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Schokolädchen

Kiefer-OP vor 25 Jahren und heute

In zwei Tagen, am Dienstag steht meine Bimax an, ziemlich genau zum 25-jährigen Jubiläum meiner OK-VV. Ich wollte mal aufschreiben, was mir an Unterschieden zwischen damals (was nicht inzwischen im Nebel der Zeit verschwunden ist) und heute auffällt.

Die Vorbereitungszeit bis zur OP ist auf alle Fälle sehr unterschiedlich. Damals gab es nur einen Termin vorher mit dem Kieferchirurgen, der mir genau erklärt hat, wie operiert wird. Das weiss ich noch so genau, weil wir kurz darauf in der Schule in der Biologiesammlung waren und ich es anderen anhand eines Schädels erklärt habe. Heute ist mein Gesicht von allen Seiten fotografiert worden, ich bin mir nicht sicher, ob damals überhaupt Bilder gemacht wurden, aber es war auch vor Zeiten der Digitalkameras. Röntgenbilder sind damals auch gemacht worden, aber längst nicht so viele und in so unterschiedlichen Varianten wie heute. Gerade die Aufnahmen, um die Stellung des Kieferköpfchen zu überprüfen, artete ja fast in eine gymnastische Übung aus. Ich glaube nicht, dass ich damals groß vermessen wurde, heute wurde meine Gesicht überall vermessen, ich wußte gar nicht, wieviele unterschiedliche Dinge man in einem Gesicht vermessen kann.

Ich werde nach der OP weiterschreiben, auch dort wird es Unterschiede geben, da ich damals für 2 Wochen verdrahtet war und diesmal werden es 6 Wochen Splint sein.

Irene

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Warum muss denn nach deiner OK-VV nochmal eine Bimax gemacht werden? Mit wieviel Jahren wurdest du denn damals operiert?

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Längere Geschichte ...

Ich bin damals mit 17 operiert worden (jetzt bin ich 42). Innerhalb des ersten Jahres nach der OP kam es zu einem leichten Rezidiv, es wurde aber nicht erneut operiert, sondern ich habe eine lose Spange bekommen, die im Oberkiefer saß, aber einem Bügel runter zum Unterkiefer hatte. Ich bin mir nicht mal sicher, ob damals überhaupt erneut geröntgt wurde oder nur vom optischen Eindruck ausgegangen wurde. Die lose Spange habe ich auch noch einige Jahre getragen und dann irgendwann weggelassen.

2010 hatte ich den Eindruck, dass meine Zähne so langsam wieder so aussehen wie vor 25 Jahren und nachdem mir mein Zahnarzt diesen Eindruck bestätigte, war ich beim KFO, der mir gleich erklärte, dass ich ein OP-Fall bin.

Letzte Jahr hätte eigentlich eine GNE durchgeführt werden sollen, aber bei der OP stellte sich heraus, dass der Oberkiefer nie vollständig verknöchert ist. Ich habe Knochenbrücken neben der Nase und hinten am Jochbein, aber dazwischen fehlt Knochen (siehe das DVT-Bild in meinem Bilderfaden). Der Oberkiefer als solches ist stabil, es war eine genauso große Überraschung für mich wie für den KC.

Mein KC meinte nach der (abgebrochenen) GNE, dass es aussieht, als sei der Oberkiefer komplett zurückgerutscht, eventuell sogar noch ein Stückchen weiter zurück. Meine Vermutung ist, dass es durch die geringe Verknöcherung viel einfacher für die Muskeln war, den Oberkiefer wieder zurückzuziehen und dass es extrem langsam war, so dass es mir erst ziemlich spät aufgefallen ist. Zudem habe ich die ganze Zeit falsch geschluckt, letztendlich war die Zunge vor allem vorne am Unterkiefer (siehe meine Anfangsbilder im Bilderfaden) und nicht oben im Gaumen, so dass der Oberkiefer auch dadurch keinen Reiz hatte, vorne zu bleiben.

Um ein Rezidiv zu vermeiden, ist dieses Mal auf alle Fälle geplant, Knochen zu transplantieren. Zusätzlich mache ich jetzt seit Anfang des Jahres Logopädie, tagsüber weiss die Zunge inzwischen, wo sie eigentlich hingehört, nachts wird es wahrscheinlich noch etwas dauern.

Irene

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HI du!

Wäre echt mal interessant zu erfahren was sich zu früher alles verändert hat!

