UranusLuft

Bitte um Hilfe: KFO wechseln - wie am besten? / Probleme mit KFO

Hallo zusammen,

dies ist mein erster Beitrag in diesem Forum und möchte euch auch gleich um Hilfe bitten.

Vorab: Ich bin Selbstzahler - es ist also weder die gesetzliche noch eine private Krankenversicherung in die Behandlung involviert. Dort kann ich mir also keinen Rat holen.

Ich bin seit drei Jahren in kfo. Behandlung (ohne anschließender OP), die laut des ersten Heil- und Kostenplans 2 bis 3 Jahre dauern sollte. Dieser Zeitraum soll nun um mindestens 2 Jahre (es könnten auch mehr werden) überschritten werden - laut meiner KFO.

Meine KFO hat den Umfang der Behandlung und die (absehbaren) Schwierigkeiten wohl völlig falsch eingeschätzt (Erwachsenenbehandlung (Alter zu Behandlungsbeginn: 37), Progenie, seitlicher Kreuzbiss, frontaler Kopfbiss, offener Biss etc.) - so schätze ich es aus heutiger Sicht zumindest ein. Sie behandelt z. B. - entgegen ihrer Aussage vor Beginn der Behandlung - kaum erwachsene Personen. Ich hatte sie extra danach gefragt, da mir die Erfahrung mit erwachsenen Patienten als Entscheidungskriterium wichtig war.

Der erst HKP wies (voraussichtliche) Gesamtkosten von 5.700 Euro aus. Knapp 5.000 Euro habe ich bislang an meine KFO überwiesen. Es ist also absehbar, dass der Betrag von 5.700 Euro in einem nicht geringen Ausmaß überschritten würde, wenn die Behandlung über einen Zeitraum von 5 oder 6 Jahren fortgeführt werden würde.

Da es Unstimmigkeiten in den Rechnungen und in den mehrfach neu ausgestellten zusätzlichen Heil- und Kostenplänen gab und die KFO ca. 600,00 Euro mit Leistungen abgerechnet hatte, die nicht nicht in dem ersten HKP aufgeführt waren, hatte ich das Gespräch mit einen Rechtsanwalt für Medizinrecht gesucht. Er riet mir, mit meiner KFO diese Unstimmigkeiten zu besprechen. Das habe ich dann auch getan (ohne das Gespräch mit dem Rechtsanwalt zu erwähnen), mit dem Ergebnis, dass meine KFO die Weiterbehandlung wegen eines gestörten Vertrauensverhältnis verweigert und ich seit letzter Woche ohne KFO - aber dafür mit einer festen Spange - da stehe.

Im Grunde bin ich erleichtert, dass ich die Behandlung bei dieser KFO nicht fortsetzen werde. Ich hatte auch schon mit dem Gedanken gespielt zu wechseln, da sich bei mir allmählich das Gefühl eingeschlichen hatte, dass die KFO mit der Behandlung doch sehr überfordert ist.

Nun aber mein Problem:

Ich finde keinen KFO, der die Behandlung fortführen möchte. Bislang habe ich bei etwa 10 KFOs angerufen. Wenn ich erwähne, dass ich einer laufenden Behandlung bin, möchte keiner die Behandlung übernehmen. Das kann ich sogar verstehen, da ja nicht ausgeschlossen werden kann, dass die erste KFO "Murks" gebaut hat und der Weiterbehandler dann evtl. dafür haften müsste. Es ist ja nicht immer gleich feststellbar, wann ein Behandlungsfehler seinen Ursprung hatte.

Wie komme ich nun am besten an einen Weiterbehandler? Oder zumindest an einen KFO, der die Brackets entfernt (ich kann ja nicht mein restliches Leben damit herumlaufen)? Habt ihr vielleicht Tipps? Wer hatte schon ein ähnliches Problem? Wären in diesem Fall vielleicht Unikliniken mit kfo. Abteilung die bessere Wahl?

Ich wohne im Ruhrgebiet:

Für einen KFO, der die Weiterbehandlung übernimmt, würde ich auch weitere Strecken in Kauf nehmen. In Frage kämen z. B. Dortmund, Bochum, Hagen, Wupptertal, Düsseldorf und weitere Städte in diesem Umkreis. Köln wäre schon fast zu weit, würde ich zur Not aber auch in Kauf nehmen.

Im Forum habe ich nach passenden Einträgen gesucht, bin aber nicht auf Beiträge gestoßen, die mir in meiner konkreten Situation weiterhelfen. OK, es wäre klasse, wenn ihr mir den ein oder anderen Tipp geben könntet :-)

Danke schön im Voraus.

UranusLuft

PS: Namen von Ärzten dürfen ja im Forum nicht genannt werden. Also, Tipps bzgl. KFO, die schon einmal einen Weiterbehandlung übernommen haben, gerne per PM.

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Unglaublich!

Ich kann dir nicht wirklich helfen. Trotzdem würde ich mit der Krankenkasse Kontakt aufnehmen, auch wenn du Selbstzahler bist. Die haben Erfahrung in solchen Fällen und können dich beraten. Beratungsgespräche über deine Gesundheit sollten schließlich eine GKV-Leistung sein.

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Hallo,

ich kann mich hier nur meinem Vorredner anschließen - Unglaublich!

Man kann dich doch nicht einfach mit Brackets im Mund entlassen!

