sweetjolies

Verschiedene GNE Operationsmöglichkeiten??

Hey Leute,

Hab mal eine Frage zu der GNE. Da ich sonst im Forum nichts genaues gefunden hab mache ich einfach mal ein neues Thema :)

Ich hab gehört das es verschiedene Möglichkeiten für die GNE gibt? Also einmal wo "nur" der Knochen geschwächt wird

und wo der Oberkiefer in zwei Teile aufgeteilt wird. Wie wird das entschieden welche Op gemacht wird? Je nach Schwere wie klein

der Oberkiefer ist?? Wo ist der Unterschied?

Danke schonmal für die Antworten, die hoffentlich kommen werden :D

Liebe Grüße,

sweetjolies

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Hallo, ja ich hab auch schon gelesen, dass es zwei verschiedene Operationsarten gibt. Eine, bei der lateral geschnitten wird und eine, bei der mesial geschnitten wird. Wie die laterale funktioniert weiß ich auch nicht^^, aber bei der anderen ist es so, dass der Oberkiefer so ähnlich wie bei einer Verlagerungsop oberhalb der Zahnwurzeln durchgesägt wird bis er nur noch hinter den letzten Backenzähnen dran ist. Bei einer Verlagerungsop folgt dann die "Down-Fracture", also der Kiefer wird abgebrochen. Das passiert bei der GNE nicht. Hier wird dann zuletzt noch der Oberkiefer zwischen den Schneidezähnen gespalten, dass er sich auseinanderdehnen kannn.

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Diese Frage interessiert mich auch!

Ich weis nur, dass mir meine KFC mal gesagt hat, im Ok hätte ich mehrere "Bruchstellen" oder so was und im Uk wurde nur an zwei Stellen der Knochen geschnitten... Darum musste ich im UK länger warten, bis am die Zähne in die Lücke schieben konnte...

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Habe jetzt noch mal im Internet geguckt..

Auf einer Seite wird eine Möglichkeit beschrieben:

*Eine verknöcherte Gaumennaht muss vor Erweiterung chirurgisch geschwächt werden, da die andernfalls zu stabile knöcherne Verzahnung der Gaumensegmente eine Trennung verhindert. Die chirurgische Vorbehandlung der GNE muss in der Regel bei Erwachsenen erfolgen.*

Das ist die Eine Möglichkeit wo der Knochen geschwächt wird..

ODER

*kann den Oberkieferzähnen die Belastung durch eine Hyrax-Apparatur zur GNE nicht zugemutet werden, dann werden sogenannte transpalatinale Distraktoren (TPD) verwendet, die entweder selbst fixierend oder mit Hilfe von Osteosyntheseschrauben (Schrauben zum Zusammenfügen von Knochenbruchstücken) am harten Gaumen eingesetzt werden. Die über Distraktoren wirkende Kraft setzt direkt am Knochen an und hat ihr Kraftzentrum somit näher an der Basis des Oberkiefers und des Nasenbodens als die an den Zahnkronen ansetzende Kraft der Hyraxschraube. Dadurch entfallen Zahnkippungen, außerdem wird der stabile Knochen an der Oberkieferbasis erweitert, wodurch sich nach einer drei- bis viermonatigen Tragezeit eine vergleichsweise bessere Rezidivprophylaxe (Vorsorge gegen eine erneute Entwicklung zum Schmalkiefer) ergibt.*

Das ist wahrscheinlich die wo der Oberkiefer in zwei geteilt wird??

Was bedeutet dann :

kann den Oberkieferzähnen die Belastung durch eine Hyrax-Apparatur zur GNE nicht zugemutet werden,

Außerdem würde ich auch gerne wissen woran welche Möglichkeit entschieden wird, ich meine die Erste wo der Knochen nur geschwächt wird ist

nicht so risikoreich als wenn der Kiefer gleich in zwei Teile geteilt wird. Dann würden sich doch logischerweise alle für die erste Möglichkeit

entscheiden?? :D

Achja daher hab ich die Infos : Mein Link

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Hallo.

Ich hatte eine GNE, wenn ich das so nennen kann, ganz ohne OP.

