Mush

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Über Mush

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    Kieferorthopäde
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  1. Einerseits kann ich mir vorstellen, dass man es nicht böse meint, wenn man das Leiden eines geliebten Menschen relativiert. Das kann durchaus hilfreicher sein, als sich gemeinsam hineinzusteigern, denn gerade bei Schmerzen können die Empfindung und der Umgang mit der Situation stark variieren. Jemand, der einen davon abhält, im eigenen Leid zu ertrinken, indem er einem etwas "Feuer unterm Hintern" macht, und einen zwingt, sich zusammenzureißen, kann ungemein hilfreich sein. Andererseits würde so jemand vielleicht nicht unbedingt für den Tag der OP eine Fortbildung ansetzen...
  2. Sorry, das stimmt so nicht ganz. Wenn vor dem Einsetzen der Bänder separiert wird (kleine Gummiringe zwischen den Zähnen für einige Tage), hält sich die Belastung in Grenzen. Gute Gründe für Bänder gibt es auch: z. B. haben Brackets auf den Molaren statistisch die höchste Defektwahrscheinlichkeit. Wie bei vielen anderen Dingen gilt: Die praktische Umsetzung kann mehr oder weniger angenehm ablaufen.
  3. Wegen der Mittelgesichtshypoplasie. Eine Vorverlagerung des Oberkiefers ist oft besser für das Profil als eine Rückverlagerung des Unterkiefers, da dabei schnell ein flaches Profil entsteht, das einen im wahrsten Wortsinn alt aussehen lassen kann. ...Die Frage ging nicht an mich, aber ich war gerade da
  4. Die Daten liegen normalerweise im DICOM-Format vor. Radiant und OsiriX können sie öffnen, auch wenn Galileos als Viewer mit auf der CD ist.
  5. Sind vor der OP Kiefergelenke und Muskeln auf die Sunday-Bite-Position "eingeschossen", besteht die Gefahr, dass bei der OP nicht die korrekte Zentrik eingestellt wird, sondern eine verfälschte Position. Im schlimmsten Fall merkt man dann später, dass man den Unterkiefer eigentlich um einige Millimeter weiter nach vorne hätte bringen müssen.
  6. Wenn es nur darum geht, sich selbst mal von einer ganz anderen Seite (nämlich von innen) kennenzulernen, kann man sich z. b. eines der folgenden runterladen: Windows: https://www.radiantviewer.com/de/ Mac: http://www.osirix-viewer.com/ Meines Wissens funktionieren beide zumindest eine Zeit lang kostenlos. Ich finde die Bedienung auch recht einfach.
  7. Ich war mal in der Weiterbildung und später auch 8 Jahre lang Oberarzt. Meiner Ansicht nach kann man hier nicht pauschalisieren. Ein Assistent, der seinen Oberarzt löchert wann immer etwas nicht perfekt läuft, kann besser sein als ein Kollege mit vielen Berufsjahren, der seine Zeit aber im Grunde nur abgesessen hat. Ist der Assistent aber etwas lockerer drauf oder der Oberarzt dauernd "flüchtig", kann das zum Problem werden, während viele alte Hasen viel dafür tun, fachlich fit und auf dem neuesten Stand zu bleiben. Das macht die Entscheidung nicht wirklich leichter. Wenn ich bei einem Arzt einer Fachrichtung bin, von der ich keine Ahnung habe, ist mir wichtig, wie mein Gegenüber auf fragen reagiert: Werden die abgebügelt? Will er/sie schnell das Thema wechseln? Oder kommt etwas nachvollziehbares oder zumindest ein glaubhaft aufrichtiger Erklärungsversuch? Jameda & Co. müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, dass die Ärzte, die dort bewertet werden gleichzeitig ihre Haupt- oder einzige Einnahmequelle sind. Natürlich wird sich das ganz bestimmt, unter keinen Umständen und niemals auf die Bewertungen auswirken
  8. Es gibt verschiedene Produkte für die Versiegelung. Die meisten werden vor dem Kleben der Brackets aufgebracht. Neulich habe ich eine Packung von einem 3M-Versiegler bekommen, bei dem die Anleitung ganz klar vorsieht, ihn erst nach dem Kleben der Brackets aufzutragen. Sinn kann eine Erneuerung der Versieglung durchaus machen, denn das Zeug hält nicht ewig. Zum Mitkriegen: Irgendwas wird auf die Zähne gepinselt bzw. einmassiert. Das ist nicht besonders laut oder aufregend, aber wenn man darauf achtet, sollte man es mitbekommen.
  9. Remodellierung bedeutet, dass das Ding am Ende etwas anders aussieht als vorher. Es kann sein, dass der obere Anteil des Gelenkkopfes genauso in der Gelenkgrube liegt, wie vor der Behandlung und nur die Form des restlichen Gelenkfortsatzes so "verbogen" ist, dass der zahntragende Teil weiter vorne ist. Der Begriff "dentale Veränderung" beschreibt eben eine Veränderung, bei der nicht der Knochen umgeformt wird. Stattdessen werden nur die Zähne bewegt. Vielleicht das, aber vielleicht liegt das Knacken einfach nicht an einer "falschen" Gelenkposition, sondern, z. B. an ausgeleiertem Bindegewebe hinter dem Discus oder Abnutzung desselben.
