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Davegrowl

Schiefer Kiefer, Schmerzen, Zahnarzt rät von Op ab

Guten Tag,

Ich bin 21 Jahre alt, männlich und Student. Im letzten Jahr (seit Dezember) sind bei mir starke Schmerzen und muskuläre Verspannungen am Kiefer aufgetreten.

Ich hatte bereits eine Jahr vorher einen Vorfall, bei dem ich eine Woche meine Zähne nicht aufeinander beissen konnte aufgrund von extremen Verspannungen. Diese sind jedoch komplett abgeklungen, sodass ich mir keine Gedanken mehr darüber gemacht habe. Ich habe auch als Jugendlicher eine feste Zahnspange getragen, da, wie ich mich jetzt erinnere, meine Zahnärztin meinte ich hätte einen schiefen Biss, wass mir auch meine Kieferorthopädin und jetzt auch mein jetziger Zahnarzt bestätigt hat.

Jedenfalls habe ich seit über einem Jahr chronische Schmerzen im Gesichtsbereich. Die ersten 12 Monate waren wirklich die Hölle für mich und ich weiß auch nicht wie ich das geschafft habe. Jeden Tag war ich sehr verspannt besonders beim aufstehen und habe auch eine zeitlang auf feste Nahrung verzichtet. Ich habe mich weniger mit Freunden getroffen und habe mir nichts mehr zugetraut, da die Schmerzen mich irgendwie unterdrückt haben.

Seit Anfang dieses Jahres habe ich mir einen Kieferspezialisten gesucht. Zuvor habe ich nur Physiotherapie gemacht, da ich mich eingehend über CMD informiert hatte und versucht habe das Problem auf diese Weise zu lösen. Ich hab jetzt eine Aufbissschiene für Nachts, die meine Muskulatur auch merklich entspannt. Ich muss jedoch an dieser Stelle sagen, dass ich kein Knirscher bin.Die Ursache meine rVerspannungen liegen meiner Meinung klar auf der Hand. Meine Maxilla (Oberkiefer) ist an der linken Seite einfach etwas länger, sodass ich einen schiefen oberen Zahnbogen habe und die Okklusion ist gestört. Zu Zeiten als ich starke Schmerzen hatte konnte ich sehr gut spüren wie anstrengend diese Bisslage für meine Muskeln ist. Essen bzw Mahlzeiten kann ich nicht wirklich geniessen, da sie meinen Kiefer belasten und anstrengen.

Ich halte diesen Arzt für sehr kompetent, er rät mir jedoch von einer Op ab, obwohl er es zu Anfang mal erwähnt hatte. Die Schiene hilft mir und er meint der Schmerz würde ganz verschwinden, aber dafür sehe ich keinen Anlass. Der Biss ist schief, die Zähne auf der linken Seite treffen schneller aufeinander, auf der rechten Seite kommt es nur durch starken Druck zu Kontakt.

Ich bin im Moment wirklich etwas orientierungslos. ich weiß nur, dass ich nicht mit Anspannungsschmerzen leben möchte, die bei seelischer Anspannung auch schlimmer werden können.

Ich fühle mich einfach gehandicapt und meines alten Lebens beraubt. Viele die ich zu Anfang meines Studiums kennen gelernt habe, finden ich bin ein sehr verschlossener Mensch, vielleicht sogar merkwürdig, dabei hatte ich einfach so starke Schmerzen, dass ich alles nur durch einen Schleier gesehen habe.

Der Leidensdruck ist dementsprechend hoch. Die Ästhetik spielt auch eine Rolle, denn es ist durchaus sichtbar. Links ist eifach viel mehr Zahnfleich und auf Fotos sieht es wirklich extrem aus.

Ich möchte nicht den Rest meines Lebens mit Schmerzen leben, deswegen erwähne ich einen Sprechstundentermin mit zb. der Uniklinik Frankfurt zu machen (nur beispiel)

Wenn ich im Forum stöbere oder auf youtube Videos von Kieferops ansehe fällt auf, dass es sich fast immer um einen Ober oder Unterbiss handelt. Einen Fall wie meinen, mit einem schiefem Biss habe ich noch nicht entdeckt.

Ich könnte mir vorstellen, dass hier eine Op viel schwieriger ist, da es so minimale Veränderungen erfordern würde( nur auf einer Seite etwas Knochen rausschneiden)

Darum dreht sich auch meine zentralen Frage: Werden schiefe Bisse überhaupt operiert oder ist das für ober und unterbiss reserviert? Habt ihr vielleicht ähnliche erfahrungen gemacht?

