IrisS

Kieferorthopädie die dritte

135 Beiträge in diesem Thema

Guten Abend! :)

Ich möchte mich und meine Zahnspangengeschichte auch einmal hier vorstellen... (Vorsicht, Roman!!!)

Heute bin ich 32 Jahre alt und lebe seit über vier Jahren in Frankreich.

Im Alter von 13 Jahren hatte ich wegen einem Überbiss und schlechter Okklusion bereits eine komplette kieferorthopädische Behandlung mit fester Zahnspange. Danach standen die Zähne meinem Empfinden nach sehr gut und ich glaubte, dass das immer so bleiben würde. Nach der Behandlung ging ich noch etwa zwei oder drei Jahre lang zu Kontrollen beim Kieferorthopäden. Später ging ich wieder zu dem Zahnarzt, den ich auch vorher schon gehabt hatte.

Die Zähne haben sich in den folgenden Jahren etwas verschoben, was ich auch bemerkt hatte. Der Oberkiefer kam wieder etwas nach vorne, aber der Zusammenbiss war meinem Gefühl nach immer noch gut. Das einzige Problem war, dass ich immer weniger und ab ca. 2001 überhaupt kein Obst mehr essen konnte, weil die Zähne immer empfindlicher gegen Säure wurden. Das kam vom nächtlichen Zähneknirschen, vom Zahnarzt bekam ich deshalb eine Aufbissschiene.

Die Aufbissschiene war für den Oberkiefer und ließ hinten die Weisheitszähne frei, die alle vier da waren. Gleich nach der ersten Nacht mit der Schiene merkte ich, dass der Aufbiss morgens nicht mehr stimmte. Also bin ich mit der Schiene wieder zum Zahnarzt gegangen, wurde jedoch leider wieder nur von dem Assistenten empfangen, der sie auch angepasst hatte. Er konnte sich das überhaupt nicht erklären und meinte, das könnte nicht sein.

Also trug ich die Schiene so, obwohl meine Zähne jeden Morgen nicht zusammenpassten. Aber ich wollte sie ja vor dem Knirschen schützen...

Ein Jahr später passte in meinem Mund nichts mehr zusammen. :( Ich hatte einen offenen Biss, nur die Weisheitszähne hatten noch Kontakt und nur mit denen kaute ich. Staunend sah dies der Zahnarzt, kam aber nicht auf die Idee, dass das von seiner Schiene gekommen war (die er allerdings nie gesehen hatte...). Stattdessen schickte er mich in die kieferorthopädische Abteilung der Uniklinik Bonn.

Dort sagte man mir, das müsse operiert werden, was für mich damals (2003) ein Schock war. Ich konnte mir zu dem Zeitpunkt überhaupt nicht vorstellen, mir den Kiefer zersägen zu lassen. :blink:

Kurz darauf habe ich wegen der schlechten Aufbissschiene den Zahnarzt gewechselt. Der neue (ganzheitliche) Zahnarzt hat sofort verstanden, dass das Problem von der schlechten Schiene kam. Weil die Weisheitszähne mit der Schiene keinen Gegenbiss mehr hatten, waren sie noch länger gewachsen, besonders oben. Irgendwie war dadurch auch gleichzeitig der ganze Kiefer verformt worden...

Er machte mir sofort eine viel bessere Schiene, die das Problem aber natürlich nicht mehr beheben konnte. Außerdem schickte er mich noch zu einem anderen Kieferorthopäden, um zu erfahren, ob das Ganze vielleicht auch ohne Operation machbar sei.

Dieser Kieferorthopäde meinte, das sei „sehr schwierig“.

Hier erfuhr ich jetzt auch das ganze Ausmaß der Fehlstellung: Oberkiefer zu weit vorne, dabei die Schneidezähne leicht vorstehend. Unterkiefer noch weiter hinten, als ich gedacht hatte (beim Kauen schob ich ihn unbewusst vor, weil es sonst überhaupt nicht gepasst hätte). Offener Biss von 7 bis 7, Zusammenbiss nur noch bei den Weisheitszähnen. Außerdem waren die Zähne im Unterkiefer, der leicht nach rechts abwich, alle etwas nach innen gefallen. Dieser Kieferorthopäde sagte mir auch, dass die erste Behandlung auf keinen Fall ausreichend gewesen war. Er meinte, dass meine Zähne zu keinem Zeitpunkt richtig gestanden hätten.

Trotz all dem glaubte er, dass man es auch ohne Operation versuchen könnte, das Ergebnis sei dann aber womöglich nicht perfekt. Die Kosten von ca. 5000€ hätte ich in dem Fall allerdings selber aufbringen müssen. Da ich das nicht konnte, fiel das von vornherein flach.

Wer jetzt aber glaubt, dass ich hässliche Zähne haben müsse, der irrt: Nicht-Professionellen fiel das Ganze nie besonders auf. Die Zähne stehen alle in einer Reihe, nicht kreuz und quer. Nur am Profil sieht man es wegen dem schwachen Kinn und dem vorstehenden Mund etwas.

Ich beschloss, nichts zu tun und mit dieser Situation zu leben. Dies sagte ich auch dem Zahnarzt, der vollstes Verständnis dafür hatte. Er sagte sogar, dass er so eine Operation bei sich auch nicht machen lassen würde.... :unsure: Warum, habe ich nie erfahren.

Er selber wollte mir dann helfen: „Wir könnten es ja mal mit einem Bionator versuchen. Und weil ich Ihnen nicht garantieren kann, dass das bei Ihnen funktioniert, werde ich Ihnen nur die Laborkosten berechnen...“

Klar, dass ich das gemacht habe. Diesen Bionator habe ich eineinhalb Jahre lang sehr fleißig getragen, und er hat auch wirklich etwas bewegt. Der Unterkiefer war danach weiter vorne. Daraufhin hatte ich noch etwa ein Jahr lang eine feste Zahnspange unten (beim gleichen Zahnarzt, diesmal gegen die Materialkosten). Dadurch (und durch das Entfernen der oberen Weisheitszähne) ist der offene Biss weitgehend geschlossen worden und ich konnte wieder viel besser kauen. Es ist allerdings nicht wieder so geworden, wie es vor der schlechten Aufbissschiene gewesen war.

