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Ayla

Bimax-OP am 11.01.12 bei Dr. Dr. Kater in der Hochtaunusklinik Bad Homburg

Hallo miteinander,

jetzt ist es auch bei mir soweit, dass ich meinen OP-Bericht mit Euch teilen kann.

Ich bin seit gestern wieder zu Hause in Köln aber ich fange von vorne an...

10.01.2012 - Einweisung

Morgens früh war ich noch bei meiner KFO in Köln. Sie hat mir Kobayashi Ligaturen im Unterkiefer und "transparente Knöpfchen" im Oberkiefer geklebt (habe im OK eine Lingual-Spange), damit nicht allzu viele Schrauben in den Kiefer gedreht werden müssen und die Gummis nach der OP über die Ligaturen eingehangen werden können. Das rate ich übrigens allen, denn die Schrauben an sich sind zwar nicht schmerzhaft, aber sie drücken bei einem geschwollenen Kiefer arg in die Schleimhäute und verletzen diese.

Um 13 Uhr haben wir uns in der Praxis von Dr. Dr. ***** vorgestellt. Ich wurde nochmals durch Dr. Dr. ***** aufgeklärt. Nachdem die Ärzte eine Model-OP erstellt haben, war klar, dass mir eine Bimax bevorsteht, in der sowohl OK als auch UK vorverlegt und entsprechend geschwenkt werden sollten. Ich habe einen relativ großen offenen Biss, bei mir kommen nur die Weisheitszähne aufeinander...

Mir wurde Blut abgenommen, über das meine Blutgruppe identifiziert wird und mir eine entsprechende Blutkonserve während der OP zur Verfügung steht. Dazu muss ich aber sagen, dass dies eine reine Sicherheitsmaßnahme bei OK-OPs ist; eine Konserve wurde in Bad Homburg noch nie benötigt.

Meine Blutwerte wurden besprochen - alles palletti!

Aschließend checkten wir in der Klinik ein und ich bekam mein Zimmer zugewiesen. Nach dem Auklärungsgespräch mit dem Anästhesie-Arzt durfte ich nochmal ins Städtchen uns sollte nochmal richtig lecker essen gehen.

Dazu rate ich wirklich jedem, denn es ist vorerst die letzte richtig feste Nahrung. Gegen 21 Uhr war ich wieder auf meinem Zimmer und ab 22 Uhr sollte ich nichts mehr trinken und essen.

Meine Nacht war okay. Ich war zwar ein bisschen nervös, aber nicht ängstlich. Vielmehr habe ich auf den OP-Tag hingefiebert, denn schließlich habe ich die letzten ca. 2 Jahre auf diesen Tag hingearbeitet.

11.01.2012 - Tag der OP & Intensivstation

Ich wurde gegen 6h geweckt und konnte noch einmal ausgiebig duschen. Danach bin ich in die sehr vorteilhaften OP-Klamöttchen gehüpft, hab ein Ibu und die "Scheissegal-Tablette" eingeworfen und gewartet. Ich war glücklicherweise die Erste an diesem Tag (von 3 Patienten) und wurde um 07:15 Uhr abgeholt und in den OP gefahren. Im OP-Bereich waren alle super drauf und locker. Andauernd machte jemand ein Witz mit mir und meine Restnervosität war futsch. Nachdem man mich auf einem Bett mit Gelpolstern für Arme und Beine gebettet hatte, wurde ich noch zugedeckt und in den Narkoseraum gefahren. Dort warteten zwei sehr nette Anästhesisten auf mich und verwickelten mich auch schon prompt in ein Gespräch. Man klebte mir überall Sonden an, die zur Kontrolle über meine Vitalparameter nötig sind. Dann bekam ich schon einen Zugang und schonmal ein bisschen Dormicum. Das zeigte auch sofort seine Wirkung ich fühlte mich wie breit.... toll!

Dann quatschen wir noch ein, zwei Minütchen bis mir einer der Anästhesisten das Narkosemittel spritze und mir schöne Träume und alles Gute wünschte. Ich sagte noch "Danke" und schon war ich im Reich der Träume.

