Katyy

Oberkieferrückverlagerung?

Hallo zusammen,

ich stelle mich nur ganz kurz vor bevor ich meine Fragen stelle...

Ich heiße Katharina, bin 25 Jahre alt und komme aus der Nähe von Köln. Ich lese hier schon eine ganze Weile im Forum mit, habe bisher aber nie was geschrieben weil ich auf meine Fragen eigentlich immer schon eine Antwort gefunden habe...

Meine erste Kieferorthopädische Behandlung mit 13 ist leider nicht so erfolgreich gewesen, daher habe ich vor 3 Jahren beschlossen, mich doch nochmal von einem KFO beraten zu lassen. Ich habe einen starken Überbiss, der sich leider in den letzten Jahren doch sehr verschlimmert hat, das ist zumindest mein Empfinden.

Schnell war auch bei meiner ersten Beratung beim KFO klar, dass eine Zahnspange allein nicht genügt und später eine OP anstehen wird. UK-VV war zumindest am Anfang angedacht. Hatte dann auch eine Beratung beim KFC in Köln der auch eine UK-VV machen wollte.

Vor ein paar Monaten riet mir mein KFO dann dazu, noch eine Zweitmeinung in der Uniklink Bonn einzuholen, da er der Meinung war, der Oberkiefer müsste auch operiert werden. Während der ganzen Behandlung hat er immer wieder mal erwähnt, dass meine Schneidezähne ja schon sehr dominant sind..

Also war ich dann bei einem Beratungsgespräch und der KFC teilte die Meinung meines KFO, dass am Oberkiefer was gemacht werden muss. Da habe ich wohl zwei Optionen, zum einen könnte man wohl im Oberkiefer Backenzähne ziehen und dann die ganzen vorderen Zähne mit der Zahnspange zurückschieben. Er meinte dann aber auch direkt, dass ich dann quasi wieder bei 0 anfangen würde. Das war natürlich erstmal ein Schock, ich frage mich natürlich, warum kam man da denn nicht früher drauf?? Soll ich jetzt wirklich nochmal 1-2 Jahre länger Zahnspange tragen?? Und halten sowas überhaupt die Zähne aus? Ich hatte an einem Zahn vorne mal eine Wurzelbehandlung, lässt sich der Zahn denn wirklich ohne Probleme noch so weit verschieben???

Nun ja, die zweite Alterenative ist wohl eine Oberkieferrückverlagerung. Da ist mir besonders als mögliche Komplikation im Gedächtnis geblieben, dass es wohl vorkommen kann (sehr selten, aber eben möglich), dass dabei der vordere Teil des Oberkiefers, hinter dem dann ein Stück rausgeschnitten wird, absterben könnte. Eine totale Horrorvorstellung!!!

Was mich jetzt auch etwas verwirrt ist, dass ich hier im Forum nicht wirklich was über eine OK-RV gefunden habe. Wird das nicht so oft gemacht? Ist dann die Gefahr, dass irgendwas schief geht nicht noch größer als bei so Routine OPs??

Gibt es nicht vielleicht doch Leute hier, die so einen Eingriff hinter sich haben?

Hat jemand ne Ahnung, wo denn nachher der Unterschied zwischen den Ergebnissen der beiden Alternativen liegen wird?

Ich weiß natürlich das mir die Entscheidung niemand abnehmen kann, werde auch noch mit meinem Kieferorthopäden ausführlich darüber sprechen und dann habe ich auch noch ein zweites Beratungsgespräch beim KFC. Trotzdem beschäftigt mich die Sache erstmal total und ich habe Angst das ich die Entscheidung später bereuen könnte...

Vielen Dank schonmal für eure Antworten und liebe Grüße!!

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hi,

Hier ein paar Überlegungen von mir:

Bei der Kiefer-Verlagerung an sich gibt es natürlich Risiken. Aber, dass da gleich ganze Teile absterben können, wurde mir nicht als Risiko genannt. Auch dass einzelne Zähne absterben ist sehr gering (hab ich extra nachgefragt). Wahrscheinlich kann das durchaus passieren, aber man darf nicht vergessen, dass die Zahnspange an sich die Zähne schon bewegt und daher hier auch ein Risiko liegt. Vielleicht sogar ein durchaus höheres als durch die OP. Die Risiken, dass durch eine Zahnspangenbehandlung Zähne absterben können (wenn sie z.B. vorgeschädigt sind), sich Wurzelspitzen verkürzen, sich Zahnfleisch zurückbildet etc. sind da. Davon erwähnen die meisten KFOs aber nichts, weil es für sie selbstverständlich ist.

Meine Erfahrung bei mir und in meinem Umfeld: Früher wurden gerne Zähne gezogen um beispielsweise die oberen Vorderzähne zurückziehen zu können. Aber wenn man das auch mit einer OP machen kann, würde ich mich persönlich immer für die OP entscheiden. Warum sollte man gesunde Zähne hergeben, wenn gar kein Engstand da ist? Meine KFC meinte, dass es ästhetisch meistens ein schlechteres Ergebnis mit sich bringt, wenn man Zähne im OK reißen lässt. Und Zähne, die so weit herumgeschoben werden, könnten beschädigt werden bzw. wandern gerne wieder in die ursprüngliche Position zurück.

Mir wollte die damalige KFO als Kind Zähne im OK reißen. Ich hab mich glücklicherweise damals mit Händen und Füßen gewehrt. Jetzt viele Jahre später bei meiner zweiten KFO-Behandlung werden die Zahnbögen ausgeformt und die OP wird dann beide Kiefer in die richtige Position bringen. So müssen die Zähne nur um das bewegt werden was notwendig ist. Für mich ein super Weg!

Es muss jeder für sich entscheiden welchen Behandlungsweg er geht. Jeder Kiefer ist anders. Es gibt leider viele Wege um zum Ziel zu kommen... Und die Ärzte haben immer unterschiedliche Methoden von denen sie überzeugt sind. Hole mehrere Meinungen ein und entscheide was für dich am besten ist. :-)

Und löchere die KFOs und KFCs! Ich hatte zu Beginn die totalen Horrorvorstellungen was nicht alles passieren könnte durch die OP. Aber es hat sich nicht so schlimm herausgestellt, nach der umfassenden Beratung. Man muss sich nur zu fragen trauen. :-)

lg

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Was mich jetzt auch etwas verwirrt ist, dass ich hier im Forum nicht wirklich was über eine OK-RV gefunden habe. Wird das nicht so oft gemacht? Ist dann die Gefahr, dass irgendwas schief geht nicht noch größer als bei so Routine OPs??

das wird tatsächlich nicht oft gemacht. der grund ist, dass eine oberkieferrückverlagerung in vielen fällen ein unästhetisches ergebnis hat. das gilt oft auch für das ziehen von backenzähnen und dann kieferorthopädische zurückziehen der frontzähne.

deswegen wird meistens stattdessen der unterkiefer nach vorne verlagert um den biss einzustellen, anstatt den oberkiefer zurück zu verlagern.

es gibt da aber ausnahmen, bei denen die rückverlagerung oder das ziehen von zähnen sogar zum besseren ergebnis führt. ein KFC hat hier ein beispiel, unter "maxilläre prognathie": dysgnathie.de/kiefer_operationen_fehlstellungen/sagittal-kieferfehlstellung.php

was es bei dir ist musst du halt in ruhe rausfinden. die oberkieferrückverlagerung ist auf jeden fall absolute routine, und die risiken sind die gleichen wie bei den anderen oberkieferverlagerungen, die du aus dem forum kennst.

viel glück!

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