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kleine30

Bitte Hilfe von den Erfahrenen

Hallo,

ich bin neu hier und habe schon viel gelesen, und auch viel verstanden.

Aber paar Fragen hätte ich noch.

Und zwar war ich schonmal 2001 bei einem KFO und habe mir eine lose Spange aus ästhetischen Gründen machen lassen. Alles selbst bezahlt.

Nun ist das Ergebniss zwar ok,aber nicht perfekt und ich weiß,dass ich eigentlich auch eine OP bräuchte.

Ich war diese Woche bei einem anderen KFO und er meinte, leichter Überbiss und UK muss vor durch OP, feste Spange natürlich auch.

So nun zu den Fragen.

Da ich schon 2001 und jetzt auch beim KFO war, gibts da noch eine Möglichkeit eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen um die Kosten irgendwie zu mindern? Oder würden die eh nicht bezahlen,weil ich ja schon bei KFO war und theoretisch von meinem Problem weiß?

Gibts welche von euch, die die Kosten auch durch Steuerausgleich zurückerhalten haben? Zumindest einen Teil?

Was ich aber am verwirrendsten finde bei allem was ich hier so gelesen habe.

Dass die gesetzliche KK die KFO Kosten nicht übernimmt,weil ich nicht in diese höheren Stufen reinkomme,ist mir klar.

Aber heißt es gleichzeitig auch,dass die OP auch deswegen nicht übernommen wird,oder wird die OP in jedem Fall übernommen, sobald der Arzt sagt,dass eine OP notwendig ist?

Der KFO,bei dem ich jetzt war,hat mir nämlich gesagt,er würde ca 5000 kosten und die OP in Bad Homburg (hat er mir empfohlen) auch nochmal ca 5000 Euro.

Mein Gott,wie soll man das bezahlen?

Wenn wenigstens die Kosten für die OP wegfielen, wäre es ja noch erträglich,aber alles zusammen eher nicht.

Danke schonmal für die Antworten.

LG

kleine

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Hallo,

ich bin neu hier und habe schon viel gelesen, und auch viel verstanden.

Aber paar Fragen hätte ich noch.

Und zwar war ich schonmal 2001 bei einem KFO und habe mir eine lose Spange aus ästhetischen Gründen machen lassen. Alles selbst bezahlt.

Nun ist das Ergebniss zwar ok,aber nicht perfekt und ich weiß,dass ich eigentlich auch eine OP bräuchte.

Ich war diese Woche bei einem anderen KFO und er meinte, leichter Überbiss und UK muss vor durch OP, feste Spange natürlich auch.

So nun zu den Fragen.

Da ich schon 2001 und jetzt auch beim KFO war, gibts da noch eine Möglichkeit eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen um die Kosten irgendwie zu mindern? Oder würden die eh nicht bezahlen,weil ich ja schon bei KFO war und theoretisch von meinem Problem weiß?

Gibts welche von euch, die die Kosten auch durch Steuerausgleich zurückerhalten haben? Zumindest einen Teil?

Was ich aber am verwirrendsten finde bei allem was ich hier so gelesen habe.

Dass die gesetzliche KK die KFO Kosten nicht übernimmt,weil ich nicht in diese höheren Stufen reinkomme,ist mir klar.

Aber heißt es gleichzeitig auch,dass die OP auch deswegen nicht übernommen wird,oder wird die OP in jedem Fall übernommen, sobald der Arzt sagt,dass eine OP notwendig ist?

Der KFO,bei dem ich jetzt war,hat mir nämlich gesagt,er würde ca 5000 kosten und die OP in Bad Homburg (hat er mir empfohlen) auch nochmal ca 5000 Euro.

Mein Gott,wie soll man das bezahlen?

Wenn wenigstens die Kosten für die OP wegfielen, wäre es ja noch erträglich,aber alles zusammen eher nicht.

Danke schonmal für die Antworten.

LG

kleine

Das ist eine absolut interessante und auch berechtigte Frage! Es ist wohl tatsächlich so, dass der kieferchirurgische Teil dann übernommen wird, wenn ein Kieferchirurg da eine Notwendigkeit für sieht und dir das auch bestätigt. Deswegen muss man vor dem Beginn auch zu einer Dysgnathie-Sprechstunde gehen.

Der Kieferorthopädie-Teil hängt wiederum von der KIG-Einstufung ab.

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Ich bin zwar im Urlaub, aber...

*Urlaubsmodus aus* ;)

Um den steuerlichen Aspekt anzusprechen:

Die Krankheitskosten können als Außergewöhliche Belastung STEUERMINDERND berücksichtigt werden.

