nileve

Erst Schienenbehandlung, dann eventuell KFO-Behandlung?

Hallo,

ich bin schon eine Weile stummer Leser, hatte mich aber auch schon mal vorgestellt.

Nochmal kurz zu mir: ich hab einen Tiefbiss und Kiefergelenksbeschwerden, seit ein paar Wochen verstärkt (Schmerzen beim Öffnen des Kiefers und beim Kauen).

Meine Zahnärztin hat mir schon vor zwei Jahren geraten, zum KFO zu gehen. Bis jetzt hat es aber nie geklappt, weil ich oft umgezogen bin und auch kein Geld hatte (Studentin).

Jetzt hat sich die Situation geändert, und heute bin ich zum KFO gegangen für ein Beratungsgespräch.

Er rät mir, zuerst mit Schienen (die meinen Unterkiefer in die "richtige" Postion bringen) auszuprobieren, ob die Schmerzen wegggehen. Die würden bei ihm angefertigt. Ich müsste Sie am Anfang 24 h tragen. Er würde vor und nach der Schienenbehandlung mein Kiefergelenkt beurteilen, um zu gucken, ob etwas besser/schlechter geworden ist. Er meint, ein großer Faktor bei Kiefergelenkproblemen ist auch Stress, und wie man damit umgeht. Nur wenn mir die Schienen helfen, fände er eine KFO sinnvoll. Und dann müsste man überlegen, ob nur KFO oder KFO + Operation.

Ich finde es gar nicht mal so blöd, zu überprüfen, ob die Schmerzen vom Kiefergelenk oder psych. Stress (oder beidem) herkommen. Was denkt ihr darüber? Kennt ihr eine solche Vorgehensweise (erst Schiene, dann evt. KFO)? Ich meine, hier auch schon mal sowas gelesen zu haben, kann es aber nicht mehr finden.

Vielen Dank für die Hilfe,

nileve

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Vorbehandlung mit Aufbissschienen. Ähnliches habe ich auch gehört und gelesen. Kann allerdings auch Zeitverlust sein, wenn man zB aus der Art der Zahnfehlstellung/en den Rückschluss ziehen kann, dass bei deren Korrektur der Unterkiefer sich von selbst in seine "richtige" Position einstellt. Außerdem lässt sich uU auch keine Beschwerdefreiheit erreichen, weil eine Schiene zwangsläufig den Biss erhöht. Letzteres könnte bei dir wegen des tiefen Bisses vllt ein Vorteil sein.

Alles Gute für deine Behandlung!

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Hallo Nileve,

ich hatte auch eine "Michigan-Schiene" von ca. März bis Ende Mai. Auch sie sollte dazu dienen zunächst einmal den Kiefer so zu stellen, wie er eigentlich sein sollte. Diese Schienen sind mit den dünnen Schienchen vom Zahnarzt absolut nicht vergleichbar.

Durch die Schiene, die nach einigen Tagen Eingewöhnungszeit durchaus angenehm zu tragen war, sollte sich der Kiefer in die Position stellen, die ihm "gefällt" sodass der KFO sehen kann, wohin die Reise gehen soll und was genau getan werden muss. Ich habe keine Schmerzen aber schon seit vielen Jahren heftiges Knacken im Kiefergelenk, beidseitig.

Beim nächsten Kontrollversuch sagte mir dann der KFO, dass ich mit dieser Schiene nun so weiter machen könnte (also immer schön tragen bis zum Nimmerleinstag) oder aber die viel bessere Variante wählen soll, nämlich eine feste Zahnspage.

Ich habe mich für die feste Spange entschieden, weil ja auch meine Zähne ziemlich schief sind und ich nicht eine Ewigkeit mit einer Aufbisschiene leben möchte. Bis zum Einsetzen der Spange merkte ich allerdings keinerlei Veränderungen meines Kiefergelenkes, aber die Tragezeit war ja auch nicht sehr lange.