Meine KFO hat mir so einen Apperat eingesetzt, den ich jeden Tag drehen musste.

Mein Kiefer musste allerdings nur 5 mm geweitet werden...

Liebe Grüsse

Lüsa

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Hallo Sweetjolies,

nein, die zweite Variante hat nichts mit der OP-Methode zutun. Damit ist nur gemeint, dass in diesem Fall, die GNE-Apparatur NICHT an den Zähnen befestigt wird, sondern am Knochen. Die Operation ist in diesem Fall auch die Schwächung der Gaumennaht. Am Anfang dachte ich auch es gäbe einmal "nur" eine Schwächung und dann die komplette Teilung. Aber soweit ich alles verstanden habe, ist mit Schwächung auch die Teilung gemeint, allerdings werden ja die Weichteile nicht getrennt, das heisst, es wird nur der Knochen durchtrennt und die Gaumennaht nicht komplett durchsägt, sonst hätte man ja am Gaumendach eine Naht. Bei mir wurde die GNE-OP auch durchgeführt. Ich hoffe, Du kannst verstehen, was ich Dir damit sagen will.

Bei mir wurde also erstmal die Schleimhaut unter der Oberlippe durchtrennt, dann wurde der Oberkiefer komplett von Rest des Schädel getrennt (sonst kommt man ja nicht von oben an die Gaumennaht), dann erfolgt die Schwächung der Gaumennaht, das heisst, sie wird geteilt, aber die Schleimhaut wird nicht durchtrennt. Dann wird die Schleimhaut nochmal zugenäht und der Oberkiefer bleibt "lose" hängen und mit der Zeit wächst er nochmal mit dem Schädel zusammen. Der Arzt sagte mir, der Oberkiefer wurde nur mit zwei Fäden am Schädel "aufgehängt". Aber ansonsten hing er da ganz lose. Das habe ich auch bei jedem Zusammenbiss gemerkt, ich konnte den Oberkiefer so immer ein Stück hochschieben. Das war ein merkwürdiges Gefühl.

Ich hoffe, ich konnte mich verstädnlich ausdrücken. Falls Du noch Fragen hast, kannst Du mir gerne schreiben! :-)

Liebe Grüße,

Hanay

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Hey Hanay

danke für deine Erklärung, aber das der Oberkiefer lose bleibt , bzw. mit zwei Fäden am Schädel festgemacht wird macht mir grad richtig Angst! habe mir

das viel leichter vorgestellt, nur ein bisschen oben den Kiefer "schwächen" und das wars. Dachte die GNE wäre nicht so eine schwere Op. Aber wenn du sagst

geschwächt werden heißt, der Kiefer wird in zwei Teile getrennt und vom Schädel abgetrennt, hört sich das alles schon ganz anders an.. muss ja ein schreckliches

Gefühl sein :( da traut man sich bestimmt kaum iwas zu bewegen.

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hallo....

uhjjj ich hab am 24.05. meine GNE vor mir... bin gespannt... klingt echt heftiger als ich dachte...

weiss einer wielange man dann krank geschrieben ist???

lg

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Hallo, also der Oberkiefer wird nur bei einer OK-Verlagerung komplett vom Schädel abgetrennt. Der OK-Knochen kann nicht komplett ringsrum durchgesägt werden, hinten sitzt er noch an knöchernen Strukturen fest. Deshalb wird bei einer Verlagerungsoperation auch mit dem Meisel und durch hin- und herbewegen des Oberkiefers dieses letzte Stück noch abgebrochen. Dieser Vorgang nennt sich glaube ich "Down-Fracture". Der Knochenschnitt bei einer GNE ist zwar der gleiche wie bei einer OK-Verlagerung, es erfolgt aber keine Down-Fracture, d.h. der Oberkiefer liegt nicht einfach so rum, sondern er sitzt schon noch einigermaßen stabil. Bei der GNE wird aber noch der Knochen oberhalb der Schneidezähne in Richtung der Nase aufgemeiselt. Und das Gaumendach wird laut meines KFO auch geschwächt, aber wohl so, dass man da nichts nähen muss.