Die sich ergebende Erstattung ist allerdings abhängig von verschiedenen Faktoren:

1) Ist nur abzugsfähig, was gesamt in einem Jahr bezahlt wurde, also bei Ratenzahlung nicht der gesamte Betrag, der sich unter der Rechnung findet (Zahlungen müssen nachgewiesen werden durch Auszüge ect.), sondern die Summe der Raten eines Jahres.

2) Gibt es die sog. zumutbare Belastung. Diese ist abhängig vom (grob gesagt) Einkommen und den persönlichen Verhältnissen (ledig oder verheiratet, wieviele Kinder...). Sie liegt zw. 1 und 6 Prozent. Diese zumutb. Bel. ist der Betrag, der nicht abgesetzt werden kann, sondern "dir als Steuerzahler persönlich zugemutet werden kann".

Beispiel: Ledig, ohne Kinder => 6% von z. B. 30.000,- = 1800,- zumutbare Belastung.

Zahlung an den KFO im Jahr 3800,-, bleiben also noch 2000,- steuermindernd übrig.

Bei rd. 25% Grenzsteuersatz würde das bedeuten: Du bekommst rd. 500,- vom Finanzamt wieder.

Daher macht es Sinn, so viel wie möglich innerhalb eines Jahres zu zahlen, wenn man schon solche Ausgaben plant.

Und natürlich (um mal ein altes Ammenmärchen auszuräumen!): Es werden vom Finanzamt grundsätzlich nur maximal die im Jahr gezahlten Steuern erstattet! Wer als nur 300,- an Lohnsteuer gezahlt hat, erhält auch nur diese zurück, obwohl er mehr Kosten hatte!

Soweit mal grob ein Überblick über die steuerliche Seite...

Zusatzversicherungen deckeln i. d. Regel die Zahlungen in den ersten Jahren. Im ersten Jahr gibt es nur ein paar hundert Euro. Und ob dich eine Versicherung nimmt, wenn die Diagnose schon gestellt ist, wage ich zu bezweifeln. Nur die Zusatzversicherungen der gesetzlichen Krankenkassen gibt es teilweise ohne Gesundheitsprüfung, von privaten weiss ich es nicht.

So, und nun wieder *Urlaubsmodus an* :D

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Hallo,

ich bin neu hier und habe schon viel gelesen, und auch viel verstanden.

Aber paar Fragen hätte ich noch.

Und zwar war ich schonmal 2001 bei einem KFO und habe mir eine lose Spange aus ästhetischen Gründen machen lassen. Alles selbst bezahlt.

Nun ist das Ergebniss zwar ok,aber nicht perfekt und ich weiß,dass ich eigentlich auch eine OP bräuchte.

Ich war diese Woche bei einem anderen KFO und er meinte, leichter Überbiss und UK muss vor durch OP, feste Spange natürlich auch.

So nun zu den Fragen.

Da ich schon 2001 und jetzt auch beim KFO war, gibts da noch eine Möglichkeit eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen um die Kosten irgendwie zu mindern? Oder würden die eh nicht bezahlen,weil ich ja schon bei KFO war und theoretisch von meinem Problem weiß?

Gibts welche von euch, die die Kosten auch durch Steuerausgleich zurückerhalten haben? Zumindest einen Teil?

Was ich aber am verwirrendsten finde bei allem was ich hier so gelesen habe.

Dass die gesetzliche KK die KFO Kosten nicht übernimmt,weil ich nicht in diese höheren Stufen reinkomme,ist mir klar.

Aber heißt es gleichzeitig auch,dass die OP auch deswegen nicht übernommen wird,oder wird die OP in jedem Fall übernommen, sobald der Arzt sagt,dass eine OP notwendig ist?

Der KFO,bei dem ich jetzt war,hat mir nämlich gesagt,er würde ca 5000 kosten und die OP in Bad Homburg (hat er mir empfohlen) auch nochmal ca 5000 Euro.

Mein Gott,wie soll man das bezahlen?

Wenn wenigstens die Kosten für die OP wegfielen, wäre es ja noch erträglich,aber alles zusammen eher nicht.

Danke schonmal für die Antworten.

LG

kleine

Zu den Steuern hat missy schon alles richtig geschrieben, Rechnung sammeln und mit der Steuererklärung einreichen. Es kann übrigens sogar die Praxisgebühr geltend gemacht werden, Taxifahrten aus dem Krankenhaus, Physiotherapie nach der OP, Logopädie vor/nach der OP etc.