Nach der Zahnspange bekam ich noch eine Plastikschiene, die ich möglichst oft tragen sollte. Sie sollte einerseits die Zähne vor dem Knirschen schützen und andererseits die erreichte Zahnstellung fixieren.

Dann kam allerdings Ende 2007 mein Umzug nach Frankreich. Ich hatte als Touristin hier in Paris jemanden kennengelernt und wenige Monate später lebte ich hier dauerhaft... :):D

Die Plastikschiene war sehr dünn, um einem weiteren offenen Biss vorzubeugen. Leider war sie daher auch nicht stabil und ich hatte sie innerhalb von ca. drei Monaten durch das Knirschen „aufgegessen“... Und ich habe es in Frankreich nicht geschafft, eine neue Aufbissschiene zu erhalten. Dafür war ich sogar vor über drei Jahren bei einer Kieferorthopädin, die aber solche Schienen nicht herstellt und eine neue Behandlung beginnen wollte (mit Operation)...

Davon wollte ich zu dem Zeitpunkt nichts wissen, obwohl sie mich warnte und sagte, ich werde irgendwann große Probleme mit dem Zahnfleisch bekommen.

Durch das Fehlen einer Schiene haben sich die Zähne dann auch wieder bewegt... sie fielen wieder zurück nach innen.

Der Zahnarzt, zu dem ich die meiste Zeit über ging, fand meine Stellung ganz in Ordnung. Allerdings hatte ich seit August 2011 eine Zahngeschichte mit Wurzelbehandlungen, die kein Ende fand. Dieser Zahnarzt hat sich als absoluter Stümper entpuppt (geizte zum Beispiel bei einer Wurzelbehandlung mit Betäubungsmittel, was diese zur einstündigen Tortur machte :angry: ) und ich musste im November 2011 wechseln.

Der neue Zahnarzt sagte direkt, ich müsse mich unbedingt in kieferorthopädische und -chirurgische Behandlung begeben... Die Stellung sei ganz schlecht, der Aufbiss teilweise nicht vorhanden und wenn ich nichts tun würde, hätte ich durch das Knirschen in zehn Jahren keine Backenzähne mehr... Und ich würde auf keinen Fall drum herumkommen können... Er würde mir die Adresse von dem Kieferorthopäden geben, bei dem er selber in Behandlung sei und der mit dem „besten MKG-Chirurgen Frankreichs“ zusammenarbeite.

Mir wurde ganz übel bei dem Gedanken. :huh:

In den folgenden Tagen habe ich sehr viel im Internet gelesen und bin auf diese Seite gestoßen. Das Lesen von Operationsberichten und das Diskutieren im Chat mit Leuten, die das Ganze schon hinter sich haben, hat mir sehr viel von meiner Angst genommen. :)

Am 6. Januar habe ich einen Termin bei dem KO und bin schon ganz gespannt. Ich bin jetzt bereit, noch eine dritte kieferorthopädische Behandlung durchzuziehen, diesmal mit Operation. Ich möchte endlich mit diesem Thema abschließen können... Zum Glück habe ich bis heute noch keinen Zahnersatz, sodass das Ganze wohl noch relativ unkompliziert sein wird.

Allerdings habe ich große Angst, dass es für meine Zähne jetzt zu spät ist. Sie sind schon so weit abgeknirscht und extrem empfindlich, besonders gegen Säure. Besonders die Backenzähne sind richtig plattgeknirscht. Ich hatte jahrelang geglaubt, dass die letzte Behandlung von dem ganzheitlichen Zahnarzt ausreichen würde, was natürlich nicht der Fall war. Die hätte ich mir wohl sparen können... und die in der Kindheit auch... zum Glück hat mich dieser Zahnarzt aufgeweckt.

Ich werde bald mal mehr berichten.

Viele Grüße aus Paris,

Iris

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Bonjour Iris!

C'est très gentil de faire votre connaissance! So, das wars so ziemlich mit meinem Schulfranzösisch und wird wahrscheinlich grammatikalisch auch nicht stimmen, aber der Sinn ist hoffentlich zu entnehmen!;)

Wie so viele hier hast du zahn- bzw. kiefertechnisch in deinem Leben ja schon so einiges hinter dich gebracht und nimmst es jetzt nochmal in Angriff! Glückwunsch zu deinem Mut! Ich bin schon Ü40 und lebe auch seit mittlerweile über einem Jahr mit Spange- OP folgt noch. :( Es ist schon so, das man jahrelang denkt, geht schon, geht schon... Bis es eines Tages halt nimmer so wirklich geht! Und bevor man dann im Alter Mordsprobleme hat, nimmt man halt dann so was auf sich!

Wie auch immer- ich wünsch dir auf jeden Fall viel Geduld, wenig Schmerzen und das die Behandlungszeit so kurz wie möglich ist!

vlg andrea

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Bonjour Andrea!

Moi aussi je suis ravie de faire ta connaissance! :D

Danke für Deine nette Begrüßung!

Ja, mit Kieferorthopädie kenne ich mich aus ;) ... Ich hoffe, dass die dritte Behandlung die letzte sein wird... mal sehen, wie die Franzosen das so machen...

Genau das ist es: Man denkt jahrelang, dass es schon so gehen wird und verdrängt die möglichen Folgen!

Vor den Schmerzen habe ich bisher kaum Angst. Das mit der Spange kenne ich, das kann ich gut aushalten. Die wirkliche Angst vor der Operation wird bestimmt noch kommen. Allerdings sind die Franzosen generell eher großzügig mit Medikamenten und werden daher hoffentlich auch hinterher nicht an Schmerzmitteln sparen...

Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles Gute für Deine weitere Behandlung, und besonders natürlich für Deine Operation!

