grissi

Zahnengstand im OK, Extraktion erforderlich?

Liebes Forum,

seit einiger Zeit lese ich interessiert hier mit, und habe auch schon alle Beiträge zu meinem Thema druchforstet. Nun habe ich mich selbst für eine KFO Behandlung entschieden und stehe knapp vor dem Start.

Um endlich loslegen zu können, bräuchte ich allerdings unbedingt Ihre/Eure Hilfe, dazu kurz meine Vorgeschichte:

Die Diagnose lautet folgendermaßen:

  • maxilläre Retrognathie -1mm
  • mandibuläre Retrognatie -9mm (mein UK liegt also um 8mm hinter dem OK)
  • Angel Klasse II (rechts 3mm, links 5mm)
  • Zahnengstand im OK (hier fehlen 11mm) und im UK (hier fehlen 4mm)

Ich war bei einigen KFOs mit zum Teil sehr unterschiedlichen Behandlungsplänen, die es für mich sehr schwer machen, mich zu entscheiden.

Die zwei Hauptalternativen sind:

  1. Extraktion der 2 kleinen Backenzähne im OK, feste Zahnspange, Klassenkorrektur mit Gummis)
  2. Ausformung des OK ohne Extraktion, feste Zahnspange, Aufbisse an den Backenzähnen und Gummizüge

Meine Hauptfrage daher an Sie/Euch:

Ich möchte verhindern, dass mir gesunde Zähne gezogen werden andererseits scheint mir der Platzmangel im OK von 11mm doch etwas viel, dass es ohne Zähneziehen gelingen könnte. Ein KFO meinte, die Chancen dafür stehen gut, ein anderer meinte, ohne Zähneziehen hätte ich keine Chance.

Ich möchte hier weder vorschnell mich für das Zähneziehen entscheiden noch möchte ich riskieren, dass der Platz ohne Extraktion und nur mit Zahnspange dann doch nicht ausreicht. Außerdem stelle ich mir einen Aufbiss unangenehm vor.

Eine OP kommt für mich übrigens nicht in Frage, diese wurde auch nur von einem KFO, den ich kontaktiert hatte, in Erwägung gezogen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr mir hier weiterhelfen könnt, ich bin nämlich ziemlich ratlos L

Übrigens: Bin fast 40 – also längst ausgewachsen ;-)

Vielen lieben Dank schon mal vorab,

Grissi

PS: Tolles Forum!!!

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Hallo Grissi,

verstehe ich das richtig, dass bei den beiden Alternativen letztlich nur der verwendete Brackettyp ein anderer ist? Denn beide KFO wollen ja mit festsitzender Zahnspange und Gummizügen arbeiten.

Bei mir geht es auch um Platzschaffen zu einem ausgeformten OK-Rundbogen und wir versuchen das mit den sog. Damon-Brackets, die ich wirklich nur empfehlen kann. Nach Aussage meiner KFO lässt sich damit häufig auch ein Zähneziehen vermeiden. Vielleicht ist das ja auch für Dich eine Möglichkeit?!

Viele Grüße

Alex

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Hallo Alex,

danke für Deine Antwort. Ja, beide KFO wollen festsitzend und mit Gummizügen arbeiten. Der eine KFO, der davon überzeugt ist, ohne Extraktion auszukommen, arbeitet mit dem Damon System, der andere KFO arbeitet auch mit selbstligierenden Brackets (ich vermute In-Ovation), sagte aber, dass ich ohne Extraktion keine Chance hätte, weil im OK deutlich zu wenig Platz ist.

Dieser KFO fügte sogar noch hinzu "Lassen Sie sich nicht einreden, dass das ohne Extraktion klappen könnte", was mich noch zusätzlich verunsichert hat. Andererseits ist der KFO mit dem Damon System überzeugt davon, dass eine Extraktion aller Voraussicht nach nicht erforderlich ist.

Was ich nicht möchte ist, dass möglicherweise bei der Zahnstellung dann etwas geschummelt wird, nur um mit dem Platz auszukommen, andererseits möchte ich auch nicht vorschnell zwei gesunde Zähne opfern.

Daher bin ich im Moment ziemlich ratlos :-(

Bin daher für jede Hilfe dankbar.

Grüße,

grissi

PS: Hat jemand mit so fest einzementierten Aufbissen an den Backenzähnen Erfahrung?

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Hey ich hatte im uk je auf den vorletzten Backenzähnen aufbisse, am Anfang waren die schon störent aber nach paar Tagen gehörten die da zu

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Hi Mimi

konntest du mit den Aufbissen normal sprechen oder ging das nicht so gut?

Danke und Gruss,

grissi

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hey,

habe auch Aufbisse auf den 6er zwar im OK aber das ist ja das selbe also die ersten tage waren schon ungewohnt, aber da du ja auch die Zahnspange und so hast fallen die gar nicht mehr groß auf in deinen Mund da du so viel ungewohntes hast woran mann sich jedoch schnell gewöhnt :) sprechen hatte ich leichtes lispeln aber eher durch die Spange als durch die Aufbissen aber auch das vergeht ganz schnell wieder, das einzigste womit ich Anfangs Probleme hatte, war das kauen vor allen von kleinen sachen aber mitlerweile ist das ganz automatisiert wie ich ambessten kaue :)

also viel glück und solche Aufbisse sind echt ganz harmlos finde ich zumindestens :)

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Hallo Forum

Ich bin echt am Verzweifeln und brauche dringend nochmal eure Hilfe. Selbst nach dem ich sämtliche Beiträge zu den verschiedenen Themen hier im Forum gelesen hatte, blieb meine große Verunsicherung.

Meine Fragen, mir der großen Bitte um Antworten:

- Lässt sich bei einem Zahnengstand im OK von 11mm eine Zahnextraktion vermeiden?