Da sieht man auch, wie wichtig die Vorbereitungszeit und die ganzen Abdücke, Röntgenbilder, Videos und Fotos vorher sind!!! Ist schon ein wahnsinn, was alles passieren kann.

Ich schlucke jetzt durch den Gaumenbogen falsch, meine Zunge drückt dabei auch unten an die Vorderzähne, hab ich mir so angewöhnt, damit der Bogen nicht so auf der Zunge weh tut...ich hoff das bleibt mir dann nicht, das falsche Schlucken!

Ich wünsch dir für die Operation morgen alles Gute!!!! :)

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Ich wünsche dir für deine Op auch alles Gute und bitte Berichte davon :-) ich schlucke auch mit der Zunge gg. Den UK und werde aber erst nach der Op zum Logopäden müssen laut KFO. Alles Gute!!!

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Noch ein kurzer Zwischenbericht vom Tag vor der OP.

Damals war es eigentlich wie bei jedem normalen Krankenhausaufenthalt. Ich kann mich noch an ein Gespräch mit der Anästhesie erinnern, aber ich glaube nicht, dass ich an dem Tag vor der OP nochmals mit dem Arzt geredet habe (es war aber damals auch ein KC mit Belegbetten in einem Krankenhaus, nicht eine eigene MKG-Station mit mehreren KCs).

Heute gab es zwar auch ein Gespräch mit dem Anästhesisten, aber deutlich mehr Zeit habe ich mit dem KC verbracht. Erst wurden beim endgültigen und beim OP-Splint ausprobiert, ob diese im UK passen. Im OK kann dies nicht ausprobiert werden, da dieser gespalten und hinten verbreitert werden. Dann wurde mir im Artikulator gezeigt, wie die Kiefer hinterher zueinander stehen werden, es gibt tatsächlich so etwas wie eine Verzahnung :-) und sieht richtig nett aus. Er hat mir auch noch erklärt, was wo wohin und warum bewegt wird. Dann erfolgte noch eine ausführliche OP-Aufklärung auch über die möglichen Risiken und warum diese auftreten können. Zum Schluss wurde noch Blut abgenommen, und wenn er genausogut operiert wie er aus meinen ziemlich miesen Venen Blut geholt hat, sollte das Ergebnis ziemlich gut werden.

Danke noch für die guten Wünsche!

Irene

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Hallo Irene,

Ich glaube, vor 25 Jahren wurden die OK OP's noch recht selten gemacht, hier hat sich die Techniken erst in den letzten Jahren drastisch verbessert.

Waehrend meiner ersten KFO Behandlung im Grundschulalter wurde auch gesagt, dass ich spaeter mal operiert werden muesste. Allerdings sollte mir nur der UK zurueck gesetzt und somit an den zuweit zu rueck liegenden OK angepasst werden. Das haette dann zwei Fehlstellungen ergeben und ich kann eigentlich froh sein, dass meine Eltern das nicht weiter verfolgt haben.

Ist aber kaum zu glauben, dass es bei Dir nun auch schon soweit ist und Du Dein Koefferchen (bzw. den Ueberseekoffer, damit die ganzen Buecher mit koennen) packen kannst.

Ich wuensche Dir alles Gute fuer die OP und freue mich schon auf Deinen Erfahrungsbericht.

LG Mauto

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Hallo Mauto,

welchen Überseekoffer? Ich habe doch nur 11 Bücher mitgenommen :smile:, zudem Laptop mit Surfstick und Strickzeug. Ich hatte ja schon mal geschrieben gehabt, dass mir der Lesestoff ausgegangen war, war mit das traumatischste (für mich) bei der ersten OK-VV, den Rest habe ich jetzt wirklich nicht als so übel in Erinnerung und bin immer wieder erstaunt, wenn ich OP-Berichte lese. Und damals gab es keinen Fernseher auf dem Zimmer, geschweige den Laptop mit Surftsticks.

Irene

PS: Hier gibt es auch noch im Eingangsbereich eine kleine Bibliothek, falls mir also wirklich der Lesestoff ausgehen sollte, gibt es dort noch Nachschub. Es kam zwar damals auch jemand einmal mit einem Bibliothekswagen vorbei und ich habe mir einiges an Büchern geholt, aber es war natürlich leichter Lesestoff und damit in 2 - 4 Stunden ausgelesen.

PPS: Deinen Tip aus dem OP-Bericht mit den Zöpfen werde ich auf alle Fälle machen, meine Haare sind so lang, dass ich keine Lust habe, später Nester rauszukämen.

