Artemisia

Mein Zahnspangen-Abenteuer hat begonnen (Fortsetzung)

97 Beiträge in diesem Thema

Moinsen,

in diesem Thread möchte ich von meinem persönlichen Zahnspangen-Abenteuer berichten. Für Anregungen bin ich offen und Fragen beantworte ich gerne.

Um auch mit dem Anfang zu beginnen, habe ich hier mein Vorstellungs-Thread vom 29.08.2012 zitiert:

"Moinsen,

nach dem ich nun schon viel in diesem tollen Forum gelesen habe, möchte auch ich mich aus aktuellem Anlass kurz vorstellen.

Bin auch schon Ü40 und habe gestern mein "Zahnspangen-Abenteuer" begonnen.

Schon in Kindertagen hatte ich etwa 6 Jahre lange lose Klammern. Die Behandlung wurde damals auch recht Erfolgreich beendet und ich durfte mich meiner schönen Zähne erfreuen.

Leider hat die Vergangenheit nun deutliche Spuren hinterlassen. Ein Backenzahn (UK 6) fiel jugendlichen Lebensumständen zum Opfer und die Weisheitszähne haben für erneute Unordnung und Engstand gesorgt. Ein letzter Weisheitszahn drückt nun gegen den den einsam stehenden 7er im UK und so sah ich mich mit der Frage konfrontiert "Was tun?" - Weisheitszahn raus und Implantat bzw. Brücke oder diesen nutzen um die Lücke zu schließen.

Letzteres erschien mir nach intensiver Recherche und Beratung durch meine ZÄ und diversen Kfo als der beste Weg. Zunächst wollte ich nur die Lücke geschlossen haben. Daraus wurde dann eine feste Klammer im UK und weil ich halbe Sachen nicht mag, wird später auch der OK mit Backets versehen, um ein (hoffentlich) gutes Ergebnis zu erreichen.

Seit gestern schmücken nun blaue Separiergummis meinen UK und kommende Woche werden die Brackets geklebt. Später bekomme ich noch eine Schraube in den UK implantiert, an der die Gummies befestigt werden, welche meinen 7er und 8er nach vorne ziehen sollen. Soweit nun der Stand der Dinge.

Ach ja... allen Leidensgeschichten zum Trotz habe ich bis auf ein leichtes Ziehen bisher keine weiteren Probleme mit den Gummies. Mal schauen was noch kommt.

Fortsetzung folgt...

Viele Grüße aus dem Westen der Republik

Artemisia"

Nach dem ich die Woche mit den Separier-Gummies ohne weiter Probleme überstanden habe, folgte nun gestern das Einsetzen der Brackets. Nach einer knapp zwei-stündigen Sitzung zieren nun Metall-Brackets meine untere Kauleiste. Zwei Backenzähne sind 'beringt' und ein Draht, kaum stärker als die B-Seite meiner E-Gitarre, zerrt an meinen Zähnen.

Zunge und Unterlippe sind leicht gestresst und erwartungsgemäß fällt heute selbst der Verzehr eines zarten Schoko-Croissants schwer. Ein gepflegt indiskreter Schmerz lässt das Abbeißen und Kauen zu einen besonderen Erlebnis werden und befreit das Essen jäh von von seiner genüßliche Seite - ein Hoch auf alles was uns hart macht!

Viele Grüße vom Artemisia (der jetzt 'nen Joghurt löffeln geht)

Fortsetzung folgt...

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Moinsen,

nun ein kleines Resumee der ersten Woche. Seit vergangenen Dienstag zieren Metall-Brackets meinen UK. Am Mittwoch kamen erste Zweifel, ob das auch die richtige Entscheidung war. Schmerzhaftes Beißen und Kauen machte das Essen zu einer stressigen Angelegenheit und beeinflusste mein Wohlbefinden.

