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anazei

Bimax am 06.07.12 bei Dr. Hoffmann in SANA Klinik München Solln

Hallo liebe Leute,

ich bin nun seit ein paar Tagen wieder zuhause und da ich schon zu meiner GNE OP vor 2 Jahren einen Bericht verfasst habe, wird es nun auch Zeit für einen Bericht der umfangreicheren OP!

Da dieser sehr viel zeitnaher erfolgt, als mein erster, kann ich die verschiedenen Eindrücke vermutliche noch sehr viel besser vermitteln und ich hoffe, dass ihr als Leser davon profitieren könnt.

Das als mein kleines Vorwort, jetzt komme ich aber auch direkt zum Bericht!

05.07.12 - Tag der Aufnahme in der SANA Klinik München Solln

So wie es auch schon bei der letzten OP nötig war, musste ich auch diesmal einen Tag vor dem Eingriff in der Klinik erscheinen.

Im Vorfeld wurde telefonisch das Bett bestätigt und mir gleich mitgeteilt, dass ich mich bitte um 14:00 in der Klinik einfinden soll. Etwas später hat dann auch noch mein Anästhesist bei mir angerufen und nachgefragt wann ich morgen erscheinen werde und mich ausdrücklich darauf hingewiesen doch bitte pünktlich zu sein, damit er entsprechend planen kann.

Pünktlich um 13:50 hat mich meine Mutter vor der Klinik abgesetzt, mich nochmal gedrückt und mir gesagt, dass sie nicht mit reinkommen will, weil sie dann doch nur weinen muss.

Ich konnte es irgendwie verstehen und diese Art des Abschieds war mir sehr viel lieber, als mir wie vor 2 Jahren während der Autofahrt nochmal anhören zu dürfen wie bescheuert ich doch bin sowas machen zu lassen. ;)

Am Empfang meine Versicherten Karte abgegeben und das altbekannte Formular bekommen, dass ich mit der Aufnahme einverstanden bin.

Es ging wieder sehr schnell und es gab praktisch keine Wartezeit, bis mich meine Mitarbeiterin in ein Büro geholt hat, um nochmal das formelle Prozedere zu erklären. (10€ Zuzahlung pro Tag, Karte für Fernseher/Telefon etc. - hat keine 2 Minuten gedauert) Die gleiche Mitarbeiterin hat mir dann auch gleich gesagt auf welcher Station ich mich melden durfte. Diesmal war es die 1, im Erdgeschoss, das letzte mal war ich noch auf der 2 oder 3.

Die Krankenschwester im Stationszimmer hat mich zu meinem Zimmer gebracht, das direkt mal leer war. Mein einer Zimmernachbar wurde gerade operiert und das zweite und dritte Bett waren frei - da ich noch wusste wie sehr es mich genervt hat in der Mitte zu liegen, habe ich mich natürlich für das Bett an der Wand entschieden.

Der übereifrige Anästhesist, der extra noch darauf bestanden hat, dass ich doch bitte pünktlich zu sein habe, hat dann insgesamt !2! Stunden auf sich warten lassen. Ich war leicht genervt, aber der gute Mann hatte mit Sicherheit zu tun und sowas kann man nicht wirklich übel nehmen.

Irgendwann hat er es dann doch aufs Zimmer geschafft und wir haben uns über das übliche unterhalten, er hat mir erklärt wie die Narkose abläuft, dass ich ab 0 Uhr nüchtern zu sein habe und dass ich am Morgen als erster dran sein werde. Etwas gestresst kam er mir vor, was nicht den besten Eindruck erweckt hat, aber er war sehr gründlich und ich hatte auch keine weiteren Fragen - es sollte ja nicht meine erste Narkose werden und die früheren habe ich bisher immer gut vertragen.

Als ich mich dann aus dem Zimmer geschlichen hab, hat mich eine der Schwestern abgefangen und mich gefragt, was ich denn gerne essen möchte - ich sagte gar nichts, weil ich mich jetzt verziehe und mir woanders was zu essen hole.

Verschwörerischer Blick "Herr G. wenn sie aufgenommen wurden, dann dürfen sie das Krankenhausgelände eigentlich nicht wieder verlassen, das hab ich jetzt nicht gehört, dass sie mir das gesagt haben..."

Woraufhin sich gleich eine zweite Schwester eingeschaltet hat und angeregt getuschelt wurde, dass sie das nicht wissen dürfen und das wenn ich sie "verpetze", dass sie mich nicht aufgehalten haben, dass sie dann zu zweit zurück petzen müssten. Es war ziemlich amüsant, aber ich hab den beiden im ruhigen Ton erklärt, dass ich die nächsten Wochen nichts vernünftiges mehr essen werden kann und dass ich nicht vorhabe meine Henkersmahlzeit im Krankenhaus einzunehmen - nichts gegen die Qualität der Küche.

Das konnten die beiden verstehen und ich hab sogar Empfehlungen bekommen, wo ich am besten hingehen sollte. :biggrin: Aber natürlich wissen die beiden von nichts und haben mir auch nichts gesagt...!

Also gings bei schönem Wetter nach draußen, wo ich nochmal was essen konnte und mich in einem Supermarkt mit der letzten Packung Gummibärchen für eine Weile eingedeckt habe.

Auf meinem Zimmer hat mich dann mein Zimmernachbar mit Familie erwartet - ein netter 16 Jähriger, der einen Autounfall hatte und am Knie operiert wurde. Kein alter, grantiger Bayer! YES!

Noch etwas spazieren gehen, lesen und Hörbuch hören, dann wars auch schon Zeit zum schlafen.

Mein Chirurg hat es leider nicht geschafft an dem Tag nochmal bei mir vorbei zu schauen, aber das hat er mir schon frühzeitig mitgeteilt und war letztendlich auch kein Thema - ich hab mittlerweile Vertrauen in den Mann.

06.07.12 - Tag der OP

Die Nacht war ruhig und ich konnte sehr gut schlafen, so dass ich erst von der Frühschwester geweckt wurde, die mir auch gleich gesagt hat, dass ich mich fertig machen soll.

Also nochmal waschen und das schöne Gefühl der elektrischen Zahnbürste genießen, bevor es dann auch schon Zeit war in die scharfen OP Klamotten zu schlüpfen. (Gott, wie ich sie hasse... wenn man zumindest seine Boxershorts anbehalten dürfte...!)

Dachte ich beim letzten mal noch, dass die LMAA Pille einfach vergessen wurde, habe ich sie diesmal auch nicht bekommen, habe mich aber auch sofort mit der Schwester. die mein Turbokrankenbett zum OP geschoben hat, darüber unterhalten. Sie sagte, dass das sehr unterschiedlich ist und vom Anästhesisten abhängt, ob er so eine gibt, oder nicht.

Also auch dieser Anästhesist hat darauf verzichtet - egal, was solls. Morgens war im Krankenhaus noch nicht so viel los, so dass es nicht so viele Leute gab, denen ich hätte zuwinken können - allerdings habe ich jeden einzelnen angelächelt, weil ich wusste, dass es bald erstmal nichts mehr zum Lächeln gibt.

Kurzes Warten vor dem OP, dann gings auch schon rein, wo die beiden Anästhesisten auf mich gewartet haben. Umzug vom gemütlichen Bett auf die OP Liege ("Bitte etwas weiter nach oben, noch etwas weiter nach oben, zu weit, bitte wieder etwas weiter nach unten... ganz klein bisschen nach oben, perfekt!" Was man nicht alles für das perfekte Liegen tut...)