Das Erste, was ich nach der OP registriert habe waren Hände, die mich auf ein neues Bett legten ich wurde zugedeckt. Man schloss mich an den Monitor an um alle Werte im Blick zu haben. Außerdem bekam ich eine Manschette an den Oberarm, die stündlich meinen Blutdruck automatisch erfasste. Ich dachte noch: Geil, alles vorbei..... und dann kam auch schon eine Schwester und spritzte mir ein tolles Opiat. Kurz darauf war ich wieder weg.... so ging das den ganzen Tag. Irgendwann kam mein Freund mit schickem, grünem Kittel zu mir und erzähle mir, dass alles super gelaufen ist und dass die OP ca. 3 Stunden gedauert hat. Mir ging es ganz gut. Ich hatte das Gefühl, relativ klar denken zu können. Sobald die Wirkung der Schmerzmittel nachließ, drückte ich auf das schöne rote Knöpfchen in meiner Hand und schon eilte eine nette Schwester herbei und spritzte Nachschub.

Zwischendurch gelang mir mal eine Bestandsaufnahme:

- Magensonde im linken Nasenloch

- Sauerstoffzufuhr im rechten Nasenloch

- auf jeder Wangenseite eine Drainage, die über Kreuz abgeleitet wurde in je ein Plastikfläschen. Hier fließt das Blut rein.

- Kühlmaske auf dem Gesicht.

- Mein Mund war mit Gummis zugehangen; trotzdem konnte ich ein bisschen sprechen (aber nicht ratsam, da schmerzhaft und es rächt sich später - LASST ES SEIN!)

Zudem tat mir der Hals sehr weh. Das ist aber ganz normal und der Tubus, mit dem ich während der OP beatmet wurde, ist schuld.

Der Tag und die Nacht war eine Mischung aus kurzen Intervallen "dösen, wachen, schlafen, Schmerzen, Schwester rufen, Schmerzmittel bekommen". Das war ein ständiger Kreislauf. Aber über all dies dominierte mein Glücksgefühlt, die OP gut hinter mich gebracht zu haben. Übrigens hatte ich keinen Blasenkatheter liegen. Aufstehen durfte und konnte ich aber auch nicht, so dass mir eine Bettpfanne gebracht wurde.

An Schlaf ist auf der Intensiv übrigens nicht zu denken, denn stündlich wird der Blutdruck gemessen, dann die Temperatur, dann hat man Schmerzen, dann summt die Kühlmaske etc.

12.01.2012 - 2. Tag Post-OP

Am nächsten Morgen kam der Chefarzt der Anästhesie und sagte mir nochmals, dass die OP optimal verlaufen ist und es keinerlei Zwischenfälle gab. Ich würde gleich auf Station verlegt. Auch der Chirurg kam vorbei und bestätigte dies. Er schnitt mir auch die Gummis im Mund durch. Alle sind dort sehr nett und erkundigen sich ständig nach Deinem Befinden - wirklich top!

Eine Schwester zog mir die Magensonde (nicht schlimm, wirklich) und ich durfte mich mit ihrer Hilfe ein bisschen waschen.

Dann wurde ich wieder auf die Station verlegt.

Dort durfte ich im Laufe des Tages wieder eigenständig auf die Toilette gehen. Auch sollte ich morgens schon wieder essen und trinken (HÄÄÄÄH?). Mit einer Spritze versuchte ich Brei und Flüssigkeit aufzusaugen und mir in den Mund zu spritzen. Das ist gar nicht leicht, denn alles ist taub. Ab dem Unterkiefer hatte ich null Gefühl. Daher ist es sehr ratsam, sich einen kleinen Spiegel ans Bett zu legen. An Essen war bei mir aber erstmal nicht zu denken, denn die Drainagen waren im Weg, die Maske war im Weg und ich fühlte mich nicht danach, hatte keinen Hunger. Ich Nachhinein kann ich aber sagen, dass das falsch war. Versucht immer zu essen und zu trinken. Würgt es Euch notfalls rein, denn ihr werden viel schneller fit und vertragt auch den ganzen Medikamentenmix viel besser.

Erstmals schaute ich auch an diesem Tag in den Spiegel und es ist schon krass - man erkennt sich nicht wieder. Nehmt es mit Humor, es geht alles vorbei. Ich sah aus wie eine Mischung aus Hamster und Boxer aber ich hatte und habe bis heute keine blauen Flecke.

