Macke

Erzählt ihr anderen von eurer Kiefer-OP?

99 Beiträge in diesem Thema

Hallo,

ich wollt eigentlich nur mal wissen, wie oder ob ihr mit anderen über eure zukünftige OP sprecht. Erzählt ihr allen davon, Familie, Freunde und Bekannte? Oder sprecht ihr gar nicht davon?

Ich hab anfangs ziemlich viel darüber geredet. Klar, ich war total aufgeregt bei dem Gedanken. Mittlerweile bereue ich es allerdings. Für mich hängt an dieser OP aber viel mehr dran. Es ist irgendwie zu einer persönlichen Sache geworden. Deshalb bin ich nunmal sehr bedacht bei diesem Thema. Manchmal können einen die Menschen, die einem am nächsten sind, am meisten verletzen..

Was meint ihr dazu? Sollte man offen damit umgehen oder ist es auch in Ordnung, es für sich zu behalten?

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Hallo,

ich denke es wird schwierig sowas für sich zu behalten. Da es ja einen doch sehr stark beschäftigt. Ich hatte allerdings auch die Erfahrung gemacht, dass vor allem die Leute die einem nahe stehen total dagegen sind. Die machen sich halt sorgen, wenn man denen die ganze Geschichte erzählt. Nachdem ich es ein paar mal nicht geschafft habe es denen zu erklären bin ich etwas direkter geworden und habe denen erklärt das es meine Sache sei und ich es durchziehe ob die das nun mögen oder nicht.

Nach einer Zeit hatten sie es dann akzeptiert. Leider herrscht da sehr viel Ablehnung. Da es auch viele einfach nicht nachvollziehen können, wie es ist wenn man selber betroffen ist.

Ich kann nur von mir erzählen, dass ich es offen erzählt habe und es auch jetzt nach der OP anspreche. Aber das muss denke ich jeder mit sich selber ausmachen.

lg miro

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Ich mach kein großes Geheimnis daraus. Wenn ich dann mal meine Zahnspange habe, werden die Leute eh fragen. Meine Zähne stehen sehr gerade, also kann ich schlecht sagen es geht nur um die Zähne. Meinen Arbeitgeber werde ich informieren sobald ich das OK von der Krankenkasse habe.

Meinen Eltern hätte ich vielleicht später davon erzählen sollen, so hätte ich mir einige "überleg dir das gut!" und "ich find dich auch so hübsch" Gespräche sparen können...

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Mir geht es da ungefähr so wie Lissi - ich habe keine wirklich schiefen Zähne und von meinen ständigen Verspannungen wissen, auch da wo ich arbeite, sowieso alle... Es war also nur noch eine Frage der Zeit, bis ich mich dafür entschieden habe...

Mein Chef meinte zu dem Thema, wann ich dann ausfallen werde und ich sagte, dass da ja ein gewisser Spielraum ist: Du wirst nicht deinen OP-Termin an irgendwelche Projekttermine anpassen - das machen wir genau andesherum!

Außerdem wäre bei mir auch auffällig, dass sich durch die Spangen die Zahnstellung ja quasi erstmal verschlechtert, damit nach der OP dann alles zusammenpasst.

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Ich habe es auch Gott und der Welt erzählt...aber das war ein Fehler!! Man sollte wirklich nur mit jemandem darüber sprechen dem man total vertraut (zb. Familie). Ich reiss mich jetzt immer zusammen und erzähl zum Beispiel in der Arbeit garnichts mehr darüber...es reagiert sowieso jeder sehr eigenartig...es denken alle es wäre ne Schönheitsop und ich werde verurteilt, weil die Krankenkasse die Kosten übernimmt....

Manchmal kommt es mir schon vor, als müsste ich mich direkt rechtfertigen, warum ich das mache....

Dem Chef oder der Familie würd ichs erzählen...sonst würd ich mit niemandem mehr darüber sprechen!

