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limahong

Ist bei mir 'ne Schraube locker?

Hallo!

Gerade eben beim Essen habe ich etwas hartes zwischen meinen Zähnen bemerkt und dachte zuerst, es wäre ein Stein, doch dann kam tatsächlich eine Schraube zum Vorschein! Eine Schraube, wie ich sie noch nie gesehen hatte, also keine gewöhnliche Haushaltsschraube. Ich habe mal ein Foto angehängt und zum Vergleich ein Ein-Cent-Stück daneben gelegt.

Nun eine Frage an diejenigen, die ihre Metallentfernung schon hinter sich haben: Kann das eine Kieferknochenschraube sein? Von der Größe passt es und auch war es so, dass die Schraube hinten auf meiner linken Seite auftauchte, wo ich ohnehin schon ein leichtes Pochen und eine Schleimhautveränderung habe.

Ich werde gleich morgen nach dem KFO-Besuch zum MKG-Chirurgen in die Praxis gehen und nachfragen, aber natürlich bin ich jetzt etwas besorgt, was es damit auf sich hat. Vielleicht weiß ja einer Bescheid.

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Oh mein Gott!!! Ist die vom Körper vielleicht so abgestoßen worden, dass sie gleich das Weite gesucht hat!? Sieht schon so aus wie ne kleine Schraube dir für solche Op's verwendet werden!

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Von der Größe her könnte das durchaus eine Schraube aus dem Kiefer sein, wobei du dann im Zahnfleisch eine Wunde haben müsstest, durch die diese Schraube in die Mundhöhle ausgetreten ist. Außerdem müssten da schon extreme Kräfte oder bereits eine Entzündung des Knochens mit Knochenauflösung am Werke sein. Das könnte natürlich mit dem von dir beschriebenen Pochen und der Schleimhautveränderung durchaus möglich sein. Hast du denn auch Schmerzen?

Wenn die Schraube echt aus dem Knochen kommt finde ich das sehr bedenklich! Würde mich interessieren, was dein Chirurg dann dazu sagt!

P.S. Ich hab mal ein bisschen gegooglet - Die Schraube sieht wirklich aus wie eine Osteosyntheseschraube, schau mal hier (etwas runterscrollen):

http://www.innenaussen.com/2010/05/meine-kleine-op-geschichte-oder.html

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Eine Wunde habe ich nicht, nur eben diese Schleimhautveränderung, die auch nen Namen hat, mein Chirurg meinte: "Sie haben da eine ...[hab ich vergessen]. Wenn kein Sekret abgesondert wird, ist es unbedenklich, aber wir sollten mit der Plattenentnahme nicht zu lange warten." Ich glaube, dass dieses Dings wohl bei der Plattenentfernung mitentfernt werden sollte.

Ich hab das Ding immer wieder beobachtet und ich erinnere mich, dass vor ein paar Tagen irgendwas dunkles da gesehen hab, es aber nicht genauer betrachtet hab, weil diese komische Veränderung für mich so schwer einsehbar ist. Das dunkle etwas ist jetzt nicht mehr da. Ich gehe davon aus, dass es die Schraube war, die irgendwie rausgewandert ist. Ich muss auch sagen, dass dieses Dings, was ich vorher gut mit der Zunge erfühlen konnte, nun vermutlich durch den Verlust der Schraube kleiner geworden ist (kann ich mir auch einbilden). [Nachtrag: Ich bilde es mir wohl doch nicht ein, das Ding ist wirklich kleiner]

Das erste Röntgenbild nach der OP hat nichts auffälliges ergeben. Wahrscheinlich war da die Schraube noch an Ort und Stelle, evtl. aber nicht fest im Knochen, falls das geht...

Hier mal ein aktuelles Bild dieses Schleimhautdingens, dessen Namen ich nicht kenne.

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Hm, ich kann das auf dem Bild nicht wirklich gut erkennen, aber meinte der Chirurg vielleicht eine Fistel? Fisteln sind Öffnungen an Körperstellen, wo es normalerweise keine Öffnung geben sollte. Sie entstehen häufig durch Fremdkörper, sodass das mit der losen Schraube durchaus hinkommen könnte.