Schöne Grüße von Iris

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Wann soll es denn konkret bei dir losgehen? Oder weisst du noch gar nix fixes? Und welche OP wird dir dann ins Haus stehen? Nur unten, nur oben, beides?

Ich glaub, was Schmerzen nach der OP angeht, wird man überall ziemlich gut versorgt. Was mir persönlich mehr Sorge macht, ist, ob der Biss dann stimmt, die Kiefergelenke ohne Murren mitmachen (hatte da schon Probleme), und natürlich, ob ich mich dann überhaupt im Spiegel anschauen mag! Immerhin bin ich ja schon ein paar Jährchen an mein Gesicht gewöhnt! Und natürlich kommt die Angst vor einer OP an sich auch noch dazu...

Aber wenn man schon mittendrin steckt, gibts eh kein Zurück mehr!

lg andrea

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Wann es genau losgeht, weiß ich noch nicht... Es kann auch sein, dass vorher noch Zahnbehandlungen anstehen oder dass Zähne entfernt werden müssen.

Die OP wird bestimmt beide Kiefer betreffen, so war mir das jedenfalls mal vor Jahren in Deutschland gesagt worden. Auf jeden Fall stimmt die Position bei beiden nicht...

Was wird denn bei Dir gemacht? Und wann ist es soweit?

Um den Biss nach der OP muss man sich wahrscheinlich weniger Sorgen machen, denke ich. Das mit den Kiefergelenken macht mir auch etwas Angst, denn mit dem linken habe ich mittlerweile Probleme. Es knackt und knirscht häufig und tut auch manchmal weh.

lg Iris

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Ja, die Kiefergelenke gehörten zu den Hauptgründen, warum ich mir in meinem hohen Alter ;) das noch antu!

Einen Zahn im UK hab ich auch opfern müssen um Platz zu schaffen. Wann die OP genau sein wird, weiss ich noch nicht- wahrscheinlich irgendwann Ende dieses Jahres! >bibber!< Der UK muss nach vor und soweit ich das verstanden habe, wird der OK gekippt!?! Was es dann genau wird, werde ich nach meinem Termin bei der KFC sehen!

Ich wünsch dir noch einen schönen Abend- lg andrea

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So, gestern war ich bei dem KO, den mir der Zahnarzt so sehr empfohlen hatte... und bei dem lasse ich mich auf gar keinen Fall behandeln. :o

Erstens wegen dem Preis. In Frankreich erstattet die gesetzliche Krankenkasse Erwachsenen fast nichts für kieferorthopädische Behandlungen (auch in Kombination mit OP). Daher muss man zusehen, eine gute Zusatzversicherung zu haben. Die habe ich auch, aber deren Erstattung würde trotzdem noch weit hinter dem Preis dieses KO zurückbleiben.

Außerdem würde die Operation in einer „Clinique“ stattfinden. Alles was in Frankreich „Clinique“ heißt, ist sehr teuer und in etwa mit einer deutschen Privatklinik vergleichbar, für die man dann die Erstattung erhält, die man in einem normalen Krankenhaus erhalten hätte. Den Rest zahlt man entweder selbst, oder man hat eine ganz tolle Zusatzversicherung, die ich mir so aber auch nicht leisten könnte.

Der laut dem Zahnarzt „beste MKG-Chirurg“ von Frankreich, mit dem dieser KO zusammenarbeitet, ist demnach für mich nicht zugänglich. Habe im Internet gelesen, dass er wirklich einen hervorragenden Ruf hat, und den lässt er sich auch bezahlen... Eine Dame hat ihm für eine Bimax 2000 € Aufpreis gezahlt... Anästhesie 500 € Aufpreis... von dem Aufpreis der „Clinique“ hat sie gar nichts erzählt...

Dieser KO wollte mir außerdem klarmachen, dass ich das ohne Aufpreis nicht finden könnte, denn in normalen Krankenhäusern (ohne Aufpreis) gäbe es das nicht, was eine glatte Lüge ist. :angry: Der hatte wohl meinen deutschen Akzent gehört und glaubte, dass ich mich hier nicht auskenne. :mad:

Er war sowieso nicht sehr sympathisch und etwas arrogant, was ich bei Ärzten absolut nicht ausstehen kann. :x

Im Wartezimmer stand auf dem Tisch ein Schildchen, wie ich es noch nie bei einem Arzt gesehen habe: Es erklärte sinngemäß, dass die Behandlungsräume für die Patienten seien und Begleitpersonen bitte im Wartezimmer bleiben sollten, es sei denn, es handele sich um Kinder unter 10 Jahren... Hat jemand so etwas schon einmal gesehen? Wenn z.B. mein Freund dabei gewesen wäre, hätte er wohl nicht mit hereinkommen können! Extrem unsympathisch. :-x

Immerhin weiß ich jetzt mehr über meine aktuelle Zahnstellung:

Es wurde ein Röntgenbild von der Seite gemacht, was eine schlimmere Situation zeigte, als ich gedacht hatte. :( Vorne ist immer noch ein offener Biss, da die Kiefer falsch zueinander stehen. Die Kiefer müssen also beide gekippt und verschoben werden. Zähne wollte er außer den beiden noch vorhandenen Weisheitszähnen nicht entfernen, was mich etwas wunderte, da mir dies in Deutschland zweimal gesagt worden war. Außerdem sprach er von einer Behandlung von insgesamt einem Jahr (9 Monate Zahnspange mit selbstligierenden Brackets – Operation – 3 Monate Zahnspange), was mir sehr kurz vorkommt. Die Operation dauert laut ihm eineinhalb Stunden, was mich auch wunderte, da ich hier im Forum viel längere Zeiten für Bimax-Operationen gelesen habe. :confused:

