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Gast La Fleur

Dämmerschlaf

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Ich hatte meine UK-Distraktor Entnahme im Dämmerschlaf. Fand es sehr angenehm, jedoch ging es auch nur eine halbe/dreiviertel Stunde. Dazu wurde nur ein kleiner Schnitt gemacht. Mitzubekommen wie sie deinen Kiefer brechen, stelle ich mir dann doch etwas unangenehm vor. Vor allem weil es wesentlich länger dauert.

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Hallo Haley,

ich hatte vor einem Jahr eine Operation am Sprunggelenk, die gewisse Ähnlichkeiten zu den Kiefern-Operationen aufweist und dabei keine Vollnarkose. Bei der Operation wurde der Innenknöchel durchtrennt, zwei Knochen-Knorpelzylinder im Knie entnommen und in den Talus (einen der Knochen im Sprunggelenk) eingesetzt und dann alles wieder zusammengeschraubt. Alles im Prinzip wie bei den Kiefern-OPs, wo ja auch Knochen durchtrennt wird, bei mir muss sicher auch Knochen transplantiert werden, und man es wieder zusammenschraubt, nur bei den Kiefern-OPs in einer neuen Stellung, beim Sprunggelenk war natürlich wichtig, dass es alles genauso ist wie vorher. Die Betäubung erfolgt zum einen durch zwei Nervenkatheter (zwei wegen Sprunggelenk und Knie), die auch danach noch zur Schmerzstillung benutzt wurden. Ich bin mir sicher, dass während der OP noch Dormicum oder etwas ähnliches gespritzt wurde, da mir von der eigentlichen OP nur noch in Erinnerung geblieben ist, dass ich mich einmal beschwert habe, dass mir kalt sei (okay, keiner der mich kennt, wird sich darüber wundern :-)) und irgendetwas, von dem ich vermute, dass es das Einpassen eines der Zylinder war. Aber das eigentliche Durchtrennen des Knochens oder auch das Zusammenschrauben oder auch das Bohren der Schraubenlöcher habe ich nicht mitbekommen. Und sonst hatte ich das Gefühl, dass ich schon im Einleitungsraum, der vor dem eigentlichen OP-Saal ist, eingeschlafen bin und bewußt wachgeworden bin ich dann im Aufenthaltsraum, wobei Dormicum dosisabhängig für eine Amnesie sorgt, selbst wenn man wach genug ist, um selber zu atmen, wird das Erlebte nicht im Gedächtnis abgespeichert.

Nachdem ich jetzt geschrieben habe, dass es am anderen Ende des Körpers gut denkbar ist, auf alle Fälle in Kombination mit den Schmerzkathetern, würde ich den Operateur, der vorschlägt, die Kiefer-OP im Dämmerschlaf zu machen, mindesten zwei Fragen stellen:

  • Welche Vorteile hat der Dämmerschlaf im Gegensatz zur Vollnarkose für den Patienten
  • Welche Vorteile hat der Dämmerschlaf für den Operateur? (Ein Operateur, der sich wohlfühlt, ist sicher auch nicht zu verachten :-))

Ich würde den Operateur auch fragen, wie Schmerzen ausgeschaltet werden, werden Nerven nochmals separat betäubt, oder wird alles über die Sedierung gemacht? Vielleicht ist es ja auch möglich, Kontakt mit einem schon operierten Patienten aufzunehmen, um diesen nach den Erfahrungen zu befragen, da es ja für einen selber schwer vorstellbar ist. Aber selbst mit meiner Vorerfahrung bin ich mir bei Kiefern-OP nicht sicher, attraktiv am Dämmerschlaf wäre für mich vor allem, dass nicht beatmet werden muss und es deshalb nicht beim Einführen des Tubus zu Stimmbandverletzungen kommen kann. Da ich ziemlich viel singe, wäre für mich eine Stimmbandverletzung eine persönlich Katastrophe und ich habe bei meinen Operationen in den letzte Jahren immer um besondere Vorsicht beim Intubieren gebeten.

Irene

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