Yoghurt und Puddig verloren in dem Moment ihren Reiz, als mein Nachbar seinen Grill anfeuerte und verlockende Düfte meine Wohnung durchzogen und mir das Wasser im Munde zusammenlaufen ließ - Grrrr! 90.gif

Am dritten Tag besserten sich die Verhältnisse und mit der Freude am Essen kehrte auch meine gute Laune peu à peu zurück.

Nach nun einer Woche habe ich mich gut an die Brackets gewöhnt und sie bereiten mir keinerlei Probleme, zumindest solange ich mich bewusst meiner Mahlzeiten widme.

Mal schauen, wie es weitergeht.

Grüße vom Artemisia

Fortsetzung folgt...

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Pieken, Reißen, Scheuern... :660:

War nun ein paar Tage mit dem Motorrad unterwegs und durfte zuckerfreie Kaugummis schätzen lernen. Die Bänder der Molaren maltretierten die Seiten meiner Zunge beim Sprechen und Essen, der Draht piekte mit seinem Ende in die Wange, besonders wenn ich den Helm trug verhakte er sich mit der Wangeninnenseite und meine Lippen wurden auch ganz wundgescheuert - boaahh, wie nervig!

Verzweifelt versuchte ich den Draht zurecht zu biegen, doch dieser bohrte sich nur frech in meinen Zeigefinger, autsch! Eine Erste Hilfe per Schutzwachs brachte auch nicht den rechten Erfolg. Entweder hielt er garnicht oder er löste sich nach kurzer Zeit.

Pakete von Kaugummis waren dann meine Rettung und schützten unterwegs tagelang Zunge, Wangen und Lippen. Klebt gut, schmeckt gut, konnte bei den Mahlzeiten einfach mitgegessen werden und hielt sogar über Nacht!

Heute dann als erstes zum Kfo - ERLÖSUNG!

Der Draht wurde zurechtgebogen und mit einem Gummiring gesichert - meine Wange hat nun Ruhe.

Aber das schönste Gefühl war, als die Innenseiten der Bänder mit Kunstoff versiegelt wurde - göttlich, endlich wieder schmerzfrei reden und essen. :351:

Wo ich schonmal da war, wurden auch gleichzeitig die Gummis erneuert.

Das wars für heute vom Artemisia.

Fortsetzung folgt...

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Wie schnell doch die Zeit vergeht...

... und schon ist der erste Monat vergangen. Der Wechsel der Gummies vergangene Woche zeigte am folgenden Tag erstaunliche Wirkung - ein kontinuierliches, leichtes Ziehen. Hätte nicht gedacht, dass der Unterschied so deutlich ist.

Im Großen und Ganzen hab ich mich so gut an die Brackets gewöhnt, dass ich diese erstaunlicher Weise kaum noch wahr nehme. Ich denke, das wird sich nach dem ersten Bogenwechsel am 22.10. deutlich ändern :???: .

Beim Essen gibt es momentan kaum Einschränkungen, solange ich manierlich mit Messer und Gabel hantiere und besonders harte Sachen mit entsprechender Achtsamkeit kaue - der alte Knigge lässt grüßen :tongue: .

Das Zähneputzen geht mittlerweile so routiniert von statten, dass dieses kaum mehr Zeit in anspruch nimmt als ohne Brackets. Bemerkenswert ist jedoch ein erstaunlicher Zuwachs an Zahnpflegeprodukten in meinem Bad! Besonders die Interdentalbürsten vermehren sich rapide.

Interessant ist auch, dass mich bisher Niemand auf die Spange angesprochen hat, obwohl diese beim Sprechen deutlich zu sehen ist. Hatte zu Beginn ja schon einige Sorgen, wie die Reaktionen aus meinem Umfeld wohl sein werden.

Entweder ist es den Leuten tatsächlich egal, oder sie trauen sich nicht. Vielleicht sind einige auch einfach zu sehr mit sich selbst beschäftigt.