LG

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Naja, wirklich verheimlichen muss man die OP sicher nicht. Es gibt wohl viele, denen von außen nie aufgefallen ist, dass man ein Problem hat. Und die wundern sich dann halt, dass man sich deswegen operieren lässt. Aber die Menschen, die das nicht verstehen, die sind auch nicht wert, dass man sich länger mit ihnen auseinandersetzt. Es geht ja nicht um die Leute, sondern um einen selbst. Also wem es auffällt und wer Fragen stellt, der kann ruhig eine Antwort kriegen, aber ich würde nie dann in die Runde gehen und es jedem aufdrängen, so wie man es auch mit anderen Krankheiten ja auch nicht tun würde.

Der Familie erzählt man sowas natürlich, aber zum Beispiel würde ich kein Posting in Facebook mit sowas machen, aber das ist Geschmackssache, manche sind eben mitteilungsbedürftiger als andere....müssen sich dann aber nicht über die blöden Kommentare wundern.

LG

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Also neidisch war bis jetzt noch keiner, weil die Krankenkasse die OP (wahrscheinlich) zahlt. Wenn wir es nicht richten lassen, werden wir früher oder später auch mit unserer Kieferfehlstellung der Krankenkasse Geld kosten...

Ich befürchte nur, dass sich ein paar Kolleginnen beschweren werden, weil ich geplant erkranken werde und dafür nicht meinen Urlaub verwenden werden. Es gab schon beschwerden, weil ich einen Tag wegen der Weißheitszahnentfernung krank war... ABER da muss man drüber stehen!!

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Hallo zusammen,

also erstmal muss ich sagen, dass ich von dem Forum sehr begeistert bin. Ich hätte nie gedacht, dass so viele mit den selben Problemen kämpfen. Im privaten Umfeld gibt es ja kaum einen, der das gleiche durchmacht. Ich persönlich halte mich mit Informationen gegenüber anderen ziemlich bedeckt. Meine Familie war zum Beispiel bis jetzt noch bei keinem Kieferchirurgen dabei,ich zieh dass lieber alleine durch. Klar bei Unsicherheiten frag ich schon um Rat, aber im allgemeinen behalt ich alles für mich. Ich hab es mal gegenüber meiner Arbeitskollegin erwähnt und die meinte nur, was machst dir da so viele Gedanken, machs doch einfach, dass hast es hinter dir...naja so einfach ist es dann halt auch wieder nicht :)

Es ist nie zu spät für einen neuen Anfang!

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Hallo,

danke für Eure Antworten! Sehr interessant zu hören, wie ihr mit eurer OP umgeht.

Zu Miro & Corina: Schade, dass die Reaktionen bei euch ablehnend waren.

Und zu Lissi und Vardite: Auf der Arbeit spreche ich immer allgemein über die OP ohne speziell zu werden.

Ich neige wie gesagt eher dazu, die bevorstehende Kiefer-OP nicht an die große Glocke zu hängen. Es passiert ab und zu mal, dass was rausrutscht. Aber solange niemand in diese Richtung fragt oder das Thema anspricht, halte ich mich zurück (was gar nicht so leicht ist).

Bekannten oder Kollegen würde ich sowas eh nicht erzählen. Ich hatte nur befürchtet, dass Freunde, denen man ja sonst viele persönliche Sachen erzählt, negativ überrascht wären, wenn man plötzlich mehr oder weniger äußerlich verändert aus der Versenkung auftaucht. Aber vielleicht kommts auch nur auf die Einstellung an oder man schätzt Situationen falsch ein, weil man sich selbst viele Gedanken darum macht. Kann ja auch sein, dass es nach außen hin sowieso nicht wie eine große Sache erscheint. Aber wie Miro schon erwähnt hat, ist es gar nicht so einfach, seine Gedanken zurückzuhalten..

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Heyhey

also ich hab das eigentlich so gut wie jedem erzählt...

zum "Schluss", kurz vor der OP, als ich schon am Rande des Wahnsinns war, war es auch ziemlich unmöglich das noch zu verheimlichen, da wussten sogar dann meine Uni-Profs davon. Und es hat jeder immer sehr ermutigend reagiert...

Find ich seltsam, dass manche Leute da so komisch drauf reagieren, ich mein, ganz umsonst tut sich das doch keiner an und so ein Spaziergang ist das auch wieder nicht.

