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Serenissima

Metallentfernung ME in Bad Homburg am 7.8.2012

Hier kommt mein kleiner Bericht zur ME in der letzten Woche. Ich kann es kaum glauben, dass nun alles vorbei ist. Vor 2 Jahren war ich das 1. Mal in der Praxis von Dr. K. In der Zwischenzeit hatte ich eine GNE und dann eine Bimax mit Genioplastik.

6.8. - Aufnahme

Gegen Mittag mußte ich mich in der Praxis von Dr. K. einfinden, um letzte Details für die ME-OP zu besprechen. Dr. K. war allerdings nicht anwesend, weil die kleineren Eingriffe (GNE / ME) ohnehin von Dr. Sch. vorgenommen werden.

Überraschenderweise ging es danach nicht in die Hochtaunus-Klinik, sondern in die Tagesklinik, die neben der Praxis liegt. Die Zimmer dort sind sehr viel schöner und größer und ich hatte Glück, dass ich allein in einem Doppelzimmer untergebracht war! :658: Auch die Schwestern dort sind sehr viel entspannter und total lieb!

Nach einem kurzen Gespräch mit der Anästhesistin konnte ich für den Rest des Tages noch die City gehen, um ein letztes appetitliches Mahl einzunehmen...

7.8. - OP

Morgens war ich relativ früh wach. Dann wartete ich auf eine Schwester, die mir sagt, wann ich dran bin und mir die LMAA-Tablette zu bringen. Man hatte mir nur tagszuvor angedeutet, dass ich die 4. sein würde. Es wurde immer später, ohne dass irgendjemand erschien, also zog ich mir gegen 8:00 Uhr einfach schon mal die sexy OP-Klamotten an. Das war eine gute Entscheidung, denn plötzlich stand eine Schwester im Zimmer, die mich abholen wollte. Die Tablette gab es nicht, weil man zu Fuß in die untere Etage marschieren mußte, wo sich der OP befindet. Dort mußte ich mich auf den OP-Tisch legen und wurde entsprechend vorbereitet: EKG-Kabel, Tropf, Haarnetzt etc. Auch die OP-Schwestern waren sehr nett und versuchten einen durch Small-Talk abzulenken. Dann kam die Anästhesistin und fing mit der Narkose an. Ich juß allerdings sagen, dass ich noch nie so eine schlechte Narkose hatte. Sie spritzte das Narkosemittel nicht direkt in die Handkanüle, sondern oben in den Tropf, so dass alles langsam durch einen Schlauch nach unten floss. Das war unschön, weil der Effekt dann auch sehr langsam einsetzte und ich merkte, wie ich immer schwerer atmen konnte und schon Panik bekam. Als ich dann endlich die Sauerstoffmaske aufgedrückt bekam war ich sehr froh und dann war ich auch schon weg.

Die anderen Narkosen waren ganz anders und alles ging viel schneller. Ich weiß auch nicht, was da los war....

Die OP dauerte so ca. 40 Minuten, Als ich wieder erwachte hatte ich ziemliche Schmerzen und lies mir ein Schmerzmittel geben. Es wirkte dann auch sehr gut! Ich habe keine anderen Schmerzmittel benötigt. Allerdings war ich noch einige Stunden total abgeschossen von der Narkose und das Schlimme war, dass ich die Atemeffekte immer noch hatte. Es fühlte sich so an, als würde die Atmung nicht mehr automatisch ablaufen, sondern als müsse ich sie bewusst steuern. Das hat mich etwas in Angst versetzt, aber es wurde dann im Laufe des Tages immer besser. Natürlich muß das bei Euch nicht so sein. Ich kenne diese Symptome auch nicht von den vorangegangenen OPs....

Schon nachmittags habe ich ein mitgebrachtes Baby-Gläschen verspeist und ein 1. kurzes Telefonat geführt. Mir ging es gegen Abend richtig gut und ich bin auch schon viel rumgelaufen. Ein Kühlgerät gibt es dort übrigens nicht. Stattdessen bekam man eine Nierenschale mit Eiswürfeln, in der man so eine Art Stoffstreifen reinlegen mußte, die dann um den Kopf gebunden wurden. Das war eine nasse Angelegenheit, hatte aber auch den Vorteil, dass man nicht ans Bett gefesselt war, wie mit dem Kühlapparat!

Später kam dann noch Dr. Sch. und sagte, dass alles gut verlaufen sei. Leider war mein "Altmetall" im OP verschwunden. Irgendjemand hat es wohl versehntlich weggeschmissen, jedenfalls ist es nicht mehr aufgetaucht! :sad:

8.8.

