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Ela81

UKVV bei Prof. Dr. Dr. Hr. R. Reich an der Uniklinik Bonn am 01.02.2012

Nach zwei Jahren des Wartens war es gestern bei mir endlich so weit. Meine UKVV konnte in der Uniklinik Bonn erfolgen. Da ich mich überraschend fit fühle, meine Internetabindung hier auf dem Venusberg prima ist und man ja sonst nichts zu tun hat, kommt hier der erste Teil meines Erfahrungsberichts:

31.01. Aufnahme

Um 10 Uhr sollte ich mich auf der MKG Station melden. Das war an sich schon schwierig, da auf dem riesigen Klinikkomplex kaum freie Parkplätze zu finden waren. Mein Mann hat mich dann an der Station abgesetzt und erstmal weiter einen Parkplatz gesucht (übrigens kann man außerhalb des Klinikgeländes auch sehr gut kostenlos parken). In der Station habe ich dann erst einmal mein Bett bekommen und wurde zur Patientenanmeldung geschickt. Da bekam ich dann noch mein "All Inclusive" Armband mit Strichcode, falls ich auf dem Gelände mal verloren gehe. Meine Bettnachbarinnen hatten beide nur leichte Eingriffe gehabt, hatten aber auch schon Erfahrungen, was OPs am OK und UK angeht und meinten beide, es wäre halb so wild gewesen. Zwischendurch gabs dann noch Blutabnahme, Gespräche mit dem Stationsarzt und dem Oberarzt und dem Anästhesisten. Ich hatte irre Angst vor der Narkose, weil ich noch nie eine hatte. Der Anästhesist konnte mich da auch nicht wirklich beruhigen, als er mir erklärte, dass bei der Narkose meine Atmung aussetzt und ich künstlich beatmet werden muss. Kein Wunder, dass ich abends ganz schön hibbelig war. Zum Abschiedsessen bin ich noch fix mit meinem Mann in den Pizza HUt, dann hieß es ein letztes Mal Zähne putzen und - warten. Um 22 Uhr gab der Nachtdienst mir eine Schlaftablette (obwohl ich 3 Ärzte drauf angesprochen habe hatte die Info es leider nicht in meine Akte geschafft). Keine Ahnung obs an mir lag oder ob die Tablette nur ein Placebo war. Ich wurde zwar ein bisschen ruhiger, eingeschlafen bin ich trotzdem erst um 2. Und dann auch nur mit Unterbrechungen.

01.02. OP

Um 6 Uhr morgens wurden wir geweckt. Ich bin dann noch duschen gegangen und hab meine OP Kluft angezogen. War auch immer noch recht gelassen, auch wenn mein Puls deutlich im aufgeregten Bereich war. Um 7 bekam ich die LMAA Tablette und muss leider auch hier sagen, dass ich nicht den Eindruck hatte, dass die irgendwas bewirkt hat. Ich fühlte mich weder ruhiger noch ausgelassener, als ich abgeholt wurde. Erst einmal umparken auf die OP Liege, dann ging es in den Narkoseraum, wo ich verkabelt wurde. Da meine Adern an den Händen sehr dünn sind, mussten wir aber auf einen Arzt warten, damit der den Zugang für die Medikamente legen konnte. Als alles fertig war, wurden die OP Ärzte gerufen. Keine Ahnung, wer da jetzt alles bei war, aber der kleine Raum war ziemlich voll, sicher 3-4 Ärzte und das Narkoseteam. Ich wurde dann an den Tropf gehängt und der Anästhesist setzte mir eine Maske auf mit dem Kommentar "Ist Sauerstoff". Da musste ich glatt lachen, weil ich am Vortag erst hier im Forum gelesen hatte, dass einem anderen Patienten das auch gesagt wurde, obwohls das Narkosemittel war. Tja. Ne Minute passierte erst mal nichts.. war ja irgendwie klar. Der Arzt fragte ob ich was spür und ich sagte Nein. Vermutlich hat er die Dosis dann erhöht, denn einige Sekunden später wurde mir plötzlich richtig warm und weg war ich.

