Serenissima

Bad Homburg: BIMAX & Kinn am 28.10.

30 Beiträge in diesem Thema

Nachdem ich die OP nun auch endlich überstanden habe, möchte ich auch einen kleinen Bericht dazu abgeben, für alle, die es noh vor sich haben.

Vorab möchte ich sagen, dass ich mir die eigentliche OP viel schlimmer vorgestellt habe, als es letztendlich war, dass die Zeit danach einem jedoch sehr viel mehr Geduld abverlangt als vermutet.

Am Donnerstag, den 27. 10., war Aufnahme in der Hochtaunus-Klinik. Zuvor mußte ich jedoch noch einmal in die Praxis von Dr. Kater. Dort wurde - nachdem die Modell-OP ausgewertet war - nochmal genau besprochen, was gemacht wird. Bei mir: Kürzung des OK von der Höhe (Gummy-Smile), UK VV & Kinnplastik. Ich hatte zunächst etwas Sorge, dass die Kinnplastik nicht gemacht werden könnte, da ich vor 20 Jahren mein fliehendes Kinn mit einem Silikonkissen habe aufpolstern lassen, welches sich im Laufe der Zeit durch den Muskelzug komplett in den Kinnknochen eingedrückt hat. Es hieß zunächst, dass eventuell nicht genügend Knochenmaterial vorhanden sei, um eine Kinnplastik vorzunehmen.

Dann wurde noch Blut abgenommen (für die Blutgruppenbestimmung) und danach konnte ich rüber in die Klinik, um mein Zimmer zu beziehen.

Zum Glück hatte ich das Zimmer bis Montag für mich allein! :-)

Es folgte ein kurzes Gespräch mit der Anästhesistin und dann konnte ich nochmal in die City, um eine letzte Mahlzeit einzunehmen....

(Tipp: Le Buffet bei Karstadt!)

Die Nacht vor der OP habe ich gut geschlafen.

Freitag, 28.10.: Die Nachtschwester weckte mich gegen 5:30 Uhr, weil ich als Erste in den OP sollte. Also gemütlich Duschen, OP-Outfit anziehen, Tablette einwerfen und noch ein bisschen fernsehen. Dann ging es in den OP. Im Vorbereitungsraum ging alles sehr schnell: Zugang gelegt, Atemmaske aufs Gesicht und weg.....

Aufgewacht bin ich auf der Intensivstation. Ich hatte in einem Nasenloch einen Schlauch für die Magensonde, im anderen einen Schlauch mit Sauerstoff und im Mund zwei Drainage-Schläuche. Die Magensonde soll das blutige Sekret, was einem aus dem Nasen-Rachen-Raum in den Magen läuft absaugen, damit man sich nicht übergeben muß. Die Drainagen bekommt man nur, wenn man eine UK-Verlagerung hat - das Wundsekret wird darüber abgeleitet.

Ich konnte trotz der Schläuche super durch die Nase atmen!

Einen Splint hatte ich nicht, allerdings eine Verdrahtung und Gummibänder - habe ich aber nichts von gemerkt.

Ich mußte dann die ganze Zeit (insgesamt für 3 Tage) eine Kühlmaske tragen. Erfreulicherweise hatte ich keine besonders schlimmen Schmerzen.

Mir ist allerdings trotz der Magensonde schlecht geworden, so dass ich mich übergeben mußte... Das war allerdings nicht so schlimm - es kam ja nur Flüssiges (blutiges Sekret), das irgendwie an den Drähten und Gummis vorbei kam. Mußte danch allerdings umgezogen werden - SORRY liebe Schwestern auf der Intensiv! Die waren übrigens alle super nett!

