Holly82

Kieferorthopädin teilt KK mit, dass keine OP erwünscht ist!! HILFE!

Ich bin völlig verzweifelt!

Vor etwas mehr als zwei Jahren genehmigte die gesetzliche KK die Behandlung. Angedacht war die kieferorthopädische Behandlung in Verbindung mit einer OP. (UKVV)

Nun, gut zwei Jahre nach Beginn der kieferorthopädischen Behandlung und ettliche Gespräche mit meiner Behandlerin später, ob eine OP sinnvoll und notwendig wäre, teilt mir die KK mit, die Kostenübernahme der weiteren Behandlung NICHT weiter zu übernehmen, da sie mitgeteilt bekommen haben, ich würde eine OP ablehnen!

Vroausgegangen sind ettliche Gespräche meiner Behandlerin, in denen wir ein Für und Wider einer OP gegeneinander abgewogen haben.

Aus ihrer Sicht, konnte bis auf 2mm Rückstand des UK's der Behandlungserfolg auch OHNE OP erreicht werden. Eine OP sei eigentlich nur noch rein ästhetischer Natur.

Sodann habe ich gesagt, dass ich wegen 2 mm Rücklage das Risiko nicht mehr eingehen wollen würde und ich das als unverhältnismäßig ansehen würde, mich diesem EIngriff auszusetzen.

Wir verblieben jedoch dabei, dass sie sich über das genaue Procedere der KK noch einmal informieren wird und sich zunächst absichern wird, ob die KK das Behandlungsende dann noch bezahlt wenn sie ihnen mitteilt, dass keine OP erforderlich ist. Erst dann wollte ich mich zu 100 % festlegen!

Heute bekomme ich einen Anruf meiner KK, sie hätten mitgeteilt bekommen, ich wünschte keine OP, sodass sie die Kostenübernahme ab SOFORT einstellen würden, da die Behandlung ja nur in Verbindung mit einer OP überhaupt erst genehmigt worden ist!!

Aus meiner Sicht jedoch, sollte doch die erfolgreich abgeschlossene Behandlung OHNE OP eine weitere Kostenübernahme bis zum Behandlungsende rechtfertigen oder sehe ich das falsch??

Ich soll in 3 Monaten enbändert werden. Bis dahin muss noch einiges passieren.

Ich bin verzweifelt,da ich nicht weiß, wie ich das bezahlen soll!

Zudem bin ich ziemlich enttäuscht von meiner Ärztin, die sich gegen mein Wissen an meine KK wendet und bekanntgibt, ich würde keine OP wollen.

Hat jemand Erfahrungen von Euch gemacht??

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Hallo Holly,

oh je....da ist ja alles schief gegangen! Ich würde dir raten, nochmal mit deiner Ärztin zu reden (immerhin hat die es ja auch verbockt) und sie fragen, warum sie entgegen eurer Absprache sich gegenüber der Krankenkasse derart (falsch) geäussert hat und ob IHRER MEINUNG nach die OP noch sinnvoll wäre. Und dann bitte sie doch, das auch plausibel der Krankenkasse zu vermitteln! Immerhin spart die Krankenkasse doch auch wenn keine OP gemacht werden muss...

Bei mir ist es ähnlich...die Kostenübernahme erfolgte nur, da eine OP vorraussichtlich notwendig sein wird. Allerdings ist das bei mir auch dabei geblieben, insofern hab ich nicht die selbe Problematik!

Ich weiß natürlich nicht, inwiefern deine Versicherung die Behandlung weiterzahlen wird, wenn deine Ärztin denen glaubhaft machen kann, das der erwünschte Behandlungserfolg auch ohne OP erreicht wird! Aber laut der jetzigen Aussage muss ja die KK erstmal davon ausgehen das du die Op nur nicht willst, nicht davon, das sie jetzt unnötig ist! Das muss dringend klar gestellt werden, notfalls musst du dich von einem anderen KFO beraten lassen...

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Aus meiner Sicht jedoch, sollte doch die erfolgreich abgeschlossene Behandlung OHNE OP eine weitere Kostenübernahme bis zum Behandlungsende rechtfertigen oder sehe ich das falsch??

