axel01

Operation und jahrelange Behandlung und immer noch extreme Probleme

Hallo!

Ich fasse in kurzen Worten zusammen: Nach der Operation (Dysgnathie Oberkiefer), wo offensichtlich die Messung falsch war, hatte ich linksseitig viel zu viel Kontakt und rechts offenen Biss. Selbst nach Jahren Behandlung - die OP ist 3 1/2 Jahre her, bekommen die Kieferorthopäden das nicht hin. Ich habe auch Tinitus und ständige Nackenschmerzen! Auch die Frontzähne passen nicht, ich stoße da immer an.

Die ganzen Jahre hatte ich nur hinten links auf dem Achter Kontakt - ein starker Vorkontakt. Diesen hat man jetzt durch starkes Einschleifen der Zähne beseitigt. Das hat aber keine Erleichterung gebracht, sondern die Sache noch schlimmer gemacht. Vorher hatte ich sozusagen einen Abstandhalter (mit den 8ern als einzigen Kontakt), jetzt habe ich ständig die Zähne aufeinander gepresst (und auch noch nicht mal gut passend, im Gegenteil!), habe also gar keine Ruheschwebelage. Ich nehme an, dass man mir mit der festen Klammer die Zähne zu sehr verlängernt hat. Wenn man bedenkt, dass die Zahnkauflächen schon stark eingeschliffen sind und die Zähne nicht nur aufeinander sondern ineinander liegen, habe ich sogar eigentlich eine Ruheschwebelage im Minusbereich von ca. - 2 mm. Und vorne, wo ich zuwenig Platz habe, stoße ich jetzt noch mehr an und komme dadurch in einen Zwangsaufbiss.

Heute war ich wieder bei der Kieferorthopädin, sie kann sich das nicht vorstellen mit der nicht vorhandenen RSL nach der Schleiferei. Sie hat mir einen Termin bei einem Spezialisten auf der Uni Witten gemacht (Abteilung für Zahnärztliche Prothetik und Dentale Technologie), damit der das prüft.

Sie meint, der Aufbiss sei vielleicht nur ungewohnt für mich und es könnte sein, dass der Gelenkmuskel verkürzt sei.

Ich fragte noch nach: Wem dem aber so ist, dass ich Recht habe, dann geht das doch wohl nur noch kieferchirurgisch? Da antwortete sie, das würde aber keiner machen, dann müsste ich die 10.000 EUR für die Operation selbst bezahlen.

Ihr Plan ist, auf der rechten Seite Gummis anzubringen, um den teilweise noch offenen Biss zu schließen.

In der Uniklinik Münster hatte man mir übrigens gesagt, dass eine Operation nötig ist, aber das solle der Chirurg in Recklinghausen machen, der die erste Operation gemacht hat. Der war aber nach Betrachten des Modells zusammen mit der KFO zu der Meinung gekommen, dass Schleifen reicht, was sich ja jetzt als Fehlanzeige erwiesen hat.

Gibt es noch Alternativen zur OP?

Ist es möglich die Zahnreihen zu intrudieren?

Ich leide ja jetzt schon so viele Jahre und mir muss endlich mal geholfen werden. Ich kann so nicht mehr leben!

Ich versuche natürlich weiterhin vom Besten auszugehen und meiner Kieferorthopädin zu vertrauen. Doch langsam muss etwas geschehen, sonst muss ich mir eine Alternative überlegen. Aber was kann ich am besten machen, wenn ich mit meiner Kieferorthopädin nicht weiter komme? Denn irgendwann ist die Behandlung ja mal zu Ende. Viel länger als 1 Jahr wird es wohl nicht mehr gehen.

An die Krankenkasse wenden, damit sich das ein Gutachter anschaut? Oder noch mal ein anderer KFO?

Die Kiefersituation, der ständige Zahnkontakt und die Nackenschmerzen schränken mich sehr ein, es ist kaum unerträglich. Dass das nur an einen verkürzten Muskel liegen soll ist unwahrscheinlich, da ich immer wieder Kieferübungen und Lockerungsübungen gemacht habe und dafür ist es auch zu krass.

Der Termin bei dem Spezialisten kann ja nicht schaden. Der wird meine Probleme ja wohl bestätigen.

Eine Woche später habe ich dann wieder einen Termin bei der Kieferorthopädin.

Für einen Rat wäre ich sehr dankbar!

