Schokolädchen

Bimax am 15.5.12 bei Dr. Werner im Marienhospital Stuttgart

86 Beiträge in diesem Thema

Warning: Der Bericht ist ziemlich lang geworden, ich hoffe aber, er ist trotzdem lesbar, es gibt noch ein kleines Fazit am Ende.

Gemacht wurden:

Oberkiefer: Vorverlagerung 2 mm, Schwenkung 2 mm, Spaltung und keilförmige Verbreiterung hinten um 5 mm. Zusätzlich musste Knochen transplantiert werden, da aufgrund einer OK-VV vor 25 Jahren nur Knochenbrücken an der Nase und am Jochbein vorhanden waren, dazwischen jedoch Knochen fehlte. Hochverlagerung um 5 mm

Unterkiefer: Rückverlagerung um 1,6 mm, Hochverlagerung um 5 mm.

Einer der beiden Kiefer wurde auch noch leicht gekippt, bin mir aber nicht mehr sicher welcher.

Gesamte OP-Dauer: 10 Stunden, eigentlich waren 6 geplant :-(

Mo 14.5.12 Aufnahmetag

Letzte Woche hatte es erst noch eine Planänderung gegeben. Eigentlich sollte mich ein Nachbar nach Stuttgart ins MH fahren, jedoch hatte er kurzfristig eine LKW-Fahrt reinbekommen. Da er dann aber sicher in der Woche da ist, in der ich entlassen werden, war es so die bessere Option und ich machte mich um 8:13 mit dem Zug auf den Weg nach Stuttgart. Am Bahnhof erst noch einmal eine große heiße Schokolade und einen Chocolate Chip Cookie geholt. Die Wartezeit bei der stationären Aufnahme betrug eine Stunde, so dass ich noch genüsslich meine heiße Schokolade trinken konnte, was sich nachher als sehr gut herausstellte, auch wenn ich besser die XXL-Variante bestellt hätte. Ich hatte mir vorher die Zimmer angeschaut gehabt und auch wenn die 4er Zimmer auf der Station fast 2er Zimmer sind, war es mir Wert, den Aufpreis für ein Zweierzimmer zu zahlen (stellte sich hinterher als gute Entscheidung raus, da die Station über das verlängerte Wochenende sehr leer war und sich somit ein Einzelzimmer hatte :-)). Danach auf Station und dort erste Formalitäten erledigt. Um 13:00 Uhr kam dann endlich das Mittagessen, ich hatte gerade den ersten Bissen zu mir genommen, als ein Pfleger reinkam und sagte, Dr. W hätte angerufen, ich solle runter zur Ambulanz, dass Mittagessen kann ich später fertigessen. Dort nochmals ca. 45 Minuten gewartet. Danach hatte ich solche Magenschmerzen aufgrund des Hungers, dass mich Dr. W erst mal wieder auf die Station hochgeschickt hat, damit ich mein Mittagessen fertigesse. Es ist weder für mich noch für meine Umwelt eine gute Idee, mich hungern zu lassen. Ich hatte sogar noch was zu essen im Rucksack dabei, aber da ich mir sicher war, dass mir in den Mund geschaut wird, wollte ich weder eine blaue Zunge von M&M’s haben noch Reste des Cookies zwischen den Zähnen. Nach dem Essen war die Welt wieder in Ordnung und ich für meine Umwelt erträglich. Nächste Wartezeit, Anprobe des OP-Splints und des endgültigen Splints, jeweils nur unten, da oben gespalten wird und deshalb jetzt nicht passen kann. Danach Anästhesiegespräch, dauert bei mir etwas länger, da ich leider einiges an OP-Erfahrung habe und deutlich gemacht habe, dass ich auf nochmaliges Erbrechen nach OP einer Kiefern-OP gerne verzichten würde, zweimal reicht. Auf die abschließende Frage nach Fragen und Wünschen kam von mir die Bitte, beim Intubieren besonders auf die Stimmbänder zu achten, da ich viel singe. Nachdem wir geklärt hatten, dass er bei meinen restlichen Daten kein EKG braucht, ging es wieder zu MKG-Ambulanz, zum letzten Programmpunkt für den heutigen Tag, die eigentliche OP-Aufklärung, was wird gemacht, was kann es bei den einzelnen Schritten für potentielle Risiken geben. Schon ziemlich beeindruckend, wenn der Arzt auf dem Bogen schreibt und schreibt, was den an Risiken möglich sind und es dann noch genau erklärt. Noch eine Blutentnahme und einige letzte Unterschriften, dann ging es um 16:30 zurück auf die Station. Dort wurde nochmals Blut abgenommen (ein Röhrchen hatte unten gefehlt), diesmal im anderen Arm. Abends noch ein letztes Mal für längere Zeit richtig schön warm geduscht und einen Beutel für die Zwischenintensiv gepackt. Da ich mich kenne, habe ich unter anderem zwei Bücher (eins mit Handlung, eines ohne Handlung) und meine Kamera eingepackt.

Di 15.5. OP-Tag

Morgens Mautos Tip mit den Zöpfchen befolgt, dann die übliche Tablette genommen, von denen aber ich noch nie den Eindruck hatte, dass diese wirklich bei mir wirkt. In den OP-Vorbereitungsraum transportiert worden, dort fiel mir auf, dass ich die Uhr nicht wie gedacht in den Beutel für die Zwischenintensiv gepackt hatte, sondern noch am Handgelenk trug. War jedoch kein Problem, die Uhr wurde in eine Tüte gepackt und auf meine Mappe geklebt, Klebeband ist ja in einem Krankenhaus reichlich vorhanden. Dann auf den OP-Tisch gewechselt. Kurz der Anasthäsieschwester Angst gemacht, da das Legen des Zugangs bei der OP vorher sehr, sehr, sehr lange gedauert hat. Diesmal klappte der Zugang jedoch beim ersten Versuch. OP-Haube wurde noch am Gesicht festgeklebt, damit sich später im Eifer des Gefechts nichts selbstständig macht. Danach in den OP gerollt worden. Einleitung war im Sinne von schummerig, danach war ich weg und bin eigentlich erst richtig auf der Zwischenintensiv aufgewacht, gleich schon mit Kühlmaske versehen, sowie mit Nasensonde und Blasenkatheder. Habe dort erfahren, dass es statt der geplanten 6 Stunden OP-Dauer fast 10 Stunden OP geworden sind. (Haben Chirurgen eigentlich besonders gut trainiert Blasen? Ich hatte ja den Katheder, aber diese nicht.) Grund für die deutliche Verlängerung war vor allem das Auffüllen der Knochenlücken im Oberkiefer. Auf der Zwischenintensiv wurden mir auch weiche feuchte Tücher gegeben (eigentlich Einmalwaschlappen) für die Blutungen aus der Nase. Die Tücher wurden auch bis zur Entlassung zu meinem ständigen Begleiter, da es relativ lange aus der Nase nachblutet, nicht wie ein normales Nasenbluten, eher wie eine Sickerblutung, also immer so ein bischen. Später wurde mir noch mein vorher gepackter Beutel gebracht, so dass ich noch etwas gelesen und auch ein Bild gemacht habe. Die Nacht war sehr unruhig, irgendwie habe ich immer nur sehr kurz geschlafen und eigentlich nur den Morgen herbeisehnt. Es war aber kein Schmerzproblem, ich kann nicht wirklich gut auf dem Rücken mit erhöhtem Oberkörper schlafen. Und auf der Zwischenintensiv brauchen auch Leute in der Nacht Zuwendung, so dass auch immer etwas los ist und es nicht wirklich ruhig ist. Zwischendurch hatte ich Probleme, den richtigen Rufknopf zu finden, es wurde mir zwar erklärt, wie das Ding funktioniert. Aber als ich es in der Nacht wirklich brauchte, war durch die Schrägstellung des Bettes der große gelbe Knopf in Augenhöhe und nicht der etwas kleinere rote, den man wahrscheinlich perfekt sieht, wenn man flach im Bett liegt. Ich habe mich dann so reingesteigert, dass einem keiner hilft, obwohl ich vermeintlich doch um Hilfe gerufen habe, dass die Schwester irgendwann merkte, dass etwas nicht stimmt. Ich brauchte in der Nacht mehrfaches Absaugen, dass zwar im Moment weh tat, aber danach fühlte man sich deutlich besser. Abends und morgens gab es ein Diclofenac-Zäpfchen, sowie noch Novalgin und Antibiotikum per Infusion. (Und leider keinerlei Essen :-(). Kleiner Tipp zum Blasenkatheter: Wenn man trotz diesem das Gefühl hat, das man auf die Toilette müsste, den Schlauch etwas anders legen, wahrscheinlich drückt er auf die entsprechenden Rezeptoren in Blase, hat bei mir geholfen.