Wenn du noch mehr wissen möchtest, dann geh einfach mal in mein Profil und schau meine Einträge "Neu aber nicht mehr die Jüngste" und "Step 1 Aufbisschiene, Step 2 OP?" an. Da habe ich einiges um Thema Aufbissschiene geschrieben und auch einige Antworten erhalten. Vielleicht hilft dir das weiter.

Viele Grüße

Antje

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ich habe auch ein halbes jahr eine schiene getragen bevor ich meine feste spange bekommen hab. hats was gebracht?

nö.

ich hab einen zwangsbiss nach rechts, dazu nen leichten deckbiss.

die schiene wurde so angefertigt:

kiefer per hand nach links geschoben, abdruck gemacht.

gepasst hats natürlich nicht, einen unterschied hab ich auch nicht gemerkt.

gott sei dank hat die kasse die schiene bezahlt, deshalb wars mir auch im nachinein auch wurscht.

ziel war es auch den uk vorzuziehen, aber ich hab das gefühl jetzt wo ich die schiene nicht mehr trage ist er genau da wo er vorher eigentlich war.

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wenn die schiene nur dazu gedacht ist, den UK in eine neutrale lage zu bringen ist sie laut meinem KFO unnötig, und er hat in meinem fall recht behalten. man kann das gleiche während der KFO behandlung mit aufgeklebten aufbissen erreichen.

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Hallo Nileve,

ich hatte auch erst eine Schiene nach dem DIR-System von Januar bis Juni diesen Jahres um meine

Kiefergelenksbeschwerden zu mildern. Dazu kamen noch einige Einheiten Physiotherapie.

Die Schiene habe ich 24h getragen (nur zum Essen halt nicht). Die Beschwerden sind abgeklungen.

Durch die Physiotherapie wurde mir erst bewusst, wie verspannt ich eigentlich (wahrscheinlich

schon über Jahre war) und was mein "Zähne Zusammenbeißen) für den ganzen Körper für Auswirkungen hat.

Inzwischen kenne ich tolle Entspannungsübungen und der nächste Schritt konnte kommen

Seit Anfang Juni habe ich jetzt für 12-18 Monate eine feste Zahnspange um die Engstände,

Drehungen, Lücken etc. zu beheben. Eine OP steht bei mir allerdings nicht an.

Ich würde es wieder so machen.

Viele Grüße, Annette

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Hallo BeNice - Annette,

kannst du die tollen Entspannungsübungen mal an uns weitergeben? Wäre super, denn auch mein Kiefer klappert nach wie vor!

Übrigens: toll, dass es bei dir geklappt hat, die Beschwerden zu lindern und du keine OP benötigst. Mittlerweile glaube ich auch immer weniger an eine OP, denn die Maßnahmen wie Physiotherapie und Massagen habe ich noch nie in Anspruch genommen. Und ich denke, die OP sollte der letzte Schritt sein.

Viele Grüße

Antje

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Hallo an alle,

vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Ich denke, ich werde es mit der Schienentherapie einfach mal ausprobieren, um zu prüfen, ob die "neue" Position des Kiefers mir hilft oder ob es mehr die Verspannung durch Stress ist. Es kann wirklich sein, dass das Problem eher der Stress ist, obwohl ich mich selten "richtig" gestresst fühle. An Entspannungsübungen habe ich auch schon gedacht und plane, demnächst mal einen Kurs zu machen.

Andererseits denke ich trotzdem, dass mein Biss nicht ideal ist, meine oberen Schneidezähne stehen steil nach innen, dadurch wird mein Unterkiefer in eine für mich "unbequeme" Situation gezwängt. Außerdem meinte der KFO, dass mein Kiefer sich beim Kauen nach rechts bewegt, was nicht normal ist. Auch ist meine Verzahnung nicht optimal, rechts ist wohl alles in Ordnung, links bin ich irgendie eine halbe oder ganze Prämolarenbreite verschoben. Aber sonst habe ich keine Drehungen, oder Engstäne, die Zähne stehen in Reih und Glied, außer eben die beiden Schneidezähne oben. Das meinte auch der KFO, deswegen wollte er wohl nicht gleich "loslegen". Ich fühle mich deswegen nicht soo optisch beeinträchtig, dass ich auf Biegen und Brechen ne Behandlung machen würde. Wenn ich wirklich KFO-technisch behandelt werden will, soll ganz klar die Reduktion von Schmerzen und die Kaufähigkeit im Vordergrund stehen, das optische ist ein Bonus.