Ruf die Krankenkasse an und lass dich beraten, aber auch mit dem Rechtsanwalt würde ich spechen, vielleicht liegt da noch mehr im Argen, was du selbst vielleicht gar nicht erkennen kannst. Ein gestörtes Vertrauensverhältnis? Also ich würd da in jedem Fall den Rechtsanwalt einschalten.

Und die Krankenkasse kann dir sicherlich weiterhelfen, einen KFO zu finden, der den Schaden in Grenzen hält.

Ich wünsche dir viel Kraft

Antje

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Hallo mik,

ich werde auf jedem Fall mit meiner KK in Kontakt treten. Vielleicht sind sie dort ja so nett & können mir ein paar Tipps geben. Auch wenn die Behandlung nicht über die Krankenkasse läuft...

Viele Grüße

UranusLuft

Unglaublich!

Ich kann dir nicht wirklich helfen. Trotzdem würde ich mit der Krankenkasse Kontakt aufnehmen, auch wenn du Selbstzahler bist. Die haben Erfahrung in solchen Fällen und können dich beraten. Beratungsgespräche über deine Gesundheit sollten schließlich eine GKV-Leistung sein.

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Hallo Antje,

ich hatte noch einmal Kontakt mit dem RA. Er riet, mir die Röntgenaufnahmen, Abdrücke und Krankenunterlagen aushändigen zu lassen. Die KFO weigert sich nun, mir die Krankenakte in Kopie zu geben. Dabei hat jeder Patient das Recht, seine Patientenakte im Original einzusehen und davon Kopien zu erhalten.

Oh, mann, das wird noch lustig :-(

Viele Grüße

UranusLuft

Hallo,

ich kann mich hier nur meinem Vorredner anschließen - Unglaublich!

Man kann dich doch nicht einfach mit Brackets im Mund entlassen!

Ruf die Krankenkasse an und lass dich beraten, aber auch mit dem Rechtsanwalt würde ich spechen, vielleicht liegt da noch mehr im Argen, was du selbst vielleicht gar nicht erkennen kannst. Ein gestörtes Vertrauensverhältnis? Also ich würd da in jedem Fall den Rechtsanwalt einschalten.

Und die Krankenkasse kann dir sicherlich weiterhelfen, einen KFO zu finden, der den Schaden in Grenzen hält.

Ich wünsche dir viel Kraft

Antje

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Hallo zusammen,

dies ist mein erster Beitrag in diesem Forum und möchte euch auch gleich um Hilfe bitten.

Vorab: Ich bin Selbstzahler - es ist also weder die gesetzliche noch eine private Krankenversicherung in die Behandlung involviert. Dort kann ich mir also keinen Rat holen.

Ich bin seit drei Jahren in kfo. Behandlung (ohne anschließender OP), die laut des ersten Heil- und Kostenplans 2 bis 3 Jahre dauern sollte. Dieser Zeitraum soll nun um mindestens 2 Jahre (es könnten auch mehr werden) überschritten werden - laut meiner KFO.

Meine KFO hat den Umfang der Behandlung und die (absehbaren) Schwierigkeiten wohl völlig falsch eingeschätzt (Erwachsenenbehandlung (Alter zu Behandlungsbeginn: 37), Progenie, seitlicher Kreuzbiss, frontaler Kopfbiss, offener Biss etc.) - so schätze ich es aus heutiger Sicht zumindest ein. Sie behandelt z. B. - entgegen ihrer Aussage vor Beginn der Behandlung - kaum erwachsene Personen. Ich hatte sie extra danach gefragt, da mir die Erfahrung mit erwachsenen Patienten als Entscheidungskriterium wichtig war.

Der erst HKP wies (voraussichtliche) Gesamtkosten von 5.700 Euro aus. Knapp 5.000 Euro habe ich bislang an meine KFO überwiesen. Es ist also absehbar, dass der Betrag von 5.700 Euro in einem nicht geringen Ausmaß überschritten würde, wenn die Behandlung über einen Zeitraum von 5 oder 6 Jahren fortgeführt werden würde.

Da es Unstimmigkeiten in den Rechnungen und in den mehrfach neu ausgestellten zusätzlichen Heil- und Kostenplänen gab und die KFO ca. 600,00 Euro mit Leistungen abgerechnet hatte, die nicht nicht in dem ersten HKP aufgeführt waren, hatte ich das Gespräch mit einen Rechtsanwalt für Medizinrecht gesucht. Er riet mir, mit meiner KFO diese Unstimmigkeiten zu besprechen. Das habe ich dann auch getan (ohne das Gespräch mit dem Rechtsanwalt zu erwähnen), mit dem Ergebnis, dass meine KFO die Weiterbehandlung wegen eines gestörten Vertrauensverhältnis verweigert und ich seit letzter Woche ohne KFO - aber dafür mit einer festen Spange - da stehe.

Im Grunde bin ich erleichtert, dass ich die Behandlung bei dieser KFO nicht fortsetzen werde. Ich hatte auch schon mit dem Gedanken gespielt zu wechseln, da sich bei mir allmählich das Gefühl eingeschlichen hatte, dass die KFO mit der Behandlung doch sehr überfordert ist.

