dasistkunst

Lange Leidensgeschichte

Hallo ihr Lieben!

Ich stehe noch vor meiner OP, die vermutlich im August oder September (in meinen Semesterferien) sein wird. Ich bekomme meinen Ober- und Unterkiefer nach vorne verlagert und mein Oberkiefer wird nach oben gesetzt (zu viel Zahnfleisch, zu langes Gesicht). Die Fachausdrücke werde ich vermutlich erst noch mitbekommen :)

Zu meiner Leidensgeschichte bzw. Lebensgeschichte:

Ich bin fast 22 Jahre alt und seit ich 7 Jahre alt bin, bin ich in kieferorthopädischer Behandlung. Alles fing typisch an.. lockere Zahnspange, lockere Zahnspange mit irgendwelchen Extras etc.

Mit 12 bekam ich dann meine feste Zahnspange. Da ich keinen Platz hatte, zog mein damaliger ''Kieferorthopäde''(warum ich ihn in Anführungszeichen schreibe, erkläre ich später) 4 Zähne- jeweils 2 unten und zwei oben, was ich wirklich sehr schade finde. Ich bekam leider keine Gaumenerweiterung. Also ich bekam schon eine, aber erst nachdem meine Zähne gezogen wurden (extrem sinnlos!) Ich glaube, er wusste selbst nicht genau, was er da machte. Ich war regelrecht ein Versuchskaninchen. Ich hatte alles im Mund, was ein Kieferorthopäde zu bieten hat. Nach 5 Jahren bekam ich die Spange raus und bekam eine lockere Zahnspange (nein, keinen Retainer). Als diese lockere Zahnspange nicht passte und ich einfach keinen Nerv mehr für diesen ''Kieferorthopäden'' hatte, wechselte ich den KFO.

An meinem ersten Termin bei dem neuen Kieferorthopäden wurde ich sehr freundlich empfangen, nach kurzer Wartezeit gings auch schon auf den Behandlungsstuhl. Die Kieferorthopädin schaute sich meinen Kiefer und meine Zähne an (welche sich durch die nicht passende Zahnspange und den nicht vorhandenen Retainer etwas verschoben hatten). Sie machte Röntgenbilder, Abdrücke, Fotos.

Dann kam der Oberhammer: Sie teilte mir mit, dass mein rechtes Kiefergelenk abgenutzt sei (d.h. es ist kleiner als das linke) durch die vorherige kieferothopädische Behandlung.

Fazit: Fehlbehandlung, nochmal eine feste Zahnspange!!

Achja: Meine Krankenkasse klagte gegen meinen ehemaligen ''Kieferorthopäden'' und bekam ihr Geld zurück.

Die neue feste Zahnspange trage ich seit August 2007. Also habe ich eine feste Zahnspange seit fast 10 Jahren.

Sie hat es anfangs mit Gummis probiert, danach bekam ich so Metallstangen in meinen Mund (ich sah aus, wie Michael Schuhmacher), welche ein halbes Jahr drin blieben. Meine Zahnärztin meinte, dass diese Stangen bei 99,9 % der Patienten wirkten. Ich war also eine der 0,1.

Dann berichtete mir eine Freundin vor einiger Zeit, dass sie sich einer OP unterziehen möchte, klärte mich auf und riet mir, auch mal einen Kieferchirurgen aufzusuchen.

Nachdem dies auch meine Zahnärztin für gut hieß, suchte ich die Uniklinik auf und machte einen Termin. Der Chirurg, der mich untersuchte, riet mir zu einer OP. Es wurden Röntgenaufnahmen und ein CT gemacht.

Als die genannte Freundin mir vor einigen Monaten erzählte, dass sie sich bei Dr. Dr. K**** operieren lassen möchte, da dieser ein sehr angesehener bzw. bekannter Kieferchirurg sei und eine andere Methode als andere Chirurgen (wie die Uniklinik) anwende, machte ich ebenfalls einen Termin bei ihm.