Mi 16.5.12 1. Tag nach OP

Morgens tauchten erst einmal alle MKG-Chirurgen in der Zwischenintensiv auf. Der Gummi über die vorderen Schneidezähne wurde gelöst, auch weil bei diesen die Wurzel sehr kurz sind und man Wurzelresorptionen verhindern möchte. Dann wurde auch noch mit einer Pinzette in alle Teile der Lippe gepickst, ob überhaupt Gefühl da ist, was ich als ziemlich gemein empfand. (Gefühl ist eigentlich da, etwas reduziert in der linken Unterlippe, aber sonst kann ich mich nicht beklagen). Der Blasenkatheter wurde gezogen. Nachdem ich mich im Bett gewaschen habe und mir Blut abgenommen wurde, wurde ichwieder auf die Normalstation verlegt. Erste Übungen mit Trinken, leider ging das großartig schief, so dass ich erst einmal gebrochen habe und dabei zwei Gummis kaputtgegangen sind (und immer noch kein Essen :-(). Also mit dem Fahrdienst runter in die Ambulanz, wo von Dr. W. die Gummis wieder eingesetzt wurden und es noch weitere allgemeine Anweisungen gab. Hoch auf die Station, jetzt wurde es mit Sondennahrung probiert. Leider war die Sonde nicht mehr wirklich durchgängig, so dass der FSJler mich geduscht hat, als er versuchte, die Sonde zu spülen. Da ich noch das OP-Hemd trug und er es geschafft hat, nur mich zu duschen und nicht das Bett, brauchte also nur das OP-Hemd gewechselt zu werden. (Da ich doch noch relativ stark aus der Nase blutete, beschloss ich, es ist vernünftiger, Krankenhauskleidung zu verschmutzen und nicht meine eigene Kleidung und hatte bisher noch nicht eigene Sachen angezogen) Als wurde eine neue Sonde gelegt, was sehr vernünftig ist, ich sollte wirklich nicht abnehmen und schont natürlich auch die Wunden noch einige Zeit. Das Legen empfand ich als unangenehmer als eine Magenspiegelung, dort wird erst der Gaumen betäubt, hier war zwar die Spitze mit reichlich Lidocain eingeschmiert, aber es kommt ja erst an die Stelle, wenn der Reiz schon da ist. Da ich eigentlich sehr fit war, ging es nach einer Runde Sondennahrung und einmal Wasser per Sonde noch zum Röntgen, wobei ich jedoch beschlossen habe, mich fahren zu lassen und nicht selber zu laufen. Der Rest war dann eigentlich nur noch lesen, schlafen und bei Progenica zu posten. Außerdem noch zweimal Antibiose per Tropf und nochmals Sondennahrung. Abends auch noch mit meiner Mutter telefoniert. Reden mit Splint geht erstaunlich gut und ist verständlich genug, um zu telefonieren.

Do 17.5.12 2.Tag nach OP (Christi Himmelfahrt)

Das Frühstück bestand wieder aus Sondennahrung. Ist mir momentan aber persönlich noch lieber. Im Lauf des Vormittags kam erst ein Bekannter mit seinem kleinen Sohn (6 Jahre) vorbei. Ich hatte gar nicht dran gedacht gehabt, dass er seinen Sohn mitbringen könnte und sah ja doch eher etwas monsterartig aus, sowohl mit der Schwellung als auch mit der Kühlmaske. Der Sohn brauchte zwar eine gewisse Auftauzeit, aber dann schaute er sich sehr interessiert die Kühlmaschine an und ich hoffe, er hat keinen Schock für’s Leben erhalten. Obwohl mein Operateur eigentlich ab heute im Urlaub ist, schaute er noch vorbei, packte mich in einen Rollstuhl und runter ging‘s zur Ambulanz (im Sauseschritte). Dort wurden die Gummis einmal rausgemacht, der Mund gespült, der Gaumen angeschaut (beim Verbreitern des OK war die Haut im vorderen Bereich leicht eingerissen) und die Gummis wieder eingesetzt. Einmal noch kurz der Bluterguss am Beckenkamm bewundert, es wurde dort Knochen entnommen und die Hüfte ist wunderbar lila. Dann wurden mir noch die Röntgenbilder erklärt, es sieht von der Zahnstellung her alles sehr gut aus, Mittellinien passen, Überbiss ist da. Auf der rechten Seite mußte das Transplantat noch verschraubt werden, auf der linken Seite reichte eine Verkeilung. Dann ging es wieder zurück auf die Station, der Rest des Tages bestand vor allem aus Lesen, Schlafen, der Sondennahrung beim Tröpfeln (oder auch nicht) zuzuschauen, eifrig kühlen. Momentan bin ich wunderbar verfärbt mit einem Bluterguss bis zur Brust. Schmerzmittel gibt es aktuell 2xtäglich Voltaren als Zäpfchen, was mir aber auch reicht. Irgendwie habe ich mich am Tag nach der OP fast fitter als am zweiten Tag gefühlt, obwohl es mir nicht wirklich schlecht geht. Abendessen gab es außer Sondennahrung auch noch 2x Fleischbrühe, wobei ich mir bei der zweiten Fleischbrühe nicht sicher war, was es für ein Tier war, sie roch etwas komisch. Zusätzlich gab es noch einmal Götterspeise. Gott war es anstrengend zu essen, ich bin momentan wirklich froh über die Magensonde, die erleichtert das Leben doch ungemein. So langsam werden die Nachblutungen aus der Nase auch deutlich geringer.