Nun aber mein Problem:

Ich finde keinen KFO, der die Behandlung fortführen möchte. Bislang habe ich bei etwa 10 KFOs angerufen. Wenn ich erwähne, dass ich einer laufenden Behandlung bin, möchte keiner die Behandlung übernehmen. Das kann ich sogar verstehen, da ja nicht ausgeschlossen werden kann, dass die erste KFO "Murks" gebaut hat und der Weiterbehandler dann evtl. dafür haften müsste. Es ist ja nicht immer gleich feststellbar, wann ein Behandlungsfehler seinen Ursprung hatte.

Wie komme ich nun am besten an einen Weiterbehandler? Oder zumindest an einen KFO, der die Brackets entfernt (ich kann ja nicht mein restliches Leben damit herumlaufen)? Habt ihr vielleicht Tipps? Wer hatte schon ein ähnliches Problem? Wären in diesem Fall vielleicht Unikliniken mit kfo. Abteilung die bessere Wahl?

Ich wohne im Ruhrgebiet:

Für einen KFO, der die Weiterbehandlung übernimmt, würde ich auch weitere Strecken in Kauf nehmen. In Frage kämen z. B. Dortmund, Bochum, Hagen, Wupptertal, Düsseldorf und weitere Städte in diesem Umkreis. Köln wäre schon fast zu weit, würde ich zur Not aber auch in Kauf nehmen.

Im Forum habe ich nach passenden Einträgen gesucht, bin aber nicht auf Beiträge gestoßen, die mir in meiner konkreten Situation weiterhelfen. OK, es wäre klasse, wenn ihr mir den ein oder anderen Tipp geben könntet :-)

Danke schön im Voraus.

UranusLuft

PS: Namen von Ärzten dürfen ja im Forum nicht genannt werden. Also, Tipps bzgl. KFO, die schon einmal einen Weiterbehandlung übernommen haben, gerne per PM.

Unterschätze den Ernst deiner Lage nicht! Vermutlich ist bei der Behandlung mehr falsch gewesen, als du ahnst.

Bei KFO scheint einiges anders zu sein als bei ZA oder gar bei Ärzten bzw. in der Humanmedizin.

Weiterbehandlung??? Oder eher Zweitbehandlung???

Mehrere Jahre in der Größenordnung können vllt bei Kindern, Jugendlichen, jedenfalls noch wachsenden Pat. notwendig sein, aber wohl kaum bei ausgewachsenen, jenseits der 35.

Warum hat der RA nicht angeboten, dass er diese KFO auffordert, die Unterlagen in Kopie auszuhändigen?

GlG

PS

Einschätzung ist so eine Sache bzw. ein Wort, das KFO anscheinend gern und oft gebrauchen. KFO ist wie Zahnmedizin eine Wissenschaft mit Zahlen, Daten, Fakten. Es existiert (auch) hier ein Raum-Zeit-Kontinuum, und im Raum 3 Ebenen.

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Mach es so wie ich: Hingehen, die Sachen einfordern. Am besten mitten im Hochbetrieb. Und wenn sie die nicht rausrücken wollen, dann schön laut werden, damit es ALLE Patienten in der Praxis mitbekommen. Und wenn sie dann auf stur stellen ist Trick 17: "Ich bleibe so lange hier, bis sie mir das geben!"

Da der KFO sicher vermeiden will, dass andere Patienten was mitbekommen, wirst du sehr schnell ans Ziel kommen. Die müssen dir das geben. Es ist dein Recht. Wenn sie es nicht wollen, haben sie wahrscheinlich gepfuscht. Man glaubt nicht, was alles so zu Tage kommt, wenn man nachbohrt. Bei mir waren es Fehlentscheidungen am laufenden Band und die Praxis wollte es auch nicht rausrücken.

Und weil sie mich dann möglichst schnell loswerden wollten, haben sie mir auch gleich mal Sachen kopiert, von denen sie sicher nicht wollten, dass ich sie habe.

Von daher eine sehr effektive Taktik. Auch wenn du dir doof dabei vorkommst und es dir peinlich ist. Es ist dein Recht!

Lass dich nicht einschüchtern. Lass dir auch die Modelle geben. Wenn angeblich nicht mehr alle da sind (war bei mir so), lass dir schriftlich geben, wie viele sie dir mitgegeben haben. Sonst sagen sie hinterher du hast die verschlampt!

Am Wichtigsten ist, dass du die Anfangsmodelle hast und den Behandlungsplan und eben alles was der KFO am Anfang gemacht hat. Denn vergleichsweise leichtes Spiel hast du, wenn er bereits zu Anfang eine Fehldiagnose gestellt hat und der Behandlungsplan falsch war. Ein weiteres Zwischenergebnis wäre auch nicht schlecht. Vom aktuellen Zustand kann dein Zahnarzt auch nen Abdruck machen...

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Hallo UranusLuft,

um einen KFO zu finden, der auch Erfahrung in der Behandlung von Erwachsenen hat, könntest Du auf den Seiten der Anbietern von typischen Erwachsenen"spangen" wie Invisalign und Incognito eine Arztsuche durchführen. Ich würden dann jemanden auswählen, der beide System anbietet, da das dann eher dafür spricht, dass man nicht in eine bestimmte Richtung gedrängt wird. Bei meinem KFO sind ca. 10% der Patienten Erwachsene, er bietet unter anderem die beiden Systeme an.

Deine Idee mit den KFO-Abteilungen an Unikliniken ist wahrscheinlich auch nicht schlecht, da diese eigentlich ja Kummer gewöhnt sein sollten und wahrscheinlich auch immer wieder die Fehler von anderen ausbügeln müssen.