Zum Glück hatte ich das Problem mit dem hohen Preis schon geahnt und daher vor einigen Wochen bereits einen Termin für nächste Woche bei einem KO in einer nahegelegenen Uniklinik ausgemacht. Dies ist ein riesiges Krankenhaus mit der womöglich größten Zahnabteilung Frankreichs, und es gibt dort auch MKG-Chirurgen! (entgegen der Aussage des KO von gestern) Die kieferorthopädische Behandlung muss dort wesentlich billiger sein als in einer Praxis und die Chirurgen nehmen keine oder nur geringe Aufpreise. Die Kosten für die OP und den Krankenhausaufenthalt würden sich dadurch meine gesetzliche und meine Zusatzversicherung teilen. :)

Den KO habe ich bereits im Internet gefunden und gesehen, dass er auch an der Universität lehrt, es kann also nicht irgendein Stümper sein. :) Natürlich habe ich dort nicht den „besten MKG-Chirurg Frankreichs“, aber ich hoffe mal, auf jemand kompetenten zu treffen... Und ich hoffe auch, dass man mir dort nicht irgendetwas ganz anderes erzählt als gestern, sonst werde ich mich fragen, wer denn recht hat...

Jetzt bin ich auch gespannt, was mein lieber Zahnarzt sagen wird, wenn er erfährt, dass ich nicht zu seinem Freund gehe... Er selber ist nämlich wirklich extrem nett und überhaupt nicht arrogant. :) Dem werde ich natürlich nur sagen, dass mir das zu teuer ist...

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Guten Morgen,

ich habe mal das Röntgenbild hochgeladen, hier sieht man das Problem ganz gut...

Grüße aus Paris

Iris

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Hallo Sunshine!

CMD ist eine Craniomandibuläre Dysfunktion, ja?

Woran hast Du das erkannt?

Darauf habe ich ja überhaupt keine Lust, habe gehört, dass das sehr unangenehm sein soll... :mellow:

Es stimmt, dass mein linkes Kiefergelenk oft knackt und knirscht und sich manchmal so anfühlt, als würde es sich ausrenken. Zur Zeit ist es auch ziemlich gereizt, weil ich wegen anderen Zahnproblemen nur auf einer Seite kaue (wenn ich was kaue, denn meist vermeide ich das und mache lieber Suppen, Pürees usw...). Außerdem knirsche ich mit den Zähnen und habe ab und zu Migräne, aber ist das alles schon CMD?

Auf jeden Fall danke für Deinen Beitrag...

Grüße aus Paris,

von Iris

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Ja alles hinweise auf cmd.diese erkrankung schleicht sie langsam ein.lass mal ein mrt von deinen kiefergelenken machen.ich hab auch knacken inden kiefergelenken,verspannungen am ganzen kòrper,schwindel.schmerzen mal hier,mal da.wurde bei dir mal versucht mit einer aufbissschiene deine beschwerden zu lindern? Keine normaleKnirscherschiene.lg aus kiel.

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Danke für Deine Antwort...

Nein, Schienen hatte ich schon seit Jahren keine mehr. Und davor nur normale Aufbissschienen.

Es wäre bei meiner Zahnstellung auch schwierig, eine Schiene herzustellen und ich hätte Angst, dass die das Ganze noch verschlimmert.

Es tut mir leid, dass es Dir mit der CMD so schlecht geht, so ist es bei mir nicht.

Und das Problem mit dem Kiefergelenk ist auch noch relativ neu. Es kommt im Moment daher, dass ich links wegen Zahnproblemen nicht kauen kann. Wenn ich dann nur rechts kaue, reagiert das linke Kiefergelenk sehr empfindlich.

Morgen habe ich einen Termin bei einem KO in einer Uniklinik und übermorgen beim Zahnarzt, da kann ich das ja mal ansprechen.

Lg aus Paris

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Er war sowieso nicht sehr sympathisch und etwas arrogant, was ich bei Ärzten absolut nicht ausstehen kann. :x

Im Wartezimmer stand auf dem Tisch ein Schildchen, wie ich es noch nie bei einem Arzt gesehen habe: Es erklärte sinngemäß, dass die Behandlungsräume für die Patienten seien und Begleitpersonen bitte im Wartezimmer bleiben sollten, es sei denn, es handele sich um Kinder unter 10 Jahren... Hat jemand so etwas schon einmal gesehen? Wenn z.B. mein Freund dabei gewesen wäre, hätte er wohl nicht mit hereinkommen können! Extrem unsympathisch. :-x

In der Form noch nicht, aber mündlich wurde mir/meiner Begleitung schon ähnliches gesagt, einige Male wurde der Begleitperson sogar die Tür vor der Nase zugemacht ...

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Guten Abend,

muss endlich mal wieder hier weiterschreiben, hatte in den letzten Wochen so viel zu tun...

Meine kieferorthopädische Behandlung wird bald losgehen, es kann sich nur noch um einige Wochen handeln. :)

Die Behandlung wird wahrscheinlich bei der Kollegin des Kieferorthopädens stattfinden, bei dem ich im Januar schon gewesen war und der mir leicht arrogant erschienen war. Der Zahnarzt hat mir diese Dame auch sehr empfohlen, und sie habe auch schon an der Harvard University gelehrt. Außerdem wird das Ganze bei ihr etwas billiger, da sie auch mit Metallbrackets arbeitet, was ihr Kollege nicht tut (nur Keramik).

Den teuren Chirurgen habe ich auch aufgesucht. Er soll der Beste in Frankreich sein und hat wirklich einen ganz hervorragenden Ruf. Wenn man seinen Namen bei Google eingibt, findet man nur Kommentare wie „Ich hatte eine Bimax bei Dr. D., das Ergebnis ist perfekt...“. Ich hatte das Glück, sehr schnell einen Termin zu bekommen, da man normalerweise mindestens zwei Monate darauf wartet. Er war sehr nett und sagte, dass bei mir tatsächlich nur der Unterkiefer vorverlegt und eine Manipulation am Kinn gemacht werden muss. Darüber bin ich natürlich sehr froh, so ist die Operation viel kleiner als bei einer Bimax. :)

Ich hatte mich noch in einer Uniklinik vorgestellt, was aber ein Reinfall war. Dieses Krankenhaus ist total chaotisch und ich wurde von einem jungen Arzt empfangen, der keine Ahnung zu haben schien. :blink: Denen werde ich nicht meine dritte kieferorthopädische Behandlung anvertrauen, diesmal muss es klappen.

