Barbie.

GNE am 25.09.2012 in der Uniklink Homburg bei Prof. Dr. Dr. S.

Hallo ihr Lieben,

Letzte Woche Dienstag hatte ich in der Uniklink Homburg meine chirurgisch unterstützte Gaumennahterweiterung. Und somit ist heute der 9 postoperative Tag.

Ich hab mich entschieden euch meine Erfahrungen aufzuschreiben, weil ich selbst erst 16 bin und die Entscheidung die Behandlung anzufangen ganz alleine treffen musste! (Meine Eltern waren davon nicht sehr begeistert) .. Nunja. Ich selbst habe vor meiner OP viele Berichte gelesen und es hat mir sehr geholfen :smile:

Der Anfang:

Am 10.09 bekam ich die Gummis zwischen die Backenzähne gesetzt, die Platz für die Apparatur schaffen sollten, die während der OP eingesetzt wurde .. Ich persönlich empfand die Gummis ziemlich schmerzhaft und störend, aber nach 4-5 Tagen hatte ich mich an sie gewöhnt .. halb so wild.

Da die Fahrt zur Klinik doch schon 1 1/2 Stunden in Anspruch nahm fand das Vorgespräch für die Anästhesie am selben Tag statt.

24.09.

Meine OP war für den 25.09 (Dienstag) geplant und 1 Tag vorher morgens um 10 Uhr (!) musste ich schon in der Klinik sein. Die Freude hielt sich in Grenzen .. Mit Laptop und Fernsehen den ganzen Tag verbracht - göttlich!

25.09

Tag der OP .. Hatte die Nacht davor sehr schlecht geschlafen und mir war doch schon etwas übel. Um 7 Uhr klopfte die Krankschwester und winkte mit dem OP-Kittel, dem knackigen Unterhöschen und den sexy Strümpfen. Sah heiß aus und Um 7:45 Uhr kam der Transport.

Wurde dann erstmal durch das halbe Gebäude geschoben und vor dem OP-Saal platziert. Nach einer für mich gefühlten halben Ewigkeit wurde dann alles vorbereitet und um 8:30 ging es los. Die Narkose war der Wahnsinn .. Ich fühlte mich einfach "gut" und bin zufrieden eingeschlafen :)

12:30 Uhr: Ich wurde wach, während ich grade auf die Transport-Liege (nennt man das so?) gehievt wurde. Mir war unglaublich schlecht und das einzige was ich rausbrachte war "ich glaub ich muss brechen" und "Aua" und schon spritze mir irgendjemand etwas und schon wieder war ich eingeschlafen. So ging es die nächste Stunde .. wachgeworden, eingeschlafen, wachgeworden, eingeschlafen.

13.30: Als ich endlich richtig bei mir war, wurde ich wieder auf mein Zimmer verfrachtet. Glücklicherweise war mein Vater die ganze Zeit dabei, sonst wär ich vermutlich durchgedreht. Schmerzen hatte ich keine, was an der hohen Dosis Dipidolor lag die mir der Arzt als Reaktion auf mein gelalltes "Aua" spritze. Mein Gesicht sah recht "ok" aus nur meine Nase war heftig angeschwollen und blutete und hörte damit einfach nicht auf .. selbst mit Eis auf der Nase blutete sie weiter. Sprechen klappte verhältnismäßig gut. Hab den restlichen Tag dann mit Laptop, Sms und Telefonaten verbracht. Am Abend dann gleich mal "Brühe" geschlürft, was allerdings sehr viel Geduld erforderte, aber ich hatte einfach nur Hunger!

Schmerzmittel brauchte ich an dem Tag keine mehr :)

26.09.2012, 1 postoperativer Tag

Ich hatte die Nacht nach der Op ganz gut überstanden .. Eisbeutel unter die Backe und geschlafen. Beim Blick in den Spiegel allerdings musste ich lachen. Meine Backen waren im Vergleich zum vorherigen Tag um das doppelte angeschwollen und von meiner Nase fang ich gar nicht erst an.

Sprechen war kein Problem, nur die Apparatur nervte beim Sprechen ein wenig (nervt heute immer noch!), zum Frühstück gab’s Kakao und Milchsuppe (das ekelhafteste überhaupt!). Schmerzen hatte ich nicht wirklich nur ein Druckgefühl aber das war gut auszuhalten ohne Schmerzmittel. Lachen war auch kein Problem, spannte nur etwas. Meine Backen und ein Teil meiner Oberlippe war taub, also es fühlte sich „pelzig“ an. Hat mich aber nicht weiter gestört. Meine Nase blutete immer noch ab und an ziemlich stark und ich hatte ständig das Gefühl niesen zu müssen. Niesen fand ich sehr schmerzhaft und ich hab es so gut es ging unterdrückt. Gähnen war leider auch nicht drin. Hab den Tag mit Tv, Sms und Besuchen verbracht. Schmerzmittel musste ich nur 2x nehmen. Hab Novalgin bekommen. Hat auch super gewirkt und 20 Minuten nach Einnahme war alles wieder gut.