Irene

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Deine Idee mit den KFO-Abteilungen an Unikliniken ist wahrscheinlich auch nicht schlecht, da diese eigentlich ja Kummer gewöhnt sein sollten und wahrscheinlich auch immer wieder die Fehler von anderen ausbügeln müssen.

Na ja, bei KFO habe ich da im Gegensatz zu anderen Fachgebieten so meine Zweifel.

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Hallo UranusLuft,

auf jeden Fall hartnäckig bleiben - die Kopien der Behandlungsunterlagen stehen dir zu! Die Weigerung kann ich da nicht verstehen, es sei denn da gibt es wirklich Anhaltspunkte für eine Fehlbehandlung und er hat Angst vor Konzequenzen. :o

Darf ich fragen was dein ehem. KFO gegen die Progenie, seitlicher Kreuzbiss, frontaler Kopfbiss, offener Biss etc. machen wollte?

Grüße

Progi

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Man glaubt es nicht, aber das ist nichts Besonderes, dass Ärzte sich weigern, das rauszugeben, wenn sie Angst haben, dass man ihnen was kann. Habe ich schon sehr oft gehört. Und gerade bei Kfo Behandlungen ist immer alles so schön dokumentiert durch Zwischenmodelle Röntgenbilder etc. , dass der Gutachter sofort nachvollziehen kann, was da abgelaufen ist. Meiner Erfahrung nach haben die Ärzte dann aber weniger Angst vor der Überprüfung durch den Medizinischen Dienst etc. als noch viel mehr davor, dass man mit den Sachen zu einem Kollegen geht und dann alle Kollegen in der Stadt von ihrer Unfähigkeit erfahren. Wenn der Arzt unfair spielt und einem Sachen, die einem zustehen nicht geben will, dann hilft leider nur noch selbst auch unfair zu spielen. Und ohne die Praxis vor dem halben Wartezimmer zu blamieren, wäre ich definitiv niemals zu den Sachen gekommen. Es ist so schon mindestens die Hälfte alle Modelle "verschwunden" oder angeblich nie gemacht worden (komischerweise aber abgerechnet worden). Bei solchen Leuten, die ganz offensichtlich was zu vertuschen haben, hilft es nur die Praxis zu überrumpeln, damit sie sich nicht noch 3 Wochen lang überlegen können, was jetzt so in der Akte drin steht und was nicht...Also ich würde auf keinen Fall da lange hin und her diskutieren. Es wird schon schwer genug sein, einen KFO zu finden, der sich objektiv zu dir und der Vorbehandlung äußert. Wer will schon Kollegen in die Pfanne hauen.

Ps. Ich weiß immer nicht, ob man davon ausgehen kann, dass ein Arzt in einer Uni-Klinik automatisch besser ist.. Also wenn ich KFO wäre und ich wäre gut, dann würde ich erst recht eine eigene Praxis aufmachen, weil das dann erst recht finanziell lohnenswert ist. Gute Arbeit= guter Ruf= viele Patienten = viel Einkommen :P :P Was mir nur aufgefallen ist, ist dass die Ärzte die nur Privatpatienten behandeln ein deutlich loseres Mundwerk gegenüber ihren Kollgegen haben. :D

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Hallo zusammen,

jetzt ist doch schon über ein Monat vergangen und ich möchte mich bei allen bedanken, die auf meine Ausgangsfragen geantwortet haben. Wäre ja ein schlechtes Benehmen, wenn ich das nicht tun würde... ;)

Ich werde nach und nach auf eure Antworten/Fragen genauer eingehen.

Erst einmal nur kurz:

Inzwischen habe ich meine Unterlagen von meiner bisherigen KFO erhalten. Ich bin mit einer Bekannten (als Zeugin) in die Praxis gegangen und - überraschenderweise - hatte die Sprechstundenhilfe schon alle Unterlagen (Akte, Abdrücke, Röntgenaufnahmen) zusammengepackt. Ich habe die Unterlagen - sofern mir das möglich war - auf ihre Vollständigkeit hin geprüft. Leider habe ich nicht alle Abdrücke erhalten. Angeblich handelte es sich bei fünf Abdrücken um Arbeitsmodelle, die zerbrochen seien. Ich kann nicht beurteilen, ob diese Aussage richtig ist.

Bevor ich in die Praxis gegangen bin, hatte ich meiner KFO vorsorglich per Einschreiben ein Schreiben zukommen lassen, in dem ich meine Forderung nach Herausgabe der Unterlagen noch einmal Nachdruck verliehen habe. Ich habe u. a. die Tipps der Verbraucherzentralen genutzt:

http://www.verbrauch...hp?cid=5&lid=21

Außerdem habe ich mich u. a. auf das BGB berufen und auf die "Berufsordnung der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe" hingewiesen. Unter §12 (Zahnärtzliche Dokumentation) steht explizit, dass der Patient ein Recht auf die Herausgabe der Unterlagen (zumindest als Kopien) hat:

http://www.zahnaerzt...d%2003-2011.pdf

In dieser Kammer ist die KFO Mitglied. Klar ist, dass sie ja nicht gegen die eigene Berufsordnung verstoßen kann... :tongue:

Man darf sich von Ärzten wirklich nicht einschüchtern lassen. Am besten ist es, wenn man sich vorher schlau macht und seine Rechte kennt. Auch wenn das nicht in jedem Fall etwas nützen mag...