Daher habe ich entschieden, den teuren Weg zu wählen... die Kieferorthopädie wird teuer, die Chirurgie und die Entfernung der Weisheitszähne auch. Aber dann habe ich auch die besten Erfolgschancen.

Als nächstes muss ich die zwei restlichen Weisheitszähne entfernen lassen... Dazu war ich vorgestern bei einem Oralchirurgen, der sich die Röntgenbilder angeschaut hat. Einen Termin muss ich jetzt noch ausmachen. Irgendwie habe ich etwas Angst davor, obwohl die Entfernung der zwei oberen Weisheitszähne vor Jahren in Deutschland überhaupt nicht schlimm war. Aber der Arzt hier hat gesagt, ich solle eine Stunde dafür einplanen und hat mir nicht weniger als sechs (!) Medikamente verschrieben (Antibiotika, ein weiterer Entzündungshemmer, ein starkes Schmerzmittel, ein besonders starkes Schmerzmittel, eine Mundspülung und Arnika homöopatisch). Das wirkt auf mich fast so, als sei das ein riesiger Eingriff... :unsure:

Außerdem war ich vor über einer Woche beim Zahnarzt, der mir ein Onlay auf einen toten Zahn gesetzt hat. Dieser Zahn ist sehr empfindlich und der Zahnarzt hatte Mühe, ihn richtig zu betäuben. Beim dritten Mal hat er sogar von beiden Seiten aus bis zum Knochen gestochen (so fühlte es sich zumindest an... :blink: ), und trotzdem war es hinterher nur geradeso erträglich. Scheinbar sind bei mir Betäubungen im Unterkiefer etwas schwierig... :blink:

Das habe ich dem Oralchirurgen auch mitgeteilt, und er sagte, er werde das Nötige tun, damit ich keine Schmerzen habe. Wahrscheinlich mache ich mir Gedanken für nichts, aber trotzdem werde ich froh sein, wenn das geschafft ist.

Sobald die Weisheitszähne draußen und die Wunden verheilt sind, kann ich die Kieferorthopädin für Abdrücke, Fotos usw. aufsuchen. Irgendwie kann ich es jetzt kaum noch erwarten, wieder eine Zahnspange zu haben. :)

Grüße aus Paris,

Iris

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So, es gibt mal wieder etwas Neues...

Gestern war ich zum ersten Mal bei der Kieferorthopädin, die meine Behandlung durchführen wird. Sie war sehr nett, hat nochmal alles erklärt und dann Fotos und Abdrücke gemacht. Wenn ich die Fotos bekomme, werde ich sie hier einstellen.

Sie hat die Behandlungsdauer etwas länger eingeschätzt als ihr Kollege in der gleichen Praxis, bei dem ich im Januar zuerst gewesen war. Er hatte von einem Jahr gesprochen, sie schätzt 15 bis 18 Monate. Das stört mich aber nicht, auf die wenigen Monate kommt es auch nicht mehr an. Außerdem will sie die Weisheitszähne noch behalten, was mich etwas überrascht hat. Im Moment stören sie wohl nicht... Die hatte ich nämlich noch nicht entfernen lassen, weil ich entschieden hatte, zuerst noch zu ihr zu gehen.

Auf jeden Fall wird nächsten Mittwoch oben und unten die Zahnspange eingesetzt, wofür sie eineinhalb bis zwei Stunden eingeplant hat. Verwendet werden überall Metallbrackets.

Bin schon ganz gespannt, wie es diesmal ablaufen wird...

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So, die Klammer ist drin...

Das Einsetzen hat sogar etwas weniger als eineinhalb Stunden gedauert und war angenehmer als die zwei anderen Male vor 20 und vor ca. 7 Jahren, da mir heute keine Säure im ganzen Mund herumlief. Sie hatte ein Instrument, das die ganze Säure absaugte, bevor sie sich ausbreiten oder die Zunge erreichen konnte.

Zuletzt hat sie mir noch eine ganze Packung mit Bürsten, Wachs, Mundspülung usw. mitgegeben.

Leider hat sich dann zuhause schon bald ein Bracket verabschiedet... :( Von ganz alleine, es machte nur „Klack“ und war abgesprungen... grrr. :( Außerdem auch noch das hinterste oben rechts, sodass mir der Draht jetzt schön in die Backe sticht. :blink: Habe natürlich sofort in der Praxis angerufen und einen Termin für Freitagabend erhalten. Auf den Draht habe ich ein Stück Wachs gespießt (wobei ich mir auch noch in den Finger gestochen habe :blink: ) und hoffe, dass das einigermaßen hält. Mal sehen, wie ich damit essen werde... :110:

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Guten Morgen,

gestern Abend war ich noch einmal bei meiner KO, da mir ja ein Bracket abgegangen war. Sie hat ein neues aufgeklebt, da sie meinte, dass das erste womöglich einen Herstellungsfehler hatte. Das bin ich auch bereit zu glauben, denn ansonsten hätte sie es ja neulich wirklich schlecht aufgeklebt, da es von ganz alleine abgegangen war.

Allerdings tat es gestern ganz schön weh, als sie den Draht entfernt und hinterher wieder eingesetzt hat. Alle Zähne sind sehr empfindlich, kauen ist derzeit nicht möglich. Ich ernähre mich also hauptsächlich von Kartoffelbrei, Quark, pürierten Suppen oder höchstens mal Plätzchen, die ich gut in den Tee oder Kaffee eingetaucht habe ;) .