Ans Aufwachen habe ich nur vage Erinnerungen, und irgendwie hab ich da nen kleinen Horror von. Ich hatte richtigen Durst und mir war auch ein bisschen flau im Magen. Obwohl ich ja definitiv nicht sprechen konnte, scheint man mich verstanden zu haben, denn das Übelkeitsgefühl verschwand und mir wurde gesagt, ich kriege gleich was zu trinken. Sehr gut kann ich mich auch noch dran erinnern, dass irgendein Arzt mehrmals zu mir meinte "Beruhigen Sie sich".. ob ich da ausgeflippt bin? Ich frage mich auch noch, ob ich während der OP eine Darmspülung bekommen habe, weil ich vorher nen leichten Druck im Magen hatte (wie wenn man eben aufs Klo muss aber noch nichts kommen will). Nach der OP war der Druck weg.

Im Krankenzimmer bin ich dann erstmal richtig zu mir gekommen. Meine Bettnachbarinnen wurden mittlerweile entlassen und ich muss sagen es war echt angenehm, dass ich in dem Zimmer die totale Ruhe hatte. Ich kann Euch nur empfehlen, bei der Anmeldung nach einem Zimmer zu fragen wo am nächsten Tag einer geht, damit man nicht so einen Trubel hat. Etwa eine Stunde, nachdem ich zurück aufs Zimmer war, kam auch mein Mann. Lustigerweise fühlte ich mich gleichzeitig todmüde und doch topfit. Seltsam oder? Ich habe dann ein paar Stunden erstmal einfach nur dagelegen und die Augen zugemacht. Geschlafen hab ich nicht, aber es tat trotzdem gut. Irgendwann kam noch ein Arzt und meinte, die OP wäre super verlaufen und es hätte keine Komplikationen gegeben. Hat mich in dem Moment leider gar nicht interessiert, ich wollte nur meine Ruhe haben. Nach einem weiteren Wach-Nickerchen hat mein Mann mir erstmal in den Schlafanzug geholfen und wir sind auf Klo gegangen. Auch hier war ich wieder richtig fit. Zwar ein bisschen wackelig auf den Beinen, aber ich hatte nicht das Gefühl, mal ein paar Pausen zu brauchen. Wir sind deshalb an dem Tag auch noch zwei oder drei Mal über die Station gewandert. Die Schwestern waren total erstaunt, dass ich so fit bin, sie meinten das hätten sie noch nie gehabt, dass einer von selbst aufsteht, und das am selben Tag.

Neben einer Magensonde habe ich auch noch zwei Drainageschläuche im Mund. Meine Angst, dass mich da irgendwas stören würde, war unbegründet. Die Drainagen bemerke ich kaum (es nervt nur, dass ich sie immer vom Bett losmachen muss, wenn ich aufstehen will) und die Magensonde tut nur beim Schlucken weh. Für abends wurde mir dann Astronautennahrung angekündigt, aber irgendwie kam da nichts mehr. Gut dass ich ohnehin etwas übergewichtig bin und genug Reserven habe ;) Der Nachtdienst hängte mich dann noch mal an den Tropf und um 3 hab ich nach neuem Eis geklingelt zum Kühlen. Hab sogar ein bisschen schlafen können.

1. Tag Post-OP

Ok der ist heute, deshalb kann ich auch nur einen halben Bericht geben. Um 8 schneite der Oberarzt mit einer ganzen Horde von Ärzten rein um zu fragen wies mir geht und mir zu sagen dass ich mich bewegen soll. Dr. P. der Oberarzt blieb noch einen Augenblick länger und ich konnte ihn ziemlich leicht überreden, dass die Magensonde rauskommt. Ich hätte sie sicher noch ein paar Tage ertragen, aber mein Wohlbefinden ist mir grad wichtiger. Er meinte dann, ich solle dann eben noch was frühstücken, und dann kann die raus. Hab ich der Schwester auch weitergegeben, ein Frühstück bekam ich trotzdem nicht zu sehen :(