Fr 18.5.12 3. Tag nach OP

An der Schwellung hat sich irgendwie immer noch nichts getan, der Bluterguss ist nochmals tiefer abgesackt, Ende vom Brustbein, aber Bauchnabel ist noch nicht erreicht. Der Bluterguss am Becken ist wirklich beeindruckend, männerhandgroß (inklusive Finger) und tieflila, gut das man momentan wegen der Bimax sowieso nur auf dem Rücken schläft. Tag fing an mit Antibiose über den Tropf, Schmerzmittel zu trinken (ging heute erstaunlich gut, aber noch nicht ganz gesellschaftsfähig), sonstige Medikament wie die Tage vorher über den Mund. Frühstück war Sondennahrung, danach lief noch mal Wasser durch. Morgens wurde auch noch eine Lymphdrainage gemacht. Zudem hat die Servicekraft abgefragt, was ich am nächsten Tag essen will aus der möglichen Auswahl an flüssiger Kost. Irgendwann sollte ich dann zur Kontrolle in die Ambulanz, habe mich noch für den Fahrdienst entschieden, da ich mir den Weg noch nicht alleine zugetraut habe. Dort wurde eigentlich von Dr. B. nur gespült, die Wunden angeschaut, hinten in den Rachen geschaut, weil ich dort ein komisches Gefühl hatte, teilweise wie einen Würgereiz, liegt aber höchstwahrscheinlich an der Magensonde, die am nächsten Tag nach dem Frühstück gezogen werden soll. Blutbild und vor allem Hämatokrit angeschaut, der zwar niedrig ist, verständlich im Rahmen der OP-Dauer, aber noch nicht besorgniserregend. Danach ging es auf die Station, dort standen tatsächlich zwei Schälchen mit Fleischbrühe, es gab aber auch noch Sondennahrung. Die Götterspeise habe ich mir für später aufgehoben, was sich noch als gut herausstellen sollte. Das Essen der Fleischbrühe ging auch schon deutlich besser. Nachmittag kam meine Mutter für ca. 2 Stunden vorbei. Mit ihr bin ich dann in den Patientengarten gegangen, merkte aber doch, wie man mit der Zeit die Schwellung deutlicher merkt. Zurück im Zimmer wurde nochmals Wasser angehängt. Nachdem meine Mutter nochmals bis zum Ausgang begleitet hatte, wollte ich zwar vor allem Lesen, brauchte aber eher noch Schlaf. Irgendwann wurde es 18 Uhr, dann 19 Uhr, und immer noch tauchte kein Essen auf, weder Fleischbrühe noch Sondennahrung. Als direkt nach vorne, ich bin doch tatsächlich vergessen worden :-(. Ich habe mich erst einmal an die Götterspeise (siehe oben) gemacht, danach bekam ich noch etwas Fleischbrühe und die Sondennahrung angehängt. (Und ich hatte mich bis dahin über das für mich relativ unbekannt Gefühl gefreut gehabt, mal keinen Hunger und damit keine Magenschmerzen zu haben). Gerade im Laufe des Nachmittags und frühen Abend hat die Magensonde für ziemliche Halsschmerzen gesorgt, so dass ich extra ein Schmerzmittel bekam und so langsam froh bin, wenn diese gezogen wird. Der Rest des Abends bestand dann eigentlich aus Fernsehen und bei Progenica lesen sowie nochmals Antibiose. Bis zum Ende meines Aufenthalts gab es 3 mal täglich Antibiose über den Zugang, einmal mitten in der Nacht (ca. 5:30), dann kurz nach dem Mittagessen und am späten Abend, zusätzlich 3 mal täglich Schmerzmittel als Voltaren dispers, solange die Sonde lag häufig über die Sonde, was am angenehmsten war, das es nicht besonders gut schmeckt.

Sa 19.5.12 4. Tag nach OP

Die Nacht war von extremen Halsschmerzen geprägt, so dass ich mitten in der Nacht um ein Schmerzmittel gebeten hatte. Auch am Vormittag wurden die Halsschmerzen trotz zusätzlicher Schmerzmitteln nicht besser. Ich kann verwirrte Leute vollkommen verstehen, wenn diese sich selber die Sonde ziehen, mich hat nur die Vernunft davon abgehalten, es selber zu tun. Zum Frühstück gab es nochmals Sondennahrung, aber gleichzeitig auch schon Brei. Auch mittags gab es Sondennahrung und wieder flüssige Kost (Erbsenpüree mit Rindfleisch). Danach wurde dann endlich die Magensonde gezogen und die Halsschmerzen wurden gleich deutlich besser, auch wenn es noch den Rest des Tages brauchte, bis der Hals sich wirklich beruhigt hatte. Abend gab es Griesbrei und zwei unterschiedliche Suppen, auch zum Ausprobieren, was mir an den Standardsachen schmeckt, da ich ziemlich viel nicht mag. Und der Griesbrei ist wirklich essbar. Abends noch eine letzte Antibiose.

So 20. 5. 12 5. Tag nach OP

Da die Magensonde am Tag vorher zum Glück gezogen worden war, bestand der Tag heute aus vollständig selber essen, was aber auch besser ging als am Abend vorher. Vor dem Frühstück habe ich das erste Mal nach der OP geduscht, der Einschnitt an der Hüfte wurde mit einem Duschpflaster abgedeckt, über die rechte Hand ein Handschuh gezogen, da der Zugang noch liegt und nicht feucht werden sollte. So schnell und so relativ kühl habe ich auch schon lange nicht mehr geduscht (wegen der Gefahr von Nachblutungen wenn man zu warm duscht und sich Gefäße weiten), aber man fühlt sich hinterher doch ganz anders. Gegen Mittag kam Dr. B. und hat sich alles angeschaut und war zufrieden und redete von Entlassung Montag oder Dienstag, wobei ihm aufgrund des Hämatoms Dienstag lieber ist, mir aufgrund der Vollversorgung eigentlich auch. Er meinte auch, dass man die Kühlung nicht mehr wegen der Schwellung braucht, und ich merkte selber, dass mein Gesicht heute schon langsam wieder etwas Konturen bekommt und während am Anfang die Kühlmaske sehr angenehm war, sie jetzt immer unangenehmer wurde, da sie sich zum einen relativ kalt anfühlt (aber immer noch auf 16 °C eingestellt ist) und zum anderen stört der Steg unter der Nase immer mehr. Man hat das Gefühl, dass die Entwickler diese Maske nie frischoperiert auf dem Kopf hatten. Außerdem tropfe ich deutlich mehr mit der Kühlmaske aus dem Mund. Gegen 14 Uhr gab es die mittägliche Antibiose und den Rest des Nachmittags habe ich ohne Kühlung verbracht. Abends gab es zwei Suppen, während des Essens der zweiten Suppe ist mir dann einer der 4 Gummis gerissen. Dr. B. wurde informiert, und meinte, er schaut eventuell nach seinem Notfall nochmals vorbei, aber da der Biss sehr gut passt, wäre es nicht schlimm, wenn erst am nächsten Morgen der Gummi ersetzt wird. Man hat sich aber so an das Gefühl mit den Gummis gewöhnt, dass diese zusätzliche Freiheit fast schon irritierend war. Die Puddings habe ich mir für den Mitternachtsnack aufgehoben. Im Laufe des Tages wurde auch das leichte Nachbluten aus der Nase, dass seit OP bestand, immer weniger. Aber die Hüfte fing an, mehr und mehr beim Belasten wehzutun. Die Nacht habe ich eigentlich wenig geschlafen und das Gesicht tat einem weh, aber nicht so viel, dass man das Gefühl hatte, man müßte jetzt um ein zusätzliches Schlafmittel bzw. Schmerzmittel bitten.