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Also ich hatte auch eine GNE mit der sogenannten "Knochenschwächung". Sofern die oberen Backenzähne noch vorhanden und in einem guten Zustand sind, wird einige Tage vorher eine Hydraxschraube eingesetzt. Das ist eine Dehnapparatur, eine Art Metallbügel. Er wird an den Backenzähnen mit Bändern (Metall-Manschetten) befestigt und verläuft in Bogenform entlang des oberen Gaumens.

Wenn die entsprechenenden Backenzähne oben fehlen, bzw. die Zähne zu instabil sind, um die Apparatur zu befestigen, wird die Hydraxschraube implantiert, d. h. direkt am Knochen befestigt.

Nun zur OP: Bei der Variante, die ich hatte, wurde der OK-Knochen von vorn angegangen. Die Oberlippe wird quasi gelöst und hochgeschoben. Von vorn wird der Knochen an verschiedenen Stellen geschwächt. Es gibt sogenannte "tragende Säulen" im Kieferknochen, die für Stabilität sorgen.

Bei der OP wird lediglich an diesen 3-5 Punkten wenige mm in den Knochen "hineingesägt" und somit eine Schwächung der Struktur erreicht. Dann dreht der Chirurg während der OP die eingestzte Schraube bereits einige Male, so dass die Gaumennaht nachgibt und eine Lücke entsteht.

Der Oberkiefer wird keinesfalls wie bei der Bimax abgetrennt - auch nicht teilweise!

Vorteil dieses Verfahrens, man hat keine Naht/ Wunde im Gaumenbereich!

Bei dem anderen OP-Verfahren geht man direkt an die Gaumennaht im Mundinnenraum und öffnet diese chirurgisch.

Welches Verfahren zur Anwendung kommt, ist abhängig von der Klinik, bzw. Eurem Chirurgen. Jeder hat seine bevorzugte Methode.

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@ Flo89: das ist die Erklärung, die mir der Chirurg gegeben hat. Ich hatte auch nachgefragt, warum der OK so nach oben wippt, wenn ich zusammenbeisse: Klar fühlt sich das lose an, er wurde ja auch komplett abgetrennt...Zu Deiner Ausführung. Das kann ich mir auch gut vorstellen, dass der OK dann hinten noch teilweise am Knochen hängt, also nur vorne angetrennt wird. Allerdings muss der Oberkiefer ja auch runtergekippt werden, damit man von Oben an die Gaumennaht kommt. Geht das denn überhaupt, wenn der OK noch teilweise am Schädel befestigt ist? Mir haben die Chirurgen eben das andere Vorgehen erklärt.

@Serenissima: Und wie kommt man dann an die Gaumennaht? Der Oberkieferknochen wird geschwächt, das kann ich mir noch vorstellen, aber es ist doch die Gaumennaht, die auch geschwächt werden müsste.

Bin gespannt auf weitere Ausführungen! Es ist wirklich interessant, dass bei jedem die GNE-OP anscheinden anders verlaufen ist! ;-)

@Sweetjolies und Lady Dee: Macht Euch nicht zuviele Sorgen. Bei mir war es so, dass ich nach der Op, das Gefühl, dass der OK so lose ist stark empfunden habe. Das ging aber nach der Zeit schnell wieder vorbei und war auch nicht sooo schlimm. Im großen und ganzen sind natürlich die ersten Tage anstrengend. Aber selbst das ist von Mensch zu Mensch ganz unterschiedlich! Ich bin sehr froh, dass ich diesen Schritt gegangen bin, jeden Tag schaue ich mir Bilder an und kann kaum glauben, was sich seit der GNE getan hat! :-)

Liebe Grüße!

