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Urique

Unterkieferrückverlagerung am 13.04.2012 in München (Sana Klinik Solln)

12.04.2012, Aufnahme:

Ein langwieriges Unterfangen. Nachdem ich erst mal den Eingang suchen durfte, (und dabei fast gegen eine Scheibe rannte), stand ich vor dem Anmeldeschalter vor einer leicht überforderten Angestellten, die von zwei Postboten belagert wurde.

Wurde dann jedoch recht schnell angesprochen und mit einer Einverständniserklärung in den Warteraum geschickt, und später darüber aufgeklärt, dass Sie auf Grund der vollen Klinik lediglich ein Privatzimmer für mich hätten (Ich habe mich natürlich gefreut :464: ), dass ich mir mit einer anderen Patientin teilen darf, die wohl ein ähnliches Schicksal ereilen wird.

Daraufhin wurde mir der Weg zur Station beschrieben, wo ich bereits von einer netten, gackernden Krankenschwester empfangen und in mein Zimmer gebracht wurde. Da ich die erste im Zimmer war, suchte ich mir das Bett direkt am Balkon aus, das sich später als Fehler herausstellen sollte. (Mehr dazu im Verlauf).

Nachdem nun auch das Mädchen ankam, mit dem ich mir das Zimmer teilen durfte, warteten wir gelangweilt auf Informationen über unsere OP.

Wir verstanden uns sofort gut und gingen nach unten in den Kiosk, in dem ich mir noch einen Schokoriegel kaufte.

Da der Änesthesist gegen 17 Uhr noch immer nicht aufgetaucht war, bestellten wir uns unsere Henkersmahlzeit (Pizza).Natürlich klopfte es beim ersten Bissen an der Tür und der Anästhesist stand vor uns, der uns mit Informationen über unsere OP versorgte. Den genauen Zeitpunkt, WANN wir operiert werden sollten, wusste er jedoch nicht.

Ab 0 Uhr dann keinerlei Nahrung oder Flüssigkeit mehr. Die Nacht war sehr .... ungewohnt und langwierig.

13.04.2012, OP-Tag:

Um 6 Uhr aufgewacht mit Blick Richtung Fenster und sofort zwei Fensterputzer angestarrt, die sich lautstark über irgendwelche Partys unterhalten haben.

Nun hieß es warten.

Nachdem das Mädchen neben mir in die Dusche sprang, klopfte es in dieser Sekunde an der Tür. "Frau M. bitte kommen Sie. Ihre OP ist jetzt."

Schön, dass wir das auch erfahren.

Als ich nachfragte, wann denn nun wohl meine Operation sei, wurde mir lediglich mitgeteilt: "Sobald wir Sie holen."

Interessant.

Um halb 3 öffnete sich meine Tür und ich wurde in den OP-Saal gefahren, mit Blick durch die OP-Tür, wo ich die Chirurgen bei einem anderen Patienten sah.

Der Anästhesist begann mich über mein Studium zu befragen und mich abzulenken, während er mir etwas zur Beruhigung gab und ich dann später selig einschlief.

Als ich wieder zu mir kam, hing mein erster Blick an der Uhr. 18:30. Ich höre eine männliche Stimme die mir erklärte, dass die Operation gut gelaufen sei, und ich etwas Blut verloren habe, jedoch nicht zu besorgniserregend.

So dämmerte ich vor mich hin und ein Gefühl der Übelkeit begann sich zu entwickeln. Die Schwester, die eigentlich da sein sollte, wuselte in einem Nebenraum herum und ich began zu stöhnen und versuchte mit der Hand nach ihr zu winken. Bei der gemurmelten (so gut es ging) Erklärung, dass mir schlecht sei, bekam ich lediglich die Antwort: "Atmen Sie ruhig durch die Nase." und die Schwester verschwand wieder.

Wurde daraufhin in mein Zimmer geschoben und schlief wieder ein. Die nette Nachtschwester sah immer wieder nach mir und fragte mich, ob ich etwas essen wollen würde, was ich jedoch verneinte und einschlief.

14.04.2012/15.04.2012 Erster/Zweiter Tag nach der OP:

Mein Chirurg besuchte mich und wir scherzten herum. Keinerlei Schmerzen, lediglich Kopfschmerzen, die mit Ibuprofen relativ leicht zu bekämpfen sind. Das Mädchen neben mir hatte nicht soviel Glück, da sie immer wieder über Schmerzen klagte und irgendwann Tropfen von den Schwestern erhielt.