Zugang wurde gelegt, es gab ekelige Nasentropfen und während mein Schlafcocktail in mich tropfte, habe ich mich mit den beiden Ärzten über Webdesign unterhalten - merkwürdigerweise ist auch genau das meine letzte Erinnerung.

Bei der GNE OP konnte ich mich noch bis zu dem Moment erinnern, an dem ich im OP Saal lag und ich nach der Atemmaske zählen durfte. Wieso es diesmal nicht so war weiß ich nicht, macht ja aber auch nichts.

Wach wurde ich im absoluten Dämmerzustand auf der Wachstation und hatte zwei oder drei Leute um mich rum, so einen Sauerstoffschlauch in der Nase, einen Sättigungsmesser am Finger und eine automatische Blutdruckmanschette um den Arm.

Schmerzen hatte ich keine, mir war nur unglaublich heiss und ich weiß, dass ich geschwitzt habe wie nichts gutes. Dann war ich wieder weg.

Beim nächsten Dämmern in den Wachzustand hat man sich auch gleich darum gekümmert, so dass ich statt dicker Decke nur mehr zwei dünne Handtücher über mir hatte, die viel angenehmer waren.

Eine Schwester neben mir sagte etwas von geringer Sauerstoffsättigung und dass ich bitte tief durchatmen soll - das Bett wurde etwas höher gestellt, um mir das zu erleichtern und ich habe versucht tief und ruhig zu atmen, was nicht nur den Werten auf dem Gerät gefallen hat, sondern auch mir sehr gut getan hat. Das komische Schwummergefühl verflog, dafür kam plötzlich etwas anderes. Übelkeit. Ganz schreckliche Übelkeit.

Ich muss wohl genug Frühwarnzeit gegeben haben, denn ich hatte sofort eine Schale vor dem Mund, als der Blutschwall dann auch schon losging. Es war eine... unschöne Erfahrung und eine, die ich nicht wiederholen wollte - und zum Glück auch nicht musste. Es war das einzige mal, dass mir schlecht wurde.

Die Betreuung auf der Station war unglaublich gut, es wurde sich wirklich mitfühlend um mich gekümmert und nachdem ich mich übergeben musste hat sich sofort eine Schwester mit einer Plastikspritze darum gekümmert, dass ich den Mund spülen konnte - erst einige male mit Wasser, dann mit Mundspüllösung.

Das hat mich so angestrengt, dass ich sofort wieder eingeschlafen bin.

Nach ein paar Stunden wurde ich wieder wach und hatte kein Sauerstoffding mehr in der Nase - die Sättigung war gut und meine Atmung war nach Übelkeitswelle wohl auch sehr viel besser.

Zwischendurch wurden mir auch Eispacks zum Kühlen angelegt – eine Maske wäre sicherlich effektiver und angenehmer, aber über so was verfügt die feine SANA Klinik nicht…

Dr. H kam mich besuchen und hat mich darüber informiert wie lange die OP gedauert hat (knapp 3 Stunden), dass alles perfekt geklappt hat und dass auch die Schwellung in vollkommen normalen Rahmen lag. Er hat auch veranlasst, dass ich nicht wieder auf Station gekommen bin, sondern die Nacht über auf Wachstation bleiben durfte - wofür ich ihm sehr, sehr dankbar war!

Es war zwischendurch noch ein anderer Patient bei mir auf dem Zimmer, von dem ich aber überhaupt nichts bemerkt habe und der auch schon wieder weg war, als ich 'wirklich' zu mir gekommen bin. Den restlichen Tag hatte ich das Zimmer für mich alleine - sehr angenehm.

Mit einem freundlichen Pfleger habe ich mich per Stift und Papier unterhalten und ihn gefragt, ob er bitte meinen MP3 Player holen kann, damit ich nicht nur die Wand anstarren muss.

"Gar kein Problem, ich geh sofort los" ... Ja, den Mann mochte ich.

Ich bin so vor mich hingedämmert, hab Hörbuch gehört und war einfach nur total platt - der freundliche Pfleger hat sich sogar bei mir verabschiedet, als seine Schicht vorbei war und mir alles Gute gewünscht.

Die Schwester die danach kam war aber mindestens ebenso fürsorglich und hat mir geholfen, als ich irgendwann in der Nacht aufs Klo wollte.

Ich kann mich noch gut erinnern, dass das nach der GNE OP noch ziemlich locker ging, aber die Bimax hatte es wirklich in sich. Mit langsamen Schritten bin ich zum Klo getapst und war dankbar, als ich mich auf die Brille setzen und mich ausruhen konnte.

Erleichtert gings zurück zum Bett, wo sich durch die Bewegung neuerliches Nachbluten eingestellt hat, was aber schnell in den Griff zu bekommen war.

Wieder wurde mir sofort dabei geholfen zu spülen und den ekligen Geschmack durch etwas Angenehmeres zu ersetzen.

Irgendwann kam dann auch noch die Ärztin, die die Nachtschicht hatte und hat sich etwas zu mir gestellt, hat meinen Arm und meine Hand gestreichelt und hat einfach ein bisschen mit mir geredet und mir erklärt, dass alles sehr gut ist, ich mir keine Sorgen machen muss und dass es schon bald sehr viel besser wird.

Das war ein Zeichen von Menschlichkeit, dass ich so noch in keinem Krankenhaus erlebt hab und das mir extrem gut getan hat und vor allem beruhigend auf mich gewirkt hat.

Während der Nacht gab es dann keine weiteren Vorkommnisse - ich habe nicht wirklich durchgeschlafen, sondern wurde zwischendurch immer mal wieder wach, dennoch konnte ich mich ganz gut erholen, vor allem weil ich eben alleine in dem Zimmer war.

Schmerzen hatte ich keine.

07.07.12 - 1. Tag nach der OP

Am Morgen durfte ich mich waschen, wieder wurde mir beim Mundspülen geholfen und es gab ein neues Hemd - dann gings auch schon wieder auf die Station.

Dort war immer nur noch mein einer Bettnachbar im Zimmer und das sollte (Gott sei Dank!!!) bis zum Ende meines Aufenthalts auch so bleiben.

Drei-Bett-Zimmer ist wirklich der Horror und mit meinem Bettnachbar hab ich wirklich Glück gehabt.

Ab hier werde ich mich etwas kürzer fassen, weil der Tagesablauf doch so ziemlich gleich geblieben ist.

Der Großteil des Tags bestand aus Fernsehen gucken, kühlen, MP3 Player hören und schlafen.

Am Mittag haben meine Eltern vorbei geschaut, was aber doch eher ein kurzer Besuch war – ich konnte mich praktisch nicht verständigen, da das nicht nur durch den Splint sehr erschwert wurde, sondern auch durch meine geschwollene und taube Zunge. Laute formen war und ist extrem schwer.

Dr. H kam am frühen Abend auf Visite und hat sich alles angeschaut – alles sehr gut, allerdings hat er mich vorgewarnt, dass die Schwellung noch zunehmen kann und ich weiter kühlen soll.

Ich hab immer wieder Probleme damit gehabt Luft zu bekommen, weil die Nase total dicht war und ich gefühlt geschnaubt habe wie ein Güterzug.

Dadurch konnte ich auch nur in einer ziemlich aufrechten Position im Bett liegen, was extrem unbequem war, weil das Bett für meine Körpergröße zu klein war und ich die Beine nicht richtig ausstrecken konnte.