Bis zum nächsten Mal :327:

Artemisia

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Hallo Artemesia,

bei Deinem Bericht mußte ich mehrfach schmunzeln, weil es mich doch sehr an meine eigenen Erfahrungen (auch Ü40) erinnert.

Es ist doch erstaunlich, wieviel Zeit man plötzlich vor dem Zahnpflegeregal in Drogerien verbringen kann und wie sich eine neue, vorher unbekannte Welt bezüglich kleiner Bürstchen plötzlich auftut.

Auch die Erfahrung, dass einen keiner auf die Spange anspricht, habe ich gemacht. Ich bin in den jetzt fast zwei Jahren so gut wie nie direkt auf die Spange angesprochen worden, und zwei der Leute davon waren welche, die auch Kieferumstellungs-OPs hatte. Ich habe gut eine Woche, nachdem die Spange reinkaum, voller "Verzweiflung" auf einer Weihnachtsfeier mal direkt nachgefragt, und da waren die Reaktionen von "Wovon redest Du, ist mir noch gar nicht aufgefallen", zu "Stimmt, irgendetwas ist anders" bis zu "Ist mir sofort aufgefallen, aber in unserem Alter spricht man es nicht mehr direkt an". Ich würde zu Deiner letzten Zeile auch noch hinzufügen: Oder sie sehen es nicht, wobei ich auch eher zu den Leuten gehöre, die es nicht wirklich sehen würde (außer momentan, wo man doch etwas mehr darauf geeicht ist, Leuten auf den Mund zu schauen).

Irene

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Der erste Bogenwechsel

Am Montagnachmittag hatte ich eine längere Sitzung bei meinem Kfo. Erst erfreute ich mich einer prof. Zahnreinigung (ist doch immer wieder schön, so glatte Zähne) und dann erwartete ich ein wenig angespannt den ersten Bogenwechsel.

Der zarte 14er Bogen wurde gegen einen 16er getauscht und die ein und andere Gummiligatur durch eine Drahtligatur ersetzt - boah..., ganz schön stramm das ganze!

In Erwartung einer Fastenzeit habe ich anschließend meinen Kühlschrank mit reichlich Yoghurt und Quark präpariert und am Abend nochmals ordentlich diniert (ja, seit dem ich in kniggehafter Manier alles klein schneiden muss 'diniere' ich nur noch :672: ).

Gestern Morgen dann die Überraschung - bis auf ein leichtes Ziehen keine weiteren Schmerzen!!! :351:

Da auch schon kleine Veränderungen zu erkennen sind, bin ich im Moment sehr zufrieden und freue mich schon auf Januar, wenn die Brackets im OK geklebt werden.

So, weit nun zum Stand der Dinge - bis demnächst :113:

Artemisia

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Gestern war es dann wieder so weit...,

...der nächste Wartungstermin bei meinem Kfo stand an: Kontrolle, Wechsel der Gummie- und Drahtligaturen und Besprechung der kommenden Schritte.

Lt. meines Kfo wird die Phase der Zahnrotation im Dezember beendet sein. Weiter geht es mit dem Schließen der Lücke durch den fehlenden 6er. Dazu wird zu Jahresbeginn eine Minischraube in den UK implantiert. Eine Feder zwischen Schraube und 7er soll diesem die nötigen Argumente liefern, sich zügig in Bewegung zu setzen - soweit zur Theorie.

Bisher ging die ganze Sache ja recht unkompliziert und vorallem schmerzfrei über die Bühne, aber wenn ich daran denke, dass mir eine Schraube in den Kieferknochen gedreht wird... :481:

Also, schaun mer mal wie es wird.

Bis demnächst

Artegaris

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Bogenwechsel die 2.

Zu Wochenbeginn stand wieder der monatliche Wartungstermin bei meinem Kfo an. Dieses Mal wechstelte der Chef persönlich den Bogen und beurteilte voller Lob die bisherige Entwicklung.