Gegen 10 Uhr wurde ich dann zu einem anderen Arzt gerufen, der meine Wunden säuberte. Ich wollte ihm klarmachen, dass die Sonde raus soll, aber er sträubte sich und meinte, die muss fünf Tage drin bleiben. Ich wollte ihm dann klarmachen, dass ich ja schon das OK hatte und er forderte mich ausdrücklich zum sprechen auf. Da er aber keinen Ton verstand, hab ich ihm doch aufschreiben dürfen, was ich sagen wollte. Da er Dr. P. offenbar nicht widersprechen wollte, kam die Sonde dann auch sofort raus (das war eklig, aber auch wunderbar erleichternd). Er hat mich dann noch auf das Chlorhexamed im Krankenzimmer hingewiesen und dass ich viel damit spülen soll, weil ohne die Sonde das Infektionsrisiko höher ist. Tja ich hab mein bestes gegeben, aber so ganz hab ich den Dreh noch nicht raus, wie ich das hinkriege. Für Tipps bin ich da dankbar.

Übrigens durfte ich gestern den ganzen Tag nichts trinken. Heute wollte ich mir das OK dafür holen, aber das ging auch irgendwie unter, also hab ich es mir irgendwann selbst erlaubt. Tat das gut. Ja, keine Ahnung, das Personal ist super lieb und hilfsbereit, aber was meine Versorgung mit Lebensmitteln angeht, ist heute echt der Wurm drin. Hoffentlich denken die irgendwann wenigstens mal an meine "Suppe von der Suppe", die ich statt dem Sondenbrei ja jetzt kriegen müsste. Sonst muss mein Mann da mal Theater machen, wenn er heute abend nach der Arbeit kommt.

So das ist alles, was bisher passiert ist. Die Schwellungen halten sich in Grenzen, nur die Unterlippe ist dreimal so dick, wie sie sein sollte, und natürlich ziemlich taub. Mal sehen wie es sich weiter entwickelt. Morgen sollen die Draiagen raus und dann bin ich ja auch wieder richtig mobil. Außerdem muss ich morgen zum Röntgen, was sicher noch aufregend wird. Die Röntgenabteilung liegt nämlich am anderen Ende des Geländes und es gibt einen extra Patienten-Shuttle-Bus, mit dem man da hin kommt.

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Pünktlich zur Mittagszeit bekam ich dann gestern tatsächlich was zu essen. Naja zwei Tassen Brühe und eine Tasse Tee. Die Brühe war ir für den Anfang etwas zu fett, da hat mein Magen rebelliert, aber die Schwester meinte, wenn ich nur Tee trinke, ist das immerhin auch besser als nichts.

Als abends mein Mann kam, hatte ich plötzlich total den Moralischen. Ich weiß nicht warum aber ich konnte plötzlich nur noch heulen (und das tut mit verdrahtetem Kiefer dann doch weh, obwohl ich sonst keine Schmerzen hatte. Ich glaube, die ganze SItuation hat mich in dem Moment überfordert. Verglichen mit einer Weisheitszahn-OP die ich mal hatte (lokal betäubt) ist die UKVV hier echt ein Spaziergang, aber offenbar zehrt es doch mehr an den Nerven, als ich dachte. Ich bereue die OP nicht aber ich musste sehr schnell einsehen, dass ich da sehr viel leichtfertiger drangegangen bin, als ich hätte tun sollen.

Nachts konnte ich diesmal etwas besser schlafen, weil ich 1. herausgefumden habe, dass man das Bett komplett kippen kann (mach ich nur die Lehne hoch, ist kein Platz mehr für die Beine) und weil ich 2. gemerkt habe, dass ich auch mit den am Bett festgeschnallten Drainagen auf der Seite liegen konnte, was für mich wesentlich rückenfreundlicher war. Die Nacht über habe ich mich dann vor allem darauf konzentriert, meine Lippe zu kühlen, die ich so tatsächlich auch ein bisschen kleiner gekriegt habe.

