Marcolinovic

18. Juli 2011 - Bad Homburg - Dr. Dr. Kater: Bimax + Kinn

109 Beiträge in diesem Thema

Naja was heißt Abschied... Meine Erfahrungen und Veränderungen neigen sich allmählich dem Ende zu. Es gibt nochmal ein paar Worte hier, wenn ich meine Spange rausbekommen habe und die Zähne isch gefestigt haben.... und natürlich nächstes Jahr, wenn das Metall rauskommt, aber ansonsten werde ich bald erstmal nichtmehr so viel hier schreiben. Ich mache quasi erstmal Platz für die Neuoperierten ;) Ist ja auch immer objektiv so eine ganze Erfahrung...

Na wo soll das denn sonst hinpassen, wenn nicht hierher Corina :D

Da ist wirklich was dran an Deinen Worten... Ich finde es halt auch deswegen so super mit dem Forum hier, weil man sich während dem gesamten prozess einfach nicht alleine fühlt. Man weiß, dass es viele Menschen gibt, die das Gleiche durchmachen mussten und werden. Jeder von denen hat auch irgendwann auf dem Arztstuhl gesessen und gesagt bekommen: "Das muss operativ reguliert werden" oder "Im Anschluss an die OP dürfen Sie erst einmal 6-8 Wochen nicht kauen" ... :)

Ich stell mir immer vor, wie schrecklich das wohl ist, wenn man mit den ganzen ungewissen Fragen und Dingen die einen beschäftigen alleine ist und niemanden hat, der einem die Sorgen nimmt. Und ich weiß noch zu genau, was einem die Wochen/Monate vor dem Eingriff alles durch den Kopf geht... Deswegen versuche ich vorallem zu beruhigen, denn rückblickend betrachtet kann man tatsächlich zufrieden und voller Vorfreude auf den neuen Abschnitt und nach vorne schauen, denn das was hinter einem liegt, war dann letztlich doch fast ein Klacks.

Man weiß vorallem, und das ist sehr entscheidend, erst nach der OP auf was man die Zeit vorher alles verzichtet hat bzw. ggf. verzichten musste.

Denn man nimmt die ganze Situation einfach an und findet sich damit ab, man ist ja in der Regel noch jung: "Was soll ich schon für Beschwerden haben?!".

Für einen jeden Menschen ist das dann der eigene "Normalzustand". Und der wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bei Jedem OP´ler im Anschluss BESSER!

Ich komme übrigens gerade aus unserer Cafeteria und habe tatsächlich: EINEN APFEL GEGESSEN!!! (Zwar geschnitten und nicht gebissen, aber dafür MIT SCHALE!!!)

Man erfreut sich an solchen Sachen einfach... Können die bereits operierten Mitglieder sicher bestätigen... Man weiß bei jeder Mahlzeit einfach: "So, schlimmer wird es höchstens mit den Dritten wieder" ;)

Liebe Grüße an Alle,

Marco

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@ Marcolinovic, @ Corina, lieben Dank für eure gefühlvollen und zuversichtlichen Gedanken, die ihr hier in so nette Worte fasst.Und wie Recht ihr habt, denn mit dem eigenen Problem, dass einem etwas an seinem Aussehen stört, geht man ja nun auch nicht unbedingt gerne haussieren. Oft wird man dann belächelt oder falsch verstanden..."ach du machst ne Schönheitsop?" Ihr kennt sicher auch solche einfach dahergeplapperten Kommentare.Nun ist es bei mir noch so, daß ich tatsächlich in dem Alter bin(48 J.),wo an soetwas schnell gedacht wird, allein schon durch einschlägige Medienberichte provoziert. Aber dann lese ich im Form von anderen, denen es ganz genauso geht wie mir und fühle mich aufgehoben. Und dabei kennt man sich nicht mal persönlich....ist doch komisch, oder? Ich bin in der Situation, lange Versäumtes nachzuholen. Ich hatte als Kind schon einmal eine lose Spange, mit eher weniger Erfolg. Da damals die Möglichkeit der Dysgnathiechirurgie noch nicht so ausgereift war, wie sie heute ist,war das Thema KFO als beendet gesehen worden. Die Zähne standen gerade, der Überbiss blieb bis heute...und ich unglücklich, da ich dachte, da kann man eh nichts machen. Die eigenlichen Beschwerden fingen ja auch erst viele Jahre später an, die ich noch nicht einnmal auf einen Fehlbiss schob. Arthrose hat man im Knie oder den berühmten Tennisarm auch, aber wie soll die im Kiefergelenk zustandekommen? Heute bin auch ich schlauer und deshalb...ja, auch ich in meinem "hohen" Alter.Auch ich tue es für später,denn bei den" Dritten" stünde ich vor dem nächsten Problem und ich hab dann doch gedacht, lieber jetzt noch die OP als noch länger warten-vorallem worauf...?Ich tue es für mich und mein Wohlbefinden und das sollte man vor niemanden rechtfertigen müssen. Ich bin genauso zuversichtlich wie alle hier, dass es richtig und gut wird und freu mich darauf :D

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Finde ich absolut super, dass Du Dich dafür entscheidest.

Ist natürlich schlimm, dass es bei Dir schon bis zur Arthrose kommen musste.

Ich bin sehr gespannt, was Du hier berichtest, wenn Du alle shinter Dir hast.

Ich denke sogar, dass Du dann eine viel größere Verbesserung spüren wirst, als wir es hatten.

Jede einzelne Verspannung im Nacken-, Schulter-, Rückenbereich, die sich gegebenenfalls aufgrund der Korrektur überhaupt erst lösen kann, wird Dir bestätigen, dass die Entscheidung richtig war.

