Araun

Mutter zweifelt an der Notwendigkeit der OP

Hallo, liebe Progenica-Leute

Ich wende mich wieder mit meinen Sorgen an euch. Die Vorbereitung auf die Bimax von meinem Sohn (unterdessen 16,5 Jahre alt) macht grosse Fortschritte. Seine Zähne liegen in einem schönen, regelmässigen Bogen unter den Brackets und stehen viel weniger vor als früher. Natürlich sind die Schieflage und das zu weite Vorstehen des Oberkiefers nicht korrigiert, das war auch nicht das Ziel. Aber alle die ihn kennen, stört das überhaupt nicht. Und wenn ich ihn frage, dann bekomme ich nur ein Genuschel zur Antwort im Sinne von: ich weiss auch nicht.

Er hat ja beim letzten entscheidenden Gespräch mit dem Arzt gesagt, er möchte den Mund schliessen können und eine symmetrische Zahnstellung haben. Darauf hat der (freudestrahlend?) gemeint, dann müsse man operieren, obwohl keine funktionale Einschränkung vorliegt. Als ich die KFO gefragt habe, ob man denn dank dem guten Korrektur Ergebnis nicht auf die OP verzichten könnte, meinte sie, ich solle bitte endlich aufhören mit meinen Zweifeln, ich mache damit meinem Sohn das Leben schwer. Ich habe mir damals gesagt, ok, ich höre jetzt auf und sage einfach nur ja dazu.

Ich gebe zu, ich unterstelle den schweizer Chirurgen, dass sie sehr gerne operieren und sich keine Gelegenheit dazu entgehen lassen. Der behandelnde Chriurg verkauft das ganze als einen netten Ferienaufenthalt im Krankenhaus.

Wenn ich aber hier auf Progenica lese, wie viele Leute nach der OP mit Problemen kämpfen, obwohl sie die OP unbedingt wollten, dann frage ich mich wirklich, ob es dieses Risiko wert ist.

Dieser Satz von Ronon spricht mir aus dem Herzen:

>Eine OP sollte immer der letzte Schritt sein, nachdem man alles andere ausgeschöpft hat, und nix anderes geholfen hat.<

Mein Frage an alle, die schon operiert worden sind: ist dieser Eingriff nicht extrem einschneidend und nur zu empfehlen, wenn man sich wirklich sehr nach einem andern Gesicht sehnt oder eine gesundheitliche Einschränkung vorliegt?

Mein Sohn hat heute gemeint, er könnte ja auch mit dem Fahrrad verunfallen und danach ähnliche Probleme haben wie nach einer OP, das käme ja dann auf das selbe heraus. Er ist also recht gelassen und bereit, Schmerzen in Kauf zu nehmen.

Danke für euren Rat.

Araun

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Hey Araun,

was soll man dazu hier sagen? Wir kennen doch Deinen Sohn und seinen Biss nicht.

Ist doch völlig klar, dass Du als seine Mutter die Notwendigkeit einer derartigen OP absolut

in Frage stellst. Ja, es ist ein heftiger Eingriff, aber man hälts aus und irgendwann ist

es vorbei mit den Strapazen. Manche trifft es härter, andere weniger.

Es ist unmöglich, da eine Ferndiagnose abzugeben.

Grundsätzlich sollte man nicht denken, dass Ärzte um jeden Preis operieren müssen, das sind

auch Menschen mit Kindern, die haben auch Verantwortungsgefühle, manche mehr, manche weniger.

Geh doch mal mit Deinem Sohn zu einer "unabhängigen" Institution, also in eine Uniklinik oder

ähnliches und sag ganz klar, Du bist lediglich hier wegen einer zweiten Meinung, ob die OP sein

muss oder nicht. Hole die Meinungen lieber von Fachleuten ein, hier in diesem Thread kann

man Dir lediglich emotionale Antworten geben.

Grundsätzlich, wenn es ein "Kann, muss aber nicht"-Fall ist, dann sei Dir versichert, dass die

meisten Leute das gut überstehen und nicht bereuen. Aber...einen kleinen Preis bezahlt man in

jedem Fall dafür, da sollte man sich nichts vormachen. Wie der aussieht, weiss man erst danach.