Mo 21. 5.12 6. Tag nach OP

Nach dem verlängerten Wochenende waren jetzt wieder deutlich mehr Chirurgen im Haus, die dann auch um kurz nach 8:00 zur Visite kamen. Also stürmten angeführt vom Chefarzt Dr. F. mit großer Taschenlampe ca. 5 Leute mein Zimmer. Visite bestand aber eigentlich nur aus Mund auf, Mund zu, Gummi wird später ersetzt, wir können sie morgen entlassen und die Hüfte anschauen und mir erklären, dass die Schmerzen dort relativ häufig sind und auch häufig erst nach ein paar Tagen beginnen. Um 8:30 war immer noch kein Frühstück da, also habe ich die Schwester gesucht, die gerade beim Austeilen war und mir mein Frühstück selber geholt. Danach bestand der Morgen aus Lesen, Stricken, Warten, dass ich jetzt endlich in die Ambulanz für die Gummis soll. Um 11:00 Uhr wurde mir gesagt, ich könnte in einer Viertelstunde runtergehen, dann müßte ich nicht so lange warten. Pünktlich mein Buch gepackt, auf dem Weg in die Ambulanz noch bei der Radiologie nach den Röntgenbildern vom Mittwoch gefragt und mich dann zum Warten mit Buch in die Ambulanz gesetzt. Um 12:00 Uhr wurde ich aufgerufen, der Mund wurde gespült, die Gummis ersetzt, ein paar wunde Stellen mit Wachs abgedeckt, die Nähte allgemein kontrolliert. Dort wurde mir auch gesagt, dass es für die Schwere des Eingriffs die Schwellung relativ gering ist. Aber trotzdem kommt man sich gerade wie ein Riesenbaby mit blauen Flecken und ersten grauen Haaren vor. Wobei ich aber auch zugeben muss, dass ich teilweise mit den blauen Flecken auch „spiele“. Die blauen Flecken im Gesicht sind so deutlich, dass ich den T-Shirt Ausschnitt so gewählt habe, dass man sieht, dass es weiter geht und die Reaktion der Leute ist doch immer wieder interessant (und man soll ja nach Kiefern-OP Kleidung mit weiten Ausschnitt anziehen, wobei es sich natürlich auf direkt nach der OP bezieht :-)). Im Laufe des Nachmittags wurde nochmals Blut abgenommen, um zu überprüfen, ob insbesondere Werte, die aufgrund der OP verändert waren, wieder im Normalbereich sind und somit der Entlassung nicht mehr im Weg steht. Zum Abendessen gab es Karottensuppe (lecker) und Sellerieeintopf (keine so gute Wahl) und ich habe noch meine Abholung für den nächsten Tag organisiert.

Di 21. 5.12 7. Tag nach OP, Entlasstag

Ich hatte schon am Abend vor sichergestellt, dass ich erst frühstücken darf, bevor ich runter zur Entlassung in die Ambulanz gehe. Morgens um 8:00 Uhr wollte ich gerade aus dem Zimmer, als diesmal 3 Ärzte vor der Tür für die Visite standen. Also wieder zurück ins Zimmer, kurz in den Mund geschaut, den Bluterguss an der Hüfte angeschaut, gesagt bekommen, dass man dann in die Ambulanz zur Entlassung kommen kann und geklärt, dass ich aber erst Frühstücke, bevor ich in die Ambulanz gehe. Ich bekam auch als erste mein Frühstück, sobald der Wagen auf Station war. Nach dem Frühstück wurden in der Ambulanz von Dr. W. die Gummis rausgenommen, der Mund gespült und allgemein die Wunden angeschaut. Gummis wieder neu eingesetzt und wieder Wachs auf einige der Haken macht. Noch Fragen geklärt zur Kost daheim, passierte Kost, alles was sich in den Mixer stecken lässt, ..., den Entlassbrief bekommen, den der Hausarzt bekommen soll, da ich noch für 5 Tage Antibiotikum nehmen soll, gezeigt bekommen, wie man die Gummis mit einer Einhänghilfe einhängen kann. Das hat mich fatal an Häkeln erinnert, weshalb ich es als relativ einfach empfand. Termin zur nächsten Kontrolle bekommen. Auf dem Rückweg zur Station bin ich meinem Abholer aus Zufall über den Weg gelaufen, da wir uns eigentlich erst eine halbe Stunde später treffen wollten, so dass ich nur noch meine Sachen holen mußte, mich von den Schwestern verabschieden und ab ging es nach Hause. Ich hatte vorher schon einiges an passierten Suppen vorgekocht, so dass ich nur noch in den Tiefkühlschrank greifen mußte. Nachmittags war ich noch selber mit dem Auto beim Hausarzt, um mir ein Rezept für das Antibiotikum und ein Schmerzmittel geben lassen sowie die weitere Krankschreibung. (Wenn man stationär entlassen wird, kann die Ambulanz dies nicht aufschreiben (verstehe einer deutsche Bürokratie)). Wir haben uns auf erst einmal bis zum 10.6. geeinigt, im MH wurde gemeint, auf alle Fälle diese und nächste Woche. Da die übernächste Woche sowieso eine kurze Woche ist, ist es sinnvoll, diese auch noch mitzunehmen, da ich sowieso für wöchentliche Kontrollen ins MH soll. Ich glaube aber auch, dass mir persönlich 4 Wochen Krankschreibung reichen werden, es geht mir eigentlich schon die ganze Zeit ziemlich gut, so dass es wahrscheinlich kein Fehler ist, dass die Hüfte beim Gehen schmerzt und mich damit im wahrsten Sinnes des Wortes etwas ausbremst. Danach noch beim Einkaufen mit Kalorien wie Eiscreme und Pudding versorgt. Daheim hat man zwar schon gemerkt, dass man mehr getan hat als die letzten Tage, aber auch da war es eher die Hüfte. Es war gut, dass ich vor der OP gesagt habe, dass ich die linke Hüfte bevorzugen würde, somit geht Autofahren aufgrund eines Automatikautos gut.

Fazit: Außer während der Episode mit den extremen Halsschmerzen aufgrund der Magensonde war ich eigentlich so gut mit Schmerzmitteln versorgt, dass man keine Schmerzen empfand, wobei man aber doch merkte, wenn es wieder so langsam Zeit wurde, ein Schmerzmittel zu nehmen.

Auch wenn ich die Magensonde mir zum Schluss am liebsten selbst gezogen hätte, war sie eine gute Sache um gerade in den ersten Tagen nach der OP eine ausreichende Kalorienversorgung sicherzustellen. Ich habe während der Krankhauszeit nicht abgenommen, was ich mir definitiv auch nicht leisten kann und hoffe, dass ich auch daheim das Gewicht halten kann.

Versorgung, gerade auch von pflegerischer Seite war auch während der deutlich merkbaren Feiertagsruhe/verlängertes Wochenende gut und wahrscheinlich sogar etwas unaufgeregter als sonst.

Auch wenn ich mich die ganze Zeit gut gefühlt habe (ich habe während der Zeit unter anderem 3,5 Bücher gelesen), sollte man bedenken, dass man nicht wirklich gesellschaftsfähig ist. Zum einen durch die Schwellung, bei mir auch noch durch die Blutergüsse. Durch die Sickerblutungen aus der Nase bin ich auch die ganze Zeit mit einem blutigen Tuch rumgelaufen und während das Trinken aus Glas und Tasse sogar relativ gut ging, habe ich zwar erfolgreich Essen in den Mund bekommen, aber würde es momentan noch nicht wirklich vor anderen machen wollen.

Ich weiß, dass es kein Standardbericht ist, weder von der Länge (sowohl des Berichts als auch der OP-Dauer) und einiger Eigenarten (wer liest schon auf der Zwischenintensiv), denke mir aber, dass er gerade deshalb interessant sein könnte, da er zeigt, was alles im Spektrum, wie man die OP verträgt, möglich ist.

Irene

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Hallo Irene,

klasse, wie gut du alles gepackt hast.

Ich wünsche dir weiterhin einen guten Heilungsverlauf und bin auf deine Bilder gespannt.

Sanne

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Toller Bericht Irene,

Jetzt hast du es auch hinter dir...Glückwunsch.

Ist echt der Wahnsinn, lesen auf der Intensiv...ich habe am vorletzten Tag TV geschaut, lesen, war von der Konzentration nicht möglich.

Alles, was am KOpf war (Kopfhörer zum TV schauen) war ein zusätzlicher Reiz für mich. So unterschiedlich ist das...und meine OP dauerte nur 2.5 St. und ich war nicht auf der Intensiv, kein Katheter....Magensonde wurde - nachdem ich vom Aufwachraum - auf Station verlegt wurde, gezogen.

Mir war schlecht davon...ging gar nicht. Aber wenn man sein Gewicht halten muss, dann ist sie sicherlich sinnvoll...ich habe 3 kg abgenommen, schadet nichts hi.

So, nun wünsche ich dir noch einen positiven Heilungsverlauf und alles Liebe.