Mein recht angegriffenes Zahnfleisch hat sich in den vergangenen dreieinhalb Monaten prima regeneriert und die Zähne des UK stehen schon ziemlich grade.

Selber bemerke ich den Fortschritt vorallem beim Zubeißen. Meine Schneidezähne treffen nun knapp aufeinander.

Wie schon nach dem 1. Bogenwechsel, hat auch der neue 18er-Bogen bis auf ein geringfügiges Ziehen keine weiteren Probleme verursacht.

So weit, so gut..., ab Januar wird es dann ernst:

Erst bekomme ich Separiergummies zwischen die Molaren im OK und ein paar Tage später werden die Bracket geklebt. Gleichzeitig wird dann auch die Minischraube in den UK eingebaut, an welcher später eine Feder befestigt werden soll um dem 7er den notwendigen Anreiz für einen raschen Lückenschluß zu bieten - ein für mich noch recht schauriger Gedanke.

So viel zum Stand der Dinge.

Bis zum nächsten Mal :113:

Artemisia

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Hallo, dein Stil gefällt mir - du lieferst uns coolen litherarischen Stoff hier! Witzig und Spritzig - weiter so!! Das mit den Minischrauben bllüht mir in 3-4 Monaten auch noch, ich habe das Vergnügen gleich zwei Mal... Das wird zu überleben sein - lese gespannt mit, wie du's wegsteckst ;-) Bis dann!

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Krafttraining für die Zunge, oder wie bekomme ich mein Frühstück runter?

 

Gestern war es dann so weit, die Baustelle im OK wird eingerichtet und schicke blaue Separiergummis verrichten gewissenhaft ihr schmerzhaftes Werk. Bisher war ich ja von göberen Malaisen verschont, aber jetzt hat's mich - chewing impossible! :708:

Alles muss grad' mit reichlich Tee aufgeweicht, mühsam mit der Zunge am Gaumen zerdrückt, und mit noch mehr Tee herunter gespült werden, na Mahlzeit!

Da schon übermorgen Brackets und Microschraube montiert werden, wird wohl für die kommende Woche der Suppenkasper zum Küchenchef.

 

Also dann ..., Einkaufszettel neuschreiben, Pürierstab auspacken und ... smoerrebroed, smoerrebroed, römpömpöm...

 

So weit zum Stand der Dinge.

 

Bis bald :113:

Artemisia

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Sooo..., der Suppenkasper ist sein 'ner knappen Woche wieder arbeitslos. Aber alles der Reihe nach:

Am 24.02. bekam ich die Brackets inkl. vier Bänder im OK und die Microschraube im UK montiert. Weiter wurde der Bogen im UK gewechselt. Die gesamte Prozedur dauerte gut zwei Stunden.

Das einsetzten der Microschraube erwartete ich mit gemischten Gefühlen. Assoziationen aus dem Bereich der Heimwerkerei und die Frage, wie sich wohl ein Hozbrett fühlt wenn..., sorgten für reichlich Unbehagen im Vorfeld.

Die Praxis erwies sich - gottseidank - als weniger spektakulär, wenn auch der obige Vergleich durchaus der Realität entsprach und die benutzten Gerätschaften Gedanken an meinen eigenen Werkzeugkasten aufkommen ließen.

Auch der Ablauf war wie erwartet: Ziel anpeilen, vorbohren, Schraube rein - fertig!

Alles natürlich unter örtlicher Betäubung. Für mich überraschend, wurde die Schraube auch gleich mit einer Feder zum 7er belastet.

Erwartungsgemäß wurde die Nahrungsaufnahme in den kommenden Tagen zu eine anstrengenden Prozedur. Gestresste OK und UK quitierten jeden auch noch so zarten Bissen mit einer Symphonie an Schmerz. Nahezu jeder Zahn gab etwa 4 Tage lang einen Ton dazu. Danach beruhigte sich die ganze Sache und seit dem vergangenen Wochenende kann ich wieder alles essen.

