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Lopi

Bimax am 14.12.11 bei Dr. Kleinheinz in Münster

So. Heute bin ich schon den 5. Tag in der Klinik und da man hier ja genug Zeit zum totschlagen hat, wollte ich euch mal berichten, wie alles so verlaufen ist.

Die OP wurde bei mir erst im dritten Anlauf durchgeführt. Der erste Termin wurde von seiten der Klinik leider irgendwie verbaselt, sie haben meine Akte verschlürt sodass ich schließlich ein paar Tage vor dem OP-Termin nicht im OP-Plan stand und es absolut nicht möglich war, mich irgendwo zwischen zu schieben.

Also haben wir uns für die Herbstferien entschlossen, aber dann wurde ich krank.

Und dieses Mal hat es dann endlich geklappt^^

Meine Diagnose lautet: mandibuläre Prognathie und Laterognathie. Sprich mein Unterkiefer stand zu weit vorne und machte einen Schwenker nach links während mein Oberkiefer minimal zu weit hinten stand und wohl auch ein wenig "gekippt". Die genauen Daten sind mir nicht bekannt (also mm), aber an sich war meine Fehlstellung für Laien meist nicht direkt zu erkennen, halt nur, wenn man drauf achtete. Dafür merkte ich selber es am Biss umso mehr. Dementsprechend hat die OP auch sehr wenig mit der Ästhetik sondern vielmehr mit der Vorbeugung von Gesundheitsproblemen zu tun.

Am 13.12. war dann also die stationäre Aufnahme. Obwohl wir laut Navi bei Abfahrt zuhause eine Ankunftszeit von 7:50 Uhr angezeigt bekommen hatten und wir eigentlich erst um 8:30 Uhr da sein mussten, war ich erst um 9:15 Uhr auf der Station um mich anzumelden. Denn 5km vor Münster standen wir im Stau und der Ampelverkehr in der Stadt ist auch nicht das wahre. War aber alles halb so schlimm. Also eben angemeldet, Tasche abgestellt, und wieder runter, zur Anästhesiesprechstunde und dann zum Kieferorthopäden. Schließlich noch eineinhalb Stunden warten auf den Assistenzarzt für eine kurze Besprechung und Blutabnahme und dann konnte ich erst einmal mein Zimmer beziehen (so ca. um 13 Uhr mittags). Das alles war für mich sehr stressig, belastend und strapazierend sodass ich echt angespannt war aber wenigstens gabs für mich trotzdem noch Mittagessen. Leider musste ich noch zum Röntgen, weil irgendwie keine Röntgenbilder von mir vorhanden waren. Danach gings zum Chefarzt. Wieder mehr als eineinhalb Stunden Warterei für ungelogen eine halbe Minute "Behandlung". Dieser Termin war einfach nur da, um nochmals die Planung zu überprüfen, die die anderen Ärzte ausgearbeitet hatten. So halb liegend im Behandlungsstuhl fiel es mir soooo schwer wach zu bleiben. Aber dann so um 17 Uhr war dann endlich Schluss und ich bin zurück auf die Station gegangen. Meine Henkersmahlzeit bestand dann aus zwei Scheiben Brot, zwei Scheiben Käse, drei Scheiben Schinken und zwei Gewürzgurken. Und nen Tee gabs auch noch. Faszinierend wie voll man sich eine Scheibe brot belegen kann :D Aber war ja meine letzte richtige Mahlzeit, die wollte ich dann schon noch voll ausnutzen.

So richtig hatte ich ja nichts zu tun und der Tag war ziemlich anstrengend, also bin ich schon um kurz nach 20 Uhr schlafen gegangen, nachdem ich noch ein bisschen gelesen und mit den Liebsten daheim telefoniert hatte.

Am 14.12. war dann OP-Tag. Ich hatte glücklicherweise schon den 2. angesetzten Termin. Meine Bettnachbarin den ersten, sodass ich schon um 6 Uhr geweckt wurde aber auch zu meinem Vorteil schon mal beobachten konnte, wie alles so abläuft.

