Amenophis

Bitte um Hilfestellung bei nicht nachvollziehbarer Vergütungsvereinbarung für feste Zahnspange

Liebe Experten,

unsere 13jährige Tochter hat bislang eine herausnehmbare Zahnspange getragen und soll nun auf Empfehlung des KFO eine festsitzende Zahnspange erhalten.

In einem einseitigen Merkblatt hat er uns als Eltern unter anderem folgende zwei Behandlungsalternativen zur Auswahl gegeben:

  1. „Standard einfach“: Zahnspange an der Außenseite der Zähne, zweidimensional programmierte Stahlbrackets, Stahlbänder, Stahlbögen, manuelle Klebetechnik, Behandlungsdauer ca. 3 bis 4 Jahre für 540 € (nach mündlicher Nachfrage beim KFO handelt es sich hierbei um die von der gesetzlichen Krankenversicherung gedeckte Alternative, die 540 € seien der von uns zu tragende 20%ige Anteil, den wir nach erfolgreichem Abschluss der Behandlung von unserer Krankenkasse zurück erhalten)
  2. „Standard modern“: Zahnspange an der Außenseite der Zähne, dreidimensional programmierte Brackets, elastische Titanbögen, Vormontage der Brackets im Labor (indirekte Klebetechnik), Versiegelung der Klebeflächen, adhäsive Befestigung, Behandlungsdauer ca. 1,5 bis 2 Jahre für 1.680 € (nach mündlicher Nachfrage beim KFO handelt es sich hierbei um die von ihm empfohlene Alternative, die 1.680 € sind als von uns privat zu tragende Zusatzkosten zur vorgenannten Alternative zu verstehen)

Gerne hätte der KFO sofort mit der zweiten Behandlungsalternative begonnen. Ich habe aber zunächst um Überlassung eines nachvollziehbaren Kostenvoranschlags gebeten. Diese vorbereitete und von uns noch zu unterzeichnende "Vergütungsvereinbarung" (Vertragsgrundlage: § 2 Abs. 1 und 2 der Gebührenordnung für Zahnärzte) habe ich heute erhalten und sie weist folgende Positionen aus:

2 x Abformung beider Kiefer (Faktor 3,6) = 105,28 €

28 x Professionelle Zahnreinigung (Faktor 2,3) = 101,36 €

28 x Versiegelung von kariesfreien Zahnfissuren mit Kunststoffen (Faktor 2,3) = 325,92 €

28 x Adhäsive Befestigung (Faktor 2,3) = 470,96 €

2 x Analyse von Kiefermodellen (Faktor 4,3) = 87,06 €

1 x Untersuchung des Gesichtsschädels (Faktor 3,6) = 72,89 €

2 x Klinische Funktionsanalyse (Faktor 2,3) = 129,36 €

2 x Registrat und Kontrollregistrat (Faktor 3,6) = 72,88 €

2 x Arbiträre Achsenbestimmung, Anlegen eines Übertragungsbogens (Faktor 2,3) = 77,62 €

2 x Registrieren von Unterkieferbewegungen (Faktor 2,3) = 129,36 €

2 x Diagnostische Maßnahmen im Artikulator (Faktor 2,3) = 64,68 €

1 x Schädel-Übersicht (Faktor 1,8 ) = 41,96 €

Insgesamt ergibt die „voraussichtliche Gesamtsumme der Honorarleistungen“ fast eine „Punktlandung“ mit einem Betrag von 1.679,33 €.

Unsere Entscheidung für die zweite Behandlungsalternative gründete sich im Wesentlichen auf die in Aussicht gestellte um die Hälfte kürzere Behandlungsdauer, nicht notwendige Stahlbänder sowie die Verwendung „patientenschonender“ Materialien wie elastischer Titanbögen. Von all diesen Punkten finde ich als zahnmedizinischer Laie aber nichts auf der vorbereiteten Vergütungsvereinbarung und halte sie daher für vollkommen intransparent. Wenn ich nicht wüsste, dass unsere Tochter eine festsitzende Zahnspange erhalten soll, könnte ich selbst das aus der Unterlage nicht ersehen.

