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Würzl

Bimax am 16. 7. 2012 bei Prof. Lindorf im Klinikum Hallerwiese, Nürnberg

119 Beiträge in diesem Thema

So, kaum angemeldet, und schon kommt das erste Teilchen meines Erfahrungsberichts…

Zur Vorgeschichte:
Ich bin seit gut acht Jahren in kieferorthopädischer Behandlung und hatte bis jetzt vier herausnehmbare Spangen im OK, zwei feste im OK und eine feste im UK (grad also in beiden Kiefern feste drin). Mit der Zeit wurde aber klar, dass allein durch Verdrahtung nicht alles gerade gebogen werden kann.
Bereits vor ca. dreieinhalb Jahren stellte ich (bzw. meine Eltern) mich einem KFC vor, den auch mein KFO empfiehlt. Dieser hatte aber mal Mietprobleme mit meinem Onkel, mein Nachnahme passte ihm nicht und so benahm er sich entsprechend (Kiefer brechen *hrrrr*)
Im Frühjahr 2011 hatte ich dann den ersten Termin in der modern gestalteten Praxis eines renommierten Nürnberger KFCs (Prof. mit 3x Dr.), die Beratung durch die OP-Managerin war bei jedem der etwa vierteljährlich wahrgenommenen Termine extrem ausführlich und kompetent, mir sind bloß immer keine Fragen eingefallen.
Als ich dann ausgewachsen war und man mit der OP-Planung beginnen konnte, bekam ich glücklicherweise einen Termin zwei Wochen vor den Sommerferien (im Nachhinein das einzig Wahre!!!), denn ich wollte schulisch nicht so viel verpassen.
Der Prof. hatte vor, sowohl meinen UK nach hinten als auch meinen OK nach vorne zu setzten. Also war ich drei Wochen vor der OP beim Hausarzt, um meine Narkosefähigkeit überprüfen zu lassen, und siehe da: ich war *bumberlgsund* (= voll narkosefähig).
Beim letzten Termin in der Praxis (zwei Wochen davor) wurden dann noch Röntgenbilder und Abdrücke gemacht (sehr aufmerksam: man bekam gleich eine Zahnbürste, um dem Prof. den Anblick der in den Brackets hängenden grünen Masse zu ersparen wink.png sollten die beim KFO auch mal machen!), ich (bzw. mein Vater) konnte letzte Fragen stellen und danach gings noch kurz ins Krankenhaus (Hallerwiese, nicht weit weg von der Praxis) zum Narkosegespräch.

Soviel für jetzt, aber Fortsetzung folgt in bälde… icon_smile.gif

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…und da kommt auch schon der zweite Teil!!!

Sonntag, 15. Juli 2012 – Ab ins Krankenhaus…

Das letzte Wochenende vor der OP verbrachte ich hauptsächlich mit essen, essen, essen… Ich musste mir ja noch einen kleinen Winterspeck für die kommenden harten Zeiten zulegen. Außerdem hatte sich statt Nervosität das Gefühl eingestellt, zwei Wochen früher Ferien zu haben als alle anderen (nicht das schlechteste ;-)).

Am Sonntag Abend begleiteten mich meine Eltern so ca. um 18.00 Uhr ins Klinikum Hallerwiese. Dort bezog ich ein Zweibettzimmer, welches ich jedoch für diese Nacht noch allein bewohnte, zum Glück!

Auf dem Nachttisch waren schon ein paar verdächtig erscheinende Gegenstände bereitgestellt worden: ein Plastikbecher, gefüllt mit Spateln, kleinen und großen Plastiklöffeln und Strohhalmen, eine Flasche Hexoral Mundspüllösung und eine Nierenschale, in der meine Garderobe für den morgigen Tag aufbewahrt wurde (Thrombosestrümpfe, Netzunterhöschen und schön gemusterter OP-Kittel). Die nette Schwester erklärte mir, was ich morgen früh zu tun hatte und händigte mir ein Infoblatt des Operateurs (bzw. seines Teams) aus, wo die Verhaltensregeln für vor, während und nach der OP zusammengefasst waren. Auf dem Tisch lag der Speiseplan für die kommende Woche, klang gar nicht so schlecht, was die im Angebot hatten, nur würde ich wenig davon haben… :sad:

Das Abendessen war recht üppig, ich konnte sogar meine Eltern mit versorgen, bevor sie dann gingen. Jetzt hieß es erstmal, Zimmer (Klo stinkt) und Station erkunden. Dabei fiel mir auf, dass man für den Spind ein 1€-Stück braucht – ich hatte natürlich keins. Also mal Schwestern abklappern, hatten alle ihren Geldbeutel nicht da, konnten aber einen jungen (schon operierten) Kieferpatienten (GNE, glaub ich) auftreiben, der mir wechseln konnte.

Dann ab ins Bett und schlafen, ein letztes Mal auf der Seite…

Ist jetzt recht ausführlich geworden, obwohl noch gar nichts Ernstes vorgefallen ist...

Muss man ja nicht alles lesen, es geht bald weiter :smile:

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Hi!

Gleich mal ne Frage: Hattest du nach der Op die Thrombosestrümpfe und das Netzhöschen noch an!! Wichtiges Detail für mich...ich will da nicht irgendwo und irgendwie nackig herumliegen danach...