Deswegen würde ich wirklich mittlerweile sagen, dass die Zeit ca. 1-2 Monate vor der OP eigentlich die schlimmste Zeit im gesamten Behandlungsverlauf war, denn dort macht man sich selbst noch die meisten Gedanken und hat Fragen über Fragen im Kopf. Nach der OP kommen unheimlich viele Alltagssituationen auf einen zu, die dann "neu" sind bzw. sich neu anfühlen und die lassen den Kopf wieder zur Ruhe kommen. Denn nach der OP, und das Gefühl kam bei mir zumindest wirklich sehr schnell, lässt einen der eigene Körper spüren, dass es zwar "ungewohnt" aber nicht schlechter ist als vorher... Und dann erst merkt man, worauf man sein Leben lang vor der OP verzichtet hat und musste.

Ich bin der festen Überzeugung, dass jemand, der keine fehlstellung hatte... einfach nicht nachempfinden kann, wie sich sowas auf den körper auswirkt. Und deswegen ist dieses Forum so wichtig bzw. deswegen versteht man sich auch ohne sich persönlich zu kennen. Weil man weiß, was der Andere durchmacht oder durchmachen wird... Da will man vorallen auch irgendwie helfen, weil sich manche teilweise wirklich unnötig verrückt machen.

Ich bin mittlerweile in der Position zu sagen, dass ich die OP-Auswirkungen hinter mir gelassen habe. Die Mundöffnung und das Gefühl wird noch immer jeden Tag besser, aber eigentlich war ich schon vor mindestens 14 Tagen zufrieden :)

Und deswegen bin ich derzeit froh, wenn ich den Leuten vor der OP ein bisschen von meinem Mut mitgeben kann, denn die eigene Einstellung ist in den Tagen des Krankenhausaufenthaltes sehr wichtig... Ich hab mich immer an die Vorfreude geklammert... die Vorfreude auf die Tage in denen ich mich jetzt befinde bzw. spätestens, wenn die SPange rauskommt ;)

Ihr habt aber auf alle Fälle eine super Einstellung ;)

Liebe Grüße und bis bald,

Marco

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Hallo Marcolinovic,

dein Bericht hat mir Mut gemacht.....sehr genau geschrieben.

Wie geht es dir mittlerweile? Kannst du wieder alles essen? Ich hoffe doch. War sicher harte Zeit.....alles Liebe von mir...sieht aber gut aus...

Ich habe solch einen Eingriff noch vor mir. Kieferverlagerung oben und unten. Evtl. vorab Gaumennahterweiterung, da mein Kiefer zu schmal ist.

Vorerst muss ich ca. 1-1,5 J. eine festsitzende Spange tragen. Also, Kombination aus kieferorthopädischer und kieferchirurgischer Behandlung.

Mir graut es davor, aber meine gesundheitlichen Beschwerden (wie Kopfschmerzen, Schwinde, Augenbrennen, Kieferknacken, Nacken-Schulterschmerzen, behinderte Nasenatmung und Tinitus gelegentlich) werden stärker und mein Kinn verschiebt sich über die Jahre weiter nach rechts.

Wie ist das mit der Spange? Habe ANgst mich nicht daran gewöhnen zu können. Und wie ist es mit dem Sprechen nach der OP. Wieviel Wochen warst du krank geschrieben?

Über eine Antwort würde ich mich freuen.

Viele Grüße

Valli 1970

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Hallo Valli,

die Prognose der Kieferorthopäden ist wohl immer etwas kurz. Wenn er sagt 1-1,5 Jahre würde ich immer mit dem schlimmsten rechnen und dann noch ein bischen länger. Bei mir hieß es genauso, jetzt sind es schon 19 Monate und ich hab das Ding immer noch und demnächst sollen wieder Gummis rein. Allerdings war bei mir anfangs auch eine GNE im Gespräch, nach 14 Monaten Spange war dann vor der OP keine Rede mehr davon. Zum Glück...Am Anfang denkst Du, Du würdest Dich nie an die Spange gewöhnen, nach jedem Bogenwechsel beim KFO kommen auch wieder Schmerzen und neue Druckstellen im Mund für bis zu einigen Wochen. Also Spass ist anders, aber man weiß ja, wofür man es auszuhalten hat.

Manchmal ist man, besonders am Anfang, der Verzweiflung nahe, weil man mit der Spange nur noch Schmerzen hat und das Essen, wenn es denn überhaupt geht, eine Qual wird. Aber das normalisiert sich tatsächlich nach einer Weile. Bis ich mich echt an die Spange gewöhnt hatte, vergingen sich so gut 6-8 Wochen.

Habe auch dann eine Bimax hinter mich gebracht mit ziemlich großem Versatz (Die Zähne haben sich vor der OP um ca. 1cm verfehlt.) Termin war Ende Mai 2011, bis heute ist das Gefühl nicht wieder im Kinn und der Unterlippe voll zurück, zudem ist wegen des großen Versatzes der Hautüberschuss zu spüren, was mir doch einige Probleme macht.

Aber dafür passen die Zähne jetzt einigermaßen aufeinander, kauen kann ich damit noch nicht so wirklich, aber das übt man wohl erst über viele Monate und Jahre (bin ja schließlich auch schon 39 und hatte mich mit dem Zustand vorher eben arrangiert.)