Könnte das optische Ergebnis sein oder leichte Gefühlsirritationen oder einfach eine lange nervige

Schonzeit, Schwellung und Schwäche - usw.

Ist eine Entscheidung, die man am besten bewusst trifft - mit der Akzeptanz aller evtl. Konsequenzen.

Sowohl bei ja als auch nein.

cheers

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Hallo, liebe Progenica-Leute

....

Mein Frage an alle, die schon operiert worden sind: ist dieser Eingriff nicht extrem einschneidend und nur zu empfehlen, wenn man sich wirklich sehr nach einem andern Gesicht sehnt oder eine gesundheitliche Einschränkung vorliegt?

Niemand, der bei Verstand ist, wird sowas über sich ergehen lassen, weil ihm "sein Gesicht nicht gefällt"...dafür sind die Risiken zu groß, die es bei jeder OP gibt und diese OP ist gewiss ein ziemlich großer Eingriff. Nicht ohne Grund gibt es solche OPs überhaupt erst seit relativ kurzer Zeit...

Mein Sohn hat heute gemeint, er könnte ja auch mit dem Fahrrad verunfallen und danach ähnliche Probleme haben wie nach einer OP, das käme ja dann auf das selbe heraus. Er ist also recht gelassen und bereit, Schmerzen in Kauf zu nehmen.

Mit 16 halte ich ihn noch nicht für so reif, dass er das überhaupt einschätzen kann. Ich würde an Deiner Stelle dringend Rat bei einem weiteren Arzt suchen und mich nicht auf ein Urteil von Laien aus Foren verlassen, es kann durch Deine Beschreibung ohnehin keiner einschätzen, ob es notwendig ist oder nicht.

Viele Grüße

Rainer

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Vielen Dank für eure Antworten

Mein Problem ist ja, dass es in erster Linie eine ästhetische OP ist und kein Arzt (wir waren bei 3 Chirurgen, der in der Uniklinik wird ihn operieren)hat gesagt, es sei ein medizinisches Problem. Alle finden, diese Schieflagen und Asymmetrien müssen korrigiert werden, damit das Gesicht harmonisch aussieht. Ich habe mich natürlich daran gewöhnt und sehe sie kaum mehr.

Ausserdem muss ich Rainer72 widersprechen, es gibt sehr wohl viele Leute, die den Eingriff über sich ergehen lassen, weil sie andere Proportionen wünschen. Dr.S aus Zürich wirbt ja ausdrücklich damit, dass es die Schönheitsop von innen ohne sichtbare Narben sei!

Niemand, der bei Verstand ist, wird sowas über sich ergehen lassen, weil ihm "sein Gesicht nicht gefällt"...dafür sind die Risiken zu groß, die es bei jeder OP gibt und diese OP ist gewiss ein ziemlich großer Eingriff. Nicht ohne Grund gibt es solche OPs überhaupt erst seit relativ kurzer Zeit...

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Niemand, der bei Verstand ist, wird sowas über sich ergehen lassen, weil ihm "sein Gesicht nicht gefällt"...dafür sind die Risiken zu groß, die es bei jeder OP gibt und diese OP ist gewiss ein ziemlich großer Eingriff. Nicht ohne Grund gibt es solche OPs überhaupt erst seit relativ kurzer Zeit...

Absoluter Blödsinn!!!!!! Du kannst da ja wohl kaum von dir auf andere schließen! Es gibt genügend Leute, die sich nicht nur aus gesundheitlichen Gründen operieren lassen und die unter dem disharmonischen Aussehen, das eine skelettale Fehlstellung oftmals mit sich bringt, leiden! Auch ich habe mich eher wegen optischen Gründen operieren lassen...

Zu dir, liebe Araun:

Setze dich in einer ruhigen Minute mit deinem Sohn zusammen. Frage ihn doch einfach mal, ohne dass du selbst schon im Voraus die Richtung "anti-OP" vorgibst, wie dein Sohn denn wirklich über sein Aussehen denkt und was ihm denn am liebsten wäre. Findet er sein Aussehen akzeptabel? Oder stört ihn der schiefe Kiefer? Würde er jetzt nicht lieber die Möglichkeit nutzen und alles komplett "reparieren" lassen?