Ja. Wenn Du bei Behandlungsbeginn über 18 warst wird eine behandlung nur mit OP übernommen - egal ob du keine OP willst, oder keine OP notwendig ist.

aus finanzieller sicht solltest du dich eher freuen, dass die entscheidung so spät gefallen ist und die kasse nichts zurückfordert.

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Danke fearbunny für deine Antwort! Ja, das ist in der Tat mehr als nur unglücklich verlaufen und ich muss leider zunächst abwarten bis meine Ärztin aus dem Urlaub zurück ist. :-(

Außerdem macht es mich auch ziemlich sauer, da ich trotz Umzugs aus Loyalitätgründen bei ihr geblieben bin und ich eigentlich immer recht zufrieden war und jetzt sowas...

Die Krankenkassen scheinen da alle recht unterschiedlich zu sein in ihren Beurteilungen.

Außerdem habe ich nochmal nachgesehen: Weder in meinem Behandlungsplan, noch in der schriftlichen Genehmigung von der KK steht etwas zum Erfordernis der OP. Es ist lediglich die Rede von:'' Die Behandlung ist beendet, wenn der angestrebte Erfolg erreicht worden ist.'' Also nichts davon, auf welchem Wege dies geschehen sollte.

@relative:

Nein, ich sehe gerade keinen Grund weshalb ich mich freuen sollte! Das ist dermaßen unverständlich und dämlich seitens der KK, von jemandem zu erwarten, dass er sich eines unverhältnismäßigen und risikoreichen Eingriffs unterzieht, als sich zu "freuen", dass ein Haufen Kohle gespart werden kann! Es handelt sich um nunmehr einen 2 mm großen Überbiss. Deshalb soll ich mir den Kiefer brechen lassen?? Ich sehe es nun wirklich nicht ein, als Patient zwischen die sich widersprechenden Ansichten von Facharzt und KK zu geraten und mich eines Eingriffes zu unterwerfen, nur weil die Gesetze das irgendwo so vorsehen.

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@relative:

Nein, ich sehe gerade keinen Grund weshalb ich mich freuen sollte! Das ist dermaßen unverständlich und dämlich seitens der KK, von jemandem zu erwarten, dass er sich eines unverhältnismäßigen und risikoreichen Eingriffs unterzieht, als sich zu "freuen", dass ein Haufen Kohle gespart werden kann! Es handelt sich um nunmehr einen 2 mm großen Überbiss. Deshalb soll ich mir den Kiefer brechen lassen?? Ich sehe es nun wirklich nicht ein, als Patient zwischen die sich widersprechenden Ansichten von Facharzt und KK zu geraten und mich eines Eingriffes zu unterwerfen, nur weil die Gesetze das irgendwo so vorsehen.

kannst du (oder ich) ja ruhig so sehen. aber der wichtige punkt war: es ist egal, dass deine KFO der KK mitgeteilt hat, dass du die OP nicht willst. es hätte keinen unterschied gemacht, wenn sie nur mitgeteilt hätte, dass die OP unnötig ist.

die KK reagiert immer gleich.

ich will dir auch nicht vorschreiben, Dich zu freuen ;-)

aber Du kommst nicht nur an der OP vorbei, dir wurde auch noch eine Behandlung bezahlt, die dir unter normalen umständen niemals bezahlt worden wäre. das ist doch nicht nur schlecht.

LG!

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Bist du dir da sicher? Wenn ich mich richtig erinnere, wurde hier im Forum auch schon mal geschrieben, dass es teilweise von der Krankenkasse abhängt wie die reagieren. Es kann also durchaus ein Unterschied zwischen "Patient will nicht" und "Es hat sich herausgestellt, dass es auch ohne OP geht" bestehen. Außerdem kann davon auch die Rückerstattung der 20% abhängen. Also ganz so einfach ist das nicht.