Nach der OP war ich knapp 6 Wochen krankgeschrieben, dann hab ich mich nicht wirklich so gefühlt, als ob ich dem Arbeitsalltag gewachsen wäre (ca. 15 Kilo leichter, kein Gefühl in Kinn und Unterlippe, sprechen ging zwar, aber irgendwie eben alles ungewohnt, viele Wörter machen Problem....insbesondere die Wörter, wofür man die Unterlippe braucht, also z.B. die mit "W" vorne..). Aber ewig zu Hause bleiben nach der OP geht eben nicht, und irgendwann muss man eben einfach ins kalte Wasser. Die Kollegen haben sehr verschieden reagiert, aber die meisten recht freundlich. Einige konnten nicht mit der veränderten Gesichtsform umgehen, und geschwollen war es ja nach 6 Wochen auch noch deutlich. Also wurde man angeglotzt wie ein Alien....aber wirklich gut sehen die meisten von denen auch nicht aus, also Kopf hoch und selbstsicher weitergehen :-)

Nach ca. 9 Wochen Post-OP hab ich mich dann auch wieder getraut, mit in die Kantine essen zu gehen. Aber bis heute (ca. 5 Monate Post-OP) hab ich mich noch nicht ganz an das neue Gebiss gewöhnt. Das nicht richtig essen können war ja eigtl. vorher der Grund für die OP, aber damals hatte ich volles Gefühl in den Lippen, nun könnte ich zwar vom Gebiss her theoretisch richtig essen, jedoch wegen des fehlenden Gefühls in den Lippen macht das Essen nicht wirklich richtig Spass. Man muss sich sehr konzentrieren, damit man die Futterluke mit dem Löffel oder der Gabel trifft. Wenn man halt so alt ist, dann ist es wohl alles nicht so leicht wie bei den vielen hier, die sich mit Anfang 20 der OP unterziehen.

Schmerzfrei ist der Kiefer jetzt auch nicht, er knackt ziemlich häufig furchtbar laut, wenn ich was esse. Aber genau einmal...dann hat sich wohl die Stellung verbessert, anschließend geht das kauen dann leichter.

Angst muss man nicht haben, vertraue Dich einem guten Arzt an, dann geht es wohl schon irgendwie. Aber stelle Dir die Zeit danach nicht wie im Himmel vor. Man lernt danach, sich über die kleinen Dinge zu freuen..das erst mal mit dem Löffel essen, die erste Banane, die man abgebissen hat statt zerkleinert gegessen, und irgendwann wieder das erste Stück Fleisch. Das muss jeder für sich selbst entscheiden, ob man gewillt ist, das auszuhalten. Man braucht jedenfalls einen starken Willen und einen gefestigten Charakter, um das alles zu ertragen.

Ich selbst rechne für nächstes Frühjahr damit, dass das Metall der Bimax entfernt wird, jedoch muss dann noch das Kinn gemacht werden, weil das vor der Bimax wohl verschlampt wurde, habe ich hier schonmal drüber berichtet :-( . Nun habe ich zwei OPs mit starker Schwellung zu ertragen statt einer :-(

Ich schaue oft in den Spiegel und frage mich, ob es das alles wert gewesen ist...aber ich erwische mich selber ab und an dabei, dass ich mich tatsächlich freue auf die nächste OP. Weil ich dann hoffe, endlich auch mit korrigiertem Kinn wieder normal auszusehen. (Abgesehen von der riesen Rechnung, die dann auf mich zukommt....Krankenkasse bezahlt die Kinnkorrektur nicht).

So ..ich hoffe ich hab niemand abgeschreckt. Letztenendes muss eh jeder für sich entscheiden.

Wünsche Dir starke Nerven für die Behandlung!

Rainer

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Hallo Rainer,

das hört sich ja echt na harter Tortur an....aber hoffe, es lohnt sich auf lange Sicht....

Rechne auch mit einer harten Zeit...und wie du sagst, das Alter spielt auch eine Rolle....ich bin jetzt auch gerade 41 geworden und der Körper gewöhnt sich an die Fehlstellung und kompensiert. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass die Beschwerden schlimmer werden, ist das wohl die beste Lösung um möglichst beschwerdefrei leben zu können. Das motiviert mich...und dich hoffentlich auch.

Also muss man das essen erst wieder lernen. Wurdest du auch von Dr. Kater in Bad Homburg operiert? Ist ja wohl der Operateur ...war auch schon oft im TV...war dort und er wirkt sehr kompetent (ist in Bad Homburg).

Seine Methode ist wesentlich schonender für den Kiefer und risikoärmer als die herkömmliche...aber egal wie, ist sicher hart.

Dann wünsche ich dir alles Gute...wann steht die Kinn OP an?

Ist es mit der festsitzenden Spange echt so hart? Davor habe ich große Angst (nicht nur wegen der Optik sondern auch wegen dem Ungewohnten). Zumal ich mit Kindern in einem Hort arbeite und als Leitung immens im Kundenkontakt stehe...super .....aber was sein muss...muss sein...

Alle Gute dir und danke für die Infos....tut doch gut sich mit Gleichgesinnten auszutauschen...wobei du das schlimmste ja bereits durchleben musstest oder durftest... ;)

Liebe Grüße

Valli

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Vielen, vielen dank für deinen tollen Bericht! Besser hätte er nicht sein können, hast alles sehr genau beschrieben und die Bilder setzten dem noch die Krone auf :)

Super Bericht - Super Ergebnis, du hast mir meine Angst fast ganz genommen(meine Bimax ist am Donnerstag, auch bei Hr.Kater und auch in der Hochtaunusklinik :))

Ganz liebe grüsse und großes Danke

Lisa

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Vielen, vielen dank für deinen tollen Bericht! Besser hätte er nicht sein können, hast alles sehr genau beschrieben und die Bilder setzten dem noch die Krone auf :)

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Ganz liebe grüsse und großes Danke

Lisa

Wann ist deine OP geplant?

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Vielen, vielen dank für deinen tollen Bericht! Besser hätte er nicht sein können, hast alles sehr genau beschrieben und die Bilder setzten dem noch die Krone auf :)

Super Bericht - Super Ergebnis, du hast mir meine Angst fast ganz genommen(meine Bimax ist am Donnerstag, auch bei Hr.Kater und auch in der Hochtaunusklinik :))

Ganz liebe grüsse und großes Danke

Lisa

Hey Lisa,

das freut mich, dass er Dir gefällt. Ich hoffe, dass alles auch genauso bei Dir verläuft.

