Sknufi

Widerspruch (Beihilfe) einlegen mit Rechtsanwalt?

Hallo,

ich bin neu hier. Erstmal ganz kurz zu dem, was mir bevorsteht:

GNE Mitte April, Zahnspange ( Invisalign) und Bimax OP ( :( )

Ich habe als erstes ein paar Fragen zum Thema Kosten. Ich bin privat versichert und bekomme Beihilfe, irgendwie ist das alles so kompliziert :rolleyes:

Soweit bin ich schon: Die Debeka bezahlt einen guten Teil und stellt sich auch kaum an bisher, aber die Beihilfe hat die insgesamt ca 16.000 Euro auf 6000 gekürzt. Ein Gutachter beim Gesundheitsamt hat meine Anträge überprüft und kommt zu dem Ergebnis, dass obwohl bei mir eine schwere Kieferanomalie vorliegt, die meisten veranschlagten Kosten überflüssig sein sollen. ( Unter anderem : Keine Vollnarkose bei GNE, kein Splint, ...) :blink:

Meine behandelnden Ärzte meinten dazu, dass ein Gutachter, der Zahnarzt ist, sowas gar nicht beurteilen kann. Ich werde nun Widerspruch einreichen und um eine erneute Prüfung bitten.

Ich frage mich nun, ob es nicht Sinn macht zu einen Rechtsanwalt zu gehen. Aber was für einer wäre dafür zuständig? Medizinrecht? Verwaltungsrecht?Hat jemand von euch bei soetwas schon mal Erfolg gehabt?

Bis bald, freue mich auf einen netten Austausch mit euch, bleibe ja die nächsten paar Jahre erstmal hier :)

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Der Gutachter ist der meinung das du bei einer GNE keine Vollnarkose brauchst , was ist denn das für Gutachter eine Vollnarkose ist notwendig sonst hätte man höllische Schmerzen, und der Splint ist von KH zu KH unterschiedlich bei manchen ist es notwendig bei anderen nicht. Also ich hatte einen Splint der auch mehr als notwendig war um den Kiefern in die richtige Postion zu helfen und dies auch dauerhaft zu sichern. Wie kann ein Gutachter so eine aussage treffen wenn er so wie es mir scheint kein plan hat !!!!

Also ich bin nicht Privat versichert aber ich musste ca .6000€ selber bezahlen für die Zahnspange, die anderen 25 000€ hat meine Krankenkasse übernommen.

Was die OP´s angeht, hatte ich alles schon bei Fragen meld dich einfach !!!! ;)

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Hast du wohl die vorraussichtlichen Kosten bei der Beihilfe "eingereicht" und um Genehmigung gebeten? Mir steht das alles noch bevor, aber ich dachte nicht, dass ich da irgendwas vorher genehmigen lassen muss (von den Operationen her, Splint is halt so ne Sache..). Oder gibs da irgendwelche Spezialregeln bei der Beihilfe, die ich nicht kenne *grübel*. 16000 zu 6000 Euro ist ja schon ein riesiger Unterschied. Du schreibst was von Invisalign. Wurde das wohl u.a. abgelehnt? Sowas kann dann natürlich teuer kommen.

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... Es gibt in Deutschland kein einheitliches Beihilferecht ...

Für aktive Beamte wird die Hälfte der beihilfefähigen Aufwendungen übernommen ...

https://de.wikipedia.org/wiki/Beihilfe_%28Beamtenrecht%29

Mit der Beihilfe ist es ein Drama.

Arzt und "Beihilfe" stehen auf verschiedenen Seiten,

trotzdem hat jeder auf seine Art Recht.

Wenn gegen jemand vorgegangen werden soll - gegen die Beihilfe,

sofern die Arztrechnung in Ordnung ist.

Auch bei ordentlicher Rechnung verweigert sich die Beihife.

Ein Arzt sollte vor Behandlung darauf hinweisen - es gibt gute InfoSchriftstücke

für Patienten.

Der BehandlungsVertrag besteht zwischen Patienten und Arzt,

nicht zwischen Arzt und Beihilfe !