An diesem Tag schauten natürlich auch wieder die Ärzte vorbei und der Tag verging wie der erste: Dösen, Schmerzen, Schwester rufen, Schmerzmittel bekommen....

Diese Nacht war die Schlimmste für mich. Man kann einfach sehr schlecht schlafen. Hier aber ein paar Tipps: Immer die Kühlmaske tragen! Zumindest in den ersten drei Tagen und Nächsten, denn sie nimmt bis zu max. 70 Prozent der möglichen Schwellung. Außerdem lindert sie durch die Kühlung die Schmerzen. Außerdem: Immer versuchen, möglichst aufrecht zu sitzen und auch zu schlafen. Das ist scheisse aber es muss sein. Sobald ihr flach liegt, fängt der Schmerz an. Redet nicht zuviel; nur das Nötigste... es rächt sich später und die Muskulatur schmerzt.

13.01.2012 - 3. Tag Post-OP

JUHUUUU.... morgens wurden mir diese f******-Drainagen gezogen! Das tat kurz weh, aber es ist auszuhalten. Danach fühlt man sich wirklich besser und keine Plastikfläschen baumeln mehr an einem rum. Anschließend war die erste Lymphdrainage angesagt. Das ist wirklich sehr angenehm! Ihr braucht keine Angst zu haben, weil jemand in Deinem Gesicht massiert, dass ja auf das vierfache angeschwollen ist und weh tut. Die Kollegen wissen, was sie tun und es hilft, die Schwellung abzubauen und die Lymphen werden angeregt. Außerdem wurden Röntgenbilder von meinem Kiefer gemacht um zu schauen, dass auch alles an seinem Platz ist und keine Platte gebrochen ist. Bei mir war alles palletti und das Bild werde ich mir sicher irgendwann aufhängen - der Wahnsinn, so viele Schrauben und Titanplatten. :-)

Der restliche Tag und auch die Nacht bestanden aus dem vielfach genannten Rhythmus. Ausserdem kann man jetzt anfangen, langsam den Kreislauf anzuregen. Ich bin viel im Krankenhaus auf und ab gegangen. Das tut gut, ist aber auch anstrengend aber wichtig, denn auch hierdurch nimmt die Schwellung ab. Überwindet Euch in jedem Fall dazu! Außerdem kann auch nochmal Dr. Dr. ***** himself zu mir und erkundigte sich nach meinem Befinden. Er meinte, dass ich bald nach Hause kann. Zu diesem Zeitpunkt ist das unvorstellbar für einen selbst aber ich muss sagen, ab Tag 3 wird langsam alles ein bisschen besser. Auch kann und soll man sich jetzt wieder die Zähne putzen. Ein bisschen tricky, aber ein gutes Gefühl. Die OP-Kluft kann in den Mülleimer und ich habe das erste mal nach der OP wieder geduscht.... ich fühlte mich wie neugeboren!

14.01.2012 - 4. Tag Post-OP

Nach einer weiteren Nacht ohne Schlaf bin ich erneut zur Lymphdrainage gegangen - tat wieder gut.

Mittags bin ich zur Praxis von Dr. Dr. ***** gegangen (alles im Schneckentempo). Dort wurden meine Röntgenbilder besprochen und ein Arzt hat mir zwei Gummis eingehangen, die mir in den nächsten Wochen helfen sollen, den neuen Biss zu finden und zu festigen. Da mein "Biss jetzt so toll ist", brauche ich bis heute keinen Splint und muss nur zwei Gummis einhängen. Zum Essen darf ich sie rausnehmen. Verzweifelt nicht, die ersten Tage reizen die Gummis die Kaumuskulatur - Schmerzmittel helfen. Die während der OP eingesetzten Schrauben werden bis heute nicht benötigt, da die KFO mir ja die tollen Ligaturen angebracht hat.

An dieser Stelle vielleicht auch noch ein kleiner Ratgeber zu Schmerzmitteln. Ab Tag 3 bekommt man in Bad Homburg keine Mittel mehr über den Zugang. Da Ihr zu diesem Zeitpunkt keine Tabletten schlucken könnt, empfehle ich folgendes:

Ibuprofen wirkt schnell, hält aber nicht lange an. Außerdem bekommt man es anfangs noch über eine Spritze in flüssiger Form. Das brennt im Hals! Dieser ist ja immer noch durch den Tubus gereizt und hat bei mir auch starken Hustenzeit bewirkt... Husten tut weh.... ich kann nur abraten. Später ist Ibuprofen toll. Ihr könnt es als Tablette ja brechen und nacheinander mit viel Flüssigkeit schlucken.