Du bist echt in super Händen!

Alles Liebe und Gute für Dich,

Marco

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Wie geht es dir mittlerweile? Kannst du wieder alles essen? Ich hoffe doch. War sicher harte Zeit...

Hi Valli,

mir geht es mittlerweile sehr gut. Ich habe sogar das Gefühl, dass sich mein BIss nun absolut gefunden hat. Seit ein paar Tagen ist das Gefühl im Mund einfach super gut. Ich kann tatsächlich abbeißen^^ Es ist schon wirklich eine Qual teilweise, wenn man irgendwas essen will und weiß, dass es nur Sauerei gibt oder es einem wehtut. Aber jetzt mekrt man einfach, dass es genau so sein soll. Vorher ging es zwar auch, aber man weiß tatsächlich erst nach der OP auf was man sein Leben lang verzcihtet hat. Essen tue ich mittlerweile alles wieder... bis auf Nüsse ;) Normalerweise kannst Du wirklich davon ausgehen dass DU nach 6 wochen... im schlimmsten fall nochmal 14 tage dranhängen zur absicherung, also ab 6 wochen post op wirklich ALLES wieder essen kannst. Das größere Problem ist der Kopf. Und das ist hier bei vielen Berichten die ich gelesen habe tatsächlich überwiegend der "Kopf", denn man traut es sich einfach nicht... Man denkt man ist noch "krank" und man müsse sich schonen. Im prinzip ist es vergleichbar mit einem beinbruch und dem moment in dem du das erste mal wieder treppen läufst ;)

Man denkt einfach oft: "ohje, wenn ich jetzt noch etwas fester kaue, dann geht alles kaputt" ...

Ist auch gut so ;) besser als andersherum. Aber der Kiefer ist ein Gelenk! UNd zwar das einzige im Körper, was paarweise arbeitet und das einzige im körper was in alle 360 ° bewegbar ist... umso offensdichtlicher ist doch, dass es sich wünscht sich zu begwegen... und nicht in schonhaltung irgendwo an gummis zu baumeln...

Wie ist das mit der Spange? Habe Angst mich nicht daran gewöhnen zu können. Und wie ist es mit dem Sprechen nach der OP. Wieviel Wochen warst du krank geschrieben?

Also ich will da jetzt auch nicht alles verharmlosen, aber ich war die Spange schon aus der kindheit gewohnt. Ich hatte die Spange bereits viele Jahre und wusste genau, was auf mich zukommt. Viele hier berichten, dass es die Hölle ist, aber was ist mit den 90 %, die nichts zur SPange schreiben? Am langsamsten gewöhnt man sich letztlich daran, dass man nach dem Essen nochmal 5 Minuten beschäftigt ist, bis wirklich alle Essensreste mit der zunngenspitze irgendwo rausgequetscht wurden und man sich wieder wohl im mund fühlt ;)

Ich bin der Meinung, dass man sich sehr schnell daran gewöhnt, weil sich am Zustand ja, wenn er einmal da ist nichtsmehr verändern lässt. Natürlich wird es zu Beginn Tage geben an denen der Mund und vorallem die Zunge etwas gereizt ist und wehtut, weil man an bestimmten STellen ständig langfährt. Dafür gibt es aber diesen tollen Dentalwachs (UNBEDINGT BEIM KFO FRAGEN). Mit dem kann man die druckstellen in den ersten tagen etwas abrunden, dann bildet sich die hornhaut an den gewollten stellen trotzdem und es tut nicht gleich an der zunge oder so weh.. Ich denke nach ca. 3 Tagen merkt man die druckstellen schon nichtmehr... und das bleibt auch so... Natürlich hängt es auch von der Fehlstellung ab. Denn wenn die Zähne erst noch einen weiten weg gehen müssen, dann ist natürlich klar, dass danna uch das metall wandert und neue druckstellen verursacht, aber wie gesagt: Der Wachs ist dafür super!

Schmerzen hat man natürlich auch, wenn ein Bogenwechsel ansteht, aber die halten in der regel auch allerhöchstens 2 Tage an, danach ist alles vorbei... Und wenn man eine BIMAX überstehen will, dann muss man auch mal weiche kost vertragen. Ich denke es ist von jedem zu erwarten auch mal 2 tage keine rohkost zu essen bzw. einfach den pürierstab anzuschmeißen. Aber das ist alles charaktersache. Das wirst DU selber merken.

Das Sprechen nach der OP war bei mir persönlich und auch bei den zwei Patentinnen, die ich kennengelernt habe, kein Problem. Ich habe selbst 5 Stunden nach der OP bei der ersten Visite von Dr. K. schon mit ihm über meinen OP-Verlauf diskutiert ;) Er war sichtlich erfreut über meinen Zustand. Und das find eich auch so toll bei ihm. Er hat ca. 500 OPs im Jahr und kennt trotzdem jeden seiner Patienten persönlich.

Das Krankschreiben ist eigentlich vollkommen Dir selbst überlassen. Es gibt dazu einfach zu viele verschiedene Berufe. Du musst selber wissen, wann Du wieder arbieten willst/kannst/Dich traust...

Ich habe glaube erstmal 4 oder 5 Wochen bekommen und bin dann nach dieser Zeit nochmal hin, um zu verlängern... Da sagt niemand auch nur einen kleinen Satz dazu, weil das Empfinden wirklich objektiv ist. Ich hätte theoretisch schon nach 14 Tagen arbeiten gehen können, weil ich am PC arbeite, aber das größere Problem ist nicht der Schmerz (der 3 tage post op bei mir komplett weg war) sondern die tatsache, dass du Dir Dein Essen mitnehmen musst und dass du zu jeder zeit angst hast, dass du einen stoß oder sowas abbekommst. und das wäre ärgerlich...