Es wäre schön, wenn mir einer der Experten hier im Forum seine Meinung hierzu sowie zu den Fragen, ob die einzelnen Positionen sinnvoll erscheinen, teilweise nicht schon im Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung enthalten sind und sich die Preise hierfür im „üblichen Rahmen“ bewegen, mitteilen könnte.

Vielen herzlichen Dank schon im Voraus!

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Liebe Experten,

unsere 13jährige Tochter hat bislang eine herausnehmbare Zahnspange getragen und soll nun auf Empfehlung des KFO eine festsitzende Zahnspange erhalten.

In einem einseitigen Merkblatt hat er uns als Eltern unter anderem folgende zwei Behandlungsalternativen zur Auswahl gegeben:

  1. „Standard einfach“: Zahnspange an der Außenseite der Zähne, zweidimensional programmierte Stahlbrackets, Stahlbänder, Stahlbögen, manuelle Klebetechnik, Behandlungsdauer ca. 3 bis 4 Jahre für 540 € (nach mündlicher Nachfrage beim KFO handelt es sich hierbei um die von der gesetzlichen Krankenversicherung gedeckte Alternative, die 540 € seien der von uns zu tragende 20%ige Anteil, den wir nach erfolgreichem Abschluss der Behandlung von unserer Krankenkasse zurück erhalten)
  2. „Standard modern“: Zahnspange an der Außenseite der Zähne, dreidimensional programmierte Brackets, elastische Titanbögen, Vormontage der Brackets im Labor (indirekte Klebetechnik), Versiegelung der Klebeflächen, adhäsive Befestigung, Behandlungsdauer ca. 1,5 bis 2 Jahre für 1.680 € (nach mündlicher Nachfrage beim KFO handelt es sich hierbei um die von ihm empfohlene Alternative, die 1.680 € sind als von uns privat zu tragende Zusatzkosten zur vorgenannten Alternative zu verstehen)

Gerne hätte der KFO sofort mit der zweiten Behandlungsalternative begonnen. Ich habe aber zunächst um Überlassung eines nachvollziehbaren Kostenvoranschlags gebeten. Diese vorbereitete und von uns noch zu unterzeichnende "Vergütungsvereinbarung" (Vertragsgrundlage: § 2 Abs. 1 und 2 der Gebührenordnung für Zahnärzte) habe ich heute erhalten und sie weist folgende Positionen aus:

2 x Abformung beider Kiefer (Faktor 3,6) = 105,28 €

28 x Professionelle Zahnreinigung (Faktor 2,3) = 101,36 €

28 x Versiegelung von kariesfreien Zahnfissuren mit Kunststoffen (Faktor 2,3) = 325,92 €

28 x Adhäsive Befestigung (Faktor 2,3) = 470,96 €

2 x Analyse von Kiefermodellen (Faktor 4,3) = 87,06 €

1 x Untersuchung des Gesichtsschädels (Faktor 3,6) = 72,89 €

2 x Klinische Funktionsanalyse (Faktor 2,3) = 129,36 €

2 x Registrat und Kontrollregistrat (Faktor 3,6) = 72,88 €

2 x Arbiträre Achsenbestimmung, Anlegen eines Übertragungsbogens (Faktor 2,3) = 77,62 €

2 x Registrieren von Unterkieferbewegungen (Faktor 2,3) = 129,36 €

2 x Diagnostische Maßnahmen im Artikulator (Faktor 2,3) = 64,68 €

1 x Schädel-Übersicht (Faktor 1,8 ) = 41,96 €

Insgesamt ergibt die „voraussichtliche Gesamtsumme der Honorarleistungen“ fast eine „Punktlandung“ mit einem Betrag von 1.679,33 €.

Unsere Entscheidung für die zweite Behandlungsalternative gründete sich im Wesentlichen auf die in Aussicht gestellte um die Hälfte kürzere Behandlungsdauer, nicht notwendige Stahlbänder sowie die Verwendung „patientenschonender“ Materialien wie elastischer Titanbögen. Von all diesen Punkten finde ich als zahnmedizinischer Laie aber nichts auf der vorbereiteten Vergütungsvereinbarung und halte sie daher für vollkommen intransparent. Wenn ich nicht wüsste, dass unsere Tochter eine festsitzende Zahnspange erhalten soll, könnte ich selbst das aus der Unterlage nicht ersehen.