Ich finde es allerdings immer noch ziemlich krass, dass sowas passieren kann, denn die Schraube muss sich ja theoretisch komplett aus ihrem Gewinde rausgedreht haben!

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Also, ich hatte damals auch eine Fistel und als die Platten im Unterkiefer raus gekommen sind, waren zwei Schrauben dadurch auch ganz locker. Es kann also sein, dass eine Schraube durch den Druck locker wird.

Mal eine Frage, was hast Du denn gegessen, als das passiert ist?

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Ich war heute Vormittag in der Gemeinschaftspraxis meines Chirurgen, leider musste ich am Nachmittag wiederkommen, da am Vormittag nur die Assitenzärzte da waren. Bin am Nachmittag aber schnell drangekommen. Der Ärztin musste ich erst einmal erklären, wie ich das meinte mit dem "auf ne Schraube gebissen", ich hatte versäumt zu erwähnen, dass sie sich den Weg ins Freie gebahnt hatte ;-)

Glücklicherweise ist alles in Ordnung, der Biss passt, keine Schwellung und keine Entzündung, lediglich dieses Dings, dessen Namen ich nun kenne: Granulationspolyp. Im Netz fand ich zum Stichwort "Granulationsgewebe" folgendes: "junges, gefäß- u. zellreiches Bindegewebe als Ersatz für Gewebedefekte sowie zur Abkapselung von Nekrosen, Fremdkörpern u. ä. Aus ihm geht später das Narbengewebe hervor."

Die Ärztin meinte, dass es durchaus vorkommen könne, dass sich Schrauben mal lockern (ist natürlich nicht gewünscht), sie sitzen dann wohl locker an/unter der Platte und werden durch diese noch drin gehalten. In meinem Fall ist sie dann aber nach draußen gewandert. Sie hat nochmal alles abgetastet, was nicht so unangenehm war wie das Spülen (warum auch immer das unangenehm war, sie benutzte eine dicke Spritze zum Spülen des Granulationspolypen). Man könne noch ein Weilchen mit der Metallentfernung machen und müsse das nicht jetzt machen, da ja keine wirklichen Probleme aufgetreten sind. Den Termin für die Metallentfernung haben wir auch ausgemacht: 11. Mai.

Die Schraube wird wohl schon sehr lange locker gewesen sein und dann eben gewandert sein. Ich glaube nicht, dass sie auf einmal so aus ihrem Schraubgewinde herauskracht ;-) Das hätte ich ja auch gemerkt. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt wirklich Schmerzen in den vergangenen Monaten. Als ich die Schraube im Mund hatte, habe ich was relativ weiches gegessen: Kartoffel-Gemüse-Auflauf. Daran kanns nicht gelegen haben... Wie gesagt, ich hatte schon vor einiger Zeit etwas dunkles an meinem Granulationspolypen bemerkt.

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Hm, okay. Ich finde es allerdings immer noch nicht normal, dass sich eine Schraube, die normalerweise so fest im Knochen sitzt, dass sie es schafft einen komplett abgetrennten Kiefer auch unter doch einiger Belastung in Position zu halten sich einfach so aus dem gesamten Gewinde rausdreht und dann auch noch durch die Schleimhaut austritt... :shock:

Aber gut, wenn die Ärzte meinen, dass einen das nicht beunruhigen müsste...

Ein Granulationspolyp ist übrigens etwas anderes als Granulationsgewebe. Granulationsgewebe ist etwas völlig physiologisches und es entsteht, wenn Wunden nicht primär (z.B. genähte Wunde, kleiner sauberer Schnitt), sondern sekundär abheilen (z.B. Wunden mit großen Gewebeverlusten, die nicht durch eine Naht adaptiert werden können). Es dient dabei als Leitstruktur für die zur Heilung benötigten Zellen, d.h. diese wandern am Granulationsgewebe entlang und nutzen es als unterlage, bis sich schließlich wieder das ursprünglich vorhandene Gewebe (z.B. Haut) bzw. eine Narbe bildet.