2. Tag Post OP

Geweckt wurde ich wieder durch die Visite. Nach einer Runde dösen und einem Brühe-Frühstück wurden mir die Drainagen gezogen. Die haben mich zwar nicht gestört aber es war doch schön, dass die mich jetzt nicht mehr behinderten, wenn ich vom Bett aufstehen wollte. Direkt im Anschluss sollte ich in die Stadt zur Zahnklinik zum RÖntgen fahren, weil die MKG auf dem Venusberg keine Röntgenabteilung hat. Die Uniklinik hat dafür einen Shuttlebus, den ich fast verpasst hätte. Aber es ging dann doch noch alles gut. In der Zahnklinik wurde mir der Splint rausgenommen, dann wurden Bilder gemacht. Das tat ein bisschen weh, als ich auf das Beißstück beißen sollte, weil mein Kiefer ja jetzt ganz anders steht. Nach dem Röntgen wurde der Splint wieder eingesetzt und der Arzt staunte noch, dass ich erst Mittwoch operiert wurde, weil ich schon so gut aussah. Die Stationsärztin meinte auch, dass sich das bei mir prima entwickelt, so dass ich langsam hoffe, Dienstag rauszukommen. Normal wären 7 Tage, also eher Mittwoch oder Donnerstag.

Nach meiner Rückkehr vom Röntgen habe ich meine Bilder abgegeben und im Zimmer gedöst, bis abends mein Mann kam. Er war so lieb mir ne Cola mitzubringen aber ich konnt mit meinem Strohhalm nur Schaum absaugen und der schmeckte nicht. War unbefriedigend. Also weiter Tee und Brühe. Heute bin ich zum ersten Mal wieder duschen gegangen und das war ein tolles Gefühl, fast wie neu geboren. Auch wenn ich noch dicke Backen habe, wirkt mein Gesicht auf einmal auch viel harmonischer. Aber meine Lippen sind total zerrissen (vor allem die Mundwinkel). Da bin ich nur am cremen, cremen, cremen.

Körperlich fühle ich mich heute wirklich fit, auch wenn ich ein bisschen fröstel. Hab heute sogar schon versucht, mit der Bürste die Zähne zu putzen. Naja immerhin der sichtbare Bereich ging so leidlich.

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3. Tag Post Op

Meine letzte Nacht war ziemlich eislos. Anders als sonst wurde ich nicht stündlich aus dem Schlaf gerissen und gefragt, ob alles ok ist. Zum Aufstehen war ich zu müde, Klingeln fand ich aber auch doof, also musste ich ohne Eis leben. Mit einem feuchten Tuch überm Gesicht ging es aber auch ganz gut, zumal ich glücklicherweise keine Schwierigkeiten habe, auf der Seite zu schlafen (bei Rückenlage tat mir irgendwann wirklich der Rücken weh)

Die Nacht war ansonsten ruhig, nur einmal gabs auf dem Flur Randale. Weiß nicht worum es ging, nur dass irgendeine Frau darum bat, das doch bitte nicht auf dem Gang auszutragen.

Morgens um sechs wurde ich für die nächste Infusion aus dem Bett geschmissen, das dann auch gleich neu bezogen wurde. Mein herzhaftes Frühstück (immer noch Brühe und Tee) ignorierend, habe ich erstmal bis 9 Uhr weitergeschlafen. Nach dem Aufstehen kam die Stationsärztin und bekundete mir, dass sich das bei mir alles super entwickelt: Keine Infektionen, unterm Kinn hab ich fast volles gefühl, am Kinn selbst noch so 60 % würd ich sagen (als würde man mit Watte draufpacken) und an der Lippe so 20%. Alles in allem also schon nicht schlecht, so wenige Tage nach der OP. Die Lippe kribbelt mir hin und wieder auch schon ganz ordentlich, so dass ich zuversichtlich bin, da bald wieder genug Gefühl drin zu haben, um über die Runden zu kommen.

Obwohl ich über Nacht kaum kühlen konnte, ist auch meine Lippenschwellung deutlich zurück gegangen. Man kann jetzt sogar die Falte zwischen Unterlippe und Kinn sehen, die vor der OP durch die Fehlstellung und nach der OP durch die Schwellung vollkommen unsichtbar war. Endlich mal etwas zu erkennen! Ich werd natürlich sehen, dass ich weiter kühle, aber ich denke notfalls komme ich jetzt nachts auch ohne Eis aus, auch wenn es wesentlich angemehmer ist.