Es wäre schön, wenn mir einer der Experten hier im Forum seine Meinung hierzu sowie zu den Fragen, ob die einzelnen Positionen sinnvoll erscheinen, teilweise nicht schon im Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung enthalten sind und sich die Preise hierfür im „üblichen Rahmen“ bewegen, mitteilen könnte.

Vielen herzlichen Dank schon im Voraus!

Bin mal gespannt, ob einer der Experten hier zu der Vergütungsvereinbarung seines Kollegen etwas schreibt.

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Um ehrlich zu sein, hab ich hier schon länger keinen Experten mehr posten sehen ;)

@Amenophis: Merkblatt hört sich ja nach sowas standardmäßigem an was jeder bekommt. Aber es ist eine gute Frage warum z.B. die Titanbögen auf der Rechnung fehlen. Ich würde einfach mal nachfragen was denn mit den erwähnten Titanbögen und anderen Brackets ist. Manche Krankenkassen bieten auch spezielle Hotlines ein, die einem in solchen Fällen weiterhelfen. In manchen Städten (meistens Großstädte) gibt es auch Beratungsdienste der Kassenärztlichen Vereinigungen der Zahnärzte für kieferorthopädische Fälle. Die sind zwar nicht 100%-ig neutral, aber zumindest könnten die das ein oder andere erklären.

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@smurf: Danke für Deinen Hinweis auf die nicht mehr aktiven Experten. Ich war davon ausgegangen hier Hilfe von Fachleuten erhalten zu können. Schade, dass das nicht mehr der Fall ist! :481:

Werde mich dann wohl zunächst an meine Krankenkasse wenden, habe aber auch folgenden Link gefunden: http://www.unabhaeng...tenberatung.de/

Mal sehen, wo ich fundierte Hilfestellung erhalten werde.

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Die Faktoren bzw. Steigerungssätze sind dir bekannt? 1,8 bzw. 2,3 sind die Regel. Der nach der GOÄ/Z vorgesehene Höchstsatz ist 3,5; dieser erfordert eine Begründung, warum die Leistung schwierig ist. Vereinbarung einer Vergütung, ua von über 4 für die Analyse von Kiefermodellen? Was soll in dem Fall so schwierig sein? Habe von einem HKP gelesen, in dem der KFO für Maßnahmen zur Einstellung der Okklusion durch alveolären Ausgleich bei abgeschlossener Wachstumsphase einschl. Retention diese Position nicht pro Kiefer abgerechnet hat, sondern sage und schreibe pro Zahnzwischenraum ... Es mag sein, dass der KFO fachlich ordentlich arbeitet/arbeiten würden und nur versucht, auf fragwürdige Art mehr abzurechnen als berechtigt, aber mir persönlich wäre das Risiko zu hoch, dass er bei dem abrechnungstechnischen Verhalten auch fachlich ohne die erforderliche Sorgfalt arbeiten würde.

Was für Zahn-, Kieferfehlstellungen liegen eigentlich vor?

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Die Faktoren bzw. Steigerungssätze sind dir bekannt?

Bislang nicht, aber ich lerne dazu. Danke! :473:

Was für Zahn-, Kieferfehlstellungen liegen eigentlich vor?

An beiden Seiten des Oberkiefers konnte jeweils ein Backenzahn des Milchgebisses nicht durchbrechen. Diese Zähne wurden entfernt und die Lücke erweitert, damit die bleibenden Backenzähne durchbrechen konnten. Diese wandern nun langsam heraus.

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@Separiergummiträger: Danke für Deinen Hinweis auf die nicht mehr aktiven Experten. Ich war davon ausgegangen hier Hilfe von Fachleuten erhalten zu können. Schade, dass das nicht mehr der Fall ist! :481:

Werde mich dann wohl zunächst an meine Krankenkasse wenden, habe aber auch folgenden Link gefunden: http://www.unabhaeng...tenberatung.de/

Mal sehen, wo ich fundierte Hilfestellung erhalten werde.

