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Macke

Dampf ablassen: Zu viel Hoffnung auf optische Verbesserung?

Hallo allerseits,

ich wollte nur mal meinen Dampf ablassen, der sich über die Jahre angestaut hat und euch meine Geschichte erzählen. Ich hatte schon öfters hier gepostet, weil mich vor allem die Asymmetrie meines Gesichts zu Schaffen macht. Ich kann mir vorstellen, dass das bei anderen noch extremer ist und die deshalb umso mehr leiden. Kann es allen Betroffenen auf jeden Fall gut nachempfinden.

Ich befinde mich gerade in kieferorthopädischer Behandlung, weil mein UK zu weit vorne und zu weit rechts stand. Es wurde von Anfang gesagt, dass eine OP notwendig ist. Allerdings trage ich die feste Spange seit 6 Monaten und die oberen Schneidezähne stehen nun komischerweise direkt vor den Schneidezähnen meines UK, also so wie es sein sollte. Auch die "Mittellinie" zwischen meinen Schneideszähnen des OK liegen genau auf der des UK. Der OK liegt auf beiden Seiten aber trotzdem noch zu weit rechts. Bin insgesamt etwas verunsichert, inwieweit eine OP notwendig ist und wenn ja, ob die OP die Asymmetrie in meinem Gesicht beseitigt. Wünschen tue ich es mir natürlich.

Mein nächster Kfo-Termin steht in 1 Monat an, damit entschieden werden kann, ob schon ein OP-Termin ausgemacht werden kann. Ich weiß, es hört sich widersprüchlich an. Einerseits scheint es so, als ob der OP nichts im Weg steht und andererseits bekomme ich so meine Zweifel. Ich hoffe jedenfalls, dass operiert wird. Der Gedanke einer OP und den damit verbundenen Schmerzen macht mir auch keine so große Angst. Größere Angst hätte ich vor einem Zahnarzt, der mir einen Zahn ziehen oder Karies wegbohren will. Das Schlimme ist eigentlich diese Unsicherheit und das Warten. Es ist noch nichts in Stein gemeißelt, weil noch keine Besprechung mit dem Kfo oder OP-Termin und trotzdem sitze ich schon auf heißen Kohlen.

Ich hab einfach Angst, dass ich zu große Hoffnungen in diese OP setze. Seit ein paar Jahren ist mir diese Asymmetrie aufgefallen und hat mich schon öfters runtergezogen. Vielleicht denkt jemand, so schief sieht das Gesicht nicht aus oder bemerken noch nicht mal die Asymmetrie. Aber glaubt mir, sie ist sichtbar. Manchmal denke ich, die Asymmetrie ist fast so stark wie bei Shannen Doherty. Ich weiß ja, dass man trotzdem stark, selbstbewusst und schön sein kann und dass ein schiefes Gesicht einen nicht immer negativ beeinflussen muss. Aber bei mir tut sie es sehr wohl. Ich habe auch schon häufig erlebt, dass mir viele Leute wegen dieser Asymmetrie nicht mehr ins Gesicht schauen können. Das ist mir so häufig passiert, dass Zufall oder Einbildung ausgeschlossen werden kann. Mittlerweile habe ich selbst Probleme, Blickkontakt zu halten und selbstbewusst vor Gruppen aufzutreten (oder auch allgemein). Ich hoffe quasi, die OP kann die Asymmetrie beseitigen oder wenigstens auf ein absolutes Minimum reduzieren. Im Hinblick auf die anderen genannten Probleme bin ich mir bewusst, dass diese nicht auf einen Schlag durch eine OP gelöst werden können. Immerhin: Ein normales Gesicht würde unglaublich helfen.