Zahnpflege ist noch so eine Sache. Ich hab nur noch diesen Chlorhexamidgeschmack im Mund und der ist echt widerwärtig. Zwischendurch putze ich aber auch schon vorsichtig mit der Zahnbürste und das geht ganz gut. Was mich allerdings wirklich irre macht, sind die Thrombosestrümpfe. Nicht nur, dass die ständig rutschen, nein, meine Haut trocknet darunter auch total aus, so dass ich ständig cremen muss. Naja, im Gegenzug sind die Mundwinkel nur noch ein bisschen rissig, so dass es nicht mehr wehtut. Die eingerissenen Mundwinkel waren in meinen Augen mit der geschwollenen Unterlippe mit das fieseste an der OP. Jaja, ich Mimose...

Mittags kamen mein Mann und meine Mutter. Besuch war toll, aber auch sehr anstrengend, so dass ich auch froh war, dass meine Mutter nach zwei Stunden wieder heimfuhr (auch wenn es natürlich toll war, dass sie die 130 km extra gefahren ist, obwohl sie Mittwoch auch eine kleine OP hatte). Nachmittags haben wir noch eine kleine Runde ums Haus gemacht. Ich hätte sicher noch mehr geschafft, aber es war sowas von saukalt und die verdammten Strümpfe... Eine Schwester meinte noch, wenn ich mehr Zeit außerhalb als im Bett verbringe, können die Strümpfe und die abendliche Thrombosespritze weg. Aber soll ich 12 Stunden am Tag die Station hoch und runter rennen? Ich beweg mich ja schon so viel ich kann, aber mehr als 2 Stunden am Tag sind das sicher nicht.

Grad um 19 Uhr hab ich meinen Mann heimgeschickt, damit er sich auch mal ein bisschen sich selber widmen kann. Außerdem bin ich ganz froh über die Ruhe, auch wenn mein Abend (Die Zeit bis zur Nachtschicht, wo ich meine Infusion kriege und danach schlafen darf) dadurch ja eine Stunde länger wurde.

Jetzt, wo es mir wirklich schon gut geht, die Schwellungen jeden Tag verschwinden und ich auch keine Schmerzen habe, wird mein Drang, nach Hause zu kommen, natürlich immer größer. Hier in Bonn bleibt man normal 7 Tage auf Station, das wäre dann bis Donnerstag. Da krieg ich ja einen Lagerkoller! Da bei mir alles so gut läuft hoffe ich ja eigentlich, am Dienstag rauszukommen (und das auch nur, weil Montag vermutlich wirklich unvernünftig früh wäre). Also drückt mir mal die Daumen, dass das wirklich klappt. Und am besten auch, dass ich danach den Splint zum Essen und Putzen rausnehmen darf, ehe ich ganz an meiner Teediät verhungert bin (auch wenn ich die ja selber so gewählt habe).

Gute Nacht!

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Hallo Ela,

erst Mal herzlichen Glueckwunsch zur erfolgreich ueberstandenen OP. Heute in drei Wochen habe ich es auch hinter mir. Bei mir gibt es eine Oberkiefervor- und Unterkieferrueckverlagerung. Habe mich auch fuer eine Uniklinik entschieden und lasse mich in Heidelberg operieren.

Super, dass Du so schnell gleich wieder so fit bist und es Dir gut geht.

Ich druecke Dir die Daumen, dass Du spaetestens am Dienstag nach Hause darfst. Kann mir vorstellen, dass die Tage und Nächte im Krankenhaus schon endlos lang(weilig) sind, wenn man sich eigentlich schon wieder recht gesund fuehlt.

Ich wuensche Dir weiterhin gute Besserung.

Schoene Gruesse

Mauto

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Hallo Mauto,

danke und dir auch viel Glück für die OP. Heute nacht habe ich richtig gut geschlafen (nein, nicht durchgeschlafen, aber das ist ohnehin selten). Lediglich mein Zugang macht Probleme, die Infusionen wollen nicht mehr durch. Die Nachtschwester meinte, dass meine Venen vermutlich einfach keinen Bock mehr auf diesen "Stress" haben und man eventuell nen neuen Zugang legen muss. Nachdem die das mit irgendeiner Lösung durchgespült haben, ging es aber wieder.