Irgendwann kam ein netter Arzt und hat mir den Draht aufgeschnitten. Dann habe ich noch den Schlauch für die Magensonde ziehen lassen, da die sehr unangenehm im Hals gekratzt hat. Danach konnte ich mit Hilfe einer Spritze auch schon wunderbaren Tee trinken. Entsprechend häufig mußte ich dann auch - das geht natürlich nur mit einer Bettpfanne! Übung macht den Meister! ;-)

Die Zeit auf der Intensiv war relativ anstrengend. Man ist irgendwie fertig, kann aber auch nicht schlafen. Leider war relativ viel Action wegen der Oma, die nebenan lag, so dass die ganze Nacht Ärzte kamen und das Licht sändig angemacht wurde.... habe kein bisschen geschlafen....

Samstag, 29.10.: Vormittags ging es zurück aufs Zimmer. Ich konnte nun auch endlich mal wieder aufstehen. Habe natürlich erstmal in den Spiegel geschaut. Die Schwellungen hielten sich sehr in Grenzen. Mein neues Kinn war deutlich zu sehen, wenn auch noch mit einem blutigen Pflaster beklebt. Im Mund immer noch die Drainage-Schläuche. Ich habe eigentlich nur so rumgelegen. Kühlmaske tragen, mal einen Tee trinken, dösen. Alles andere war mir zuviel - selbst die ganzen SMS zu beantworten. Ich war froh, dass ich allein auf dem Zimmer war und meine Ruhe hatte.

Starke Schmerzen hatte ich auch jetzt nicht.

Sonntag, 30.10.: Endlich wurden die Drainage-Schläuche gezogen. Das war ein etwas komisches Gefühl, aber weh getan hat es nicht. Dann noch die Pflaster vom Kinn entfernt, geduscht und endlich das OP-Hemd ausgezogen! :-)

Dann erstmal Bestandsaufnahme: Meine Lippen waren ziemlich eingerissen von der OP, im Kinn und der Unterlippe habe ich gar kein, im mittleren und rechten Teil der Oberlippe/ rechte Gaumenseite nur wenig Gefühl. Das Kinn wirkt so ein bisschen wie ein Fremdkörper - so, als hätte man einen Stein ans Geicht gepappt bekommen....

Zu essen gab es Suppen. Die schmeckten eigentlich gar nicht schlecht, ich hatte aber überhaupt keinen Appetit.

Schlafen konnte ich nachts auch nur sehr schlecht, da ich Rückenschmerzen hatte. Man sitzt ja den ganzen Tag im Bett und nachts kann man sich auch nicht richtig hinlegen - wegen der Schwellungen sollte man mit aufgestelltem Kopfteil schlafen...

Montag,31.10.: Heute mußte ich mit einer anderen Patientin den Weg zur Praxis zurücklegen, wegen einer kleinen Zwischenuntersuchung. Dann den ganzen Weg wieder zurück. Es ist zwar nicht weit, aber wenn man 3 Tage nur gelegen hat ist man schon ziemlich fertig danach. Zurück auf der Station mußten wir uns direkt wieder auf den Weg zur Röntgenabteilung machen. Das Röntgen fand ich etwas schwierig, weil man so komisch vor diesem Gerät stehen mußte... aber es hat alles geklappt. Dann ging es auch noch zur Lymphdrainage! Also volles Programm! Ich hatte etwas zwiespältige Gefühle vor dieser Massage, da der Gedanke, dass jemand in Deinem operierten Gesicht herummanipuliert etwas befremdlich ist. Es war nicht schmerzhaft, aber auch nicht angnehm, weil die Dame etwas forsch zu Werke gegangen ist. An den beiden folgenden Tagen war es besser.

Nachts hatte ich mir diesmal von der lieben Nachtschwester ein Voltaren-Zäpfchen geben lassen! Super! Das hilft nicht nur gegen Rückenschmerzen, es wirkt auch antientzündlich und abschwellend! :rolleyes: Endlich habe ich richtig gut und immerhin 6 Stunden am Stück geschlafen!