Mein absoluter Favorit sind jedoch Voltaren Zäpfchen. Sie wirken abschwellend (!) und halten lange an. Leider haben sie den Nachteil, dass sie erst nach ca. einer Stunde wirken.

Daher der ultimative Tipp, wenn der Schmerz stark ist. Nehmt (notfalls) ein Ibu UND ein Voltarenzäpfchen. Die Ibu wirkt kurzfristig und danach wirkt das Zäpfchen! Versucht es und wartet nicht, bis der Schmerz zu groß ist; dass kostet den Körper nur unnötig Kraft und die braucht er zur Heilung.

Ansonsten war dieser Tag wie die anderen. Aber die Wachphasen tagsüber werden immer länger und ich konnte schon ein bisschen besser schlafen.

15.01.2012 - 5. Tag Post-OP

An diesem Tag ist nichts Spektakuläres passiert. Ich bin wieder ein kleines bisschen mehr abgeschwollen und habe bemerkt, wie schön es ist, wenn man selbstständig duschen kann. Erstmals Nahrungsaufnahme mit kleinem Löffelchen! Juhuu.... Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. ;-)

16.01.2012 - 6. Tag Post-OP

Morgens wurde mir endlich die Braunüle gezogen. Toll! Vormittags ging ich nochmal von der Klinik in die Praxis.

Hier wurde ich nochmal untersucht. Da meine linke Wange viel dicker als die Rechte war und auch mehr schmerzte, wurde die Seite nochmal ein bisschen geweitet und feste massiert (schmerzhaft, aber ausshaltbar)

Gleichzeitig haben mir die Ärzte altes Blut aus der Wunde abgesaugt; dass hatte sich festgesetzt und deshalb konnte die Wange nicht abschwellen. Das Team von Dr. ***** haben nochmal festgestellt, dass alles super verläuft. Die Gummis habe ich auch wunderbar eigenständig eingehangen und die Schwellung geht auch stetig zurück. Alles in allem durfte ich nach Hause!

Ich habe in der Klinik ausgecheckt und mich nochmal bei allen Schwestern bedankt, die mich wirklich sehr liebevoll umsorgt haben. An dieser Stelle muss ich nochmals sagen, wie toll die Schwester auf der Station sind! Hammer! Wenn ich nächstes Jahr zur ME wiederkomme, dann weiß ich, das ich in den besten Händen bin!

Die Autofahrt nach Köln war anstrengend und ich kam mit Schmerzen nach Hause.

17.01.2012 - 7. Tag Post-OP

Heute geht´s mir wieder besser. Die erste Nacht zu Hause war natürlich sehr schön. Trotzdem muss ich jetzt erstmal wieder in den alten Rhythmus finden. Im Krankenhaus beginnt der Tag gegen 6 Uhr....

Heute bereits zweimal Schmerzmittel eingenommen und ich versuche wirklich, nicht zu sprechen... es rächt sich in Schmerzen und Abgeschlagenheit. Später werde ich mal mit meinem Freund einen kleinen Spaziergang versuchen.

Ansonsten geht es mir jetzt jeden Tag ein Fitzelchen besser. Am Donnerstag gehts zur meiner KFO. Ich bin gespannt, was sie sagt.

Nächsten Montag muss ich nochmal zur Dr. ***** zur Nachsorge. Wenn dann alles gut läuft, werden die Ärzte mir die Schrauben rausdrehen. Da wäre toll, denn zum Gummieinhängen habe ja die Ligaturen und die Schrauben tuen mir weh.

