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limahong

Metallentfernung im St. Georg Klinikum Leipzig am 11. Mai 2012

11. Mai 2012: OP-Tag

Um 4:44 ging‘s in Berlin (wo ich jetzt wohne) mit der Straßenbahn los, damit ich rechtzeitig um kurz vor 8 Uhr in Leipzig am St. Georg-Klinikum sein konnte, wie man es mir am Vortag gesagt hatte. Die Anreise verlief reibungslos. Den Weg zur Station habe ich auch gleich gefunden. Dort brauchte ich noch nicht einmal etwas zu sagen, die Stationsleiterin hat mich gleich wiedererkannt und brachte mich erst einmal provisorisch in einem Einzelzimmer gegenüber dem Schwesternzimmer unter. Mir wurde dann später gesagt, dass ich auf ein anderes Zimmer (ebenfalls Einzelzimmer) verlegt würde, wenn es frei sei, denn das provisorische Zimmer sei nur für Spezialfälle (es hatte außerdem keine eigenes Bad).

Es kam eine Schwester mit einem Azubi, man brachte mir mein OP-Hemd, mir wurden Temperatur und Blutdruck gemessen. Es klopfte an der Tür, man wollte mich schon abholen, also noch flugs ins OP-Hemd geschlüpft und meine Sachen in den Schrank gelegt. Als ich im Bett lag, gab mir der Azubi noch ganz schnell meine Beruhigungstablette und auf ging’s. Auf dem Flur wurde ich von einer Schwester gefragt, ob meine Sachen schon auf dem anderen Zimmer seien. Nein, waren sie nicht, es war ja keine Zeit dafür… Also musste sie meine Sachen in meiner Abwesenheit umräumen. Im Fahrstuhl fiel mir auf, dass ich gar keine Mundspüllösung bekommen hatte, wie vor meiner ersten OP, obwohl es auch für dieses Mal so angekündigt worden war. Naja, irgendwelche Desinfektionsmaßnahmen würde man schon durchführen im OP, dachte ich mir… Wieder ging es durch den Keller, wieder rauf und dann in den OP-Vorsaal. Kleiner Stau, ein Plausch zwischen den Patiententransport-Leuten (es ging darum, dass der eine von den beiden sich so dämlich angestellt hatte, dass er ein Teil von einem Bett demolierte, wenn ich es richtig verstand… so was erzählt man doch nicht, wenn Patienten noch bei Bewusstsein sind).

Ich blickte auf die Uhr des OP-Vorzimmers: 09:25 Uhr. Da ich meine Beruhigungstablette relativ spät bekam, erlebte ich nun auch Einzelheiten bewusst, die ich bei der ersten OP so gar nicht mehr richtig mitbekam, das Umbetten zum Beispiel. Auch kam mir die Zeit bei den Anästhesieleuten länger vor, die Ärztin traf erst meine Vene nicht, aber immerhin erklärte sie alles gut: „Da ist erst mal Sauerstoff, das ist noch nicht die Narkose. Als nächstes kommt gleich ein starkes Schmerzmittel, davon wird Ihnen ein wenig schwummerig.“ So kam es denn auch. „Gleich wird die Narkose durch den Zugang verabreicht…“ Und weg war ich.