Dienstag, 01.11.: Fühlte mich an dem Tag sehr fit und habe längere Spaziergänge durchs Krankenhaus getätigt. Hatte auch wieder mehr Appetit - immerhin gab es mittags schon Karoffelpürree mit Rosenkohlmus (?) - egal, es schmeckte super. Ansonsten machte sich etwas Langeweile breit. Also schonmal ein bisschen Koffer packen, denn morgen geht es nach Hause!!!! :)

Mittwoch, 02.11.: Morgens Lymphdrainage - habe mir alles erklären lassen, damit ich es zu Hause auch selbst machen kann - dann letzte Sachen gepackt und zur Praxis rübergelaufen für die abschließende Untersuchung. Mußte ziemlich lange warten, aber es war alles ok. Dann wieder rüber in die Klinik wo meine Mutter und eine Freundin schon warteten und nichts wie weg! :)

Ja, jetzt sind schon 3 Wochen seit der OP vergangen. Leichte Schwellungen sind noch da. Schmerzen habe ich letzte Woche auch noch bekommen. Hauptsächlich im Kinn hat es sehr arg gezogen. Habe mir dann diese Voltaren-Zäpchen verschreiben lassen, damit ging es.

Unangenehm war auch das Sabbern! Die Unterlippe ist ja komplett betäubt und ich konnte den Mund anfangs nicht schließen. Das ist schon eklig, wenn einem ständig ein Speichelfaden aus dem Mund hängt, was man ja nicht mal rechtzeitig bemerkt, wenn das Kinn taub ist! :unsure: Naja, das passiert zum Glück heute nicht mehr.

Gegessen habe ich Suppen, Joghurts, Puddings, Baby-Gläschen, Kartoffelpürree, Couscous, Gries und pürriertes Gemüse.

Ich bin sehr happy, dass ich seit einigen Tagen wieder (ungetoastetes) Toastbrot zum Frühstück essen kann! Auch Nudeln geht schon wieder halbwegs. Allerdings ist das Kauen schwierig, weil mein Kiefer irgendwie schief ist, d.h. links sind die Zähne schon aufeinander, während rechts noch ein Spalt ist. Mein KFO meint, das sei kein Problem, das könne man später leicht regulieren. Gut zu wissen, aber bis dahin ist nicht gut Kauen.... :huh:

Das Sprechen fällt mir auch noch recht schwer. Die ganzen Nähte, die sich ja ringsherum oben und unten befinden, ziepen sehr. Überall schauen Fäden raus und die Schleimhaut ist leicht entzündet - ich hoffe, es wird angenehmer, wenn die Dinger weg sind. Der ganze Mund, die Lippen, wirken irgendwie so starr und unbeweglich.....das braucht wohl noch viel Zeit und viel Geduld!

Ich hoffe, ich konnte allen Interessierten einen guten Einblick geben. Wenn Ihr noch Fragen habt - ich versuche alles zu beantworten! :-)

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Glückwunsch zur überstandenen OP :)

Dein Bericht ist sehr positiv und zeigt, dass die Bimax doch machbar ist.

Mir steht auch bald eine Bimax in BH bevor, deswegen war es für mich besonders interessant Deinen Bericht zu lesen.

Finde es sehr beruhigend das Du nicht die unertrgälichen Schmerzen hattest. Haben Sie dir bei Nachuntersuchung in der Praxis noch irgendwelche Schrauben rausgedreht?

Das mit den Rückenschmerzen kenne ich. Hatte im Februar 2011 eine GNE in BH. Ich hatte an sich im OK keine Schmerzen aber Rückenschmerzen ohne Ende.

Konnte kaum Schlafen trotz Schlafmittel.

Ist die Intensiv dann quasi der "schöne" Ocker braune Aufwachraum oder kommt man dann nochmal woanders hin?

Viele Grüße

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Hallo Chloe, die GNE hatte ich auch vor einem Jahr - das war natürlich ein Spaziergang dagegen! ;)

Man kommt bei der Bimax tatsächlich nicht nur in den normalen Aufwachraum, sondern für max. 24 Std. auf die Intensivstation - eine reine Vorsichtsmaßnahme. Die Schwestern dort sind unheimlich nett und können sich auch viel besser und intensiver um einen kümmern. Ich hatte halt nur etwas Pech mit der Oma neben mir, sonst wäre es vielleicht ruhiger und entspannter gewesen....