Später bin ich wieder eingeschlafen, dann habe ich noch geduscht und um kurz nach 10 gings dann auch für mich los. Erst mal schick in Schale geworfen: OP-Hemd, Thrombosestrümpfe und Netzhöschen an, Bepanthen auf die Lippen, Nasenspray rein und noch mal Zähne geputzt und mit Chlorhexamed durchgespült. Dann Beruhigungs- und Schmerztablette geschluckt und schon wurde ich abgeholt. In der Schleuse eben noch Haube auf, dann auf den OP-Tisch und zugedeckt mit zwei schön kuschelig vorgewärmten Decken, das war toll :) Und auch sonst wars voll entspannt, der Narkosearzt war sehr nett, und auch die zwei Studentinnen, die geholfen haben, haben sich bemüht mir die Nervösität zu nehmen. Die Studentinnen sollten mir schon mal EKG aufkleben und so, was nur bedingt geklappt hat, ich fands lustig. Dann kam noch irgendwie so ein anderer Arzt, der war voll genervt, dass da nur Studentinnen waren zum helfen. Er hat sich auch aufgeregt über das OP-Hemd, er wollte wieder diese Flügelhemden, die man nur oben aber nicht unten zumacht, weil ich ja dann drauflag und die voll schlecht an meinen Körper gekommen sind um diese Dinger aufzukleben. Er fand es überflüssig, den Patienten damit mehr "Komfort" zu bieten. Naja, dann hab ich auf jeden Fall noch nen Venenzugang gelegt bekommen, ne Sauerstoffmaske, irgendwas tolles, was mir ein beschwipstes Gefühl gegeben hat und schließlich die Narkosespritze. Zack weg war ich, das letzte Mal wo ich auf die Uhr geguckt habe war es so viertel vor elf.

Aufgewacht bin ich dann in irgendeinem Raum, ich glaube da waren irgendwie Sanitäter oder so, die sich unterhalten haben, irgendjemand hat mich ständig gefragt ob ich Schmerzen habe. Die hatte ich nur im Hals, hatte ja aber auch ne Magensonde mit nem Durchmesser wie von nem Gartenschlauch gelegt, womit die immer Blut aus dem Magen gepumpt haben. Weiß auch gar nicht mehr wie spät es war, irgendwann wusste ich das mal. Aber ich glaube 15 Uhr oder so. Dann gings nämlich irgendwie auf die Intensivstation und es war soo ätzend da von nachmittags bis morgens rumzuliegen und nichts zu machen. Meine Zähne waren komplett verdrahtet, mit Splint dazwischen. Neben mir lag eine Oma, die gefühlt alle halbe Stunde von den Pflegern besucht wurde. War also ziemlich unmöglich mal so richtig zu schlafen... Abends habe ich dann unglaublicherweise so ne gebundene Suppe dahin gestellt bekommen, ich glaube auch nen Joghurt und sowas wie Kaltschale nur in heiß, also was süßes. Mit einem Strohhalm habe ich dann was in mich reingezwungen, bis ich mich verschluckt habe, was seeeehr schlecht kommt, so frisch operiert und zugeschnürt und dann ein Hustenanfall. Irgendwann gings dann zum Glück vorbei, aber die Schwester hat echt besorgt geguckt, weils erst gar nicht mehr aufhören wollte.

Am 15.12.: erster Tag Post-OP

Endlich auf Normalstation. Da habe ich mich echt drauf gefreut. Aber komischerweise kam ich in ein anderes Zimmer, also musste die Schwester mir erst mal alle Klamotten hinterhertragen, weil ich ja nichts mitgenommen hatte. Irgendwie konnte man da auch ein bisschen besser schlafen. Das beste war, dass erst mal mein Mund gespült wurde und die Mördermagensonde durch ne kleine süße Ernährungssonde ersetzt wurde. Die Kühlmaske, die es auch schon auf der Intensivstation gab, war auch sehr wohltuend, auch wenn sie echt nur laut ist. Aber wenigstens kann man die ständig drauf behalten, weil die ja nicht aus der Tiefkühltruhe kommt und die Haut verkühlt sondern konstant auf 17 Grad gestellt wurde.