Bevor ich heute um 8 Uhr von den Pflegern ausdem Bett geworfen werden konnte, bin ich selber schon aufgestanden und hab mich fertig gemacht. Ich kann nicht behaupten, dass ich mich die letzten Tage irgendwie schlecht gefühlt habe, aber heute morgen dachte ich wirklich "Wow, gehts mir super!". Die Schwester kam auch prompt und fragte, wann ich denn heim darf. Als ich ihr sagte, dass ich das nicht weiß und Mittwoch operiert wurde, sagte sie, dass es bestimmt morgen klappt. Da wär ich vor Freude fast über den Flur gesprungen. Sie kann das ja natürlich nicht beschließen, aber Erfahrungswerte hat sie da ja auch. Und selbst wenn es morgen doch noch nichts wird, wird es damit doch eher unwahrscheinlich, dass ich hier bis Donnerstag versauern muss. Ich werd auf jeden Fall gleich noch die Stationsärztin fragen, was sie meint.

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Guten Morgen Ela,

vielleicht hast Du Glueck und darfst wirklich bereits morgen nach Hause, wenn es Dir schon so gut geht. Wenn man frueher gehen darf als geplant, ist die Freude ja doppelt so gross. Umgekehrt waere es sicherlich sehr enttaeuschend, wenn man sich schon von Beginn an auf Montag eingestellt hat und dann doch bis Mittwoch bleiben muss.

Alles Gute

Mauto

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Der Stationsarzt hat mir heute auch hoffnungen gemacht. Er meinte das sähe alles super aus und ich solle morgen bei der Visite fragen, ob ich gehen darf. Das entscheidet hier nämlich nicht irgendwer, sondern immer der Arzt, der operiert hat. Aber frag mich mal, welcher das war, da waren ja gefühlte 20 bei der OP dabei. Also werd ich mir gleich noch ein Zettelchen vorbereiten mit der Frage, damit ich auch auf mich aufmerksam machen kann, ehe die alle weiterziehen. Drück mir echt die Daumen, bis Dienstag ginge mit Enttäuschung ja noch, aber Mittwoch wäre echt hart.

So wie war mein Tag heute sonst? Mittags kam wie gesagt der Arzt und machte mir Hoffnungen, kurz darauf mein Mann. Wir haben dann vorsichtshalber schon geklärt, wann ich denn morgen abgeholt werden könnte, wenn ich wirklich raus darf. Nachmittags hatte ich noch Grund zur Hoffnung, denn auf dem Essenswagen stand tatsächlich ein Suppenteller mit meinem Namen drauf. Ich wäre vor Freude fast ausgeflippt, dementsprechend war die Enttäuschung groß, als es dann doch nur wieder Brühe gab. Offenbar schickt die Küche mir Essen hoch ungeachtet der Frage, ob ich darf oder nicht. Mein Magen zog auch die Konsequenzen draus: Seit heute mittag rumort und grummelt es und ich muss ständig aufs Klo. Und nach fast einer Woche hat auch schon das harte Krankenhausklopapier seine Spuren an meinem Po hinterlassen. Mein Mann hat mir schon eine Rolle superflausch mitgebracht, aber denkt mal dran, wenn ihr flitzen müsst.

Übrigens juckt und kribbelt es seit heute ganz kräftig an Kinn und Lippe, da werd ich irre von, denn Kratzen zeigt leider keinerlei Wirkung. Dafür ist mein Gesicht schön weiter abgeschwollen, auch wenn es immer noch so aussieht, als hätte ich ein dickes Doppelkinn. Blaue Flecken kommen auch langsam zum Vorschein. Und hey - versucht mal mit verdrahtetem Mund zu niesen. Man, ist das eine seltsame Erfahrung!

Übrigens war heute noch keine Schwester mit der Thrombosespritze da. Ein Zeichen? Vermutlich eher nicht, denn als sie abends mal reinkam, waren Schwager und Schwägerin da. Vermutlich hat sie es einfach für die Nachtschicht notiert und ich kriege die SPritze nacher noch. Ich hoffe, heute nacht läuft es wenigstens mit der Infusion besser und ich habe wieder dieselben ruhigen Pfleger wie die letzten zwei Nächte. Das war echt eine Wohltat.