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Hi Irene,gelesen

ich habe in den 5 Tagen im Krankenhaus vielleicht 10 Seiten in meinem Buch und den halben Stern gelesen, bissele im Internet gesurft und ein paar Mails geschrieben und mir war trotzdem nie langweilig. Aber ich konnte auch schlafen wie ein Murmeltier. Bin mal gespannt, wann Du Deine 11 Buecher durch hast - nimm am besten gleich eins mit in den OP, dann kannst Du schon im Aufwachraum weiterschmoekern ;-)

Dann mach's gut und bis bald!

Mauto

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Hallo Mauto,

im Aufwachraum hatte ich nicht mit dabei. Ich kann mich an den Aufwachraum aber auch nicht mehr erinnern, aber es waren auch fast 10 Stunden OP, angesetzt waren 6, aber es mußte doch etwas mehr im Oberkiefer gebastelt werden. Aber auf der Zwischenintensiv hatte ich ein Buch dabei und auch gelesen, auch wenn die Thematik etwas pervers ist, da es um das Thema kochen geht. Heute merke ich vor allem, dass die Nacht sehr unruhig war und habe doch einiges ans Schlaf nachgeholt.

Irene

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Hallo Irene,

erstmal Glueckwunsch zur ueberstandenen OP. 10 Stunden sind ne lange Zeit, da scheinen die Chirurgen wohl einiges zu tun gehabt zu haben. Lag das auch an Deinem nicht verknoecherten Oberkiefer, dass alles etwas laenger gedauert hat?

Dass Du auf der Zwischeninteniv schon gelesen hast, ist echt krass.... ich hatte das eher als Witz gemeint ;-)

Aber schoen zu hoeren, dass es Dir soweit schon wieder ganz gut geht. Dann erhole Dich weiter und ruhe Dich aus.

Liebe Gruesse

Mauto

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Hiiii,

von mir auch alles Gute zur überstandenen OP. Mensch ist ja auch echt krass das du heute schon vorm Laptop gesessen hast und auf der Zwischenintensiv ein Buch gelesen! Also ich war da nur am Dösen und Ruhen. Auch der 1. Tag post-OP war sehr anstrengend, ich konnte grad mal so aufstehen^^ Aber ist echt schön das du das so gut wegsteckst. Ich hab auch versucht ein Buch zu lesen aber das war mir zu anstrengend mich aufs lesen zu konzentrieren....

Gute Besserung und möge deine Zeit im Krankenhaus schnell vergehen :)

Liebe Grüße, Julia

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Hallo Mauto und Julia,

danke für die guten Wünsche. Ich habe in den letzten Jahren leider reichlich OP-Erfahrung gesammelt und wußte, dass ich Vollnarkosen extrem gut wegstecke, deshalb waren im Beutel für die Zwischenintensiv zwei Bücher, ein Buch über einen Koch, bei dem man aber der Handlung folgen mußte, und ein weiteres Buch ohne Handlung, falls das erste nicht gegangen wäre. Zusätzlich noch meine Kamera, ich habe schöne Bilder direkt von der Zwischenintensiv.

Die lange OP-Dauer lag vor allem am Oberkiefer, da die Löcher in natura ziemlich groß waren und ziemlich gebastelt werden mußte, um diese aufzufüllen. Auf der rechten Seite bekam das Transplantat nochmals eigene Schrauben, links wurde es nur einfach verkeilt. Der Bluterguss am Becken, wo Knochen entnommen wurde, ist ziemlich beeindruckend, deutlich größer als meine Hand und noch tieflila. Ich habe am Freitag einen normalen Kontrolltermin bei meiner Frauenärztin, die Reaktion auf meine Blutergüsse könnte interessant werden. Im Gesicht bin ich sogar relativ wenig blau im Vergleich zum Rest, aber das Blut aus dem Gesicht ist sehr stark dem Ruf der Schwerkraft gefolgt und bildet einen Riesensabberlatz bis zum Ende es Brustbeins. Der Splint erklärt aber dann sehr schön, mit wem man sich "geprügelt" hat.

Nachdem heute mittag die Magensonde gezogen wurde, die mir letzte Nacht und heute Mittag extreme Halsschmerzen verursacht hat, geht es soweit eigentlich ganz gut. Essen dauert natürlich etwas, war schon deutlich bequemer mit der Sonde. Interessanterweise kann ich gesellschaftsfähig aus einem Glas trinken, aber mit Strohhalm trinken geht gar nicht.