Um die nötige Sicherheit beim Essen zurück zu erlangen, startete ich sogleich einen dreitägigen Selbstversuch. Zunächst Pizza - klappt, dann Schnitzel - klappt auch und zuletzt die Kür: 'ne krosse Haxe! Boah..., watt lecker! :593:

Jetzt mögen einige den Zeigefinger erheben und sagen, man soll doch nicht so Sachen essen wie krossen Pizzarand oder Haxen oder gar Nüsse! :78:

Meine Erfahrung dazu: Mit der nötigen Achtsamkeit alles kein Problem (Ich sag nur "Knigge" :672:)

 

Meinem Kfo muss ich an dieser Stelle mal ein großes Lob aussprechen. Bisher ist alles exakt so eingetreten, wie von ihm vorhergesagt.

 

Soweit zum Stand der Dinge, bis bald :113:

Artemisia

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Hallo Artemisia,

 

ich finde Deine Bericht immer sehr schön zu lesen, und gerade beim Erwähnen der Werkzeuge fühlte ich mich doch stark an erinnert, ich glaube, wir haben in Dir eine Nachfolgerin im Schreiben von Berichten.

 

Liebe Grüße!

 

Irene

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Moin Schokolädchen,

 

bin Deinem Link gefolgt und kann nur sagen (resp. schreiben), super Schreibe! Danke für den Tipp.

Bin übrigens ein SchreibER.

 

Viele Grüße vom Artemisia

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Hallo Artemisia,

 

habe ich einfach von dem a am Ende Deines Nicks verführen lassen, hätte natürlich auch in Deinem Profil nachschauen können. Aber selbst die Schilderungen Deines Motorradabenteuers haben mich nicht auf die richtige Spur geführt, ich dachte eher "Cool, eine Frau, die Motorrad fährt".

 

Viele Grüße!

 

Irene

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Partygespräch

 

Gestern wurde ich das erstemal von zwei Freunden auf meine Brackets angesprochen. Daraus ergab sich dann ein interessantes Gespräch über Kfo-Behandlungen, in dessen Rahmen mir beide von ihrer eigenen Unzufriedenheit bezüglich ihrer Zahnstellung berichteten und selber schon darüber nachgedacht haben etwas dagegen zu unternehmen.

Als 'Quasi-Fachmann' durfte ich dann Fragen zu technischen Details, Kosten und Behandlungsablauf beantworten.

Bin mal gespannt, ob die Beiden den Mut für eine Behandlung finden.

 

Viele Grüße vom Artemisia :113:

 

 

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Die Resonanz auf meine Zahnspange ist bei mir irgendwie auch sehr gering. Es spricht mich eigentlich niemand drauf an. Scheint dann irgendwie doch nicht so spannend zu sein ;-)

Das eine Mal, dass ich angesprochen wurde, verlief aber sehr ähnlich. Eine engere Bekannte hatte meine Zahnspange entdeckt und dann, natürlich erst als wir alleine im Raum waren, gemeint, dass sie mir unbedingt sagen müsse, dass sie mich total beneidet, weil ich mich getraut habe, das mit der Spange zu machen. Sie sei selbst so unzufrieden mit ihren Zähnen und würde auch schon seit Jahren immer mal wieder drüber nachdenken, hätte sich aber bisher nicht getraut. Und dann durfte ich auch gefühlte 100 Fragen zur Behandlung beantworten. Ich habe ihr abschließend die Daten meiner KFO gegeben. Wenn ich sie das nächste Mal sehe, werde ich sie auch mal fragen, ob sie denn nun den Schritt gewagt hat. Das würde mich dann jetzt wiederum auch interessieren.

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Und schon wieder ist ein Monat rum...,

 

Gestern gab 'nen neuen Bogen im OK und einen Gummiwechsel. Der zarte 14er musste einem 16er weichen. Damit der Draht nicht in die Wangen piekt, wurden die Enden noch mit Kunstoff-Bömmeln entschärft.