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Hallo Corina!

Also die Thrombosestrümpfe hatte ich während des gesamten KH-Aufenthaltes an, das Netzunterhöschen musste während der OP dem Schlauch eines Blasenkatheters weichen (hab ja zum Glück nix mitgekriegt!!!), da ging aber ja der Kittel drüber, von daher war man schon eher angezogen als nackig smile.png
Als ich am nächsten Morgen in mein Zimmer kam (war ne Nacht auf Intensiv) durfte ich mir gleich was "Gscheites" anziehen.
Als ich aufgewacht bin, hab ich mir glaub ich aber eher weniger Sorgen um mein Outfit gemacht, das kam erst so mit der Zeit...
Wann und wo kommst du denn unters Messer?

Liebe Grüße - Würzl

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...weiter im Text (dritter Teil)…

Montag, 16. Juli 2012 – Unterm Messer und auf Intensiv…

Am Morgen kam die Nachtschwester um 5.19 Uhr, um mich zu wecken. Ich hatte aber (ohne medikamentöse Hilfe wohlgemerkt) so gut geschlafen, dass sie dazu etwas länger brauchte.

Also zog ich mir meine schönen neuen Kleider an und setzte/legte mich in mein Bett. Ich war keineswegs aufgeregt und fragte mich, wann sie mich denn endlich holen kommen (sollte schon um 7.00 Uhr dran sein). Irgendwann nach 6. 45 Uhr kam dann die Frühschwester für den Abtransport, auch eine Tablette und ein Glas Wasser wurden mir hingestellt (ich kann mich nicht erinnern, dass ich die Tablette gegessen hab, nehme es aber schon an…).

Dann gings mit dem Bett in den Keller, in den Vorbereitungsraum. Dort musste ich auf die OP-Liege umsteigen, mir wurde der Zugang gelegt, die EKG-Dinger aufgeklebt und warme Handtücher als Zudecke draufgelegt :) Außerdem begrüßte mich noch die Anästhesistin (war die vom Vorgespräch).

Ich wurde einen Raum weiter geschoben und unter den großen OP-Lampen positioniert. Mein Zugangsarm wurde festgegurtet, genauso wie mein Oberkörper zusammen mit dem anderen Arm. Dann wurde ich angeschlossen und bekam eine Atemmaske vor die Nase gehalten („Da kommt nur Sauerstoff raus…“). Irgendwann fing die gute Frau dann an, ihrer Assistentin zu diktieren, mit was sie mich lahm legen soll (ich wollte eigentlich sagen, dass jetzt wohl nicht mehr nur Sauerstoff rauskommt, das ist mir aber erst danach eingefallen). Ja, und dann hab ich eine Gedächtnislücke… ;)

Als ich auf der Intensivstation wieder aufgewacht bin, hab ich erstmal gedacht, ich lebe ja noch… Und ich fühlte mich erstaunlich gut, auch wenn ich keine Lust hatte, mit der Zunge meinen Mund zu erkunden. Über der Nase und um das Kinn rum hatte man mir zwei Kühlpacks gebunden, vor meiner Nase befand sich eine Nasenschleuder (an den Ohren eingehängtes Auffangteil für Nasensabber). Einmal brach ich Blut, das war nicht schlimm und brachte mir einen neuen Bettbezug; beim saubermachen merkte ich, dass mir was aus dem Mund hing, das war wohl der Zungenfaden. Irgendwann am Nachmittag kamen mein Vater und meine Tante, ich konnte mich sogar bisschen mit ihnen unterhalten, denn ich hatte weder Splint noch Gummis drin, wie mir aber erst nach einiger Zeit klarwurde. Ein bisschen geschwollen war ich aber schon…

Später kam dann noch der Visitearzt, stellte sich mir vor und fragte nach meinem Befinden. Da ich schmerzfrei und die Operation nach Plan verlaufen war, hatte er nicht viel zu tun und verabschiedete sich bis zum nächsten Tag.

Meine Flüssigkeitsversorgung lief über die Infusion, gegen Abend spritzte mir eine Schwester etwas Wasser in den Mund, trinken kann man das nicht nennen.

Als ich das Gefühl hatte, aufs Klo zu müssen, sagte man mir, ich hätte einen Blasenkatheter, hab ich gar nicht gemerkt! Erst als ich mit zwei Schwestern eine Runde auf der Station gedreht habe, habe ich ihn gespürt. Laufen konnte ich aber noch, mir war nicht schwindelig.

Besonders viel geschlafen habe ich in der Nacht nicht, hörte aber zu, wie mein Bettnachbar mit irgendwelchen Bauchproblemen zu kämpfen hatte.

Ich hoffe, es ist nicht zu verwirrend geworden, mir sind aber immer noch mehr Sachen eingefallen, die ich einfügen musste.

Teil IV folgt demnächst :)

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Hey na dann ist ja alles gut gegangen! Und danke für deine Antwort!

Also ich finde so ausführliche Op-Berichte super! Mich interessiert nämlich das ganze Drumherum mehr als das übliche Prozedere, dass eh immer gleich ist ;)

Bin gespannt wies weiter geht....

lg Corina

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Hi!