Ich hatte jetzt einen ersten Termin an der Uniklinik in Düsseldorf. Davon werde ich später mehr erzählen... Ich habe hier in den Antworten gelesen, dass Unikliniken skeptisch gesehen werden, wenn es um kfo. Behandlungen geht...

Viele Grüße

Uranus

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Hallo Uranus,

dein Beitrag ist schon etw älter. Ich hoffe du hast schon einen Termin bei der Uniklinik gehabt und bist zufrieden. Falls das nicht so sein sollte, könnte ich dir meinen Kieferorth empfehlen. Ich wohne in Bochum und bin auch in Bochum in Behandlung. Ich weiß nicht, ob man den Namen des Arztes einfach so erwähnen darf (unlauteres Wettbewerb!??) Es sei so viel gesagt, dass die Praxis in der gleichen Straße ist wie die Amt- und Landgericht in Bochum.

Wenn Fragen haben solltest, kannst du mich jederzeit anschreiben.

LG

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Hallo UranusLuft,

meine Behandlung wird jetzt nach 22 Monaten abgeschlossen, am 22.05 erfolgt die Entbänderung.

Ich bin 60 Jahre alt und habe einen extremen Deckbiss.

Meine Behandlung bezahlt jedoch die KK, da eine UKVV geplant war, die jedoch nicht durchgeführt wird, da sie keinen Sinn macht und keine Verbesserung eintreten würde.

Kurz meine Gedanken.

Eine kieferorthopädische Behandlung bei Erwachsenen ist auch für den Kieferorthopäden eine große Herausforderung. Eine Verbesserung der Fehlstellungen kann nur bedingt erreicht werden, da sich das gesamte Gebiss je älter man wird doch ganz schön verformt hat.

Also man kann nicht das obtimale Ergebnis erwarten. Man muss selber dann sagen, so mit diesen Ergebnis bin ich jetzt zu frieden, jetzt kann ich weiter Brackets tragen, aber besser wird es nicht.

Gerade Kieferorthopädinnen, ich hatte auch zu einer Frau gewechselt, sind besonders überempfindlich, wenn zu erwartende Probleme eintreten, ich konnte mit meiner KO kaum reden und eine Klärung war sehr kompliziert und die Art und Weise wie sie mit mir sprach, war nicht gerade nett.

Bin sehr froh, dass ich jetzt die ganze Sache abschließen kann, es waren sehr viele Probleme aufgetreten, trotz

dem habe ich die Behandlung nicht bereut.

Kein KO übernimmt gern die Arbeit des anderen, außerdem kennen die KO sich untereinander, sie treffen sich auch bei Schulungen und wenn man wechseln möchte, rufen sie sich an. Ich habe da einiges erlebt.

Man ist Laie auf dem Gebiet und merkt meistens in nach hinein, was da auf ein zu kommt, nach der Behandlung blickt man voll durch, es ist nicht so einfach.

Ich wünsche Dir, dass Du Deine Behandlung zu einem guten Ende bringen kannst.

Karla

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Hallo Progi,

wie vor gefühlten hundert Jahren versprochen :384: , antworte ich jetzt einmal auf die hier noch offenen Fragen. Auf deine Frage, was meine KFO bei der Progenie machen wollte, schreibe ich dir am besten die Informationen aus meinem Behandlungsplan auf. Ich hoffe, dass deine Frage damit einigermaßen beantwortet wird? Eine OP war nicht vorgesehen.

Meine Diagnose:

Oberkiefer

Gesichtstyp: prognath

Wachstumsmuster: dolichofacial

transversale Weite

retrudierte, lückige Front mit Rotationen und Kippungen

Diastema mediale

Frontmittenverschiebung nach links um ca. 1,0 mm

Mesialstand beider SZR

Platzmangel für 15,25

Unterkiefer

36,36 sind extrahiert

transversale WEiter

retrudierte, engstehende Front mit Rotationen und Kippungen

Frontmittenverschiebung nach links um ca. 1,5 mm

Mesialstand beider SZR

Platzmangel für 33, 43

Bisslage

Distalocclusion rechts um 1 - 2 mm und Mesialocclusion links um 1-2 mm bei Mesialbisslage

Tendenz zum offenen Biss

Mittellinienverschiebung nach rechts um ca 1,2 mm

Frontzahnkopfbiss

Kreuzbiss 15, 16, 17

Therapie

Oberkiefer:

dehnen

Front protrudieren, derotieren, achsengerecht einstellen und ausrunden

Diastema verkleinern

Frontmitte korrigieren

beide SZR distalisieren

Zähne 15, 25 einordnen

Unterkiefer

komprimieren

Front retrudieren, derotieren, achsengerecht einstellen und ausrunden

Frontmitte korrigieren

beide SZR distalisieren

Lücke für 35, 36 öffnen und später prothetisch versorgen

Bisslage

Neutralocclusion einstellen

Mitte korrigieren

Kreuzbiss überstellen

einen gesicherten Überbiss einstellen

Verwendete Geräte

OK-/UK-Dehnplatten

Nance-Apparatur

Lingualbogen

OK-/UK-Multiband

OK-/UK-Retentionsgeräte

Lingualretainer

Palatinalretainer

begleitendes myofunktionalles Training

Dauer

Die Dauer der Behandlung ist bei guter Mitarbeit und günstiger gewebl. Reaktion ca. 2-3 Jahre.