Echt ekelig fand ich die Sondenkost. Man konnte ironischerweise wählen ob Vanille, Erdbeere oder Schoko. Ich habe dann nach einem Versuch Vanille und einem Erdbeer auf neutral umgestellt, also ohne Geschmack. Weil geschmeckt habe ich ja eh nichts und das nur beim Aufstoßen zu schmecken fand ich echt ekelig. Sowieso war das schlimmste während dieser Zeit, dass ich so ein unreines Gefühl bzw. einen ekeligen Geschmack im Mund hatte.

Morgens guckte kurz der Chirurg und die Stationsärztin vorbei, die wohl an sich sehr zufrieden waren. Es sei alles gut gelaufen und ein gutes Zeichen sei auch, dass ich zwar taube Stellen an Unterlippe und Kinn hatte, aber fühlte, wenn sie berührt wurden, dass also ein Kribbeln vorhanden war.

Am Nachmittag bekam ich dann den ersten Besuch durch meine Mutter. Die hat mir glücklicherweise mein Macbook mitgebracht, weil ich in Erfahrung hatte bringen können, dass man hier Internetzugang bekommt (ganz umsonst, anders als der süße kleine Fernseher und das Telefon, was ich eh nicht nutzen würde und ganz schön teuer ist). Die ersten Blumen und eine schöne Karte von zuhause gab es auch :) Sie hat dann auch gleich ein Foto von meinem zugeschwollenen Gesicht gemacht, was ich noch gar nicht gesehen hatte. Hab es also das erste mal auf dem Foto gesehen und fand es schrecklich. Ich finde ich sah aus wie eine 5-jährige. Und in echt im Spiegel fand ich es später noch schlimmer. Aber mittlerweile hat man sich daran gewöhnt.

Als sie wieder weg war bin ich wieder eingeschlafen. War ja auch sehr anstrengend, vor allem die Sprechversuche mit zugeschnürtem Mund^^ Und dann bin ich aufgewacht, weil ich angenehmen Überraschungsbesuch bekam, mein Freund war angereist. Leider musste er nach einer halben Stunde wieder los, aber ich habe mich doch sehr gefreut.

Die Nacht war dann wieder nicht so schön. Habe zwar alleine geschlafen, weil meine Zimmernachbarin abends nach Hause ging, aber so richtig durchschlafen ist bei dem gestörten Rhytmus und der Kühlmaschine echt nicht drin.

Am 16.12.: zweiter Tag Post-OP

Morgens kam wieder die Stationsärztin vorbei, die mir sagte, dass ich am nächsten Tag die Verschnürung entfernt bekäme. Das waren doch mal super Nachrichten! Nachmittags musste ich dann alleine zum Röntgen, was echt eine Weltreise durch die ganze Klinik ist. Ich fühlte mich noch ein wenig wackelig auf den Beinen, aber es war auch gut mal hoch zu kommen. Wenn ich von der Station ging, musste ich dann immer so eine Drahtschere um den Hals hängen haben. Einfach nur, damit, falls ich irgendwie umkippen sollte oder so, die Helfer sofort sehen konnte, worum es sich handelt, dass also eine stabile Seitenlage z.B. nicht ausreichend wäre, sondern dass mein Mund aufgemacht werden müsste, so wurde mir erklärt. Sowas wäre aber in dreißig Jahren erst einmal passiert...

Nachmittags bekam ich wieder Besuch, von meinem Bruder und meiner Schwester. Reden war echt anstrengend, also haben wir ne Runde Wizzard gespielt, bis die beiden auch schon wieder los mussten. Das war wirklich anstrengend...