Gleich mal ne Frage: Hattest du nach der Op die Thrombosestrümpfe und das Netzhöschen noch an!! Wichtiges Detail für mich...ich will da nicht irgendwo und irgendwie nackig herumliegen danach...

Hallo Corina,

ich glaube, irgendwann müssen wir Dir virtuellen Baldrian verabreichen :711: (war das Smiley, das dem noch am ähnlichsten kommt)

Ich werde jetzt vor allem das wiederholen, was würzl gesagt hat, nur etwas ausführlicher.

Die sehr kleidsamen, weißen Thrombosestrümpfe mit dem komischen Fußteil, beim dem man nie weiss, wo das Ende hin soll und sich fragt, was sich die Designer dabei gedacht haben, wirst Du bis zum Ende des Krankenhausaufenthalts nicht mehr loswerden. Ich habe meine am Morgen der letzten Nacht im Krankenhaus ausgezogen, weil es stark in der Kniekehle gejuckt hat. An diesem Morgen gab es aber auch keine Thrombosespritze mehr, die es sonst jeden Morgen gegeben hat.

Mit dem Netzhöschen bin ich mir jetzt nicht sicher und finde dazu auch nichts in meine OP-Erfahrungsbericht, der ja ziemlich ausführlich ist, offensichtlich war es mir nicht wirklich wichtig. Ich hatte ja sowieso einen Blasenkatheter bis zum nächsten Morgen. Ich würde jetzt vermuten, dass in meinem Beutel für die Zwischenintensiv eine Unterhose und ein Unterhemd waren und ich diese angezogen habe, sobald der Katheter gezogen worden war. Das Netz des Netzhöschen ist ziemlich grobmaschig, verdecken tut es nichts, sondern gibt einen eher das Gefühl, etwas anzuhaben, aber es ist nur ein Gefühl. Wirklich nackig herumliegen wirst Du sowieso nicht, zum einen gibt es noch das OP-Hemd, zum anderen wird einem bei OPs sehr schnell kalt und man fängt an zu zittern, man ist also noch mit weiteren Decken abgedeckt und ist auch gerade während der Aufwachphase abgedeckt. Dafür gibt es teilweise sogar spezielle Wärmedecken, mit denen warme Luft unter die Bettdecke geblasen werden kann. Außerdem sind alle um einen drumherum, die einem etwas "abgucken" könnten, normalerweise ja mit etwas anderem beschäftigt bzw. sehen es sich nur vom medizinischen bzw. pflegerischen Standpunkt aus an. Bei mir ist auch Knochen aus der Hüfte entnommen worden, was ja nun wirklich im Bereich des Netzhöschen ist und ich bin mir sicher, dass sie sich maximal drüber gefreut haben, dass ich so schlank bin, dass man den Hüftknochen ohne Probleme sieht, vor allem wenn man auf dem Rücken liegt und nicht drüber nachgedacht haben, dass sie sich einem sehr intimen Bereich nähern.

Im meinem OP-Bericht finde ich auch nicht, wann ich vom OP-Hemd auf normale Sachen gewechselt habe, eventuell erst am Abend des ersten Tags nach der OP oder gar früh am Morgen des zweiten Tags nach der OP (spätestens dann laut den Bildern). Ich habe aber aus der Nase geblutet (leicht, aber beständig) und definitiv am ersten Tag gedacht, dass ich nicht meine eigenen Sachen verschmutzen muss, wenn es Sachen vom Krankenhaus gibt und sich jemand anderes drum kümmern muss, das Blut wieder rauszubekommen :smile:. Außerdem hat mich am ersten Tag der FSJler beim Spülen der Magensonde geduscht und da war es gut, dass ich noch nicht meine eigenen Sachen anhatte. Ich war auch in OP-Hemd, Thrombosestrümpfen und Bademantel sowohl in der Ambulanz, um die Gummis wieder eingesetzt zu bekommen, die beim Brechen gerissen sind als auch beim Röntgen.

Irene

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Danke Schokolädchen!

Ja mit dem virtuellen Baldrian hast du Recht! Ausserdem ist am Montag wieder mein nächster Termin beim KFO und da flipp ich davor immer noch ein bisschen mehr aus als sonst ;)

Lg Corina

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Entschuldigt bitte, Corina und Schokolädchen, dass ich eure Unterhaltung kurz unterbreche, denn siehe da, hier ist der vierte Teil wink.png