Bei mir war das nämlich genauso, ich war auch mit 16 Jahren zusammen mit meinen Eltern bei einem Chirurgen, der die Option für eine Operation offen lies. Ich selbst hätte sofort zugestimmt, aber meine Eltern haben mir ihre Meinung gegen die OP dann mehr oder weniger aufgezwungen. Ende von dem Lied: Kind unglücklich, macht den Eltern zuliebe aber gute Mine zum Bösen spiel und lässt sich im Erwachsenenalter unter größeren Umständen dann doch operieren.

Ich denke, dass sich dein Sohn vielleicht auch einfach nicht traut klar zusagen, dass er operiert werden möchte, weil du ja im Vorfeld schon sehr gegen eine OP bist.

Und zu deinen Bedenken wegen der OP: sicher ist eine Operation immer ein schwerwiegender Eingriff und sollte auch nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Allerdings kann ich dir sagen, dass sich das alles dramatischer anhört als es im Endeffekt ist. So eine Kieferoperation und die Zeit danach sind zwar nicht einfach, aber sicherlich gut zu überstehen!

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Mein Problem ist ja, dass es in erster Linie eine ästhetische OP ist und kein Arzt (wir waren bei 3 Chirurgen, der in der Uniklinik wird ihn operieren)hat gesagt, es sei ein medizinisches Problem. Alle finden, diese Schieflagen und Asymmetrien müssen korrigiert werden, damit das Gesicht harmonisch aussieht. Ich habe mich natürlich daran gewöhnt und sehe sie kaum mehr.

Ausserdem muss ich Rainer72 widersprechen, es gibt sehr wohl viele Leute, die den Eingriff über sich ergehen lassen, weil sie andere Proportionen wünschen. Dr.S aus Zürich wirbt ja ausdrücklich damit, dass es die Schönheitsop von innen ohne sichtbare Narben sei!

Du wirst hoffentlich nicht Dich auf "Werbung" verlassen, wenn es um eine OP geht? Frag die Experten und nicht solche, die diese OP als "Schönheits-OP" verkaufen. Die Narben sind vlt. nur innen ..aber wenn ein Nerv bei der OP verletzt wird, dann ist die Auswirkung vlt. sichtbar, und auf jeden Fall spürbar!

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Niemand, der bei Verstand ist, wird sowas über sich ergehen lassen, weil ihm "sein Gesicht nicht gefällt"...dafür sind die Risiken zu groß, die es bei jeder OP gibt und diese OP ist gewiss ein ziemlich großer Eingriff.

Großer Irrtum! Das würden mit Sicherheit viele so machen und ich kann es TEILWEISE auch verstehen. Wer Jahrelang wegen seinens Aussehens beleidigt und niedergemacht wurde, wird sich von den Schmerzen und OP-Risiken auch nicht mehr abschrecken lassen. Ich kann es auch verstehen, wenn man nicht nur bessere Funktionalität erwartet, sondern auch eine bessere Optik. Mir geht es da nicht anders.

Nicht ohne Grund gibt es solche OPs überhaupt erst seit relativ kurzer Zeit...

Die OPs an sich gibt es schon ne halbe Ewigkeit (auch wenn sie über die Jahre immer wieder verbessert wurden), aber erst in den letzten 10-15 Jahren kommt das immer mehr in Mode. (früher eher nur bei Extremfällen) Das hängt auch damit zusammen, dass gerade Zähne immer mehr zum optischen Pflichtprogramm gehören. Damit kommen dann auch immer mehr OP-Fälle auf, die man nur SO korrekt einstellen kann. Keiner zweifelt auch an, dass die Welt oberflächlicher geworden ist, oder? ;)

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Mein Problem ist ja, dass es in erster Linie eine ästhetische OP ist und kein Arzt (wir waren bei 3 Chirurgen, der in der Uniklinik wird ihn operieren)hat gesagt, es sei ein medizinisches Problem. Alle finden, diese Schieflagen und Asymmetrien müssen korrigiert werden, damit das Gesicht harmonisch aussieht. Ich habe mich natürlich daran gewöhnt und sehe sie kaum mehr.