So musste ich immer wieder von einer komischen Position in die nächste rutschen.

Natürlich bin ich vor Erschöpfung immer mal wieder eingeschlafen, aber eine ruhige Nacht sieht anders aus.

Die Tatsache, dass ich Seitenschläfer bin, hat dabei nicht wirklich geholfen.

Flüssigkeit, Antibiotika und Co. gab es alles über den Zugang.

08.07.12 - 2. Tag nach der OP

Vom Ablauf nicht viel anders als der erste auch.

Ich bekomme alles Nötige über den Zugang und kühle brav weiter. Dabei ist folgendes als immenser Kritikpunkt zu erheben, was ich auch sehr bald meinem Chirurgen mitteilen werde:

Die „Kühlpacks“ die mir gebracht wurden, haben zum größten Teil nicht mal den Namen verdient.

Die Dinger waren so warm, dass durch den schützenden Stoffüberzug praktisch keinerlei kühlender Effekt zu erreichen war und ich die Dinger direkt auf die Haut legen musste und selbst das hat kaum was gebracht und auch nur sehr kurz.

Zwei Mal habe ich mir solche lauwarmen Dinger bringen lassen, bevor ich auf meinem Handy eine Nachricht getippt und mich (höflich!) beschwert habe.

Was bekomme ich als Antwort?

„Wir haben nur so einen kleinen Kühlschrank, wenn es draußen so warm ist, dann kommt der einfach mit dem Verbrauch nicht nach. Da kann ich auch nichts machen, tut mir leid.“

So und jetzt muss ich euch fragen, ob ich spinne, aber:

ZUR HÖLLE DAS IST DOCH NICHT MEIN PROBLEM, DASS DIESE KLINIK SICH KEINEN VERNÜNFTIGEN KÜHLSCHRANK LEISTEN KANN!

Ich bin auf die Kühlung angewiesen! Sie ist extrem notwendig, sonst würde ja auch der Arzt nicht ständig darauf hinweisen gut zu kühlen.

Und was bringen mir dann so lauwarme Wabbelbeutel?!

Ich habe auf Schichtwechsel gewartet und meine Beschwerde erneut bei einer anderen Schwester vorgebracht. Die Reaktion diesmal?

„Das tut mir sehr leid, ich gehe sofort auf eine andere Station, die einen größeren Kühlschrank hat und hole vernünftige Kühlpacks.“

Achwas, es geht also doch?

Ich bin ja kein rachsüchtiger Mensch, aber ich wünsche der Schwester von der Mittagsschicht, dass sie mal mit übertriebenen Hamsterbacken im Bett liegt, diese kühlen soll und dann nur lauwarme Kühlbeutel bekommt.

„Unser Kühlschrank schafft das eben nicht“ – einfach nur eine bodenlose Frechheit. Ich erwäge mittlerweile mich, wenn es mit dem Sprechen wieder etwas besser klappt, mit dem Krankenhaus direkt in Verbindung zu setzen.

Für mich besteht in diesem Desaster eine Gefährdung und Einschränkung des Heilprozesses.

Die Nacht verlief wieder nur mittelmäßig, schließlich ist das Bett immer noch zu kurz – zumindest kann ich mich etwas auf die Seite drehen, was das Einschlafen einfacher macht.

09.07.12 - 3. Tag nach der OP

Ich fühle mich mittlerweile etwas stärker und laufe mehr im Krankenhaus und draussen rum, um meinen Kreislauf wieder in Schwung zu bringen.

Meine Schwester und meine Eltern fragen, ob sie mich besuchen kommen sollen, aber ich will einfach niemanden sehen – ich kann kaum sprechen und bin in einem absoluten Stimmungstief.

Angeschlagen durch die nicht gerade erholsamen Nächte frage ich mich, wie ich so bescheuert sein konnte mich auf diesen scheiss einzulassen. Vorher war doch alles gut, wieso tu ich mir das an?

Diese Gedanken hab ich immer wieder versucht niederzukämpfen, in dem ich mir das Ergebnis vor Augen geführt habe, aber das hilft auch nur temporär.

Am frühen Abend kommt wieder mein Arzt, schaut sich alles an und fragt mich, ob ich morgen nach Hause möchte.

Gott, wie ich das wollte.

Ich hatte genug von dem Krankenhaus, ich hatte genug von dem zu kurzen Bett, ich hatte genug von den teils unfreundlichen und gehetzt wirkenden Schwestern.

Ich hatte genug von viel zu warmen Kühlpads.

Ich hatte einfach nur genug und wollte nach Hause.

Das muss wohl auch Dr. H gemerkt haben, denn er hat sein okay gegeben, dass ich am nächsten Tag nach Hause darf. Innerlich juble ich.

10.07.12 - 4. Tag nach der OP

Der Zugang wird entfernt und ich nutze die Gelegenheit endlich wieder zu duschen.

Ein weiterer Kritikpunkt an die SANA Klinik:

Die Zimmer haben keine Dusche, sondern es gibt eben eine Dusche für die ganze Station.

Ich war sehr früh dran, so dass dort noch nicht allzu viele Patienten gewesen sein konnten.

Dennoch: Büschelweise lange, schwarze Haare. Am Boden, an den Wänden, an der Brause… ich habe mich einfach nur geekelt.

So gut wie es geht hab ich die Haare wegzuspülen versucht und mich dann um meine Körperpflege gekümmert. Jedoch war ich glücklich, als ich den Nassraum wieder verlassen konnte. Bäh. Wirklich einfach nur Bäh.

Ich war glücklich, dass ich meine Sachen packen konnte und dann irgendwann endlich meine Mutter aufgetaucht ist, um mich nach Hause zu fahren.

Endlich wieder nach Hause.

Einige zusammenfassende Dinge zu meinem Aufenthalt in der Klinik

Was mich bei meiner GNE OP nicht wirklich gestört hat, weil der Eingriff nicht so schwerwiegend und der Aufenthalt nicht so lange war, ist jetzt mehr als deutlich zu Tage getreten.

Diese Klinik macht den Eindruck, als hätte sie keinerlei Erfahrung im Umgang mit Patienten, die am Kiefer operiert wurden.

Man sabbert nach dieser OP schlimmer als jedes Baby es könnte – unkontrolliert und man merkt es erst, wenn die Spucke über einen Teil im Gesicht rinnt, der nicht taub ist.

Man könnte meinen, dass einem dafür Papiertücher hingelegt werden. Fehlanzeige.

Jedes Mal ins Badezimmer, den eigenen Waschlappen, das Handtuch oder eben Klopapier benutzen.

Anstatt dass man als Joghurt irgendwas homogenes bekommt, bekommt man IMMER irgendwelche komischen Früchtejoghurts mit Stückchen und Co. die ich nicht mal angerührt habe, weil ich ohnehin genau wusste, dass sich das ganze Zeug eh nur im Splint und im Gaumen festsetzt, weil ich einfach kein Gefühl in der Zunge habe.

Ein ganz normaler, weißer Joghurt oder sowas wie ein griechischer Joghurt, der nach dem mischen eine angenehme Konsistenz hat gab es nicht.

Einen riesigen Suppenlöffel mit aufs Tablett zu legen ist schon fast so, als würden die sich über einen lustig machen wollen.

Ich bin mir sicher, dass die Wärmepacks (denn den Namen Kühlpack hatten die Beutel nicht verdient) dazu beigetragen haben, dass meine Schwellung nun schlimmer ist, als sie bei richtiger Kühlung sein könnte.