Schrauben wurden mir montags in der Praxis rausgedreht. Ich hatte 2 Stück, mittig oben und unten. Das tat überhaupt nicht weh und hat auch kaum geblutet.

Gegen die Rückenschmerzen nimm Dir am besten noch ein paar Kissen von zu Hause mit - die im Krankenhaus sind wirklich irgendwie sehr dünn. In meinem eigenen Bett habe ich kaum Probleme, aber man liegt ja jetzt auch nicht mehr den ganzen Tag....

Hast Du denn schon einen OP-Termin?

Liebe Grüße, Karina

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Hallo,

erstmal Glückwunsch zur überstandenen Op!!! Als ich deinen Bericht gelesen haben, mußte ich schmunzeln :) .

Wir hatten den gleichen Op Termin und ich hatte echt das Gefühl als ob der Bericht von mir gewesen wäre!!! Ich hatte auch am Kinn schmerzen und ich habe die Zeit nach der Op auch unterschätzt!!! Bereut habe ich es nicht, aber es ist doch recht anstrengend! Aber ich hoffe das es bei dir auch so ist das es eigentlich jeden Tag (einbißchen) besser wird ;)

Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute

LG hope

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Hallo hope!

Dir auch erstmal herzliche Glückwünsche zur überstandenen OP! :)

Ja, die Zeit danach ist echt hart und langwierig und manchmal möchte man vor Ungeduld verzweifeln!

Aber so langsam kann man seinen Speiseplan ein wenig erweitern - das ist ja auch schon mal was!

Ich lutsche Weihnachtsplätzchen und habe gerade einen Bratapfel verzehrt! Es geht aufwärts! :rolleyes:

Das Schlimme ist, dass ich mich jetzt intensiv auf eine MÜNDLICHE Prüfung in 3 Wochen vorbereiten muß - ich hoffe, mein Gesicht ist dann nicht mehr so "eingefroren".......

Wie gefällt Dir denn Dein Kinn? Ich finde den Anblick immer noch ein wenig fremd....man muß sich erst dran gewöhnen, glaube ich.

Wünsche Dir weiterhin gute & rasche Genesung!!!!!

Liebe Grüße, serenissima

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@ serenissima

Ohje Du arme, in 3 Wochen schon hoffe Du kannst Dich einigermaßen konzentrieren. Um die Optik würde ich mir weniger sorgen machen, hauptsache das Fachliche sitzt.

fand die GNE jetzt auch nicht so schlimm, Schmerzen hatte ich so gut wie keine, war aber lt. Der. S. zu stark angeschwollen. Mein KFO meinte ich wäre nicht auffällig stark geschwollen. Hab jetzt deshalb auch ein bißchen (viel) Angst vor der Bimax.

Ich fand die Nacht so unangenehm mit dem Kondenzwasser, dass immer aus der Maske kam. Ich hab geschwitzt ohne Ende und dann immer noch das kalte Kondenzwasser dazu das dann auf der Beddecke war.

Ich hab normal auch keine Rückenschmerzen aber die Betten dort waren auch schlimm. Meine Bettnachbarin hatte auch Rückenschmerzen gehabt.

Das mit den Schrauben ist sehr beruhigend, davor hatte ich mit am meisten Angst.

Ich hab meinen OP Termin noch nicht. lt. KFO frühstens im Juni, ich würde aber gerne im Feb. da es einfach besser passen würde.

Irgendwie will ich ja gar nicht, aber sobald mein Gelenk knackt bzw. weh tut, kommt das schlechte Gewissen und ich will so schnell wie möglich

operiert werden.

