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carwo

Oberkiefervorverlagerung 28.06.2010, Bundeswehrkrankenhaus Hamburg (OFA Dr. Dr. G****)

Hallo Zusammen,

auch ich möchte Euch von meiner Operation und dem Weg dorthin berichten. Im Alter von 12-14 Jahren befand ich mich das erste Mal in kieferorthopädischer Behandlung, welche mit Erfolg abgeschlossen wurde. Jahre später, mit ca. 22 Jahren, war dieser Biss nicht mehr vorhanden und auch optisch störte mich mein Unterbiss. Ich stellte mich bei einem Kieferorthopäden vor, der mir sofort offenbarte, dass eine feste Zahnspange und eine Operation unumgänglich seien. Nach reiflicher Überlegung entschloss ich mich für diesen Weg und wurde ca. 1 1/2 Jahre behandelt, ehe ich mich das erste Mal im Bundeswehrkrankenhaus Hamburg vorstellte. Die folgenden Details entnehme ich dem jeweiligen Ambulanzbericht, da die Erinnerungen nicht mehr zu 100% da sind.

19.04.2010 Ambulante Vorstellung BWK Hamburg

Diagnose: K7.2 Anomalie des Zahnbogenverhältnisse.

Befund: Schön ausgeformte Zahnbögen, Deutliche Mittellinienabweichung des OK nach links, Rücklage des Oberkiefers.

Therapie: Stationäre Aufnahme am 28.6.2010 zur Bimax ggf. auch nur OK-Vorverlagerung.

28.06.2010 Operation

Therapie: Le Fort-1-Osteotomie

Verlauf: Nach den notwenigen Voruntersuchungen erfolgte am 28.06.2010 o.g. Eingriff in komplikationsloser Intubationsnarkose. Unter einer Antibiose mit Augmentan und regelmäßigen Wundpflegemaßnahmen sahen wir einen verzögerten Heilungsverlauf. Am 2. postoperativen Tag kam es zu einer massiven Schwellung inklusive der Ober- und Unterlider. Die eingeleitete Diagnostik bezüglich einer möglichen Gerinnungsstörung hat keinen pathologischen Befund ergeben. Wir entlassen den Patient am heutigen Tag (07.07.2010) in die ambulante Betreuung.

19.07.2010 Ambulante Nachkontrolle

Anamnese: Patient klag noch über Taubheitsgefühl im Versorgungsgebiet des N. infraorbitalis.

Befund: Leichte Restschwellung und geringe Sklerahämatom beidseitig.

13.12.2010 Metallentfernung

Therapie und Verlauf: Entfernung des Osteosynthesematerials in komplikationsloser Intubationsnarkose. Patient wird am heutigen Tag (15.12.2010) in die ambulante Betreuung entlassen.

14.6.2011 Ambulante Wiedervorstellung

Anamnese: Patient stellt sich zur Nachkontrolle vor. Patient hat seit der Oberkiefervorverlagerung Missempfinden auf der linken Seite.

Befund: Oberkiefer links 2 minimal vorstehende Knochenkanten faziale KH-Wand links und Crista zygomaticoalv. links sowie störender Narbenzug nach Metallentfernung Oberkiefer-Vestibulum links.

Therapie: Wiedervorstellung zur modellierenden Osteotomie beidseitig sowie Narbenlösung in lokaler Anästhesie.

06.09.2011 Ambulante Operation

OP: Lokale Anästhesie, Öffnung der alten Narbe, Glättung der Knochenkanten, Naht mit Vicryl

Das waren die wichtigsten Etappen. In der kommenden Woche werde ich mich erneut zum Krankenhaus begeben, da die Beschwerden nicht besser werden. Mein Gaumen ist immer noch sehr empfindlich. Zudem kommen unregelmäßige Schmerzen der linken Wangenseite. Ein mittlerweile durchgeführtes CT hat ergeben, dass die Knochensubstanz in Ordnung ist. Das innen liegende Narbengewebe stört, obwohl dies mit der Zeit besser werden sollte. Mehrere Besuche eines Osteopathen, der sich diesem Problem angenommen hatte, haben keine Besserung ergeben.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich 2 Jahre nach der Operation noch mit den Nachwirkungen zu kämpfen habe. In so manchem Moment habe ich mich gefragt, warum ich das gemacht habe und ob es das Wert war. Wenn ich dann in den Spiegel schaue und den nahezu perfekten Biss sehe, sage ich ja.