Ausserdem muss ich Rainer72 widersprechen, es gibt sehr wohl viele Leute, die den Eingriff über sich ergehen lassen, weil sie andere Proportionen wünschen. Dr.S aus Zürich wirbt ja ausdrücklich damit, dass es die Schönheitsop von innen ohne sichtbare Narben sei!

Da haben diese Experten ja auch Recht. Gerade bei Asymmetrien kommt es oft zu Langzeitproblemen mit dem Kiefergelenken. (einseitige Belastung usw.) Die OP ist dann auch nicht nur "Schönheit", sondern auch funktioneller Natur. :)

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@ Rainer72

Es gibt sehr wohl ganz viele Leute die die OP auch oder nur aus ästhetischen Gründen machen lassen, obwohl sie noch keine funktionellen Beschwerden haben. Das kann ja auch mit der Zeit erst kommen. Ich finde es auch berechtigt, dass jemand die OP nur wegen dem Aussehen machen lässt. Auch der psychische Leidensdruck kann enorm sein!

Ausserdem muss man berücksichtigen, dass Araun und ihr Sohn aus der Schweiz kommen. Ich nehme mal an, dass die Behandlung von der Invalidenversicherung übernommen wird. Das geschieht in der Schweiz, in welcher von den Krankenkassen in Sachen Kiefer-OPs kein Cent bezahlt wird, nur wenn die Kieferfehlstellung oder die Gesichtsasymmetrien so ausgeprägt sind, dass sie einem Geburtsgebrechen gleichgestellt werden. Die Mehrheit in diesem Forum, denen die OP aus medizinischen Gründen empfohlen wurden, würden diese Kriterien die in der Schweiz gelten gar nicht erfüllen. In der Schweiz sind die Ärzte aber mit der Aussage, dass die OP aus medizinischen Gründen, ZB. als Vorbeugung gegen Spätfolgen wie Kiefergelenksarthrose, Zahnverlust etc. gemacht werden sollte, eher zurückhaltend. Und zwar aus dem Grund, da es nicht sicher ist, ob es später überhaupt zu Problemen durch die Fehlstellung kommt und es auch durch die OP selbst zu einer Arthrose kommen kann (ZB. wenn die Kiefergelenke bei einer UK VV nicht richtig positioniert werden). Daher hat bisher auch kein Chirurg Araun gesagt, dass es medizinisch notwendig ist. Ja und als medizinisch notwendig würde es in der Schweiz vermutlich erst gelten, wenn man sich nicht ernähren könnte, also gar nicht kauen könnte.

Kiefer OPs gibt es übrigens nicht erst seit relativ kurzer Zeit, sondern ist medizinisch gesehen eher ein älteres Gebiet. Aber wie in vielen anderen Bereichen der Medizin gab es in den letzen Jahrzehnten grosse Fortschritte. Kieferoperationen sind nicht zu verharmlosen, aber im Gegensatz zu anderen OPs bei einem guten Chirurgen recht risikoarm. Es sterben übrigens pro Jahr mehr Menschen an Grippe (nur die tatsächlich Erkrankten gezählt), als Personen die sich einer Kiefer-OP unterziehen. Von diesem Standpunkt aus gesehen ist es zB. höchst idiotisch sich nicht gegen Grippe oder andere Infektionskrankheiten wie Masern oder Mumps impfen zu lassen und trotzdem tun es ganz viele Leute bewusst nicht. Es gibt noch x andere Tätigkeiten, bei denen das Risiko sich schwer zu verletzen und Spätfolgen davon zu tragen weit grösser ist als bei einer Kieferoperation und trotzdem tun wir es. ZB. Autofahren, Skifahren, Klettern, Radfahren etc. etc.....

Und ich finde Arauns Sohn ist mit 16 sehr wohl genug alt und reif um zu entscheiden ob er diese Operation wirklich möchte!

@Araun: Setz dich wie Petristar gesagt hat mit deinem Sohn zusammen und rede darüber. Er soll entscheiden, was er möchte und gib ihm das Gefühl, dass du voll hinter ihm stehst und ihn unterstützt wenn er die OP möchte, denn das braucht er. Wenn er merkt, dass du eigentlich gegen die OP bist, dann wird er nicht offen sagen, dass er die OP möchte.