Als ich morgens um 7:00 Uhr klingelte, und fragte ob ich Eis haben könnte wurde ich angemault mit den Worten: "Ja, DA müssen Sie jetzt 30min warten bis ich fertig bin."

Sehr nett. Vielen Dank. Habe mich daraufhin kaum noch getraut die Schwester zu holen.

Nachts war wieder die nette Nachtschwester da, die immer mal wieder nach mir sah und mich fragte ob alles in Ordnung mit mir sei und ohne Nachfrage mehrmals Eis brachte.

16.04.2012 Tag der Entlassung:

Um 7:30 Uhr öffnete sich die Tür und mein netter Chirurg stand vor mir. Er sah uns an und meinte, dass wir nach Hause könnten wenn wir möchten. GERNE!

Meine Lippe ist bereits etwas abgeschwollen, Mein Gesicht erinnert mich jedoch noch sehr an die Mumins :537:

Ein etwas taubes Gefühl im Kinn und in der Zunge besteht weiterhin.

Am 18.04. habe ich meinen Kontrolltermin, bei dem ich hoffentlich den Splint und die Gummis, die meine beiden Kiefer zusammenbinden, herausbekomme.

Das ekelhafte Gefühl im Mund ist unbeschreiblich.

Bisher bereue ich die OP jedoch nicht. :390:

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Hallo und herzlichen Glückwunsch zur überstandenen OP.

Ich hoffe du kannst dich zuhause schön erholen.

Frohes abschwellen :-)

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Ich freu mich echt über deinen Bericht, ich dachte schon niemand lässt sich in der Sana Klinik operieren. Ich werde dort vorraussichtlich auch ende des Jahres operiert. Hat Dich Dr. H von der Praxis am Viktualien Markt operiert?

Gute Besserung!

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Ja es war Dr. H. :D

Er ist wirklich sehr sehr nett und kompetent.

War heute in seiner Praxis und hab die Gummis und den Splint rausbekommen. Wir haben viel gescherzt und er hat mir meine Röntgenaufnahmen gezeigt und alles genau erklärt :)

Er meinte mein Biss wäre perfekt und dass ich deswegen weder Gummis noch Splint brauche. Außerdem hat er mir erlaubt weichen Fisch etc zu essen. :)

Falls du die Möglichkeit hast:

Überleg dir ob du Joghurt oder so etwas in die Klinik mitnehmen möchtest. Das Frühstück war.... mehr als nur fragwürdig.

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Ja er ist echt nett! Und er hat sich beim ersten Gespräch viel Zeit genommen und alles verständlich und freundlich erklärt. Er hat mir inzwischen auch einen Weißheitszahn entfernt und das hat super geklappt und mich beruhigt (auch wenn man es nicht mit einer OP vergleichen kann).

Gibts denn in dem Krankenhaus einen Kühlschrank den Patienten benutzen dürfen? Oder eine MInibar aufm Zimmer? ;) Ich hab (zum Glück) noch keine Krankenhauserfahrung.

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Naja ich hatte das Glück auf einem Privatzimmer zu sein aber... Da gab es keinen Kühlschrank oder Minibar.

Du hast nen Tisch, zwei Stühle, einen Balkon, zwei Krankenhausbetten, Toilette und Dusche.... Das wars :)

Überleg dir irgendwas.

Mein Frühstück war immer.: flüssiger warmer Vanillepudding/Schokoladenpudding (mit Süßstoff)... Ich hatte Mega-Hunger, aber nach 5 Löffeln vergeht dir sowieso die Lust am Essen und darüber hinaus war das Ding so süß..... ARGH

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Süßstoff?? Igitt! Na vielleicht nem ich mir Sojapudding mit. Die schmecken mir ganz gut, sind ohne MIlch und müssen nicht gekühlt werden.

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Update:

Nach einer Nacht und dem Blick in den Spiegel habe ich bemerkt, dass die Mittellinie nicht mehr stimmt.

PANIK!

Ich habe fast angefangen zu weinen und den Kieferchirurgen angerufen.

Er lachte und versuchte mich zu beruhigen, dass alles in Ordnung wäre. Morgen früh werde ich meinen Splint wieder bekommen :537:

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Alles in Ordnung. Hab meinen Splint mit meinen Gummiringen wieder bekommen. "Ich wollte ja eigentlich nett zu Ihnen sein und Ihnen das ersparen..." tja :485:

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Hallo!

Ich würde gerne wissen mehr über die Art derO.P. selbst. Ich werde auch UK RV bekommen ( schon sehr bald).

Würde die klasische Variante ( Obvegser oder so gennant) gemacht oder was anderes?

Danke an allen Antworten!

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