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MeisterProper5000

Meine Zahnspange mit 28

Hallo liebe Forenmitglieder,

nachdem ich schon fast ein Jahr bei euch still mitlese, ist es an der Zeit meine Geschichte hier zu posten.

Zuallererst was über mich: Ich heiße Torsten, bin 28 Jahre alt und komme aus Kronach im Frankenwald. Von Berufswegen her bin ich im öffentlichen Dienst beschäftigt. Nun aber zu meiner Geschichte:

Der Grund warum ich zum KFO ging war folgender: Mein Zahn 22 ist eine Stiftkrone. Diese wurde schon des öfteren locker. Beim letzten Befestigen der Krone sagte mein Zahnarzt, dass beim nächsten Mal der Zahn raus muss, da der vorhandene Zahnhals verschlissen ist und beim nächsten Mal nicht mehr befestigt werden kann. Die Konsequenz ist, dass ich dann da ein Implantat brauche. Jetzt meinte mein Zahnarzt ich solle doch evtl. mal zu einem KFO gehen, um alles von der Position her zu Überprüfen, dass dann das Implantat auch gut Platz hat.

Also habe ich meinen Freund Dr. Google befragt, wo denn ein KFO in der Nähe von Schweinfurt ist. Ich arbeite dort. Bei den Suchergebnissen bin ich dann auf das Zahnklinikum Würzburg gestoßen. Da Würzburg von Schweinfurt nicht weit ist, hab ich kurzer Hand einen Termin gemacht und bin dahin gefahren. Dann wurde ich ausführlich untersucht und geröngt. Ein paar Tage später war dann auch der Befund da. Ich poste euch diesen mal wortwörtlich:

Diagnose

OK

BG; achsengerechte Stellung der Front; ausgeglichene Platzbilanz in rechter SZ u. Links Platzbedarf von 1,7mm; Mesialwanderung u. Mesiorotation von 26 um ca. 2mm; Rotation 23; asymmetrischer ZB; Platzbedarf in der Front von 1,2mm; Rotation 12 u. 11; Bukkalkippung 17 u. 27; Supraposition 14 u. 25; Platzbedarf von insgesamt 3,2mm

UK

BG; labiale Achsenstellung der Front; Platzbedarf in beiden SZ von je 0,5mm; Rotation 34 u. 44; Transversal: asymmetrischer ZB, zum OK passend; Platzbedarf in der Front von 0,9mm; Vestibulärkippung 32 u. 41; ausgeprägte Spee Kurve; Platzbedarf von insgesamt 1,9mm

Bisslage

Angle Klasse I rechts u. Links Angle Klasse II um ¼ Pb; mand. MLV von 1mm nach links; Overjet 4mm;

FRS: Skelettale Klasse I; horizontaler Gesichtsschädelaufbau; Kieferwinkel verkleinert; UK-Neigung verkleinert; skel. Tief; UK-Front labial u. In Orthoposition; UK u. Ramus asc. Metrisch verlängert; konkaves Mundprofil

Therapie

OK

Max. Verankerung von 16 u. Distalisation 26; Distalisation der linken SZ; Einordnen u. Derotation 23; Derotation 12; Nivellierung u. Rentention

UK

Max. Verankerung 36 u. 46; geringe Protrusion u. Ausformung der Front; Nivellierung u. Rentention

Bisslage

Einstellung einer neutralen Verzahnung

Einstellung einer physiologischen FZS

Belassen der mand. MLV

Verwendete Geräte

Beneslider, MB, Ret.-Platten

Voraussichtliche Dauer

8 Quartale

Da mir die ganze Umgebung sehr zusagte und ich mich gleich auf Anhieb wohl fühlte, hab ich mir auch keine zweite Meinung eingeholt und ich muss sagen auf mein Bauchgefühl konnte ich mich immer verlassen. Ich habe es auch bis zum heutigen Tag noch nicht bereut. Frau Prof. Dr. A. Stellzig-Eisenhauer hat mich eingehend beraten. Ich fragte wegen Invisalign und Lingualspange, aber das lehnte sie ab mit der Begründung das man mit den Brackets außen auf den Zähnen die Zähne am besten korrigieren könne und es zudem am preisgünstigsten ist. Ich bin selbstzahler, deswegen entschloss ich mich für diese Variante. Als Wunsch äußerte ich nur, dass ich im OK in der Front weiße Keramikbrackets, ich glaube die hießen Damon Clear, haben möchte. Öffentlicher Dienst und so... Da sagte die Frau Prof., das sei kein Problem. Für die Behandlung muss ich jetzt ungefähr 4174,11 Euro zahlen. Kann aber auch weniger sein, da der Kostenvoranschlag ein bisschen großzügiger gehalten wurde.