Ich werde weiterberichten, wie es weitergeht. Der Schienentermin ist erst Mitte Juli.

Viele Grüße und vielen Dank für die Antworten

Nileve

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das ist bei mir auch so. mein uk wird nach innen gedrückt, mein kiefer schwankt beim kauen.

finde sehr interessant zu lesen dass dein kfo 12 -18 monate veranschlagt. meiner wollte das so in 8 monaten rumkriegen, die sind bald rum und er wird schon total nervös (ich auch, weil ich meinen hkp schon fast vollständig gezahlt habe und das einzige was er geschafft hat ist meine zähne etwas auseinanderzuziehen, aber: zwangsbiss, gegen frontzähne mit uk schlagen, nach innen gerichtete schneidezähne, das ist alles noch da)

werde mir im juli einen zweit und drittmeinung einholen...hab die nase so voll....

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Hallo,

ich wollte nochmal weiterberichten.

Gestern war ich beim KFO, um allerlei Abdrücke und Fotos zu machen, nächste Woche kommt die Schiene. Es wird eine Oberkiefer-Schiene, die ein wenig den Steilstand der oberen Schneidezähne beheben soll, damit mein Unterkiefer hervor kommt. Ich hoffe, das hilft mir. Bei dem Termin nächste Woche will er mit mir auch gleich besprechen, wie das KFO-technisch zu behandeln wäre, wenn mir die Schiene helfen würde und ich eine Behandlung wolle. Eine Analyse der Kiefergelenke hat er gestern auch gemacht, aber da steht die Ampel auf "gelb", wie er meint, da ich momentan keine akuten Probleme habe.

Die Schiene selber gibt es auf Kassenkosten, die Kiefergelenksanalyse und Diagnostik muss ich selbst zahlen (ca. 250), das wusste ich aber vorher und nehme das in Kauf.

Viele Grüße

nileve

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Hallo,

seit Montag habe ich nun diese Schiene, etwas klobiger als gedacht. Das ist eine durchsichtige dicke Plastik-Schiene, die in den Oberkiefer kommt. Vorne, wo die Schneidezähne sind, sind Federn angebracht,die den Steilstand der Schneidezähne ein wenig beheben sollen. Tragen soll ich das Ding 24h/Tag, klappt auch soweit. Mit der Schiene habe ich keinen festen Biss, mein Unterkiefer ist frei beweglich, da er mit der Schiene keinen Anhalt für einen Biss hat. Ein komisches Gefühl, aber es geht. Sprechen ist schwierig, und Abbeißen vorne geht gar nicht, da die Schneidezähne sehr dabei schmerzen.

Der KFO hat mich dann auch über eine eventuelle KFO-Behandlung beraten. Nach dreimonatigem Tragen der Schiene will er mit mir sehen, ob die Kiefergelenkbeschwerden besser sind und ob das wirklich an der Zahnfehlstellung liegt, oder am Stress. Falls es die Zähne/Kiefer sind, dann werden erstmal nur oben Brackets gesetzt, um oben auszuformen und zu sehen, wie weit der Unterkiefer durch die Behebung der Zahnfehlstellung (Steilstand der oberen Schneidezähne) nach vorne kommt. Vor dem Setzen der Brackets im UK will er mit mir zusammen entscheiden, ob er mit reiner KFO (evtl. einen Zahn ziehen) oder Chirugie weiterbehandeln will. Je nachdem, wohin der UK möchte.