Niemand hat mir eine Plastikspritze gegeben, damit ich den Mund so gut hätte spülen können, wie auf der Wachstation.

Dort war die Betreuung wirklich hervorragend, auf Station die reinste Katastrophe.

12.07.12 – 1. Kontrolltermin in Dr. Hs Praxis

Es wurden Röntgenbilder gemacht, der Splint wurde entfernt und mein ganzer Mundraum wurde gesäubert.

Ein tolles Gefühl.

Mein Biss schließt bereits so gut, dass Dr. H meint bis zum nächsten Mal auf den Splint zu verzichten und mich damit nicht unnötig zu ärgern. In dem Zusammenhang ging auch gleich ein Lob an meine Kieferorthopädin raus, die sehr gute Vorarbeit geleistet hat.

Der Vergleich der Röntgenbilder vorher und nachher sieht einfach nur krass aus – ich kann es nicht anders beschreiben.

So sehr wie mich die ganzen Tage die Gedanken gequält haben wofür ich das alles gemacht habe – ein Blick auf die Bilder hat es weggewischt.

Es ist nun um so vieles besser und selbst im geschwollenen Zustand ist mein Profil schon symmetrischer und passender, als es das vorher jemals war. Ich freue mich schon darauf, wenn die Schwellung immer mehr zurück geht und das Ergebnis nur noch besser zur Geltung kommt.

Ich habe links und rechts jeweils einen Gummi eingehängt bekommen, die sehr viel angenehmer zu tragen sind, als der Splint und die ich selbst ein- und aushängen darf zum Essen/Medikamente schlucken/Zähne putzen.

In meinem rechten Kiefer klage ich sporadisch über einen fiesen, stechenden Schmerz – Dr. H sagt, dass das der Muskel ist, der sich an die neue Situation erstmal gewöhnen muss. Kann ich irgendwie auch verstehen, wenn ich an die Röntgenbilder denke. Da wurde doch so einiges in eine neue Situation gebracht.

Wundheilung und Co. ist alles super in Ordnung und auch die Schwellung ist im normalen Maße.

Der nächste Kontrolltermin findet dann in der nächsten Woche statt und ich hoffe, dass es bis dahin nur noch besser geht!

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass das schlimmste an der ganzen Geschichte nicht die Schmerzen sind, sondern das permanente Sabbern und die Überproduktion von Speichel.

Man hat ständig den Mund mit Spucke voll, egal wie viel man schluckt und das macht mich fertig.

Ich habe gar keine Lust großartig zu reden, weil ich mich nicht selbst vollsabbern will – mit meinen Eltern verständige ich mich per Computer, Handy und Zettel.

Ich hoffe wirklich, dass sich das ganz ganz bald gibt.

Meine Zunge ist noch immer taub, aber nicht mehr so sehr geschwollen.

Auch meine Unterlippe und mein Kinn sind taub, wobei ich in der Unterlippe und im Bereich darunter ein permanentes Kribbeln verspüre, was ein mehr als gutes Zeichen ist, dass der Nerv schon wieder dabei ist sich zu regenerieren.

Abschließend möchte ich sagen, dass die Tage im Krankenhaus wirklich die schlimmsten waren.

Ich stand mehr als einmal kurz vor den Tränen, weil ich mich einfach nur elend und mies gefühlt habe, nicht wusste was ich mit mir anfangen soll und wie ich das nur machen konnte.

Aber bei mir hat sich dieses Gefühl schon sehr gebessert, als ich wieder zuhause war und nochmal mehr, als ich die ersten Röntgenbilder sehen durfte.

Jetzt KANN es doch nur noch bergauf gehen, das schlimmste habe ich hoffentlich hinter mir…

Ich werde den Bericht regelmäßig updaten, wenn es Neuigkeiten gibt!

Update #1 - 19.07.12 - Besuch beim KFC

2. Kontrolltermin bei Dr. Dr. H. - sehr unspektakulär und doch spektakulär!

Meine größte Sorge war, dass sich bei der Nachkontrolle herausstellen könnte, dass ich wieder den Splint reinkriegen muss, aber völlige Fehlanzeige.

Der Biss ist sogar so gut, dass Dr. H die Gummis rausgemacht hat und meinte, dass ich es ruhig bis zum nächsten mal ohne probieren kann, weil der Biss so gut ist.

Da habe ich wohl einen riesigen Dank an meine hervorragende Kieferorthopädin zu richten, die tolle Vorarbeit geleistet hat.

Ich wurde gefragt, ob ich die Fäden gezogen haben möchte, was ich verneint habe.

Alles fühlt sich doch noch etwas geschwollen und dick an und ich hab noch gut in Erinnerung was das für eine schmerzhafte Erfahrung beim letzten mal war - die Fäden sind zum Glück selbstauflösend und sollten also von allein rauskommen. Wenn doch irgendeine Stelle nicht will kann man das ja immer noch machen - drauf anlegen muss ich es aber wirklich nicht.

Mundöffnung, Wunden und Co. ist alles in bester Ordnung.

Nächsten Termin ist in einer Woche, dann wird vermutlich auch entschieden wann ich wieder bei meiner KFO erscheinen darf.

Ehrlich gesagt freu ich mich schon sehr darauf, wenn auch sie das Ergebnis sieht - ganz am Anfang der Behandlung hat sie mir Röntgenbilder und Abdrücke von einer Person gezeigt die eine genauso schlimme Fehlstellung hatte wie ich und meinte "bei Ihnen wird das am Ende auch so schön aussehen, Herr G." und was soll ich sagen... sie hat ihr Versprechen gehalten.

Was hier im Forum manchmal für Horrorgeschichten über KFOs zu lesen sind bin ich echt glücklich darüber, dass ich an eine geraten bin, die mich mit bestem Wissen und Gewissen behandelt hat und mich so weit gebracht hat.

Auch Dr. Dr. H. ist ein hervorragender Chirurg, den ich jederzeit weiter empfehlen würde. Wenn er doch nur in einer anderen Klinik operieren könnte...

Das Sabbern ist schon viel besser geworden (Gott sei Dank).

Sprechen fällt einfacher, aber ich nuschle immer noch ziemlich und es ist anstrengend.

Kleine Stellen unter der Nase, Unterlippe, Kinn und Gaumen sind taub.

Zunge ist sehr empfindlich und schmerzt aufgrund der neuen und sehr veränderten Lage im Kiefer, so dass die Zunge jetzt natürlich über andere Stellen der Bänder reibt und sich daran erstmal gewöhnen muss.

Mobilität der Zunge, obwohl ich den Mund noch nicht mal weit genug aufbekomme um sie wirklich rauszustrecken, ist hervorragend und sehr viel besser als davor.

Ich hatte mir vor einigen Jahren schon einmal das Zungenbändchen durchtrennen lassen, wobei damals offensichtlich gepfuscht wurde. Denn statt es wirklich zu durchtrennen wurde es nur "angeschnitten" - als ich daraufhin den Arzt angesprochen hab meinte dieser, dass das bei mir eben so sei, weil die Zunge so weit mit dem Zungenboden verwachsen wäre.

Absoluter und vollkommener Blödsinn. Keine Ahnung was der Kerl damals gemacht hat, aber mein KFC meinte schon, dass da sehr viel Narbengewebe wäre und dass das nicht vernünftig gemacht wurde. Jetzt ist es viel besser.