"Essen" konnte ich immer auf Wunsch. Der war aber wirklich nur vorhanden, wenn mein Magen schon geknurrt hatte. An sich habe ich immer gewartet bis mir was angeboten wurde, weil ich die Magensonde echt gehasst habe. Andererseits sind Nährstoffe ja auch wichtig, wenn der Körper sich auf den Heilungsprozess konzentrieren und sich von der OP erholen soll...

Mittlerweile hatte ich wieder eine neue Bettnachbarin und die Nacht wurde wieder sehr unruhig. Schlafen war nur für ca. eine bis zwei Stunden am Stück möglich und ich bin fast durchgedreht :angry:

Am 17.12.: dritter Tag Post-OP

Der Tag der Erlösung! Heute wartete vieles gutes auf mich. Morgens ging ich das erste mal nach der OP wieder duschen. Musste zwar ein wenig vorsichtig sein wegen Magensonde und Zugang, aber es war ein gutes Gefühl sich mal wieder zu pflegen. Als ich dann gerade frisch aus der Dusche kam guckte auch der Chirurg mal wieder vorbei. Er war erfreut, dass ich wieder relativ fit zu sein schien und meinte die Schwellung könnte auch schlimmer sein. Er meinte wenn alles weiter so gut laufen würde, könnte ich in zwei bis drei Tagen schon nach Hause, also schon Montag oder Dienstag, obwohl ich erst mit Mittwoch oder Donnerstag gerechnet hatte. Und er sagte auch, dass mir dann später die Verschnürung aufgemacht werden würde.

Darauf musste ich dann aber leider den ganzen lieben langen Tag warten, bis denn mal ein Arzt Zeit hatte. Ärgerlich, da mein Freund, mein Vater und zwei Geschwister gegen Mittag zu Besuch kamen und ich gehofft hatte, bis dahin aufgeschnürt zu sein, alleine schon, um besser reden zu können. Das reden ließ ich dann größtenteils sein, weils einfach nur anstrengend ist. Weil ich ja mal ein bisschen laufen sollte und so sind wir dann übern Flur spaziert und haben uns ins Bistro gesetzt.

Dann habe ich noch Spiele gespielt mit meinem Freund, wir haben Bundesliga gehört und irgendwann habe ich ihn zum Ausgang gebracht. Zwischendurch wurde mal wieder gespült, was ich immer herrlich fand.

Und dann endlich, um ca. 17 Uhr wurden meine Drähte entfernt und durch Gummis ersetzt :) Es wurde noch mal gespült und die Magensonde kam raus, sodass es dann um 18 Uhr das erste zu essen gab. So ne gebundene Suppe, zwei Joghurts, ein Tee und wieder so nen heißes Kaltschalending. Ich war schockiert wie schwer essen ging :D Den Löffel konnte ich ja gar nicht richtig in den Mund schieben, weil vorne alles durch die Gummis verschnürt war. Habe mir dann Strohhalme bringen lassen und damit die Kaltschale und Die Suppe geschlürft. Aber so toll sind die Suppen nicht.. Aber egal, es war die erste "richtige" Mahlzeit.

An diesem Tag hatte ich übrigens die erste Farbe im Gesicht, ein wenig blaugrün an der linken Gesichtshälfte und abends dann auch Blutergüsse im Ausschnitt, was ja eigentlich ein gutes Zeichen ist, weil das Blut dann abläuft.

Meine Zimmernachbarin war auch wieder weg, was ich irgendwie besser finde, so ein "Einzelzimmer". Ich erhoffte mir dadurch und durch das Weglassen der Kühlmaske (was ja irgendwann nichts mehr bringt, das kühlen) einen besseren Schlaf, was aber nur teilweise klappte^^ Meine Nacht war dann kurz vor sechs wieder vorbei, weil sich mein Gesicht so heißt anfühlte habe ich doch wieder ein wenig gekühlt und konnte noch bis kurz vor acht ein wenig vor mich hindösen.