Übrigens eine Sache will ich noch erwähnt haben: Obwohl ich in einem Dreibettzimmer liege, hatte ich das Zimmer fast permanent für mich (abgesehen von zwei ambulanten Patienten, die mittags wieder weg waren). Das ist natürlich GEschmackssache, aber ich finde es äußerst erholsam, dass ich hier alleine bin, in Ruhe lesen kann, niemand schnarcht, niemand sich gestört fühlt wenn ich das Fenster auf mache oder noch einen Film sehe. Manche sind da bestimmt geselliger, aber auch wenn Reden jetzt halbwegs und mit viel Nuscheln klappt, ist das doch ganz schön anstrengend. Bei einem größeren Eingriff würde ich persönlich deshalb unbedingt ein kleineres Zimmer nehmen.

Mehr ist bisher nicht passiert. Vorhin noch schön geduscht, nacher noch zum Klo gehen und dann ist für die Nacht hoffentlich auch Ruhe. Ich hoffe, morgen kann ich Euch positives über meine Entlassung berichten

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Mann,jetzt musste ich erst mal herzlich lachen ob Deiner Beschreibung ueber das harte Krankenhausklopapier :-)

Das ist echt super, dass auch so etwas in einem OP Bericht Erwaehnung findet. Immerhin kein unwichtiger Punkt bei laengeren Krankenhausaufenthalten.

Wurde Dir im Vorfeld nicht gesagt, wer Dich operieren wird? Naja, morgen wirst Du hoffentlich mehr wissen, wenn Du die Frage an die versammelte Aerzteschaft stellst.

In Heidelberg haben die Gott sei Dank nur Zweibettzimmer, wobei ich den Aufpreis fuer ein Einzelzimmer auch gerne berappen wuerde, wenn das ginge. Aber die haben mir keine grossen Hoffnungen gemacht, dass das moeglich sein wird; nur, wenn die nicht voll belegt sicht.

Ich will nach der OP auch lieber meine Ruhe haben und nicht gestoert werden. Das waere mein Horror, wenn jemand neben mir die halbe Nacht fern sieht oder schnarcht.

Dir eine gute Nacht und dass Du morgen Dein Koefferchen packen darfst.

LG

Mauto

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Es hat geklappt! :)

Nah einer wieder recht ruhigen Nacht kam morgens um 8 ein elf (!!!!) Mann großes Ärzteteam rein. "Na, haben Sie ihr Buch zuende gelesen? Dann packen Sie mal Ihre Sachen". Eine Stunde saß ich dann noch im Wartezimmer der Stationspraxis, wo wir noch ein paar Details besprochen haben (zwei Mal am Tag Antibiotika, Splint darf zum Essen raus, nächste Woche werden Fäden gezogen). Die Schwester hat mir dann noch gezeigt, wie ich die Gummis für den Splint festmache und ganz ehrlich: Ich habe KEINEN Schimmer, wie ich das heute abend alleine hinkriegen soll :)

Zum Abschied bekam ich noch Antibiotika (reichen dummerweise nicht für die 5 Tage, die ich die nehmen soll, also muss ich morgen noch zum Hausarzt), eine komische Zange zum Einhängen der Gummis (ich wette, mit den Fingern ist das leichter), ein Arztbrief, Gummis (die natürlich nicht für die 4-6 WOchen reichen, die ich den Splint tragen soll) und ne Zahnspülung.

Zuhause gabs dann erstmal nen schönen Kakao. Wow war der gut!

Und glaub mir mal, das mit dem Klopapier war für mich schon ein echtes Problem ;) So dünnes, hartes Zeug!

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Schoen, dass Du nach Hause durftest. Da kannst Du es Dir schon ein wenig gemuetlicher machen und Dich auch freier bewegen. Im Krankenhaus durch die Gaenge zu spazieren macht sicher keine Laune und nur im Bett zu liegen ist genau so langweilig.

Schon doof, dass die Dir im Krankenhaus nicht die passende Menge an Antibiotika mitgegeben haben. Und natuerlich merkt man sowas dann erst, wenn man schon daheim ist.

Also dann pfleg' Dich mal schoen und geniesse das heimische Hakle superflausch :-)

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