Weiche Sachen essen geht schon viel besser und gibt ein Stück Lebensqualität zurück - ich bin sehr hoffnungsvoll was die Heilung in den nächsten Wochen angeht.

Update #2 - 27.07.12 - Besuch beim KFC

3. Kontrolltermin bei Dr. H

Wundheilung und Co. sehen sehr gut aus, leider war es doch zu früh um die Gummis rauszumachen.

Das ist mir allerdings schon im Verlauf der Woche beim Blick in den Spiegel aufgefallen - der Kiefer hat dagegen gearbeitet, so dass der Biss wieder etwas aufgegangen ist.

Allerdings hat sich das schon sehr verändert, als Dr. H nur eines der Gummis neu eingehängt hat - er meint, dass da nicht wirklich viel zu machen ist, aber eben gegen den Muskel gearbeitet werden muss, damit der sich permanent an die neue Situation gewöhnt.

Allerdings hat er die Gummis jetzt irgendwie "doppelt" eingehängt, von unten nach oben - muss ich mir heute Abend nochmal genau angucken, wenn ich die Zähne putze.

Sollte ich das aber nicht hinbekommen, oder der Schmerz zu groß sein, dann darf ich auch von oben nach unten einhängen, so wie ich es das letzte mal auch gemacht habe.

Momentan habe ich etwas, das ich nicht unbedingt als Schmerz beschreiben würde, auf der rechten Seite meines Kiefers.

Das scheint der Muskel zu sein, der sich gegen die neue Situation wehrt und das ist auch die Seite, wo ich eine ganze Weile einen stechenden Schmerz hatte, wenn ich den Kopf ungünstig gedreht habe o.ä.

Auch konnte ich überhaupt nicht auf der rechten Seite schlafen.

Jetzt ist da so ein merkwürdiges Gefühl zwischen Drücken, Ziehen und Kribbeln und es scheint eben der Muskel zu sein, der diese Signale aussendet und ich schließe aus ihnen, dass sich wirklich was tut.

Und das soll es ja auch.

Die linke Seite fühlt sich vollkommen normal an - da spüre ich von dem eingehängten Gummi überhaupt nichts.

Durch die neu eingehängten Gummis ist das Sprechen jetzt wieder schwieriger, weil die eben nochmal straffer sitzen, aber ich habe mir nach dem Besuch in der Praxis beim Burger King etwas zu trinken gekauft und wurde auf Anhieb verstanden - SO schlimm scheint es also nicht zu sein.

Überhaupt tut sich ziemlich viel am Mundgefühl.

Bis vor ein paar Tagen hat sich der ganze Mundraum noch total komisch angefühlt, weil ich irgendwie kaum Gefühl an der Gaumendecke hatte und auch die Zunge war noch etwas taub, aber das ist mittlerweile viel besser.

Ich weiß jetzt wieder gut wo meine Zunge liegt - in der Zeit der Taubheit hatte ich Angst, dass sich meine Zunge eine falsche Lage im Kiefer angewöhnen könnte (es hat sich zeitweise so angefühlt, als würde sie gegen die Frontzähne drücken und im Unterkiefer liegen - was ja das schlechteste ist, was sie tun könnte), aber das hat sich zum Glück nicht bestätigt.

Sie dockt ganz normal am Gaumendach an - puh!

Auch schlucken und sprechen tut nicht mehr weh - die Zunge hat sich durch die veränderte Lage an den Zahnspangen-Bändern der Backenzähne aufgescheuert, was sehr schmerzhaft war. Das hat sich inzwischen gegeben - alles normal.

Ich darf noch immer nichts kauen, für das Essen bedeutet das also:

Milchshakes, Kakao, Brei und sehr weich gekochte Nudeln, die ich einfach so schlucke. Man gewöhnt sich dran und hungern muss ich zum Glück nicht, das war in der Anfangszeit sehr viel schlimmer, weil ich so enorme Probleme mit dem Schlucken hatte.

Wie ich schon in einem anderen Thread hier im Forum erwähnt habe hat sich irgendwas bei meinen Geschmacksnerven getan.

Manche Dinge schmecken ganz anders als vor der OP, z.B. Vanillepudding empfinde ich inzwischen als sehr viel süßer, Eis schmeckt intensiver, Eistee und selbst die Mundspüllösung schmecken anders.

Es ist nichts was negativ oder schlecht wäre, aber es ist verwunderlich. Mal schauen ob das bei anderen Dingen auch der Fall ist und ob sich das im Laufe der Zeit (zurück)verändert.

Nachdem ich die zweite Flasche mit Hexoral verbraucht habe spüle ich jetzt wieder mit normaler Mundspüllösung.

Zähneputzen mit elektrischer Zahnbürste (sanfter Modus) geht sehr gut, bis auf die Kauflächen der Backenzähne, was auf die Mundöffnung zurückzuführen ist. (Die liegt ohne Gummis irgendwo zwischen 1,5cm-2cm)

Deswegen benutzt man schließlich die Mundspülung und ich darf ja ohnehin nichts kauen.

Durch das Spülen mit Hexoral haben sich die Zähne etwas verfärbt, aber das geht ja zum Glück durch die PZR wieder weg.

Aktueller Stand des Taubheitsgefühls:

Von der Unterlippe bis zum Kinn (beide Partien eingeschlossen) komplett taub - ich habe beim Rasieren am Kinn allerdings schon die Idee von einem Gefühl gehabt.

Kleinere Stellen unterhalb der Nase taub, linker Nasenflügel taub.

Außerdem (und das ist wohl mit das schlimmste) habe ich ständig das Gefühl "eingeschlafener Füße" in der tauben Region - sprich es prickelt und das praktisch permanent.

Gerade Abends ist das Gefühl teils so intensiv, dass es bis knapp unter meine Augen ausstrahlt - es ist nicht schmerzhaft und auch nicht besonders unangenehm, aber man kann es nicht ignorieren.

Es sorgt dafür, dass ich immer noch ziemliche Schwierigkeiten mit dem Einschlafen habe.

Laut KFC ist das aber ein sehr gutes Zeichen, dass sich der Nerv regeneriert und dass ich froh darüber sein könnte - und ganz ehrlich: besser so, als dass der Nerv verletzt worden wäre und sich gar nichts tut, die Zeit muss ich eben irgendwie überstehen.

Aktueller Stand der Schwellung:

Stagniert seit mehreren Tagen.

Es ist nicht so schlimm, dass ich angestarrt (oder auch nur länger angesehen) werden würde - war heute über 2 Stunden mit Bus und Bahn unterwegs, aber gerade für mich ist mein Gesicht immer noch merklich geschwollen.

Merke ich vor allem an den Wangen, weil die Bänder im Oberkiefer an den Wangeninnenseiten reiben, wenn ich gähne oder grinse. Tut nicht unbedingt sehr weh, ist aber auch kein angenehmes Gefühl.

Laut Aussage von meinem KFC aber völlig normal.

Nächste Woche soll der vorläufig letzte Kontrolltermin sein und unter Umständen müssen mit leichter Betäubung die Fäden gezogen werden, die sich bis dahin nicht selbst aufgelöst haben.

Dann entscheidet Dr. H auch, ob meine Kieferorthopädin endlich ran darf.

So merkwürdig wie es klingt:

Ich will unbedingt wieder zu meiner KFO, weil jeder Termin der jetzt ansteht das Ende der Behandlung ein Stück näher bringt.