In der Praxis haben SIe mir erzählt, dass die meisten Selbstständigen nur zwischen 1 und 2 wochen krank geschrieben werden wollten... und das geht!

Alles alles Gute und vorallem wenig unnötigen Stress von außerhalb bzw. vom eigenen Kopf wünscht Euch Allen,

Marco

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Hallo Marco! Lieben dank für deine ausführlichen Schilderungen. Deine Ausführungen machen Mut und das tut in so einer situation gut. Manchmal denke ich, warum tue ich mir das ueber Jahre an. Ist ja eine Art lebensqualitaetsverlust, oder? Nun ja, in deinem Stadium weiß man sicher für was. Ich hoffe, dass es die weiterhin immer besser geht und du bald ein Super Beißgefühl hast. Hi. Ja, dr. Kater wirkt sehr kompetent. Wurde deine Behandlung gemeinsam mit kieferorthopaedischer Beh. Von KK bezahlt? Habe eine stationäre zusatz bei der Debets und hoffe, dass die minimal invasicmv übernehmen. Ansonsten hoffe ich auf den KFO , der mir hohe Stufe bestätigt. Dann wies glaube ich - bin bei TK - übernommen. Wahnsinn, alles dreht sich um die kommende zeit, dabei habe ich erst an 11.11. Beratungstermin bei KFO. Mal sehen, wie es weitergeht. Ich wünsche dir noch weiterhin alles Gute und nochmals vielen dank für deine Berichte hier im Forum

Lg valli 1970

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Sehr gerne,

hatte selber immer verlangen nach noch mehr Infos, als ich vor der OP war.

Im Nachhinein merkt man aber auch, dass man so viel lesen kann wie man will. Wenn man mittendrin ist, ist das Ganze in vielen Situationen leichter als man es sich vorher gedacht hat.

Der eigene Kopf ist der größter Gegner ;) ... *lach

Ich würde Dir raten keine großen Ausführungen bezüglich minimalinvasiv oder nicht gegenüber Deiner Krankenkasse zu machen.

Bei mir wurde am Ende ALLES bezahlt, ausnahmslos ... Und das liegt mit unter daran, dass ich den Schriftverkehr meinen Ärzten überlassen habe.

Wenn die OP bei Dir notwendig ist, wovon ich ausgehe, dann hat auch der Arzt die Möglichkeit ein Formblatt für die KK aufzusetzen, welches bestätigt, dass der Eingriff in diesem Umfang notwenig war. Danach hat eine KK eigentlich wenig Chancen Kosten zu kürzen.

Dann versuchen Sie sich nur noch auf bestimmte Begrifflichkeiten wie minimalinvasiv zu stürzen, um Leistungsbeträge zu kürzen.

Hast Du bereits Kostenvoranschläge bekommen? Und auch schonmal eingereicht? ...

Liebe Grüße

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Vielen dank für die prompte Antwort. Habe wie gesagt erst am 11.11.11 beratungstermin bei KFO. Hoffe, er bestätigt medizinische Notwendigkeit. Dann wird OP und KFO übernommen. Entweder beides oder gar nichts, habe ich gehoert. Bin bei Techniker Krankenkasse. Und du ?

Alles gute und weiterhin gut beiss !

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Vielen dank für die prompte Antwort. Habe wie gesagt erst am 11.11.11 beratungstermin bei KFO. Hoffe, er bestätigt medizinische Notwendigkeit. Dann wird OP und KFO übernommen. Entweder beides oder gar nichts, habe ich gehoert. Bin bei Techniker Krankenkasse. Und du ?

Alles gute und weiterhin gut beiss !

Hallo Valli,

bei mir hat die Kasse (eine der besseren BKKs) die OP (Kosten einer Standard-OP) gezahlt, jedoch den KFO nur zur Hälfte. Und das, obwohl der KFO meinte "wenn nicht bei ihnen, bei wem denn dann...". Die minimalinvasive Methode und die Modell-OP hat die Kasse gar nicht bezahlt, sodass allein dafür 2000 EUR an mir hängen blieben. Vlt. ist die Techniker ja wirklich kulanter...

Ich finde es zwar gut, wenn einem hier Mut gemacht wird. Jedoch finde ich sollte man mit solchen Aussagen wie "längstens 2 Wochen krank" oder "nach maximal 2 Tagen tut nichts mehr weh" sehr vorsichtig sein. Jeder Mensch ist anders und wenn man hier solche Maximalzeiten genannt bekommt, dann verzweifelt man hinterher, wenn es bei einem selbst nicht so ist. Die vielen, denen es richtig schlecht geht, die hier nicht schreiben, die sollte man auch berücksichtigen. Daher wird Dir Dein Arzt nicht mit so konkreten Angaben kommen, die wissen warum.

Also frag am besten _Deinen_ Arzt. Ich war auch in HG und der Arzt dort, der die Bilder gemacht hat für die Modell-OP, der meinte damals schon, dass ich wohl erst im September wieder Gefühl haben werde...und ich wurde im Mai operiert. Leider behielt er nicht recht und es dauert noch länger. Aber bei anderen hat es auch bis zu 2 Jahre gedauert, was man hier so liest. Also nicht von solchen Einzelerfahrungen blenden lassen. Was nutzt einem so eine Aussage wie "im Schnitt dauert es so und so lange"? ..gar nichts! Jede Erfahrung ist eben subjektiv.

Meine nächste OP ist hoffentlich Ende Q1 2012, wenn ich da dann mal zeitig einen Termin bekomme. Hoch lebe die Zweiklassenmedizin :-(

Viele Grüße

Rainer

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Hallo Valli,

bei mir hat die Kasse (eine der besseren BKKs) die OP (Kosten einer Standard-OP) gezahlt, jedoch den KFO nur zur Hälfte. Und das, obwohl der KFO meinte "wenn nicht bei ihnen, bei wem denn dann...". Die minimalinvasive Methode und die Modell-OP hat die Kasse gar nicht bezahlt, sodass allein dafür 2000 EUR an mir hängen blieben. Vlt. ist die Techniker ja wirklich kulanter...

