Mush

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  1. Hier ist mal ein Bild von der Schnittführung bei der Obwegeser/Dal Pont-Osteotomie: Wenn der Chirurg den Kiefer auf der rechten und auf der linken Seite geteilt hat, besteht dieser nicht mehr aus einem Teil, sondern aus drei: aus einem sogenannten distalen Segment (der große Teil mit den Zähnen drin) und aus zwei proximalen Segmenten (die Teile mit den Gelenkköpfchen). Die Idee bei Obwegeser/Dal Pont ist, dass der Unterkiefer nicht einfach quer durchgesäbelt sondern schräg bzw. längs geteilt wird. Dadurch entstehen sehr große Anlagerungsflächen, die eine stabile Heilung begünstigen. Wenn man sich nun vorstellt, dass das distale Segment weit nach vorne verlagert wird, kann man sich vielleicht denken, wie die Vorderränder der proximalen Segmente dabei nach außen gedrückt werden. Nicht selten kann man genau diese Vorderränder nach der OP spüren oder auch unter der Haut sehen. In aller Regel ist das nicht schlimm, denn scharfe Knochenkanten überleben nicht im Körper. Sie werden mit der Zeit immer weiter abgerundet. Das dauert allerdings wesentlich länger als das Abschwellen. Es geht eher um Monate als um Wochen. Wenn das nicht reicht, besteht grundsätzlich die Möglichkeit, in einem weiteren Eingriff den Knochen abzutragen, wobei "meine" Chirurgen dabei meistens sehr zurückhaltend waren, unter anderem aus der Befürchtung heraus, dass dieses Abtragen möglicherweise eine Heilungsreaktion des Knochens auslösen könnte, die wieder zu einer unvorteilhaften Form führt. Ich muss dazu aber sagen, dass ich nie einen Patienten hatte, bei dem das gemacht wurde. Chirurgen, die so etwas öfter machen, kriegen es bestimmt gut hin.
  2. "Als ich merkte, dass an meinem Retainer etwas anders war als sonst, befand ich mich gerade an einem Ort, den zu verraten mir strengstens verboten ist. Mein Auftrag bestand darin, eine Gruppe zu observieren, die mutmaßlich die Beschaffung waffenfähigen spaltbaren Materials anstrebte. Im Zuge der Observation stellte ich fest, dass das Material bereits beschafft worden und der Bau eines theromonuklearen Sprengsatzes im Gange war. Ohne meine Deckung zu gefährden, konnte ich keine Verstärkung anfordern und musste deshalb selbstständig auf eine Auflösung der Situation hinwirken. Es gelang mir, einen Teil des Zünders zu entwenden und eine konventionelle Sprengladung im Umfeld des Ziels zur Detonation zu bringen. Ein unmittelbarer Rückzug war nicht möglich, sodass ich mehrere Tage unter der Ladefläche eines Lastwagens ausharren musste, wo ich mich von Tau und Gras ernährte, bis ich schließlich die Gelegenheit nutzen konnte, mich durch einen Sprung von einem Wasserfall in Sicherheit zu bringen. Deshalb konnte ich nicht früher kommen. Das fehlende Drahtstück hatte ich zwischenzeitlich mit meinem Kampfmesser kürzen müssen." ...oder Du sagst ihm einfach die Wahrheit.
  3. Bei der Genioplastik wird - im Gegensatz zu Verlagerungen des ganzen Unterkiefers wie z. B. bei der OP nach Obwegeser - nur das knöcherne Kinn gelöst und in einer neuen Position befestigt. Dabei ist eine Verlagerung nach vorne, aber auch nach hinten möglich.
  4. Ich bin mir nicht sicher, ob es vielleicht das ist, was der plastische Chirurg meint, aber Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen führen eine OP durch, die sich Genioplastik nennt. Vielleicht hilft Dir das.