Allen Post-OPlern und solche die es noch werden sollten alles gute und wir lesen uns voraussichtlich wieder in einer Woche! :)

Update #3 - 02.08.12 - Besuch beim KFC

4. Kontrolltermin bei Dr. H (und vermutlich das letzte Update in diesem Thread, weil das ganze damit wohl abgeschlossen ist)

Wieder sehr unspektakulär.

Im Stuhl platz genommen und Dr. H hat sich alles nochmal angesehen - Zahnstellung und die Wunden.

Die eine Woche die ich die Gummis brav 22+ Stunden am Tag getragen habe, hat bereits wieder alles 'gerade gerückt' und meine Anweisung bis auf weiteres lautet sie weiter zu tragen. Knöchern ist der Biss vollkommen in Ordnung, das ist jetzt nur noch eine Sache von den Muskeln.

Wunden alle gut verheilt und da mich die Fäden nicht sonderlich stören habe ich auf das Ziehen verzichtet. Ich habe extra nochmal nachgefragt wie das mit dem 'verwachsen' ist, ob das Probleme geben könnte und ob man sie deswegen vielleicht doch rausmachen sollte, aber Dr. H meinte es wäre alles in Ordnung und sie würden eben von selbst rausfallen, ohne dass da was passiert. Hoffen wir mal, dass es auch wirklich so ist.

Mundöffnung beträgt momentan ziemlich genau 2cm, was innerhalb von 4 Wochen ziemlich ordentlich ist, wenn ich das so mit den Werten hier im Forum vergleiche.

Schwellung immer noch latent vorhanden, aber es tut sich laaangsam was - kann sich nur noch um Wochen/Monate/Jahre handeln. :D

Taubheit ist immer noch wie im letzten Post beschrieben vorhanden - aber etwa bei einem Kniff in die Unterlippe spüre ich etwas mehr als nur Druck, also das kommt auch langsam zurück.

Zahnfleisch ist immer noch komplett taub - da merke ich beim Zähneputzen überhaupt nichts.

Reden hört sich immer noch komisch an - ich kann mich inzwischen klar verständigen und laut Aussagen aus meinem Umfeld versteht man mich auch wirklich gut, aber es ist eben hörbar, das "irgendwas" mit meinem Mund ist - meine Mutter meinte es hört sich ein bisschen so an wie nach einer Weisheitszahn OP.

Eine kleine Hiobsbotschaft ist, dass meine KFO zur Zeit im drei Wöchigen Praxisurlaub ist - das hätte vom Timing natürlich schlechter nicht sein können. Gerade jetzt könnte es mit der Behandlung weiter gehen... ich habe dort eine Nachricht hinterlassen und nachgefragt, ob ich zwischenzeitlich zu jemand anderem gehen soll und mir wurde gesagt, dass Dr. V mich zurückrufen wird. Darauf warte ich momentan.

Kauen darf ich jetzt, also nach 4 Wochen, wieder weiche Sachen.

Nudeln, Pommes, Toastbrot, Croissants, Kartoffeln... solche Dinge eben.

Wobei ich sagen muss, dass es sich äußerst komisch anfühlt, als hätte ich das Kauen verlernt. Ich weiß nicht wirklich wie fest ich zubeissen kann und wie genau ich die Kiefer bewege, wie ich das Essen gut von einer Seite auf die andere bekomme und... es ist einfach nur merkwürdig, wo sich jetzt alle Zähne richtig berühren. Ich denke aber, dass das mit der Zeit und mit Übung wiederkommt.

Eine Offenbarung:

Von einer Toastbrotscheibe abbeissen. So richtig abbeissen.

Durch meinen offenen Biss war das vorher praktisch ein Ding der Unmöglichkeit (die Scheibe hat locker zwischen die offenen Zähne gepasst, es war also mehr ein abreissen, als ein abbeissen) und jetzt... wow. :)

Da dies vermutlich mein letztes Update ist möchte ich ein kleines 4 Wochen Fazit schreiben:

Die OP ist hart und eine große Veränderung.

Die Zeit im Krankenhaus und die ersten 1-2 Wochen nach der OP fand ich absolut schrecklich - es war schlimm so viele Probleme beim Schlucken zu haben, dass selbst das Schlucken einer Antibiotika Tablette eine Herausforderung war und man nicht mal richtig trinken konnte.

Dazu das stände und übermäßige Sabbern, das Gefühl das man ständig "den Mund voll" hat. Das Schnäuzverbot und damit die ständig blockierte Nase, die das Atmen sehr erschwert hat (mit offenem Mund atmen ist eher suboptimal -> Sabber-Fluss ;) ).

All das war schlimm und angenehm. Die Schmerzen haben sich zum Glück in Grenzen gehalten und am unangenehmsten war nachts wirklich das ständige Kribbeln vom Kinn bis zu den Augen, das nicht weh getan hat, aber doch einfach total anstrengend, weil man es nicht ausblenden konnte.

Wenn man erstmal wieder vernünftig trinken und zumindest nicht mehr nur auf Flüssignahrung angewiesen ist, verbessert sich die Lebensqualität um gefühlte 300%.

Auch das Sabbern wird nach den ersten 2 Wochen immer besser, bis es irgendwann aufhört.

Ich bin froh diesen Schritt gemacht zu haben, auch wenn es ein schwerer Schritt war.

Hoffentlich ein mal und nie wieder :)

Viel Glück und Erfolg euch allen.

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Update #1 - 19.07.12 - Besuch beim KFC

2. Kontrolltermin bei Dr. Dr. H. - sehr unspektakulär und doch spektakulär!

Meine größte Sorge war, dass sich bei der Nachkontrolle herausstellen könnte, dass ich wieder den Splint reinkriegen muss, aber völlige Fehlanzeige.

Der Biss ist sogar so gut, dass Dr. H die Gummis rausgemacht hat und meinte, dass ich es ruhig bis zum nächsten mal ohne probieren kann, weil der Biss so gut ist.

Da habe ich wohl einen riesigen Dank an meine hervorragende Kieferorthopädin zu richten, die tolle Vorarbeit geleistet hat.

Ich wurde gefragt, ob ich die Fäden gezogen haben möchte, was ich verneint habe.

Alles fühlt sich doch noch etwas geschwollen und dick an und ich hab noch gut in Erinnerung was das für eine schmerzhafte Erfahrung beim letzten mal war - die Fäden sind zum Glück selbstauflösend und sollten also von allein rauskommen. Wenn doch irgendeine Stelle nicht will kann man das ja immer noch machen - drauf anlegen muss ich es aber wirklich nicht.

Mundöffnung, Wunden und Co. ist alles in bester Ordnung.

Nächsten Termin ist in einer Woche, dann wird vermutlich auch entschieden wann ich wieder bei meiner KFO erscheinen darf.

Ehrlich gesagt freu ich mich schon sehr darauf, wenn auch sie das Ergebnis sieht - ganz am Anfang der Behandlung hat sie mir Röntgenbilder und Abdrücke von einer Person gezeigt die eine genauso schlimme Fehlstellung hatte wie ich und meinte "bei Ihnen wird das am Ende auch so schön aussehen, Herr G." und was soll ich sagen... sie hat ihr Versprechen gehalten.

Was hier im Forum manchmal für Horrorgeschichten über KFOs zu lesen sind bin ich echt glücklich darüber, dass ich an eine geraten bin, die mich mit bestem Wissen und Gewissen behandelt hat und mich so weit gebracht hat.