Dienstag, 17. Juli 2012 – Wieder auf Station…
Wie schon gesagt, richtig geschlafen hatte ich ja nicht, aber ich hatte auch gute Ablenkung: Der Bauchkranke wurde von neun(!) Ärzten inspiziert und in der Früh erblickte Felix Finn Konstantin auf der Intensivstation das Licht der Welt, seine Eltern haben sich sehr gefreut und ich natürlich auch!!! icon_smile.gif
Als dann der tägliche Betrieb wieder losging, durfte ich mich waschen, was wegen der Schläuche etwas schwierig war, danach wurde mir Blut abgenommen (dabei vertropfte etwas auf meinen Thrombosestrumpf, sodass ich einen neuen bekam). Dann kam der einzige Minuspunkt dieses frühen Morgens: die wirklich große Antibiotikum-Tablette. Als ich meine Bedenken äußerte, dass ich sie nie und nimmer runterbringen würde, bot mir die Schwester an, sie zu zerkleinern, was sie dann auch tat. Damit vervielfachte sich das Problem allerdings nur: bewaffnet mit meiner Wasserspritze stopfte ich mir die Teilchen nacheinander in den Mund, wo sie sich auflösten und ihren Geschmack freisetzten, außerdem verschluckte ich mich fast jedes Mal. Nach etwa sieben von neun Stückchen ließ die Schwester Gnade vor Recht ergehen, und ich wurde bereit gemacht zum Rücktransport auf die Station.
Dort angekommen, wartete auch schon der Visitearzt. Wie am Vortag angekündigt, machte er sich daran, den Zungenfaden zu ziehen, davon merkte ich nahezu nichts. Dann wollte er der Nasentamponade zu Leibe rücken („…das kitzelt jetzt ganz gewaltig…“); kitzeln war leicht untertrieben, da sie sich verhängt hatte und wie angenäht anfühlte… jedenfalls musste er ganz schön feste ziehen. Als das geschafft war ("...tapfer, tapfer!!!"), bekam ich neue Kühlpacks und eine neue Nasenschleuder, denn mir floss beständig Blutschleim aus der Nase. Diesen sollte ich mit abschwellendem Nasenspray und Nasenöl bekämpfen. Das wars auch schon wieder mit der Visite.
Danach wurde noch der Blasenkatheter entfernt, und dann war ich dem tristen Krankenhausalltag schutzlos ausgesetzt. Mittags bekam ich je ein Schüsselchen Brühe und dünnen Brei sowie einen Becher Pudding vorgesetzt, ich probierte die Brühe, das meiste ging aber wegen Gefühllosigkeit und zunehmender Schwellung in die Serviette. Da ich mit Strohhalm nicht trinken konnte, versuchte ich es mit einer Schnabeltasse, doch auch damit ging es nur mit Tropfschutz…
Nach dem „Essen“ versuchte ich, mit Hexoral auszuspülen; ich konnte aber nicht ausspucken, sodass ich einige Minuten lang über das Waschbecken gebeugt dastand und das Zeug herauslaufen ließ. Inzwischen hatte ich auch eine Zimmergenossin, war am Vortag an den Mandeln operiert worden und hatte fast immer Besuch da.
Am Nachmittag kamen meine Eltern vorbei, ich hatte aber zu nichts Lust und konnte sie deshalb auch nicht groß unterhalten. Hin und wieder kam eine Schwester vorbei und brachte mir neue Kühlpacks oder fragte mich nach dem Essenswunsch für den Tag darauf (Antwort: „Gar nichts!“). Abends gab es noch mal Suppe, das Antibiotikum (diesmal als Saft, war aber zu dickflüssig und so bestand ich auf eine Infusion) und die tägliche Heparinspritze, hab ich bei den zwei Tagen davor ganz vergessen, hinzuschreiben.
Die Nacht war ähnlich der letzten, ich hatte keine Schmerzen, nur so ein Druckgefühl. Die Nachtschwester brachte um 22.00, 2.00 und 5.00 Uhr ein neues Kühlteil, sie war etwas mürrisch (ist, finde ich, aber kein Wunder bei der Arbeitszeit) und brachte eine Nummer größer, das hing dann noch schwerer an meinem Kopf…

Soviel für heute… wink.png

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Versteh ich nicht...da wird man im Mundbereich operiert und dann soll man riesen Antibiotikatabletten schlucken!? Gibts das Zeug nicht auch als Infusion? Achso lese gerade das Zeug gibts als Infusion.... ;)

Du hattest wirklich keine Schmerzen? Vor der Geburt meines ersten Kinder erzählte mir jede, dass sie bei der Geburt keine Schmerzen hatten und was war dann!!?!??!?! Ich dachte ich krepier vor Schmerzen....;)

Lg Corina

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Hallo Corina,

als Infusion kommt es halt deutlich teurer als die Tabletten... Seit dem ersten Morgen hab ich aber immer durchgesetzt, das ich es als Infusion bekomme, war mir dann zu blöd... wink.png
Mit Kinder kriegen hab ich jetzt (noch) keine Erfahrung, aber ich denk, des is bei jedem unterschiedlich...

Lg Würzl

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Entschuldigt bitte, Corina und Schokolädchen, dass ich eure Unterhaltung kurz unterbreche, denn siehe da, hier ist der vierte Teil ;)

Dienstag, 17. Juli 2012 – Wieder auf Station…

Wie schon gesagt, richtig geschlafen hatte ich ja nicht, aber ich hatte auch gute Ablenkung: Der Bauchkranke wurde von neun(!) Ärzten inspiziert und in der Früh erblickte Felix Finn Konstantin auf der Intensivstation das Licht der Welt, seine Eltern haben sich sehr gefreut und ich natürlich auch!!! :smile:

....

Hallo Würzl,

wir treten ja schon wieder zur Seite und lassen Dich Deinen Bericht weiterschreiben :-). Ich finde Deine Idee, den Bericht tageweise zu posten, sehr schön, weil man dann doch jeden Tag ausführlicher beschreiben kann, ohne das der Bericht ewig lang wird.