- Kann ein um 8mm zurück liegendes UK nur mittels Gummizügen zumindest etwas nach vor geholt werden? (Eine OP kommt für mich nach wie vor nicht in Frage)

Ich habe bereits so viel über vorschnelle und eigentlich unnötige Zahnextraktionen gelesen, dass ich mittlerweile nicht mehr sicher bin, ob das die richtige Therapie in meinem Fall ist. Fünt KFOs gaben mir bisher 5 verschiedene Antworten :-(

Danke schon mal vorab und Gruß,

Grissi

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Hallo Grissi!

Die Tatsache, dass du von 5 KFOs nun schon 5 Meinungen gehört hast, zeigt ja, dass du kein "eindeutiger" Fall für irgendwas bist. Das heißt, dass anscheinend sowohl OP als auch Extraktion nicht zwingend "die einzig richtige Therapieform" sein können.

Bezüglich der Extraktion ist zu sagen, dass es natürlich nach Möglichkeit (!) immer zu vermeiden ist, andererseits aber halt irgendwo auch Grenzen liegen. Andere Wege (GNE, exzessives Slicen, Überkippen der Zahnbögen) sind auch nicht immer besser, sondern birgen auch ihre Risiken. Man kann den Platz halt nicht herzaubern. Und dann muss der KFO halt mit seinem Fachwissen prüfen, welches in deinem speziellen Fall das geringste Übel ist. Das kann bei jedem anders sein.

Ähnliches gilt für die OP: Möglicherweise geht es auch mit Gummizügen. Die Frage ist, wie weit. Und ob es dann auch dauerhaft hält. Auch hier gibt es halt Grenzen. Manchmal sind es die Risiken der OP halt wert, manchmal nicht.

Fest steht, dass man halt an irgendeiner Stelle Opfer bringen muss. Der KFO kann ja keinen Platz herzaubern, oder den Kiefer in die richtige Position zaubern. Letztlich musst du dann wissen, welche Opfer du zu bringen bereit bist. Wenn Extraktion und OP für dich auf keinen Fall in Frage kommen, musst du halt mit anderen, eventuell (nicht sicher!) nicht gleich effektiven Wegen Vorlieb nehmen. Oder zumindest halt das Risiko eingehen. Jedenfalls hast du ja scheinbar die Auswahl an KFOs. Wenn es dir so wichtig ist, dann nimm den, der es ohne Extraktion und OP bereit ist zu versuchen.

Ich hoffe dir damit ein wenig geholfen zu haben.

VG

snoody

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Hi Grissi,

Wenn du Zahnextraktionen und OPs ablehnst, bleiben nicht mehr viele Möglichkeiten übrig. Wenn dein Kiefer zu klein ist für deine Zähne kann man da im Erwachsenenalter nur schwer etwas ändern. Wie Snoody schon gesagt hat, ist es auch eine Frage ob eine Kompromisslösung dann von Dauer ist.

Warum schließt du sowohl eine Zahnextraktion als auch eine OP aus? Eventuell hast du falsche Vorstellungen oder Ängste? Erzähl mal, dann können wir dir helfen.

Jeder muss für sich selbst entscheiden welchen Weg er geht. Aber wenn du aus falschen Gründen oder fehlender Infos diese Wege von vornherein ausschließt, würdest du dich vielleicht im Nachhinein ärgern.

lg

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bevor du dich für die extraktion entscheidest solltest du auch mit dem KFO darüber reden, welche auswirkungen das auf dein profil haben wird. zahnextraktion bringt zwar gerade zähne, kann aber bei ohnehin nicht sehr ausgeprägtem oberkiefer sehr sch... aussehen (eingefallene oberlippe, tiefe nasolabialfalten).

das hängt auch von deinem momentanen profil und der lage der kiefer ab, ich will also nicht sagen dass das so sein wird. nur dass du's bedenken und besprechen sollst, insbesondere falls es bei dir auf eine entscheidung zwischen extraktion und OP hinaus läuft.

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Hallo,

vielen Dank für eure Kommentare. Das mit der Profiländerung ist tatsächlich etwas, was mich am meisten beschäftigt. Mein KFO meint, dass die Änderung so minimal sein wird, dass man es nur im direkten Fotovergleich sehen wird. Ich habe ihn auch darauf angesprochen, ob nicht auch die Backenzähne nach vorne geholt werden könnten, anstatt die Frontzähne etwas nach hinten zu verschieben, worauf er meinte, dass dies keine Option sei.

Hätte ich die Gewissheit, dass es tatsächlich zu keiner merkbaren Änderung am Profil kommt, wäre für mich die Extraktionsvariante eine durchaus nachvollziehbare und vorstellbare Variante. Bei meinem Engstand fällt es mir schwer, gänzlich ohne Zähneziehen auszukommen, denn irgendwoher muss der Platz ja kommen und 11mm kommen mir schon recht viel vor.

Frage an die Experten: Würde sich das Profil im OK nicht noch viel deutlicher ändern, wenn der Zahnbogen ohne Zähneziehen ausgeformt wird (weil dieser dann ja größer sein muss, um alle Zähne unterzubringen)?

Danke nochmal!

Gruß,

Grissi

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Hallo Crissi,

sollte die Frage nicht lauten haben meine Zähne im OK noch genügend Kieferknochen bei einer maximalen Ausformung um alle Zähne unterzubringen?

Grüße

Thomas

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Eher nicht - 11mm Differenz sind da mit Sicherheit zuviel. Selbst mit einer Distalisation der Eckzähne bekommt man das nicht hin, von der (wahrscheinlich) eher kurzen Knochenbasis mal zu schweigen.

P.S.: Mich würde da echt mal die Platzberechnung des KFO interessieren. ;-)

vg

Progi

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