Als ich aufwachte hörte ich, wie zwei Damen meinen Namen riefen, ich glaube, ich gab dann auch sogar einen Laut von mir, kann mich aber nicht mehr so recht erinnern. Ich öffnete meine Augen und merkte, wie verklebt sie waren. Man hatte mir wohl etwas auf die Augen getan, damit sie nicht austrocknen. Beim letzten Mal konnte ich so etwas nicht so deutlich bemerken. Ich schaute auf die Uhr: 10:25 Uhr. Also ungefähr eine Stunde von der Einleitung der Narkose bis zum Aufwachen. Ging ja ziemlich schnell. Ich hörte wieder meinen Namen. Man rief auf der Station an, jemand solle mich abholen. Ich sah auch schon die Stationsleiterin einige Minuten später und bemühte mich, ja nicht wieder einzuschlafen, denn ich wollte mitbekommen, in welches Zimmer ich kam. Nicht geschafft. Ich wachte erst wieder auf, als eine kleine dickliche Frau mich fragte, was ich am nächsten Tag „essen“ wolle, „süß oder herzhaft“, diese Optionen kannte ich schon aus dem letzten Jahr und wie sich herausstellen sollte, waren die Suppen auch dieses Mal nicht besser, es waren die gleichen, nur etwas dicker, sie sollten in den kommenden Tagen auch wieder Auslöser von Verdauungsproblemen sein.

Ich schlief wieder ein. Dann bemerkte ich jemanden im Zimmer, der mich begrüßte und sagte, er wolle die Kanäle vom Fernseher einstellen. Zum Schluss fragte er mich irgendetwas, was ich evtl. nicht so recht verstand. Ich verstand, dass er wissen wolle, ob er den Fernseher anlassen sollte. Ich antwortete: „Nee, brauch ich nicht.“ Dann kam wieder eine Frage und ich antwortete dasselbe. Das Ergebnis: Ich hatte die nächsten Tage keine Fernbedienung für den Fernseher. Tja, man kann doch nicht Leute nach so wichtigen Dingen fragen, wenn sie noch halb in Narkose sind…

Später dann wollte ich aufstehen, ich rief die Schwester, ging auch problemlos. Den Rest des Tages verbrachte ich mit Schlafen und Fernsehen ohne Fernbedienung.

12. Mai 2012: Tag 1 Post-OP

Am nächsten Tag gab’s wieder das Übliche: Wecken, Infusion mit abschwellendem Präparat, Betten machen, Temperaturmessung. Es ging dann gleich zur Visite beim Chirurgen meiner ersten OP (ob er auch diese zweite OP durchführte, weiß ich gar nicht. Es war seine Kollegin vorgesehen, da er eigentl. nicht da sein sollte, aber evtl. hat er mich doch operiert. Da alles gut lief, interessiert es mich im Nachhinein auch nicht so sehr ;-)). Die Narben sähen gut aus, Zähne passen auch gut und ich könne am nächsten Tag entlassen werden. Es gab Frühstück und ich verbrachte wieder den Rest des Tages mit Fernsehen (immer noch ohne Fernbedienung), meinem PC und meinem Handy. Was haben die Menschen nur früher gemacht, wenn ihnen langweilig war?

Das Abendessen war wieder einmal so ekelhaft, dass ich es nicht ganz aufschlürfen konnte. Obwohl als „süß“ deklariert, war es gar nicht süß, auch der Geschmack war nicht so ganz definierbar. Dazu gab‘s dann wieder einen Joghurt mit 0,1 % Fett und Gelatine. Den aß ich natürlich nicht und stellte den später auf den Tisch für Zwischenmahlzeiten und Getränke. Soll doch jemand anderes seine Freude daran finden…

Die Schwellung hielt sich in Grenzen, ich kühlte wieder fleißig und nahm Schmerzmittel, diesmal in Tablettenform; außerdem wieder meine bewährte Beinwell-Salbe, die letztes Mal schon zum Einsatz kam.

Abends wieder die gewohnte Frage, ob ich noch was brauche und zudem auch noch der Hinweis, dass im Nachbarzimmer etwas gestohlen wurde. Wie ich davor schon mitbekam, war es wohl ein Handy und eine EC-Karte. Dann verbrachte ich auch schon meine letzte Nacht in dem Krankenhaus.

13. Mai 2012: Tag 2 Post-OP, Entlassungstag

Morgens noch mal eine Infusion bekommen, dann zur Visite und am frühen Vormittag war ich auch schon weg! Die Schwellung ist noch gering, am darauffolgenden Tag gehts noch einmal zum KFO, weil ein Haken während der OP abgebrochen ist. Dann noch mal in die MKG-Praxis zur Kontrolle und für die Krankschreibung.