Heute, 18.12., vierter Tag Post-OP

Erstes Frühstück! Es gab: Kaffee, zwei Tassen mit verschiedenen undefinierbaren, stinkenden Suppen oder sowas, ein Joghurt und ein Vanillesahnepudding. Der Sahnepudding hat mich sehr gefreut, weil ohne Stücke und den Joghurt habe ich wieder weg gelassen. An das Suppenzeug habe ich mich auch nicht rangetraut, weil zum Frühstück und überhaupt fand ich es echt ekelig^^ Den Kaffe habe ich auch getrunken, obwohl er echt nicht so lecker war. Für den Pudding (200ml) habe ich über ne halbe Stunde gebraucht. Aber lecker wars. Esse so ein bisschen wie man ein Baby füttert: Löffel in den Mund (soweit wies geht) und Reste, die nicht im Mund landen wieder mit dem Löffel aufwischen und im zweiten oder dritten Versuch rein^^ Wird aber... Habe dann den Rest gegen noch so ein Pudding eingetauscht, der jetzt hier steht und den ich gleich irgendwann genießen werde (habe echt Hunger nach nur nem Kaffee und nem Pudding zum Frühstück...). Bin auch schon gespannt, was es gleich tolles zum Mittagessen gibt... Freue mich aber auf zuhause, wenn ich in meiner Nahrungwahl ein bisschen kreativer sein kann. Einfach mal ne klare Brühe wäre auch was, nicht so gebunden sondern einfach zum Trinken. Aber ich glaube das gibts hier nicht.

Bisher bin ich auch immer noch ohne Zimmernachbarin, denke das wird auch heute nichts mehr, ist ja Sonntag. Finde ich aber eigentlich ganz gut. Kriege ja nachher wieder Besuch von meinem Freund und einer Freundin, habe für die auch schon Gummibärchen und Schokolade gekauft. War nämlich heute morgen unterwegs ein bisschen spazieren gehen zum Schwellung abtragen und habe ein bisschen die Klinik erkundet und frische Luft geschnappt.

Also insgesamt muss ich sagen die ersten Tage sind der Horror und man fragt sich, was man da eigentlich macht. Dann muss man auch noch an die nächste OP im halben Jahr denken, wenn die Platten wieder entfernt werden... Aber insgesamt bessert es sich mit jedem Tag und man freut sich dann über jeden kleinen Fortschritt. Bin gespannt, wie es weiter verläuft... Heute morgen sagte der Stationsarzt Dienstag bis Donnerstag Entlassung, weil Montag muss ich zum Kieferorthopäden Gummis einhängen und erst wenn ich das selber kann, kann ich gehen... Er ist auch sehr zufrieden mit mir, die Schwellung wäre auch noch in Ordnung meint er und meine Wunden wären erstaunlich sauber, bei den meisten würde sich das entzünden oder so... Freut mich doch zu hören B)

So, dann hoffe ich mal auf schnelle Abschwellung und melde mich bald wieder mal. Hoffe der Bericht ist hilfreich.

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Morgen gehts nach Hause :) Das ist super.

Gestern musste ich schmerzhaft feststellen, dass man lachen erst mal sein lassen sollte. Und irgendwie tun mir auch die Zähne unten weh, die Zahnhälse.

Aber essen geht besser und der KFO hat mir gerade mein Talent im Gummis einhängen bescheinigt^^ Hätte ja glatt heute schon heim gekonnt. Aber gut.

Wurde schon wieder verlegt, fünf Zimmer weiter. Seltsam. Aber cool, ein Vierbettzimmer wieder ganz für mich alleine :rolleyes:

Das gute ist: Zum Essen kann ich die gummis ja jetzt aushängen, weil ich sie selber wieder einhängen kann. Aber ich soll das quasseln sein lassen, damit der Mundschluss gut wird. Schade :D

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Hi Lopi,

danke für den Bericht.

Das klingt alles super, du scheinst das echt gut überstanden zu haben.

Wie ist deine Schwellung heute? Bist du immer noch so geschockt beim Blick in den Spiegel? Bemerkst du auch schon positive Veränderungen an deinem Äußeren?