Ich glaube, manchmal wird es total unterschätzt was für einen Effekt solche "Details" auf Betroffene haben können. Es ist ja nicht so, als ob man einen riesigen, für jeden gut sichtbaren Pickel auf der Stirn hätte. Trotzdem wirkt das Gesicht nicht harmonisch oder sympathisch. Das Gesicht wirkt verzerrt (häufig auf Fotos zu erkennen), so dass der natürliche Gesichtsausdruck manchmal härter oder verbissener erscheint als er es ist. Klar, dass andere Menschen auf solch ein Gesicht in irgendeiner Form entsprechend subtil reagieren. Da es nicht eindeutig und offensichtlich genug ist, ist es für andere manchmal nicht nachvollziehbar. Deswegen fällt es mir persönlich schwer, darüber zu reden.

Nun ja, genug Dampf abgelassen. Hoffentlich bringt ein Gespräch über die operativen Möglichkeiten mehr Hoffnung. Ich kanns nicht erwarten bis es so weit ist.

Vielleicht hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht? Ich würde mich freuen, wenn ihr davon berichtet würdet. Ansonsten freue ich mich über jede Antwort / Kommentar / PM.

Liebe Grüße

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Hallo Chrimi,

ich hab zwar keine Asymmetrie, aber ich kann ein bißchen nahvollziehen was du meinst, da ich irgendwie manchmal verkrampft lache, obwohl ich mich gar nicht verkrampft fühle, und dann krieg ich zu hören "entspann dich mal!" (< Ja super, wie denn, wenn ichs schon BIN? :angry: ) Und oft genug sagen die Leute eben nichts, und ich denke dann aber "denken tun sies doch" (manchmal merkt man das ja auch, aber manchmal ist man vielleicht auch selbst zu fixiert drauf und der andere denkt grad was ganz anderes...) Trotzdem lass ich mein Gummy Smile glaub ich nicht operieren, da bei mir keine medizinische Notwendigkeit vorliegt. Aber das Kinn will ich ein bißchen machen lassen. Und ich hoffe weiterhin auf ein gutes Umfeld (in meiner beruflichen Zukunft, bin gerade mit dem Studium fertig), und Freunde die mich so mögen wie ich bin...

Gruß, Cass

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Hallo :) Schön, daß mal jemand das Thema anspricht! Seit Jahren versuche ich Hilfe zu bekommen, aber meistens gingen die Kommentare bisher in diese Richtung: "Hm, die meisten meiner Patienten wären froh, wenn sie so aussähen wie Sie!" Prinzipiell ja, könnte man sagen, ich sehe sehr gut aus - aber eben nur von einer Seite und vielleicht auch noch von vorne, wenn man über den schiefen Mund und die schief wirkende Nase einmal hinwegsieht. Von rechts jedoch habe ich einen - nun ja - meiner Meinung nach durch die Schiefheit verursachten sehr unsympathischen, verbissenen, wenn nicht sogar aggressiven Zug. Von links Cinderella - von rechts ein Anflug von Schlägerbraut. :(

Auch ich würde behaupten, daß dies den meisten nicht direkt auffällt, wenn ich mich als dreidimensionales und gestikulierendes Wesen durch die Gegend bewege. Besonders auffällig ist es aber, wie schon beschrieben, auf Photos: Während des Fotografierens sieht zunächst offensichtlich zwar niemand einen Anlaß, zwischen meiner Schokoladenseite und meiner degenerierten Seite zu unterscheiden. Allerdings erlebe ich regelmäßig, daß sich mein Gegenüber kopfschüttelnd und stirnrunzelnd wundert, sobald dieser das frisch entstandene Bild in der Kamera begutachtet. *heul* Jedes Mal denke ich mir: Ja, das hätte ich Dir auch schon vorher sagen können, daß das nix wird, wenn Du mich von halbrechts/rechts ablichtest. Und leider kann man sich ja in Zeiten von Handykameras & Co. oft gar nicht schnell genug wegdrehen. :(