Danke und Gruß

Axel

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hallo, ich kann dein problem gut verstehen, mir geht es so ähnlich.

ich versuch mich kurz zu fassen. wahrscheinlich sollte man bei dir wirklich operieren. und wenn deine indikation so schwerwiegend ist, dass man operieren MUSS, dann zahlt das auch die kasse, mach dir keine sorgen. d.h. es gilt jetzt einen spezialisten aufzusuchen, der dein problem versteht und mit dem gutachter deiner krankenkasse und ein paar anderen profis dann einen heil- u. kostenplan erstellt, in dem eine operation mitinbegriffen ist.

ich bin 27 und meine kfo-behandlung u. op wird nur von der kasse bezahlt, weil ich kieferindikationsgruppe 5 habe und man operieren muss. würde man nicht operieren oder müsste nicht operiert werden, würdens die auch nicht zahlen. aber es hört sich ja schon schwer danach an, dass man bei dir operieren muss und wenn die uniklinik das sagt, dann wird es so sein, dann hat einfach deine kfo keine ahnung und ist ein quaksalver. klär das doch am besten mit der uk münster und deiner krankenkasse ab.

ich wünsch dir alles gute und halt durch, alles würd irgendwann gut! wird mich freuen, wenn du mir mal schreibst, wies weiter geht u. wenn du irgendein' erfolg hast.

versuche dich von stress usw. fernzuhalten und zu entspannen, ich habe auch cmd und knirsche seit nem jahrzehnt. du musst fest daran glauben, dass alles gut wird und das wird es auch, es ist nur ein langer weg, aber du wirst es schaffen. geh auf jeden fall auch zu nem orthopäden, physiologen, osteopathen, logopäden, etc. etc.. und lass dich durchchecken.

und wenn du rauchst, hör auf damit.

beste grüße

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Hallo!

Bei mir gibt es folgende Neuigkeiten: Ich war wieder bei der Kieferorthopädin. Sie hat mit dem Arzt aus Witten gesprochen, bei dem ich inzwischen war, der hat mich in allem bestätigt. Er hatte gesagt, das ließe sich auf 3 Arten behandeln: Intrudieren, Zähne kurzschleifen und überkronen oder operieren. Sie hat sich für intrudieren entschieden. Dafür muss ich aber noch einmal eine feste Klammer bekommen. Zusätzlich werden im Kiefer Minischräubchen für die Intrusion angebracht.

Sie beantragt das jetzt bei der Krankenkasse, wobei sie davon ausgeht, dass sie das erst mal ablehnen werden, und dann müsse man weiterschauen.

Auf jeden Fall soll jetzt endlich etwas gemacht werden, und das gibt mir ein bisschen Mut.

Die Frage, die jetzt nur bei mir auftaucht ist, ob auf diesem Wege genug intrudiert werden kann, es handelt sich ja schon um mehrere Millimeter – also 2 – 3 mm sollten es schon sein. Vielleicht kann mir dazu noch jemand etwas sagen?

Den nächsten Termin habe ich erst in 8 Wochen.

Die Kieferorthopädin wollte noch dasss zu einer psychosomatischen Untersuchung gehe. Sie wollte das dem Antrag bei der Krankenkasse beifügen. Dazu sollte ich hier hin: http://www.klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=2268

Die haben mir aber inzwischen gesagt, dass sie nach Durchsicht meiner Unterlagen nicht zuständig sind, und dass ich mich an den Operateur wenden soll. Das ist aber keine Beurteilung darüber, ob eine Operation nötig ist, sondern heißt nur, dass sie nicht die richtige Anlaufstelle sind.

Ja, du hast Recht, man sollte auch Physiotherapie und Osteopathie zusätzlich zur Anwendung bringen. Die Kieferorthopädin hat mir das jetzt ebenfalls empfohlen.

Ich mache aber auch Yoga und Sport, also tue ich eigentlich schon etwas dafür. Nur sind die Aufbissprobleme leider noch viel zu krass, um damit was zu bewirken.

Du hast Recht: wenn man dran glaubt, dass alles gut wird, dann hat das schon einen großen Einfluss auf den Behandlungserfolg!

Das zieht sich nur alles so lang und der Aufbiss ist unerträglich. Dass man dadurch auch psychische Probleme bekommt, ist vieleicht ganz normal. Vielleicht sollte ich mich doch mal bei der Krankenkasse erkundigen? Schließlich ist das ja eine Fehlbehandlung. Ich will es mir aber dadurch nicht mit der Kieferorthopädin verscherzen. Vielleicht sollte ich warten, ob die feste Klammer bewilligt wird, denn damit würde mir ja dann geholfen. Ihr merkt schon, ich bin ziemlich ratlos.

Ich dachte ja auch, dass ich hier Rat bekomme, denn die Kategorie heißt ja schließlich: Frag den Kieferorthopäden.

Lieben Gruß

Axel

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