  5. Genau deswegen hatte ich das geschrieben. Leute, die schreiben, dass Prämolarenextraktionen später Beschwerden verursachen, sind nicht bösartig oder dumm. Sie haben einen sehr guten Grund, zu dieser Annahme zu gelangen: Man hat ihnen Prämolaren gezogen, und es kam später zu Beschwerden. Es ist beinahe logisch, da einen Zusammenhang zu sehen, aber eben nur beinahe, denn wenn es darum geht, den genauen Mechanismus zu schildern, der von der Extraktion zu den Beschwerden führt, wird es holprig. Noch einmal die Studienlage: Manche Menschen haben nach einer Prämolarenextraktion Beschwerden. Die meisten Menschen haben nach einer Prämolarenextraktion keine Beschwerden. <--- Du befindest Dich hier. Manche Menschen haben ohne Prämolarenextraktion Beschwerden. Die meisten Menschen haben ohne Prämolarenextraktion keine Beschwerden. Die erste Gruppe hat eine gewisse Motivation, sich in einem Forum anzumelden und darüber zu schreiben, bei den anderen wäre das etwas seltsam: "Hallo! Ich bin Klaus-Rüdiger und habe mich in diesem Forum angemeldet um Euch allen zu sagen, dass es bei mir nichts besonderes gibt. Es geht mir sehr gut: Ich habe volles Haar und regelmäßigen Stuhlgang." Wenn Du im Internet etwas dazu liest, dann nur von Gruppe 1. Etwas provokativ gefragt: was denn? Grundsätzlich stehen bei ausgeprägtem Platzmangel leider die gleichen Optionen zur Verfügung, wie vor 30 Jahren: Extraktionen Distalisieren (Nach-Hinten-Schieben der Seitenzähne) transversale Erweiterung (Zahnbögen breiter machen) approximale Schmelzreduktion (Zähne schmaler polieren) Was sich durchaus geändert hat, sind die Mittel: Wer früher distalisieren wollte, musste seine Patienten einen Headgear (formschöne Außenzahnspange, Anlass für angeregte Unterhaltungen auf dem Schulhof) tragen lassen. Heute geht so etwas mit Miniimplantaten sehr elegant. Das bezieht sich allerdings auf den Oberkiefer. Im Unterkiefer ist es schwieriger. Auch das ist mit Miniimplantaten möglich, aber aufwendiger. In jedem Fall steht man aber heute wie damals vor der Entscheidung, welchen grundsätzlichen Weg man seinem Patienten guten Gewissens empfehlen kann. Mir persönlich macht Distalisierung am meisten Spaß, aber sie ist nicht immer und in jedem Fall das Richtige.
  6. Mag sein, aber dass die Front verschachtelt steht, heißt nicht zwingend, dass ein Kiefer zu schmal ist. Es kann auch sein, dass die Länge des Kiefers für die gegebenen Zahngrößen nicht ausreicht. Ebenfalls möglich ist, dass eine Aufwanderung der Seitenzähne nach mesial (vorne) stattgefunden hat, beispielsweise in Folge eines vorzeitigen Milchzahnverlustes. Ein Thema für sich. Da gibt es die Möglichkeit, der proximalen Segmentfixierung, bei der versucht wird, die präoperative Gelenkposition während der Kieferverlagerung möglichst exakt beizubehalten. Die Chirurgen, mit denen ich die meiste Zeit verbracht habe, verwenden dagegen eine semirigide Fixation, d. h. die Metallplatten sind in einer Ebene so weich, dass es nach der OP zu Anpassungen, wenn man so will zu "Entspannungsvorgängen" kommen kann. Zwei Argumente dafür sind, dass die proximale Segmentfixation nicht unbedingt so ganz genau klappen muss und dass niemand garantiert, dass die Kondylenposition vor der OP wirklich ideal ist.
