Simon6785

Wie funktioniert das eigentlich??

Hallo,

ich habe seit einer Woche Damon Clear oben und unten. (Btw, bin echt begeistert, einem meiner Mitbewohner ist bis gestern nicht aufgefallen das ich eine Zahnspange trage)

Jetzt ist heute der Draht im Unterkiefer unten aus dem hinteren Bracket rausgerutscht, und meine KFO meinte, ich sollte ihn einfach wieder locker hineinstecken.

Jetzt war ich doch etwas baff, ich dachte so ein Draht würde gespannt...? Die Drähte hängen relativ locker drin und sind hinten nicht fest, wie üben die denn eine Kraft aus? Und würde es nicht viel schneller gehen wenn man die Drähte richtig spannen würde?

Danke!! (Vertraue meiner KFO da voll, bin einfach nur neugierig...) ;-)

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Schneller geht es bestimmt immer, aber ob da die Zähne und die Wurzeln mitspielen? Ich denke eher nicht.

Ich hab meine Spange auch neu bekommen (ca. 3 Wochen) und meine Drähte sind auch relativ locker. Kann da mit der Zunge hoch und runter drücken. Trotz dessen, spüre ich immer noch Druck auf bestimmten Zähnen. Mal verschwindet der Druck für 1-2 Tage und dann zieht es wieder. DEr Draht arbeitet also auch im lockeren Zustand. Außerdem ist es der erste Draht. Die Zähne werden auf die kommende Behandlung vorbereitet und gelockert. Von daher denke ich, dass das in Ordnung ist so wie es ist.

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Das Prinzip geht darauf zurück, dass der Draht, wenn er aus der Packung kommt, eine mehr oder weniger harmonische Form bildet.

Wird dieser Draht nun in jedes Bracket eingelegt, wird er dabei verformt, da die Zähne vor der Behandlung normalerweise keinen idealen Bogen beschreiben. Man könnte sagen, dass darin das "Spannen" des Bogendrahtes besteht. Der verformte Draht ist jetzt elastisch deformiert und möchte sich zurückstellen. Das tut er auch, und nimmt dabei die Zähne mit. Damit sich die Zähne bewegen, muss der Knochen um sie herum umgebaut werden. Das geht nur so schnell, wie es die Körperzellen, die diesen Umbau durchführen, eben schaffen. Die Geschwindigkeit ist auch von Mensch zu Mensch verschieden.

Am Anfang der Behandlung benutzt man dünne Drähte, da die Zähne noch sehr schief stehen. Diese dünnen Drähte können manchmal aus den letzten Brackets (bzw. Tubes) herausgleiten. Nach und nach werden dickere Drähte verwendet. Mit denen passiert das dann nicht mehr.

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@mush: besser hätte man es nicht erklären können

ich ergänze noch: das "Spannen" eines Bogens durch Fixierung hinten käme (wenn man das machen würde) ja nur für wenige spezielle Fälle infrage... wenn die Zähne nach außen gedreht, gekippt oder einfach nur nach vorne "gezogen" werden sollen, käme man mit alleiniger Bewegung nach hinten nicht wirklich weit... ;-)

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Noch als Ergänzung, vor allem zu der Erklärung von Mush:

Die ersten Drähte sind normalerweise thermoelastische Drähte. Bei thermoelastischen Materialien kann eine bestimmte Form einprogrammiert werden, in die der Draht zurückspringt, wenn er einer bestimmten Temperatur (oder höher ausgesetzt) ist, unabhängig davon, wie er vorher verbogen wurde. Vielleicht kennst Du als Gag Büroklammer, die man beliebig verbiegen kann und wenn man diese in heißes Wasser gibt, nehmen sie wieder die Büroklammerform an. Das gleiche geschieht im Mund mit den Drähten, bei der Temperatur dort wollen die Drähte in die einprogrammierte Form (wie von Mush gezeigt) zurück, egal wie sie vorher durch die schiefstehenden Zähne verbogen wurden und nehmen dabei die Zähne mit.

Die ersten Drähte sind auch normalerweise rund und ziemlich dünn, füllen den Slot nicht vollständig aus und können sich dadurch leichter aus den Brackets bewegen, aber sie schaffen definitiv einiges an Zahnbewegungen. Bei mir mußte z.B. eine Lücke zwischen den UK-Vorderzähnen geschlossen werden, wobei die Zähne sich auch gedreht hatten und es war erstaunlich, wie schnell diese zu war. Mit den späteren dickeren und definitiv mit den Vierkantbögen, die den Slot vollständig ausfüllen, wird der Draht auch nicht mehr aus den Brackets herausrutschen.

Irene

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wenn es dir doch häufiger passieren sollte, dann kann der kfo den bogen vielleicht am ende umbiegen beim nächsten mal. das wird bei mir zumindest fast immer gemacht, dass er am ende locker umgebogen wird. dann kann nichts rausrutschen.

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Hallo, danke für die vielen Antworten :-)

Aber wenn ich das richtig verstehe kann ich doch so nur Zähne drehen bzw. in der Höhe ändern. Aber eine Kraft nach hinten kann ich doch so nicht ausüben, wenn der Bogen nur locker drin liegt, oder...? Wüsste nicht wie das gehen soll.

(Im OK "fächern" meine Zähne nach vorn auf, die müssen zurück gezogen werden irgendwann... ^^)

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Der Bogendraht wird in die Brackets eingelegt und dann z. B. mit einem kleinen Gummiring dort gehalten. Hier kann man das ganz gut sehen. Die grünen und blauen Gummiringe sorgen dafür, dass der Bogen beispielsweise auch dann im Bracket bleibt, wenn der dazugehörige Zahn zu weit innen steht. Der Rest funktioniert wie gehabt: Der Bogendraht wird verformt, stellt sich langsam wieder zurück und holt dabei den Zahn nach vorne.

Eine Sache ist damit noch nicht erledigt, nämlich die Neigung des Zahnes, der sogenannte Torque. Den Torque eines Zahnes kann man dadurch korrigieren, dass man einen Bogendraht verwendet, dessen Querschnitt nicht rund, sondern eckig ist. Das sieht dann etwa so aus.

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