Im März 2011 bekam ich also in der Mitte vom Gaumen zwei Pins fürn Beneslider gesetzt und nach 14 Tagen wurde der Beneslider dann angebracht. Im Dezember 2011 war es dann soweit, meine Zähne hatten ausreichend Platz. Also wurden am 9. Januar 2012 die Brackets aufgeklebt und ein 0,13mm Draht eingesetzt. Ich muss sagen die Zahnschmerzen blieben aus. Die Zähne waren zwar spürbar empfindlicher, aber ich konnte trotzdem ohne Schmerzen fest zubeißen. Am 18. Januar 2012 hab ich mir dann dummerweise den Draht unten rechts aus dem hintersten Bracket gezogen, als ich eine Mandarine gegessen habe. Gleich zur Klinik gefahren und wollte es richten lassen, da ich aber keine Schmerzen hatte, hat die Ärztin gleich vorgeschlagen doch gleich einen Bogenwechsel zu machen und den nächst stärkeren Bogen einzusetzen. Auch nach dem Bogenwechsel hatte ich keine Beschwerden, im Gegenteil, danach waren die Zähne weniger empfindlich.

Zum Schluss wollte ich auch noch ein Wort über die Zahnhygiene verlieren. Ich habe es mir schlimm vorgestellt immer nach jedem Essen Zähne putzen, usw. Ich habe immer eine Reisezahnbürste für alle Fälle dabei, aber das Reinigen der Brackets ist eigentlich halb so wild und empfinde es als nicht störend.

So ne Menge Text in der Kurzfassung, aber ich hoffe ich kann mit dieser Geschichte jemandem seine Fragen beantworten. Wenn ihr Fragen habt, schreibt mich einfach an.

Viele Grüße aus dem Frankenwald

Torsten

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Hi!

Keine Schmerzen...das hört sich gut an!! Ich habe meine Brackets unten jetzt seit Heute 15 Uhr 30 drinnen und spüre schon einen leichten Druck....

Mein KFO hat den Draht bei den letzten zwei Brackets noch nicht eingehängt weil er meinte, dass der bei dem ersten dünnen Draht meist irgendwie rausrutscht....da hatte er wohl recht :)

Lg Corina

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Willkommen unter den Zahnspangen-Trägern Ihr beiden!

Langsam fühl ich mich mit meinen 4 Monaten im Gegensatz zu euch ja schon als "Altes Eisen" unter den Spangenträgern,

obwohl ich ja auch noch am Anfang meiner Behandlung stehe.

Dass Du keine Schmerzen hast, ist ja ne super Sache!

Bei dem Einsetzen der Spange hatte ich auch keine Schmerzen, bis nach 3 Tagen meine Zähne etwas locker wurden und dann konnte ich etwa eine Woche nicht mehr schmerzfrei essen.

Jetzt habe ich nach jedem Bogenwechsel etwa 3-4 Tage leichte schmerzen, allerdings esse ich dann auch nur weiche Kost, weil abbeissen doch sehr weh tut mit den Frontzähnen.

Meine KFO sagte mir dazu, dass es normal ist, dass man im Alter (21... und das ist schon ein Alter? tze! :) ) mehr schmerzen verspürt als die jüngeren Zahnspangenträger (10-16) und alles noch im grünen Bereich liegt.

Na, ich vertrau Ihr da mal!

Denn wie Du schon sagtest, ist das Wohlfühlen bei der KFO ein wichtiger Punkt in der Behandlung.

Wenn man immer mit einem mulmigen Gefühl zu Ihr hingeht, dann macht die ganze Prozedur ja keinen Spaß und man zweifelt an der Behandlung.

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