Das Lustige hier in Frankreich ist, dass die Zahnärzte und Kieferorthopäden ohne Assistentinnen arbeiten. In dieser Praxis gibt es zwar Angestellte, aber die sind nur für Terminvergabe, Papierkram usw. zuständig oder dürfen auch manchmal Röntgenbilder machen und die Instrumente anreichen. Im Mund selber tun sie überhaupt nichts, dafür sind nur die Ärzte zuständig. So musste ich gestern den Absaugschlauch durch Draufbeißen selber festhalten, was etwas anstrengend war.

Mein nächster Termin ist Anfang Mai, hoffentlich geht bis dahin nichts kaputt! Aufpassen werde ich auf jeden Fall, denn die Praxis ist mit der Metro etwa 45 Minuten von meinem Wohnort entfernt, was nicht so ganz praktisch ist (Falls sich jemand ein bisschen in Paris auskennen sollte: Meine kieferorthopädische Praxis befindet sich im 8. Arrondissement in der Nähe der Champs Elysées/Triumphbogen, mein Zahnarzt auch, der MKG-Chirurg und die dazugehörige Klinik auch...).

Klar hätte ich auch viel näher eine Praxis finden können, habe mich aber für diese entschieden, da mein lieber Zahnarzt höchstpersönlich für eine Behandlung dort hingeht, was für mich doch eine sehr gute Empfehlung ist (Der hat's gut, bei ihm geht das mit Invisalign, während ich jetzt ein- bis eineinhalb Jahre mit metallischem Lächeln herumlaufen darf und eine OP brauche...).

Schöne Grüße aus Paris,

Iris

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Hallo,

hatte gestern meinen ersten Bogenwechsel. Meine KO sagte, die Zähne hätten sich gut bewegt und ständen schon ordentlich in einer Reihe. Jetzt habe ich Vierkantbögen drin. Die sollen beide Kiefer etwas verbreitern, wodurch sogar Lücken entstehen können. Diese sollen dann mithilfe von Gummis wieder geschlossen werden, wobei die Schneidezähne etwas nach hinten geschoben werden.

Sie sagte noch, meine Zahnhygiene sei einwandfrei! Das hat mich sehr gefreut. Bei der dritten Behandlung sollte man es allerdings auch können...

Dass sich die Zähne bewegt haben, hatte ich selber auch schon bemerkt. Sie passen jetzt überhaupt nicht mehr zusammen, und ich kann nur noch an einer Stelle „kauen“: Beim 7er hinten links, der der allerempfindlichste von allen Zähnen ist, da er schon bis in Nervnähe heruntergeknirscht wurde... Hoffentlich hält der durch und bekommt nicht eine Pulpitis oder so etwas... Wahrscheinlich hat sich der offene Biss noch weiter geöffnet, der dann erst durch die OP nächstes Jahr wieder geschlossen wird... Am liebsten hätte ich die OP sofort.

Meine KO hat mir auch die Fotos gegeben, die sie vor Einsetzen der Klammer gemacht hatte. Die habe ich in den Bilderthread gestellt.

Grüße aus Paris

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So, ich habe die Zahnspange jetzt schon seit vier Monaten und es hat sich wirklich so einiges bewegt. Anfangs hatte sich der Biss etwas verschlechtert, danach hat er sich aber sehr verbessert, weil sich die Zähne im Unterkiefer aufgerichtet haben. Dadurch habe ich viel mehr Kaufläche. Und mein abgewetzter Siebener unten links muss sich auch etwas gedreht oder aufgerichtet haben, er hat jetzt einen anderen Kontakt und ist längst nicht mehr so empfindlich wie noch vor einigen Monaten. Auch im Oberkiefer hat sich einiges bewegt, was aber nicht so auffällt. Diese ganzen Bewegungen kamen hauptsächlich durch die Vierkantdrähte zustande, die ich jetzt etwa seit drei Monaten habe.

Allerdings habe ich vor einigen Wochen leichtes Zahnweh an einem wurzelbehandelten Zahn bekommen... :472: Weil es schlimmer wurde, war ich deshalb letzte Woche beim Zahnarzt, der eine Entzündung feststellte. Der Zahn muss nachbehandelt werden, was aber vor Anfang September nicht mehr möglich ist, weil der Zahnarzt den ganzen August nicht da ist! :481: Vorher hatte er keinen Termin mehr dafür, weil die Sache etwa zwei Stunden dauern wird. Er ist nämlich Spezialist für Wurzelbehandlungen und führt diese mit Kofferdam, Mikroskop etc. durch. Er hat mir bereits zwei entzündete tote Zähne so nachbehandelt, die jetzt völlig symptomlos sind.

Gegen die Schmerzen hat er mir Antibiotika verschrieben, das ich nach Bedarf auch im August noch einmal nehmen kann. Es hat schnell und gut geholfen, mir allerdings derartig den Magen angegriffen, dass ich seit Tagen kaum noch essen kann. :frown: Deshalb muss ich heute zur Hausärztin gehen, so kann es nicht bleiben. Morgen muss ich zur Kieferorthopädin, die mir an diesem Zahn den Draht entfernen wird.

Jetzt hoffe ich, dass das alles gutgeht und ich einen möglichst schmerzarmen August verbringen werde.

Grüße aus Paris...

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Vorher hatte er keinen Termin mehr dafür, weil die Sache etwa zwei Stunden dauern wird. Er ist nämlich Spezialist für Wurzelbehandlungen und führt diese mit Kofferdam, Mikroskop etc. durch. Er hat mir bereits zwei entzündete tote Zähne so nachbehandelt, die jetzt völlig symptomlos sind.

Iris, bekommst Du da eine Wurzelspitzenresektion gemacht?

Für Deinen Magen drücke ich dir die Daumen. Scheint eine entzündete Magenschleimhaut zu sein, von den Tabletten.

Sag Mal, ich lese gerade, dass Du einen Bionator getragen hast. Hat der bei Dir damals was gebracht? Bei meinem offenen Biss und den vier Jahren, den ich den getragen habe, war der völlig umsonst.

