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Goriwyn

Kombiniert kieferorthopädische-kieferchirurgische Maßnahme wird nicht übernommen, wenn Lingualtechnik?

Hallo,

ich habe soeben mit 5 "Experten" meiner Krankenkasse telefoniert und bin total ratlos.

Bei meinem Termin beim Kieferorthopäden wurde vereinbart, dass ich eine feste Zahnspange mit Lingualtechnik, also sog. Inkognitoverfahren, bekommen soll. Danach eine Unterkiefervorverlagerung. Das alles war schon ein starkes Stück, aber so langsam freunde ich mich mit dem Gedanken an.

Es hieß dann, dass ich die Lingualtechnik selbst bezahlen müsste, soweit sie die "normale" feste Zahnspange kostentechnisch übersteigen würde, die OP würde die Kasse zahlen, da ich KIG 5 bin. Auch damit konnte ich leben.

Eben habe ich bei der Kasse angerufen, weil ich einen Zettel zum Kostenerstattungsverfahren habe und nicht wusste, ob es notwendig ist, dieses Verfahren zu wählen. Nach dem Zettel bin ich dann ein Jahr quasi privat versichert und müsste jede Rechnung einzeln einreichen, bekäme notwendige Behandlungen aber erstattet.

Bei dem Telefonat dann der Schock: Es hieß, wenn ich mich für die Lingualtechnik entscheide, würde überhaupt nichts bezahlt werden, auch die OP nicht. Und auch nicht die Behandlungen, die sowieso notwendig wären, wenn ich mich für eine feste Spange entscheide.

Ich dachte eigentlich, die Lingualtechnik wäre nur ein "mehr" zur außenliegenden Spange, für die Kasse ist es anscheinend etwas ganz Anderes. Und dauernd diese doofen Aussagen: "Ab 18 zahlen wir normal eh nicht!" "Das ist ja ihre Sache, wenn es lingual sein soll!" usw.

Das Ganze macht mich irgendwie total fertig. Ich kann nicht auf die Lingualtechnik verzichten. Ich bin gerade fertig mit meinem Studium und trete in die Bewerbungsphase ein, ich möchte einfach keine außenliegenden Brackets. Und ist es denn meine Schuld, dass ich als Kind falsch behandelt wurde und heute 9mm Überbiss habe? Irgendwann habe ich zu dem Mann am Telefon auch etwas ungehalten gesagt, dass er wohl nicht glauben würde, dass ich mir den Unterkiefer brechen lasse, nur aus Spaß an der Freude, wenn es nicht medizinisch notwendig ist?

Ich verstehe das nicht. Eine Behandlung mit Spange und OP kann doch kein Privatvergnügen werden, nur weil ich keine außenliegenden Brackets habe. Den KFO werde ich wohl auch wechseln. Ich war beim Beratungsgespräch so zufrieden da, heute ist die Sprechstundenhilfe super unfreundlich, sagt, sie wisse auch nicht, was ich da für Zettel hätte und dass sie Fälle mit Lingualtechnik und OP eh nicht haben. Na toll.

Weiß jemand einen Rat?

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Hi,

also soweit ich weiß, sieht es bei Lingualtechnik so aus: Bei Lingualtechnik muss man die komplette kieferorthopädische Behandlung selbst bezahlen, die OP wird aber ganz normal von der Krankenkasse bezahlt. Lingualtechnik erfordert wohl einiges mehr an Zeitaufwand beim Kieferorthopäden, das wird von der Krankenkasse nicht abgedeckt. Ein Unterschied wäre z.B. die Behandlung mit Keramikbrackets, da zahlt man (soweit ich weiß) nur die Differenz zu den normalen Brackets (das nennt sich dann Mehrleistung). Quelle für meine Aussagen ist der Post von einem Zahnarzt hier im Forum, ich finde aber gerade die Originalquelle nicht mehr.

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Hi,

also ich habe Lingualbrackets und ich zahle "nur" die Differenz zu den normal Brackets, sonst hätte ich die Lingualspange nie genommen. Vielleicht ist das aber auch von KFO zu KFO verschieden.