Alles Gute denjenigen, die den Eingriff noch vor sich haben!

Viele Grüße

Carwo

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Hallo Zusammen,

heute war ich nun zur Untersuchung im Krankenhaus. Das Ergebnis der Untersuchung hat mich doch überrascht. Leider nicht positiv…! Insbesondere mit der Nachricht, dass eine UK-Osteotomie sinnvoll wäre, habe ich überhaupt nicht gerechnet. Ich habe meinem Arzt, der auch damals meinen Oberkiefer operiert hat, wie im Ambulanzbericht beschrieben, von meinen Beschwerden berichtet:

Anamnese:

Patient stellt sich vor nach Oberkiefer-Vorverlagerung 06/2010 und ME 12/2010. Patient klagt immer noch über die störende Narbe OK links und einen „Gnubbel“ hinter dem linken Tuber. Bei maximaler Mundöffnung würde das Kiefergelenk aushaken. Beim Aufwachen steht der UK im Kopfbiss. Das Einnehmen der maximalen Interkuspidation ist nur mit Mühe möglich.

Befund:

Sehr große Mundöffnung mit Schnappen des rechten Kieferköpfchens über das Tuberkulum und spontaner Reposition. Der „Gnubbel“ ist am ehesten der Hamulus, der jedoch schmerzhaft und sehr prominent ist.

Empfehlung:

Vorstationär am … zur Erstellung der Planungsunterlagen. Stationäre Aufnahme am … zur Schienung OK und UK, vertikaler UK-Osteotomie bds., Abtragung Hamulus links und Narbenkorrektur OK.

Mein Chirurg meinte, dass Operationen am Kiefergelenk nicht üblich sind. Die Beschwerden sind bei mir erst nach der Ok-Vorverlagerung aufgetreten. Vorher hatte ich keinerlei Probleme mit dem Gelenk. Mit der UK-Osteotomie soll der Kopfbiss, der meist im Schlaf auftritt, behandelt werden. Zudem soll die OP das rechte Kiefergelenk entlasten.

Wie ihr sehen könnt, steht das Datum der OP noch nicht fest, weil ich mir Bedenkzeit erbeten habe.

Habt ihr Erfahrungen mit solch einem Beschwerdebild? Wie sah eure Behandlung aus?

Viele Grüsse

Carwo

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So, nun ist die Entscheidung gefallen. Ich folge dem Rat des Arztes und werde am 09.11.12 operiert. Jetzt hilft nur noch beten, dass die Entscheidung richtig war.

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Hallo Zusammen,

vorgestern war ich im Krankenhaus zur Planung der UK-Rückverlagerung. Geplant ist die Operation mit 2 Stunden und beatmet wird in dieser Zeit durch die Nase, damit Platz im Mund ist. Die Verlagerung beträgt ca. 2mm. Verwundert hat mich die Nachricht, dass keine Metallplatten verwendet werden. Da ich keine Zahnspange mehr habe, werden 2 Schienen (je 1 Ober- und Unterkiefer) angefertigt. Die Schienen werden mir vor der OP eingesetzt und sobald der Unterkiefer in der gewünschten Position ist, werden die beiden Kiefer miteinanderer verbunden. Das bedeutet, der Unterkiefer soll in der neuen Position anwachsen und zusätzlich das Kiefergelenk an die neue entlastende Position gewöhnen. Die Frage, wie lange der Mund "zugemacht wird" hat der Arzt mit ca. 3 Wochen angegeben. Zusätzlich werden Bänder eingehängt, um minimale Korrekturen der Zähne vorzunehmen, da eine erneute kieferorthopädische Behandlung nicht notwendig ist. Dann habe ich gefragt, wie lange ich denn ausfallen werde, weil ich beruflich viel Reden muss. Seine Antwort war, dass ich auf jeden Fall mit 6 Wochen rechnen soll.

Viele Grüße

Carwo

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Hallo Carvo,

mensch deine Gecshichte liest sich ja nicht so toll :-( ich hoffe mal ganz doll das es dann jetzt klappt und Du nach der OP beschwerdefrei bist :-)

Drück Dir die Daumen. Aber drei Wochen den Mund zu machen.......wie sollst dich denn da ernähren? Durch ne Sonde?