Der Bauchkranke und die Geburt von Felix Finn Konstantin haben aber nichts miteinander zu tun, oder? Falls ja, wäre mir schon klar, warum neun Ärzte um das Bett standen :-). Obwohl, bei mir ist bei der morgendlichen Visite nach der OP auf der Zwischenintensiv die MKG-Abteilung in voller Stärke aufgelaufen und da müßten es auch 8 Ärzte gewesen sein.

Immer wieder interessant, wie unterschiedlich die Medikamentengabe in den KH gehandhabt wird. Ich habe die ganze Zeit das Antibiotikum als Infusion bekommen. Auf der Zwischenintensiv gab es die Schmerzmittel entweder per Infusion oder als Zäpfchen. Während des restlichen KH-Aufenthalts gab es das Schmerzmittel (Diclofenac) als Dispers-Version, die sich in Wasser auflöst. Meine anderen (zusätzlichen) Medikament habe ich gerade auf der Zwischenintensiv durch die Magensonde bekommen, wobei bei mir die Medikamenteneinnahme nie ein Problem war. Okay, nicht ganz, das Schilddrüsenhormon, dass eine ziemlich kleine Tablette ist, war manchmal problematisch, weil es manchmal irgendwie im Splint hängenblieb und dann mühsam mit der Zungen herausgefriemelt werden mußte.

Bin schon gespannt auch die nächsten Tage, gibt es eigentlich Bilder von Dir?

Irene

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Hallo Schokolädchen!

Nein, der Bauchkranke und die Geburt haben nichts miteinander zu tun wink.png Erstens sehe ich Schwangere nicht als bauchkrank an und zweitens hätte ich dann ne echte Sensation miterlebt ("Mann bringt Kind zur Welt" smile.png)
Nein, Bilder gibts (noch) keine von mir, werde mich aber mal ums Passwort kümmern und näher damit befassen.
...und dass du nicht länger warten musst, kommt gleich der Bericht über den 2. Post-OP-Tag!!!

Grüße - Würzl

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Mittwoch, 18. Juli 2012 – Schwellung ahoi…

Kaum aufgewacht, beklagte sich meine Zimmerkollegin über die ach so schlechte Nacht, nur dumm, dass ich fast immer wach war und sie schnarchen gehört habe. Dann kam auch schon die Schwester mit einem jungen Krankenpfleger-Azubi, der an uns Blutdruckmessen übte ;)

Das Frühstück bestand aus Brühe, dünnem Brei, Götterspeise und Joghurt, ich begnügte mich mit der Hälfte der erstegenannten beiden Schüsseln. Da ich anscheinend nicht genug Nahrung zu mir nahm, bekam ich eine Flasche Fresubin Trinknahrung (Schokogeschmack) hingestellt, die ich dann im Laufe des Tages hinunterschüttete…

Am Vormittag kam der Arzt, der mir verkündete, dass er morgen den Splint einsetzen wolle. Desweiteren fragte er nach Schmerzen (nach wie vor keine), meinem allgemeinen Befinden (nicht so prickelnd, das sah er auch) und sah in meine immer noch verstopfte Nase. Dann ging er wieder. – Kurze Zeit später schaute er noch mal herein und meinte aufmunternd, bei Problemen und Wünschen könne ich mich jederzeit an das Pflegepersonal wenden… :) :)

Dann kam noch mein Vater vorbei, der über die Schwellung, die schon noch mal eins draufgelegt hatte, geschockter war als ich und wir erkundeten den Patientengarten (aber nur im Schatten). Den restlichen Vormittag verbrachte ich mit dösen, SMS beantworten und Kühlteile erneuern, auf Tätigkeiten wie Lesen hatte ich keine Lust.

Zum Mittagessen stellte man mir die obligatorische Brühe (schmeckte leider immer gleich) und einen Riesenteller mit festem Kartoffelbrei und etwas Soße hin (konnte ich natürlich nicht essen). Als dann wieder die Dame vom Essensdienst kam, bestellte ich nur noch die Brühe, da halfen all ihre Überredungskünste nichts.

Am Nachmittag kamen meine Oma und Onkel, somit war meine Unterhaltung gesichert. Die Suche nach einem Krankenhauskiosk konnten wir allerdings nicht erfolgreich abschließen…

Ich muss mich wiederholen, um das Abendessen zu beschreiben: es gab mal wieder Brühe! So langsam ging mein Vorrat an großen Plastiklöffeln zur Neige, auch brauchte ich neue Zellstofftücher zum Versabbern.

Da abends immer recht früh serviert wurde (kurz nach 17.00 Uhr), war der Abend dementsprechend lang(weilig), das Bett war mit erhöhtem Kopfteil unten viel zu kurz und bereits jetzt unbequem und auf die Thrombosestrümpfe hätte ich wirklich gerne verzichtet :(

Aber da konnte man anscheinend nichts machen und so machte ich mich langsam fertig für die dritte Nacht auf dem Rücken…