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Hallo Sanne, Hallo Valli,

Bilder sollten heute noch folgen. Es geht mir wirklich gut, aber man merkt schon noch seine Grenzen, die deutlich enger sind als sonst. Ich war heute morgen bei der Apotheke und noch kurz bei der Arbeit (fast direkt neben der Apotheke), um die Krankmeldung abzugeben und kurz die Kollegen zu "erschrecken". Reaktion der Kollegen war interessant, dabei ist der größte Teil des "Sabberlatz" - Blauen Flecks fast schon weg, aber man mußte die Leute eher noch beruhigen im Sinne von: Ich fühle mich deutlich besser, als ich aussehe. Eine Kollegin hat mich erst nur im Profil gesehen und war etwas zweifelnd, da Stimme und Profil nicht mehr zusamenpassen. Aber ich glaube, es war ganz gut vorbeizuschauen, auch um deutlich zu machen, dass es ein größerer Eingriff war.

Als ich daheim war, habe ich beschlossen, doch erst einmal einen Pudding zu essen, sich kurz zu erholen und dann Mittagessen zu kochen, also man ist definitiv noch nicht voll auf dem Dampfer. Ich habe aber auch den Eindruck, dass gerade die momentanen Temperaturen mir ziemlich zu schaffen machen.

Irene

PS: Valli, bei 3 kg Abnahme würde bei mir Größe 34 anfangen zu rutschen (und es ist ziemlich schwierig, Größe 34 in "Erwachsen" zu bekommen), weshalb mir die Magensonde als solches nicht unlieb war und es vorher auch besprochen war, dass man versucht, so lange wie möglich eine Magensonde liegen zu lassen.

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Hallo Irene,

Glückwunsch zur überstandenen OP und ich fand deinen Bericht echt toll..

ich freue mich zu hören, dass es Dir soweit gut geht und wünsche Dir eine gute Besserung!!

Liebe Grüsse

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Hi Irene,

Dein OP Bericht ist zwar lang, aber liest sich super und ich musste besonders an der Stelle schmunzeln, als Du Dich gefragt hast, ob die Chirurgen mit besonders gut trainierten Blasen ausgestattet sind. Ich habe mich als auch schon gefragt, ob die - gerade bei laengeren OP's - zwischendurch mal eine Pause einlegen.

Freut mich jedenfalls, dass alles so gut verlaufen ist. Deine Bilder habe ich auch schon angesehen... da hast Du wirklich gut zugelangt, was Schwellung und Haematome angeht. Aber Deine OP war ja auch extrem kompliziert und es wurde schwer an Dir gearbeitet. Im Profil sieht man aber echt schon eine grosse positive Veraenderung. Und Deine Haare scheinen auch alles gut ueberstanden zu haben :-)

Ich wuensche Dir weiterhin gute Besserung.

Liebe Gruesse

Mauto

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Hallo Mauto,

ich weiß, dass ich eine Tendenz habe, relativ lange Texte zu verfassen und habe dann immer die Angst, dass es irgendwann zu lang und unlesbar wird. Aber gerade beim OP-Erfahrungsbericht war es mir wichtig, auch die kleineren Details mit unterzubringen und habe im Krankenhaus direkt am Bericht geschrieben, damit man nicht zu viel vergisst. Selbst mit meiner OP-Erfahrung in den letzten Jahren gab es Sachen, die für mich neu waren, wie der Blasenkatheter und die Magensonde. Die beiden haben ja auch für viele Leute ihre Schrecken und selbst wenn ich meine Magensonde zum Schluß aufgrund der Halsschmerzen wirklich gehasst habe, waren die 3,5 Tage Sondenernährung wirklich sinnvoll.

Die Zöpfchen waren mir sofort bei Deinem OP-Bericht aufgefallen und als gute Idee abgespeichert, auch wenn ich sonst nie mit Zöpfchen rumlaufen würde. Die Haare haben es sehr gut überstanden, besser als manchen Langstreckenflug, der hinterher einiges mehr an Arbeit bedeutet.

Irene

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Hallöchen Irene!

Schön zu hören, dass bei dir alles sehr gut verlaufen ist und du die ewig lange OP-Zeit wohl auch gut überstanden hast!!

Das mit dem langen OP-Bericht kommt mir bekannt vor, da kenne ich noch jemanden :-P

Das Schlimmste hast du bei Weitem schon überstanden und die Splintzeit überstehst du jetzt auch noch und dann bist du auch schon abgeschwollen...

oder so :D

Ich schick dir ganz liebe Grüße und gute Besserung! :)

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Hallo Jana,

danke für die guten Wünsche!

ich finde aber, dass Deine meist unterhaltsamer sind, meine sind doch häufig etwas nüchtern und dann ist die Frage, ob lange und nüchtern noch lesenswert ist.

OPs scheine ich allgemein extrem gut zu vertragen, wenn ich mich mit dem vergleiche, was ich von anderen höre. Vor zwei Jahren hatte ich am Tag nach einer ambulanten OP ziemliche Schwierigkeiten, einer Freundin von mir klarzumachen, dass die OP am Tag vorher war, ich mich aber gut genug fühlte, um zur Chorprobe zu fahren. Man merkte richtig, dass sie es zwar akustisch verstanden hatte, aber ihr Gehirn sich weigerte, es zu verstehen. (Okay, ist ist auch wie sie es nennt "Feld-Wald-und-Wiesen"-Internisten und hat damit einiges an Vergleichen, was normal ist.)

So übel finde ich die Splintzeit nicht, es klappt eigentlich ganz gut mit dem Essen (ich habe nicht abgenommen) und ich fühle mich eigentlich gut. Ich war die letzten Jahre 3 mal jeweils 6 Wochen mit 20 kg Belastung an Krücken unterwegs und im Gegensatz dazu ist es momentan relativ angenehm, dass man sich ohne Probleme bewegen kann. Man merkt vor allem, dass die Belastungsgrenze deutlich enger gesetzt ist als normalerweise, es macht also Sinn, krankgeschrieben zu sein, da man der Firma definitiv nicht seine volle Arbeitskraft zur Verfügung stellen kann, weil der Körper noch mit heilen und sich von der OP erholen beschäftigt ist. Aber in gewissem Sinne kann ich die Zeit wirklich geniessen. Und mit der Übung durch die Krückenzeiten weiss ich, dass 6 Wochen definitiv vorbeigehen.

Ich hoffe, dass es mit der Heilung gut weitergeht, ich finde, dass eine der Wunden komisch aussieht, aber es tut nicht weh und ich habe morgen einen Kontrolltermin im MH.

Irene

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Hi Irene,

na? was meint der Doc im MH?

Ich bin am Donnerstag wieder bzw. ich denke zum letzten Mal dort - Kiefer-OP-Verabschiedungsgespräch.

Bin mal auf deine neue Info gespannt. Gehe aber davon aus, dass bei dir alles in Ordnung sein wird.

Grüßle Sanne

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Hi Irene,

na? was meint der Doc im MH?

Ich bin am Donnerstag wieder bzw. ich denke zum letzten Mal dort - Kiefer-OP-Verabschiedungsgespräch.

Bin mal auf deine neue Info gespannt. Gehe aber davon aus, dass bei dir alles in Ordnung sein wird.

Grüßle Sanne

Hallo Sanne,

gib mir doch Zeit, meine üblichen längeren Berichte zu schreiben :-), Termin war ja erst um 12:15 (um 13:20 war ich draußen, aber ohne Wartezeit im KH). Längerer Bericht folgt heute abend, wenn ich wieder daheim bin.