Der Tag stand unter dem Motto "Kühlen & Langweilen". Dazwischen "lecker" Essen und kleine Spaziergänge im Aussenbereich. Ich hatte keine Schmerzen und fühlte mich recht fit. Ein kleiner Besuch in der nahegelegenen Praxis bestätigte, dass alles ok ist. Auch die Schwellung hielt sich in Grenzen...

***Kleiner Tipp für die Mädels: Falls Ihr es irgendwie beeinflussen könnt, versucht die OP so zu legen, dass sie 1-2 Wochen nach Eurer Periode stattfindet. Meine Erfahrungen haben gezeigt, dass die Schwellungen dann deutlich geringer ausfallen!!!***

9.8. - Entlassung

Am Morgen war schon sehr früh Visite, da man zeitig das Zimmer räumen sollte. Dann ging es noch kurz in die Praxis rüber, bevor ich dann gegen 10 Uhr selbstständig meine 200 km-Rückfahrt (Auto) bewerkstelligt habe.

Mittlerweile sind 3 Tage vergangen und ich fühle mich ganz gut. Schmerzen habe ich fast gar nicht und ich kann vieles schon wieder essen - also keine wochenlange Breikost! Jeden Morgen mache ich 15 Minuten Lymphdrainage - das kann man problemlos selber machen. Die kleinen Schwellungen gehen zusehens zurück. Natürlich ist man noch etwas schlapp von der OP, aber mit der Bimax ist es selbstverständlich nicht zu vergleichen. Ich habe auch das Gefühl, dass meine Missempfindungen im Kinnbereich abgenommen haben, die ich vorher sehr unangenehm empfand. Meine Nase und ein Teil der Oberlippe sind nun erstmal wieder taub, aber die Erfahrung hat ja gezeigt, dass sich das auch wieder legen wird. Kinn und Unterlippe sind ja seit 9 Monaten empfindungsgestört, so dass es an der Stelle nur besser werden kann. Das Kinn war übrigens innen ziemlich vernarbt, weshalb es sich bei der Mimik immer steif angefühlt hat. Dr. Sch. hat das Narbengewebe weggeschnitten, aber es kann natürlich wiederkommen - dann kann man noch mal nachkorrigieren, was wohl keine große Sache sein soll......

So, das war's :572:

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Herzlichen Glückwunsch, dass alles vorbei ist und vielen Dank für den Bericht. Wie lange bist du denn jetzt krankgeschrieben? Hast du noch ne Zahnspange?

Ich freu mich auch sehr drauf, wenn ich mal alles hinter mir habe, aber bin erst 4. Woche post bimax...

Viele Grüße

Leilani

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Hi serenissima !

Es freut mich riesig von dir zu hören. Schoen, das alles gut gelaufen ist. Ich wünsche dir gutes Abschwellen u beste Erholung. Wie lange bist du krank geschrieben ?

Lieber Gruss

Anuschka

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Vielen Dank, Ihr Lieben! Ich bin auch froh, dass ich es hinter mir habe!!! :180:

Komme gerade vom Zahnarzt, der meine Nähte kontrolliert hat und es ist alles ok! Ich bin bis zum 17.8. krankgeschrieben!

@ Leilani:

Du hast ja immerhin das Schlimmste schon überstanden! Ich hoffe, es geht Dir schon einigermaßen gut und Du hast keine Schmerzen!!! Meine Brackets habe ich 4 Monate nach der Bimax rausbekommen! Gottlob! Habe nur noch Retainer, die aber gar nicht stören!

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Danke für deinen Bericht. Ich wurde auch in BH operiert (GNE und bald auch Bimax) und hatte auch diese miese Narkose, so dass ich mit Panik, dass ich ersticke, eingeschlafen bin. Das fand und finde ich immer noch im sehr "bescheiden". Schön, dass es dir so schnell besser ging.Ich hätte eine eigenständige Fahrt niemals hinbekommen :-o Meine Zimmernachbarin hatte auch eine ME. Die Menge an Metall war schon sehr beeindruckend.

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Hallo, bin an deinem Entlassungstag rein und hatte meine Bimax am drauf folgenden Tag. Jetzt hast du schon alles hinter dir und ich hoffe, es geht dir gut. Ich bin zur Zeit in einer Phase, welche mir sehr viel Geduld abverlangt. OP, Krankenhaus etc. Fand ich alles nicht so schlimm, bis auf die Megaschwellung und die blauen Augen mit den grün/gelben Wangen. Sah nur bescheuert aus,tat aber nicht weh. Jetzt habe ich aber seit einer Woche richtig Nervenschmerzen im Kinnbereich. Das brennt wie Feuer und ist sehr unangenehm, leider wirken auch keine Schmerzmittel. Vielleicht kônnen wir uns ja nochmal in Lüdenscheid treffen? Erst mal weiter gute Genesung!

