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faith78

Extraktion der 4er im OK+UK für Vorbereitung Bimax nötig?

Hallo,

ich bin neu im Forum.

Meine Vorgeschichte:

Ich hatte als Kind einen seitlich offenen Biss und trug von 07/1988 bis 12/1991 eine feste Spange und danach ca. 2-3 Jahre eine lose Spange. Erst im Sept. 2011 erfuhr ich von einer Parodontologin zu der ich wechselte, dass ich einen Kopfbiss habe und dies die Ursache für meine Zahnfleischrezession (=falsche Zahnbelastung, dadurch Kieferknochenabbau - keine Parodontose) ist. Sie riet mir dringend zum KFO.

Mein bisheriger Zahnarzt gab mir diesbezüglich keine/wage Antwort und der damalige Kieferorthopäde hat offenbar nur den offenen Biss behandelt.

Mein jetziger Kieferorthopäde stellte Progenie (Fehlstellung Unterkiefer steht um 8mm vor), Kopfbiss (Zahnreihenverschiebung um 4mm), Mittellinienverschiebung, Kreuzbiss des unteren rechten Eckzahnes und Schluckstörung (Dysphagie durch falsche Zungenlage) fest. Großes Problem sind meine um 30 Grad nach vorne stehenden oberen und um 6 Grad nach vorne stehenenden unteren Schneidezähne und der starke Zahnengstand. Mein Kieferorthopäde hat im Oktober 2011 Abdrücke, Fernröntgen und Fotos Gesicht frontal, Profil und Zähne (Außen- und Kauflächen) gemacht.

Seit Anfang Nov. 2011 bin ich in logopädischer Behandlung. Diese ist genauso wichtig, damit die Gesichtsmuskulatur auf die OP vorbereitet wird und die Zunge Kiefer und Frontzähne nicht wieder vordrückt.

Der Behandlungsplan, dem ich noch nicht meine volle Zustimmung gegeben habe, sieht wie folgt aus:

Die kompensierte Klasse 3 (Progenie + Kopfbiss) muss kombiniert mit einer kieferchirurgischen OP korregiert werden. Im Dezember 2012 war ich zum 1. Mal zur OP-Besprechung beim MKG in Klinik 1. Zunächst war eine UK-OP und eine OK-OP nach Wunderer (kieferorthopädisch Platz schaffen und Oberkiefersegment schwenken, damit man der Extraktion der 4er umgeht. Letzte Woche Donnerstag hatte ich nochmal einen MKG-Termin in Klinik 1: Plötzlich hieß es, wir sind von der Wunderer-OP abgekommen. Stattdessen schlugen wir Ober- und Chefarzt als 1. OP eine Trennung in der Mitte des Oberkiefers und Spaltung des Gaumens vor, damit man OK nach vorne v-förmig dehnen kann und die 4er nicht ziehen muss. - Das ist ja wie eine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte habe ich darauf geantwortet, Risiko und Heilung? - Oberarzt meinte läge im Promillebereich, wächst wieder zusammen. Offener gespaltener Gaumen und für wie lange? - die reinste Horrorvorstellung für mich, habe eh schon Schluckstörung. Zeitlich folgende 2. Standard-OP: OK nach vorne und evtl. nach oben durch Trennung des OK-Knochens waagerecht unterhalb der Nase und oberhalb der Zahnwurzeln. Von einer Knochenentnahme aus dem Beckenknochen um damit mein flaches Mittelgesicht/Oberkiefer aufzufüllen wusste der Oberarzt nichts mehr - hätte er nicht gesagt. Doch ganz sicher beim 1. Termin im Dezember 2011. Die UK-OP haben wir wieder nicht besprochen - Oberarzt meinte, kann nicht sagen ob UK operiert werden muss, UK sollte, sie versuchen es zu vermeiden - UK = 3. OP? Im November nach Auswertung des Fernröntgen, meinte mein KFO, dass der UK operiert werden muss und der Oberkiefer nur, damit ich der Extraktion der aller 4er umgehe.

Letze Woche Dienstag war ich bei einem Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgen in einer anderen Klinik (ich nenne sie verständnishalber Klinik 2, es ist eine Uniklinik) zur OP-Besprechung: Für die Klinik 2 habe ich mich schon entschieden: eine Bimax (Unterkiefer rückverlagern und Oberkiefer vorverlagern). Der MKG hält nicht viel von der Wunderer-OP: Dann hoffen wir mal auf ein Wunder. Die Wunderer-OP stoppt die Zahnfleischrezession nicht so sehr und bringt nicht so große Profiländerung. Der Oberarzt, der mich auch operieren wird, machte einen sehr kompetenten und erfahrenen Eindruck. Er operiert 3-5 mal die Woche. Er gab mir eine Infobroschüre über den MKG/KFO-Behandlungsverlauf und Infoblatt über die Dysgnathie-OP, in der er die OP-Schnitte im Bild eingezeichnet hat, mit. Die UK-OP ist die minimal invasiv hinter den 2. Molaren vom Nerv wegführende OP.

Der Oberarzt schlägt auch die Extraktion der 4er vor, versuchte während der Sprechstunde meinen KFO telefonisch zu erreichen, kurz vor 12:00 Uhr nicht erreicht, gab mir einen Brief (= den mit mir besprochenen "OP/Behandlungsvorschlag") mit, den ich noch nachmittags bei meiner KFO-Praxis abgegeben habe.

Das Schlimmste an der ganzen Kiefersache ist für mich die Extraktion der vier 4er - Zähne sind für mich ein Körperteil. Wer möchte sich schon 4 gesunde Zähne ziehen lassen? 1 Jahr oder 1 1/2 mit Zahnlücken rumlaufen bis diese nach der OP wieder geschlossen werden? Es ist depremierend/ enttäuschend, wenn der KFO + Ober- und Chefarzt der Klinik 1. zuerst sagen, es ist ohne Extraktion machbar, wenn wir OK auch operieren. Zum Glück habe ich den Zahnarzt gewechselt, denn in 23 Jahren, seit der damaligen KFO-Behandlung hat mir kein Zahnarzt, weder der damalige KFO gesagt, dass ich Progenie, Kopfbiss und Dysphagie habe.

Mein primäres Ziel ist es die Zahnfleischrezession zu stoppen/aufzuhalten und eines drohenden vorzeitigen Zahnverlustes und empfindlich werdenden Zähnen und Zahnhalteapparates. Deshalb mache ich die ganze Behandlung - KFO feste Spange - MKG Bimax - Logopädie Zungenlage. Meine Schulter-/Nackenverspannungen sowie Fehlstellung der Kniescheibe (leicht tanzende Patella führt zu Erguß (Schwellung) ums Kniegelenk - einer der Gründe, weshalb ich regelmäßig viel Fahrrad fahre - Sport 6 Wo. nach der Kiefer-OP geht erst mal nicht) hängen vielleicht mit der Kieferfehlstellung zusammen. Kiefer-/Kiefergelenkschmerzen habe ich bisher keine - hoffe es bleibt so.

Kann mir jemand weiterhelfen/raten. Ist es in meinem Fall ein gutes Behandlungsergebnis möglich ohne Extraktion der 4er möglich??? - Möchte nicht hinterher von Dritten erfahren, es wäre auch ohne Extraktion gegangen Röntgen- und Fernröntgenbild habe ich angehängt. Vielen Dank für Eure Antworten.

Gruß faith78

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