Generell find ich, dass es hilft, darüber zu reden und sich jemandem anzuvertrauen, aber wenn dann nur blöde Kommentare kommen, hat das eigene psychische Wohlbefinden wohl wirklich wenig Sinn...

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Hallo Mad_Eleine,

da stimme ich dir auf jeden Fall zu. Es macht es wirklich leichter, offen mit anderen darüber zu sprechen und Feedback zu bekommen, was die ganze Sache ins rechte Licht rückt. Manchmal hab ich das Gefühl, es ist wie mit Prüfungen oder Diäten: Soll man anderen davon erzählen und Gefahr laufen, dass die Tatsache, dass andere davon wissen, dich noch mehr unter Druck setzt oder fährt man besser, es für sich zu behalten?

Interessant...an meine Profs hab ich gar nicht gedacht. Die sind glaub ich auch nicht so scharf drauf mehr zu erfahren. Sobald ich was von "gesundheitliche Gründe" schwafele, segnen sie danach alles recht schnell ab.

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Ich hab am Anfang meiner Behandlung ein paar Leuten von der bevorstehenden OP erzählt. Einer davon hat ein Diastema (auseinanderstehende Schneidezähne im Oberkiefer). Als er noch ein Kind war, haben im die Ärzte (ich weiß nicht, ob das relevant ist, aber es war in der DDR) gesagt, dass man seinen Kiefer auseinandersägen und neu wieder zusammensetzen müsse, um das zu beheben, seine Eltern entschieden sich damals dagegen. Dementsprechend hat er auch mit großem Unverständnis reagiert und meinte, ich sei einfach nur eitel.

Einige Monate später erwähnte ich mal in einem Nebensatz das Wort "Kieferorthopäde", so wechselte sofort das Thema: "Was ist denn eigentl. mit deiner OP?" Zwei weitere Anwesende fragten nach, was es denn für eine OP sei und so wurde daraus eine Fragerunde mit noch einem vierten Fragenden, ich in der Mitte, keiner zeigte Verständnis: "An mir ist doch auch alles schief und krumm und mich stört's nicht!" "Dann lass dir doch lieber alle Zähne ziehen und dir 'ne Prothese machen..."

Naja, somit habe ich von meiner OP im Vorfeld keiner weiteren Person mehr erzählt. Da diejenigen, die von der OP wussten (meine Eltern und ein paar Freunde) weiter weg lebten, musste ich somit auch auf Besuch während meines Krankenhausaufenthaltes verzichten, was mir persönlich aber nicht schwergefallen ist, da ich ohnehin nur dumme Kommentare von den anderen erwartet hätte.

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Ich denke auch es ist sehr schwierig sich zurückzuhalten und niemandem davon zu erzählen, weil man ja selber so nervös ist und sich so viele Gedanken darüber macht! Wenn ich nicht mit irgendjemand darüber sprechen würde, dann würde ich verrückt werden! Deshalb erzähl ich auch so viel in der Arbeit, oder erzählte....ich hab am abend und nachts immer so viel nachgedacht und am morgen dann mit meine Kollegen meine Sorgen und Gedanken geteilt. Freunde gibts ned wirklich sooo gute, dass ich denen das erzählen würde und die Familie wird vielleicht nur nervös und bekommt ebenfalls die Panik. Es ist schwierig :-/

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Also ich muss sagen, jeder in meinem Umfeld interessiert sich dafür und findet das gut, bzw. stellt es keiner in Frage. Die Leute die mich schon sehr lange kennen, die wissen wie wichtig mir das ist und wie lange ich schon darunter gelitten habe und wie sehr ich mir einen "normalen Biss" und ein "normales Gesicht" gewünscht habe. Meine Familie steht sowieso dahinter, weil meine Mama auch schon vor 17 Jahren diese OP gemacht hat, es ist also bei uns nichts neues, und ich rede schon von der OP seit dem ich 10 Jahre alt bin.

