Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
karnike

Oberkiefervorverlagerung am 21.5.2012, Dr. Zarrinbal, Havelklinik Berlin

21.5.2012

Ankunft in der Klinik am Morgen der OP. Die Operation war für 10:30 angesetzt. Nach Anmeldung und Beziehen des Zimmers legte ich die OP-Klamotten an und wartete darauf abgeholt zu werden. Die Beruhigungstablette nahm ich nicht, weil ich zuversichtlich war es auch ohne durchzustehen. Wegen meiner diversen Allergien und Asthma wollte ich auch sowenig wie möglich Medikamente nehmen. Ziemlich nervös war ich schon, was sich darin äußerte dass ich mir alle 5 min eine neue OP-Frisur machte und mir schließlich verzweifelt alles irgendwie unter die hübsche Haube stopfte.

Irgendwann nach etwa einer Stunde wurde ich nach oben in den OP verfrachtet, wo sich Schwestern und Anästhesistin gut um mich kümmerten. Ich bekam eine dicke Decke und sogar meine Füße wurden in Watte verpackt! Nach dem Spritzen des Narkosemittels sagte ich noch: “Oh, das ist ja wie fliegen...” und wachte als nächstes im Aufwachraum auf. Hier verbrachte ich routinemäßig die nächste Nacht. Ich fühlte mich recht fit, nur übel war mir. Ich musste mich einmal übergeben und wurde gelobt, dass ich genau in die Schüssel traf. Ich bekam dann ein Mittel gegen weitere Übelkeit und versuchte zu schlafen. Leider piepten meine Sensoren ständig, da sie irgendwie nicht mehr fest genug klebten, was meinen Nebenmann wohl in den Wahnsinn trieb… Zur Toilette gehen durfte ich auch gleich selbstständig, was dann auch, wohl wegen der Infusionen, für den Rest der Nacht meine Hauptbeschäftigung war.

22.5.2012 Erster Tag nach OP

Endlich durfte ich aufs Zimmer und dort per Handy Lebenszeichen absetzen. Es gab Brühe morgens, mittags und abends und ich holte etwas Schlaf nach. Irgendwann am Nachmittag tauchte mein Chirurg auf und zog mir die Nasentamponade, die noch im linken Nasenloch war, weil es dort wohl stärker geblutet hatte. Ansonsten war er zufrieden. Alles in allem ging es mir gut, ich war selbst überrascht und ich hatte keine Schmerzen. Hin und wieder schlief ich tagsüber, war auch einfach, da ich allein im Dreibettzimmer lag. Nur die Hitze draußen (30 Grad) machte das Zimmer ziemlich stickig.

23.5.2012 Zweiter Tag nach OP

Das erhöhte Schlafen fiel mir schwer und ich hatte wieder nur ein paar Stunden geschafft. Drehte ich mich auf die Seite, lief auch immer wieder Blut aus der Nase und morgens sah mein Kopfkissen auch dementsprechend aus. Heute gab es einen Milchbrei und wieder Brühe. Außerdem freute ich mich über Blumen von meinem Freund, der nicht in der Stadt war. Die nächste Nacht wieder nur wenige Stunden geschlafen.

24.5.2012 Dritter Tag nach OP

Morgens total schlechte Laune. Wohl die Folge von zu wenig Schlaf kombiniert mit ersten Hungerattacken. Zum Glück hatte ich selbst Fresubin mitgebracht und konnte es etwas lindern. Danach musste ich hoch in die Praxis des Chirurgen zur Kontrolle und zum Röntgen. Tagsüber holte ich wieder etwas Schlaf nach und spazierte etwas auf dem Flur umher. Draußen immer noch Hitze.

25.5.2012 Vierter Tag nach OP

Heute sollte ich heimgehen. Nach der letzten Kontrolle beim Doc wartete ich auf meine Mutter, die mich abholen wollte. Ich ließ mir noch eine Infusion geben, da mir schon den ganzen Tag ein wenig schwindelig war. Hatte wohl zuwenig getrunken, durch die Schnabeltasse gestaltet sich das auch echt mühsam. Heute erst kamen zwei neue Zimmergenossinen, was ich schade fand, da die ganze Zeit allein im Zimmer doch ein bisschen öde gewesen war. Ich war aber froh endlich heimzudürfen und freute mich auf die erste selbstgekochte Suppe.

Fazit:

Insgesamt war ich überrascht, wie gut ich die OP körperlich weggesteckt habe. Ich konnte von Anfang an alles selber machen, habs halt immer langsam angehen lassen. Schmerzen hatte ich gar nicht und hab auch bis heute (2 Wochen post OP) keine Schmerztablette genommen. Taub ist eigentlich nur die Operlippe, und so halb taub der Bereich rechts und links der Nase. Klinik und Personal waren super fürsorglich, ich konnte echt nicht meckern. Leider gab es nur so Gel-Kühlpads, die man sich irgendwie mit einer Mullbinde um den Kopf binden sollte-ich glaube nicht, dass man so effektiv kühlen kann, aber was solls. Ich war zum Glück nicht so sehr geschwollen, dafür gelb und grün, habe heute noch Blutergüsse am Unterkiefer. Bilder gibt’s bald im Bilderthread!

Mein einziges Problem ist irgendwie der Biss, der stimmt nicht. Der OK sollte ungefähr 4mm vorverlagert werden und die Mittellinie angepasst. Bereits beim ersten Blick in den Spiegel erschrak ich total, weil mir die Mittelinie sogar noch etwas mehr verschoben vorkam als vor der OP. Außerdem ist der seitlich offene Biss (der bei mir sehr weit offen war) nicht geschlossen. KC und KFO sehen beide kein Problem, das würde mit den Gummis angepasst. Ich mach mir aber tierisch Sorgen, dass sich der Biss mit den Gummis allein nicht schließen lässt. Ich hatte keinen Splint nach der OP und frage mich nun, warum eigentlich nicht. Habt ihr ähnliche Erfahrungen mit dem Biss gemacht?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

-Werbung-

-Werbung-

Hallo und Glückwunsch zur überstandenen OP,

Mein einziges Problem ist irgendwie der Biss, der stimmt nicht. [...] KC und KFO sehen beide kein Problem, das würde mit den Gummis angepasst. Ich mach mir aber tierisch Sorgen, dass sich der Biss mit den Gummis allein nicht schließen lässt.

[...]

Ich hatte keinen Splint nach der OP und frage mich nun, warum eigentlich nicht.

Steiger Dich da mal nicht in was rein... :) Wer ist denn Profi... Du oder die Ärzte?

Bei mir war alles genauso, ich hatte auch keinen Splint (je weniger Fremdkörper post-OP im Mund, desto besser)

und der Biss musste eine Weile lang angepasst werden. Hat wie erwartet geklappt.

Zurücklehnen und Abwarten,

gute Besserung!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hi Duke nukem,

danke für deine Antwort. Du hast ja völlig recht, ich muss einfach mehr Geduld haben, das wird sich bestimmt alles noch regeln. War ja bei vielen hier auch so nach der OP. Wie lange musstest du denn die Gummis tragen?

LG

Karnike

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Bis zur Zahnspangenentfernung, wenn ich mich nicht täusche... also über ein Jahr.

Erst kreuz und quer, später nur noch seitlich und nachts.

Man gewöhnt sich dran ;) Immer dran denken, wofür man es macht...

ciao

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0