Würdet ihr die Risiken und Belastungen einer Op (lange Dauer, Zahnspange, evt kurzer Ausfall im Studium) auf euch nehmen um wieder voll leben zu können wie ihr euch das vorstellt? Würde eine Op in meinem Fall überhaupt etwas bringen?

Tut mir leid für den langen Text, aber wenn man erst mal schreibt, bricht alles aus einem heraus

Viele Grüsse

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Hi Davegrowl,

das kann ich gut nachvollziehen..bin zwar etwas älter (41) aber habe auch seit 20 Jahren extreme, immer zunhemdere Schmerzen an der HWS, Kofpweh, Schwindel, viele Blockaden bis hin zur knöchernen Veränderung meines Schlüsselbeins rechts (hat sich sichtbar vorgeschoben).

Bei mir ist es so, dass ich eine Gesichtsskoliose habe und CMC (UK stark nach rechts, mit den Jahren schlimmer geworden).

Nach jahrelanger Behandlung beim Orthopäden zahlreichen Physiotherapiestunden über mehrere Jahre, Reha usw. hat mir ein Ostheopat (war meine letzte Rettung, da man es selbst zahlen muss) gesagt, dass er nicht mehr weiter kommt, da es skelletär bedingt ist.

Solange der UK so weit rechts steht, wird sich nichts verbessern, eher verschlechtern.

Mein Orthopäde und Zahnarzt riet von der Op ab, auch ein anderer KFC.

Aber ich habe BH. Dr. K. empfohlen bekommen und er hat sehr kompetent auch nich gewirkt und sagte, dass die Fehlstellung extremer sie als ich dachte...auf Photos auf denen ich mal nicht lache und den Kopf zur KOmpensation drehe, hat man es klar gesehen.

Meine OP ist jetzt 6 Wochen her und es ist erschreckend wie die Anfangszeit verblasst....es ist kein Spaziergang und man muss wissen, auf was man sich einlässt..eine längere Zeit an Einbußen von alltäglichen Dingen wie kauen, anfangs schlafen nur im Sitzen, evtl. Beschwerden am Körper da er sich ja auf neue Statik einstellen muss usw.

Aber es lohnt sich, ich würde es wieder machen...die Schmerzen sind natürlich nicht weg, gerade jetzt wo der Körper auf die neue Stellung des Kiefers reagiert. Da ich nicht mehr sehr jung für die OP bin und mein Skelletapparat sich extrem rechts verspannt hat (die Muskulatur) war klar, dass die funktionellen Nachwehen der OP groß sein werden. Da ich aber seit Entlassung bei meinem Ostheopat bin, hoffe ich, dass es nach einem Jahr alles besser wird bzw. nicht mehr schlimmer (das reicht mit schon, denn es war echt arg..Thema Lebensqualität!).

Du musst für dich abwägen und vor allem würde ich mal einen Ostheopaten hinzuziehen, so dass du dann nichts unversucht gelassen hast, weißte? Einen der auf Kieferfehlstellung/CMD spezialisiert ist.

Oder dir einfach mal einen Beratungstermin bei Dr K. in BH holen....

Drück dir die Daumen und denke, da das Thema sehr individuell ist musst du für dich gemeinsam mit mehreren Fachleuten die ENtscheidung treffen..ich weiß , es ist nicht einfach....

Alles Gute dir

Valli

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Hallo Davegrowl

Nun zu deiner Frage, wie schon Valli gesagt hat, du musst abwägen was für dich am besten wäre. Suche noch andere Kfc's auf, diese können dir dann erklären was bei dir gemacht werden kann.

Warst du schon bei einem Kfo? Diese können deine Situation auch beurteilen, die Möglichkeiten einer Behandlung aufzeigen, sowie dich an einen Kfc überweisen.

Meine Diagnose lautete, ich hoffe ich habe diese richtig verstanden, u.a. hatte ich eine Progenie, zu schmalen Oberkiefer, beide Kiefer zu weit hinten, einen offenen Biss, sowie eine Verschiebung der Mittelline nach links, die restlichen Fachbegriffe habe ich nicht verstanden.