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Hallo zusammen,

also bei Erwachsenen (=über 18 Jahre) werden KOsten nur dann übernommen wenn eine KFO und KFC Behandlung kombiniert wird. Und klar sind es aus deiner sicht dann nur 2mm die nicht korrigiert werden aber Ziel der Behandlung war ja, warum die KK dann wohl auch die Kostenerstattung bewilligt hat eine komplette Korrektur und die könnte halt nur mit OP erreicht werden..

ich kann dich verstehen das du sagst wegen 2 mm mach ich keine OP aber für die KK sind es ja jetzt andere voraussetzungen als bei Antragsstellung und da können die dann halt wie sie es bei dir getan haben auch zurück rudern und sagen das sie dann ab Punkt X nun nicht mehr zahlen... Du kannst es ja mit nem Widerspruch versuchen und sonst fällt mir wegen KOsten nur ein die KFO fragen ob du ne Ratenzahlung machen kannst.

LG

Ree

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Mein KFO hatte mir bereits im ersten Beratungsgespräch mitgeteilt, dass die Kosten für die kieferorthopädische Behandlung nur unter der Vorraussetzung übernommen werden, dass auch eine kieferchirurgische Korrektur erfolgt. Es muss also ein bestimmter Schweregrad der Fehlstellung bei Ü18-Personen vorliegen, damit die Kasse überhaupt einen Heil- und Kostenplan genehmigt. Er hat mich damals auch gleich darüber informiert, dass ich, wenn ich mich gegen die OP entscheide, die bis dahin angefallenen Eigenanteile nicht erstattet bekomme und ab dem Zeitpunkt, wenn mein Entschluss dagegen feststünde, die Kostenübernahme der KK eingestellt wird. Er wäre dann dazu verpflichtet gewesen, die KK über meine Entscheidung zu informieren.

Da ich kurz vor meiner OP tierischen Schiss hatte, hab ich, ca. einen Monat davor, selber bei meiner KK nachgefragt, was passiert, wenn ich mich nicht operieren lasse. Die Dame dort war sehr nett und riet mir dazu meine Entscheidung dafür oder dagegen gut abzuwägen. Sollte ich mich dagegen entscheiden, hätte ich bis eine Woche vor der OP Zeit alles abzusagen, müsste dann jedoch ab diesem Moment die restlichen Kosten für die kieferorthopädische Behandlung selber tragen und würde auch die 20 % Eigenanteil nicht erstattet bekommen. Sie sagte mir zudem, dass bei Fällen, bei denen die kfo Behandlung komplett abgeschlossen wird, ohne dass eine notwendige OP erfolgt, immer genau nachgeprüft wird, wann der Entschluss dagegen gefallen ist. Die KK prüft dann wohl, ob eine mutwillige Täuschung vorliegt. Dafür kann dann auch der KFO ordentlich eine verbraten kriegen, was deine Ärztin mit ihrer Meldung ja anscheinend vermeiden wollte.

Da ich mich schlussendlich doch unters Messer begeben habe, war die Sache dann hinfällig. Obwohl mein KFO, und nach der OP auch mein KFC, ganz schön mit mir gemeckert haben, dass ich eigenmächtig bei meiner KK angerufen hatte. Hab nämlich in meinem "Angstzustand" über Angelegenheiten gesprochen, die die KK wohl nicht wissen sollte. Da man mir aber immer wieder versichert hatte, dass die KK auch für die Kinnkorrekturen bei der ME aufkommt, bin ich halt fest davon ausgegangen, dass dies ein offizieller Bestandteil des Heil- und Kostenplanes ist und hab auch dazu einige Fragen gestellt, was bei den Ärzten dann nicht gut ankam. Die Quittung dafür musste ich aber auch schon einstecken: Da die ME frühzeitig und unter örtlicher Betäubung stattfand, ist mein Kinn nicht verkleinert worden. Da die kieferchirurgische Behandlung damit abgeschlossen ist, hab ich keine Chance mehr diese Korrektur jetzt noch durchführen zu lassen, ohne voll für die Kosten aufkommen zu müssen. Das wurmt mich manchmal doch ganz schön!

Ich rate dir also dazu nochmals mit deiner KFO und der Krankenkasse zu sprechen. Werd dir aber vorher klar darüber, ob du nun eine OP komplett ablehnst oder doch in Erwägung siehst. Wenn du dich nämlich doch irgendwann auf einen OP-Tisch legen solltest, wäre die ganze Aufregung jetzt umsonst.