Viele Grüße und gute Besserung

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@ chloe85

Was die Schrauben betrifft:

Ich weiß ja nicht, ob ich da eher die absolute Ausnahme bin aber mir haben sie diese Schräubchen aus irgendeinem Grund (den ich leider nie erfahren habe) erspart. Vielleicht wird ja auch Dir dieses Glück zuteil ;) !?

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@ lapassante:

das wäre ja super wenn mir das auch passieren würde. Ich werde Dr. K. mal beim Termin fragen, wann man die Schrauben erspart bekommt. Wofür sind die Schrauben denn eigentlich genau? Dachte immer um den Splint zu fixieren oder Gummies zu hängen.

Auf einen Splint würde ich auch gerne verzichten :) Stelle es mir schlimm vor aufzuwachen und nicht reden zu können. Da gerät man doch bestimmt erstmal in Panik. Nach der GNE hab ich pausenlos geredet weil ich Panik bekam, wegen dem Gel, dass sie in die Augen gemacht haben. Konnte dann nicht richtig sehen und hab gleich gefragt warum ich nichts sehe.

Das kann ja was werden mit der Bimax

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Also ich glaube, dass die Schrauben der intermaxillären Verdrahtung während und nach der OP dienen. Damit will man vermeiden, dass die Brackets sich ablösen. Bei mir hatte sich wohl während der OP ein Bracket an einem unteren 6er gelöst. Das wurde natürlich nach der OP dringend benötigt, um die Gummis einhängen zu können und musste daher relativ rasch (eine Woche nach der OP) wieder neu geklebt werden. War echt alles andere als witzig- sowohl für die Patientin als auch für den Behandler.

Keine Sorge, nach dem Aufwachen wirst Du schon nicht in Panik geraten. Es ist ja immer jemand da, der Dich bei Bedarf sofort beruhigen wird. Ich hatte beim Aufwachen keinen Splint im Mund und konnte mich ganz gut verständigen, bin aber überzeugt, dass das auch mit Splint funktioniert hätte.

@ lapassante:

das wäre ja super wenn mir das auch passieren würde. Ich werde Dr. K. mal beim Termin fragen, wann man die Schrauben erspart bekommt. Wofür sind die Schrauben denn eigentlich genau? Dachte immer um den Splint zu fixieren oder Gummies zu hängen.

Auf einen Splint würde ich auch gerne verzichten :) Stelle es mir schlimm vor aufzuwachen und nicht reden zu können. Da gerät man doch bestimmt erstmal in Panik. Nach der GNE hab ich pausenlos geredet weil ich Panik bekam, wegen dem Gel, dass sie in die Augen gemacht haben. Konnte dann nicht richtig sehen und hab gleich gefragt warum ich nichts sehe.

Das kann ja was werden mit der Bimax

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ich habe eine Lingualpange, wie funktioniert dass denn dann mit der Verdrahtung? Bekomme ich dann außen irgendwas an die Zähne um die Gummies hängen zu können?

OMG, dass ist ja furchtbar. Drah wechseln ist ja so schon total unangenehm. Meine Schneidezähne sind so empfingdlich und das tut dann immer sehr weh an den Frontzähnen. Und dass dann noch mit gebrochenen Kiefern.

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Also, vor den Schrauben muß man, glaube ich, keine Angst haben. Ich habe gar nicht gemerkt, dass sie da sind, bis jemand sagte, dass er sie rausdrehen wolle. Und das hat wirklich kein bisschen weh getan. Die Nerven sind ja taub an den entsprechenden Stellen. Ich meine auch, dass die für eine Verdrahtung zuständig sind und dafür sorgen, dass beide Kiefer mittig übereinander stehen.