Hast du einen Tipp, was man während der Zeit im KH machen kann. Ich stell mir z.b lesen zu anstrengend vor. Dachte für mich an Hörbücher. Und wenn der Besuch dann kommst und quatscht und einen am Ende noch zum Lachen bringt...ist es dann nicht besser der bleibt ganz weg?

Wünsche dir alles gute für den weiteren Heilungsverlauf,

Mia

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Hey,

wann steht denn bei dir die OP an?

So vom Gefühl her würde ich sagen sie ist besser, aber auf Fotos ists nicht wirklich erkennbar. Zumindest habe ich mich dran gewöhnt, vielleicht kommt sie mir deswegen auch nicht mehr so schlimm vor.

Positive Veränderungen bis jetzt deswegen noch nicht direkt auf mein äußeres bezogen, aber natürlich auf meinen Biss, das sieht man ja, dass die Zähne jetzt so aufeinander stehen, wie es früher nie möglich war :) Nur den Biss muss ich noch richtig finden.

Also Internet finde ich schon sehr hilfreich. Wo wirst du denn operiert? Hier in Münster ist es super, dass man das kostenlos kriegt :) Hörbücher sind mir auch eingefallen, aber erst heute, aber ich glaube das ist super! Vor allem zum einschlafen :D

Ich wollte auch erst stricken lernen und nen Schal stricken. Das habe ich leider vergessen.

Ansonsten mache ich den ganzen Tag auch nicht viel, mal übern Flur laufen, Internet, Essen, Duschen, Ärzte besuchen... Ein Buch habe ich auch, habe aber auch eigentlich nur am Vor-op-tag drin gelesen und jetzt grade wieder ein bisschen.

Besuch fand ich trotzdem super, das war auch nur der eine, der so anstrengend war :D

Aber so zum Spiele spielen und Zeit vertreiben ist das was, vor allem hat man irgendwas, was man vom Tag erwarten kann. Aber die längste Zeit geht irgendwann um...

Lg

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Dann will ich mal erzählen, wies so weiter gegangen ist:

Gestern war Entlassung :) (Dienstag, 20.12., also 6. Tag Post-Op. Seeeehr cool. Montag musste ich nochmal das Zimmer wechseln, von einem zweier ins Vierer... Doof, aber naja. Das hat halt dazu beigetragen, dass ich fast gar nicht geschlafen habe und ich Gestern echt mies drauf war. Ich hab dann echt Zustände gekriegt, als ich allem hinterherlaufen wollte. Der Arzt kam, hat mit mir abgemacht, dass ich gehen durfte, dann habe ich gesagt ich brauch nen Attest und ne Krankschreibung und er wollte schon wieder gehen. Ich also gefragt, obs noch ein Gespräch gibt, sozusagen mit "Verhaltensregeln" für mich und so. Jaja, das klären wir gleich alles im Abschlussgespräch, sagt er. Dann irgendwann kommt er wieder, drückt mir nen Attest in die Hand und verabschiedet sich. Ich war hinterher voll verwirrt: Durfte ich jetzt gehen oder was? Einfach so? Also wieder hinter ihm her gelaufen, ihn nie gefunden, bis ihn dann die Krankenschwester netterweise zu mir geschickt hat. Er war voll verwirrt, wusste gar nicht was ich wollte. WAS ICH WOLLTE?? -> Ich brauchte eine Krankschreibung! Wie siehts aus mit Sport? Was ist mit Essen? Er wollte mir noch ne Mundspülung mitgeben? Arztbericht? Brauche ich noch Medikamente (Antibiotikum, Schmerzmittel)? Mundhygiene? Und so ein Mist alles. Und nur auf nachfragen, was ja ach so toll geht mit Splint im Mund, habe ich das dann erfahren. Ich war sooo fertig und unendlich froh, als meine Mutter da war.

Und das waren ja keine unwichtigen Infos, die ich da wissen wollte... Weil er mir erst dann erzählt drei Monate lang nichts festes essen, drei Monate lang keine "gefährlichen" Sportarten z.B. mit Ball, ruhig versuchen Zähne mit Zahnpasta zu putzen... Fand ich echt ätzend. Von wegen operiert, was jetzt passiert interessiert nicht.