Alles in allem möchte ich sagen, dass ich den Eingriff nicht bereue! Das alles ist kein Zuckerschlecken und wie gesagt an Tag 7 Post-OP bin ich natürlich noch immer schwach und habe mit Schmerze zu kämpfen aber das alles ist nichts im Gegensatz zu dem tollen Gefühl, dass ich jetzt habe. Denn ich habe einen hammermäßigen Biss; dass kann ich jetzt schon sehen (Natürlich kommen wegen der starken Schwellung die Zähne noch nicht aufeinander). Ich bin zuversichtlich, das sich meine Lebensqualität langfristig verbessern wird und in 2-3 Wochen starte ich mit meiner Physiotherapie. Das wird mir sicher auch helfen, dass der Heilungsprozess beschleunigt wird. Außerdem bin ich meinen Freunden, meiner Familie und vor allem meinem Freund sehr dankbar, denn ich wurde immer von allen Seiten in meinem Vorhaben unterstützt. Und alle meine Lieben waren nach der OP bis heute immer für mich da und unterstützen mich - und man braucht eine Stütze, denn das erleichtert vieles. Mental und auch praktisch gesehen.

Ich wünsche Allen, die den Eingriff noch vor sich haben viel Kraft und Stärke. Ihr braucht Geduld, denn das Alles ist langwierig, aber es wird sich lohnen. Ich bin froh, den Schritt gemacht zu haben!

Ich werde im Laufe der nächsten Tage auch noch Fotos uploaden und wenn Ihr Fragen habt, schießt los.

Alles Liebe - ich werde mich jetzt wieder hinlegen ;-)

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Hallo Ayla!

Vielen lieben Dank für deinen tollen und ausführlichen Bericht!

Mir gefällt, dass du alles so sachlich und genau beschrieben hast - aber ohne viel Schnickschnack - so dass sich Leute, die eine Bimax in Bad H. noch vor sich haben, ziemlich genau vorstellen können, was auf sie zukommt. Finde es auch prima, dass du einige nützliche Hinweise und Tricks eingebaut hast.

Schicke dir viele Gute-Besserungs-Wünsche und freu mich demnächst auf Bilder und Updates wie die Heilung läuft.

Gruß,

Steffi

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Hallo!

schön, dass bei dir alles so gut gelaufen ist! Der Bericht ist echt schön ausführlich für alle, die es noch vor sich haben ;)

Bei mir war das letztes Jahr ganz anders. Die haben mir nach meiner Bimax-OP nur drei Tage lang Schmerzmittel gegeben, mich am vierten Tag nach Hause entlassen und mich danach nicht krank geschrieben. War der absolute Horror!

Nimmst du immernoch Schmerzmittel? Ich habe die -wie gesagt- nur drei Tage bekommen, deshalb würde mich das wundern... Oder irre ich mich da und das ist normal, länger nach der OP Schmerzmittel zu nehmen? Naja, egal...

Weiterhin gute Besserung wünsche ich dir,

purpurchen

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Hallo!

schön, dass bei dir alles so gut gelaufen ist! Der Bericht ist echt schön ausführlich für alle, die es noch vor sich haben ;)

Bei mir war das letztes Jahr ganz anders. Die haben mir nach meiner Bimax-OP nur drei Tage lang Schmerzmittel gegeben, mich am vierten Tag nach Hause entlassen und mich danach nicht krank geschrieben. War der absolute Horror!

Nimmst du immernoch Schmerzmittel? Ich habe die -wie gesagt- nur drei Tage bekommen, deshalb würde mich das wundern... Oder irre ich mich da und das ist normal, länger nach der OP Schmerzmittel zu nehmen? Naja, egal...

Weiterhin gute Besserung wünsche ich dir,

purpurchen

Hallo Purpurchen,

nur drei Tage Schmerzmittel??

Das finde ich ungeheuerlich! Ich bin auch heute noch (13 Tage nach der OP) auf Schmerzmittel angewiesen. Natürlich nicht mehr auf so starke Opiate; aber ohne Ibuprofen wäre ich lange nicht so fit, wie ich jetzt bin.

Bis Du denn auch in Bad Homburg operiert worden?

Liebe Grüße

Ayla

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Hallo Ihr Lieben,

heute ist die OP genau 14 Tage her und jeden Tag geht es mir ein kleines bisschen besser.

Am Montag war ich nochmal in Bad Homburg bei Dr. Dr. ***** und glücklicherweise ist alles super.

Mein Biss ist optimal und ich muss weiterhin nur zwei Gummis einhängen und brauche keinen Splint. Außerdem wurden mir die fünf Schrauben entfernt, die man mir während der Bimax-OP eingesetzt hat um Gummis daran befestigen zu können. Da mir meine KFO aber ja Ligaturen an den Brackets angebracht hat und ich die Schrauben deshalb nicht brauche, konnten sie weg.

