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Valli1970

Mimik nach Bimax

Hallo zusammen,

hab mal ne Frage:

Bin 6 Wo Post Bimax (OKV und UK Schwenkung).

Bei mir ist immer noch der ganze OK taub, geschwollen, vor allem die linke Seite und die Mimik ist noch sehr stark eingeschränkt. Da ich die 6 Wo Post als magische Grenze sehe, ist die Frage, ob es jemand von euch kennt, dass das Lachen so wirkt, als ob man eine heftige Botox-Behandlung hinter sich hat...die Backen blasen sich auf und drücken steif an die Augen beim Hochziehen...das sieht aus wie bei "Tim Taler".

Mach mir Sorgen dass das was mich immer ausgemacht hat, nicht mehr zurückkommt. Mein Umfeld sagt auch, das was mich als Person ausmacht, war ja immer mein Lächeln, meine stark ausgeprägte Mimik usw.....wie lange dauert es?

Bin dankbar für Erfahrungswerte zu dem Thema.....man will ja nicht für immer künstlich und so stoisch aussehen...Hilfe.

LG

Valli

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Hallo Valli!

Ich bin auch in der 6.Woche Post-OP, meine Mimik hat sich schon stark verbessert, aber ist immer noch eingeschränkt.

Wenn ich lächle geht meine linke Gesichtshälfte nach oben, die rechte nach unten, dadurch habe ich ein schiefes Lachen.

Da sich die Muskeln an die neue Position gewöhnen müssen, braucht es seine Zeit bis sich die Muskeln ausgedehnt haben und man wieder voll lachen kann! ;)

Es ist ähnlich mit der Mundöffnung, diese braucht auch ihre Zeit.

Grüsse Findus

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Danke dir Findus....bin echt ungeduldig...was Schmerzen angeht und so kein Thema...aber wenn es um meinen Ausruck im Gesicht geht...Hilfe ne...geht gar nicht...denn das hat ja auch was mit der Persönlichkeit zu tun...ne?Lachen sieht so dermaßen bescheiden aus...ne...so künstlich und steif....aber es wird sicher noch...wie du sagst...dir auch alles Gute

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Liebe Valli,

ich kann Dich hier wirklich beruhigen, das wird im Laufe der naechsten Wochen immer besser und Du wirst Deine alte Natuerlichkeit und Dein Lachen wieder zurueck erlangen. Mir selbst ist die verzerrte und starre Mimik erst beim Frisuerbesuch 6 Wochen nach der OP so richtig bewusst geworden, als ich mich mit Blick in den Spiegel habe Sprechen und Lachen sehen. Beunruhigt hat mich das allerdings nicht, da es mir logisch erschien, dass sich selbst leichte Schwellungen in der Bewegung noch unguenstig abzeichnen und auch die Weichteile noch einen Weile brauchen, um sich an die neue Situation zu gewoehnen. Die Narben im Mundraum spannen die erste Zeit ja auch noch und schraenken die Bewegungsfreiheit ein wenig ein.

Und wenn man bedenkt, wie fremd und "entstellt" einem z. B. selbst ein kleiner Pickel oder ein Schnakenstich im Gesicht aussehen laesst, dann braucht man sich nicht zu wundern, dass das nach der OP einfach noch eine Weile dauert, bis allles wieder normal wird.

Ich selbst habe es z. B. auch ueberhaupt nicht verstehen koennen, dass mich Leute 3 oder 4 Wochen nach der OP gefragt haben, wie ich denn mit meinem neuen Aeusseren zurecht kommen wuerde. Habe da immer geantwortet, dass mir das Grundkonzept gefaellt, ich mir aber fruehestens 3 Monate nach der OP ein Urteil bilden kann und werde, weil sich bis dahin noch viel aendert. Wenn jemand das Bein gebrochen hatte, erwartet doch auch niemand, dass nach ein paar Wochen schon alles wieder komplett abgeschwollen und beweglich ist. Und im Gesicht ist das nochmal was anderes.

Vielleicht solltest Du das Deinem Umfeld auch erklaeren.