Dann meinte er der Arztbericht wird zugeschickt, plötzlich drückt er mir zwischen Tür und Angel doch noch einen in die Hand.

Naja. Vielleicht hatte er einen schlechten Tag, aber ich dann umso mehr^^ Donnerstag muss ich jetzt noch mal nach Münster in die Sprechstunde vom Chirurgen. Der macht mir einen aufgeschlosseneren Eindruck, den mag ich eigentlich, nur halt noch mal runtergurken ist doof.

Freitag gehts dann zu meinem KFO hier zuhause, da freue ich mich schon drauf, weil ich da einfach in richtig guten Händen bin!

Das tolle an zuhause ist ja erst mal das SCHLAFEN :rolleyes: Endlich mal wieder eine Nacht durchgeschlafen. Rückenschmerzen/Verspannungen habe ich teilw. zwar immer noch, aber die werden schon wieder abhauen...

Und dann das essen. Ich habe gemerkt unsre Gemüsesuppe (wenn auch püriert) ist die weltbeste :) Und morgens mal endlich Quark und so. Also im Krankenhaus sind die da echt unkreativ...

Ich werde ab heute mal auflisten, was ich alles so esse, hilft bestimmt dem ein oder anderen ebenfalls frisch operierten. ;)

-Gemüsesuppe (mit Bockwurst, Möhre, Kartoffel...) -> püriert

-morgens: Banane mit Quark und Schokoblättchen, mit ein wenig Milch verdünnt -> püriert

-Kartoffelbrei mit Bratensoße

-Hipp-Gläschen

-Eis

-Pizzasuppe (püriert. Empfehlung: sieben oder lieber das flüssige der Suppe abschöpfen, sonst Krümel des Gehackten überall im Splint^^)

-Griesbrei

-pürierte Banane (auch zusammen mit Griesbrei :rolleyes: )

-Zwieback eingeweicht in Milch (mit Zimt/Kakao/Honig)

-Tütensuppen

-Babybrei (gibts auch Schoko von)

-weichen Kuchen in Milch eingetunkt

-Spaghetti Bolognese püriert

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So. Heute nochmal in Münster gewesen in der Sprechstunde des Chirurgen. Sehr erfreulich: Ich wurde ein wenig aufgeklärt, was denn überhaupt da gemacht wurde :D Auch erst auf Nachfrage, er war allerdings völlig überrascht, dass ich noch keine Röntgenbilder gesehen hatte etc. und hat mir dann alles gut erklärt. Das reinste Metalllager da oben^^

Er war schon viel positiver als der Assistenzart. Von wegen drei Monate nichts essen. Wenn der Splint herausnehmbar ist, dann kann man im Prinzip essen was man will, man wird aber merken, dass das noch nicht geht, weil man einfach nicht die Kraft hat fürn harten Pizzaboden oder so. Außerdem hat er gesagt in zwei Wochen nimmt mein KFO den raus, den Splint, also 4 Wochen nach OP, und nicht eher sechs. Klar, liegt da irgendwo in der Mitte, aber er hats immer sehr positiv gesehen und das stimmt einen selbst auch positiv :)

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Gestern hatte ich einen Kieferorthopädentermin. Erst wurden mir die Fäden gezogen, ES WAR DER REINSTE HORROR!! :blink: wirklich, man hat ja noch nicht so die Wahnsinnsmundöffnung, dann zerren die dran rum und kommen sowieso so schlecht nach ganz hinten ran, es ziept und zerrt und ich lag da echt nur noch total angespannt mit Tränen im Auge und war so froh als es vorbei war! Es ist unglaublich, wie viel Fädenmaterial die in einen verbauen.