Und abgesehen davon, daß Leute ja ohnehin immer gerne lästern, bilde ich mir zumindest ein, daß manche der unnetten Dinge, die über mich schon in die Welt gesetzt wurden, vielleicht durchaus ein Spiegel dessen sind, was man aufgrund des unfreiwilligen Gesichtsausdrucks vielleicht vermuten könnte. :(

Alles in allem stelle ich bei mir jedenfalls fest, daß ich durch die Asymmetrie sehr verwirrt bin über meine Attraktivität und meinen Sympathiefaktor. Und es ist nicht einmal die Asymmetrie per se, die mich stört, sondern vielmehr der Ausdruck, der sich daraus ergibt. In der Tat würde ich den Menschen, der sich mir auf meinen rechtsseitigen Photos präsentiert, vermutlich selbst für unsympathisch halten. :(

Allerdings glaube ich wiederum weniger, daß einem andere aufgrund der Asymmetrie nicht ins Gesicht blicken können. Was sie sich dabei denken, steht vielleicht wieder auf einem anderen Blatt... ;) Hatte früher auch so eine Einbildung, aber ich habe festgestellt, daß das Quatsch war. Einige meiner Bekannte können prinzipiell niemandem ins Gesicht und schon gar nicht in die Augen sehen - vor allem beim Sprechen nicht. Und so schielen sie grundsätzlich an einem vorbei. Man darf nicht vergessen, daß auch andere Komplexe haben. Manchmal macht man den Fehler und bezieht die daraus resultierenden Verhaltensweisen auf sich selbst. Meine Mutter hatte einmal eine halbseitige Gesichtslähmung - wow - das sah mal wirklich schlimm aus - und selbst da konnte ich nicht feststellen, daß irgendjemand Probleme gehabt hätte, sie anzusehen.

Liebe Grüße,

Mandibulix :)

PS: Zu Shannen Doherty: Ich finde, daß ihr Gesichtsausdruck trotz der Asymmetrie stets sympathisch wirkt. Insofern finde ich die Asymmetrie bei ihr nicht schlimm.

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Sehr schön auf den Punkt gebracht - mich stört auch sehr, dass so eine Asymmetrie sich so negativ auf die Mimik auswirkt. Ich hab mich beim Fotografen oft bemüht zu lächeln, aber da ist fast nix dabei rübergekommen. Innerlich dachte ich ich würde lächeln, aber auf den Fotos war davon nix zu sehen. :(

Wenn das auf ALTEN Fotos nicht so ist, kommt man dann halt ins grübeln, was da nicht stimmt.

LG

Progi

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Hallo,

ja die Schokoladenseite gibt es tatsächlich und ist bei mir schwer zu finden. aber die frontalansicht ist für mich ehrlich gesagt das eigentliche problem, auch wenn mir die veränderung des aussehens je nach seitenansicht bekannt vorkommt. denn für die meisten fotos oder den ersten eindruck o.ä. präsentiert man sein gesicht ja meistens von vorne.

bei der sache mit dem in die augen schauen: stimmt, es kann auch am gegenüber selbst liegen, dass er mir nicht ins gesicht schauen kann. aber meistens merkt man ja sofort, ob das gegenüber eine bestimmte unsicherheit ausstrahlt. das kann ich bei meinen erfahrungen ausschließen.

was du angesprochen hast, drückt genau mein dilemma aus: ich finds schwierig im detail zu erklären, wie dieses problem mit der asymmetrie in verbindung steht. aber ich bin schon der meinung, dass man das auf die asymmetrie pinnen kann. denn sie lässt das gesicht unregelmäßig/verzerrt wirken und kann der person einen gesichtsausdruck verleihen, der überhaupt nicht der momentanten gefühlslage entspricht. und ich kann es da nicht ertragen, wenn sprüche kommen wie "Lächel doch mal.", wenn andere ohne anstrengung einen freundlichen, offenen oder neutralen gesichtsausdruck zeigen können.

aber ist auch schwierig, das problem der asymmetrie für alle zu verallgemeinern. da gibts sicher unterschiedliche erfahrungen..

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