(Schön wäre es gewesen, an meiner guten Mitarbeit hat's bestimmt nicht gelegen... :380: )

Viele Grüße

Uranus

Hallo UranusLuft,

auf jeden Fall hartnäckig bleiben - die Kopien der Behandlungsunterlagen stehen dir zu! Die Weigerung kann ich da nicht verstehen, es sei denn da gibt es wirklich Anhaltspunkte für eine Fehlbehandlung und er hat BisslageAngst vor Konzequenzen. ohmy.gif

Darf ich fragen was dein ehem. KFO gegen die Progenie, seitlicher Kreuzbiss, frontaler Kopfbiss, offener Biss etc. machen wollte?

Grüße

Progi

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Liebe Administratoren,

könnt ihr diesen Beitrag bitte löschen? Ich habe Progi zweimal zitiert und bekomme diesen zweiten Eintrag nicht gelöscht... Konnte man früher Beiträge nicht auch löschen, sofern noch kein anderen auf diesen geantwortet hatte?

Danke schön!

Uranus

Hallo UranusLuft,

auf jeden Fall hartnäckig bleiben - die Kopien der Behandlungsunterlagen stehen dir zu! Die Weigerung kann ich da nicht verstehen, es sei denn da gibt es wirklich Anhaltspunkte für eine Fehlbehandlung und er hat Angst vor Konzequenzen. ohmy.gif

Darf ich fragen was dein ehem. KFO gegen die Progenie, seitlicher Kreuzbiss, frontaler Kopfbiss, offener Biss etc. machen wollte?

Grüße

Progi

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@ Mik und Antje:

Ihr hattet geschrieben, dass ich mich mit meinem Problem bzgl. der KFO an meine (gesetzliche) Krankenversicherung wenden soll.

Leider fühlen sich die GKV bei einem Fall wie meinem (Selbstzahler) nicht verantwortlich. Bei Nachfrage erhielt ich die Antwort, dass sie damit nichts zu tun hätten, da ich die Behandlung ja quasi in Eigenregie begonnen hätte. (Musste ich ja, die GKV übernimmt die Kosten für über 18- Jährige ja nicht mehr *grins*)

Das ist bei Selbstzahlung wirklich ziemlich blöd: Man hat bei Fehlbehandlungen niemanden, der einem zur Seite stehen würde. Keine GKV oder PKV... Letztes Endes ist es in solchen Fällen gut, vorab eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen. Dann kann man sich zumindest in einer Erstberatung bei einem Fachanwalt für Medizinrecht beraten lassen. Es scheint ja wirklich nicht sooo selten vorzukommen, dass man Ärger mit einem KFO hat...

Die Verbraucherzentrale fühlte sich für meinen Fall leider auch nicht zuständig. Es gibt dort Extra-Beratungen für Probleme bei ärztlichen Behandlungen. Allerdings nur, wenn man gesetzlich versichert ist. Zumindest habe ich diese Auskunft telefonisch erhalten...

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass man als Selbstzahler durch alle Raster fällt & man bei Problemen ziemlich alleine im Regen steht. Die GKV kann ich sogar gut verstehen: Warum sollten sie sich um etwas kümmern, das evtl. noch Kosten verursachen würde?

Viele Grüße

Uranus

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Hallo Dagmar,

da ich wegen einer Weiterbehandlung gerade in Kontakt mit einer Uniklinik bin: Darf ich dich fragen, warum du Zweifel an der Qualität von kfo. Abteilungen in Unikliniken hast? Zumindest habe ich dich so verstanden. Wenn du dazu nicht öffentlich schreiben magst, kannst du mir auch gerne eine PM schreiben.

Danke schön und Grüße

von Uranus

Na ja, bei KFO habe ich da im Gegensatz zu anderen Fachgebieten so meine Zweifel.

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Hallo PT87,

vielen Dank für dein Angebot. Ich werde dir gleich noch eine PM schreiben, mit der Bitte, dass du mir den Namen des KFO in Bochum nennst. Bist du denn auch KFO-Wechsler und hast die Weiterbehandlung bei diesem KFO begonnen?

Viele Grüße

Uranus

Hallo Uranus,

dein Beitrag ist schon etw älter. Ich hoffe du hast schon einen Termin bei der Uniklinik gehabt und bist zufrieden. Falls das nicht so sein sollte, könnte ich dir meinen Kieferorth empfehlen. Ich wohne in Bochum und bin auch in Bochum in Behandlung. Ich weiß nicht, ob man den Namen des Arztes einfach so erwähnen darf (unlauteres Wettbewerb!??) Es sei so viel gesagt, dass die Praxis in der gleichen Straße ist wie die Amt- und Landgericht in Bochum.

Wenn Fragen haben solltest, kannst du mich jederzeit anschreiben.

LG

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Und nun eine Antwort für Karla :446:

Vielen Dank für dein ausführliches Posting, das Aufschreiben deiner Erfahrungen!

Ich denke auch, dass die kfo. Behandlung von Erwachsenen eine Herausforderung darstellt.