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@Goriwyn... hattest du denn schon mal eine schriftlich Zusage für die Behandlung von deiner Kasse bekommen?

Da du ja das Kostenerstattungsverfahren gewählt hast, willst du dich an einer Privatklink oder im Ausland operieren lassen? Denn ansonsten ist die Wahl des Kostenerstattungsverfahren als gesetzlich Versicherter ja eigentlich quatsch. Ich hatte mich ja als GKV-Patient an einer Privatklinik operieren lassen, und habe daher auch das Kostenerstattungsverfahren gewählt, nur das ich mit meiner KK so vereinbart habe, das nur die Kieferoperation mit diesem Verfahren ein Jahr lang so abgerechnet wird, alle anderen möglichen OPs davon nicht betroffen sind und ganz normal abgerechnet werden . Allerdings musste ich die Krankenkasse wechseln, weil meine alte Kasse sich quer gestellt hatte und die OP an dieser Klinik nicht genehmigen wollte.

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Huhu,

bis dato habe ich noch gar nichts gewählt. Mein KFO wollte, dass ich das Kostenerstattungsverfahren wähle, wenn ich die Lingualspange möchte. Das kam mir aber komisch vor, deswegen die Anrufe bei der Krankenkasse.

Nach meinen Recherchen macht es auch keinen Sinn, das Kostenerstattungsverfahren zu wählen. Es ist eine normale Uniklinik, die mir das nahegelegt hat, weder privat, noch im Ausland.

Ich bin noch in der Vorbereitungsphase und informiere mich noch. Entschieden ist bisher noch nichts. Muss die Geschichte ja auch finanzieren können.

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Hi,

also ich habe Lingualbrackets und ich zahle "nur" die Differenz zu den normal Brackets, sonst hätte ich die Lingualspange nie genommen. Vielleicht ist das aber auch von KFO zu KFO verschieden.

Genau dies ist auch das einzige was logisch Sinn macht -> den Differenzbetrag zur "normalen" Spange selber bezahlen - alles andere ist imo absolut unlogisch und daher ein Unding, dass so etwas simples anscheinend nicht "spielraum-los" seitens der KK geklärt ist.

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Huhu,

also mittlerweile ist es bei mir insoweit vorangegangen, als dass ich mich für eine andere KFO entschieden habe und dort meine Lingualtechnik bekomme - und ich bezahle nur die Differenz. Der Behandlungsplan muss noch von der Kasse abgesegnet werden und sie sagt, sie habe das schon bei sehr vielen Patienten so gemacht - also denke ich nur, dass die Herren bei der Uniklinik weniger Ahnung hatten, ebenso wenig wie die, bei der Krankenkasse. Ich habe Anfang Dezember bei der Uniklinik angerufen, Zitat: "Ach, so wie Sie will das hier keiner haben, davon haben wir keine Ahnung!" - daher also Wahl für einen anderen KFO.

 

Ich werde mich hier nochmal melden, wenn ich Antwort von der Krankenkasse habe. Ich bin aber zuversichtlich, dass das alles gut klappt.

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Genau dies ist auch das einzige was logisch Sinn macht -> den Differenzbetrag zur "normalen" Spange selber bezahlen - alles andere ist imo absolut unlogisch und daher ein Unding, dass so etwas simples anscheinend nicht "spielraum-los" seitens der KK geklärt ist.

Ich hab den Beitrag von "Steve" (ist Zahnarzt soweit ich weiß) übrigens gefunden:

"Man muß unterscheiden, ob die Kassen (Vertrags-) Leistung aufgewertet wird, also zum Beispiel statt Standardbrackets programmierte Brackets aus Metall oder Keramik verwendet werden - dann sind das Mehrkosten die dem Patienten in Rechnung gestellt werden.

Wenn die Kassenleistung nicht enthalten ist sind das außervertragliche Leistungen und die Kasse bezahlt da nichts zu.

Meines Wissens ist Lingualtechnik eine außervertragliche Leistung"

 

Aber vlt. hat sich in Sachen Abrechnung seit 2010 mal wieder was geändert.

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