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Ilse

Hallo aus der Anonymität

Hallo liebe Forenmitglieder,

ich nenne mich Ilse, bin zwischen 20 und 30 Jahre alt und lege viel Wert auf Anonymität. Ich bin Beamtin, aber leider liegt die Verbeamtung auf Lebenszeit noch vor mir. Die Verbeamtung auf Lebenszeit beinhaltet eine medizinische Überprüfung bei der bestimmte katalogisierte Fakten und Diagnosen nicht eintreffen oder festgestellt werden dürfen. Ich werde mich entscheiden müssen, ob ich eine "richtige" kieferorthopädische und -chirurgische Behandlung noch vor der Verbeamtung auf Lebenszeit riskiere. Denn eine zu schlechte Diagnose könnte meine Laufbahn beenden. Zumindest ist das meine bislang unbestätigte, aber begründete Angst.

Ich habe einen zu großen Unterkiefer. Dies wirkt sich optisch nicht weiter drastisch aus. Mich selbst stört es ist nicht und mein Umfeld bemerkt es erst gar nicht. Meine Zähne im Unterkiefer geht leicht schräg über die Zähne meines Oberkiefers hinaus. Dadurch entsteht eine Lücke zwischen den Schneidezähnen oder beiden Kiefer beim Aufbeissen von wenigen mm. Ich hatte nie funktionelle Probleme oder Schwierigkeiten. Also eigentlich halb so wild! Sollte man denken..

Vor einiger Zeit bekam ich einen Druck auf einem Ohr, jener trotz mehrfacher Ohrenarztbesuche nicht nachgewiesen oder beseitigt werden konnte. Mir wurde der Gang zum Kieferorthopäden empfohlen. Laut meinem Kieferorthopäde sei es gut, dass ich gekommen bin, da ich durchaus eingreifendere Beschwerden erleiden könnte. Es ist auch für den eigenen Kopf eine unschöne Sache, wenn immer das Gefühl vorhanden ist, dass man Wasser im Ohr hat.

Derzeitig wird das mildeste Mittel, eine Aufbissschiene, genutzt.

Da es unklar ist, ob und wann ich eine weitere Behandlung in Angriff nehme, erhoffe ich mir hier hilfreiche Informationen.

Viele Grüße

Ilse

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Ich füge hinzu, dass ich seit Kurzem eine funktionsanalytische Behandlung hinter mir habe. Es kam heraus, dass ich beim Öffnen und Schließen des Mundes diverse Unregelmäßigkeiten habe.

Um es bildlich zu verdeutlichen, stelle man sich eine Autogarage vor. Das Garagentor fährt langsam von oben nach unten zu. Und bei Öffnen geht es gleichmäßig nach oben. Bei meinen Kiefer ist es hingegen so, dass es nicht gleichmäßig ist. Die eine Seite öffnet sich schneller als die andere, wodurch es so wirkt, als würde mein Unterkiefer beim Öffnen und Schließen schwanken.

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Hallo Ilse, ich weiß nicht was gegen eine Verbeamtung auf Lebenszeit sprechen sollte... was darf denn nicht festgestellt werden?! Eventuell könntest du das präzisieren?! Immerhin müsste es deiner Eignung als Beamtin widersprechen. Dies kann ich mir offengestanden nur bei einer Tatsache vorstellen, die grundsätzlich bereits die Nichteignung zur auszuübenden Tätigkeit begründet....

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Hallo MariaM,

letztendlich kommt es auf den Amtsarzt an. Fest steht, dass eine kieferorthopädische Behandlung abgeschlossen sein muss. Das wäre sie bis zur Untersuchung nicht, wodurch es aufgeschoben wird. Außerdem darf sinngemäß weder Aussehen, noch Funktion erheblich beeinträchtigt sein. Den genauen Wortlaut kann ich nicht wiedergeben, aber ich schaue die Tage noch einmal nach. Es lässt sich jedenfalls viel reininterpretieren. Die Vorschriften sind in der PDV 300 enthalten, jene leider nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind.