Auch Dr. Dr. H. ist ein hervorragender Chirurg, den ich jederzeit weiter empfehlen würde. Wenn er doch nur in einer anderen Klinik operieren könnte...

Das Sabbern ist schon viel besser geworden (Gott sei Dank).

Sprechen fällt einfacher, aber ich nuschle immer noch ziemlich und es ist anstrengend.

Kleine Stellen unter der Nase, Unterlippe, Kinn und Gaumen sind taub.

Zunge ist sehr empfindlich und schmerzt aufgrund der neuen und sehr veränderten Lage im Kiefer, so dass die Zunge jetzt natürlich über andere Stellen der Bänder reibt und sich daran erstmal gewöhnen muss.

Mobilität der Zunge, obwohl ich den Mund noch nicht mal weit genug aufbekomme um sie wirklich rauszustrecken, ist hervorragend und sehr viel besser als davor.

Ich hatte mir vor einigen Jahren schon einmal das Zungenbändchen durchtrennen lassen, wobei damals offensichtlich gepfuscht wurde. Denn statt es wirklich zu durchtrennen wurde es nur "angeschnitten" - als ich daraufhin den Arzt angesprochen hab meinte dieser, dass das bei mir eben so sei, weil die Zunge so weit mit dem Zungenboden verwachsen wäre.

Absoluter und vollkommener Blödsinn. Keine Ahnung was der Kerl damals gemacht hat, aber mein KFC meinte schon, dass da sehr viel Narbengewebe wäre und dass das nicht vernünftig gemacht wurde. Jetzt ist es viel besser.

Weiche Sachen essen geht schon viel besser und gibt ein Stück Lebensqualität zurück - ich bin sehr hoffnungsvoll was die Heilung in den nächsten Wochen angeht.

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Update #2 - 27.07.12 - Besuch beim KFC

3. Kontrolltermin bei Dr. H

Wundheilung und Co. sehen sehr gut aus, leider war es doch zu früh um die Gummis rauszumachen.

Das ist mir allerdings schon im Verlauf der Woche beim Blick in den Spiegel aufgefallen - der Kiefer hat dagegen gearbeitet, so dass der Biss wieder etwas aufgegangen ist.

Allerdings hat sich das schon sehr verändert, als Dr. H nur eines der Gummis neu eingehängt hat - er meint, dass da nicht wirklich viel zu machen ist, aber eben gegen den Muskel gearbeitet werden muss, damit der sich permanent an die neue Situation gewöhnt.

Allerdings hat er die Gummis jetzt irgendwie "doppelt" eingehängt, von unten nach oben - muss ich mir heute Abend nochmal genau angucken, wenn ich die Zähne putze.

Sollte ich das aber nicht hinbekommen, oder der Schmerz zu groß sein, dann darf ich auch von oben nach unten einhängen, so wie ich es das letzte mal auch gemacht habe.

Momentan habe ich etwas, das ich nicht unbedingt als Schmerz beschreiben würde, auf der rechten Seite meines Kiefers.

Das scheint der Muskel zu sein, der sich gegen die neue Situation wehrt und das ist auch die Seite, wo ich eine ganze Weile einen stechenden Schmerz hatte, wenn ich den Kopf ungünstig gedreht habe o.ä.

Auch konnte ich überhaupt nicht auf der rechten Seite schlafen.

Jetzt ist da so ein merkwürdiges Gefühl zwischen Drücken, Ziehen und Kribbeln und es scheint eben der Muskel zu sein, der diese Signale aussendet und ich schließe aus ihnen, dass sich wirklich was tut.

Und das soll es ja auch.

Die linke Seite fühlt sich vollkommen normal an - da spüre ich von dem eingehängten Gummi überhaupt nichts.

Durch die neu eingehängten Gummis ist das Sprechen jetzt wieder schwieriger, weil die eben nochmal straffer sitzen, aber ich habe mir nach dem Besuch in der Praxis beim Burger King etwas zu trinken gekauft und wurde auf Anhieb verstanden - SO schlimm scheint es also nicht zu sein.

Überhaupt tut sich ziemlich viel am Mundgefühl.

Bis vor ein paar Tagen hat sich der ganze Mundraum noch total komisch angefühlt, weil ich irgendwie kaum Gefühl an der Gaumendecke hatte und auch die Zunge war noch etwas taub, aber das ist mittlerweile viel besser.

Ich weiß jetzt wieder gut wo meine Zunge liegt - in der Zeit der Taubheit hatte ich Angst, dass sich meine Zunge eine falsche Lage im Kiefer angewöhnen könnte (es hat sich zeitweise so angefühlt, als würde sie gegen die Frontzähne drücken und im Unterkiefer liegen - was ja das schlechteste ist, was sie tun könnte), aber das hat sich zum Glück nicht bestätigt.

Sie dockt ganz normal am Gaumendach an - puh!

Auch schlucken und sprechen tut nicht mehr weh - die Zunge hat sich durch die veränderte Lage an den Zahnspangen-Bändern der Backenzähne aufgescheuert, was sehr schmerzhaft war. Das hat sich inzwischen gegeben - alles normal.

Ich darf noch immer nichts kauen, für das Essen bedeutet das also:

Milchshakes, Kakao, Brei und sehr weich gekochte Nudeln, die ich einfach so schlucke. Man gewöhnt sich dran und hungern muss ich zum Glück nicht, das war in der Anfangszeit sehr viel schlimmer, weil ich so enorme Probleme mit dem Schlucken hatte.

Wie ich schon in einem anderen Thread hier im Forum erwähnt habe hat sich irgendwas bei meinen Geschmacksnerven getan.

Manche Dinge schmecken ganz anders als vor der OP, z.B. Vanillepudding empfinde ich inzwischen als sehr viel süßer, Eis schmeckt intensiver, Eistee und selbst die Mundspüllösung schmecken anders.

Es ist nichts was negativ oder schlecht wäre, aber es ist verwunderlich. Mal schauen ob das bei anderen Dingen auch der Fall ist und ob sich das im Laufe der Zeit (zurück)verändert.

Nachdem ich die zweite Flasche mit Hexoral verbraucht habe spüle ich jetzt wieder mit normaler Mundspüllösung.

Zähneputzen mit elektrischer Zahnbürste (sanfter Modus) geht sehr gut, bis auf die Kauflächen der Backenzähne, was auf die Mundöffnung zurückzuführen ist. (Die liegt ohne Gummis irgendwo zwischen 1,5cm-2cm)

Deswegen benutzt man schließlich die Mundspülung und ich darf ja ohnehin nichts kauen.

Durch das Spülen mit Hexoral haben sich die Zähne etwas verfärbt, aber das geht ja zum Glück durch die PZR wieder weg.

Aktueller Stand des Taubheitsgefühls:

Von der Unterlippe bis zum Kinn (beide Partien eingeschlossen) komplett taub - ich habe beim Rasieren am Kinn allerdings schon die Idee von einem Gefühl gehabt.

Kleinere Stellen unterhalb der Nase taub, linker Nasenflügel taub.

Außerdem (und das ist wohl mit das schlimmste) habe ich ständig das Gefühl "eingeschlafener Füße" in der tauben Region - sprich es prickelt und das praktisch permanent.

Gerade Abends ist das Gefühl teils so intensiv, dass es bis knapp unter meine Augen ausstrahlt - es ist nicht schmerzhaft und auch nicht besonders unangenehm, aber man kann es nicht ignorieren.