Vg Tina

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Hallo Nina,

wenn ich das richtig verstanden habe sind in den Schienen kleine Löcher durch die man einen dünnen Schlauch schieben kann. Dadurch wird dann die Nahrung aufgenommen. Das Wort Somde ist nicht gefallen und das kann auch ruhig sol bleiben. 2-3 KIlo weniger schaden mir nicht.

VG

Carwo

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Hi carwo,

drücke dir die Daumen!

Bei mir steht nächstes Jahr auch eine OP an, voraussichtlich OK vv. Weisst du noch, um wie viele mm dein Oberkiefer damals vorverlagert wurde?

Herzliche Grüße,

blackbox

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Hallo blackbox,

dass kann ich dir leider nicht sagen. Wenn ich schätzen müsste, würde ich auf 5-7mm tippen. Nun wird der Unterkiefer noch um 1-2mm rückverlagert. Vielen Dank für das Drücken der Daumen :-)! Warte damit bitte noch bis zum 05.12.12! Mein OP-Termin wurde verschoben, weil bei mir gestern ein MRT gemacht wurde und da hat man fesgestellt, dass mit den Gesichtsnerven etwas nicht in Ordnung ist. Dies soll vor der OP erst von einem Neurologen abgeklärt werden.

Viele Grüße

Carwo

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Hallo Carwo,

Du scheinst auch zu den Leuten gehören, die bei allem möglichen und fast unmöglichem Sachen hier schreien :-(. Kann das Nervenproblem Deine sonstigen Probleme erklären oder ist es mehr eine zusätzliche Komplikation?

Alles Gute für Dich!

Irene

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Hallo Irene,

mein Beitrag gestern solte kein Schreien sein, sondern lediglich eine Antwort auf den Beitrag von blackbox. Zu welcher Art von Leuten??

VG

carwo

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Hallo carwo,

offensichtlich kann ich mich in weniger als 10 Zeilen (oder so) nicht klar ausdrücken :sad:.

Was ich eigentlich sagen wollte: Man hat den Eindruck, dass es Leute gibt, zu denen ich mich auch zähle, die es irgendwie schaffen, wenn es um das Verteilen von Krankheiten und Komplikationen geht (natürlich metaphorisch gemeint), die immer wieder "hier" schreien. Ich habe seit 2008 immer wieder mit unterschiedlichen, vor allem orthopädischen Problemen zu kämpfen gehabt, und habe deshalb von verschiedene Leuten zu hören bekommen (aber lieb gemeint), wenn wieder ein neues Problem auftauchte, dass ich nicht wirklich immer "hier" schreien muss.

Wenn ich mir Deine Geschichte anschaue, scheinst Du auch alles mögliche mitzunehmen und das jetzt noch womöglich ein Nervenproblem dazukommt, hätte ja nicht wirklich sein müssen, das meinte ich mit "hier schreien". Nicht dass Du in irgendeiner Form in Deinem Beitrag geschrieen hättest, Du machst eher eine ruhigen Eindruck.

Ich hoffe, ich habe mich jetzt etwas klarer ausgedrückt.

Irene

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Hallo Irene,

jetzt habe ich es.. ;-)! Den ersten Beitrag habe ich tatsächlich falsch verstanden. Dachte schon, dass meine Beiträge zu übertrieben und "weinerlich" dargestellt sind, wobei ich immer versucht habe neutral zu schreiben. Deshalb habe ich auch die Ambulanzberichte genommen bzw. die Aussagen der Ärzte verwendet. Ich zähle mich aber zur gleichen Art "Patient", wie du dich selber siehst. Ich wäre nicht böse, wenn das eine oder andere Probleme an mir vorbeigangen wäre.

VG

carwo

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Hallo Tiefbiss,

dass kann ich dir leider nicht beantworten. Das MRT wurde am Montag gemacht und der Termin beim Neurologen ist nächste Woche. Der Radiologe sagte lediglich, dass ich mich bei einem Neurologen vorstellen soll und er fragte noch, ob ich schon einmal im Kopfbereich operiert worden bin, ohne das er vorher von den Eingriffen im Kieferbereich wusste. Auf der Überweisung, die mein Hausarzt ausgestellt hat, war lediglich der Vermerk "Gefühlsstörung linke Gesichtshälfte".

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