Das war auch das Seltsame bei meiner KFO:

Sie war der Meinung, dass in der Behandlung von Erwachsenen auf der einen Seite und von Kindern/Jugendlichen kein Unterschied vorhanden sei. Ich hatte ihr gesagt, dass ich anderer Meinung sei. Schließlich kann man bei Kindern bspw. den Restwachstum des Kiefers ausnutzen oder auch das Wachstum eines Kiefers hemmen. Das ist doch alles bei einem erwachsenen Menschen nicht mehr möglich - gerade auch wenn ein übermäßig großer Unterkiefer vorliegt! Bei Jugendlichen ist z. B. der Kiefer noch nicht völlig "verknöchert", sondern es liegen auch noch "weiche" Strukturen vor. Wenn ich das 'mal so laienhaft ausdrücken darf...

Mir ist aufgefallen, dass mittlerweile fast jede KFO-Praxis im Internet und dann auch im Wartezimmer mit Erwachsenenbehandlung als besonderer Leistung wirbt. Nicht immer steckt dahinter wirklich eine Erfahrung mit Erwachsenen. Ich glaube vielmehr, dass die KFOs erkannt haben, dass sie mit Erwachsenen, die sie privat abrechnen, einen guten Umsatz generieren können. Das ist auch OK, sofern die KFOs kompetent sind & sie sich einer Erwachsenenbehandlung wirklich gewachsen fühlen.

Ich muss dir auch noch in anderer Hinsicht recht geben:

Auch ich habe erst im Nachhinein gemerkt, was da alles auf mich zukommt. Manchmal erwische ich mich bei dem Gedanken, die ganze Sache nach dreieinhalb Jahren - ohne erkennbares Ende - einfach hinschmeißen zu wollen... D. h. ich würde mir am liebsten die Brackets und Bögen entfernen lassen und gut is'... Aber dann werde ich wieder vernünftig & weiß, dass ich die Behandlung zu einem akzeptablen Ende bringen muss...

Und auch hier hast du recht:

Ein KFO übernimmt ungern die Arbeit eines anderen. Ich glaube, dass hier mehrere Dinge zusammen kommen. Erstens geben Ärzte ungern zu, dass ein Kollege Fehler bei einer Behandlung gemacht hat. Zweitens könnte die Erstbehandlung ja schon solche gravierenden Folgen ausgelöst haben, für die dann ggf. der Weiterbehandler gerade stehen müsste. Vielleicht sogar rechtlich?

Wie oft hast du denn den KFO gewechselt? War es für dich leicht, einen neuen KFO zu finden?

Viele Grüße

Uranus

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Sachen gibts!! Das ist ja echt der Wahnsinn!

Weiterhin alles gute :)

Lg Corina

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Und so ging es bisher bei mir weiter:

Ich hatte mittlerweile drei Termine an der Uniklinik in Düdo.

Der erste Termin war ein kurzes Beratungsgespräch, in dem ich u. a. abgeklärt habe, ob der KFO die Weiterbehandlung übernehmen würde. Der KFO hatte sich bereit erklärt, die Weiterbehandlung zu übernehmen.

Der zweite Termin:

Nach einem ersten kurzen Blick in meinen Mund meinte er, dass die Stellung der Zähne im UK schlechter sei als zu Beginn der Behandlung. Die Unterlagen hatte er sich vorher angesehen. Er würde auch davon ausgehen, dass ich um eine OP nicht herum kommen würde. Entweder sei nur eine UK-OP oder eine Bimax notwendig. Er meinte, dass ich mich entscheiden müsse, ob ich eine Behandlung mit oder ohne OP haben wolle. Ich sagte ihm, dass ich mich erst entscheiden könne, wenn er alle Messungen, Untersuchungen etc. vorgenommen habe und ich die Ergebnisse kenne, ich aber eher gegen eine OP sei - dies war aber noch keine abschließende Entscheidung. Ich wollte zuerst wissen, welche OPs (GNE, UK-Rückverlagerung, Bimax etc.) ggf. auf mich zukommen würden.

Bei dem dritten Termin meinte er gleich zu Beginn, dass ich mich ja gegen eine OP entschieden habe. Ich war etwas erstaunt, da ich das so nicht gesagt hatte. Es war irgendwie seltsam: Beim zweiten Gespräch hatte er sich eher für eine OP ausgesprochen. Beim dritten Termin meinte er, da ja schon so viel gemacht wurde, wäre es jetzt sinnvoller ohne OP weiterzuarbeiten. Allerdings könne er den jetzigen Zustand nicht mehr viel verbessern. Ein neutraler Überbiss wäre bei meiner Kieferstellung in keinem Fall zu erreichen.

Ich bin nun ziemlich verunsichert, wie es weiter gehen soll. Der KFO hat mir gesagt, dass die Behandlung bei ihm etwa 12 Monate dauern würde und noch einmal ca. 2.500,00 Euro kosten würde. Uiih, habe ich gedacht, für 12 Monate ganz schon viel! OK, es kommt ja auch darauf an, was in dieser Zeit gemacht werden soll. Zu Hause habe ich allerdings im Heil- und Kostenplan gelesen, dass die Behandlung auf 24 Monate gesetzt wurde. Keine Ahnung, warum er im Gespräch 12 Monate gesagt hat. Eine Unstimmigkeit...

Ich glaube, dass ich durch die Behandlung bei der erste KFO ziemlich misstrauisch geworden bin. Und versuche nun, dass dieses Misstrauen gegenüber KFOs generell nicht übermächtig wird. Es gibt ja schließlich auch noch gute KFOs.