D.h. der Patient bezahlt und holt sich das Geld (so weit wie möglich eben) von der Beihilfe.

Salve,

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Wie agricola schon schrieb, ist Beihilfe Landes- oder Bundesrecht.

Ich bin beim Freistaat Bayern beschäftigt und habe auch diese Kombination Debeka und Beihilfe. In punkto Kostenübernahme bin ich noch nicht so weit wie du, habe aber in anderen Bereichen schon Erfahrungen mit diesem Verwaltungsweg.

Ich legte damals der Beihilfeestlle meinen Antrag vor und bat um Kostenübernahme, diese legten die Unterlagen einen Gutachter vor. Der empfahl der Beihilfestelle die Kosten nicht zu übernehmen. Daraufhin bekam ich einen entsprechenden Beihilfebescheid, in dem die Kostenübernahme verweigert wurde.

Dagegen legte ich Einspruch ein. Die Beihilfestelle legte die Unterlagen danach dem Obergutachter vor. Der kam mit einer anderen Begründung zu dem Ergebnis, dass eine Kostenübernahme nicht gerechtfertigt sei. Die Beihilfestelle schickte mir eine entsprechende Einspruchsentscheidung.

Bis hierher hatte ich das Ganze selbst in die Hand genommen.

Nachdem die Behandlung schon begonnen war und ich der Meinung war, dass die Gründe, welche die Gutachter genannt hatten, nicht stichhaltig waren, wollte ich Klage beim Veraltungsgereicht einreichen. Ich wandte mich an meine Gewerkschaft und der dort angestellte Fachmann reichte in meinem Namen Klage ein. Das Verwaltungsgericht bestellte einen Gutachter, bei dem ich zur Begutschtung persönlich erscheinen musste. Ich hatte eine Anreise von 180 km (einfache Entfernung Wohnung zum Gutachter). Der empfahl dem Gericht die Kosten zu übernehmen. Die Beihilfestelle schickte mit einen entsprechenden Bescheid. Das 1. Verfahren wurde so nach ca. 3 Jahren abgeschlossen.

Meine Behandlung konnte im Rahmen dessen, was die Beihilfe bewilligt hatte noch nicht voll abgeschlossen werden. Deswegen musste ein neuer Antrag auf Kostenübernahme für die Restkosten gestellt werden. Ich durchlief wieder die ganze Prozedur mit Verwaltungsgerichtsverhandlung und persönlicher Begutachtung (es war der 6. Gutachter und das sechste Gutachten, das die Beihilfestelle und Gericht erstellen ließen)

Beide Klageverfahren haben mich ca 5 Jahre meines Lebens begleitet. Ich habe damit fürs Leben gelernt. Mein Geldbeutel hat´s mir gedankt.

Ich kann Dir aus dieser Erfahrung heraus nur raten, beharrlich deinen Weg zu gehen und keine Möglichkeit unversucht zu lassen, wenn Du nicht auf den Kosten sitzen bleiben willst. Ich wünsche Dir dafür viel Durchhaltvermögen.

PS: Würde die Krankenkasse die Kostenübernahme verweigern, dann wäre das Sozialgericht zuständig. Die Debeka schickt jedoch keine Bescheide mit Rechtsbehelfsbelehrung und deswegen ist man nicht gewungen nach dem 2. Ablehnungsbescheid vor den Kadi zu ziehen.

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Ein Fall:

Die Beihilfe hat die Zahnarztrechnung gekürzt auf den 2,3fachen Satz der Gebührenordnung (GOZ)

Der beamtete Lehrer hat gegen die Beihilfe geklagt und der Zahnarzt hat seinerseits

gegen den Patienten geklagt.

Der Lehrer mußte die volle Rechnung bezahlen und hat aber seine Klage gegen die Beihilfe

durchgesetzt.

Nun bezahlt die Beihilfe nicht nur die volle ZahnarztRechnung sonder auch noch die Gerichtskosten !