  7. Ich glaube nicht, dass Dich das ärgern sollte. Einen Oberkiefer zu verbreitern, ist gerade bei Jugendlichen, eine gut zu bewältigende Aufgabe. Bei denen geht das in aller Regel sehr gut ohne irgendeine OP. Wenn der Oberkiefer jedoch überhaupt nicht zu schmal ist, müsste man den Unterkiefer ebenfalls verbreitern, damit alles passt, und da sind wir auch bei Jugendlichen schon bei einer OP, denn die beiden Unterkieferhälften wachsen schon im Babyalter fest zusammen. Die OP, die manchmal durchgeführt wird um einen Unterkiefer zu verbreitern, ist die Symphysendistraktion. Dabei wird im Vorfeld der OP eine verstellbare Apparatur am Unterkiefer befestigt, die den Gaumennahterweiterungsapparaturen für den Oberkiefer nicht ganz unähnlich ist. Im Zuge des Eingriffs wird dann der Unterkieferknochen in der Mitte geteilt. In den Tagen bzw. Wochen nach der OP wird die Apparatur verstellt bis der Unterkiefer breit genug ist. Das klingt jetzt bestimmt total harmlos und viel schonender als das Ziehen kleiner Backenzähne, aber objektiv betrachtet ist der Eingriff doch um einiges größer. Wichtiger ist allerdings: Wer sagt, dass es nach einer Symphysendistraktion keine Probleme gegeben hätte? Immerhin muss dabei prinzipbedingt die Position der Gelenkköpfchen in den Gelenkpfannen verändert werden (außer man macht den ganzen Schädel auch gleich breiter). Die Symphysendistraktion hat zweifellos ihre Anwendungsgebiete, aber als bessere oder schonendere Alternative zur Prämolarenextraktion taugt sie eher nicht.
  8. Das Problem mit Berichten und Aussagen ist, dass man sich nur schwer darauf verlassen kann. Du wirst ohne Probleme Berichte und Aussagen von Menschen finden, die schwören können, dass ganz viele Kinder durch Impfungen krank werden, oder dass Bleichmittel gegen Krebs hilft. Wenn Du eine klinische Studie findest, die so etwas bestätigt, wird es interessant. Wenn Du mehrere findest, die qualitativ was hergeben (keine Mini-Probandengruppe, nachvollziehbare Methodik, gerne prospektiv), dann ist wahrscheinlich etwas dran... ...allerdings findest Du genau das nicht. Ich weiß es, denn ich habe es gesucht. Ich wäre froh gewesen, etwas in der Richtung zu finden, aber: Pustekuchen. Wenn ein Patient vor einem sitzt, weiß man nicht, ob er zu den X Prozent gehört, die in jedem Fall Kiefergelenksbeschwerden bekommen oder zu den hypothetischen Y Prozent, die nur dann Beschwerden kriegen, wenn Zähne gezogen werden. Man weiß auch nicht, ob er vielleicht zu den Z % gehört, die ossäre Dehiszenzen (Zahn aus dem Knochen raus) entwickeln, wenn man sie ohne Extraktionen behandelt. Was man dem Patienten schuldet, ist ihn so durch die Behandlung zu manövrieren, dass es ihm mit der allergrößten Wahrscheinlichkeit gut geht. Meiner Meinung nach heißt das: Zur Not auch die eigenen Vorlieben über Bord werfen anstatt die eigene Lieblingsmethode wider besseres Wissen (oder auch mangels besseren Wissens) als objektiv beste Lösung zu verkaufen. Einen Review (Zusammenfassung verfügbarer Studienergebnisse) zu dem Thema gibt es beispielsweise hier: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7639431