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Donnerstag, 19. Juli 2012 – Der dritte Tag…
Laut meiner Zimmernachbarin war die Nacht wieder genauso schlecht, bei mir mag das stimmen, aber sie schnarchte unverändert vor sich hin. In der Früh kam der Azubi vorbei, zum Blutdruck- und Fiebermessen, mein Blutdruck war wohl nach Rücksprache mit der Oberschwester zu hoch, also hab ich noch paar Tropfen geschluckt. Ab diesem Tag musste ich auch nicht mehr kühlen, sondern immer schön Retterspitz-Umschläge machen.
Das Frühstück bestand aus je zwei Schüsseln Brühe und Brei, davon je eine warm und eine kalt – lecker!!! sad.png Am Vormittag noch ein Spaziergang im Patientengarten, der aber schon anfing, uninteressant zu werden. Als weitere Ablenkung hatte ich den Fernsehlaptop meiner Nachbarin und sie selber mit ihrem Besuch.
Zum Mittagessen brauche ich nicht viel zu sagen: Brühe, fränkische Kartoffelsuppe und grüne Gemüsesuppe… sad.png
Dann kam mich mein Bruder besuchen und wenig später meine Mutter und meine Tante. Also wieder alle zusammen rausgegangen und das Krankenhaus erkundet. Sehr viel mehr war an diesem Nachmittag nicht los, bei mir jedenfalls. Die Mandeloperierte sollte sich von leichter Vollkost ernähren, trotz der großen Auswahl an schmackhaft aussehenden Speisen (um die ich sie beneidete) passte ihr nichts, was man ihr vorsetzte; stattdessen ließ sie sich von Mama eine Leberkässemmel vorbeibringen, deren Kruste zu leichten Blutungen im Hals führte… selber Schuld! icon_wink.gif
Weit nach dem Abendessen kam dann noch der Doktor, diesmal mit einigen guten Nachrichten: das Antibiotikum solle ich während meines KH-Aufenthaltes nun auf ärztliches Geheiß hin als Infusion bekommen (somit musste ich nicht mehr jedes Mal meinen Sturkopf durchsetzen) und ich dürfe zwei Tage eher als geplant nach Hause!!! smile.pngsmile.pngsmile.png Gleich war meine Laune besser, und während er mir den Splint einsetzte, musste der Arzt diesmal nicht mein gequältes Gesicht, sondern nur mein grimassenhaftes Lächeln ertragen… wink.png
Danach musste ich gleich noch mit zuhause telefonieren, das erste Mal seit der OP! Damit endete dieser anstrengendste Tag mit einem positiven Gefühl, obwohl ich wieder nicht wirklich schlafen konnte und mitten in der Nacht hemdsärmelig im Aufenthaltsraum saß und „Popstars“ auf Pro 7 schaute (gab leider kein anderes Programm)…

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Wie alt bist du denn wenn ich fragen darf? Ich bin 16 jahre alt und werde vorraussichich auch mit 16 operiert. LG Selina

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Hi Selina!

Bin jetzt knapp 18, ne OP macht aber nur Sinn, wenn man ausgewachsen ist, aber wenn das bei dir der Fall ist, ist das eigentlich kein Problem smile.png
Wo sollst du denn operiert werden?

LG Würzl

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Freitag, 20. Juli 2012 – Krankenhausalltag...

Nach der letzten Nacht (siehe vorheriger Bericht) war ich entsprechend müde und konnte mich nicht einmal angemessen über das reichhaltige Frühstück ;) (diesmal hatten sie das Aufwärmen ganz vergessen) freuen. Vor diesem war der Azubi (diesmal allein) zu den allmorgendlichen Messungen erschienen. Als ich meinen Blutdruck vernahm, meinte ich, dass der ein bisschen hoch wäre, darauf der Azubi: „Dann messen wir lieber noch mal nach…“ Das zweite Ergebnis war viel besser, woraufhin er sich bei mir bedankte mit den Worten: „Gut, dass Sie was gesagt haben…“ Was soll man davon halten?

Kaum, dass ich mit Essen fertig war, kam schon der Arzt. Da mein Vater auch da war, brachte er gleich die Entlassungsunterlagen mit (Rezept für Mundspülung, Antibiotikum und Schmerzmittel sowie die Notfallkarte mit Privatnummern der Ärzte und Gummis); er ermunterte mich noch mal, bei Bedarf Schmerzmittel zu verlangen (dann müsste ich aber nach jedem KFO-Termin welche nehmen :)), meine Frage, ob ich die Thrombosestrümpfe ausziehen dürfe, verneinte er aber konsequent. :sad: – Wie unterschiedlich doch die Ärzte vorgehen: meine Zimmergenossin durfte ihre Strümpfe schon am dritten Tag ausziehen und bekam nie Heparinspritzen…

Nach der Visite machte ich mich auf den Weg ins Labor zum Blutabnehmen, da eilt mir plötzlich mein Arzt hinterher und verkündet mir, dass ich nun wieder duschen und Haare waschen dürfe!!! Stand ja auch auf dem Infoblatt, war aber trotzdem schön zu hören. Juhuuu! :grin: Vor dem Laborzimmer wartete ein anderer Kieferpatient, sah auch nicht viel besser aus als ich… Das Blutabnehmen war schnell erledigt, so hatte ich noch den restlichen Vormittag frei.

Langsam kam die Leselust zurück und ich organisierte meine Mutter für abends zum Haare waschen, das war mir etwas suspekt mit meiner dicken Birne.

Was soll ich groß sagen zum Mittagessen, ich zwang mir halt die Brühe rein, das wars dann auch schon wieder, denn mit Freude konnte ich das immer noch nicht verbinden.