Leute die ich erst so seit 2 Jahren kenne, die nehmen das einfach so hin, die interessieren sich auch irgendwie nicht dafür und fragen einen auch nicht weiter groß drüber aus. Die kennen eben diese ganze Geschichte nicht, das ich schon mein ganzes Leben darauf hin arbeite. Die haben mich vorher so akzeptiert wie ich bin und naja. Jetzt bin ich operiert, und jeden, den ich jetzt kennenlerne, denen erzähl ich davon soweit eigentlich nicht mehr.

Der einzige der vor der OP sehr skeptisch war, war mein Lebenspartner. Er hat mich halt so kennen- und lieben gelernt und hatte Angst, das ich ihm nach der OP nicht mehr gefallen würde. Aber das hat sich alles gelegt, und er ist froh darüber das wir das beide durchgezogen haben. Er hat mich auch sehr unterstützt, war jeden Tag im Krankenhaus. Das gab mir auch sehr viel Kraft, jemanden um mich zu haben, der mir 100% zur Seite steht.

Liebe Grüße, Julia

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Bei mir war es gerade andersherum, vor der OP wusste es nur der engste Kreis und danach irgendwie plötzlich alle, da konnte man es ja auch kaum mehr verheimlichen, hatte ich auch gar nicht vor, den als ich die Sache hinter mir hatte hatte ich plötzlich enormen Redebedarf, weil ich es in meinen Kopf nicht reinbekommen habe dass sich etwas verändert hatte und dass ich diesen Schritt überhaupt gegangen bin. Es war alles so unwirklich und gleichzeitig war ich aber stolz darauf es durchgezogen zu haben.

Dann bin ich von Frankfurt nach Köln umgezogen, dort kannte mich ja keiner. Direkt 4 Wochen nach der OP. Ich hatte nicht erwartet zu dieser Zeit noch so geschwollen zu sein und musste aber wohl oder übel in das 1. Semester starten. Ich glaube viele Leute haben gedacht, ich würde vielleicht einfach so aussehen. Ich wollte sie aber nicht in diesem Glauben lassen und habe mich darüber hinaus sowieso sehr aufgequollen, undefiniert und breit im Gesicht gefühlt. So habe ich bei vielen mit denen ich zu tun hatte das Thema darauf gelenkt, was einfach war, weil ja auch aufgefallen sein musste dass ich immer nur Dinge trinken, aber nicht essen konnte. Ich habe auch in einem Netzwerk ein Vorher und Nachherbild, sowie ein Bild direkt aus dem KH gepostet, welches aber nur meine gelisteten Freunde sehen konnten und die vor allem aus meiner alten Heimat interessierten wie die Sache gelaufen war. Das da mittlerweile auch schon viele aus der Uni dabei waren, hatte ich nicht bedacht. Jetzt fast 2 Jahre später bekomme ich von jemandem aus meinem Kurs zu hören, dass damals so viel darüber getratscht wurde, so nach dem Motto wie konnte ich nur etwas so unmögliches tun wie diese OP und dann auch noch die Bilder. So wie sich das anhörte war das Entsetzen groß, nicht wegen der Sache an sich, sondern einfach, weil es in ihren Kopf nicht rein ging und da etwas von Neid und Unglauben mitschwang. Ich kann es nicht genau definieren, bekomme es aber immer wieder zu spüren.

Überhaupt sind sich in unserem Kurs von nur 11 Leuten irgendwo alle Feind, selbst die die sich mittlerweile gruppiert haben. Keiner gönnt einem was und jeder lästert im Grunde über jeden. Vertrauen ist da fehl am Platz und ich war mal wieder zu gutgläubig. Über mich wird seitdem gesagt ich könne darüber hinaus nichts und man mochte mich von dato an auch nicht, 3 Personen wohl besonders nicht. Naja, ich muss sie ja nicht heiraten, dennoch gibt es einem kein gutes Gefühl und ich muss auch sagen, dass ich dadurch wieder unsicherer in meiner eigenen Kompetenz geworden bin und wieder stark an mir zweifle, sowohl innerlich als auch äußerlich. In diesem Fall gibt es mir oft das Gefühl ich sei immer noch irgendwie hässlich, vor allem, weil der Großteil hübsche Personen sind. Diese Welt ist sowieso sehr oberflächlich und da mit gesundem Sinn zu bestehen ist mehr als eine Kunst.