Zu der OP stimmt auch, was geschrieben wurde. Im Übrigen werden bei einer Kassenübernahme keine 5000€ fällig, das trägt dann die Kasse, wenn die Notwendigkeit zur OP besteht. D.h. Du zahlst in der Regel eine OP-Vorbereitung mit ca. 800€ und das Tagegeld für das KH 10€/Tag.

Alles andere sind Extras, die nicht zwingend notwendig sind und schon gar nicht standard. Zu Bad Homburg gibt es sehr kompetente Alternativen, zb das Marienhospital in Stuttgart.

Zur KFO Behandlung ist entscheidend, welche Behandlungsmittel/Zahnspange Du wählst, da variieren die Kosten ganz erheblich.

VG

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Beispiel: Ledig, ohne Kinder => 6% von z. B. 30.000,- = 1800,- zumutbare Belastung.

Zahlung an den KFO im Jahr 3800,-, bleiben also noch 2000,- steuermindernd übrig.

Bei rd. 25% Grenzsteuersatz würde das bedeuten: Du bekommst rd. 500,- vom Finanzamt wieder.

Hallo Missy,

danke für die ausführliche Antwort.

Jetzt doch noch eine Frage.

Dei Beispiel ist mir sehr einleuchtend.

Bei mir wäre der Prozentsatz niedriger. Bin verheiratet und 1 Kind, das heißt ja paar % niedriger,oder?

Rechnet man das allein von meinem Gehalt oder gesamt von mir+mein Mann?

Danke für eure Antworten.

lg

kleine

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§ 33 ESTG - Außergewöhnliche Belastungen

(1) Erwachsen einem Steuerpflichtigen zwangsläufig größere Aufwendungen als der überwiegenden Mehrzahl der Steuerpflichtigen gleicher Einkommensverhältnisse, gleicher Vermögensverhältnisse und gleichen Familienstands (außergewöhnliche Belastung), so wird auf Antrag die Einkommensteuer dadurch ermäßigt, dass der Teil der Aufwendungen, der die dem Steuerpflichtigen zumutbare Belastung (Absatz 3) übersteigt, vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen wird.

(2) 1Aufwendungen erwachsen dem Steuerpflichtigen zwangsläufig, wenn er sich ihnen aus rechtlichen, tatsächlichen oder sittlichen Gründen nicht entziehen kann und soweit die Aufwendungen den Umständen nach notwendig sind und einen angemessenen Betrag nicht übersteigen. 2Aufwendungen, die zu den Betriebsausgaben, Werbungskosten oder Sonderausgaben gehören oder unter § 9 Absatz 5 oder § 9c fallen, bleiben dabei außer Betracht; das gilt für Aufwendungen im Sinne des § 10 Absatz 1 Nummer 7 und 9 nur insoweit, als sie als Sonderausgaben abgezogen werden können. 3Aufwendungen, die durch Diätverpflegung entstehen, können nicht als außergewöhnliche Belastung berücksichtigt werden.

3) 1Die zumutbare Belastung beträgt bei einem Gesamtbetrag der Einkünfte

1. ...

2.bei Steuerpflichtigen mit a) einem Kind oder zwei Kindern :

bis 15 340 EUR - 2%

über 15 340 - 51 130 EUR - 3%

über 51 130 EUR - 4% des Gesamtbetrags der Einkünfte.

2Als Kinder des Steuerpflichtigen zählen die, für die er Anspruch auf einen Freibetrag nach § 32 Absatz 6 oder auf Kindergeld hat.

_______________________________________________________________________________________________________________

Bei Zusammenveranlagung (Normalfall für Ehehgatten) gilt: Gesamtbetrag der Einkünfte = Beide "Jahreseinkünfte" (Brutto abzgl. Werbungskosten) werden zusammengerechnet (auch Zinserträge u. a., soweit vorhanden) und hierauf obige Prozentsätze angewandt. In deinem Fall abhängig von der Höhe eurer Einkünfte 2/3/4%.

Wäre zu prüfen, ob eine getrennte Veranlagung in dem Jahr günstiger wäre. Dies kann jedes halbwegs taugliche Steuerprogramm auf Knopfdruck ausrechnen (oder natürlich der Steuerberater deiner Wahl ;)) .

Und bitte beachten, dass ALLE in dem Jahr anfallenden Krankheitskosten zusammengerechnet werden, also auch die, die sich nicht auf deine kieferorthop. Behandlung beziehen. Heißt: Belege sammeln!

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