Ein Granulationspolyp ist hingegen nicht physiologisch, sondern tritt nur dann auf, wenn es irgendwo in der Schleimhaut chronische Eiterherde gibt. Es verursacht zwar in der Regel keine/kaum Schmerzen und auch sonst keine größeren Probleme, sollte aber dennoch chirurgisch entfernt werden. Soll das dann bei der ME gemacht werden?

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Hm, okay. Ich finde es allerdings immer noch nicht normal, dass sich eine Schraube, die normalerweise so fest im Knochen sitzt, dass sie es schafft einen komplett abgetrennten Kiefer auch unter doch einiger Belastung in Position zu halten sich einfach so aus dem gesamten Gewinde rausdreht und dann auch noch durch die Schleimhaut austritt... :shock:

Aber gut, wenn die Ärzte meinen, dass einen das nicht beunruhigen müsste...

Es sind ja insgesamt glaub ich sechs Schrauben bei mir pro Seite, wenn ich es richtig in Erinnerung hab. Außerdem ist es ja wohl auch die Platte, die die meiste Kraft abbekommt. So ein kleines Schräubchen, eines von sechs, bekommt eben nur einen Teil der Kraft ab. :unsure:

Die Ärztin meinte, dass manchmal die Platte nicht richtig aufliegt (die Platte ist ja wohl etwas starr und nicht weich und auch irgendwie "gerade", der Kieferknochen hat aber etwas Kontur und ich denke, es ist gemeint, dass dann eben ein Stück der Platte vom Knochen absteht). Dann könne sich manchmal eben eine Schraube lockern. Zudem denke ich nicht, dass sie sich herausdreht, sondern eher, das umgebende Knochengewebe dem Zug nachgibt (der Zug ist ja dann nach außen, wozu das Schräubchen nicht ausgelegt ist! Sonst muss sie ja nur die Bewegungskräfte links-rechts, oben-unten aushalten, aber wenn ständig ein leichter Zug nach außen, weg vom Knochen herrscht, dann stell ich mir vor, dass dann die Schraube nicht mehr halten kann). Ich hoffe, man versteht, wie ich das meine.

Naja, dass die Schraube nach draußen gewandert ist, ist ja irgendwie klar, wenn sie lose da drinsteckt, wird sie eben rausgeschmissen ;-)

In Bezug zum Granulationsgewebe fand ich jedoch folgendes (ich bin, zugegeben, nicht vom Fach): "Granulationspolypen bestehen aus zell- und kapillarreichem entzündlichem Granulationsgewebe meist ohne Epithelüberzug." (aus einem Pathologiebuch, jedoch nicht in Bezug auf Mundschleimhaut). Man kläre mich bitte auf, ich bin leicht verwirrt.

Ich denke, dass dieses Ding wohl auch entfernt wird. Man schneidet ja ohnehin entlang, der vorhandenen Narbe und näht die Wunde wieder zu, da würde dieses Teil vermutl. nur stören.

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Also die Platten werden schon so geformt, dass da nichts vom Kiefer absteht. Wenn du mal dem Link folgst, den ich weiter oben eingestellt habe siehst du auch, dass die Platten da z.T. "verbogen" aussehen. Bei jeder Frakturversorgung mit Platten werden diese dem Knochen angepasst.

Und ohne die Schrauben hilft die ganze Platte nichts, denn die wird ja allein durch die Schrauben in Position gehalten. Und ja, klar hat hier das Knochengewebe die Schraube nicht gehalten, aber damit sowas überhaupt passieren kann, muss sich Knochengewebe auflösen und DAS finde ich eben bedenklich. Aber du wurdest ja sicher auch nochmal nachgerötngt und wenn die Knochenheilung sonst gut ist, ist es sicherlich nicht so dramatisch.

Die Definition, die du da von Granulationspolypen gefunden hast ist ganz richtig. Ich hatte ja geschrieben, was Granulationsgewebe ist und dass es etwas völlig physiologisches ist. Ein Granulationspolyp entsteht aber eben durch eine chronische Entzündung und ist daher pathologisch. Genau das sagt ja deine Definition auch aus.