Im UK heißt es nur aaaabwaaarten und dem 7er beim wandern zuschauen :484: .

 

Damit die Zeit nicht zu lang wird, habe ich beschlossen, einfach mal umzuziehen. Leider konnte ich meinen Lieblings-Kfo nicht davon überzeugen seine Praxis in die nähe meiner neuen Heimat zu verlegen und so muss ich mir nun einen neuen suchen :481: .

 

Bis demnächst :113:

 

Artemisia

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Neuer Kfo neues Glück? - Schaun mer mal!

 

Nachdem nun mein Umzug erfolgreich über die Bühne gegangen ist, fand sich auch rasch auf Empfehlung aus dem Familienkreis ein neuer Kfo.

Ein erster Termin war schnell vereinbart und der Meister konnte sich ein Bild von der bisher erfolgten Behandlung machen.

Wer schon einmal mit einem Handwerksmeister über weiterführende Arbeiten am Werke eines Vorgängers verhandelt hat, kann sich in etwa vorstellen wie das Gespräch verlief - mit zunehmender Zahl der Fachleute potenzieren sich die Meinungen über den 'richtigen' Weg. :372:

In solchen Momenten zeigt sich immer wieder, wie enorm wichtig es ist, sich selber mit der Materie zu befassen und sozusagen 'Fachmann' in eigener Sache zu werden.

Unterm Strich hinterließ das Gespräch aber einen positiven Gesamt-Eindruck und ein neuer HKP wird nun angefertigt.

 

Am vergangenen Freitag war auch gleich der nächste Pit-Stop - Bogenwechsel.

In den vergangenen Wochen haben sich zwischen den Schneidezähnen des OK fleißig Lücken aufgetan und damit die ganze Geschichte nicht in Richtung Pferdegegebiss mutiert, wurde neben einem 18er Bogen auch gleichzeitig eine Power-Chain verbaut. Im UK wurde der erste Vierkant-Bogen montiert und die Feder zum 7er erneuert. Fast alle Gummi-Ligaturen wurden im OK wie UK gegen Draht-Ligaturen ersetzt.

 

Schmerztechnisch zeigt sich die Power-Chain von ihrer gemeinen Seite und Essen reduziert sich zu einer reinen Nahrungsaufnahme. So darf sich der Suppenkasper über ein erneutes Engagement erfreuen.

 

So weit zum Stand der Dinge.

 

Viele Grüße vom Artemisia :113:

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... und das Abenteuer geht weiter.

 

Habe den neuen Behandlungsplan erhalten und konnte diesen heute mit meinem Kfo besprechen. Bis auf kleine Veränderungen geht die Behandlung im Großen und Ganzen so weiter wie auch schon mit dem Vorgänger geplant.

 

Die kleinen Veränderungen beschreiben sich in Form von Aufbissen. Diese sollen meine unteren Backenzähne krönen und meine Schneidezähne von hinten zieren, mit dem Zweck, den alleinstehenden 7er zu entlasten, damit dieser nicht beim wandern behindert wird.

Nun bin ich mal gespannt, wie sehr ich demnächst beim Essen resp. Kauen behindert werde. Auch sorge ich mich ein wenig über meine künftige Aussprache - nach dem nächsten Termin bin ich schlauer :???:

 

Da wandernde Molare keine Eile haben, darf ich mich noch etwa zwei Jahre meiner Brackets erfeuen. Anschließend sollen feste und lose Retainer das Ergebnis über die kommenden Jahre sichern.

 

Nachdem ich ja im Vorfeld einige Bedenken wegen des Kfo-Wechsels hatte, so bin ich momentan sehr zufrieden. Die Beratung ist ausführlich und verständlich und auf meine Fragen und kleinen Sorgen wird gut eingegangen. Insgesamt erscheint mir die Anamnese und Planung meines neuen Kfo sehr sorgfältig.

 

So weit zum Stand der Dinge.