Meine engsten Verwandten und Freunde sind mir glücklicherweise nie in den Rücken gefallen, außer mein Vater vor der OP, das war aber eine ganz andere Baustelle.

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Also ich habe vor der OP nicht so vielen Leuten davon erzählt. Weniger aus Angst vor den Reaktionen, als deshalb, weil diese OP schon eine ziemlich große Sache für mich war und es sowieso schon sehr lange gedauert hat, bis ich mich dazu durchringe konnte es wirklich durchzuziehen, sodass ich das Gefühl hatte, wenn ich jetzt auch noch von allen Seiten höre wie schlimm oder krass diese OP doch ist, dass ich es dann nicht mehr schaffe meinen Mut zusammenzuhalten um es wirklich machen zu lassen.

Es wussten meine Eltern und einige gute Freunde davon und ich habe von keinem einzigen eine negative Reaktion bekommen. Ich habe aber auch nie gesagt, dass es für mich auch um das Optische geht (was aber durchaus so war), sondern immer direkt gesagt, dass ich durch die Fehlstellung eben körperliche Probleme wie Verspannungen usw. habe und es eben auch zu Spätfolgen wie Kiefergelenksarthorse etc. kommen kann, sodass niemand eigentlich niemand diese OP für überflüssig oder eine Schönheits-OP gehalten hat. Ich denke da muss man eben einfach den richtigen Weg finden das zu vermitteln, dann kriegt man auch nicht so negatives Feedback, wie es hier einigen passiert ist.

Es war für mich im Vorfeld der OP sehr schwer darüber zu sprechen auch jetzt rede ich nur mit sehr wenigen Leuten darüber. Wer mich fragt, dem erkläre ich ganz sachlich, was gemacht wurde, aber den emotionalen Hintergrund dazu, den habe ich eigentlich nur meiner besten Freundin anvertraut, weil das etwas so persönliches und intimes ist, dass ich es nicht mit so vielen Menschen teilen möchte.

Im Nachhinein denke ich jedenfalls, dass es so, wie ich es gemacht habe, für mich genau richtig war. Ich habe auch meinen guten Freunden erst relativ kurz vor der OP davon erzählt, sodass mich nicht dauernd jemand im Vorfeld darauf angesprochen hat, das hätte ich wohl nicht ertragen. Aber so hatte ich im Krankenhaus viel Besuch und hatte das Gefühl, dass ich meinen Freunden schon wichtig bin und sie sich Sorgen machen.

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also ich habe über meine bevorstehende op mit meiner Familie, Freunden, und meiner Schule(wegen der Ausfallzeit, darf nur begrenz Fehlstunden haben um zum Examen zugelassen zu werden) gesprochen und NIE negative Rückmeldung bekommen.

Ich bekomme von allen Seiten nur positives feedback und meine Freund u. Familie überlegen jetzt schon obwohl ich die Spange gerade ma 7 Wochen habe was sie mir den zuessen machen und und und^^

In der Schule haben die Lehre schon kelärt wie ich die Unterlagen bekomme, weil meine op wohl leider kurz vor meinem Examen sein wird :/ und auch den Leuten denn ich das erzähle, wenn sie wegen der Spange fragen, haben einen heiden Respekt davor das ich mich sowas traue :)

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Ich werde zwar nicht operiert (so der momentane Stand), aber ich würde es wohl auch nicht so vielen Leuten erzählen. Mich fragt auch niemand nach meiner Zahnspange obwohl sie ja nicht zu übersehen ist.

In meinem Fall gehe ich auch davon aus, dass die Leute meinen, ich würde das aus Schönheitsgründen machen und denken wohl gleich wieder, wo ich wohl das ganze Geld her hab ... So ein dumems Zeugs eben, die sich Leute einfallen lassen um zu reden.

Wenige Freundinnen (echte Freundinnen hat man sowieso nicht so viele) wissen, warum ich eine Spange trage und die anderen sind mir egal.