Am Nachmittag kamen zwei Freundinnen, brachten mir neuen Lesestoff und viele Neuigkeiten aus Schule und Alltag. Sie verstanden mich sogar einigermaßen, bemitleideten mich ausgiebig und brachten mich (leider) oft zum Lachen, war vielleicht nicht so gesund, hat aber Spaß gemacht. ;-)

Nach dem Abendessen (es gab die zwei großen B’s) kam dann meine Haarwasch-Assistenz, ging ganz gut, wir brachten den Stationsföhn zum Rauchen und dann war ich recht fertig. Also langsam ins Bett gegangen, kurz nach 22.00 Uhr kam dann die Nachtschwester vorbei, ich gehorchte dem Doktor und ließ mir Schmerztropfen geben, die mich das erste Mal seit der OP länger als zwei Stunden durchschlafen ließen.

Das war dann auch schon die vorletzte Nacht im KH… ;-):smile:

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Sag mal hast du jeden Tag gleich aufgeschrieben? Ist sicher ein lustiger Zeitvertreib im Spital! ;)

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Hallo Corina,

nein, ich hatte im KH leider keine Lust, groß Tagebuch zu führen, mache das jetzt ausm Gedächtnis, ich denke aber nicht, dass da zu viel Erinnerungsverklärung dabei is... :-)

LG

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Samstag, 21. Juli 2012 – Der letzte Tag im Krankenhaus :grin:

An diesem Morgen meinte meine Zimmergenossin, sie hätte mich das erste Mal schlafen sehen… Der Azubi war leider nicht da, es war sehr lustig, von einem nicht viel älteren jungen Mann gefragt zu werden, ob man schon Stuhlgang hatte, aber er macht ja auch nur seinen Job.

Zum Frühstück bekam ich ein Tablett mit fünf Schüsseln (Suppe und Brei, warm und kalt), Apfelmus, Pudding und Früchtetee, obwohl ich nur Brühe und Brei bestellt hatte… Während ich „aß“, wartete meine Kollegin auf ihre Entlassungsgenehmigung, das Essen schmeckte ihr wieder nicht (lecker: Brötchen mit diversen Belägen :(), aber zum Glück durfte sie heim (sie wäre auch so gegangen) und so würde ich die letzte Nacht wieder ein Einzelzimmer haben.

Im Laufe des Vormittags wurde das überflüssige Bett zum Reinigen abgeholt, da hatte ich endlich mal Platz für ausgiebige Zimmerspaziergänge. Und auch der Doktor, der zur letzten Visite kam, konnte sich frei bewegen, um die Gummis noch mal umzuhängen und zu sehen, dass alles in Ordnung ist. Kurz nachdem wir uns verabschiedet hatten, kam er noch mal kurz rein, um mir zu sagen, ich solle mich nicht wegen meiner mittlerweile gelben Flecken wundern, die mein Dekolletee bedeckten, das ginge vorbei. Also noch mal schönes Wochenende gewünscht und weg war er.

Nach dem Mittagessen (dreimal dürft ihr raten, was es gab) kamen meine Eltern zum letzten Mal vorbei und brachten mir die Aufnahme meines letzten Konzertes (die Geige wird wohl bisschen im Kasten bleiben müssen). Ich konnte schon wieder aus einem normalen Glas trinken, fast ohne zu versabbern. *freu* ;-)

Nachmittags wurde wieder ein Bett gebracht und der Nachttisch für den nächsten Kieferpatienten hergerichtet. Mir ging es schon wieder so gut, dass ich Mitleid mit ihm empfand, und das will was heißen. Später kam dann noch eine Freundin, die mir ihren Freund vorstellte, der Zeitpunkt war vielleicht etwas ungünstig gewählt, bei meinem Aussehen, aber seis drum. Es war sehr lustig, vor allem, als sie mein Essen begutachteten und mir Recht gaben, dass das nicht das Wahre ist.

Bei der allabendlichen Antibiotikum-Infusion gab dann der Zugang seinen Geist auf (hat aber lang gehalten), die Flüssigkeit floss am Schluss ins Gewebe und bildete einen Hubbel. Die Schwester wunderte sich auch darüber, dass ich die Heparinspritze nicht als widerwärtig und abscheulich empfand, sondern im Vergleich zu meinem Mundbereich sogar mochte…

Für die letzte Nacht ließ ich mir noch mal Schmerzmittel geben, ich wollte ja zuhause ausgeschlafen sein…

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Hat du für die Nacht extra ein stärkeres Schmerzmittel bekommen?

Ich dachte man steht einige Wochen ständig unter Schmerzmitteln.

Lg

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Hi Corina,

also ich hatte nur am OP-Tag durch die Infusion noch Schmerzmittel, danach (also bis Freitag Nacht halt) dann nicht mehr. Ich musste allerdings manchmal noch so ne kleine Tablette essen, da weiß ich net, was des war, evtl. Schmerzmittel.

Zuhause dann habe ich etwa alle 1 1/2 Tage ne Tablette genommen, aner nur für ne Woche...