Irene

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Okay, dass mit Krankschreibung ohne körperliche Beschwerden nehme ich zurück, wenn ich mich weiter als die kurzen Wege in der Wohnung bewege, merkt man die Hüfte (aus der Knochen entnommen wurde) doch sehr deutlich. Es tut dann bei jedem Schritt (bei der Belastung) weh. Aber sonst würde man sich ja während der Krankschreibung viel zu gut fühlen :sad: .

Ich habe ca. 120 km Anreise, und da ich keine Lust habe, mich in den Stadtverkehr von Stuttgart zu stürzen, mache ich es mit der Bahn. Gerade mit dem Baden-Württemberg-Ticket habe ich die Wahl zwischen „obenrum“ und „untenrum“ nach Stuttgart und das etwa alle 30 Minuten, was will man mehr? Da das Baden-Württemberg-Ticket erst ab 9:00 Uhr gilt, versuche ich, die Termine möglichst erst ab 12:00 Uhr zu legen, was auch meist klappt (sonst würde mich die Bahnfahrt das doppelte kosten, und das muss als guter Schwabe ja nicht sein).

Nach der Ankunft in Stuttgart habe ich mir erst noch eine heiße Schokolade besorgt, da es sonst ziemlich spät mit Mittagessen geworden wäre und wie schon in meinem OP-Bericht geschildert, ist es keine gute Idee für mich und meine Umgebung, wenn ich hungrig bin. Ich kann nicht wirklich mit Strohhalm trinken, sondern habe von Anfang an aus der Tasse/Glas getrunken. Das Trinken aus dem Deckel ging, aber es ist definitiv noch Verbesserungspotential :sad:

Nach der Ankunft im MH (15 Minuten vor dem Termin) wollte ich mich gerade gemütlich niederlassen und den Rest meiner Schokolade austrinken, als ich auch schon aufrufen wurde.

Da meine Operateur Dr. W. sich nach der OP erst einmal in den Urlaub verabschiedet hat, den er nach meine OP-Dauer wahrscheinlich auch wirklich gebraucht hat, scheine ich momentan die Assistenzärzte durchzumachen, heute war Dr. Z. dran.

Zuerst wurden die Gummis entfernt, diese sind momentan ständig drin, außer es geht einer kaputt. Warum haben diese Dinger teilweise ein unvergleichliches Timing, wie kurz vor einem Arzttermin und man will eigentlich nur noch schnell etwas essen, da irgendwie momentan die meisten meiner Arzttermine um die Mittagszeit zu sein scheinen?

Es wurde gespült, die Wunden sich allgemein angeschaut, die alle gut aussehen. In der linken Wange sieht für mich die eine Wunde etwas komisch aus, aber auch diese ist in Ordnung und wirkt vor allem so „kraterförmig“, da sich ein Teil der Spange reindrückt.

Meine Fäden sind selbstauflösend, aber ein Teil der Fäden wurde gekürzt, weil diese teilweise jetzt auch Schmutzfänger darstellen. Wobei ich daheim festgestellt habe, dass die Fäden im Oberkiefer, die für mich die schlimmsten Essensfänger sind, immer noch in voller Länge da sind.

Besonders wichtig bzw. angenehm war für mich, dass die Fäden im Gaumen gezogen wurden. Bei mir wurde der OK zweigeteilt und keilförmig aufgespalten und dabei ist die Haut im Gaumen aufgerissen, da die Dehnstrecke doch relativ groß ist und wurde wieder genäht. Und diese Fäden waren doch irritierend. Nachdem ich vor der OP mit Hilfe von Logopädie trainiert hatte, dass die Zunge brav im Gaumen liegt, wollte diese jetzt gar nicht wirklich nach da oben. Seit die Fäden weg sind, finde ich die Zunge aber wieder mehr am Gaumen.

Ich hatte die letzten Tage den Eindruck, dass gerade beim Spülen oder bei sehr flüssigen Speisen eine Minimalmenge den Weg durch das rechte Nasenloch nimmt. Es ist wahrscheinlich eine Minifistel zwischen Gaumen und Nase entstanden. Es gibt eine Stelle im Gaumen, die es sein könnte, der Rest vom Gaumen sieht aber sehr gut aus. Diese Fistel sollte aber von alleine zugehen, sonst wäre das Verschließen ein minimaler Eingriff. Auf diese Stelle wurde noch etwas Wundsalbe aufgetragen, die es für eine gewisse Zeit verschliessen sollte, aber natürlich auch mechanisch abgetragen wird und ich habe eine Termin für Freitag dieser Woche für eine erneute Nachkontrolle und Reinigung dieser Stelle bekommen. Da ich nach dem Termin meinen mitgebrachten Hühnerauflauf (Kartoffelbrei und durchgedrehtes Hühnerfleisch, siehe Rezeptfaden :-)) gegessen habe, ist wahrscheinlich schon sehr viel wieder abgerieben worden, aber ich hatte beim letzten Spülen daheim den Eindruck, dass deutlich weniger Flüssigkeit den falschen Weg nahm.

Dann habe ich mich noch beschwert, dass sich gerade vorne die Kanten vom Splint für mein Gefühl messerscharf sind und diese wurden noch gebrochen. Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn so kurz nach der OP schon mit gefühlt „schwerem“ Gerät an einem gearbeitet wird. Auf meine Frage, warum man eigentlich nicht generell die Kanten bricht wurde geantwortet, dass die Leute eben unterschiedlich empfindlich sind und man macht es eben nach Bedarf.

Dann wurden die Gummis wieder eingesetzt. Dr. Z. wollte erst noch Gummis über die 1er/2er spannen, da ich mich aber noch erinnern konnte, dass Dr. W. diese schon am Morgen nach der OP gelöst hat, da die Wurzel der Frontzähne sehr kurz sind und er keine weiteren Kräfte auf die Zähne bringen wollte, habe ich mich gewehrt und diese wurden auch nicht eingesetzt. Ich bin am Donnerstag bei meinem KFO, falls dieser nicht dagegen hat, kann man sie einsetzten. Andererseits ist es so relativ angenehm, da somit ein Marmeladenlöffel mit einer gewissen Essensmenge in den Mund passt und da mich die kurzen Wurzeln schon einiges an Nerven gekostet haben, finde ich es einen fairen Ausgleich.

Der Gummi hinten rechts machte Schwierigkeiten beim Einsetzen. Erst wollte er eine Schwester holen, aber da ich zu ihm beim Rausgehen meinte, dass ich gerade diesen Gummi gestern Abend allein reingefummelt habe (okay, es hat auch 15 Minuten gedauert, hätte aber geholfen, wenn ich vom Spiegel gleich die Vergrößerungsseite genommen hätte), war dann doch sein Ehrgeiz geweckt und er hatte ihn dann relativ schnell alleine drinnen.

Nachdem er mir wieder Wachs vorne draufgemacht hat (und eigentlich gerade nicht die Problemstellen erwischt hat :sad: ) und noch einige Fragen beantwortet hat, war der Termin nach ca. 1 ¼ Stunden vorbei. Gerade wegen der Stelle im Gaumen soll ich auch erst einmal noch bei passierter Kost bleiben. Es funktioniert eigentlich ganz gut mit dem Essen und ich habe es geschafft, bisher nicht abzunehmen.

Danach dann erst einmal in Ruhe meine nicht mehr heiße :-( Schokolade ausgetrunken, mein eigentliches Mittagessen gegessen und mich mit einem langsam in Richtung Bahnhof aufgemacht. Leider machte das Bummeln nicht ganz so viel Spass, da eben jeder Schritt in der Hüfte wehtut. Auf der Rückfahrt gab es dann aufgrund technischer Probleme auf der Strecke 25 Minuten Verspätung, hatte aber den Vorteil, dass dann ganz sicher der Anschlusszug weg ist. Ich bin mir nicht sicher, ob ich einen Zug bekommen hätte, wenn es nur mit Rennen gegangen wäre, dass hätte wahrscheinlich doch zu weh getan.