Viele Grüße

Tania

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Hallo Tania,

danke fürs Daumendrücken, ich hoffe, das mit dem Magen kriege ich schnell wieder weg. Kann fast nichts essen und bin total schlapp. :484:

Nein, bei meinem Zahn wird keine Wurzelspitzenresektion gemacht. Das ginge vielleicht auch, hätte aber weniger Erfolgschancen.

Stattdessen wird die Wurzelfüllung von einem Spezialisten für Wurzelbehandlungen komplett erneuert. Diese Spezialisten (auch Endodontisten genannt) arbeiten mit Kofferdam, Mikroskop, Spezialbohrern und -feilen sowie speziellen Spülflüssigkeiten. Statt einem Röntgenbild wird eine elektrische Wurzellängenmessung vorgenommen, was viel genauer sein soll. So eine Behandlung dauert recht lang und ist nicht gerade billig, aber immer noch billiger als Zahnersatz... Bei meinen beiden anderen toten Zähnen, die sich auch entzündet hatten, hat er das schon erfolgreich gemacht. Entzündung und Schmerzen sind weggegangen.

Den Bionator hatte ich etwa eineinhalb Jahre lang. Vier Jahre sind ziemlich lang, hat er denn bei Dir überhaupt nichts bewegt? Bei mir hat er einiges bewegt. Er hat den Unterkiefer etwas nach vorne geholt und auch die Position der Zunge im Mund geändert, wodurch sich der Gaumen völlig umgeformt hat. Vorher war die Zunge unten, seitdem ist sie oben.

Allerdings hat das alles nicht gereicht, und am offenen Biss hat sich auch kaum etwas geändert.

Wirst Du denn jetzt eine neue Behandlung beginnen?

Schöne Grüße,

Iris

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Hallo Iris,

Kann fast nichts essen und bin total schlapp. :484:

Oh je. Aber nächste Woche geht es Dir wieder besser. Versuchs Mal mit Zwieback, wenn Du nicht viel essen kannst.

Stattdessen wird die Wurzelfüllung von einem Spezialisten für Wurzelbehandlungen komplett erneuert. Diese Spezialisten (auch Endodontisten genannt) arbeiten mit Kofferdam, Mikroskop, Spezialbohrern und -feilen sowie speziellen Spülflüssigkeiten. Statt einem Röntgenbild wird eine elektrische Wurzellängenmessung vorgenommen, was viel genauer sein soll. So eine Behandlung dauert recht lang und ist nicht gerade billig, aber immer noch billiger als Zahnersatz... Bei meinen beiden anderen toten Zähnen, die sich auch entzündet hatten, hat er das schon erfolgreich gemacht. Entzündung und Schmerzen sind weggegangen.

Das hört sich recht interessant an. Weiss aber nicht, ob das in Deutschland jemand macht. Zumindest habe ich es noch nie gelesen.

Aber die eigenen Zähne sind immer besser, als ein Implantat. Und wenn Du nachher keine Probleme mehr hast, dann ist das super.

Den Bionator hatte ich etwa eineinhalb Jahre lang. Vier Jahre sind ziemlich lang, hat er denn bei Dir überhaupt nichts bewegt? Bei mir hat er einiges bewegt. Er hat den Unterkiefer etwas nach vorne geholt und auch die Position der Zunge im Mund geändert, wodurch sich der Gaumen völlig umgeformt hat. Vorher war die Zunge unten, seitdem ist sie oben.

Allerdings hat das alles nicht gereicht, und am offenen Biss hat sich auch kaum etwas geändert.

Dass meine Zunge am falschen Platz liegt, nämlich unten, hat mir erst die Logopädin gesagt. Da hatte ich die Behandlung mit Bionator bereits abgebrochen. Nein, es war bei mir umsonst. Der offene Biss ist dadurch nicht beeinflusst worden. Erst als ich sehr direkt den Behandler angesprochen habe, hat er zugegeben, dass der offene Biss dadurch nicht weg geht. Vorher war diese Einschleiferei des Bionator nur dazu da, die Kiefergelenke zu entlasten.

Das einzige, was besser geworden ist, sind meine Probleme an der Halswirbelsäule. Kann aber nicht sagen, ob durch die Osteopathie oder den Bionator. Ich hatte beide Methoden zeitgleich.

Wirst Du denn jetzt eine neue Behandlung beginnen?

Ich habe schon im Januar eine Behandlung mit Brackets begonnen.

Liebe Grüße

Tania

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So, vorgestern war ich bei meiner Kieferorthopädin, die den Draht hinter dem kleinen Backenzahn 35 abgekniffen hat, sodass der entzündete 36 nicht mehr in der Spange integriert ist. So soll er sich erst einmal erholen. Das war eine hervorragende Idee von ihr, denn die Schmerzen sind seitdem viel weniger geworden, nur ab und zu merke ich es noch.

Wenn die Schmerzen so bleiben, wie sie im Moment sind, wird es wirklich kein Problem sein, die Behandlung des Zahnes am 03. September abzuwarten. Jetzt hoffe ich nur, dass der Zahn (und der dahinter, der auch keinen Draht mehr hat) nicht wieder dahin zurückwandert, wo er vor der Behandlung stand... womöglich wird das dann die ganze Behandlung verzögern.

Mein Magen hat sich zum Glück sehr gebessert und ich kann auch fast wieder normal essen. Allerdings ist mir immer noch oft übel und meine Hausärztin meinte, ich dürfte dieses Antibiotika nicht mehr einnehmen...

@ Tania: Doch, solche Spezialisten für Wurzelbehandlungen gibt es auch in Deutschland. Sie heißen auch "Endodontisten", die Fachrichtung nennt sich "Endodontie". Allerdings ist das in Deutschland eine reine Privatleistung, während man hier in Frankreich immerhin einen kleinen Teil erstattet bekommt.