Bei Dr. Dr. K**** angekommen, fragte er mich erst einmal, ob mir Zähne gezogen wurden. Ich war total überrascht, er stand 2 m entfernt und sah das sofort. Er sagte, dass einem Kieferorthopäden bei dieser Vorgehensweise eigentlich die Hände abgehackt werden und das auch schon vor Jahren (als ich meine Zähne gezogen bekommen hatte). Er fragte mich nach dem Namen meines ehemaligen Kieferorthopäden, ich nannte ihm diesen Namen, er schaute im offiziellen Kieferorthopädenverzeichnis nach und fand ihn nicht. Deshalb meine Anführungszeichen. Ich war wirklich schockiert. Er sprach auf sein Diktiergerät drauf, dass der Bericht auch an meinen ehemaligen KFO gehen soll und man die Adresse bitte im Internet suchen solle. Sonst der übliche Ablauf in der Praxis.

Nun stehe ich vor meiner OP, die evtl. nicht nötig gewesen wäre, wenn ich damals einen guten KFO gehabt hätte. Wir (meine Eltern und ich) stehen nun auch schon kurz davor, doch gegen den Kieferorthopäden zu klagen. Meine Krankenkasse hat zwar ihr Geld zurückverlangt und auch bekommen, aber gegen einen Arzt ein Verfahren zu gewinnen? Schlicht unmöglich oder was denkt ihr? Ich trage schließlich immer noch Schäden davon, vor allem stehe ich vor einer OP. Durch die 10 Jahre Spange tragen, ist vor allem mein Zahnfleisch extrem runtergekommen und meine Zähne sind sehr empfindlich. Somit trage ich auch zahnärztliche Schäden davon.

Naja, es ist passiert, man kann es nicht rückgängig machen.

Ich habe wahnsinnige Angst vor der OP. Das Forum hat mich aber schon um einiges ruhiger gestellt :) Die Narkose ist fast noch meine größte Angst. Und ich hasse es, nicht durch die Nase atmen zu können. Wobei ich momentan auch nicht wirklich Luft bekomme (ich hoffe, dass dies an der Kieferfehlstellung liegt?).. sonst habe ich Kopfschmerzen (täglich von Druck bis Hämmern), extreme Rückenschmerzen, Tinitus&Ohrenrauschen.. die üblichen Erscheinungen halt ;)

Ich werde die OP auch auf jeden Fall machen, aber große Angst ist da.

Ich hoffe, dass einige von euch meinen Bericht lesen, auch wenn er sehr lang ist und mir Feedback geben. Vielleicht habt ihr ähnliche Erfahrungen und könnt mir Tipps geben.

Liebe Grüße! :)

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Hi!

Das hört sich ja echt nach einer Odyssee an, du Arme....

Denke, du musst jetzt in die Zukunft schauen und ich wurde auch vor 2 Wochen von dem o.g. Arzt operiet (keine Namen öffentlich im Forum...ist ne Regel, habe ich auch erst lernen müssen hi).

Er ist eine Größe auf dem Bereich der Kieferfehlstellung, glaube mir....und es ist ein Unterschied zu anderen OP Methoden...habe zwar alles selber zahlen müssen aber mir ging es so schlecht (bin 41), Hals-Nacken-Kopfschmerzen, Tinnitus, Schwindel ich wollte nicht mehr war echt arg...wurde immer auf die Symptome hin behandelt bis mein Ostheopat sagte ,ich muss skeletär was machen, man kann nichts mehr tun, da der Kiefer eine so große Fehlstellung hat und das wirkt auf den gesamten Körper.

Ich sage dir, ich bin froh, dass ich diesen Schritt gegangen bin,,,auch wenn es kein Spaziergang am Anfang ist,(ich habe z.B. nach der OP gut Luft bekommen, man muss immer schön das Nasenspray nehmen, dann schwill die Nase nicht ganz so zu...),,,aber es wird von Tag zu Tag besser....echt.

Jetzt schon bekomme ich besser Luft, der Tinnitus ist besser und meine extremen Schmerzen an der Schulter (habe den Arm nicht mehr richtig strecken können) sind besser....sicher wird der Körper die alten STellen wieder suchen, aber bin engmaschig bei meinem Ostheopat und das hilft.

Also, ich kann dich nur ermutigen......tut mir echt leid, was du mitmachen musstest....blicke nach vorne...viel Glück dafür.

Kannst dich gerne auch bei Fragen büber PIN (Nachricht) an mich wenden. Auch mir hat das Forum und der Beistand, Rat usw. vieler Menschen hier sehr viel geholfen.

Alles alles Liebe

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Wenn die K-Kasse ihr Geld zurückbekommen hat sieht das nach Erfolg aus.

Wie ist das gelaufen ?

Unterlagen vom "alten" KFO holen und zum Gutachter ...

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