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Swarley

Frage zur vorgeschlagenen Behandlung

Hallo!

Ich habe mich nun endlich entschieden (mit 19) eine kieferorthopädische Behandlung zu machen, die auch lange nötig war. Zuvor habe ich einfach zu viel Angst gehabt mit einer Zahnspange rumzulaufen (obwohl das natürlich totaler Irrsinn ist, denn mit solchen Zähnen herumzulaufen ist im Grunde viel schlimmer), doch jetzt habe ich es endlich gewagt doch den ersten Schritt zu machen.

Allerdings wurde mir nun eine Behandlung vorgeschlagen von der gerade meine Eltern nicht begeistert sind, und ich habe Angst die falsche Entscheidung zu treffen und hoffe, dass Sie mir hier ein bisschen weiterhelfen können.

Zuerst zur Situation:

Da ich mich mit dem ganzen noch nicht so wirklich auskenne, werde ich einfach mal das aufschreiben was meine Kieferorthopädin in den Behandlungsplan geschrieben hat.

Die Diagnose lautet:

Oberkiefer: Massive Platzeinengung und Palatinalstand 21. Engstehende und rotierte Front. Protrudiert stehende Front. Palatinalstand 15. Anteriore und posteriore Zahnbogenenge

Unterkiefer: Massive Platzeinengung 43, 42, 41. Rotationen im Front- und Seitenzahnbereich. Lingualkippung 34. Protrudiert stehende Front.

Bisslage: Kreuzbiss bei 21. Mesialbisstendenz.

(ich weiß zwar nicht, was das alles bedeutet, aber im Grunde steht bei mir der linke Schneidezahn hinter den Frontzähnen im Unterkiefer, also das ist das bedeutendste Problem. Auch im Unterkiefer sieht das ganze nicht gerade "schön" aus, aber wäre da nicht das Problem mit dem Schneidezahn würde ich damit schon "klarkommen")

Therapie:

Oberkiefer: Extraktion der konservierend behandelten Zähne 15, 25. Auflösen der Frontengstände und Frontdrehstände. Einordnung 21 in den Zahnbogen. Retrudieren der Frontzähne nur soweit möglich bedingt durch die Mesialbisstendenz. Transverasle Nachentwicklung des Zahnbogens. Ausformung des Zahnbogens.

Unterkiefer: Extraktion der konservierenden behandelten Zähne 35, 45. Derotation im Front- und Seitenzahnbereich. Einordnung 34 in den Zahnbogen. Retrudieren der Frontzähne. Ausformung des Zahnbogens.

Bisslage: Überstellen des kreuzbissverzahnten 21. Sichern der Okklusion. Sichern overjet/overbite.

Verwend. Geräte: Ok/UH Multiband/Lingualtechnik. Quad Helix (QH). Intermaxilläre Gummizüge. OK/UK 3 - 3 Kleberetainer. Retenotionsgeräte.

Die Behandlungsdauer ist voraussichtlich 2 1/2 - 3 Jahre und das ganze wird mich mit Lingualtechnik rund 5500 kosten.

Meine Kieferorthopädin schlägt mir also auf Grund des Engstandes vorne vor alle vier Fünfer ziehen zu lassen, denn sonst würde ich, wie sie sagt, am Ende wie ein Pferd aussehen, wenn man bloß alles noch weiter nach vorne verschiebt um Platz für den Schneidezahn und die anderen Zähne zu schaffen.

Wie gesagt sind meine Eltern beide komplett dagegen und wollen ungerne unnötig Zähne ziehen. Gerade mein Vater meint, dass sich die Lücken nicht schließen würden und ich später Brücken bekommen müsste. Allerdings kommt mir meine Kieferorthopädin auch vertrauenswürdig vor und nun weiß ich nicht was ich machen soll. Nach erneuter Absprache meint sie, dass sie auf keinen alternativen Behandlungsplan eingehen würde (auch nicht nur auf den Oberkiefer eingeschränkt), was wohl heißt, dass sie überzeugt ist von der Richtiggkeit ihres Behandlungsplans...

Letzte Woche hatte ich einen Termin bei einem anderen Kieferorthopäden zu dem ich mit Röntgenbildern und Kieferabdruck gegangen bin. Er hat mir gesagt hat, dass er keine Zähne ziehen lassen würde und es auch gehen würde indem man den Zahnbogen ausformt und den Frontzahn nach vorne verschiebt. Ich weiß allerdings nicht ob er das bloß gesagt hat, weil er sich irgendwie gedacht hat, dass meine Kieferorthopädin Zähne ziehen vorgeschlagen hat, und nun versuchen will mich "zu sich zu holen". Im Großen und Ganzen war er mir eher unsympathisch, aber das sollte ja eigentlich keine Entscheidung beeinflussen. Er hat mir Beispiele gezeigt, wo das auch ohne Zähne ziehen geklappt hat, aber um ehrlich zu sein überzeugt mich das nicht, immerhin sind es nur Beispiele von anderen Leuten und das heißt nicht, dass es bei mir genauso gut funktionieren würde.

Also im Grunde weiß ich nicht, wem man genau vertrauen kann und was die beste Entscheidung wäre. Ich selbst habe eigentlich kein großes Problem mit dem Zähne ziehen (vielleicht weil ich einfach nur unerfahren bin) und möchte einfach nur schöne Frontzähne haben, allerdings habe ich auch Angst, dass es doch falsch wäre sie ziehen zu lassen.

Mein Vater sagt auch, dass es auch die Möglichkeit gäbe mir den Schneidezahn ziehen zu lassen und stattdessen einen künstlichen zu bekommen (um halt eben nur einen statt vier Zähne zu verlieren). Allerdings weiß ich nicht in wie fern das möglich ist oder überhaupt eine gute Alternative wäre.

Ich weiß nicht ob Sie jetzt genug Informationen haben um über meine Lage einigermaßen urteilen zu könnnen - wenn nicht können Sie ja Fragen stellen. Ich hoffe Sie können mir irgendwie den Umständen entsprechend ein bisschen helfen (vielleicht haben Ihnen ja die medizinischen Daten genug geliefert um sich eine Meinung zu bilden) und mir etwas raten.

Danke schonmal für alle, die sich Zeit nehmen das hier zu lesen.

Liebe Grüße, Swarley.

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Hallo Swarley,

Ich würde mir bei einem anderen KFO eine 2. Meinung einholen. Mir hat ein KFO auch zum ziehen von 4 Zähnen geraten, sonst könnte der Engstand nicht behoben werden. Bei meinem jetzigen KFO klappt es mit Damon-Brackets auch ohne Zähneziehen. Es wurde nur eine minimale ASR gemacht.

Viel Erfolg für Deine Behandlung!!!

Gruß, BeNice

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Würde auch weitere Meinung/en einholen und mir gut überlegen, ob ich auch nur 1 Zahn für eine Behandlung opfere. Die Befürchtung deines Vaters ist nicht unbegründet, es können Restlücken bleiben. Auf der anderen Seite können Zähne wohl nicht immer problemlos nach vorne u/o außen geschoben werden. Wenn es überhaupt machbar ist, bleibt das Ergebnis oft nicht stabil.

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