Brackets sind bei mir auch abgegangen, bzw. wurden entfernt, weil sie nicht ganz fest waren. Zum Glück nur ganz hinten, wo eh kein Gummi drankommt. Ich habe auch ein bisschen Angst vor dem Nachkleben und einem neuen Draht. Das scheint immer sehr schwierig und nur mit großem Kraftaufwand möglich zu sein, den Draht in die Brackets zu klicken - und jetzt so kurz nach der OP.... :unsure:

Ich muß sagen, dass ich vor der GNE viel mehr Angst hatte als vor der Bimax. Als ich erstmal im Krankenhaus war, wo ich schon alles kannte, war ich auf einmal sehr ruhig, zumal ich Dr. Kater auch absolut vertraue.

Die Schwellung war bei der GNE bei mir auch schlimmer, als bei der Bimax - warum auch immer.

Gegen das Kondenswasser habe ich mir immer ein Handtuch um den Hals gelegt...

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Ich finde das Drahtwechseln so unangenehm, da meine Schneidezähne seit der GNE so empfindlich sind, dass ich da immer fast vom Stuhl springe. Will mir gar nicht ausmalen wie dass nach einer Bimax sein muss.

Also vor der GNE war ich zwar schon aufgeregt, hab mich aber immer mit getröstet, dass es ja nicht schlimmer wie WHZ ist und kurzer Krankenhausaufenthalt und so viele Leute haben mir die OP schön geredet, dass ich weniger Angst hatte. Mich hat viel mehr die blöde Hyrax Schraube genervt genervt.

Bei der Bimax weiss ich jetzt was auf mich zu kommt, wovon ich bei der GNE noch keine Anhnung hatte wie z.B. Trombosespritzen (fand die immer so unangenehm vorallem wenn sie in den Bauchmuskel gespritzt wurden), Rückenschmerzen wegen dem Bett, die langweilige Zeit im KKH, die Schlafprobleme im KKH. Dachte vor der GNE ich werde die Zeit danach ja eh alles verschlafen, aber von wegen. War nach der OP gleich hell wach und konnte nicht schlafen.

Ich vertraue da DR. K. auch. Hab gleich bei der GNE gemerkt, dass man beim Team von Dr. K. gut aufgehoben ist und hab ein Teil der Angst genommen bekommen.

Das mit der Schwellung ist ja komisch. Ich hab mich für die Bimax schon auf das schlimmste eingestellt. Bei der GNE stand meine Nase wie eine Sprungchance ab und ich was im Mittelgesicht so assymetrisch angeschwollen. (Gut man muss anmerken, dass ich eine Nacht auf eigene Verantwortung nicht gekühlt habe um schlafen zu können).

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du schreibst in deinem ersten beitrag, dass du versuchst zu kauen? hat man dir nicht gesagt dass das die ersten 6 wochen tabu ist, bzw bis der arzt das okay gibt? ich war auch in BH und mich verwundert das etwas, bzw. ich sag dir das besser spät als nie, nur zur vorsicht.

LG, Jamie

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auch von mir herzlichen glückwunsch, dass alles gut verlaufen ist und du das gröbste hinter dir hast!!

Dein bericht ist super zum lesen, du beschreibst alles ganz genau mit den schläuchen und so! find ich toll!

vielen dank

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@ Jamie: Ich kaue ja auch nicht so richtig, also keine harten Sachen oder so. Man hat mir gesagt, - und so steht es auch in dem OP-Merkblatt von Dr. Kater - dass man nur in den ersten 2-3 Wochen passierte Kost essen muß und danach bei weicher Kost leichte Kaubewegungen machen kann. Ich bin total vorsichtig und "kaue" echt nur bei sehr weichen Sachen, z.B. Omelette oder Pfannkuchen. Trotzdem Danke für Deinen Hinweis! :)

Du hattest ja, glaube ich, eine identische OP - OK Minimal-VV + Schwenkung, UK-VV + Kinn? Wie lange hat es gedauert, bis Du Deinen Mund wieder richtig bewegen konntest? Warst Du von der Optik sofort begeistert?