  9. Hallo! Ja! Die Frage, ob die Extraktion von bleibenden Zähnen erforderlich oder richtig ist, wird in der Kieferorthopädie schon so lange und so intensiv diskutiert wie kaum etwas anderes. Der für die Kieferorthopdie sehr bedeutende Edward Angle sprach sich in der Zeit um 1900 strikt gegen Extraktionen aus und versuchte, alle Zahnbögen so weit zu expandieren, dass jeder Zahn hineinpasste. Dieses Vorgehen erwies sich in manchen Fällen als suboptimal, denn es gibt tatsächlich Patienten, bei denen Zahn- und Kiefergröße nicht zueinander passen. Versucht man dann "mit Gewalt" alle Zähne in einen harmonischen Bogen zu zwingen, kann man andere Probleme heraufbeschwören, indem man beispielsweise Zähne aus dem Knochen herausbewegt. Vor wenigen Jahren kam die (Marketing-) Idee auf, dass man auf Extraktionen verzichten kann, wenn man bestimmte Brackets verwendet. Auf den Beweis dafür, dass da etwas dran ist, warten wir noch. Auch mit möglichen Langzeitschäden haben sich verschiedene Autoren beschäftigt. Insgesamt fehlt jedoch ein Nachweis dafür, dass Extraktionen zu späteren Problemen führen. Die Behauptung, viele Patienten würden unter den Folgen von Extraktionen leiden, ist schon sehr gewagt, denn in vielen Statistiken zeigt sich, dass auch Menschen, bei denen keine Zähne gezogen wurden oder die überhaupt nicht kieferorthopädisch behandelt wurden, Probleme entwickeln können. So würde ich die Evidenz zu dem Thema zusammenfassen. Meine persönliche Meinung muss ich davon abgrenzen: Ich mag keine Extraktionen. Wenn ich eine Möglichkeit habe, anders zu behandeln, wähle ich - das Einverständnis der Patienten vorausgesetzt - lieber die. Nur der Versuchung, etwas, das ich persönlich nicht mag, als erwiesenermaßen schädlich zu brandmarken, will ich nicht nachgeben. Vorkontakte zwischen den oberen und den unteren Schneidezähnen, die zu Engständen im Unter- und ggf. eben zu Lücken im Oberkiefer führen können, kommen in einer gewissen Häufigkeit bei jungen Erwachsenen - insbesondere bei Männern - vor, da der Unterkiefer zu den knöchernen Strukturen gehört, die auch relativ spät noch ein Restwachstum ausprägen können. Kiefergelenksbeschwerden trifft man in der Bevölkerung relativ häufig an, und zwar bei behandelten wie auch bei unbehandelten Personen. Allein aufgrund Deiner Schilderung würde ich mich nicht trauen, von einem Behandlungsfehler zu sprechen, aber auch nicht, diese Möglichkeit auszuschließen. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass Deine Zahnärztin vielleicht ein kleines Bisschen zu drastisch in ihrer Einschätzung war. Hole Dir doch eine zweite Meinung bei einem anderen Kieferorthopäden. Vielleicht kann man eben doch noch etwas verbessern. Es würde mich wundern, wenn da wirklich alles ausgeschöpft wäre.
  10. Mein erster Gedanke wäre, einmal bei Eurem Berufsverband (laut Google: https://www.dbl-ev.de/) nachzufragen. Sofern es keine dedizierten Fortbildungen zum Thema gibt, kann man sich wenigstens über die einschlägigen Richtlinien informieren, die man befolgen muss. Ansonsten gibt es zwei Möglichkeiten: 1.: Es läuft am Anfang etwas langsamer, und die Praxis ist noch nicht zum Bersten voll. In diesem Fall hast Du Zeit, Fragen, die sich bei der Arbeit ergeben zu klären und nach und nach alles zu lernen, was Du brauchst. 2.: Die Praxis ist vom ersten Tag an so überfrequentiert, dass Du zu nichts mehr kommst. Wenn das passiert, machst Du offenbar schon alles richtig Liebe Grüße und viel Erfolg!