Ich finde es zwar gut, wenn einem hier Mut gemacht wird. Jedoch finde ich sollte man mit solchen Aussagen wie "längstens 2 Wochen krank" oder "nach maximal 2 Tagen tut nichts mehr weh" sehr vorsichtig sein. Jeder Mensch ist anders und wenn man hier solche Maximalzeiten genannt bekommt, dann verzweifelt man hinterher, wenn es bei einem selbst nicht so ist. Die vielen, denen es richtig schlecht geht, die hier nicht schreiben, die sollte man auch berücksichtigen. Daher wird Dir Dein Arzt nicht mit so konkreten Angaben kommen, die wissen warum.

Also frag am besten _Deinen_ Arzt. Ich war auch in HG und der Arzt dort, der die Bilder gemacht hat für die Modell-OP, der meinte damals schon, dass ich wohl erst im September wieder Gefühl haben werde...und ich wurde im Mai operiert. Leider behielt er nicht recht und es dauert noch länger. Aber bei anderen hat es auch bis zu 2 Jahre gedauert, was man hier so liest. Also nicht von solchen Einzelerfahrungen blenden lassen. Was nutzt einem so eine Aussage wie "im Schnitt dauert es so und so lange"? ..gar nichts! Jede Erfahrung ist eben subjektiv.

Meine nächste OP ist hoffentlich Ende Q1 2012, wenn ich da dann mal zeitig einen Termin bekomme. Hoch lebe die Zweiklassenmedizin :-(

Viele Grüße

Rainer

Hallo Rainer,

danke für die Infos...sicher ist es von Patient/in zu Patient/in unterschiedlich. Je Gewebe, Konstitution, Alter, Schweregrad der Kieferfehlstellung...rechne mit einem halben Jahr auf jeden Fall und habe Respekt vor dem Eingriff und vor allem vor der Zeit mit der Spange....aber wie gesagt, was ist die Alternative.

Bei mir spielen ästhetische Gründe keine Rolle...da bei mir beide Kiefer zu weit vorne sind und der Kiefer zu schmal ist...deshalb evtl. je nach Erfolgt eine Gaumennahterweiterung...mal schauen.

Die Gesichtskoliose (Kiefer zu weit nach rechts) ist auch kaum sichtbar, doch meine funktionellen Beschwerden sind extrem...ich erhoffe mir Besserung. Viele schreiben hier von Kauproblemen, Kopfschmerzen, behinderter Nasenatmung. Bei mir ist es wesentlich mehr...Schlüsselbein hat sich schon über die Jahre rechts vorgeschoben, Schulter schmerzt extrem, Mobilität stark eingeschränkt....so etwas habe ich noch nicht gelesen...

HOffe natürlich, dass wirklich alles vom Kiefer kommt. Habe wirklich vom Schwindeltest, über HWS (seit Jahre Skoliose, Bandscheibenprotrosion) und Herz alles abgeklärt. Nur Schwindel, Kopfschmerzen, HWS usw....nach erst 20 Jahren Diagnose, CMD kommt also vom Kiefer...Symptome würden auch mit den Jahren schlimmer werden..nun ja, muss wohl oder übel durch die Prozedur durch.

Liebe GRüße und hoffe, du bekommst bald einen Termin für deine nächste OP...was steht da noch an?

Valli 1970

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Du bist noch garnicht operiert, Rainer?

Sorry, hatte gedacht, dass Du schon alles hinter Dir hast.

Ja stimmt, fühlt sich natürlich Jeder anders... Es hat vorallem auch Jeder ein anderes Schmerzempfinden... Nur die Harten kommen in den Garten :lol: *Spaß beiseite

Aber es ist nun wirklich nicht so, dass hier im Forum die Horrorgeschichten fehlen... Wenn wir mal ganz ehrlich sind, fällt einem oft auf, dass wirklich viele Leute hier in erster Linie Ihre Erlebnisse berichten, um noch einmal bemitleidet oder beglückwünscht zu werden. Es gibt darunter wenige Leute, die wirklich objektiv schreiben. Das ist aber garnicht schlimm, weil das meistens auch die Leute sind, die diese Unterstützungd er anderen User noch brauchen... Ein einfaches: "super Ergebnis, sieht toll aus" hilft diesen Leuten natürlich sehr. Und das find eich so toll an dem Forum, weil man in jeder Situation Hilfe bekommt... Menschlich, sowie psychisch... und dann natürlich auch physisch...

Ich bin gut mit der Taktik gefahren zunächst erstmal nur Berichte zu lesen von Leuten, die einen gewissen Abstand zu der Sache haben, weil der Eingriff etwas zurück liegt. Die meisten lassen sich von der momentanen Situation trüben, die natürlich nicht angenehm ist. Aber auch mit einer Erkältung fühlt man sich besch*** und ich wöllte nicht so manchen Bericht über eine Erkältung lesen von manchen, teilweise auch noch sehr jungen Usern.

Ich bin der Meinung, dass man die Kirche im Dorf lassen sollte, denn immerhin hab ich in Sachen Zähnen seit meiner Kindheit Einiges durchgemacht und die Bimax war nicht das Unangenehmste davon, das soll schon was heißen...

Das es eine vorübergehende Einschränkung ist, weiß Jeder, der weiß dass es einen betrifft... Wichtig ist, dass auch berichtet wird, wie man sich verändert. Ich denke, dass das Empfinden nach der OP, d.h. während der Genesung, auch stark von den vorherigen Qualen der Patienten abhängt. Leute, die wirkliche Beschwerden hatten durch die Fehlstellung, d.h. also was Valli auch schreibt z.B. Mobilitätseinschränkungen, Knacken, Drücken, Summen im Ohr, Atembeschwerden... Diese Leute stecken das bisschen Taubheit und die 3 Tage Wundschmerz, sowie die paar Wochen ohne Rohkost locker weg, weil man schon während dieser Zeit merkt, dass der restliche Körper sich bedankt.