Man lernt mit der Zeit, wie Menschen reagieren, wenn man etwas tut, was nicht der Norm entspricht. Sich am Hüftgelenk oder an den Bandscheiben operieren zu lassen ist toll und spektakulär, aber unsere Probleme kennen die Leute nicht und für viele ist das eben eine Schönheits- OP.

" Lass die Leute reden ... :517::516:

Liebe Grüße

Antje

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ihr habt ja alle Glück das ihr wenigstens von der Familie unterstützt werdet, bei mir ist dies leider nicht so. Meine Mutter ist streng dagegen und auch der Rest

der Familie. Hauptsächlich möchte ich es wegen der Optik, ich habe sonst keine Beschwerden, vll bekomme ich daher keine Zustimmung.. Ist nicht leicht

wenn alle gegen einen sind. Aber ich kann es auch ein bisschen verstehen, sie haben halt angst um mich.

Ich würde generell nur dem engsten Freunden und Familie davon erzählen.

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@sweetjolies: Das ist natürlich noch schwieriger, wenn die Familie nicht hinter einen steht. Ist denn deine Kieferfehlstellung äußerlich nicht so stark sichtbar, dass deine Familie deswegen eher dagegen ist?

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@sweetjolies: Ich habe genau dasselbe Problem. Meine Zahn- bzw. Kieferfehlstellung hat mich mein Leben lang begleitet. Ich habe mich immer hässlich gefühlt. Als mein Kieferchirurg mir damals mit 19 Jahren nach einer Weisheitszahn-OP sagte, dass ich eine kombiniert kfo-kfc-Behandlung machen lassen sollte hat sich meine Familie komplett dagegen gestellt.

Ich habe sowohl meiner Familie als auch meinem Umfeld sofort von meiner OP erzählt, wobei mein Umfeld um einiges positiver reagiert hat als meine Familie.

Selbst jetzt noch nach der Operation ist meine Familie nicht begeistert und versteht nicht, warum ich den Eingriff haben vornehmen lassen.

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Ich erwähne es schon, aber wie genau hängt von den Umständen ab. Inzwischen sollte es eigentlich der größte Teil meiner Umgebung wissen, aber mehr im Sinne davon, dass ich eine Kiefern-Op haben werde und deshalb für einige Zeit ausfallen werde. Was genau gemacht, erzähle ich nur dann, wenn jemand es wirklich genau wissen will. Wobei ich in einem technischen Umfeld arbeite und da sind die Leute doch relativ häufig an den technischen Detail interessiert. Meinem Chef habe ich es sehr früh erzählt, vor allem aber auch deshalb, um ihm zu sagen, dass ich mal wieder für einige Wochen ausfallen werde.

Unmittelbar nachdem ich meinen OP-Termin (das erste Mal) ausgemacht habe, habe ich auf die Frage, wie es geht, einigen Leuten direkt erzählt, dass ich meine Op-Termin habe. Auch darauf bekam ich eigentlich keine negativen Reaktionen, interessanterweise habe ich dadurch von einem anderen Kollegen erfahren, dass er vor 6 Jahren eine OK-VV hatte.

Gelegentlich bekomme ich momentan die Reaktion "Runderneuerung" oder "Generalsanierung", aber diese Bemerkung kann man keinem übel nehmen, da die Bimax meine 9. Op seit 2008 sein wird. Die anderen außer der abgebrochenen GNE letztes Jahr waren alles orthopädische OPs an unterschiedlichen Gelenken, von daher passt die Generalsanierung schon irgendwie.

Da ich schon einiges an OP-Erfahrung habe und die Bimax ziemlich genau zum 25jährigen Jubiläum (Gott, man wird alt :sad:) meiner OK-VV sein wird, sind dies natürlich Themen, die ich mit anderen nicht besprechen muss, da ich im Prinzip weiss, was mich erwartet, auch wenn ich die OK-VV als deutlich leichter in Erinnerung habe, als es in den OP-Berichten beschrieben wird.