LG

Barbara

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Hey, Alles gute, wie ich dich beneide!

Ich bin gerade erst durch die UKVV, also nicht so schlimm wie die Bimax, allerdings war meine schwellung vergleichbar :-D

Die Metallentnahme wird 3 Monate vor meiner Hochzeit stattfinden, ich gehe mal ganz positiv davon aus, dass dann keine schwellung mehr da sein wird.

Meinst du das ist realistisch?

Liebe Grüße, Marini

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@ Barbara: Super, dass Du es nun auch hinter Dir hast! Schmerzen im Kinn hatte ich auch in der Woche nach der Bimax. Habe Voltaren-Zäpfchen genommen und nach ein paar Tagen war alles gut. Schmerzen sind zwar auch nicht angenehm, aber immerhin zeigt es, dass die Nerven noch funktionieren! ;-) Ist sicher im Moment ein schwacher Trost.....

Wünsche Dir gute Besserung + eine schnelle Heilung / Abschwellung!!!

@ Marini: Wie stark die Schwellungen sind, ist sehr individuell. Ich kann Dir nur 3 Tipps geben:

1. Verlege wenn nötig / möglich Deine Periode auf die Woche VOR der OP > prämenstruell neigt der Körper dazu Flüssigkeiten im Körper zu binden

2. Lymphdrainage > kann man selbst machen! Immer schön von innen nach außen in Richtung Ohr streichen (15 Min. täglich)

3. Voltaren, evtl. als Zäpfchen wirken abschwellend

Ich drücke Dir die Daumen, dass zeitlich alles klappt! :-)

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Huhu Serenissima,

wie geht es dir mittlerweile?

Ich habe gestern beim KFC den Termin für die ME vereinbart..hi...dann kann ich beruflich besser planen....19.3.13....10 Monate nach der Bimax...denke passt.

Hattest du auch ne?

LG

Valli

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Hallo Valli,

habe leider immer noch Schmerzen im Kiefergelenk. Obwohl es langsam besser zu werden scheint. Habe am Freitag einen Termin beim Zahnarzt und werde ihn bitten, ein Röntgenbild zu machen. Ich will sicher gehen, dass dort keine Zyste ist oder etwas anderes, was dort nicht hingehört.

Meine tauben Stellen in Nase und Oberlippe sind zum Glück verschwunden - an Kinn und Unterlippe natürlich nicht :-(

Essen ist auch immer noch total schwierig, da es mit der Mundöffnung immer noch hapert. Ich muß mir eben alles sehr klein schneiden.

Schön, dass Du Deinen Termin hast. 10 Monate sind in Ordnung. Der eine, noch sehr junge Arzt wunderte sich über die "frühe" Entnahme, aber im Vergleich zu anderen finde ich es gar nicht früh. Es war ja auch alles super verheilt am Knochen. Dr. Sch. hatte jett schon Schwierigkeiten die Platten unten rauszubekommen - wie soll das erst aussehen, wenn noch mehr Zeit ins Land zieht?! Also 10 Monate sind vollkommen ok!

Werde mir jetzt gleich erstmal wieder ein paar Fäden ziehen.... :-)

LG, Serenissima

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Hi zusammen,

 

ich hab noch eine Ergänzung zur Narkose in BH in der TAgesklinik. Also meine Bettnachbarin und ich fanden sie super gut. Wirklich müsst euch keine Sorgen machen.

Natürlich verträgt sie jeder anders. Im Vorgespräch habe ich erwähnt, dass mir schnell schlecht wird und das haben sie bei der Narkose berücksichtigt.

Das war mir nur wichtig zu erwähnen. Ist natürlich wie gesagt, individuell aber es ist schade, wenn man sich deshalb unnötig Sorgen macht.

Auch danach war mich in keinster Weise schlecht oder ähnliches .....die körperliche Fitness im Vergleich zur Bimax ist da eine ganz andere...null Vergleich.

Bei der Bimax war ich wochenlang super schwach,,,hat mich echt geschlaucht...

So, ich habs gepackt und wünsch allen anderen alles Liebe, gute Nerven, Geduld und vor allem liebe Menschen, die euch begleiten während der ganzen Zeit...denn es ist kein Spaziergang und oft habe ich gezweifelt....aber ich bereue nichts und bin glücklich diesen Schritt gegangen zu haben.

Seid lieb gegrüßt und toi toi toi

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