Und wenn man mal ganz genau schaut, wer in seinen Berichten von Qualen und Horrorschmerzen erzählt, dann sind das nicht selten auch die, die sich 4 Monate vor Ihrer OP und dem Bericht im Psycho-Forumsteil mit Beiträgen über Ihr Aussehen und Ihre krumme Nase beschwert haben. Die OP ist ohne funktionale Beschwerden sicherlich unangenehmer, weil man von einer beschwerdefreien Zeit in eine Beschwerdezeit kommt. Wer schön sein will muss eben einfach leiden... Wer sich sehr bald beschwerdefrei fühlen will, muss nur aus der Narkose aufwachen!

Liebe Grüße aus Frankfurt,

Marco

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Genaus so sehe ich es auch...viele sprechen immer wieder von ihrer Ästhetik und dem so extremem Leiden...sicher, ist es heftig...aber wie du schon sagst....wer vorher über Jahre so Beschwerden hatte, wird das sicher anders wegstecken...

Zudem bin ich eher schmerzunempfindlich, da ich schon eine Kehlkopf OP usw. hatte...alles Probleme, die wohl mit dem Kiefer bzw. dem auch zu schmalen Kiefer zusammenhängen..super, dass man das auch mal erfährt....nach Jahren.

Hattest du auch Beschwerden bis hin zur Hüfte und Knie usw....oder HWS Schulterprobleme?

Schien bei dir ja auch ne größere Sache gewesen zu sein....es gibt einem halt keiner eine Garantie, dass die Beschwerden dann wirklich besser werden aber ich denke bzw. hoffe doch sehr....

Viele Grüße

Valli 1970

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Ja, also ich hatte auf alle Fälle auch schon funktionale Einschränkungen.

Mir wurde auch gleich zu Beginn der Behandlung gesagt, dass es bis zur OP erstmal schlechter werden wird, weil sie die Zahnreihen jeweils für sich ausrichten werden ohne Rücksicht darauf zu nehmen wie die Kiefer zueinander stehen...

naja also auf alle Fälle dachte ich mir da schon: "Wenn Ihr wüsstet, ich glaub schlimmer wird es nicht", weil ich natürlich durch das Alter und durch die Fitness relativ gesegnet war von den gaaaanz schlimmen Beschwerden... Bis dahin ;) ... Während der ca. 10 Monate bis zur OP hat sich allerdings einiges getan. Ich habe in dieser Zeit auch wirklich gelernt respekt zu haben vor den Leuten, die noch schlimmere Fehlstellungen haben als ich hatte. Mit jedem Millimeter, den sich die Kieferstellung verändert hat (also bis zur OP zum Negativen), habe ich schlimmere Beschwerden bekommen. Und bei manchen, kann ich mir vorstellen, war bzw. ist die Fehlstellung ja teilweise schlimmer, als sie bei mir kurz vor der OP war und das hatte mir schon gereicht.

Ich habe mir regelmäßig bei Alltagsbewegungen die Schulter ausgekugelt, hatte teilweise Blockaden in Schulter, Rücken und vorallem dem Nacken. Bei jeder Bewegung und mit jedem tag wurde das Knacken im Nacken und im Kiefergelenk schlimmer.... sogar beim Sprechen hat es geknackt, wenn ich mich nicht konzentriert habe. Die Nasenatmung war bei mir schon seit ich denken kann nicht gut, hatte deswegen schon zweimal die Polypen entfernt bekommen, was wie wir alle wissen auch hätte gespart werden können, denn jetzt ist nasentechnisch alles Bestens.

Hatte dann Abends vorm Fernseher eigentlich regelmäßig Tinnitus. Hüfte und Knie haben auch ab und an mal wehgetan, aber da will ich jetzt nicht sagen, dass das unbedingt nur vom Kiefer gekommen ist. Ich habe nämlich auch sehr schlechte Füße (Ei oder Huhn ?)... Ich war dann vor der OP sogar nochmal bei einer Dorn-Therapie und die Dame hatte mich noch nicht angefasst und hat schon gesagt:"Sowas hab ich bei einem 24 jährigen noch nie gesehen!" Meine gesamte Halswirbelsäule war schief, teilweise ausgerenkt und steinhart... Nachdem Sie dann nach meiner Beckenknochenstellung geschaut hat, hat sie mir geglaubt, dass die OP möglichst bald kommen muss... Die Beckenknochen waren nicht waagrecht, sondern fast 5 cm links angehoben... Der Hammer: Man sieht und merkt davon nichts, zumindest nicht mit 24!... Sie hat dann mit so einem Vibrationsgerät die Spannungen gelöst, das Becken gerichtet und gesagt fühlen sie mal. Das war wirklich bombastisch... Ich habe die Beckenknochen ja erfühlen können, von daher hatte ich das Ergebnis gleich in der Hand: Es war wieder gerade... Man sollte dann mindestens 48 Stunden nichts schweres heben... Im Anschluss hat man aber tatsächlich gemerkt, dass man sich einfach vieeeel wohler fühlt. Das Problem ist, dass die Fehlstellung noch da war und ich ca. 4 Tage später schon wieder die ca. 5 cm hatte, als ich zuhause mal getastet habe...

Heute nach der Bimax ist alles gerade... und es fühlt sich gut an... und ich bin der Meinung es bleibt ;)

Die Auswirkungen der Zahnstellung auf den gesamten restlichen Körper ist unvorstellbar und meines Erachtens bisher noch lange nicht komplett erforscht...