Zum Abendessen wieder Brühe bekommen. (Unglaublich wie man sich über Brühe freuen kann ;))

27.09.2012, 2 postoperativer Tag

Die Nacht relativ ruhig und gut geschlafen gehabt. Um 8 Uhr musste ich zur Visite in ein anderes Gebäude. Ich fühlte mich ziemlich kaputt und die Schwellung hatte ihren Höhepunkt erreicht. Mein Gesicht sah aus wie ein Basketball und fühlte sich auch genauso an. Selbst die Krankenschwester musste grinsen als sie mich sah! Von den Schmerzen her war es ok. Hätte es auch ohne Schmerzmittel gut ausgehalten, aber hab dann trotzdem was genommen. Man soll sich ja nicht „quälen“ ;) Der Prof. war sehr zufrieden und sagte mir, das ich morgen nachhause könnte. Durfte ab dem Tag weiches Essen kauen und meine Mutter brachte mir noch am selben Tag Nudeln ins Krankenhaus. Der Tag verging dann auch ziemlich schnell und mir ging es gut. Hatte kaum Schmerzen, nur die Schwellung nervte mich.

28.09.2012, 3 postoperativer Tag

10:30 Uhr: Endlich nachhause! Nur noch die Visite abwarten und dann nichts wie weg. War alles super, Schmerzen hatte ich keine. Hab auch keine Schmerzmittel mehr genommen. Die Schwellung war NOCH schlimmer als 1 Tag davor, und ich war geschockt wie dehnbar Backen sein können! Meine Mutter holte mich also ab und als Belohnung gönnte ich mir im McDonalds erstmal ein Stück Kuchen. Essen hat gut geklappt, Sprechen war problemlos (Das Lispeln lassen wir außen vor ;)). Am Dienstag hatte ich dann den nächsten Termin zur Kontrolle und für das erste Drehen.

Das Wochenende an sich war ok. Kaum Schmerzen, viel gelangweilt. Ab und zu Nasenbluten, aber nichts Dramatisches. Die Schwellung nahm ab und ich fing an Farbe zu bekommen. Meine Backen wurden gelb, aber mit Make-up kein Problem. Samstags war ich schon shoppen und sonntags sah ich schon „fast“ wieder normal aus. Hatte etwas Halsschmerzen, vermutlich von der „Beatmung“ während der OP. Das tat „mehr“ weh, wie die ganze OP an sich, aber war auch ohne Schmerzmittel auszuhalten.

02.10.2012, 7 postoperativer Tag

Um 14:30 Uhr hatte ich den Termin zur Nachkontrolle und musste das 1x Drehen. Der Prof. war sehr zufrieden. 2 Wochen Sportverbot (Ballsport ;)), aber am Wochenende dürfte ich schon wieder feiern gehen. Perfekt! (:

Hab dann das 1x gedreht. Gar kein Problem, keine Schmerzen .. Man merkt das Drehen überhaupt nicht. Insgesamt muss 32x gedreht werden. Morgens und Abends über 16 Tage lang. Dann wird eine Lücke von 8 mm entstanden sein.

04.10.2012, 9 postoperativer Tag

Also, mir geht es super. Ich hab überhaupt gar keine Schmerzen mehr, drehe regelmäßig (heute Abend das 5x) und es ist schon 1 Lücke von 1 mm entstanden. Man sieht förmlich bei jedem drehen wie sie größer wird! Das Lispeln beim Sprechen wird von Tag zu Tag besser und man merkt mir nicht an das ich letzte Woche operiert wurde. Die Schwellung ist komplett weg und die Farbe auch. Sehe wieder aus wie immer. Essen kann ich ganz normal, nur keine ganz harten Sachen (Brötchen etc.). Morgen will ich schon wieder feiern gehen und ich kann rückblickend sagen, dass ich die OP sofort wieder machen würde. Die Leute waren super nett und haben sich gut um mich gekümmert. Der Prof. war super und ich hatte keinerlei Probleme und Schmerzen hatte ich so gut wie keine. Ich bin froh, diesen Schritt gemacht zu haben und ich freue mich schon auf meine weitere Behandlung und schöne Zähne. :)

Tut mir Leid für soviel Text, aber ich wollte es ausführlich machen. Und wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten! :)

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Hallo Barbie!

Herzlichen Glückwunsch zur überstandenen OP! Dort bin ich auch operiert worden! Hat Dich der Professor operiert? Bei mir war es ein Oberarzt. Lagst Du auf der Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgie? Wenn ja, wie war es dort? Ich lag auf der Kinderchirurgie. :-)

Du hast ja früh weiches Essen dürfen/können! Das ging bei mir ganz lange nicht...wie geht es mit Deiner Behandlung jetzt weiter? Brauchst Du eine weitere OP?

Ich wünsche Dir alles Gute und vorallem gutes Abschwellen!

Liebe Grüße,

Hanay

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Dankeschön Hanay!

Ja ich wurde vom Professor operiert, lag allerdings auch auf der Kinderchirurgie und fand es dort auch ziemlich nett. Hatte auch glücklicherweise ein Einzelzimmer. Von "Kinderchirurgie" merkte man dort wenig ;)

Wie lange ist denn deine OP jetzt her?

Der Professor sagte mir, um jemals "richtig" aufeinanderbeißen zu können bräuchte ich noch eine OK-Vorverlagerung, aber als nächstes sind erstmal die Weisheitszähne dran und ein Eckzahn im OK muss noch retiniert werden. Ich hab also noch einiges vor mir.

Liebe Grüße

Barbie. :)

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