Hm, ich glaub diese Patientenberatung da wird dir nicht weiterhelfen können, die Zeit kannst du dir sparen. Du bräuchtest entweder mind einen Zahnarzt oder besser einen Kieferorthopäden, der dich da beraten kann. Schau mal ob deine Krankenkasse eine entsprechende Hotline hat. Ansonsten, wie gesagt, frag mal nach was mit den Brackets und den speziellen Bögen ist (also ob es die kostenlos dazu gibt oder weshalb die nicht auf der Rechnung auftauchen).

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Schau mal ob deine Krankenkasse eine entsprechende Hotline hat.

Meine Krankenkasse hat zwar eine Hotline rund um die Uhr an sieben Tagen. Sie verweist aber auf ihrer Website auch auf die Unabhängige Patientenberatung Deutschland zwecks kostenloser Beratung.

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Hallo Amenophis,

ich habe abgesehen von den GOZ-Positionen, die Du gepostet hast, keinen großen Einblick in die konkrete Situation und möchte (und darf) mir deshalb kein Urteil anmaßen.

Aufgefallen ist mir aber, dass neben den Bögen auch die Position 6100 (Eingliederung eines Klebebrackets) offenbar gar nicht auftaucht. Ich könnte mir vorstellen, dass der Kollege freiwillig darauf verzichtet hat, um andere Sachen mit aufnehmen zu können, ohne dass es zu teuer wird, aber das ist alles nur Spekulation.

Um sich selbst ein wenig Transparenz bezüglich der einzelnen Positionen zu verschaffen, hilft evtl. der Kommentar der Bundeszahnärztekammer zur GOZ. Ich würde Dir in jedem Fall empfehlen, das Gespräch mit dem Behandler zu suchen und mal nachzufragen. Entweder bekommst Du dann Antworten, die Dich zufriedenstellen oder nicht. Danach kannst Du weitere Überlegungen anstellen.

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Hallo Mush und vielen Dank für Deine Hilfe!

Weder die dreidimensional programmierten Brackets noch die elastischen Titanbögen tauchen also auf. Was sollen wir mit einer solchen Vergütungsvereinbarung, die nur einen Teil der erforderlichen Leistungen ausweist, anfangen?

Leider hat der KFO schon das letzte Mal auf unseren Wunsch nach Erläuterungen zur Entscheidungsfindung recht schroff reagiert. Er habe nicht ausreichend Zeit zahnmedizinischen Laien sämtliche Vor- und Nachteile der Behandlungsalternativen zu erläutern. Ein derartiges Verhalten fördert nicht gerade das Vertrauen zwischen Arzt und Patient.

So langsam befürchte ich, dass aufgrunddessen ein Wechsel des KFO nicht mehr zu vermeiden ist.

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So eine schroffe Reaktion ist natürlich nicht o.k. Ein kleines Bisschen Verständnis kann ich mir trotzdem ehrlich gesagt nicht verkneifen wenn ich daran denke, wie viel Zeit ich aufwenden musste um selbst durch die Neuerungen der GOZ von 2012 durchzusteigen. Zu dem Thema gibt es sprichwörtlich tagelange Vorträge, und immer gibt es ein Dutzend verschiedene Arten, ein und dieselbe Behandlung richtig abzurechnen. Nicht selten findet ein Sachbearbeiter bei einer Krankenkasse, dass eine der anderen Varianten "richtiger" gewesen wäre und nimmt das zum Anlass, eine Erstattung zu verweigern. Insgesamt geschieht meiner Ansicht nach wenig um die Gebührenordnung für Patienten transparenter und für Behandler weniger zeitraubend zu machen, und die GOZ-"Reform" von 2012 hat die Papierberge auch noch wachsen lassen.

Der Kollege könnte andere Positionen ansetzen und versuchen, mit besseren Merkblättern für mehr Transparenz zu sorgen, aber an der Behandlung und am Preis müsste das nicht unbedingt etwas ändern. Sofern er Leistungen, die er abrechnen könnte, nicht abrechnet, ist das seine Entscheidung, die auch nicht unbedingt falsch sein muss.

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Ja, das stimmt. Bürokratisierung und Intransparenz steigen in vielen Branchen, obwohl immer wieder das Gegenteil als Ziel formuliert wird. Auch ich bin in meiner beruflichen Tätigkeit zu immer mehr Bürokratie gezwungen.