Viele Grüße

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Nun ja, eine Behandlung ist nachdem was Du erzählt hast auf jeden Fall wichtig damit sich dein Gesundheitszustand nicht verschlechtert. Ich nehme mal an, dass du kurz vor der Ernennung stehst (25-26J. alt bist) und weißt, dass die Behandlung sicherlich mind. 2 J. dauern wird und somit noch nicht bis zum 27. Lebensjahr abgeschlossen sein wird. Deine Ängste sind durchaus nachvollziehber, denn wie Du schon sagtest kommt es immer auf den Arzt an. Bei der Einstellung wurde dein Kiefer sicherlich auch angeschaut und für o.k. befunden, heißt aber nicht, dass sie bei der Abschlussuntersuchung zum gleichen Schluss kommen. Ich würde an deiner Stelle noch die 1-2 Jahre warten, die dir noch bis zur Ernennung zum Beamten auf Lebenszeit fehlen und erst dann mit der Behandlung anfangen, um auf Nummer sicher zu gehen.

Aber komplett auf die Behandlung verzichten halte ich nicht für ratsam. Das Problem mit dem Gefühl Wasser im Ohr zu haben, hatte ich vorher auch und bereits jetzt ist es wie verflogen.

Alles Gute für Dich!

Drahti

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Hallo MariaM,

letztendlich kommt es auf den Amtsarzt an. Fest steht, dass eine kieferorthopädische Behandlung abgeschlossen sein muss. Das wäre sie bis zur Untersuchung nicht, wodurch es aufgeschoben wird. Außerdem darf sinngemäß weder Aussehen, noch Funktion erheblich beeinträchtigt sein. Den genauen Wortlaut kann ich nicht wiedergeben, aber ich schaue die Tage noch einmal nach. Es lässt sich jedenfalls viel reininterpretieren. Die Vorschriften sind in der PDV 300 enthalten, jene leider nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind.

Viele Grüße

Hallo,

aufgrund deiner zitierten Vorschrift konnte ich ungefähr deinen Beruf sowie Alter erraten:) Du hast recht, bereits eine Einstellungsvoraussetzung ist, dass eine kieferorthopädische Behandlung erfolgreich abgeschlossen ist. Logisch, denn man möchte niemanden in das Beamten- bzw. sogar Lebzeitverhältnis berufen, der dann eventuell noch jahrelange Kosten verursacht bzw. im schlimmsten Falle dienstunfähig wird.

Sofern du dich für eine kieferchirurgisch-/0rthopädisch kombinierte Behandlung (also mit OP) entscheidest, wirst du wahrscheinlich vorerst keine Lebzeitbeamtin. Ein Bekannter hatte sich kurz vor seiner Ernennung zum BAL das Knie ruiniert, OP folgte, die Ernennung wurde bis zum Abschluss der Behandlung/Heilung aufgeschoben.

Natürlich kenne ich den genauen Wortlaut dieser Vorschrift nicht, so dass es sich um reine Vermutung/persönliche Meinung handelt. Mir jedenfalls wäre das Risiko im Vorhinein zu groß. Was bis jetzt warten konnte, hat auch noch Zeit bis nach Erhalt dieser Urkunde, es sei denn, die Schmerzen etc. sind kaum noch auszuhalten. Aber wie bereits gesagt, das ist meine rein persönliche Meinung.

Grüße und viel Erfolg bei der Entscheidungsfindung :blink:

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Ihr habt mein Problem erkannt. Das ganze macht es für mich sehr schwierig und die Zeit bis zur Untersuchung wird ein kleiner Nervenkrieg.