LG

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Sonntag, 22. Juli 2012 – Endlich nach Hause… :grin:

Ich erwachte sehr früh (ca. 6.00 Uhr) und fing an, meine Sachen zusammen zu packen. Als ich mein Bett schön gemacht hatte kam auch schon das heiß ersehnte Frühstück, diesmal bestehend aus Brei, Suppe und zur Feier des Tages rotes Mus.

Während ich noch aß, kam der eigens bestellte Anästhesist vorbei, um mir noch einen Zugang für die letzte Infusion zu legen. Beim ersten Versuch konnte er die Nadel nicht weit genug reinschieben, beim zweiten (im Unterarm) klappte es dann. Tat mir schon bisschen leid, aber dank mir ist der gute Mann nicht umsonst sonntags arbeiten gegangen. ;)

Danach war auch schon mein Vater da, also noch die Kleinteile einsammeln, einen Nasenschleuder-Vorrat organisieren, von den Schwestern verabschieden und ab nach draußen. Auf dem Heimweg geschah nichts Spektakuläres, meine Schwellung legte sich gut in die Kurven.

Zuhause hatte mein Vater schon etliche Breikochutensilien bereitgestellt, und so bekam ich gleich mal Kartoffelbrei mit Soße (aber ganz flüssig) zum essen. Es tat auch sehr gut, mal wieder richtiges Essen zu sehen und zu riechen, meine Nase wurde nämlich auch langsam freier. Mein eigenes Bett, das ich zwecks eines Mittagsschlafs aufsuchte (war dringend nötig), war ja so viel länger als das im Krankenhaus, obwohl ich weiterhin mit erhöhtem Kopfteil schlief.

Der Rest des Tages verging mit Rumsitzen, sich über zuhause freuen, schauen, dass man genug isst und trinkt etc.

Abends schaute ich noch einen Film an, bevor ich meine Schmerztablette nahm und mich auf den Weg ins Bett machte. Dort fror es mich anfangs, doch das legte sich und ich schlief ein.

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+++AKTUELL+++AKTUELL+++AKTUELL+++

Dienstag, 28. August 2012 (also heute ;)) – Kontrolle sechs Wochen post OP

Der frühe Vogel fängt den Wurm: Bereits um 8.30 Uhr war ich in der Praxis meines KFC, zur vierten Kontrolle nach der OP. Der Prof. selber war im Urlaub, genauso sein Assistenzarzt, das war aber bekannt. Dadurch war es deutlich weniger lebhaft in der Praxis als sonst.

Ziemlich bald wurde ich aufgerufen, um zwei Röntgenbilder (frontal und seitlich) machen zu lassen; bei der Frontaufnahme muss man auf so ein Plastikteil beißen, dabei kam ich wieder mal mit meinem Splint durcheinander.

Später dann, im Behandlungszimmer, fragte mich eine Assistentin nach meinem Befinden (bzw. dem meines Kiefers), hängte die Gummis aus, hielt den Splint unters Wasser und setzte ihn wieder ein. An dem neuen Röntgenbild konnte man gut Schrauben zählen, Ergebnis: 36 Stück!!! :o Dann kam noch eine junge No-Name-Ärztin (ohne Namensschild), besah sich die Nähte und testete mein Gefühl in den Lippen (erstaunlich gut).

Der nächste Termin wurde für in zwei Wochen vereinbart, wenn der Chef wieder da ist und mich hoffentlich vom Splint befreit.

Und das wars dann auch schon für heute…

Ich werde aber trotzdem noch weiter über die Zeit direkt nach dem KH berichten:

Dienstag, 24. Juli 2012 – Erste Kontrolle in der Praxis (eine Woche post OP)

Noch ziemlich geschwollen, mit Pflasterstreifen über der Oberlippe (unter der Nase sogar noch blutverschmiert) fuhr ich, mit meinem Vater als Geleitschutz, mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Praxis meines KFC.

Dort angekommen, hieß es erstmal warten, warten, warten… Nach etwa einer Stunde durfte ich dann in den Röntgenraum (oder vielmehr –zimmerchen), alle Gehilfinnen machten sich Sorgen um meinen Kreislauf, dem es wunderbar ging. Nach drei Bildern nahm ich also wieder im Wartezimmer Platz, wo kurz darauf der Prof. zur Tür herein schaute, fragte, wie es mir ginge und meinte, ich käme gleich dran.

So war es dann nach kurzer Zeit auch: Im Behandlungszimmer erwartete mich eine neue OP-Managerin, die mir ausgiebig die Röntgenbilder erklärte (OK vor und hinten hoch, UK zurück). Dann kam der Prof. höchstpersönlich: Er war begeistert von seiner Arbeit und freute sich riesig. Nachdem er die Nähte und den Sitz des Splints kontrolliert hatte, sah er noch in seine Unterlagen, welche Notizen er sich zur OP gemacht hatte: Verlauf sehr gut; eine sehr elegante OP!!! Wenn das kein Grund zur Freude ist… :grin:

Danach entfernte die Assistentin noch die kleinen Wangenfädchen und das Pflaster, überhaupt nicht schmerzhaft. Dann ratterte sie noch die üblichen Verhaltensregeln runter (keine Anstrengung, keine Sonne, nicht kauen, erhöht schlafen etc.) und entließ mich bis in einer Woche. Beim Hinausgehen lief mir noch mein Visitearzt übern Weg ;)

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