Es sorgt dafür, dass ich immer noch ziemliche Schwierigkeiten mit dem Einschlafen habe.

Laut KFC ist das aber ein sehr gutes Zeichen, dass sich der Nerv regeneriert und dass ich froh darüber sein könnte - und ganz ehrlich: besser so, als dass der Nerv verletzt worden wäre und sich gar nichts tut, die Zeit muss ich eben irgendwie überstehen.

Aktueller Stand der Schwellung:

Stagniert seit mehreren Tagen.

Es ist nicht so schlimm, dass ich angestarrt (oder auch nur länger angesehen) werden würde - war heute über 2 Stunden mit Bus und Bahn unterwegs, aber gerade für mich ist mein Gesicht immer noch merklich geschwollen.

Merke ich vor allem an den Wangen, weil die Bänder im Oberkiefer an den Wangeninnenseiten reiben, wenn ich gähne oder grinse. Tut nicht unbedingt sehr weh, ist aber auch kein angenehmes Gefühl.

Laut Aussage von meinem KFC aber völlig normal.

Nächste Woche soll der vorläufig letzte Kontrolltermin sein und unter Umständen müssen mit leichter Betäubung die Fäden gezogen werden, die sich bis dahin nicht selbst aufgelöst haben.

Dann entscheidet Dr. H auch, ob meine Kieferorthopädin endlich ran darf.

So merkwürdig wie es klingt:

Ich will unbedingt wieder zu meiner KFO, weil jeder Termin der jetzt ansteht das Ende der Behandlung ein Stück näher bringt.

Allen Post-OPlern und solche die es noch werden sollten alles gute und wir lesen uns voraussichtlich wieder in einer Woche! :)

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Update #3 - 02.08.12 - Besuch beim KFC

4. Kontrolltermin bei Dr. H (und vermutlich das letzte Update in diesem Thread, weil das ganze damit wohl abgeschlossen ist)

Wieder sehr unspektakulär.

Im Stuhl platz genommen und Dr. H hat sich alles nochmal angesehen - Zahnstellung und die Wunden.

Die eine Woche die ich die Gummis brav 22+ Stunden am Tag getragen habe, hat bereits wieder alles 'gerade gerückt' und meine Anweisung bis auf weiteres lautet sie weiter zu tragen. Knöchern ist der Biss vollkommen in Ordnung, das ist jetzt nur noch eine Sache von den Muskeln.

Wunden alle gut verheilt und da mich die Fäden nicht sonderlich stören habe ich auf das Ziehen verzichtet. Ich habe extra nochmal nachgefragt wie das mit dem 'verwachsen' ist, ob das Probleme geben könnte und ob man sie deswegen vielleicht doch rausmachen sollte, aber Dr. H meinte es wäre alles in Ordnung und sie würden eben von selbst rausfallen, ohne dass da was passiert. Hoffen wir mal, dass es auch wirklich so ist.

Mundöffnung beträgt momentan ziemlich genau 2cm, was innerhalb von 4 Wochen ziemlich ordentlich ist, wenn ich das so mit den Werten hier im Forum vergleiche.

Schwellung immer noch latent vorhanden, aber es tut sich laaangsam was - kann sich nur noch um Wochen/Monate/Jahre handeln. :biggrin:

Taubheit ist immer noch wie im letzten Post beschrieben vorhanden - aber etwa bei einem Kniff in die Unterlippe spüre ich etwas mehr als nur Druck, also das kommt auch langsam zurück.

Zahnfleisch ist immer noch komplett taub - da merke ich beim Zähneputzen überhaupt nichts.

Reden hört sich immer noch komisch an - ich kann mich inzwischen klar verständigen und laut Aussagen aus meinem Umfeld versteht man mich auch wirklich gut, aber es ist eben hörbar, das "irgendwas" mit meinem Mund ist - meine Mutter meinte es hört sich ein bisschen so an wie nach einer Weisheitszahn OP.

Eine kleine Hiobsbotschaft ist, dass meine KFO zur Zeit im drei Wöchigen Praxisurlaub ist - das hätte vom Timing natürlich schlechter nicht sein können. Gerade jetzt könnte es mit der Behandlung weiter gehen... ich habe dort eine Nachricht hinterlassen und nachgefragt, ob ich zwischenzeitlich zu jemand anderem gehen soll und mir wurde gesagt, dass Dr. V mich zurückrufen wird. Darauf warte ich momentan.

Kauen darf ich jetzt, also nach 4 Wochen, wieder weiche Sachen.

Nudeln, Pommes, Toastbrot, Croissants, Kartoffeln... solche Dinge eben.

Wobei ich sagen muss, dass es sich äußerst komisch anfühlt, als hätte ich das Kauen verlernt. Ich weiß nicht wirklich wie fest ich zubeissen kann und wie genau ich die Kiefer bewege, wie ich das Essen gut von einer Seite auf die andere bekomme und... es ist einfach nur merkwürdig, wo sich jetzt alle Zähne richtig berühren. Ich denke aber, dass das mit der Zeit und mit Übung wiederkommt.

Eine Offenbarung:

Von einer Toastbrotscheibe abbeissen. So richtig abbeissen.

Durch meinen offenen Biss war das vorher praktisch ein Ding der Unmöglichkeit (die Scheibe hat locker zwischen die offenen Zähne gepasst, es war also mehr ein abreissen, als ein abbeissen) und jetzt... wow. :)

Da dies vermutlich mein letztes Update ist möchte ich ein kleines 4 Wochen Fazit schreiben:

Die OP ist hart und eine große Veränderung.

Die Zeit im Krankenhaus und die ersten 1-2 Wochen nach der OP fand ich absolut schrecklich - es war schlimm so viele Probleme beim Schlucken zu haben, dass selbst das Schlucken einer Antibiotika Tablette eine Herausforderung war und man nicht mal richtig trinken konnte.

Dazu das stände und übermäßige Sabbern, das Gefühl das man ständig "den Mund voll" hat. Das Schnäuzverbot und damit die ständig blockierte Nase, die das Atmen sehr erschwert hat (mit offenem Mund atmen ist eher suboptimal -> Sabber-Fluss ;) ).

All das war schlimm und unangenehm. Die Schmerzen haben sich zum Glück in Grenzen gehalten und am unangenehmsten war nachts wirklich das ständige Kribbeln vom Kinn bis zu den Augen, das nicht weh getan hat, aber doch einfach total anstrengend, weil man es nicht ausblenden konnte.

Wenn man erstmal wieder vernünftig trinken und zumindest nicht mehr nur auf Flüssignahrung angewiesen ist, verbessert sich die Lebensqualität um gefühlte 300%.

Auch das Sabbern wird nach den ersten 2 Wochen immer besser, bis es irgendwann aufhört.

Ich bin froh diesen Schritt gemacht zu haben, auch wenn es ein schwerer Schritt war.

Hoffentlich ein mal und nie wieder :)

Viel Glück und Erfolg euch allen.

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Hallo Anazei,

Ich war auch vom 27.9. -02.10 12 in der Sanaklinik München und wurde auch von Dr. H operiert.

Dr . V . ist aber nicht zufällig in WM ?

Gruß Christian

hat sich erledigt habe gerade in deinem Profil gesehen- das gleich Duo wie bei Mir .

Die zwei sind echt gut.

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Echt ganz toller Op-Erfahrungsbericht!!!!! Hab ihn leider erst jetzt gelesen ;)

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