Dann wurden mir die Zähne gereinigt. Die doofe Arzthelferin war nun viel zu vorsichtig, saß die ganze Zeit nur neben mir, ich so: "Ja nun fangen Sie doch an!" Sie: "Ja, ich will dich ja nicht überlasten...". Meine Güte. Durch muss man so oder so. Nach der Zahnreinigung war ich dann etwas verwirrt was genau sie da gereinigt hat, weil ich keinen Unterschied gemerkt habe, sie meinte dann aber auch sie wäre nicht überall hin gekommen.

Das tolle: Mein Splint wurde dann elastisch gemacht, ich kann ihn also zum Zähneputzen herausnehmen :) Und in eineinhalb Wochen kommt er dann wohl komplett raus, es ist wunderbar :D

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Hey Lopi..

Schön das du alles überstanden hast :)

War auch in Münster gleiche Station alles (Letzte Woche Bimax gehabt am 11.1 7 1/2 Stunden Op)

Und 7 Kilo abgenommen-.- Aber ich geb alles mit Püriertem Essen :D

Hatte ne andere Chirogin..

Alles super verlaufen bei mir fast keine schwellungen mehr und Donnerstag zu Kr*** (Meine Chirogin und eine Super Ärztin!)

Fäden ziehen.. Der Splint nervt sonst gehts mir Super ;)..

Und mein Gesicht gefällt mir :) Es war vorher extrem "Knochig" und nun

nicht mehr :)

Bei welchem Kfo bist du dort in Behandlung!? Mfg

Ps: Darfst du schon wieder Arbeiten?

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ach ja der splint. er ist mir heute kaputt gebrochen!! kacke. aber heute sind genau sechs wochen rum und montag sollte er eh weg kommen. weiß nur nicht, ob ich den vll noch für nachts brauche oder so. kann ihn aber trotzdem noch tragen, war hinten an einem backenzahn, aber der biss vorne passt ja noch...

ich gehe noch zur schule, und da bin ich schon seit anfang januar wieder. mache auch fleißig sport seit zwei wochen. mir gehts also eig echt super. ich esse auch schon relativ viel. also meistens normal mit. nur halt nichts hartes, aber z.b. wenn ich ein kleines stückchen apfel in den mund stecke kriege ich das klein...

ich muss jedes mal sehr weit fahren und mein kieferchirurg hat mit meinem kieferorthopäden ausgemacht, dass der mich zuhause weiterbehandelt. war nur noch einmal in münster zum nachkontrollieren und jetzt erst wieder im juni um zu röntgen und kontrollieren ob alles verwachsen ist.

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Guten Morgen..

War ja gestern da..

Musste erneut genäht werden... Eine stelle ist wohl aufgerissen und man konnte komplett auf den knochen gucken .. ekelige sache...

Nächste WOche wieder hin.. hoff ja mal nicht das ich dort ne entzündung bekomme..

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Hallo

Ja ich wurde in der Uniklinik operiert..

Zu der Wunde die ich hatte.. Alles bestens verlaufen nach 1 woche kamen auch dort die fäden raus :)

Die Op ist ja nun auch fast 6 wochen wieder her.. bei mir wird dienstag der Splint herausnehmbar gestaltet.

Bin komplett abgeschwollen,mir gehts super und ich esse normal wie vorher.

Naja der Alltag hat einen schnell wieder Schule/Arbeiten.

Also ich kann wieder alles machen.

Geh auch wieder feiern :DD

Aber schon krass was so ein Eingriff verändert.. Man hat ganz anderes Selbstvertrauen.

Ich hab nun nicht mehr so viel angst wenn mich jemand fotografiert :)

Naja das einzigste was ich mich zurzeit noch nicht trau ist Irgendwelche Leute in ner Disco anzuquatschen.

Da man wegen des Splintes ein wenig lispelt.

Aber ich großen und ganzen fand ich die Op nun nicht schlimm,ist halt nur bisschen Blöd in den

ersten paar Wochen wegen Essen usw.Es gibt schlimmeres! :)

Viel Glück für die,die es noch vor sich haben.

Ps.Der erste Döner war ne Herrlichkeit :>

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