Jack Bauer

Brauche dringend Rat - wer zahlt?

Hi zusammen,

ich habe leider ein dickes Problem an der Backe (eine ziemlich passende Formulierung in einem Forum für Kieferorthopädie, wie mir gerade auffällt) und brauche dringend Rat, weil ich einfach vollkommen verzweifle.

Kurz zu meiner Vorgeschichte:

Ich habe im März 2010 eine kieferorthopädische Behandlung begonnen weil ich eine Kieferfehlstellung im Ober- und Unterkiefer habe und meine Zähne schief waren. Zu Beginn der Behandlung wurde mir ein Behandlungsplan erstellt, der vorsah, ein Jahr lang Brackets zu tragen, dann eine Bimax zu machen und noch ein paar Monate lang die Brackets drin zu lassen um etwaiges Feintuning der Zähne zu erreichen. Soweit, so gut.

Panisch wie ich war, habe ich natürlich sofort damit begonnen, weil ich total geschockt war, als ich erfuhr, dass ich über ein Jahr lang mit einer festen Spange herumlaufen müsste und ich wollte es so schnell wie nur irgend möglich hinter mich bringen.

Mittlerweile laufe ich seit fast einem Jahr mit der Spange herum und habe grünes Licht vom KFO, was die OP angeht.

Jetzt kommt das dicke Problem: Ich bin ein Mensch, der immer auf der sicheren Seite sein will und ich neige wirklich schon zu Übererkundigungen. Nur ist in diesem Fall wirklich etwas gehörig schief gelaufen. In den ganzen Beratungsgesprächen mit dem Chirurgen und dem KFO habe ich mich nach den Kosten für eine Selbstzahler OP erkundigt. Ich wollte keine Versicherung in Anspruch nehmen, weil ich dem ganzen bürokratischen Stress, der damit verbunden ist, einfach aus dem Weg gehen wollte. Deshalb dachte ich mir, dass ich lieber aus eigeneer Tasche zahle und dann wenigstens meine Ruhe habe.

Als ich mich über die GESAMTKOSTEN der ganzen Behandlung (KFO + KFC) erkundigt habe, kamen etwa folgende Werte heraus:

Kosten KFO für die gesamte Zeit (Festpreis): 5200 €

Kosten OP: 2100 €

Mir wurde vom KFC noch gesagt, dass ich die Krankenhauskosten sleber zahlen müsste und sich die 2100 € nur auf seine Arbeit beziehen würden. Mir wurde dann gesagt, dass die Krankenhauskosten für Selbstzahler bei "ein paar hundert Euro" liegen würden.

Jetzt allerdings, kurz vor der OP, wurde mir da eine ganz andere Summe genannt: 6500 €!

Ich habe absolut keine Ahnung, wie ich das zahlen soll und bin echt fertig mit der Welt. Ich renne seit fast einem Jahr mit der Spange herum und habe fast gerade Zähne, aber die OP fehlt noch.. Und der Unterschied zwischen ein paar hundert Euro und 6500 Euro sind nicht mal eben aus der Kaffekasse zu bezahlen.

Daher weiß ich gerade nicht, was ich tun soll. Ich bin gesetzlich versichert und hätte jetzt nur zwei Ideen:

1. Eine Zusatzversicherung zu finden, die trotzdem noch ein springt (von mir aus auch mit Zusatzkosten für Risikozuschlag oder wie auch immer sich das nennt) Könnt ihr mir bitte per PN kulante Versicherungen empfehlen?

2. Eine andere OP Methode zu wählen. Z.B. in der städtischen Uniklinik. Aber wie würden die Kosten da verteilt sein? Hat da jemand Erfahrung? Müsste ich da auch 6500 € an das KH zahlen? Ich hatte bei der OP wirklich immer mit maximal 3000 € gerechnet :'(

Vielen Dank für jede erdenkliche Form der Hilfe, ich verzweifle :(

Jack

NACHTRAG: Es würd emir sogar schon reichen, wenn ich eine Lösung für die Krankenhauskosten hätte. Den Chirurgen kann ich gerne aus eigener Tasche bezahlen. Es geht "nur" um die 6500 € :(

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Ja wie ist das jetzt bei dir genau? Du hast eine Behandlung angefangen und den Kosten- und Heilplan nicht bei der Krankenkasse eingereicht, sondern zahlst die Behandlung selbst? Wieso machst du das? Der ganze "Papierkram" (sprich Genehmigung des Kosten- und Heilplans) dauert ca. 8 Wochen und dann hättest du die Probleme jetzt nicht. Oder erfüllst du nicht den Schweregrad, dass es die gesetzliche Versicherung übernehmen würde?

Ich denke nicht, dass kurzfristig eine Zusatzversicherung einspringt. Falls die Op medizinisch notwendig ist und die Krankenkasse hätte die Behandlung zu Beginn auch genehmigt, dann würde ich es bei deiner gesetzlichen Versicherung versuchen. Oder einfach generell bei der Krankenkasse nachfragen, ob sie denn die Krankenhauskosten übernehmen würden.

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Es ist ja nett, dass du der Krankenkasse Kosten sparen willst. Aber wie du schon feststellst ist ein Krankenhausenthalt nicht wirklich billig. Es kümmert sich ja Pflegepersonal um dich und im OP wollen die ganze Leute auch bezahlt werden. Ich bin mir nicht wirklich sicher ob das funktioniert, dass der Krankenhausaufenthalt über die Krankenkasse läuft und die Arztkosten für die OP privat. Man könnte natürlich ganz normal seine GKV Chipkarte im Krankenhaus mitbringen, aber ob es dann klappt, dass die OP privat abgerechnet werden kann? Ich glaube, dass du mit deinem Wunsch vor allem viel Verwirrung in der Rechnungsabteilung vom Krankenhaus stiften würdest ;)

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hmmm...