Sollte die KK die weitere Kostenübernahme ablehnen, ist der Rat eines Anwaltes nicht verkehrt. Sprich in diesem Fall aber alles auch genau mit deiner KFO ab. Nur sie kann dir sagen, was "der Spaß" denn dann noch kosten wird und ob eine Ratenzahlung möglich ist. Vielleicht hilft dir auch eine Zweitmeinung eines anderen KFO weiter.

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Ich danke Euch allen für die vielen Antworten und Betrachtungsweisen!

In erster Linie wurmt mich eigentlich gerade das Verhalten meiner KFO, da wir mehrfach und immer wieder über eine OP sprachen und auch das weitere Vorgehen besprachen. Darin war jedenfalls NICHT enthalten, dass sie der KK schriftlich meine Entscheidung bekanntgibt, die im übrigen auch an die weitere Vorgehensweise geknüpft war.

Außerdem war es meine KFO, die mehrfach sagte, eine OP sei nur noch aus reinen ästhetischen Gründen durchzuführen, aus medizinischer Sicht jedoch, sei die Fehlstellung allein durch die Spange korrigiert worden.

Wir verblieben also so, dass sie sich noch einmal Rat bei Kollegen und Gutachtern einholt und sich dort informiert, was bei Ablehnung einer OP auf mich zukommen würde, und wie sie der KK das Behandlungsende am besten darstellt, dass die überzeugt davon sind, dass keine OP mehr notwendig ist.

Als mich dann jemand von der KK anrief, der auch noch sehr unfreundlich war, und mir mitteilte, dass meine Ärztin meinen Entschluss schriftlich mitgeteilt hätte, bin ich doch ziemlich aus dem Häuschen gewesen!

Mein Verdacht ist auch eher der, dass sie sich in erster Linie vor Maßnahmen gegen sie schützen wollte.

Es scheint so zu sein, dass jede KK das anders handhabt und dass es einige Kassen gibt, deren Mitarbeiter einem eher helfen wollen. ICH jedoch kam mir unter Verdacht gestellt vor, dass ich von Anfang an nicht vorhatte, mich operieren zu lassen.

Dem war aber nicht so.

Jetzt bin ich irgendwie ratlos und muss noch bis nächsten Monat warten, da meine KFO natürlich erstmal schön in den Urlaub gefahren ist und an sie kein Rankommen ist gerade.

Sollte sie sich jetzt jedoch querstellen, werde ich mir einen neuen KFO suchen und mich in Bezug auf eine Ratenzahlung informieren. Es soll noch genau ein Bogen eingesetzt werden und dann soll sie ca. Ende September rauskommen.

Was dann der ganze Spaß noch kostet (Retainer sind ja eh keine Kassenleistung), muss ich dann sehen.

Mich ärgert einfach diese Vorgehensweise, ohne dass sie mit mir abgesprochen worden ist. Zumal ich über 100 km weggezogen bin und trotzdem jeden Monat fast eine zweistündige Zugfahrt auf mich nehme, weil ich ihr gegenüber loyal sein wollte.

Alles etwas ärgerlich gerade...

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@Holly82

Retainer sind ja von Anfang an keine Kassenleistung, aber das Deine Kfo sich lieber selber schützt als vorher mit Dir zu sprechen, ist ein starkes Stück!! :477:

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Die Krankenkassen scheinen da alle recht unterschiedlich zu sein in ihren Beurteilungen.

Außerdem habe ich nochmal nachgesehen: Weder in meinem Behandlungsplan, noch in der schriftlichen Genehmigung von der KK steht etwas zum Erfordernis der OP. Es ist lediglich die Rede von:'' Die Behandlung ist beendet, wenn der angestrebte Erfolg erreicht worden ist.'' Also nichts davon, auf welchem Wege dies geschehen sollte.

@holly

ich würde jetzt auf jeden Fall erstmal kämpfen, sprich einen Widerspruch verfassen. Zu verlieren hast du nun nix mehr!

Ich wünsch dir viel Glück!!!

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