Viele liebe Gruesse

Mauto

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Hallo Valli,

mir ist gerade noch eingefallen, dass mir mein Logopaede auch ein paar Uebungen gezeigt hat, um die Mimik wieder in Schwung zu bringen und die Gesichtsmuskeln zu kraeftigen (hatten nach der OP ja eine Weile lang nix bzw. wenig zu tun)

Einfach oefter mal kraeftig Grimassen schneiden, Lippen im Kreis herum bewegen, Kussmund formen und dann blitzartig ein ganz breites Lachen. Backen aufblasen und die Luft im Mund kreisen lassen. Ausserdem die Mundwinkel einzeln weit zur Seite und hochziehen, ohne dass sich die andere Seite bewegt. Ebenfalls einseitig mit den Augen zwinkern - aber nicht das Lid zusammenpfetzen, sondern das Gesicht von unten Richtung Auge hochziehen, ohne dass sich Mund und Nase bewegen. Sngen und Sprechen mit bewusst uebertriebener Mimik sind ebenfalls sehr gut.

LG Mauto

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Hallo Valli,

manchmal habe ich den Eindruck, 6 Wochen sind häufig auch deshalb eine magische Grenzen, weil man dann von der Lohnfortzahlung ins Krankengeld wechselt, das bedeutet aber noch lange nicht, dass dann alles in Ordnung ist, sondern dass man soweit wiederhergestellt ist, dass man in vielen Fällen wieder Arbeiten gehen kann.

Mautos Vergleich mit dem Beinbruch finde ich sehr gut. Ich hatte letzte Jahr am Sprunggelenk eine OP, die vom Prinzip her den Kiefern-OP sehr ähnlich war. Auch dort wurde Knochen (der Innenknöchel) gewollt durchtrennt, Knochen+Knorpel aus dem Knie transplantiert und dann der Knochen wieder zusammengeschraubt. Zwar in dem Fall genauso wie vorher, da er "nur" durchtrennt wurde, weil man sonst nicht an den eigentlichen Defekt rankam, aber es war eben auch ein gewollter Knochenbruch, mit 6 Wochen an Krücken mit 20 kg Belastung. Dort war es fast noch deprimierender als jetzt bei der Bimax, da man ja nach der Bimax sieht, wie sich etwas tut, aber beim Sprunggelenk tat sich ja, nachdem die Hauptschwellung und die blauen Flecken weg waren, erst einmal für lange Wochen nichts, weil man ja nicht wirklich belasten durfte. Und ich fand es schon ziemlich nervig, wenn die Leute sich erkundigt haben, wie es einem geht, und einem schon fast die Worte in den Mund gelegt haben, dass es immer besser wird, und man das ja nicht sagen konnte, eben da sich nicht wirklich etwas tat und man erst dann eine Aussage drüber treffen kann, ob die OP funktioniert hat, wenn man wieder voll belastet. Und zwischen dem Zeitpunkt, als man anfangen durfte zu belasten und nicht mehr wirklich über das Sprunggelenk drüber nachdenken lagen fast Monate (okay, ich merke es immer noch, habe das hat nur sehr indirekt mit dem ursprünglichen Problem zu tun).

Auch meine Mimik fühlt sich teilweise noch sehr steif an, auf der linke Seite deutlich mehr als rechts. Und morgens braucht das Gesicht deutlich länger zum Aufwachen als der Rest des Körpers. Aber da habe ich das Gefühl, dass sich da einiges an die neuen Verhältnisse gewöhnen muss, wobei es bei mir wahrscheinlich auch noch mal anders sein wird, wenn der Splint draussen ist.

Du schreibst, dass Deine ausgeprägte Mimik und Dein Lächeln Deine Persönlichkeit ausmachen, aber ich würde mal vermuten, dass in so einem Fall der Rest des Körpers nicht gerade stocksteif ist. Dieser Teil dürfte sich ja nicht geändert habe und ich bin mir sicher, dass das Gesicht auch wieder nachziehen wird, gib ihm einfach nur etwas Zeit. Bei meinen sämtlichen OPs an den Gelenken war es immer ein deutlicher zeitlicher Unterschied (eher Monate als Wochen) zwischen dem Zeitpunkt, wo der Arzt eigentlich ganz zufrieden war und bis man selber gar nicht mehr über das Gelenk nachgedacht hat.

Irene

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Ihr Lieben....

so lieb, danke für eure aufmunternden Worte.....tut gut....dann bin ich wieder etwas beruhigter...meine Leute sagen ja auch, dass es schon viel besser ist und es immer wieder Fortschritte gibt, aber halt kleinere als am Anfang...ich hatte glaube ich wirklich diese 6 Wochen als magische Grenze...stimmt....Lohnfortzahlung...hi.

Kann sein....

So, ich habe wieder Kraft geschöpft...vielen Dank...wie gut, dass es euch und das Forum gibt...

Euch auch alles Liebe und viel Kraft und Geduld....

Valli

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