  11. Es ist schwierig und rechtlich heikel, etwas konkretes zu einem bestimmten Fall zu schreiben, den man nicht selbst gesehen hat. Deshalb einige ganz allgemeine Anmerkungen: Wenn nach einer Dysgnathie-OP auf einer kompletten Seite der Zahnbögen kein Kontakt besteht, kann es sein, dass sich jemand etwas dabei gedacht und das absichtlich so eingestellt wurde. In diesem Fall müsste derjenige, der die Planung gemacht hat, sagen können, warum das so ist. Wenn das keine Absicht war, kann es ein Rezidiv sein oder man hat bei der Planung die Lage von Ober- und Unterkiefer zueinander nicht so festgelegt wie sie wirklich ist. Das kann auch die "Schuld" des Patienten sein, denn wenn der beim Planungstermin jedes Mal weiter links zubeißt als sonst, wird das zur Folge haben, dass das Ergebnis nicht passt. Nun kann man vom Patienten aber nicht wirklich erwarten, dass er sich dessen bewusst ist. Man muss also genau hinschauen und gegebenenfalls immer wieder zubeißen lassen, bis man sicher ist. Wenn man einen Patienten hat, bei dem im Schlussbiss nur auf einer Seite oder nur an einem Zahn Kontakte bestehen, kann man grundsätzlich die Zähne ohne Kontakt extrudieren oder die- bzw. denjenigen mit Kontakt intrudieren. Beides kann manchmal nicht möglich sein, wenn z. B. eine Ankylose (Zahn mit Knochen "verbacken" und nicht bewegbar) vorliegt. Wenn eine Ankylose vorliegt, kann man zumindest den Versuch unternehmen, den Zahn von einem Chirurgen anlockern zu lassen. Das klappt nicht immer, aber oft genug. Wenn keine Ankylose vorliegt, sollten In- wie auch Extrusion möglich sein. Die Extrusion ist anfällig für Rezidive, d. h. was man extrudiert, geht gerne mal wieder zurück. Die Intrusion ist manchmal mechanisch schwierig zu realisieren, aber in vielen Fällen kann man beispielsweise mit Miniimplantaten etwas effektives bauen. Man kann sich als Patient grundsätzlich - aber eben besonders in schwierigen Fällen - auch in der kieferorthopädischen Poliklinik eines Universitätsklinikums beraten lassen. Manche haben damit eher durchwachsene Erfahrungen gemacht, andere sehr gute. Schaden kann es kaum. Was ich schreiben kann, ist, dass mir aufgrund der Schilderungen in diesem Thread und nach der Feststellung, dass eben nicht nur moderat eingeschliffen werden soll, nicht verständlich ist, wo das Problem liegt.
  12. Na toll, der gute ist offensichtlich mit mehreren Accounts unterwegs... Ich habe mal die Links ersetzt, damit Progenica nicht dazu missbraucht wird, jemandem das Google-Ranking zu tunen.
  13. Also lieber nochmal eine Vollnarkose als 0,25 mm Schmelz zu opfern? Die Frage ist doch, wieviel eingeschliffen werden würde. Wenn man das weiß, kann man sich Gedanken darüber machen, ob der Vorschlag wirklich eine illegitime Abkürzung oder sinnvoll ist.
  14. Moderat bedeutet einfach "nicht zuviel" und erhebt nicht den Anspruch, eine klare Definition zu sein, aber wenn es Werte sein müssen: 0,5 mm Zahnschmelz kann man sich im Laufe der Zeit auch ohne Zahnarzt oder KFO wegknirschen. Wenn es dabei bleibt und das an einem oder zwei Zähnen gemacht wird, würde ich noch von "moderat sprechen".
  15. Gerade ein in Sachen CMD erfahrener Zahnarzt wird in der Lage sein, das Einschleifen im Artikulator zu simulieren und dann genau sagen zu können, ob nun ein Zahn oder zwei oder vielleicht 12 eingeschliffen werden müssten. Ich würde mal fragen, ob man im Vorhinein die Anzahl der einzuschleifenden Zähne und das Ausmaß des Einschleifens zumindest näherungsweise bestimmen kann und was so eine Simulation ggf. kostet. Ein Bionator ist ein funktionskieferorthopädisches Gerät, das sich in seiner Wirkung - trotz seines wohlklingenden Namens - allenfalls marginal von anderen Aktivatoren, zu deren Familie es gehört, unterscheidet. Er kann ähnlich wirken wie eine Schiene, wobei man dann jedoch keine Vorteile gegenüber der Schiene erwarten darf. Für eine umfangreichere Korrektur bei Patienten mit abgeschlossenem Wachstum ist er ganz sicher nicht geeignet...außer man glaubt wirklich ganz, ganz fest daran. Es gibt tatsächlich Fälle, in denen moderate Einschleifmaßnahmen die beste Lösung darstellen. Ob das hier so ist, wird sich nicht über das Forum klären lassen. Mein Vorschlag daher: Bedenken und Sorgen klar kommunizieren. Wenn das einen nicht weiterbringt, bleibt nur das Einholen einer Zweitmeinung.