Es gibt aber noch eine Sache, die ich etwas seltsam finde:

An der Uniklinik in Düsseldorf war ich beim Leiter der Klinik, da ich ja als bisherige Selbstzahlerin wie eine Privatversicherte behandelt werde. In dem Wartezimmer waren bei meinen drei Terminen - bis auf eine Ausnahme - keine anderen Patienten da. Das kann natürlich damit zusammenhängen, dass ich die - teilweise überfüllten - Wartezimmer für gesetzlich Versicherte gewöhnt bin :373:

Ich frage mich nun, ob der Klinikleiter wirklich immer noch eine weitreichende regelmäßige Erfahrung in der praktischen Behandlung von Patienten hat oder ob er nicht doch eher für übergeordnete (administrative) Tätigkeiten verantwortlich ist und nicht mehr so ins Tagesgeschäft (Behandlung von Patienten) involviert ist.

Hinzu kommt, dass ich bei meinem dritten Termin kurz mit einer anderen Patientin sprechen konnte, die doch tatsächlich in das leer gefegte Wartezimmer für privat Versicherte geschneit kam. Sie hatte auch schon mehrere KFO-Wechsel hinter sich und ist bei dem Leiter der kfo. Klinik in D'dorf nun auch schon vier Jahre in Behandlung (insgesamt ist sie seit 8 Jahren in kfo. Behandlung *schluck*). Ich habe sie gefragt, ob sie mit der Behandlung beim Leiter der Klinik zufrieden sei. Das hat sie nicht mit einem klaren "Ja" beantworten können.

Vielleicht bin ich über-skeptisch? Was meint ihr?

Eigenlich würde ich mich lieber von den "normalen" KFOs an der Uniklinik behandeln lassen. (Aber wie bringe ich das dem Leiter der Klinik bei, ohne dass er "eingeschnappt" ist?) Es scheint mir so, als hätten diese mehr Erfahrung in der täglichen Behandlung von Patienten. Oder liege ich da völlig falsch?

Gibt es hier Menschen mit Erfahrungen in Unikliniken? Würde mich freuen, von diese Erfahrungen zu hören...

Ich habe einfach Angst, dass der nächste KFO wieder ein Griff ins Klo ist (sorry für die Ausdrucksweise...)

Für's Lesen meines langen Textes erst einmal danke.

Ich freue mich über Antworten,

Uranus

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Hallo Uranus,

wenn ich Dich richtig verstanden habe, hast Du noch immer eine Progenie, bzw. einen Kopfbiss, ist das richtig? Deine alte KFO hat es also nicht geschafft, die Zähne trotz falscher Kieferstellung so hinzubiegen, dass es optisch ein Überbiss ist. Würdest Du noch immer unter die Kriterien fallen, bei der die Krankenkasse auch im Erwachsenenalter die Behandlung bezahlt? Ich bin leider nicht daheim und habe deshalb mein schlaues Buch nicht zu Hand, meine aber, eine Vorbiss wird immer von der Krankenkasse bezahlt, bei einem Kopfbiss bin ich mir nicht sicher, ich glaube aber auch der Kreuzbiss wird bezahlt.

Aus Deinem letzten Posting habe ich den Eindruck, dass Du eigentlich jetzt bereit bist, Dich auf eine OP einzulassen, auch weil ohne eigentlich kein befriedigendes Ergebnis zu erreichen ist und jetzt eher der KFO nicht will. Dann willkommen zur Fossilienrunde, wir sind hier einige über 40, die operiert wurden und die es gut überlebt haben, um hinterher davon zu berichten. Wenn es zur OP kommt und Du unter die Kriterien fällst, bei der die Krankenkasse eigentlich zahlen sollte, würde ich auf alle Fälle mit der Krankenkasse reden, ob sie ab diesem Zeitpunkt die Behandlung übernimmt, schließlich spart sie dann einiges an Kosten für Brackets, etc. Du sagst, dass der Klinikleiter von OP auf Nicht-OP umgeschwenkt ist. Weisst Du, ob er eine Kassenzulassung hat? Häufig haben Chefärzte diese nicht, vielleicht will er eine Patientin nicht ziehen lassen (das ist aber eine reine Vermutung). Das könnte aber auch eine Möglichkeit sein, den Arzt zu wechseln, aber innerhalb der Klinik zu bleiben, wenn er Dich nicht mehr weiter behandeln kann.

Irene

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Hallo Uranus,

meine Zweifel an UK kommen daher, dass ich dort extrem schlechte Erfahrungen gemacht habe. Immerhin bemerkenswert, dass sich diese Klinik nicht scheut zu sagen, dass der Zustand sich verschlechtert hat und bereit wäre, dich zu behandeln, was einige andere hier auch berichten. Die Unstimmigkeiten würden mich allerdings auch irritieren, aber vllt lassen sie sich klären. 24 Monate im HKP statt mdl. 12 Monate könnte vllt einschließlich Retention sein, aber dieses mal mit, mal ohne OP, gibt schon Zweifel auf. Welche Zahnbewegungen sollen eigentlich vorgenommen werden bzw. was soll "verbessert" werden und mit welchen Geräten? Vorsichtig wäre ich auf alle Fälle. Bist du eigentlich schon einmal bei einem KFC gewesen? Wünsche dir Glück für deine Entscheidung!

PS: Sagt dir/euch der Fall "Friedl" etwas? Humanmediziner, aber bei Zahnmedizinern geht es mMn viel weiter.

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