Das tut übrigens überhaupt nicht weh. Es ist eher lustig, weil die Ärzte sie mit einer Art Schraubendreher einfach so aus dem Kiefer schrauben :-)

Anbei findet Ihr ein paar Fotos von mir. Schön ist anders aber man sieht, dass ich langsam abschwelle.

Bei Fragen gern!

Liebe Grüße,

Ayla

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Hallo Ayla.

Wow das sieht ja nun schon wirklich super aus.

Schön dass es dir so gut geht.

Habe es leider noch vor mir, aber dein Bericht macht mir Mut.

Und wie gehts dir mit dem Essen und mit dem Taubheitsgefühl?

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Hallo Stine,

leider ist doch noch sehr viel taub, aber auch das wird jetzt immer ein bisschen besser.

Meine Unterlippe, der obere Gaumen, der Bereich unter den Augen auch teilweise die Wangen sind taub. Aber ab und zu kribbelt es schon und das ist ja ein gutes Zeichen und ich glaube, es dauert auch ein Weilchen, bis durchtrennte Nervenäste wieder zueinander finden und sich irritierte Nerven erholen.

Was das Essen angeht, darf ich erstmal sechs Wochen nur streng passionierte Kosten zu mir nehmen. Trinken geht durch den tauben Unterkiefer nur mit Schnabeltasse und Essen tue ich mit einem kleinen Löffelchen.

Ich hab jetzt schon alle möglichen Sorten an Babynahrung durchprobiert und muss leider sagen, dass die meisten Sachen absolut nach "nichts" schmecken :-(

Was ganz gut geht sind Joghurte, Breis, Suppen und Püree... verhungern tut man also nicht, aber nach einer Weile hängt einem das Alles zum Hals raus. Und ich habe ja erst 2 Wochen hinter mir und muss noch 4 überbrücken bis ich endlich laaaaangsam anfangen darf, zu kauen.

Aber das geht schon und man gewöhnt sich an alles.

Liebe Grüße

Ayla

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Wow Ayla,

du machst mir wirklich Hoffnung. Puh.

Oh man und dabei esse ich doch so gerne. :blink:

Okay gut ja stimmt, das muss ja erstmal alles heilen.

Hehe verstehe dich gut, Babynahrung ist sowas von ungewürzt.

Aber den Kleinen schmeckts super. =) Sehe ich an meiner Kleinen. :rolleyes:

Aber Angst habe ich trotzdem noch. Bin nervlich immer noch kurz davor es abzusagen. :(

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Wow Ayla,

du machst mir wirklich Hoffnung. Puh.

Oh man und dabei esse ich doch so gerne. :blink:

Okay gut ja stimmt, das muss ja erstmal alles heilen.

Hehe verstehe dich gut, Babynahrung ist sowas von ungewürzt.

Aber den Kleinen schmeckts super. =) Sehe ich an meiner Kleinen. :rolleyes:

Aber Angst habe ich trotzdem noch. Bin nervlich immer noch kurz davor es abzusagen. :(

Hallo Stine,

hab keine Angst. Du wirst den Eingriff nicht bereuen! Das hab ich auch nicht - zu keiner Zeit. Klar ist das alles blöd und es nervt, dass man so langsam abschwillt und der Körper so lange Zeit braucht um sich zu generieren. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass ich irgendwann besser essen kann, weniger Nacken- und Rückenprobleme habe, nicht mehr nachts knirsche, besser durch die Nase atmen kann etc. etc. Ich glaube einfach, dass sich meine Lebensqualität total verbessern wird. Und grade, wenn Du ein Töchterchen hast, dann lohnt es sich doch doppelt und dreifach, wenn die Mami weniger krank ist und fitter ist ;-)

Angst brauchst Du wirklich nicht zu haben. Du bekommst nichts mit von der OP und wenn Du von der Narkose aufwachst bist Du einfach nur glücklich, dass Du es geschafft hast!

Liebe Grüße

Ayla

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Danke für deine Lieben Worte Ayla.

Das hört sich doch vielversprechend an.

Ich glaube ich werde es einfach durchziehen.

Mein Freund sagt immer: In einem Jahr sitz ich hier und sag zum Glück hab ich es machen lassen.

