frederike99

Kann man den Unterkieferbogen nicht dehnen?

Hallo,

bei mir ist der Unterkiefer kleiner als der OK, liegt auch weiter zurück. Ich will meine schlechte Verzahnung/Biss mit einer Kieferorthopädischen Behandlung beheben, aber mir ist noch nicht ganz klar, wie.

Ich habe mir schon 4 KFO-Meinungen eingeholt. Allderdings sagt ja jeder was anderes - ihr kennt das ja. Wem soll ich da glauben?

Ich möchte keine Zähne im OK ziehen lassen, höchstens die 8er.

Ich möchte auch meinen OK nicht total schmal, passend zum UK, haben. Denn zur Zeit sind die Schneidezähne und Eckzähne vorne fast in einer Reihe (mit Engstand) und dann wurschtelt sich der Rest. Das gibt ein schönes breites Grinsen, aber passt überhaupt nicht auf den UK, was Probleme macht.

Der Engstand im OK ist nun fast behoben (bin gerade in Behandlung). Allerdings ist mir nicht klar, wie der UK jemals diese Breite erreichen soll durch Dehnung (das hat er mir auch nicht erklärt, ich hab ihm vertraut).

-> Nun hab ich aber schon häufiger gelesen, dass der UK beim Erwachsenen nicht wirklich verbreitert werden kann (außer OP, aber das kommt nicht in Frage), viel eher würden die Zähne nach außen aus dem Knochen bewegt werden, was später Probleme macht.Stimmt das? Das will ich auch nicht! Man hört ja so viel von Fehlern bei KFOs... hab ich mich auf den falschen eingelassen?

Soll ich doch die 8er ziehen lassen im OK und dann den Rest nach hinten schieben lassen, dann würde das mit dem Biss auch passen...

Oder den UK nach vorne, geht das noch mit 33 ohne OP? Überbiss sind so 5-6mm.

Kann der UK denn minimal in der Länge noch wachsen, wenn das provoziert wird (Herbstschanier etc)?

Soll ich den KFO wechseln?

Schon mal Danke...

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Hallo Frederike,

warum kommt denn die OP nicht in Frage? Bis auf die Breite des Unterkiefers (meiner ist breit genug) hab ich ein ähnliches Problem, Überbiss ist ähnlich. Bei mir kommt zur wirklichen Lösung (also nicht nur irgendeine Symptomlinderung) nur die Behandlung inklusive OP in Frage.

Was die verschiedenen Meinungen angeht... Mittelwert bilden? Oder hast du eine Uniklinik in der Nähe? Dann könntest du dort in die Dysgnathie-Sprechstunde o.ä. gehen, an den Unikliniken ist meiner Ansicht nach die beste Kompetenz vorhanden.

Grüße

vardite

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Ich kann nur soviel dazu sagen:

Bei mir war es andersrum - Oberkiefer schmaler als Unterkiefer. Mir wurden als Kind zum Ausgleich Zähne gezogen, was kontraproduktiv war. Ich habe von mehreren Kieferorthopäden gehört, dass man sowas heute i.d.R. nicht mehr macht, weil es die Problematik auf lange Sicht verschlimmert.

Ich habe 2010 eine GNE-OP machen lassen - mit 39 Jahren. Ich habe mich geärgert, dass ich es nicht schon 20 Jahre eher habe machen lassen! Es war völlig unkompliziert und schmerzfrei und es sieht nun endlich richtig gut aus! Letztes Jahr kam noch eine Bimax dazu. Aber, das muß ich dazu sagen, ich habe auch ca. 3 Jahre gebraucht, um mich zu diesem Schritt durchzuringen. Bereut habe ich es nicht!

LG, Serenissima

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Bitte den KFO doch, dir anhand der Modelle seine Vorgehensweise zu erklären. Bei Zweifeln, würde ich versuchen zu wechseln.

Was die verschiedenen Meinungen angeht... Mittelwert bilden? Oder hast du eine Uniklinik in der Nähe? Dann könntest du dort in die Dysgnathie-Sprechstunde o.ä. gehen, an den Unikliniken ist meiner Ansicht nach die beste Kompetenz vorhanden.

Kann ich leider nicht bestätigen.

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danke für eure Antworten.