  10. Langfristig nicht. Sowohl Herbst als auch Forsus etc. bewirkten größtenteils dentale Effekte, d. h. sie verschieben Zähne. Je nachdem, wo man nachliest, kann man davon ausgehen, dass vielleicht 40% der Wirkung bei Herbst auf eine Remodellierung des Gelenkkopfes entfallen. Ob das für CMD automatisch günstig ist, steht auf einem völlig anderen Blatt. Bei der OP werden die Kiefergelenke vorübergehend komplett vom Zahntragenden Teil des Unterkiefers getrennt. Es kann sein, dass das zu einer Verbesserung vorhandener Kiefergelenkgsbeschwerden führt...muss aber nicht. Ein möglicher Ansatz besteht darin, den Unterkiefer mittels einer Schiene temporär in eine - soweit ermittelbar - optimale Position zu bringen und dann mit der OP diese Position permanent einzustellen.
  11. Hier ist schon einmal ein Link: https://www.progenica.de/forum/topic/17704-langzeitschäden-im-kiefergelenk-durch-kieferorthopädische-behandlung/ Das ist ein sehr ergiebiges Thema.
  12. Na wenn das so ist, sollten diese verbohrten Mediziner endlich umsteigen und nicht mehr auf Studien hören, sondern auf Erfahrungsberichte, so wie früher. Das ist wahrscheinlich auch der Grund weshalb die Lebenserwartung in den letzten 200 Jahren so drastisch gesunken ist. Diese Studien sind schuld. Wo genau liegt da der relevante Unterschied wenn das Wachstum abgeschlossen ist? Das muss es sein! Wenn man eine OP-Vorbehandlung macht, bei der man sich nicht um die Bisslagekorrektur kümmern muss, arbeitet man ja auch umsonst. Ich nehme nicht an, dass Du weißt, was man z. B. für eine Forus-Feder abrechnen darf. Das ist nachvollziehbar. Eine nennenswerte skelettale Korrektur geht nur mit OP, und ist das Ausmaß zu groß, kann die dentale Korrektur ohne Chirurgie auch nicht die gleiche Verzahnung erzielen. Alles hat Vor- und Nachteile, aber dass dentale Korrekturen der Bisslage bei Erwachsenen nicht möglich oder instabil sein sollen, ist falsch.
  13. Nein. Das stimmt eben nicht. Wichtig ist, dass man zum einen etwas überkorrigiert und zum anderen eine stabile Verzahnung herstellt. Das ist nicht nur meine Meinung, sondern der Stand der Evidenz zu dem Thema. Sieh Dir die Studien an. Gut, da mag es auch authentische Erfahrungsberichte geben, aber würde sich jemand von einem Kieferorthopäden behandeln lassen, der ausschließlich nach Erfahrungsberichten im Internet entscheidet? Ich glaube, man handelt am verantwortungsvollsten, wenn man die Studienlage beachtet und in Therapieentscheidungen einfließen lässt so gut es eben geht. Doch, und zwar genau dann, wenn man kein Problem mit seinem Profil hat, wohl aber mit der Verzahnung und dem vergrößerten Überbiss. Abgesehen davon stimmt auch das "nichts mehr" nicht so ganz. Was ich bisher gelesen habe, ist nicht geeignet, diese Ansicht zu belegen. Es hängt zum einen davon ab, welche Neigung die Scheidezähne vor der Behandlung haben. Ein Patient mit einer bereits prolinierten Front im Unterkiefer ist nicht gerade prädestiniert für eine Behandlung mit dem Herbst-Scharnier oder ähnlichen Apparaturen. Zum anderen kann man die Neigung der Front durchaus in einem gewissen Rahmen kontrollieren. Die Aussage mit der Verschlechterung stimmt so also nicht.
  14. Das ist - zumindest in dieser Formulierung - geradezu abenteuerlich falsch. Herbst und auch Forsus/SUS/etc. bewirken überwiegend dentale Veränderungen. Hier ist nur eine von vielen Studien dazu. Das bedeutet, dass man keineswegs eine Profilveränderung wie nach einer OP erwarten darf, wohl aber in vielen Fällen eine Verbesserung der Verzahnung. Ich habe gerade mal die UPD bei Google gesucht und habe das hier gefunden: "Finanziert wird sie vom GKV-Spitzenverband, der zentralen Interessenvertretung der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in Deutschland." Total unabhängig also, keine weiteren Fragen...
  15. Das mit den Genen tut sie sogar. Genau wie jedes - wirklich jedes - andere Gerät, das Zähne bewegt. Ein lange genug zwischen den Zähnen eingeklemmtes Stück Döner wird auch einen Einfluss auf die Genexpression haben. So funktioniert eben Zahnbewegung. In eine Platte kann man auch Fingerfedern, Lamellenfedern, Einzelzahnschrauben und vieles mehr einbauen. Das ist alles andere als ein Alleinstellungsmerkmal. Jo, und wenn man Aligner benutzt hat man sogar noch weniger im Mund. Weil es dann auch keine Lötstellen gibt, die irgendetwas abgeben können, wäre das eigentlich auch noch ganzheitlicher als Crozat. Platten kann man auf die unterschiedlichsten Arten gestalten. Der Bionator ist nichts anderes als eine von ca. tausend Varianten des Aktivators. Er funktioniert nicht grundlegend anders und kann nichts anderes. Er ist nicht schlechter als die anderen, aber auch nicht besser. Dass viele Patienten keine festsitzende Apparatur möchten, ist absolut nachvollziehbar. Dem Problem mit der Tragezeit kann ich nichts hinzufügen. Es hat eben alles sein Für und Wider.