Die negativsten Reaktionen hatte ich eigentlich von Ärzten im Umfeld meiner Sprunggelenks-OP letztes Jahr. Dies war insbesondere interessant, da die OP gewisse Analogien zur Kiefern-Op hatte, auch dort wurde ein Knochen gewollt durchtrennt, Knochen (mit Knorpel) transplantiert und dann der Bruch wieder zusammengeschraubt, wobei es dort natürlich wichtig war, dass der Knochen wieder genau wie vorher zusammengebastelt wird. Aber wenn man Leuten erzählt, was ich momentan für Einschränkungen beim Essen habe, auch wenn man um den größten Teil herumarbeiten kann, sehen die meisten Leute doch ein, dass es für einen selber wichtig ist.

Irene

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@Chrimi äußerlich nicht, aber sobald ich den Mund aufmache schon..naja ich finde sowieso alles schlimmer, während die anderen sagen,ist

doch gar nicht so schlimm :D

kannst ja meine Bilder angucken und es selber beurteilen

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@Urique schade das deine Familie immer noch nicht hinter dir steht, habe noch ein bisschen hoffnung das es sich ändert. Denke es nicht so negativ das sie dagegen sind.Im Endeffekt ist eine Kieferoperation ein großer EIngriff und bei mir eigentlich unnötig. Ich mache es wirklich nur wegen der Optik. Daher denke ich es kommt so rüber wie eine Schönheitsop und das unterstützen halt wenige.

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Hola!

Ich hab meiner Familie (meine beiden Schwestern und mein Papa) , meinen engsten Freunden und den meisten meiner Arbeitskolleginnen ziemlich früh gesagt, dass ich operiert werden muss - sogar noch bevor ich die Zahnspange bekommen habe. Anfangs haben schon ein paar genau nachgefragt wieso ich das machen lassen muss, aber nachdem ich es sachlich erklärt habe wie der Hase läuft haben es die meisten verstanden und sich damit "abgefunden". Ein paar haben mich sogar ermutigt diese OP zu machen als ich noch am überlegen bin ja/nein.Meine Personalchefin und meine Chefin haben auch gleich gemeint, dass ich das unbedingt machen soll wenn es notwendig ist, da war ich echt froh über diese Reaktion. :-) Mein Freund steht gott sei Dank voll und ganz hinter mir.

Der einzige Mensch, wo es mir grad sehr wichtig gewesen wäre, dass er meiner Entscheidung versteht, ist mein Papa. Er meint immer noch ob das ganze den wirklich notwendig sei? Jedes mal wenn ich ihm etwas erzählen möchte sagt es meistens garnichts drauf und fängt von einem komplett anderen Thema an zu reden?? Hallo?? ... Aber Hauptsache er hat auch eine Kieferfehlstellung ("DANKE" für dieses Erbmaterial!! :655: ) und immer wieder Schmerzen weil er nie etwas dagegen getan hat. Und dann dieses Unverständnis, dass ich etwas dagegen machen möchte??

Ich zähle generell zu den Menschen, die ein großes Mitteilungsbedürfnis haben und solche großen Dinge auch übereilige weitererzählen. Ich wähle jedoch die Leute, denen ich es letztendlich anvertraue auch gut aus. Je nach dem jeweiligen Gegenüber muss man die "Informationsdosis" genau dosieren!!!

Wenn Leute über solche Eingriffe blöde Kommentare machen find ich das einfach unfair!! Keiner, der selbst in so einer Situation ist sollte sich ein Urteil über jemanden bilden der das durchziehen möchte - sei es aus optischen oder gesundheitlichen Gründen, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Und "psychische Schmerzen" werden leider oft unterschätzt! .... Bei mir findet die OP aus gesundheitlichen Gründen statt, wobei ich mit meinen unterschiedlichen "Seitenansichten" - durch meinen schiefen Kiefer bedingt - optisch auch nicht unbedingt glücklich bin.

Aber gott sei dank haben wir "uns" hier im Forum - ich kann immer wieder nur betonen, dass ich es echt super finde, wie "offen" man hier alles aussprechen/schreiben kann was einem am Herzen liegt!

Liebe Grüsse!!!!

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