Eine OP kommt deshalb nicht in Frage, weil es so schlimm nicht ist und mich nicht so beeinträchtigt, dass ich mal eben so eine OP machen lassen würde.

Kann man denn nun einen UK beim Erwachsenen dehnen oder nicht?

Vielleicht kann ja mal ein KFO antworten, ist das hier nicht das Forum, wo die auch u. A. die Ansprechpartner sind?

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Also ich gewissem Unfang bestimmt. Meiner muss schmaler gemacht werden und wird auch langsam schmaler. Daher wüsste ich kein Argument, warum das in gewissem Umfang nicht auch anders rum gehen soll. Allerdings kann man wohl nur den Zahnbogen breiter oder schmaler machen. Der Kieferknochen wird sich sicher nicht mehr verformen lassen.

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Das Problem mit dem Dehnen ist wohl auch die Stabilität. Der Abstand zwischen den Eckzähnen im UK ist schwer zu vergrößern. Umgekehrt ist es weniger ein Problem, weshalb anscheinend auch oft 1 oder 2 Schneidezähne entfernt werden, um einen Überbiss herzustellen, wenn ASR nicht ausreicht.

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Der Unterkieferknochen lässt sich ohne Chirurgie weder breiter noch schmaler machen. Innerhalb gewisser Grenzen kann man aber die Seitenzähne nach außen oder nach innen kippen.

Sind beispielsweise die Seitenzähne im Unterkiefer vor der Behandlung nach innen (d. h. in Richtung der Zunge) gekippt, dann kann man den unteren Zahnbogen deutlich verbreitern indem man sie aufrichtet. Sind die Seitenzähne bereits vor der Behandlung nach außen gekippt, ist das keine günstige Voraussetzung für eine weitere Dehnung des Zahnbogens.

Was den Überbiss angeht können in gewissen Grenzen Gummizüge, ein Herbst-Scharnier oder Herbst-ähnliche Apparaturen helfen, aber auch ein Distalisieren (nach hinten schieben) der Oberkieferzähne.

Den Kieferorthopäden zu fragen, was er vorhat, ist sicher nicht verkehrt. Er wird sich überlegt haben, was in Deinem konkreten Fall machbar und sinnvoll ist.

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@Mush

Ja, das leuchtet mir ein. Leider wird das wohl so sein. Kann ja aber sein, dass manch ein KFO trotzdem dehnt und es sich später zeigt, dass es keine kluge Idee war...

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Gut, aber warum sollte es so laufen? Normalerweise wissen die Leute schon, was sie tun. Wenn Du Dir diesbezüglich Sorgen machst, solltest Du den Behandler darauf ansprechen und ihm die Gelegenheit geben, Dir zu erklären, was er vorhat.

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Auch beim Erwachsenen passen sich Knochen noch in bewissem Maß an, aber es geht eben viel schlechter als bei Kindern. Knochenauf- und Abbau findet ja immer statt und deswegen glaube ich, dass kleinere Veränderungen nicht unmöglich sind. Aber es dauert wahrscheinlich ewig, bis man kleinste Veränderungen geschafft hat..

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Auch beim Erwachsenen passen sich Knochen noch in bewissem Maß an

Aber es dauert wahrscheinlich ewig, bis man kleinste Veränderungen geschafft hat

Ja, das dachte ich auch. Aber die Veränderungen wären doch größer (eben so 1-2 mm müsste mein UK anbauen.) Gerade beim Unterkiefer ist das schwierig, weil der so massiv ist. Wenn der komplett auch nur 1 mm mehr haben soll... - deswegen macht man ja OPs.

Es wurde mir gesagt, dass das einige Jahre dauern könnte. Aber während ich jetzt so dabei bin, macht sich mein Hauptproblem, der Schmelzabrieb/erosion/verlust noch stärker bemerkbar. Durch die veränderte Stellung der Zähne nutzen sich die Zähne jetzt anders ab, was die Sache nicht verbessert. Wenn ich das mehrere Jahre durchziehe, ist der Schmelz dann auch minimiert...

Und das alles nur, weil ich mir keine Zähne (Weisheitszähne) :481: ziehen lassen will? Und mein (für den UK) überbreites Lächeln behalten will???

Ich fürchte, ich muss umschwenken... aber alles mit der Ruhe, da kann man sich was von den KK abschauen... so lange, wie die zur Bearbeitung brauchen. :484:

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