Irene

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So ein langer Bericht, und trotzdem noch etwas vergessen ...

Nachtrag 1: Bei der OP wurde Knochen aus der Hüfte entnommen, um ihn in die Löcher im Oberkiefer zu transplantieren, gestern wurde dann noch die Fäden gezogen. Dabei hat man doch ziemlich deutlich gemerkt, dass die Stühle optimal dazu geeignet sind, im Mund zu arbeiten, aber nicht wirklich an der Hüfte. Da ich aktuell sowieso Probleme mit dem linken Fuss (hochdeutsch, nicht schwäbisch :-) ) habe, hatte ich gebeten, aus der linken Hüfte zu entnehmen, mit dem Hintergedanken, wenn es hinterher Probleme gibt, ist es das Bein, dass schon Probleme macht und man hatte nicht plötzlich zwei kaputte Beine. Die Stühle sind auf optimalen Zugang von rechts (aus Sicht des Patienten) ausgerichtet, aber von links ist der Zugang doch deutlich schwieriger, was das Fädenziehen auch nicht unbedingt erleichtert hat. Gibt es eigentlich auch Zahnarztstühle für Linkshänder? Man hat den Eindruck, mit dem Zugang von rechts sind diese für Rechtshänder optimiert. Aber die Fäden sind jetzt draußen, jetzt bin ich gespannt, wie die Narbe sich entwickelt. Ich habe leider kein Talent für schöne Narben, bin immer ganz neidisch, wenn mir jemand eine Narbe zeigt, die nur ein feiner dünner Strich ist, bei mir werden Narben zwar nicht wirklich wulstig, aber relativ breit. Und ich habe schon eine ziemlich unschöne "Spender"-Narbe am Knie.

Nachtrag 2: Entweder hatte ich heute morgen beim Frühstück einer geradere Haltung oder die Minifistel zur Nase ist wirklich etwas dichter, jedenfalls fand das Frühstück (Weetabix mit Milch, ideales Bimax-Frühstück, da eigentlich normales Essen, aber je nach Milch/Weetabix-Verhältniss flüssig bis dünner Brei) nicht den Weg durch die Nase.

Irene

PS: Beim Rauf-/Runterfahren kam ich mir irgendwie vor wie bei meinem letzten geschäftlichen Flug in der Business-Klasse. Da kann man den Sitz ja auch an allen möglichen Stellen verfahren, um in eine möglichst waagrechte Stellung zu kommen, aber manchmal sind die Reaktion des Sitzes etwas überraschend.

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Da die letzten beiden Termine im MH keine normalen Termine waren, fasse ich sie in einem Beitrag zusammen.

Nachdem am Dienstag die Fäden im Gaumen entfernt wurden und die Fistel entdeckt wurde, sollte ich am Freitag drauf nochmals wiederkommen

Freitag, den 1.6.

Nachdem der Termin wieder um 12:15 war, habe ich mir am Bahnhof meine obligatorische heiße Schokolade geholt. Da man ja lernfähig ist, habe ich mich auch erst einmal vor dem Termin in Ruhe auf eine Bank gesetzt und die Schokolade getrunken. Leider geht direkt aus dem Deckel trinken noch nicht wirklich, aber wenn ich den Deckel abnehme, geht es ohne Probleme.

Diesmal hatte ich Dr. B., der während meines Krankenhausaufenthalts über das verlängerter Wochenende Dienst hatte. Erst wollte er mir das mit der Fistel nicht wirklich glauben, und meinte eher, dass eventuell noch Flüssigkeit aus den Kieferhöhlen abfließt. Als ich aber meinte, dass es am Dienstagmorgen eindeutig Milch war, was aus dem rechten Nasenloch kam, war er dann doch überzeugt. Beim vorsichtigen Spülen, vorsichtig auch deshalb, da ich selber den Eindruck hatte, dass die Fistel zu geht, kam eigentlich auch keine Flüssigkeit aus der Nase, oder wenn, dann zeitlich nur stark verzögert.

Ich darf jetzt mit weicher Kost anfangen (Nudeln, Reis (mag ich nicht :-( ), Kartoffeln (mag ich nur in der Form von Kartoffelbrei, Chips und Pommes)), weicher Fisch (mag ich :-) ), wobei ich mich bis jetzt noch nicht wirklich getraut habe.

Ergometerfahren ist okay, aber ich soll auf meine Körper hören und nicht gleich voll einsteigen.

Da es von der Fistel her gut aussieht, ist der nächste Termin am 13.6., dann ist auch wieder mein Operateur Dr. W. aus dem Urlaub zurück.

Montag, den 4.6.

Über das Wochenende hatte ich das Gefühl gehabt, dass der Unterkiefer nicht mehr sauber in den den Splint passt, aber nur auf der linken Seite. Von vorne sah es immer noch einwandfrei aus, rechts fühlt es sich auch richtig an, nur links schien es nicht mehr ganz zu passen, ohne dass ich wirklich in Worte fassen konnte, was mich ganz genau stört.

Nachdem ich morgens angerufen hatte und mir gesagt wurde, dass ich einfach vorbeikommen sollte, setzte ich mich in den Zug. Nach relativ kurzer Wartezeit hatte ich diesmal Dr. F. (den Chefarzt). Er schaute sich den Biss an, meinte aber, dass alles noch wunderbar passt, sowohl vorne als auch auf beiden Seiten. Ein Gummi vorne wurde minimal umgehängt, da der Unterkiefer beim Beissen in den Biss minimal schwenkt. Da der Unterkiefer das aber von Anfang an gemacht hat, kann das Einschwenken mein Gefühl habe nicht erklären. Ich wurde aber von den Gummis hinten um die 6er/7er befreit und da dieser besch... zum Einhängen sind, bin ich wirklich froh, dass ich sie losgeworden sind und schon alleine dafür hat sich die Fahrt nach Stuttgart gelohnt. Mir wurde aber auch gesagt, dass man besser einmal zu viel drüberschaut, wenn man ein ungutes Gefühl hat, als dann zu spät zu kommen. Offensichtlich bin ich mal wieder meiner "Tradition" nach OPs gefolgt, dass ich mindestens einen zusätzlichen Termin hatte, weil ich das Gefühl hatte, dass etwas nicht stimmt und dann war nicht wirklich etwas los. (Und das einzige Mal, wo ich diesem Gefühl nicht nachgegeben hatte, war dann tatsächlich etwas).

Irene

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was hast du denn für einen Aufpreis für ein Zweibettzimmer pro Tag bezahlt?

Bezahlt habe ich noch gar nicht, da bisher weder die Rechnug für die Zuzahlung noch für den Aufpreis da ist, aber laut Preisliste sind es €40 pro Tag (Aufnahmetag mitgerechnet, Entlasstag nicht mitgerechnet), das Einzelzimmer wäre €80 pro Tag. In den Kosten ist schon die Bereitstellung Telefon (€2,10 pro Tag) sowie die Nutzung des Fernsehers (€2,00 pro Tag) enthalten, zusätzlich sind auch Handtücher, Waschlappen und Zeitung enthalten. Ich glaube, ich hatte auch etwas mehr Wahlmöglichkeiten beim Essen, wobei man mit Flüssigkost und meiner Mäkeligkeit ziemlich eingeschränkt ist.

Irene

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Boh ey !

Ich bin beeindruckt von Deinem Bericht und von Deinem Mut ! Was für eine umfangreiche OP. Grossartig, was man heute alles operativ machen kann, muss ich sagen. Früher hätte man sich mit allem abfinden müssen. Und Du bist sehr tapfer, es war ja sicher nicht ganz einfach. Siehst Du denn schon was vom Ergebnis? Wie ist Dein Eindruck?

Vor Magensonde und Co. fürchte ich mich etwas. brrrr.

