Ini

Überlebt!!! Bericht von UK-Vorverlagerung

Hallo alle zusammen,

hatte am 27.07. meine UK-Vorverlagerung in der Uni Regensburg und seit gestern bin ich wieder zu Hause .... soooooo schön .... :-)))

Vorab: Es war nicht so schlimm, wie ichs mir ausgemalt hab.

Mein Bericht:

Da ich ein ziemlicher medizinischer Angsthase bin hab ich kurz vor der OP nur noch sporadisch (alle 10 min.) ins Forum geguckt um noch schnell alle Infos zu sammeln, die ich für mich für wichtig hielt.

Packliste, Medikamente vor der OP, Pille nehmen oder nicht, usw.

Am 26.07. wars dann soweit, ich musste in der Klinik so gegen 10 Uhr eintreffen. Da wurde mir dann mein Zimmerchen incl. Bettchen zugewiesen und auch gleich noch die OP Wäsche überreicht. Nachdem mir Blut abgenommen wurde (bäh, find ich ganz schlimm) und ich noch einige Fragebögen/Gesundheitsfragen ausfüllen musste, hieß es warten auf den nächsten Tag. Zum Glück hat mich mein Schatz noch besucht und beruhigt und über Nacht hab ich dann auch noch Schlafmittel und Beruhigungsmittel gekriegt sonst wär ich vermutlich aus dem Krankenhaus getürmt. Hatte einfach soviel Angst. Angst vor den Schläuchen, Angst, was alles nach der OP auf mich zukommen wird. Und Schmerzen im Hals haben sich auch noch eingestellt.

Am 27.07. morgens bin ich dann komischerweise relativ ruhig aufgewacht, hab gleich wieder ein Beruhigungsmittel verabreicht gekriegt und dann hab ich mich für die OP hergerichtet. Kaum zu glauben, bin 31 Jahre alt, aber mein Herzblatt hat mir bis zum OP-Saal die Hand halten müssen, früher hab ich ihn nicht losgelassen. Da haben mich dann wirklich sehr nette Leute empfangen, die mich beruhigt haben, mir gut zugeredet haben und mir zu aller Anfang erstmal eine kleinere Nadel in den Handrücken für die Nakose geschoben haben, bis ich weg war, um mir danach noch eine dickere im Schlaf zu setzen. Und wusch war ich weg.

Erinnern kann ich mich an den weiteren OP Tag nicht wirklich. Weiss nur noch, als ich aufwachte hat sich mein Schatz in den Aufwachraum gekämpft und mir gleich wieder die Hand gehalten, so hab ich ihm das Versprechen abgerungen. (ich fass es nicht, tststsss und das mit 31 Jahren, sonst bin ich wirklich nicht so labil) Da der 31.07. so heiss war, hat er während der OP einen Ventilator besorgt und über den Tag immer Kühlakkus gegen meine Backen gehalten. Hab die Schläuche aus dem Mund kaum realisiert, die waren wirklich dünn und die Ernährungssonde, die von der Nase rauskam auch nicht gespührt. Und zack war schon der nächste Tag angebrochen.

Frühmorgens hab ich dann schon ein wenig mitgekriegt, was da alles mit mir passiert ist. Die Schläuche aus dem Mund nervten, der Schlauch in der Nase störte eigentlich nicht so sehr, allerdings hatte ich immer noch Halsweh.

War aber sehr glücklich alles so gut weggesteckt zu haben, ohne Panikattacke usw. Die Krankenschwestern waren auch sehr sehr lieb und hatten für mein Gejammer, (bei jeder neuen Infusionsflasche, die mir angesteckt wurde, Trombosespritze oder bei den Ernährungsprozedere) viel Verständnis.

Am Samstag früh war dann Visite, wo beschlossen wurden, die Mund-Schläuche mit den tollen blutigen Gefäßanhängern kommen raus. Juhu, allerdings hab ich mich dran erinnert, das es im Forum ja bei einigen Weh tat. Gefühl hab ich im Mund/Lippen/Gesicht sofort wieder gehabt. Kein Taubheitsgefühl. Nichts. Und ... au Backe, das Ziehen der Schläuche war nicht schön. Aber auszuhalten. Und zum Glück auch gleich vorbei. Hatte wieder Glück mit einem verständnisvollen Arzt. Irgendwie war mein Weg gepflastert mit lauter lieben Leuten. Gott sei Dank.

Leider verging während der ganzen Zeit mein Halsweh nicht, so dass eigentlich die Nacht von Samstag auf Sonntag die einzige war, bei der ich nicht Schlafen konnte. Wegen dem blöden Halsweh. Am Sonntagmorgen hatte man mit mir dann ein Einsehen und das Ding wurde endlich gezogen. Und ich muss sagen, je mehr Dinger von meinem Körper wieder rausgezogen wurden, desto besser gings mir. Montag morgen kam dann letztendlich die letzte Infusionsnadel raus und jepp die OP ist somit für mich überstanden und wider Erwarten hab ichs überlebt.