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So, nun etwas verspätet Bilder meiner Schwellung. Die ersten Bilder sind noch aus dem Krankenhaus. Das letzte ist vom 5. Tag nach meiner OP, ich sehe immer noch etwas dick im Gesicht aus, allerdings bei weitem nicht so ausgeprägt wie damals nach meiner ersten OP. Die Fäden auf meiner rechten Seite schmerzen noch. Morgen, genau eine Woche nach der OP, gehts wieder in die Praxis zum Fädenziehen.

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Achtung, eklig...

Heute Vormittag wurden bei mir die Fäden gezogen, das hat eine Zahnärztin der Gemeinschaftspraxis erledigt, womit ich fast die gesamte Mannschaft der Praxis kennenlernen durfte (bis auf zwei Assistenzärzte). Am Tag und in der Nacht davor hatte ich ziemlich starke Schmerzen auf der rechten Seite, was schon kurz nach der OP so gewesen war, sich aber nicht gebessert hat, trotz Schmerzmitteln. Die linke Seite hat sich seit der OP in Bezug auf Schmerzen gebessert, jedoch die rechte nicht, auch war der Anblick der linken Seite deutlich besser. Ich hatte also vorher noch eine Schmerztablette genommen, damit das Fädenziehen nicht so weh tut, es war vermutlich eine gute Entscheidung.

Als ich in der Straßenbahn saß, drückte ich mit meiner Hand ganz leicht an die geschwollene Wange auf der rechten Seite, da meine Hände recht kalt waren und ich somit eine gute Kühlung hatte. Irgendwann bemerkte ich einen ekligen Geschmack im Mund und ich wusste, dass dies nichts Gutes bedeuten sollte. Als ich aus der Straßenbahn ausgestiegen war, suchte ich gleich die Gelegenheit, das, was ich im Mund hatte, auszuspucken.

In der Praxis kam ich recht schnell dran und ich wurde gefragt, wie es mir gehe, ich schilderte das Problem mit den Schmerzen, die Ärztin schaute sich noch das Röntgenbild an, was kurz nach der ersten OP gemacht wurde, um zu schauen, ob es irgendwelche Auffälligkeiten gibt, die die Ursache dafür sein könnten.

Dann blickte sie in meinen Mund, machte irgendwas mit den Instrumenten und drückte mit einem Finger auf die Naht. Erstaunlicherweise tat es gar nicht mal so sehr weh, aber das, was sie sagte, war umso erschreckender: "Oh, da haben wir ganz viel Pus [Eiter]. Ziemlich viel... drei Kreuze...". Das klang nicht so gut. Also drückte sie und drückte und es kam wohl viel Eiter heraus. Ich war froh, das nicht mit ansehen zu müssen.

Das Fädenziehen gestaltete sich langwieriger als nach der ersten OP, es war zudem auch relativ unangenehm, aber nicht wirklcih schmerzhaft. Dann drückte sie nochmal an der rechten Naht herum, wieder kam Eiter... Zwischendrin ausspucken bzw. spülen. Die ganze Tortur war irgendwann überstanden, sie setzte mir einen Streifen aus imprägniertem Gewebe auf die Naht, das konstant eine desinfizierende Substanz abgibt. Dieser soll bis morgen drin bleiben. Am Montag soll ich zu meinem Zahnarzt gehen, der sich das Ganze nochmal anschauen soll.

Der Grund für die eitrige Stelle ist laut Ärztin wohl in einem Speiserest zu suchen, der dort festsaß. Ich hatte leider in den vergangenen Tag immer mal wieder Nahrung mit Festbestandteilen zu mir genommen, also nicht konsequent Brei, wie es vielleicht besser gewesen wäre.

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