BGH, Aktenzeichen: III ZR 231/10 vom 13. Okt. 2011

Salve, icon4.gif

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Danke für eure Antworten und Hinweise, ich konnte leider nicht ins Forum rein ( war angemeldet, durfte aber nicht schreiben?! )

Also, ich war bei einer Rechtsanwältin, die mir geraten hat erstmal alle Rechnungen einzureichen. Falls mit der Übernahme bei der Beihilfe trotzdem Probleme auftauchen, dann soll ich die Ärzte nochmal anschreiben und die entsprechende Ziffer nochmal erklären lassen. Sie meinte, dass die Beihilfe dann in der Regel doch zahlt.

Mit Invisalign ist das so: Meine Beihilfe zahlt an Materialkosten das, was sie für die Brackets bezahlt hätte. Der Restbetrag, den ich aus eigener Tasche bezahlen muss, ist sehr überschaubar :-)

Mal schauen, wie es sich entwickelt. Erstmal muss man ja als Privatpatient in Vorleistung treten. Anfang April habe ich die erste Op. Bin schon gespannt auf die Rechnung, die mir ins Haus flattert ;-)

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Also, ich war bei einer Rechtsanwältin, die mir geraten hat erstmal alle Rechnungen einzureichen. Falls mit der Übernahme bei der Beihilfe trotzdem Probleme auftauchen, dann soll ich die Ärzte nochmal anschreiben und die entsprechende Ziffer nochmal erklären lassen. Sie meinte, dass die Beihilfe dann in der Regel doch zahlt.

Mit Invisalign ist das so: Meine Beihilfe zahlt an Materialkosten das, was sie für die Brackets bezahlt hätte. Der Restbetrag, den ich aus eigener Tasche bezahlen muss, ist sehr überschaubar :-)

Mal schauen, wie es sich entwickelt. Erstmal muss man ja als Privatpatient in Vorleistung treten. Anfang April habe ich die erste Op. Bin schon gespannt auf die Rechnung, die mir ins Haus flattert ;-)

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Hallo,

ich habe auch Probleme mit der Beihilfe. Ich war schon beim Amtsarzt, der gesagt hat, dass die KieferOP notwendig ist, dass aber keines der Kriterien für eine schwere Kieferanomalie erfüllt sei( da gibt es wohl einen Katalog zu). Die Beihilfe hat daraufhin die Kosten für die kieferorthopädische Behandlung abgelehnt und mir geraten auch den Kostenplan für die Operation einzureichen, weil diese mit Wahrscheinlichkeit auch abgelehnt würde.

Ich studiere und mich belastet die Situation sehr, da ich ausziehen wollte. Das ist in Anbetracht der anstehenden Kosten nicht mehr möglich.

Wir überlegen jetzt auch einen Anwalt einzuschalten. Es muntert mich auf zu lesen, dass einige hier mit ihren Klagen Erfolg hatten- auch wenn das sehr langwierig war.

Ich finde es aber schade, dass man sich neben der Sorgen, die man wegen der Op eh schon hat, auch noch mit so etwas herumschlagen muss.

Liebe Grüße

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Hallo, ich habe diesen Thread aufgemacht und wollte mal erzählen, wie es bei mir mit den Kosten gelaufen ist. Es wurden alle OP Kosten komplett beglichen. Es sind im Endeffekt ja sogar noch höhere Kosten entstanden, da das Krankenhaus auch noch eine Rechnung aufgestellt hat.Die Rechnung vom Arzt deckte sich auch nicht ganz mit dem Kostenvoranschlag. Dann habe ich Widerspruch eingelegt, weil mir die Invisalignbehandlung nicht genehmigt werden sollte. Ich habe das ohne Rechtsanwalt gemacht. Es wurde ein zweiter Gutachter eingeschaltet, der zugestimmt hat, dass Invisalign eine gleichwertige Methode zur festen Zahnspange ist, und ich habe auch diese Kosten erstattet bekommen. Wir werden sehen, wie es weitergeht. Nächstes Jahr steht die Bimax an.

Viel Erfolg allen, die noch für die Kostenübernahme kämpfen.

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