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Boh ey !

Ich bin beeindruckt von Deinem Bericht und von Deinem Mut ! Was für eine umfangreiche OP. Grossartig, was man heute alles operativ machen kann, muss ich sagen. Früher hätte man sich mit allem abfinden müssen. Und Du bist sehr tapfer, es war ja sicher nicht ganz einfach. Siehst Du denn schon was vom Ergebnis? Wie ist Dein Eindruck?

Vor Magensonde und Co. fürchte ich mich etwas. brrrr.

Hallo Marimi,

naja, wenn ich nicht schon vor 25 Jahren eine Oberkiefer-Vorverlagerung gehabt hätte, wäre dieser OP auch etwas normaler und vor allem nicht so lange verlaufen, aber ungewöhnlich scheint sowieso meine Spezialität zu sein.

Man sieht definitiv etwas von dem Ergebnis. Du hast ja inzwischen 5 Beiträge, d.h. Du kannst bei den Moderatoren (sherly ist momentan am aktivsten) nach dem Passwort für den geschützten Bereich fragen und Dir dort meinen Bilderfaden anschauen. Ich habe vor, die nächsten Tage noch neue Bilder einzustellen. Mein Eindruck ist momentan vor allem, dass ich mich definitiv noch an das neue Gesicht gewöhnen muss. Das liegt aber vor allem auch daran, dass es im Gegensatz zu vorher deutlich rundlicher und damit mir eigentlich zu kindlich geworden ist, aber das ist in unserem Alter eher ein Luxusproblem und vorher sah das Gesicht sehr eingefallen aus. Ich hatte auch schon mehrfach die Reaktion: Du siehst (im Gesicht) aus, als ob Du zugenommen hättest, aber es sieht gut aus.

Auch wenn ich die Magensonde zum Schluss gehasst habe, weil sie für starke Halsschmerzen gesorgt hat, war es doch gut, dass ich 3,5 Tage darüber ernährt wurde. Man liest immer wieder in den OP-Erfahrungsberichten, dass die Leute die ersten Tage kaum etwas gegessen und getrunken haben, mit entsprechenden Folgen für den Kreislauf und das allgemeine Wohlbefinden. Mit der Magensonde hatte ich einfach garantiert 1500 Kalorien und zusätzlich 1 bis 1,5 Liter Wasser pro Tag im Körper und da ich sowieso hart am Untergewicht bin, habe ich auch keine Reserven, von denen ich zehren kann. Zusätzlich konnte ich mit Fleischbrühe auch parallel zur Sondennahrung das Essen auch immer schon üben, ohne das es für die Kalorienzufuhr wirklich nötig war.

Irene

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Hallo Irene

habe mir die Bilder angesehen ! Es ist super geworden, und das rundliche im Gesicht steht Dir gut !

Muss meine KFC beim nächsten Besuch mal fragen, ob ich Kopien von den Fotos, die sie gemacht hat, haben kann.

Dass man sich an das neue Gesicht gewöhnen muss, kann ich mir auch gut vorstellen. Obwohl ich im Moment bereits ständig den UK vorschiebe, wenn ich in den Spiegel schau und unter Leuten bin. Im Moment haben sie meine oberen Zâhne mit der Zahnspange so weit nach vorn geholt, dass ich mich ein bisschen geniere. Mal gucken ob ich das hinkriege mit Bilder.

Bei mir wird es überhaupt nichts schaden, wenn ich ein bisschen abnehme während der OP. Allerdings habe ich auch keine Lust auf Kreislaufkollaps u.ä

Wie geht es Deiner Hüfte jetzt?

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Hallo Marimi,

der Hüfte geht es deutlich besser, man merkt zwar, dass da noch etwas ist, aber im Moment macht das Sprunggelenk deutlich mehr Probleme. Ich arbeite ab morgen wieder, habe zwar einen sitzenden Job, aber die Strecken, die man dort zurücklegt, sind doch deutlich länger als daheim, ich bin mal gespannt, wie es dann sein wird. Mein Physiotherapeut, der Knochenentnahme aus dem Beckenknochen nach einem schweren Autounfall drei Mal mitgemacht hat, meint aber, dass es dauert, aber man irgendwann nichts mehr merkt.

Irene

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Hei Irene,

dann mal einen guten Start zum Arbeitsbeginn morgen.

3,5 Wochen nach der ausgiebigen Bimax ist ja schon recht früh.

Schone dich noch ein wenig - andere sind 6 Wochen krank danach.

Alles Gute,

Sanne

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Das wünsche ich dir auch liebe Irene.....mach langsam und hör auf deinen Körper....

Alles Liebe

Valli

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Oooch, Ihr meint, die 4-stündige Chorprobe heute nachmittag war nicht normal :-). Aber keine Sorge, ich habe mich stark zurückgenommen und bin in keinerlei Extreme verfallen, was momentan unter anderem bedeutet, das ich mir das Einsingen schenke, da das an die Grenzen geht. Und außerdem ist die Bimax ein guter Grund, um nicht beim Aufräumen der Stühle zu helfen. :374:

Ich habe in den letzten Jahren leider mehrfach Erfahrungen mit mehrwöchigen Krankschreibungen gesammelt und die Anzeichen sind alle da, dass es Zeit wird, wieder mit Arbeiten zu beginnen. Mein Job ist körperlich nicht anstrengend, viel Reden muss ich auch nicht unbedingt und außer wenn ein Arbeitskollege zu schwungvoll durch die Türe geht, sehe ich auch die Gefahr von Stößen im Gesicht als sehr gering an. Mittwoch habe außerdem einen Termin in Stuttgart, es ist also sowieso nur eine 4-Tage-Woche. Auch vom Bauchgefühl her habe ich nicht den Eindruck, dass ich mich nächste Woche überfordern würde und falls es doch so wäre, bin ich jemand, der dann auch sagt, dass es nicht geht.

Irene

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Kurzes Update, heute war mein erster Arbeitstag nach 4 Wochen Krankschreibung und es hat wunderbar funktioniert (bei mir, ist sicher nicht der Standardfall).

Der Tag fing zwar damit an, dass ich so beschäftigt war, Essen mitzunehmen, falls ich in der Kantine nichts finde, dass ich erst einmal meinen Geschäftslaptop vergessen habe. Ist mir aber an einer Stelle eingefallen, an der man noch gut umdrehen konnte und da ich beim Verstauen des Laptops einen Sahnepudding gefunden habe, der offensichtlich am Samstag nicht mit in die Wohnung wollte und dort sonst eventuell bis Donnerstag gelegen hätte, war es gar nicht so schlecht.

Wie schon geahnt bzw. befürchtet bat mich mein Chef innerhalb der ersten halben Stunden, mir etwas anzuschauen und ihm dann meine Meinung dazu mitzuteilen, was später zu einem 20-minütigen Termin mit ihm führte, bei dem hauptsächlich ich geredet hatte. Aber auch das funktionierte gut. Ich habe auch in der Kantine was zu Essen gefunden, Nudelsuppe und Nachtisch. Ich habe sowieso vor, mich durch die Nachtische in der Kantine zu essen. Normalerweise komme ich nicht dazu, da ich ja noch nicht einmal das Hauptgericht vollständig schaffe, aber die Nachtische sehen eigentlich immer gut aus.

Gegangen bin ich kurz nach Ende meiner Regelarbeitszeit, das lag aber vor allem daran, dass ich heute noch Chorprobe hatte und in Ruhe etwas Essen wollte, aber vom Durchhaltevermögen wäre auch noch länger möglich gewesen. Auch die Chorprobe funktionierte gut, ich hatte nur nach der Chorprobe den Eindruck, dass ein paar Muskeln dachten, jetzt ist langsam aber genug.

Irene

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