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Mandybula

GNE und BIMAX alles in einer OP? Hier in 'Down Under" wirds wohl anders gemacht...

Hallo Ihr Lieben!

Ich habe schon in einem anderen Beitrag erwähnt, ich begebe mich jetzt auch in Behandlung nach 10 Jaehriger Überwindungsphase... :rolleyes:

Bin vor 2 Jahren nach Sydney gezogen und mach es jetzt wohl auf die "Australische Art" (andere Laender, andere Sitten, ne? :D)

Ich habe einen 'Class III Underbite', Kreuzbiss und zu kleinen Oberkiefer um mal nur ein paar Anhaltspunkte zu nennen...)

Wollte nur mal zu dem Thema GNE die Experten und Laien hier befragen:

Es wird bei mir auf eine GNE und Bimax hinauslaufen, nach ca. 8 - 12 Monaten Spangenzeit... Mein Kieferorthopäde empfahl mir

die GNE und Bimax in einem Rutsch zu machen da ich mich so keinen 2 Operationen unterziehen muss. Dass ist auch wohl hier in

Australien so üblich, wie ich das von anderen gehört habe. Käme mir generell auch erst mal finanziell zu Gute da ich im Moment

die Kosten selber für so eine OP tragen müsste und in 12 Monaten würden sie aber übernommen von meiner privaten Krankenkasse

hier vor Ort.

Jedoch weiss ich, dass in Deutschland generell immer eine GNE vor der Kiefer-OP gemacht wird, und ich habe eine Vorahnung dass dies

auch aus gutem Grund geschieht... Weiss jemand warum und ob beide Ops zusammen dann doch einen grossen Nachteil fuer das End-Ergebnis darstellen??

Ich freue mich über jegliche Antworten und Aufklärung :rolleyes:

Thanx und Gruesse aus Down Under!

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Hallo :-)

Hier die Antwort von einem Laien ;-)

Muss der Oberkiefer nur minimal und eher im hinteren Bereich verbreitert werden, gibt es auch die Möglichkeit in Deutschland alle OPs in einem Aufwasch zu erledigen. Dabei wird der Oberkiefer dann nicht nur abgetrennt und vor- oder rückverlagert sondern auch geteilt und in der richtigen Breite und Position wieder befestigt. Hier sprechen wir allerdings von keiner richtigen GNE... Ich glaub das nennt sich dann Segment-Osteotomie?

Bei einer GNE wird der Oberkiefer ja praktisch "nur" angesägt und durch ziemlich starken Druck geweitet. Wenn nun allerdings der Oberkiefer zwecks der Verlagerung schon gebrochen und lediglich mit Platten und Schrauben fixiert ist, frage ich mich, ob enormer Druck, den man bei einer GNE zwangsläufig ausübt, soooooo von Vorteil für die Oberkieferverlagerung ist. Ich persönlich kann mir das ehrlich gesagt nicht vorstellen!

Bei uns in good old Germany sagt man z.B. man soll nach einer Gaumennahterweiterung mindestens 5 Monate mit einer Oberkiefer-OP warten, hat bestimmt auch seine Gründe... ;-)

Liebe Grüße in die Sonne!!!!! =)

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Hi,

eine GNE wird gemacht um Platz für die Zähne zu schaffen. Das heißt vor der GNE könnte man die Zähne nicht mittels einer Zahnspange auf die gewünschte Position bringen. Hier in Deutschland wird in der Regel erst eine Bimax durchgeführt wenn die Zahnbögen zueinader passen. Durch das Verstellen nach der GNE hat der Knochen auch Zeit die verbreiterung mitzumachen (praktsich mit zu wachsen).

Aber es gibt auch hier ein paar Kieferchirurgen die erst die Bimax durchführen. Und danach muss der KFO die Zähne danach richten.

Welcher Weg der bessere ist kann ich dir nicht sagen. Ich mag mal behaupten das in 95% vorher die Zähne zueinander stimmen und danach operiert wird.

Es kommt aber immer auf den Éngstand drauf an. Bei mir wurde die GNE durchgeführt und erst 5 Monate später bekam ich erst meine Zahnspange. Danach ca. 1 1/2 Jahre später die Bimax.

lg miro

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Hi! Also bei mir soll auch, wenn ich alles richtig verstanden habe ;-), die GNE und die Vorlagerung der Unterkiefers in einer OP gemacht werden. In Stuttgart im Marienhospital. Man hat mir nur gesagt, dass man mir eine 2. OP ersparen möchte!?!

LG, MaYo

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Hallo Mayo,

erst einmal als Disclaimer: Ich habe zwar einen Doktortitel, bin aber keine Ärztin, das folgende habe ich mir selber aus Aussagen von Ärzten und sonstigen Recherchen zusammengereimt, da bei mir zweimal eine GNE im Raum stand, letztendlich der OK im Rahmen der Bimax verbreitert wurde.