Nun bei mir wurde vor 7 Wochen eine Bimax durchgeführt. Ich leide seit ca. 2 Wochen unter starken Nacken-Rückenschmerzen, da bei mir doch einiges gemacht wurde, wenn ich aber die Vorher-Nachher-Bilder vergleiche bin ich doch wirklich sehr froh, dass ich diese OP habe machen lassen. Ich wollte diese zu Beginn der Behandlung gar nicht, da ich grosse Angst vor der OP (es war meine erste) hatte. Ich dachte, man könne meine Fehlstellung nur mit einer Spange beheben. Ich bin leider erst kurz vor meiner OP auf dieses Forum gestossen. Mir haben die OP-Berichte geholfen, so konnte ich lesen wie das ganze ablaufen wird, ebenso konnte ich mich über mögliche Probleme im KH informieren. Auch der Tipp mit der Kinderzahnbürste habe ich aus diesem Forum, war ein super Tipp :)

Grüsse Findus

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Hi,

Wenn ich im Forum stöbere oder auf youtube Videos von Kieferops ansehe fällt auf, dass es sich fast immer um einen Ober oder Unterbiss handelt. Einen Fall wie meinen, mit einem schiefem Biss habe ich noch nicht entdeckt.

Ich könnte mir vorstellen, dass hier eine Op viel schwieriger ist, da es so minimale Veränderungen erfordern würde( nur auf einer Seite etwas Knochen rausschneiden)

Darum dreht sich auch meine zentralen Frage: Werden schiefe Bisse überhaupt operiert oder ist das für ober und unterbiss reserviert? Habt ihr vielleicht ähnliche erfahrungen gemacht?

Dein Problem nennt sich, vermute ich, Skoliose. Das kann genauso korrigiert werden wie Kiefervor- und Rückstand. Du wirst Dich wundern, was mittlerweile alles möglich ist. Gibt hier im Forum auch viele Fälle.

Würdet ihr die Risiken und Belastungen einer Op (lange Dauer, Zahnspange, evt kurzer Ausfall im Studium) auf euch nehmen um wieder voll leben zu können wie ihr euch das vorstellt? Würde eine Op in meinem Fall überhaupt etwas bringen?

Von dem her, wie Du Deine Situation beschreibst: Ab zum Arzt!

Viel Erfolg!

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So ist es...hatte auch eine Skoliose . UK zu weit rechts.....bei mir wurde der OK nach vorner verlagert und der UK 8 mm nach links...geht alles .....nur je älter man ist, desto größer ist die Rezidiv-Gefahr, dass der Muskel wieder in die Ursprungssituation zieht.

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Erstmal Danke für die schnellen Antworten! Es ist auf jeden Fall gut zu wissen, dass andere das gleiche oder schlimmeres durchmachen.

Ich habe nur das Gefühl, dass die Menschen die sich einer Op unterziehen noch schwerwiegendere Symptome haben als ich. Ich habe zB. "nur" Kieferschmerzen. Während ich hier schreibe fühle ich einen leichten unangenehmen Druck am linken Kiefer. Das kann natürlich schlimmer werden , aber bestimmt würden manche sagen, dass das noch lange kein Grund für eine Op ist.

Ich werde auf jeden Fall noch mal mit einem Kfo reden, vielleicht kann man das ganze auch mit einer Spange beheben. Das mit der Skoliose höre ich zum ersten Mal, klingt aber sehr plausibel. Ich habe eine leichte Rückenskoliose (wirklich nur sehr leicht) , die sich vielleicht auf meinen Kiefer bzw. Gesicht übertragen hat. Das mit den Schlüsselbeinen Valli, habe ich auch, meine beiden Schlüsselbeine ragen zum brustbein hin ein bisschen heraus, hat vielleicht auch was mit dem ganzen zu tun.

Ich denke jedoch, dass die Kfos und Zahnärzte fast schon grundsätzlich von einer Op abraten(außer bei Härtefällen), da sie mit Risiken wie zb einem rezidiv verbunden sind und nicht unbedingt zum erfolg führen.

In dem Fall, dass sich im nächsten halben Jahr schmerztechnisch nichts tut bin ich auch bereit wider Ratschlag zu handeln und mich operieren zu lassen, da das Ziel definitiv ist, dass ich komplett (!) schmerzfrei bin. Klar kann man mit dem Leidensdruck leben, aber wenn die Medizin so fortschrittlich ist wie sie sich gibt, dann sollte mein Problem wohl von irgendeinem Fachmann zu handeln sein denke ich...