Mein Glück ist es, dass ich mit genau diesem Kiefer eingestellt worden bin. Warum sollte ich jetzt mit genau diesem Kiefer herausgeschmissen werden? Letzendlich hat sich in der Funktion nichts verändert. Ich habe lediglich auf einem Ohr etwas Druck. Es muss ja nicht einmal sein, dass der vom Kiefer herrührt (aber denkbar) Ich habe keine Schmerzen oder sonstige Beschwerden. Natürlich will der Kieferorthopäde, dass ich es behandeln lasse. Alleine finanziell ist es für ihn eine Goldgrube. Fraglich ist nur, ob es wirklich medizinisch notwenig ist oder vielmehr als Prävention dient, damit es vielleicht irgendwann einmal schlechter wird. Ich denke es ist empfehlenswert, aber nicht zwingend erforderlich.

Ich hoffe, dass alles gut geht. Es wäre für mich das größte anzunehmende Unglück, wenn ich nicht auf Lebenszeit eingestellt werde bzw herausfliege. Denn das Studium ist bei keiner sonstiges "Organisation" hilfreich und ich müsste wieder bei 0 starten. Geplante Eigentumsanschaffungen werde ich besser verschieben.

Ich denke auch, dass ich die Behandlung auf Eis lege.

@Drahti

Wieso hattest du Druck auf den Ohren? Wielange hat die Behandlung gedauert? Wie wurde behandelt?

Viele Grüße

Die sich Sorgen machende Ilse

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Hallo Ilse,

ich hatte immer auf dem linken Ohr ein Druckgefühl. Es war nicht schmerzhaft aber immer da. Ich hatte teilweise das Gefühl als hätte ich Wasser im Ohr und alles hörte sich etwas gedämpft an. Daraufhin bin ich dann zum HNO-Arzt gegangen, denn die Beschwerden kamen erst mit anfang 20J. Dieser stellte dann eine schiefe Nasenscheidewand fest und diagnostizierte auch sehr enge Atem- und Gehörgänge vor allem auf der linken Seite und riet mir zu einer OP, um die schiefe Nasenscheidewand richten zu lassen da ich mittlerweile auch kaum noch Luft durch das linke Nasenloch bekam.

Ich habe die OP dann auch machen lassen und es wurde auch alles besser mit der Atmung jedoch blieb das Problem mit dem Ohr. Der Arzt sagte, dass man da nichts machen könne und ich gab zunächst auf.

Aufgrund meine Zahnfehlstellung bin ich 2 Jahre später zum KFO und habe mich unabhänging von meinem Ohrproblem zur Behandlung entschlossen. Ich sprach auch meine Ärztin nicht darauf an, weil ich mich mit dem Druck bereits abgefunden hatte und nicht dachte /wusste, dass dieser eventuell in Zusammenhang mit meinem Kieferproblem steht. Doch bereits nach ca. 6 Monaten war das Problem mit meinem Ohr weg und bis jetzt ist es auch nicht wiedergekommen.

Das ist natürlich keine Garantie, dass bei jeden das Problem damit gelöst wird. Bei war es jedenfalls ein glücklicher Nebeneffekt der sich mit dem Tragen der Zahnspange ergab : )

Beste Grüße,

Drahti

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Vielen Dank für die Information. Hast du nur eine feste Zahnspange oder neben der Nasen-OP auch eine Kiefer-OP hinter dir? Wie hat es sich plötzlich ohne Druck angefühlt?

Ich weiß noch nicht, wie es bei mir weiter gehen wird. Abwarten und Tee trinken..

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Nein ich habe keine Kiefer-OP bekommen und werde sie auch nicht benötigen, glücklicherweise ; )

Mein Kiefer ist i.O. ich muss nur die feste Spange (UK+OK) für ca. 2 Jahre Behandlungsdauer tragen und dann ist es geschafft.

Wie es sich ohne Druck anfühlt? Gut, sehr gut! Vorher hatte ich immer dieses unangenehme Gefühl...hin und wieder konnte ich es ausblenden aber wenn ich dann doch zur Ruhe kam bemerkte ich den störenden Druck. Ich kann gar nicht genau sagen, wann es genau aufhörte. Mir fiel nur eines Tages auf, dass ich schon eine Weile mich nicht mehr über den Druck im Ohr geärgert habe und er seitdem auch nicht wieder kam.

Alles Gute und Grüße!

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