bracketverluste kommen bei der Lingualtechnik (z. B. INCIGNITO, WIN-System) bei perfekter Klebung grundsätzlich nicht häufiger vor als bei Brackets, die von aussen auf die Zähne geklebt werden. Je nach individueller Biss-Situation gibt es jedoch Unterschiede bei den Systemen.
  12. Beide in den o. g. Links erwähnten Produkte haben wir bei unseren Patienten als Alternativoption zum Wachs im Einsatz und beide funtkionieren i. d. R. gut.
  13. Bei den Clear-Alignern sind in regelmäßigen Abständen Abdrücke erforderlich. Beim Invisalign-System hingegen werden sämtliche Aligner anhand eines zu Beginn erfolgten Abdrucks oder digitalen Scans (je nach Ausstattung der kieferorthopädischen Praxis) gefertigt. Dadurch sind meist nur wenige Termine in der Praxis erforderlich. Mit dem Invisalign-System können je nach Erfahrung des Anwenders die meisten Fehlstellungen (auch solche größeren Umfangs) behoben werden.
  14. Im Oberkiefer kommt es häufiger zum Ablösen/Bruch eines Retainers als im Unterkiefer. Zudem gibt es spezielle Biss-Situationen, die sich negativ auf den Retainerhalt auswirken können. Retainer haben den Vorteil, dass im Gegensatz zu Halteschienen nicht die grundsätzliche Gefahr besteht, dass sie vom Patienten zu wenig getragen werden. Wenn aber eine präzise hergestellte Halteschiene regelmäßig nachts eingesetzt wird, kann auch damit die Stabilität der Zahnstellung erreicht werden. Insofern stellt eine Halteschiene grundsätzliche eine gute Alternative zum Retainer dar, wenn dieser aus bestimmten Gründen nicht optimal befestigt werden kann.
  15. Sofern nicht bei einem erwachsenen Kassenpatienten die KFO-Behandlung mit einer Kiefer-OP einhergeht, so dass die Kasse dann die Standardkosten der Behandlung übernimmt, erfolgt die kieferorthopädische Abrechnung in Deutschland nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ). Somit gelten für jeden Kieferorthopäden die gleichen Preise. Abhängig von der Schwierigkeit der Behandlung (Zahnstellung, Kieferstellung, Knochen usw.) ergibt sich nach der Gebührenordnung die Faktorenermittlung für die Preise der einzelnen Leistungen. Dabei entspricht der Faktor 2,3 i. d. R. einer durchschnittlichen Behandlung ohne weitere Schwierigkeiten. Zudem hängt der Preis von den erbrachten Leistungen ab. Es gibt zahlreiche Zusatzleistungen, die eine Behandlung komfortabler, präziser, schonender usw. gestalten können. Davon, welche Leistungen konkret erbracht werden, hängt letztlich der Gesamtpreis ab.