Wenn alles vorbei ist und die OP beendet und Spange raus man man dann mache ich 10 Kreutze.

Und hehe zum Glück bekommt man von der OP nichts mit.

Und wie gehts es dir jetzt? Ich kann mir gar nicht vorstellen wenn das alles so taub ist, irgendwas zum essen in meinem Mund zu bekommen,

selbst mit Spiegel.

Liebe Grüße

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Hallo Ayla!

Glückwunsch zur überstandenen OP. Schön, dass auch bei dir alles so gut gelaufen ist.

Dein Bericht ist super. Du konzentrierst dich auf das Wesentliche, mir ist es leider nicht so gut gelungen. Naja. Deine Bilder sehen schon super aus. Ich sehe gar keine blauen oder gelben Flecken. Toll! Bist du davon komplett verschont geblieben? Kann mich gut daran erinnern, dass wir uns ein zweimal über den Weg gelaufen sind. Waren ja zur gleichen Zeit auf Station.

Bewundernswert finde ich, dass du nach der Entlassung so eine weite Strecke nach Köln selber fahren konntest. Dazu wäre ich nicht in der Lage gewesen. Nicht einmal meine kurze Heimreise von 8 Minuten hätte ich 4 Tage nach der OP selber fahren wollen.

Ich wünsche dir weiterhin alles Gute.

Ganz liebe Grüße.

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Hallo Ayla!

Glückwunsch zur überstandenen OP. Schön, dass auch bei dir alles so gut gelaufen ist.

Dein Bericht ist super. Du konzentrierst dich auf das Wesentliche, mir ist es leider nicht so gut gelungen. Naja. Deine Bilder sehen schon super aus. Ich sehe gar keine blauen oder gelben Flecken. Toll! Bist du davon komplett verschont geblieben? Kann mich gut daran erinnern, dass wir uns ein zweimal über den Weg gelaufen sind. Waren ja zur gleichen Zeit auf Station.

Bewundernswert finde ich, dass du nach der Entlassung so eine weite Strecke nach Köln selber fahren konntest. Dazu wäre ich nicht in der Lage gewesen. Nicht einmal meine kurze Heimreise von 8 Minuten hätte ich 4 Tage nach der OP selber fahren wollen.

Ich wünsche dir weiterhin alles Gute.

Ganz liebe Grüße.

Hallo Kitty20,

das ist ja lustig, dass wir zur gleichen Zeit in der Klinik waren. Ich habe (glaub ich) auch einen Verdacht, wer Du bist. Wie geht es Dir denn heute? Arbeitest Du schon wieder? Ich noch nicht.

Wegen der Heimfahrt... mir ging es da genauso wie Dir. Ich hätte niemals selbst fahren können. Mein Freund ist gefahren. :-)

Liebe Grüße und weiterhin gute Besserung,

Ayla

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Ayla!

Eigentlich hätte ich ab nächsten Samstag wieder arbeiten müssen, allerdings fühle ich mich dafür noch nicht in der Lage. Reden finde ich noch immer anstrengend und auch die Aussprache ist noch nicht so deutlich. Da ich beruflich aber nebenbei 10 Stunden am Tag Kundengespräche führen muss, habe ich mir heute noch eine Krankmeldung geben lassen und werde erst ab dem 9.2. wieder arbeiten. Bis dahin muss es wieder klappen, (auch wenn in der Firma, wegen Inventur, genau dann die 3 härtesten Tage des Jahres auf mich warten) denn hier fällt mir schon ordentlich die Decke auf den Kopf.

Viele Grüße.

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Hallo zusammen,

Schön, dass es bei euch gut gelaufen ist und ihr es hinter euch habt. Ich wünsche euch weiterhin alles gute und vor allem viel Spaß beim Genuss eines guten Essens.

Bei mir steht eine bimax in BH am 9.5 an. Wielange ist man in der regel krank geschrieben ? Länger als 2 Monate? Ich kann euch sagen, ich hab so eine Angst. Bin schon 41 und hab seit Jahren Extreme Schmerzen, so dass sich mein rechtes Schlüsselbein schon sichtbar verschoben hat. . Bin voller Hoffnung, dass Schmerzen zumindest nicht schlimmer werden.

Alles liebt euch

Valli

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