Hast du beim Chirurgen unterschrieben, dass du die Kosten selbst tragen wirst?

Falls nein denke ich es sollte möglich sein, die OP inklusive Krankenhausaufenthalt über die KK laufen zu lassen.

Bei mir lief das vollkommen problemlos, ich musste für die OP nichtmal einen Plan einreichen,

Zitat Sachbearbeiterin: Eine OP? das läuft ganz normal über die Chipkarte, da brauchen wir keine weiteren Unterlagen

Ich nehme an das ist nicht die Regel. trotzdem: lass dir vom Chirurg einen Wisch ausstellen, auf dem steht, dass das ganze medizinisch notwendig ist. Ab an die Krankenkasse, am besten vorher anrufen.

Falls dein Chirurg sich weigert zu kooperieren, suche dir einen anderen. Hier im Forum findest du sicher einige, die dir jemand kompetenten in deiner Umgebung empfehlen können.

Krankenhausaufenthalt ohne Op abzurechnen ist m E. nach nicht möglich, rein logisch gesehen auch unsinnig.

Liebe Grüße und ich hoffe, ich konnte ein wenig weiterhelfen

Mia

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Hi,

danke euch schonmal für die Antworten :) Leider habe ich da wirklich Mist gebaut und hoffe, dass ich das korrigieren kann.

@Mia: Ich habe noch nichts unetrschrieben, sondern bisher nur ein Beratungsgespräch mit dem Chirurgen gehabt. Deine Geschichte stimmt mich auf jeden Fall wieder etwas besser, weil es ja anscheinend auch Fälle wie dich gibt, wo alles super geklappt hat. Wo bist du denn versichert? (Kannst mir auch gerne eine PM schreiben, falls das öffentliche Posten gegen die Forenregeln verstoßen sollte)

Bevor ich jetzt meine KK frage, habe ich noch eine Verständninsfrage, weil ich gerade leicht verwirrt bin:

Springen gesetzliche Krankenkassen nur bei der Bad Homburg Methode nicht ein und bei "normalen" Kiefer Op's schon? So habe ich es teilweise im Internet gelesen und ehe ich jetzt irgendwas seltsames von meiner KK in Erfahrung bringe, frage ich lieber nochmal nach.

Beste Grüße,

Jack

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Soweit ich weis, ist es so:

Die gesetzlichen Krankenkassen uebernehmen die Kosten der OP, sofern Dein Chirurg eine kassenaerztliche Zulassung hat. Ausserdem uebernehmen sie die Unterbringung in einem zugelassenen Krankenhaus der oeffentlichen Hand.

Solltest Du in ein privat gefuehrtes Krankenhaus gehen (was m. E. der Fall ist, wenn Du Dich in Bad Homburg von dem niedergelassenen Chirurgen operieren laesst), dann uebernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten des stationaeren Aufenthalts nicht. In dem Fall springen dann im Normalfall die Zusatzversicherungen ein, sofern man eine hat.

Wenn Dein Chirurg darueber hinaus keine kassenaerztliche Zulassung hat, dann musst Du auch die Kosten der OP selbst zahlen oder durch die Zusatzversicherung abdecken.

Gruss

Mauto

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da muss ich mauto wiedersprechen: die Bad Homburger Klinik ist keine Privatklinik, sondern öffentlich

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Dann ist es ja noch besser fuer Jack, wenn das sogar ein oeffentliches Krankenhaus ist. Ich war mir nicht sicher, weshalb ich m. E. geschrieben habe und keine Behauptung aufgestellt habe.

Wie dem auch sei, mein Fall war bezueglich der Kostenuebernahme ganz aehnlich bzw. vergleichbar.

Habe die KFO Behandlung privat begonnen, weil keine OP geplant war. Im Laufe der Behandlung hat sich dann herausgestellt, dass die OP doch notwendig ist. Nach der Beratimg durch den KFC habe ich von ihm ein Schreiben bekommen,dass er eine bignathe Umstellungsosteotomie vorschlaegt. Mit dem Schreiben bin ich dann auf die Krankenkasse zu und die meinten, dass die Kosten fuer OP und Krankenhaus selbstverstaendlich uebernommen werden. Ich brauch dann nur eine Einweisung ins Krankenhaus, mehr nicht.

Somit sollte es in dem von Jack beschriebenen Fall auch keine Probleme geben.

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genau!

Jack, dann leite das am besten gleich Montag in die Wege.

Wahrscheinlich sparst du sogar noch ein paar tausender wg der OP

Melde dich wies gelaufen ist

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Ich bin privat Zusatzversichert, dementsprechend wurde meine Op und mein Privatzimmer in Bad Homburg von der privaten übernommen. Bei der privaten musste ich aufgrund der horrenden Op Kosten einen Kostenvoranschlag einreichen. Die private wollte dann von meiner gesetzliche ( TK) eine schriftliche Bestätigung haben , dass die Op eine Kassenleistung ist. Die Tk hat daraufhin geantwortet, dass sofern mein Arzt mich in ein Krankenhaus einweist, die Op immer ganz normal über die Karte abgerechnet wird. Sie würden keine Genehmigung vorher machen müssen, da der Arzt mit der Einweisung bestätigt, dass die Op notwendig ist.

Als mein Kostenvoranschlag für die Klammer genehmigt wurde war eigentlich der Stand Gne und Ukv. Das bei der zweiten Op jetzt doch eine bimax gemacht wurde war überhaupt kein Problem.

Demnach dürfte es doch kein Problem sein, dass der Krankenhausaufenthalt und der gesetzliche Teil der Op Kosten gezahlt wird. Übrig bleiben dürften dann nur noch die privaten Zusatzleistungen

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