So richtig auf den Beinen war ich am Freitag, morgens in die Ambulanz habe ich mich noch fahren lassen, aber nachmittags kam meine Mutter zu Besuch und wir sind raus bis zum Patientengarten. Nachdem das gut geklappt habe, habe ich sie zum Schluss auch nochmals zum Ausgang begleitet, da so ein Krankenhaus schon einem Irrgarten ähnelt (und meine Mutter ein Schild erst lesen kann, wenn sie drunter steht).

Irene

PS: Heute werden ich das dritte Buch fertiglesen, es lohnt sich also wirklich den Stapel mitzunehmen, da aktuell noch von Entlassung zwischen Montag und Mittwoch die Rede ist.

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Hallo Irene,

Habe mir eben nochmals Dein Roentgenbild angesehen.... da hatten Deine Chirurgen wohl wirklich so einiges zu basteln, um den durchloecherten Oberkiefer nochmals auseinander und dann auch wieder zusammen zu bekommen.

Mir ging das nach der OP auch so, dass ich ohne Probleme aus Glas und Tasse trinken konnte, aber mit dem Strohhalm ging es gar nicht. Das Saugen hat so einen starken Unterdruck am Gaumen entstehen lassen und das war tierisch unangenehm.

Wann erfaehrst Du denn, wann Du entlassen wirst? Ich muss zugeben, dass fuer mich die 5 Tage im Krankenhaus echt in Ordnung waren, haette gar nicht unbedingt frueher nach Hause gewollt. Aber wenn man schon so so fit ist wie Du, dann will man sicher so schnell wie moeglich gehen.

Ich wuensche Dir noch einen schoenen Abend und eine ruhige und erholsame Nacht und natuerlich weiterhin interessante Lektuere.

Viele Gruesse

Mauto

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Sorry Mist mit Handy hab mir schon Sorgen gemacht, da ich nichts von dir gehört habe. Eben habe ich deine Nachrichten im Thread gelesen.

Schön, dass du alles so gut und tapfer hinter dich gebracht hast. Meinen herzlichen Glueckwunsch.

Toll! Nun hoffe ich, dass es weiter so gut für dich läuft.

Dass du lesen kannst ist der Kracher, ich habe erst m letzten Abend TV schauen koennen, so haben mir Augen geschmerzt, war noch weg, konnte keine Reize im Kopfbereich vertragen und das nach 10 St. OP! Wahnsinn!

Alles liebe dir weiterhin

Valli

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Hallo Mauto,

ich glaube, wenn ich drauf bestanden hätte, hätte ich auch morgen entlassen werden können. Aber da ich nicht groß protestiert habe, war ihm der Dienstag gerade auch wegen des Riesenhämatoms auf der Hüfte (große Männerhand inklusive der Finger) lieber. Mir persönlich auch, ich muß mich daheim komplett selber versorgen und dann ist es doch angenehmer, wenn das Essen 3 mal täglich magisch auf dem Tisch steht (okay, es könnte bei Frühstück und Mittagessen etwas früher kommen und beim Abendessen etwas später). Außerdem ist es ein Nachbar, der mich abholen wird, und dann ist mir ein gewisser Vorlauf doch lieber als zu sagen, können sie mich heute noch abholen. Mein (selbstbezahltes) Doppelzimmer hat sich wahrscheinlich auch aufgrund des Feiertags in ein Einzelzimmer verwandelt und ich kann in diesem Krankenhausbett auch gut schlafen, außer dass ich sonst nicht auf dem Rücken schlafe, also ist es aus meiner Sicht gar nicht so schlecht im Krankenhaus.

Irene

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Da morgen die Entlassung ansteht, schreibe ich mal am eigentlichen Thema weiter, der eigentlich OP-Erfahrungsbericht und Bilder kommen auch.

Vor 25 Jahren wurde eine reine OK-VV gemacht, diesmal wurde der UK 1,6 mm zurück, der OK 2 mm vor und beide jeweils noch 5 mm hoch gesetzt. Gleichzeitig wurde der OK auch noch 2 mm nach links geschwenkt und hinten verbreitert (Zahlenwert bin ich mir momentan nicht sicher, irgendwo zwischen 3 und 5 mm). Zusätzlich mußten im Oberkiefer noch Löcher aufgefüllt werden, die durch die erste OK-VV entstanden sind.