Gestern durfe ich also wieder heim. Hab noch 2 Gummis reingekriegt, und nächsten Montag heissts Fädenziehen. Autsch.

Wegen dem Kühlen wollte ich noch anmerken, in der Uniklinik Regensburg gabs so Kühlgeräte, die mit Masken versehen waren, die hatte ich die ersten 3 Nächte dran, so dass mein Gesicht zwar angeschwollen war, aber nicht so schlimm, dass es nach Platzen aussah.

Und noch eine kleine Anekdote für diejenigen, die Angst haben, nach der OP andere mit geschwollenem Kopf zu erschrecken. Leider hab ich meinen Schatz die ersten 2 Tage so in Anspruch genommen, das er mich von berufswegen nicht gleich abholen konnte und ich mit Angehörigen einer "Mitinsassin" ein Stück mitfahren durfte. Abgesetzt wurde ich dann mitsamt meinen 2 Koffern auf denen ich sass, meinem OP-Teddybären (Geschenk) und meinem Riesenventilator im Hintergrund auf einem Park-und Ride-Platz. Und während ich da 10 Minuten warten musste, wollten mich 4 Leute mitnehmen!!! Also kanns nicht so fürchterlich ausgesehen haben. Allerdings als ich dann zu sprechen begann sind einige erschrocken, wegen den Gummis, die bei kurzem Hinsehen nach Vampirzähnen aussehen. .... einer wollte mir auch Strom für meinen Ventilator anbieten .... (wettertechnisch wars gestern eher regnerisch).

Also Kopf hoch Leute, der größte Angsthase aller Angsthasen hats überstanden. Ihr schafft das bestimmt ... vielleicht mit mehr Anstand und Würde wie ich .... :-)))

Liebe Grüsse, Ini

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Hallo Ini,

schön das du es überstanden hast. Da es bei mir auch in 6 Tagen so weit ist, machen mich solche Berichte jetzt umso mehr Mut. Ich hoffe, dass ich wie du auch auf so viele nette Menschen treffe. Ich bin schon auch ein großer Angsthase, und vor jedem Nadeleinstich zucke ich kurz zusammen, da würd ich mich freuen, wenn ich vom Arzt nicht noch n entnervtes Stöhnen bekomm.

Ich hoffe du schwellst weiter gut aub, jetzt ist es ja nicht mehr so heiß.

Bei der Situation die du beschrieben hast auf dem Parkplatz musste ich nur schmunzeln, ich konnt es mir so bildlich vorstellen.

Liebe Grüße und weiterhin gute Besserung, Andsche

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hi ini,

schön, daß du es überstanden hast. alles gute noch weiterhin.

lg janet

p.s. vllt kriegen wir auch noch bilder zu sehen?

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Ich hoffe, dass ich wie du auch auf so viele nette Menschen treffe.

Das wirst du. Die Schwester, die Ärzte, der Pfleger sind alle super lieb. Auch ich habe Angst vor Spritzen, und mein Freund musste imme schön die Hand her halten. Da wird das keine lernende Schwester machen, sondern eine gelernte. War bei mri auch so.

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Stimmt! Wenn die im Krankenhaus mitkriegen, das jemand mehr Angst hat dann kriegt man eine "Soft-Behandlung" und ein Anfänger wird da garnicht rangelassen. Jedenfalls hab ich die Erfahrung gemacht.

Werd noch Bilder einstellen, kann aber noch dauern, da mir momentan mein Equipment fehlt :-(

Abschwelltechnisch tut sich langsam was, aber da ich von vornherein nicht so schlimme Schwellungen hatte, ists nicht so wild, wenns ein wenig langsamer geht. Hab mich auf Schlimmeres eingestellt :-)))

Nochmal Danke an das Forum zum Mutmachen. Durch die ganzen Infos konnte ich doch sehr gut vorbereitet ins KH gehen und es kamen keine bösen Überraschungen auf mich zu.

Liebe Grüsse, ini

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Da wird das keine lernende Schwester machen, sondern eine gelernte. War bei mri auch so.

Letzte Woche war ich ja beim Blutabnehmen bei meinem Hausarzt. Darf eigentlich jede Arzthelferin Blutabnehmen, es kam mir nihct so vor als ob die was anderes gelernt hätte, sie meinte nur so: "OH, ich glaub, das könnte Blau werden???" Ey, mein Arm sieht aus, und ich hab extra gesagt, dass ich Angst hab, aber von Softbehandlung keine Spur, mein Arm ist blitztblau, zum Glück hab ich fürs Krankenhaus noch n 2ten Arm.

Aber danke, ihr macht mir Mut, dass es dort besser wird.

Naja, aber ich hab jetzt noch 3 Tage zusätzlich bekommen, bis dahin gehts wahrscheinlich wieder, aber dazu mach ich n extra Thread auf... Grüßle Andsche

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