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Also die Platten werden schon so geformt, dass da nichts vom Kiefer absteht. Wenn du mal dem Link folgst, den ich weiter oben eingestellt habe siehst du auch, dass die Platten da z.T. "verbogen" aussehen. Bei jeder Frakturversorgung mit Platten werden diese dem Knochen angepasst.

Und ohne die Schrauben hilft die ganze Platte nichts, denn die wird ja allein durch die Schrauben in Position gehalten. Und ja, klar hat hier das Knochengewebe die Schraube nicht gehalten, aber damit sowas überhaupt passieren kann, muss sich Knochengewebe auflösen und DAS finde ich eben bedenklich. Aber du wurdest ja sicher auch nochmal nachgerötngt und wenn die Knochenheilung sonst gut ist, ist es sicherlich nicht so dramatisch.

Ich kann das Ganze natürlich schlecht beurteile, weil ich noch nie Platten und Schrauben am lebenden Objekt gesehen hab und weiß nicht, wie das dann letzten Endes aussieht und was da wo wie abstehen kann oder nicht.

Wie ich erwähnte, wurde ich abgetastet und es wurde festgestellt, dass alles in Ordnung ist, keine Schwellung oder Entzündung, Biss passt etc.

Jedoch wurde ich nicht geröngt. Das hat mich doch etwas stutzig gemacht, denn ich war fest davon ausgegangen. Die Ärztin reagierte auch nicht geschockt oder verwundert, sie meinte, dass sich Schrauben manchmal lockern und dass es nicht so ungewöhnlich sei. Außerdem sei es jetzt, 4 Monate nach der OP schon so weit, dass sich wahrscheinlich keine plötzlichen Probleme einstellen sollten. In 7 Wochen bin ich die Pletten ohnehin los, dann brauch ich mich damit glücklicherweise nicht mehr zu beschäftigen ;-)

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Also die Platten werden schon so geformt, dass da nichts vom Kiefer absteht. Wenn du mal dem Link folgst, den ich weiter oben eingestellt habe siehst du auch, dass die Platten da z.T. "verbogen" aussehen. Bei jeder Frakturversorgung mit Platten werden diese dem Knochen angepasst.

Und ohne die Schrauben hilft die ganze Platte nichts, denn die wird ja allein durch die Schrauben in Position gehalten. Und ja, klar hat hier das Knochengewebe die Schraube nicht gehalten, aber damit sowas überhaupt passieren kann, muss sich Knochengewebe auflösen und DAS finde ich eben bedenklich. Aber du wurdest ja sicher auch nochmal nachgerötngt und wenn die Knochenheilung sonst gut ist, ist es sicherlich nicht so dramatisch.

Ich kann das Ganze natürlich schlecht beurteile, weil ich noch nie Platten und Schrauben am lebenden Objekt gesehen hab und weiß nicht, wie das dann letzten Endes aussieht und was da wo wie abstehen kann oder nicht.

Wie ich erwähnte, wurde ich abgetastet und es wurde festgestellt, dass alles in Ordnung ist, keine Schwellung oder Entzündung, Biss passt etc.

Jedoch wurde ich nicht geröngt. Das hat mich doch etwas stutzig gemacht, denn ich war fest davon ausgegangen. Sie zeigte mir anhand eines älteren Röntgenbildes vom Dezember, von wo ungefähr die Schraube stammt, "eine von den beiden" und zeigte auf zwei nebeneinander liegende Schrauben. (Im Übrigen bin ich etwas erstaunt über die Platten, die sehen auf den Bildern ganz anders aus, als alles, was ich im Internet und hier im Forum finden konnte).

Die Ärztin reagierte auch nicht geschockt oder verwundert, sie meinte, dass sich Schrauben manchmal lockern und dass es nicht so ungewöhnlich sei. Außerdem sei es jetzt, 4 Monate nach der OP schon so weit, dass sich wahrscheinlich keine plötzlichen Probleme einstellen sollten. In 7 Wochen bin ich die Pletten ohnehin los, dann brauch ich mich damit glücklicherweise nicht mehr zu beschäftigen ;-)

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