Ich habe die OP auch gemacht obwohl ich noch keine krassen funktionellen Beschwerden hatte. Ich konnte zwar vorne nicht abbeissen und hatte muskuläre Verspannungen, konnte aber sonst problemlos essen. Aber auch nicht hat der Überbiss einfach optisch gestört. Ich kann auch sehr gut verstehen, wenn dein Sohn unter der Asymmetrie leidet!

Die OP war bei mir übrigens gar nicht gross einschneidend und ich war auch sehr schnell nach der OP wieder fit. Lass dich nicht von den wenigen negativen Beispielen beeinflussen. Es gibt auch ganz viele positive Beispiele und wenn du die Berichte der Schweizer durchliest, dann wirst du merken, dass eigentlich praktisch 0 % nach der OP Probleme mit dem Heilungsverlauf hatten.

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Servus Leute, also ich schau normalerweiße ca 1 mal die woche hier vorbei nur um mal zu schauen, aber hier muss ich echt mal was zu schreiben. ich weiß ja nicht wie das bei euch war, aber bei mir hieß es, bevor ich nicht ausgewachsen bin macht operieren eh keinen sinn weil sich solange noch entwas ändern kann und mit 16 is man ja nicht ausgewachsen. wie schon einige richtig erkannt haben ist es natürlich schwer hier ne ferndiagnose zu stellen. hier schreiben alle was von entweder operieren oder auch lassen. also solange keine akkute beeinträchtigung ist, würde ich erstmal abwarten. Sie könnten ihrem sohn vorschlagen sich dass ganze erst einmal genau zu überlegen und auf zeit spielen. ich war mit sicherheit mit 16 noch nicht in der lage ästhetik zu begreifen sag ich mal ganz offen und habe seit dieser zeit auch viel verändert, sei es kleidung oder frisur oder sonstiges. abgesehen davon gibt es auch genügend leute hier die schlechte erfahrungen gemacht haben oder angst hatten. sonst gäbe es ja keine kategorie psychologie, oder? nicht, dass ich generell gegen eine op bin, aber in dem alter könnte es passieren dass man seine entscheidung bereut. wie gesagt, solange keine beeinträchtigung vorhanden ist, sehe ich keinen grund eine schnelle op anzusetzten. ich weiß einem 16 jährigen jungen der im hier und jetzt lebt kommen wahrscheinlich ein paar jahre wie eine ewigkeit vor, aber solange dass der einzige grund für eile ist. oder was nennt Ihr sohn denn als grund für eine schnelle op?

grüße rob

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Hallo,

es sollte doch klar sein, dass es zur Entscheidung dieser Frage in erster Linie auf den Willen deines Sohnes und nur sekundär auf die Meinung der Ärzte und deinen ankommen kann. Wenn dein Sohn allerdings bloß offen für eine OP ist, ohne sie von sich aus (und sei es primär oder einzig aus ästhetischen Gründen) zu wünschen, dann sollte er sie NICHT durchführen lassen. Wie groß bzw. belastend der Eingriff ist, hängt von den konkreten Umständen ab. Eine ästhetische Verbesserung kann nicht garantiert werden. Eine - nie ganz ausschließbare - Nervverletzung ist in jeden Fall unangenehm, bei irreversibler Schädigung sogar extrem belastend. Etwa dauerhaft taube Stellen im Mundbereich beeinträchtigen die Lebensqualität enorm.

Da die OP theoretisch in jedem Alter durchgeführt werden kann und gerade das Gesichtsschädelwachstum bei Männern manchmal erst mit Mitte 20 abgeschlossen ist, erscheint auch insofern eine OP mit 16 riskant. Würde - wie auch schon andere geraten haben - zusammen mit deinem Sohn dessen Willen klären, allerdings ohne ihn zu sehr in die von dir gewünschte Richtung zu beeinflussen. Eine solche OP zu überstürzen, hat jedenfalls keinen Sinn. Bei größerem Leidensdruck (funktional und/oder ästhetisch) könnte man sie natürlich umso eher nachvollziehen.

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