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Hi Chloe,

ich hab auch eine Lingualspange, bei mir war es so, das vor der Bimax ich jeweils ein Bracket von außen an die Schneidezähne geklebt bekommen habe. Ist zwar dann blöd, weil wozu hat man ne Lingualspange, richtig damit man nix sieht.... aber sonst gehts nich mit Gummis einhängen nach der ob, bzw es geht nur schlecht. Der Kieferorthopäde hat viel bessere Einstellmöglichkeiten wenn er auch aussen Gummis einhängen kann. Bei mir wurde allerdings nur von oben innen, nach unten außen eingehängt, die nachträglich aufgeklebten Brackets wurden bei mir nie benutzt, wurden deshalb jetzt auch ca 2 Monate nach der OP wieder entfernt.

Gruß Markus

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Hallo Markus,

Danke für Deine Antwort. Mein KFO hat mir schon versprochen, dass ich nach der OP lange Gummis hängen muss :(

Ja das mit der Lingualspange hat sich ja dann echt gelohnt, wenn man außen nochmal Brackets draufgeklebt bekommt. Mein KFO war von der Lingualspange auch nicht so begeistert (ich finde sie super, war die beste Entscheidung).

Wie lange muss man denn ca. nach der OP Gummies hängen. MEin KFO erszählte was von 3 Monaten. Kommt mir aber sehr lange vor.

Viele Grüße

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also ich glaube das ist sehr unterschiedlich, manche brauchen nur einige wochen, andere monate. ich hab die op jetzt gut 2 monate hinter mir und muss momentan keine mehr tragen, aber könnte sein das ich nochmal muss, weil mein biss irgendwie noch nicht so recht passt, habe momentan nur rechts kontakt zwischen den zähnen ober und unterkiefer....

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@boromir: Mein KFO meinte, bei UK Rücklagen müsste man länger Gummis hängen, da die Muskeln sonst alles wieder zurückziehen würde. Ich stelle mich dann schon aml auf 3 Monate ein.

Warst Du nach der OP verdrahtet? Ich bin nämlich überrascht wieviele hier doch verdrahtet waren, da die KC´s doch immer sagen, heutzutage wäre das nicht mehr so, nur noch mit Gummis und dann hat man doch die Verdrahtung.

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Huhu,

also erstmal danke für deinen tollen Bericht :-)

Er hilft einem, sich besser auf die OP vorzubereiten und er nimmt auch ein bisschen Angst :)

Ich habe am 02.Januar den Termin für die Simulation und am 16. ist dann die OP.

Bekomme auch eine Bimax mit Kinnplastik. Mein UK muss zurück verlagert werden, der OK ein paar mm nach vorn.

Ich bin so gespannt wie es wird...

Ich stells mir sehr schmerzhaft vor aber aus den meisten Berichten hier liest man heraus, dass es eher nur unangenehm statt schmerzhaft ist.

Komme aus dem Saarland und meine Mutter fährt zum Glück die Woche mit in die Klinik :)

Aber du warst ja noch nicht mal eine Woche da oder?

Das find ich super!

Wie ist denn dein Taubheitsgefühl zur Zeit?

Und wie ist die optische Veränderung?

LG Nicole

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Hallo,

mal eine ganz doofe Frage von mir: Warum muss man denn die ganze Zeit liegen (weil ihr von Rückenschmerzen und Thrombosespritzen gesprochen habt). Darf man denn nicht schon am ersten Tag aufstehen?

Liebe Grüße

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Hallo Nicole, das stimmt, ich war keine ganze Woche da. Donnerstag: Aufnahme, Freitag: OP, Mittwoch: nach Hause! :-)

An meinem Taubheitsgefühl hat sich noch nicht sehr viel verändert, aber das dauert ja offensichtlich eh recht lange. Oberlippe ist mittig und rechts noch so halb taub, ebenfalls der rechte obere Gaumen. Es ist nicht so, dass man gar nichts spürt.

Unterlippe ist komplett taub, wie auch das Kinn - allerdngs habe ich das Gefühl, dass von der Seite her schon ein ganz kleines bisschen Gefühl kommt!