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Wie das physikalisch zusammenhängt, weiß ich nicht. Wenn an bestimmten Stellen von vorn in den Knochen gesägt wird, wird das Oberkiefergewölbe geschwächt, so dass es, wenn man dann die Hydrax-Schraube betätigt (!!!!!), an der Naht auseinanderkracht. Das hat halt was mit Statik zu tun. Ich bin da kein Fachmann, aber es wurde mir so erklärt und die Erklärung hat mir ausgereicht. Ich will ja keine Ausbildung zum Kieferchirurgen machen! ;-)

Ich habe jedenfalls noch nie gehört, dass unter normalen Gegebenheiten, allein für eine GE der Kiefer wie bei einer Bimax abgetrennt würde! Sehr unglaubwürdig erscheint mir auch die hier getroffene Aussage, dass ein nahezu komplett abgetrennter Kiefer nur mit 2 Fäden wieder angeheftet wurde! Das ist unmöglich! Außerdem: Warum sollte man einen so aufwendigen und komplizierten Eingriff machen, wie einen OK abzutrennen, um von OBEN an die Gaumennaht zu gelangen, wenn man da auch vom Mund aus drankommt?! Das klingt seltsam und eine solche OP-Variante, wenn es sie wirklich geben sollte, würde ich ablehnen und mir einen anderen Arzt suchen! Der Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Nutzen!

Mein OK wurde definitiv NICHT abgetrennt. Die OP war unkompliziert und schmerzfrei. Natürlich hat man zunächst irgendwie ein komisches Gefühl, denn die Statik des Kiefers ist ja, wie gesagt, verändert, aber das ibt sich schnell wieder.

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Hallo ihr lieben!

Ich habe mich gerade versucht schlau zu machen und bin auf eine ganz gute Seite gestossen:

http://kieferorthopaedie.uniklinikum-leipzig.de/gaumen/op.htm

Hier kann man nachlesen, dass es verschiedene Operationsmethoden gibt. Soweit ich das verstanden habe wurde bei mir Methode 4 angewendet. Dafür hatte ich im Krankenhaus auch meine Einverständniserklärung abgegeben, für die Le Fort I osteotomie. Und bei dieser Operationstechnik ist es wirklich so, dass der Oberkiefer komplett abgetrennt wird. Laut dieser Internetseite ist dies auch derzeit die gängige Operationsmethode. Weil dadurch der Kiefer gleichmässig verbreitert wird.

Ich kann mir vorstellen, dass es bei mir auch nötig war, da bei mir um fast zwei cm verbreitert werden musste. Wahrscheinlich reicht es in leichteren Fällen auch ohne Le fort I Osteotomie.

Der Kiefer wurde tatsächlich nur an zwei Fäden am Schädel "aufgehängt". Nun ist natürlich alles wieder fest zusammengewachsen. Also im Endeffekt ist es wirklich so, dass es mehrere Operationstechniken gibt. Da habe ich was dazu gelernt! :-)

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Nochwas an serenissima:

Es ist wie Du lesen konntest nicht unmöglich den ok an zwei Fäden am Schädel zu fixieren und um Dir Deine Frage zu beantworten, warum man den kompletten Kiefer abtrennen sollte um an die Gaumennaht zu kommen, wenn man auch über den Mund dran kommen könnte:

Mein Oberkiefer wurde ja um fast zwei cm verbreitert. Natürlich werden somit beide Kieferhälften zur Seite geschoben. Wie soll das bei so einer großen Verbreiterung gehen, wenn der Oberkiefer noch fest am Schädel sitzt? Der OK würde ja mit Gewalt in beide Richtungen gedrückt werden. Deswegen muss in so einem Fall der Oberkiefer entweder auch abgetrennt oder zumindest geschwächt werden.

Lieben Gruss

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Hallo ihr Lieben,

 

ich muß das Thema mal hoch holen, da genau das gleiche gemacht wird wie bei Hanay. Der Doc erklärte mir auch man müsse zwei Stellen schwächen, erst wird mein Zahnfleisch vom Oberkiefer gelöst, dann wird der Oberkieferknochen geschwächt und dann noch die Gaumennaht. Ich fragte mich auch, im Nachhinein, wie das gehen soll. Denn wenn er den OK-Knochen nicht komplett ablöst, kommt er ja von oben gar net an die Gaumennaht. Leider geht die Seite net mehr die du hier verlinkt hast Hanay. Aber ich habe sie mir mehrmals angeschaut, die letzten Monate... 

 

Ach ja ich bekomme die knochengetragene Variante und freu mich total wenn es am 22.11. endlich soweit ist  :473:

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