Ein großer Unterschied zwischen beiden OP ist sicher, dass diesmal an beide Kiefer rangegangen wurde, um ein möglichst optimales Ergebnis zu erhalten. Und das jetzt wirklich mal ausreichend Platz im OK für die Zunge ist. Selbst mit Splint und Gaumenbügel fühlt es sich nicht schlecht an und sollte nach Splintentnahme noch besser werden. Wahrscheinlich hätte man auch damals beide Kiefer operieren müssen, ich weiß noch, dass der KC damals sagte, nachdem operiert sei, dass man eigentlich auch an Kinn und Nase was tun müßte. Aber soweit ich das momentan unter den Schwellungen beurteilen kann, sieht es eigentlich ganz gut, wirklich kleiner und damit süsser will ich meine Nase eigentlich nicht. Momentan komme ich mir sowieso wie ein Riesenbaby mit blauen Flecken und ersten grauen Haaren vor.

In der Zeit nach der OP gibt es große Unterschiede. Vor 25 Jahren sind Platten und Schrauben eingesetzt worden (haben mich immer an Fischertechnik Statik erinnert). Zusätzlich war ich noch 2 Wochen fest verdrahtet, das heißt während der Zeit ging eigentlich nur flüssig. Es hieß vor der OP sogar 3 Wochen, aber beim Kontrolltermin nach 2 Wochen hat er beschlossen, dass es reicht und überraschend die Verdrahtung gelöst Ich weiß noch, dass ich alleine beim Kontrolltermin war und hinterher meiner Mutter stolz klappernd die wieder freien Kiefer gezeigt habe, also dürfte ich damals keine Probleme mit der Mundöffnung gehabt haben. Ich weiß nicht mehr, wie lange ich danach eher weich essen sollte, ich glaube nicht, dass es sehr lange war, sonst hätte ich es mir gemerkt.

Diesmal gibt es natürlich auch wieder reichlich Metall im Mund, zusätzlich habe ich einen Splint im Mund, der momentan fest mit der OK verdrahtet ist und Gummis zwischen OK und UK. Das bedeutet, dass ich beim Essen einen kleinen Löffel in die Mund bekomme. Großen vor allem deshalb nicht, weil der Platz zwischen den Gummis nicht ausreicht. Mundöffnung würde dafür wahrscheinlich ausreichen, zum Spülen und sich die Naht im Gaumen (Haut im Gaumen ist bei der Spaltung aufgrund der Dehnung im oberen Teil geplatzt) anschauen reicht es auf alle Fälle. Ich hatte aber vorher eine Riesenmundöffnung von 70 mm. Der Splint wird wahrscheinlich 6 Wochen aufgrund der Spaltung des OK drin bleiben. Aktuell bin ich noch bei flüssiger Kost, es wurde aber im Vorgespräch gesagt, dass weiche Kost möglich ist, bis hin zu weichen Nudeln. Ich empfinde es als deutlich angenehmer, dass man den Mund tatsächlich öffnen kann, auch wenn das Essen vom kleinen Löffel noch nicht wirklich gesellschaftsfähig ist, da mit viel Schlürfen verbunden. Trinken aus dem Glas geht erstaunlicherweise sogar besser als mit Strohhalm oder Schnabeltasse.

Das ist es für's erste einmal, wenn mir weitere Unterschiede einfallen, werde ich noch ergänzen.

Irene

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Hallo Irene,

das ist schon recht interessant und sicherlich auch ungewoehnlich, nach 25 Jahren nochmals eine Kieferoperation, und dann auch noch an beiden Kiefern, zu machen. Denke mal, die OP Techniken an sich werden mittlerweile auch viel ausgefeilter sein, aber das bekommt man ja selbst nicht so mit.

Dass heutzutage kaum noch fest verdrahtet wird und man den Mund somit wenigstens ein Stueckchen oeffnen kann, ist sicherlich ein entschiedener Vorteil zu damals.

Bei mir waren die Gummies so angeordnet, dass ich noch nicht einmal einen Kaffeeloeffel in den Mund bekommen habe. Konnte wirklich nur ganz fluessige Nahrung trinken, aber auch das war gut machbar.

Ich konnte im Krankenhausbett auch super schlafen und fand es dort sehr angenehm, dass man das Rueckenteil hochfahren konnte. Zuhause muss man sich mittels mehrerer Kissen eine Erhoehung basteln, was lange nicht so gut ist.

Wuensche Dir weiterhin gute Besserung und ein morgen ein positives Entlassungsgespraech und gute Heimfahrt.

LG Mauto

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