Ich selbst bin mittlerweile so weit, dass ich keine Wurzelbehandlung mehr von einem normalen Zahnarzt haben wollen würde. Davon hatte ich nämlich letztes Jahr drei: Der erste Zahn war monatelang entzündet, bevor er von dem Spezialisten nachbehandelt wurde. Den zweiten habe ich auch nachbehandeln lassen, als er leicht entzündet war, damit er nicht so schlimm wie der erste werden sollte. Und jetzt ist der dritte auch noch dran.

Bei vielen Leuten geht es natürlich gut mit den normalen Wurzelbehandlungen. Vielleicht entzündet es sich bei mir deshalb so oft, weil ich nachts so furchtbar knirsche... Dann können die Zähne ja nie zur Ruhe kommen.

Wenn Du einen offenen Biss hast, bekommst Du wahrscheinlich auch eine Operation, nehme ich an? Ist ja schade, dass es mit dem Bionator nicht gereicht hat, aber der ist meiner Meinung nach auch nicht wirklich für solche Probleme geeignet... Bei Kindern oder auch bei Erwachsenen mit leichteren Fehlstellungen kann er sicherlich hilfreich sein. Ich hatte damals auch so sehr gehofft, dass der Bionator reichen würde... Jetzt muss doch geschnippelt werden.

Grüße aus Paris,

Iris

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Hallo Iris,

danke mit dem Tipp des "Endodontisten". Werde Mal zur Info schauen, wo so jemand bei uns praktiziert.

Freut mich, dass es Deinem Magen wieder besser geht. In Zukunft musst vielleicht zusätzlich zu dem Antibiotika noch

Magenmittel einnehmen. Bei uns gibt es "Omeprazol", 1 x täglich, das schützt Deinen Magen.

Kann mir vorstellen, dass wenn der Zahn nicht mehr in die Spange integriert ist, dann weniger schmerzt. Drück Dir die Daumen, dass sich die Zähne nicht verschieben.

Bei mir ist eine OP in Aussicht, aber es könnte auch ohne gehen. Sicher sagen kann man das erst so in der Halbzeit und dann muss ich auch noch Mal zum Kieferchirurg. Ich glaube, bei offenen Biss ist auch immer die Option, dass sich ein Rezidiv bildet, und das möchte ich auch nicht riskieren. Na, Mal sehen.

Nach vier Jahren hat man mir dann auch gesagt, dass ich für den Bionator doch schon zu alt ?!? wäre. Schön, das hätte man aber eigentlich schon vorher wissen müssen. Und keine Behandlung anstreben. Aber irgendwo lockt halt überall das Geld. Ich habe mich sehr geärgert, weil ich letztens wieder den Behandlungsplan vom Bionator gefunden habe, und da stand drin, guter Behandlungserfolg, Option 2 Jahre. Von Altersangaben war da keine Rede.

Schöne Grüße nach Paris.

Tania

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So, mal wieder ein Update:

Mein wurzelbehandelter entzündeter Backenzahn 36 ist am Montag nachbehandelt worden. Es hat etwa eineinhalb Stunden gedauert und war leider nicht ganz schmerzfrei... Am Ende ließ die Betäubung nach und er musste mit Druck etwas in die drei Wurzelkanäle füllen... :342: naja, ich habe schon viel schlimmeres durch. Seitdem tat er ab und zu etwas weh und ist auch leicht empfindlich, was aber nach so einer Behandlung normal ist.

Zum Glück hatte der Zahn im August nur wenig Schmerzen bereitet. Das verdanke ich meiner KO, die die großartige Idee gehabt hatte, vor diesem Zahn den Draht abzukneifen, um den Druck wegzunehmen. Gestern war ich bei ihr und sie hat entschieden, den Draht dort noch nicht wieder einzusetzen, damit sich der Zahn noch etwas erholen kann. Im Oberkiefer hat sie allerdings einen neuen Vierkantdraht eingesetzt. An manchen Stellen habe ich Drahtligaturen und besonders rechts tun einige Zähne mal wieder richtig weh. 36 und 37 haben sich leider durch den abgekniffenen Draht wieder verschoben, sodass der Biss überhaupt nicht mehr passt.

Anfang August hatte ich noch ein Problem mit dem Zahnfleisch: Auf einmal befand sich etwas, das wie eine riesige Aphte aussah, im Oberkiefer genau da, wo ich die Wurzelspitze von einem Zahn vermute. Es sah sogar wie Eiter aus und ich befürchtete einen Abszess. Der Zahn hat seit etwa zehn Jahren eine Füllung und tat letztes Jahr eine Zeitlang weh, ein Röntgenbild hatte aber nichts gezeigt. Die Schmerzen hatten irgendwann aufgehört. Die „Aphte“ selbst und der Zahn taten auch jetzt nicht weh.

Leider war mein entzückender Zahnarzt :523: den ganzen August über in Urlaub. Zum Glück hatte die Praxis eine Vertretung organisiert, was hier in Frankreich schon fast ein Wunder ist. Der dortige Zahnarzt fand nichts, auch Röntgenbilder waren ohne Befund. Das Ding ist dann von alleine wieder verschwunden, aber ich frage mich immer noch, was das wohl war.

Zahnarzt und Kieferorthopädin meinen, es müsste sich doch um eine Aphte oder aber eine Entzündung durch eine Verletzung gehandelt haben... Das kann ich mir fast nicht vorstellen. Aphten kenne ich gut und so eine hatte ich noch nie, und wo wäre denn eine Verletzung hergekommen? Ich habe seit etwa einem Jahr nichts Hartes mehr gegessen. Es gab immer einen Grund, warum das gerade nicht ging (3 Wurzelbehandlungen, 3 Nachbehandlungen dieser Zähne, 2 Onlays, Füllungen erneuert, Zahnfleischentzündung, Kiefergelenkprobleme etc... seit August 2011 ca. 25 Zahnarzttermine + Kieferorthopädie; alles nach Jahren fast ohne Zahnprobleme, nur Kontrollen). Zur Zeit esse ich nichts Hartes, um nur ja kein Bracket abzureißen, was bisher auch gut klappt.

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