Es scheint zwei Gründe zu geben, warum eine GNE durchgeführt wird:

1. Der Zahnbogen ist so klein, dass die Zähne gar nicht alle auf diesem sauber angeordnet werden können.

2. Man kann zwar den Zahnbogen so ausformen, dass alle Zähne auf diesen passen, aber der OK ist zu schmal im Vergleich zum UK.

Wenn 1. auftritt, dürfte eigentlich auch immer 2. der Fall sein, aber 2. kann auch ohne 1. auftreten, wie es z.B. bei mir der Fall war.

Bei 1. muss die GNE am Anfang stehen, da man sonst gar nicht mit der Ausformung der Zahnbögen beginnen kann (hanay hat ein "schönes" Beispiel dafür im Bilderfaden).

Bei 2. gibt es zwei Möglichkeiten, die nötige Breite zu erreichen:

1. Eine GNE, danach muss dann der Lückenschluss erfolgen und die Ausformung der Zahnbogen, was auch je nach Zahnlücke relativ große Zahnbewegungen erfordert. War letztendlich dann dieses Jahr der Grund, warum bei mir die GNE nicht durchgeführt wurde, da ich teilweise Wurzelresorptionen habe und der KFO die Behandlung nicht durch ein erneutes Ausformen der Zahnbögen verlängern wollte.

2. Ein Spaltung des Oberkiefers: Bei einer Zweiteilung des OK wird dieser V-förmig aufgespalten, mit einer Dreiteilung meine ich, dass man auch die Breite des OK verändern kann, aber damit habe ich mich nicht beschäftigt.

Du schreibst in einem anderen Beitrag, dass es bei Dir mit der OP sowieso grenzwertig ist, bezieht sich dass auf den Überbiss oder die Breite des OKs? Wenn es die Breite des OKs ist, d.h. es fehlt Dir nicht viel an Breite, könnte ich mir schon vorstellen, dass man dann auch vorschlägt, die Verbreiterung und die Korrektur in einer OP zusammenzufassen, vor allem wenn eine Ausformung der Zahnbögen ohne die GNE möglich ist, eben weil es einem eine OP (und danach wochenlang weiche Kost) erspart. Anderseits hat eine GNE den Vorteil, dass der Körper eigenen Knochen bildet. Wenn die Verbreiterung durch die Teilung durchgeführt wird, müssen die dabei entstehenden Spalte mit Knochen aufgefüllt werden. Falls die Kiefer durch den "Umbau" nicht genug Knochen liefern, muss dann noch Knochen (üblicherweise aus der Hüfte) transplantiert werden. Damit hat man eine weitere OP-Wunde, bei mir gab es einen riesigen blauen Fleck an der Hüfte und die Hüfte war auch für einige Zeit schmerzhaft beim Gehen. Bei mir war aber von vorneherein klar, dass Knochen transplantiert werden muss, da bei mir auch große Löcher entlang der LeFort 1-Ebene aufgefüllt werden mussten.

Eine Spaltung des OK soll aber gegenüber einer GNE eine etwas höhere Rezidivrate haben, wenn nicht besondere Massnahmen getroffen werden. Ich habe zu den normalen Platten von der Bimax noch eine resorbierbare Platte über den Gaumen, die diesen zusätzlich stabilisiert, bis der Gaumen und vor allem die Transplantate vollständig verknöchert sind (zusätzlich war der Splint bei mir 8 Wochen fest verdrahtet und ich habe für die nächsten Monate noch einen Gaumenbogen), eben um ein Rezidiv möglichst zu verhindern.

Außer der Hüfte habe ich es geschafft, alles mögliche an unschönen Sachen mitzunehmen (ohne den eigentlichen Erfolg zu gefährden), unter anderem ist bei mir die Haut am Gaumen während der OP eingerissen, da bei mir die Verbreiterung (ca. 5 mm) eigentlich schon sehr groß für eine Spaltung ist und man normalerweise die GNE gemacht hätte, bei der die Dehnung sanfter erfolgt, wobei bei mir gute Gründe gegen die GNE sprachen. Zusätzlich hatte ich kurzzeitig eine Fistel zwischen Gaumen und Nase, aber das war dann der Punkt, an dem ich von einem der KCs hörte, dass es sehr ungewöhnlich wäre, bis er sich überzeugt hat, dass es wirklich der Fall ist. Er war aber nicht der erste Arzt von dem ich hörte und normalerweise habe ich doch recht.

Ich hoffe, ich konnte etwas mehr Klarheit in die Sache bringen, falls nicht, kannst Du mich auch gerne per PN anschreiben. Ich bin übrigens im MH operiert worden (siehe OP-Bericht) und bin bisher mit der Behandlung sehr zufrieden.

Irene

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