 

Viele Grüße vom Artemisia :113:

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Hallo Artemisia!

Das macht richtig Spaß, Deine Geschichte zu lesen! :smile: Siehe PN. Damit Du weiterhin Deinen Zahn-Marathon meisterst, habe ich für Dich einen ganzen Pick-Up voller Mutkekse organisiert.

Hoffentlich kommt er schnell genug durch...smile.gif;)

rennlaster1xn8.jpg

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AUAHHH...! Schmerz lass nach

 

Am Freitag stand ein weiterer Wartungstermin an. Die ToDo-Liste war dieses mal ein wenig umfangreicher. So mussten einige Brackets umgeklebt werden und die Schneidezähne im OK und UK wurden leicht beschliffen um weiteren Platz zu schaffen. Dazu neue (Vierkant-)Bögen und anstatt einer Powerchain gab es nun eine Verblockung aus Draht. Die Verblockung erinnert mich an einen Maschendraht und ziert nun meinen OK von Eckzahn zu Eckzahn. Befestigt wurde alles mit Drahtligaturen. Verschont blieb ich dankenswerter Weise von den Aufbissen.

 

Dieser Termin gehörte zu den dunklen Highlights meines Abenteuers. Lautstarkes Rumpeln beim Entfernen des Bracketklebers wurde abgelöst von hellem Sirren beim Slicen.

Zum ersten mal war schon das Einsetzten der neuen Bögen ziemlich unangenehm. Als die Verblockung und die Ligaturen festgezogen wurden hatte ich das Gefühl meine Zähne brechen gleich ab. Eine Kakophonie aus Ziehen und Stechen begleitete das Verdrahten. So war ich diesemal heilfroh, als ich die Praxis nach gut 1,5 Stunden wieder verlassen konnte :149:

 

Schon am Abend war an Kauen kaum zu denken. Nahezu jeder Zahn zeigte seine Empörung mit mehr und weniger intensivem Schmerz. Besonders die Schneidezähne waren derart beleidigt, dass selbst der Druck der Zunge empfindliche Reaktionen hervorrief.

Jetzt, nach zwei Tagen beruhigt sich die Situation so langsam wieder und ich freue mich schon, wenn ich in den nächsten Tagen wieder halbwegs vernünftig Essen kann.

 

Der nächste Service steht erst in 8 Wochen an und sollte sich, nach heutigem Stand, nur auf einen Bogenwechsel begrenzen - schaun mer mal.

 

Soweit zum Stand der Dinge

 

Artemisia :327:

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... und schwupp weg isser,

 

der Schmerz, der Fiese, einfach über Nacht verschwunden. Ich staune immer wieder, aber selbst Abbeißen funktioniert wieder recht gut - dann mal rann an den Ofen :550:

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tolle, flotte Geschichte die du hier schreibst :-) Scheint wirklich alles schnell und relativ unkompliziert bei dir zu klappen....

 

Eine OP ist nicht geplant? Wie lange ist die Behandlungsdauer angesetzt???

 

Wünsch dir weiterhin eine schmerzfreie Zeit ;-)

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Hallo Artemisia

 

tolle Geschichte. Ich kann das alles nachfühlen. Zu den geplanten Aufbissen: Keine Angst davor. Mir wurden die bei einem Termin ohne Vorwarnung eingesetzt. Ich habe so Zementblöcke hinter allen vier Schneidezähnen im OK. Die ersten paar Tage waren etwas mühsam, mittlerweile fallen sie mir nicht mal mehr auf und ich finde sie gar nicht mehr störend.

 

Ich habe eher ein wenig Angst vor den Gummiketten, die mir wohl demnächst mal eingesetzt werden, um die Lücken vorne zu schließen. Ich fürchte, dass die doch ziemlich weh tun.

 

Bin auf deine Fortsetzung gespannt. Habe selbst morgen wieder nen Termin ;-)

 

Gruss,

Grissi

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