Mein Vater, der auch viele Probleme mit seinen Zähnen hat, bekam während einer Zahnentzündung vor ein paar Monaten Bluthochdruck, Zuckererscheinungen und Tinnitus... Sowas kannte er vorher nicht... und nach der Entzündung war alles wieder weg... Der Zahnarzt sagte ihm nur: Das ist normal, die Zähne haben unheimlichen Einfluss... Aber seitdem hat er natürlich auch großen Respekt vor uns Bimax-Patienten, weil er sich denken kann, wie der Körper auf eine Fehlstellung ggf. reagieren kann...

Also Valli, wenn Du Dich danach nicht wohler fühlst, dann weiß ich auch nicht wem eine Bimax sonst Verbesserung geben soll...

Ich drück Euch allen die Daumen,

bis bald,

Marco

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Na dann muss es ja besser werden. Witzigerweise denke ich schon, ist ja besser geworden. Hatte erst aufbissschiene oben nun eine unten. Aber dr. Kater meint, es hilft nichts. Aber so arg kann doch die fehlstellung nicht sein, wenn ich optisch nicht so betroffen bin. Nun ja, hat wohl über die funktionellen Beschwerden nichts zu sagen. Je frage ist, ich habe schon so viele wurzelresektionen und Brücken also zaehne , die keine Wurzeln mehr haben bzw kuenstliche, die mit Schrauben im Kiefer befestigt sind. Wie soll da eine Verschiebung der Zahnwurzeln möglich sein? Man. Den 11.11.11 beim KFO nicht abwarten so viele fragen hab ich. Nun ja. Abwarten.

Alles gute dir und herzlichen dank für deine schilderungen

Viele Grüße

Valli

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Gerne, aber ich kenne das... Die letzte Zeit zeiht sich und nach der OP rast es...

Schreib Dir am Besten alles auf, was Dich beschäftigt. Wenn Du ihm gegenüber sitzt fällt Dir das alles nichtmehr ein...

LG und alles GUTE!!!

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Gerne, aber ich kenne das... Die letzte Zeit zeiht sich und nach der OP rast es...

Schreib Dir am Besten alles auf, was Dich beschäftigt. Wenn Du ihm gegenüber sitzt fällt Dir das alles nichtmehr ein...

LG und alles GUTE!!!

Hallo Marco,

doch, meine Bimax-OP hab ich schon hinter mir (Mai 2011), jedoch fühl ich mich nicht annähernd so gut wie Du. Vor allem wegen der Taubheit, die immer noch anhält und wegen der fehlenden Kinn-Verlagerung. Direkt nach der OP kam dann der Arzt und hat gesagt, dass ich leider schon in Narkose gewesen wäre, als er gesehen hat, dass ich dazu noch gar nicht zugestimmt hätte, aber er würde es mir dringend raten ;-(

Mir Worten kann ich Dir nicht beschreiben wie man sich in dem Moment fühlt, kaum die eine Hürde überstanden, dann bekommt man gesagt, dass es eigtl. hätte noch mehr sein müssen. Jetzt wurde ich vertröstet auf die OP zur Metallentfernung, mit der dann eben auch das Kinn vorverlagert werden könnte, das heißt das Metall aus den Kiefern raus und neues Metall am Kinn rein. Das ist frustrierend :-(

Viele liebe Grüße

Rainer

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Rainer ich kann dich echt gut verstehen. Ich bin auch aus der Narkose aufgewacht, und mir wurde gesagt, dass das Kinn nicht gemacht werden konnte und in einer zweiten OP gemacht werden muss. Ich habe mich sooo auf ein schönes Kinn gefreut, da ich ein recht fliehendes Kinn hatte und jetzt eben immer noch leicht habe und sich mein Kinnmuskel extrem kräuselt beim Mundschluss. Und jetzt muss ich bis im Sommer warten :(

Ich hätte gar keine zweite OP haben sollen. In der CH machen sie keine MEs. Naja jetzt lasse ich mir vermutlich bei der Kinn OP die anderen Schrauben entfernen, je nach Kosten. Einziger Vorteil davon, dass ich nochmal unters Messer muss.

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@ berlino

wieso gibt es in der Schweiz keine ME ? Bleibt das ganze Platten und Schraubengedöns drinnen? Eigentlich wird die ME ja mit dem Hintergrund empfohlen...Falls es Gewebereaktionen geben sollte, dann ist es ziemlich mühsam, sie herauszubekommen.Da das Metall auch ziemlich schnell und fest mit dem Knochen verwächst bzw. von ihm überwuchert wird.Was ist da bei den schweizer Patienten in der Anatomie anders als bei uns Deutschen

LG Glencoe

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An der Anatomie ist nichts anders. Trotzdem wird es drinnen gelassen. Meine beste Freundin lebt schon seit 10 Jahren ganz gut damit. Ist halt so, dass die Ärzte nicht in jedem Land die gleichen Ansichten haben. Das sieht man ja auch daran, dass praktisch alle Schweizer nach der OP keinen Splint haben, nicht verschnürt sind, meist nur 2 Wochen krank geschrieben sind, nach 2 Wochen wieder anfangen dürfen zu kauen und Sport zu machen. Da müssen sich die meisten in DE ja auch länger gedulden.

Ist wohl auch eine Versicherungstechnische, bzw. Kostenfrage. Bei uns werden Dysgnathie OPs ja nur in extrem schweren Fällen bis zum 20. Lebensjahr von der IV (Invalidenversicherung) übernommen. KKs übernehmen gar nichts. Ich vermute, dass die ME im Leistungskatalog der IV nicht enthalten ist, weil die Schrauben bei den wenigsten Probleme bereiten und der Punkt der Wirtschaftlichkeit dann nicht erfüllt ist. Wenn man es selbst bezahlt kann man es aber jederzeit rausnehmen lassen.

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