Er sagte, ich werde nicht das 100% optisch optimale Gebiss bekommen, bei ihm steht die Funktion im Vordergrund. Bei mir auch, ich will keine Schmerzen mehr. Das heißt, es wird bei jeden Behandlungschritt geguckt, inwieweit sich meine Beschwerden bessern. Wenn ich mir keinen Zahn ziehen lassen will oder keine Chirugie machen will, weil ich mich bereits ohne diese Maßnahmen mit dem bisherigen Behandlungsergebnis wohl fühle, ist das für ihn ok. Er hat mir aber auch deutlich zu versehen gegeben, dass "Kompromiss-Lösungen" dann eher für Rezidive gefährdet sind. Ich bin insgesamt froh, dass nicht gleich mit der Holzhammer-Methode (Brackets überall, OP) angefangen wird, sondern erstmal geguckt wird, ob das überhaupt in meinem Fall nötig ist.

Der erste Schritt ist gemacht . Vielleicht gehör ich dann in drei Monaten auch zu den Spangenträgern.

Viele Grüße

nileve

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Hallo,

hier mal ein kleines Update:

Ich trage die Schiene jetzt seit mehreren Wochen, und meine Beschwerden sind wie weggeblasen. Das Tragen der Schiene war zum Anfang recht unangenehm, da der Druck auf die Schneidezähne schon recht groß ist, abbeißen geht zuerst gar nicht. Na ja, bei ner "richtigen" Spange ist es wohl schlimmer.

Vor zwei Tagen war ich dann zum Kontrolltermin, wo nicht viel passiert ist. Die Federn für die oberen Schneidezähne wurden nochmal "angezogen", um den Steilstand ein wenig mehr zu bewegen. Der KFO hat dann noch gefragt, wo sich mein UK befindet, wenn die Spange/Schiene mal draußen ist ("Irgendwo in der Schwebe"), auf jeden Fall woanders als vorher. Aber er meinte auch, dass ich mir das wohl doch eher mit der OP überlegen sollte, da er nicht denkt, dass mein UK so weit nach vorne kommt. Ich denke dass auch nicht. Wenn ich mit meinen unteren Schneidezähnen die oberen "berühren" möchte, muss ich den UK ganz schon aktiv nach vorne schieben, was wiederum recht unbequem ist. Und wenn man bedenkt, dass die oberen Schneidezähne doch noch sehr steil nach innen stehen und noch weiter nach vorne kommen sollen ...nee, ich glaub das klappt nicht. Jetzt komm ich natürlich ins Grübeln und überlege, ob ich wirklich das volle Programm (ein Glück wohl ohne GNE) machen soll, "nur" wegen Kiefergelenksproblemen. Ich werd auf jeden Fall weiter berichten.

Viele Grüße

nileve

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Hallo,

ich melde mich mal wieder. Mittlerweile Trage ich die Schiene vier Monate, und alles ist super. Der UK ist immer noch nicht so nach vorne gerutscht, aber das ist mir wurscht, ich habe keine Scherzen mehr. Ich war die Woche beim KFO, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Im Januar bekomme ich zuerst eine feste Spange oben und eine aktive Platte, ebenfalls für den OK. Nach 6-8 Monaten Tragezeit soll dann entschieden werden, wie es weitergeht, ob mit oder ohne Zahnziehen, ob mit oder ohne OP. Der Arzt hat mir versichert, dass nur das gemacht wird, was ich möchte und mir gut tut. Er wird mich auch in der Zeit zu KFCs schicken, um zu sehen, was die so sagen. Ich habe gefragt, ob die OP bezahlt wird, aber er denkt, dass das schwierig wird, ich erfülle nicht ganz die KIG-Stufen. Er meinte aber auch, wenn ich die OP ausdrücklich möchte, gebe es immer eine Möglichkeit, dies zu erreichen. Egal wie mich entscheide, er macht mit. Ich soll ein Schmerztagebuch führen, um zu sehen, wie sich unter der Behandlung die Schmerzen entwickeln. Ich bin ganz froh, dass diese OP anscheinend doch nicht soo zwingend notwendig ist und es anders doch geht. Es ist immerhin eine große OP, kein Zuckerschlecken, die eben auch Risiken birgt und von der man sich wohl einige Zeit erholen muss. Ich will nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen und habe Angst vor Risiken.

Die ersten vorbereitenden KFO-Termine sind Ende Dezember, ab da werde ich vielleicht ein Tagebuch eröffnen, mal sehen.

Viele Grüße

Nileve

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