Zu den optischen Veränderungen: Das Profil finde ich schon ganz gut - die Nase ist "stupsiger" (passiert nur wenn Du ein Gummy-Smile hattest und der OK nach oben verkürzt wird), das Kinn ist natürlich besser als vorher, allerdings steht die Oberlippe noch etwas vor wie bei einem Überbiss, was aber hoffentlich nur an einer Schwellung in diesem Bereich liegt.

Von vorn muß man sich an das neue Aussehen gewöhnen. Ich bin etwas hin und her gerissen, weil es eben fremd aussieht. Das Kinn finde ich etwas dominant (Gewöhnungssache - da war ja vorher nix), die Mundpartie finde ich noch nicht schön. Das liegt, so hoffe ich, an kleinen Restschwellungen und der noch sehr eingeschränkten Mimik. Im Moment sieht man meine oberen Schneidezähne kaum noch, was ich nicht schön finde. Aber das kann noch werden. Meine Kiefer-/Zahnstellung finde ich sehr gut, obwohl man auch das natürlich nur erahnen kann - ich kann ja noch nicht richtig lachen, weil der ganze Mundbereich wie festgetackert wirkt. Ich habe die Hoffnung, dass sich das bessert, wenn sich erstmal die blöden Fäden aufgelöst haben!

Es ist halt alles sehr langwierig und es war sicher nicht so, dass ich nach der OP in den Spiegel geschaut und sofort losgejubelt habe. Aber dennoch glaube ich, dass es sich am Ende lohnen wird! :-)

Ich wünsche Dir für die OP auf jeden Fall alles Gute und ein schönes, überzeugendes Ergebnis!!!!

Liebe Grüße, Serenissima

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Hallo Mia,

natürlich darf und kann man auch aufstehen! Allerdings ist es in den ersten 3 Tagen wichtig, konsequent und unablässig zu kühlen. In Bad Homburg ist es so, dass neben dem Bett eine elektrische Kühlapparatur steht. Deine Kühlmaske, die mit Klettverschlüssen am Kopf befestigt wird, ist über Schläuche mit dem Gerät verbunden. Deswegen ist man so ein bisschen ans Bett gefesselt, denn man kann den Apparat ja nicht auf dem Gang hinter sich herziehen! ;)

Das Rückeneil vom Bett sollte dabei hochgestellt sein, weil dann auch die Lymphe besser abfließen kann und die Schwellungen schneller verschwinden. So kommt es, dass man die ersten Tage fast non-stop in der gleichen Position verharrt.....

Ich bin erst am 3. Tag post-op wieder einigermaßen rumgelaufen (gezwungenermaßen), was sehr anstrengend war. Dienstag habe ich mich schon viel fitter gefühlt und habe "Wanderungen" durch die Klinik gemacht! :-)

Liebe Grüße, Serenissima

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hi, danke für die antwort, dass die kühlmaske an dieser apparatur befestigt ist, wusste ich gar nicht.

und man darf da auch nichtmal kurz aufstehen, wenigstens ins bad, für 10 Minuten? :(

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Doch, klar kannst Du aufstehen! Wenn Du mal 'ne halbe Stunde nicht kühlst ist das auch kein Problem! Toilette, Bad, Duschen, Getränke holen - das sollte alles möglich sein! Du kannst die Maske ja auch selbst abnehmen und auch wieder aufsetzen! Das ist eine ziemliche Fummelei mit den Bändern und Klettverschlüssen - deswegen überlegt man sich schon, ob man die so oft abnimmt! ;) Es ist übrigens ganz nützlich, wenn man Feuchttücher mitnimmt! Ich finde es ganz angenehm, wenn man die Maske hin und wieder auf der Innenseite, die ja Deinem Gesicht aufliegt, reinigen kann..... :)

Ich bin allerdings auch nicht sicher, dass jede Klinik so ein Kühlgerät bereitstellt. Vielleicht gibt es woanders auch so Kühlschrank-Gelkissen?!

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