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Also ich hatte eine Gesichtsskoliose, d. h. der UK ging extrem nach rechts...diese hat sich auf die HWS usw. ausgewirkt, dass ich auch eine Skoliose am Rücken hatte. Immer wurden die einzelnen Symptome behandelt aber nie die Ursache...hi.

Wie gesagt, du musst es wissen, Risiken und Chancen abwägen.....und vor allem mehrere Meinungen von KFCs anhören

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Huhu Davegrowl,

auch ich habe mich für eine OP entschieden und trage nun seit einiger Zeit eine Zahnspange. Ob es der richtige Weg ist weiß niemand! Selbst meine Mutter ist gegen diese OP, doch sie hat nicht die Probleme wie ich und versteht meine Krankheit ( CMD )

nicht. Immer wenn sie Erfolge bei mir sieht, denkt sie eine OP läßt sich umgehen. Doch man muss realistisch bleiben, es wird nichts besser, lässt man es so!!!!

Vielleicht hast Du Glück und Du kannst mit Hilfe der Zahnspange Deinen Biss regulieren und die Beschwerden werden besser. Doch vergiss eins nicht, wenn Du Dich ohne OP behandeln lässt müssen alle Kosten selbst getragen werden!

Lg Yvi

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Hallo Davegrowl,

ich bin vor 2 1/2 Jahren wegen eines offenen Bisses operiert worden, ich hatte nur auf einer Seite des Kiefers Zahnkontakt. Ich würde das intuitiv auch als "schiefen" Biss bezeichnen bzw. meine Kiefer standen wohl irgendwie schief zueinander. Ich hatte wie gesagt vor 2 1/2 Jahren eine Bimax-OP, seitdem ist alles super :-). Ich würde an deiner Stelle auch noch einen anderen Kieferchirurgen konsultieren damit du dir andere Meinungen einholen kannst. Du selber hast ja schon das Gefühl, dass deine Beschwerden nicht so einfach verschwinden werden.

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Danke nochmal für die Beiträge hier! Ich werde nochmal was reinschreiben, wenn ich einen anderen Kieferorthopäden oder Kieferchirurg konsultiert habe. Es wird wahrscheinlich auf Ende des Sommers hinauslaufen, ist ja auch nicht immer leicht einen Termin zu bekommen

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Hallo nochmal!

Ich habe jetzt Semesterferien und bin schon seit einiger Zeit auf Informationssuche was Kieferorthopäden angeht.

Ich möchte wirklich gerne bis Mitte Oktober einen KFO auf meinen kiefer schauen lassen, denn dann muss ich wieder zurück nach Bochum( da studiere ich). Ich komme aus dem Frankfurter Raum und suche natürlich den möglichst besten KFO, der Erfahrung hat mit Erwachsenenbehandlung und evt. Vorbereitung und Beratung zu einer Kiefer Operation.

Daher ein kleiner Aufruf an die Community, wenn ihr einen KFO kennt im Frankfurter Raum und ihn mir empfehlen könnt, schreibt mir doch bitte eine PM. Das wäre wirklich super!! Ich will nicht einfach den nächstbesten nehmen.. Wenn ihr einen sehr guten im Bochumer Raum kennt, dann auch her damit :)

Eine weitere Frage ist folgende: Wenn ich nun eine Behandlung bei einem KFO starte (Zahnspange) wie oft muss ich dann zu diesem fahren. Ich studiere wie gesagt eigentlich in Bochum.. Ich könnte zwar auch dort zum KFO gehen, jedoch will ich in einem Jahr den studienort wechseln, jaja kompliziert.

Falls eine OP vorgeschlagen würde, müsste ich natürlich auch schauen wo ich das machen lasse...

Also besteht mein Problem zurzeit darin wie ich das Ganze plane.

1. Welcher KFO (Kompetenz und Erfahrung erwünscht)

2. Wie kann ich alle meine Termine bei diesem KFO wahrnehmen wenn ich sehr weit weg wohne (sehr zeitaufwendiges Studium:Medizin, viele Pflichttermine)

Gedanken, Meinungen? hat auch schon mal jemand seine Arbeit bzw Studium unterbrochen im Rahmen einer Op? ( eine Mitstudentin hat wegen einer Fuß Op ein Semester ausgesetzt..)

Viele Grüsse :)

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