Wir sind gerne bereit mehr zu zahlen, wenn wir dafür bessere Leistungen erhalten. Das setzt aber voraus, dass uns die Vorteile dieser Leistungen erklärt und sie in einer schriftlichen Vergütungsvereinbarung dann auch aufgeführt werden. Oder verstehen wir da irgendetwas falsch?

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Überhaupt nicht. Der Kollege war wohl der Ansicht, diesem berechtigten Anspruch genüge getan zu haben indem er Euch das Merkblatt mit den Behandlungsalternativen ausgehändigt hat. Damit hat er Euch ja auch etwas schriftliches in die Hand gegeben, das besagt, dass seine Höherwertige Alternative die gewünschten Brackets und Bögen beinhaltet. Allerdings war das offensichtlich nicht genug um Eure Fragen zu beantworten.

Wenn die Vergütungsvereinbarung jetzt um die "fehlenden" Positionen ergänzt würde, stünde am Ende ein wesentlich höherer Betrag. Würde man jetzt anfangen, den Kollegen zu bitten, stattdessen vorhandene Positionen wegzulassen, so könnte er nicht ganz zu Unrecht fragen, ob man nicht gleich eine eigene Vereinbarung verfassen, oder die Behandlung gleich selbst durchführen will. Zu den einzelnen Leistungen auf der Vereinbarung (Glattflächenversiegelung, Funktionsdiagnostik etc.) kann man sich übrigens auch bei der Stiftung Warentest informieren.

Der schroffe Ton ist nicht gut und die Transparenz der Vereinbarung könnte man vielleicht auch besser hinbekommen, aber ich möchte nicht von mir behaupten, dass ich in jedem Fall eine geplante Behandlung so in GOZ-Positionen abbilden könnte, dass die Vereinbarung 1. rechtlich sauber, 2. preislich angemessen und 3. für den Patienten auf Anhieb transparent ist. Im Zweifel würde ich auch lieber 1. und 2. den Vorrang vor 3. gewähren.

Wenn Ihr bei der Sache das Gefühl bekommt, schlecht behandelt oder übervorteilt zu werden, solltet Ihr vielleicht eine zweite Meinung einholen. Wenn Ihr den Eindruck habt, dass der Kollege gut behandelt und einen angemessenen Preis für seine Leistungen verlangt, bleibt letztlich nur der Ärger über eine Formalität.

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Wenn Ihr bei der Sache das Gefühl bekommt, schlecht behandelt oder übervorteilt zu werden, solltet Ihr vielleicht eine zweite Meinung einholen. Wenn Ihr den Eindruck habt, dass der Kollege gut behandelt und einen angemessenen Preis für seine Leistungen verlangt, bleibt letztlich nur der Ärger über eine Formalität.

Gegen die kieferorthopädische Behandlung haben wir nichts einzuwenden.

Ob der Preis angemessen ist, können wir letztendlich nicht beurteilen. Da hat uns Dein Link auf die GOZ aber schon weiter geholfen.

Aber ist bzw. bleibt es wirklich nur eine Formalität? Wir sollen doch eine Vergütungsvereinbarung obigen Inhalts unterschreiben und uns damit verpflichten, einen bestimmten Betrag für die dort aufgeführten Leistungen zu bezahlen. Wie können wir das tun, wenn in dieser Vereinbarung nicht das steht, was "eigentlich" vereinbart ist? Haben wir Dich richtig verstanden, dass eine Ergänzung um die fehlenden Positionen zwingend zu einer Erhöhung der Vergütung führt? Muss der KFO dann mehr als die zunächst genannten 1.680 € fordern?

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Mit der Vereinbarung bestätigt ihr meines Wissens erstmal, dass Ihr darüber aufgeklärt wurdet und damit einverstanden seid, dass die darin enthaltenen Leistungen durchgeführt und berechnet werden. Kosten entstehen er dann, wenn eine Leistung auch wirklich erbracht worden ist.

Würde man nun die Positionen 6100 und 6150 auf der Vereinbarung ergänzen, käme natürlich am Ende eine höhere Summe raus. Nun könnte man stattdessen andere Positionen aus der Vereinbarung streichen, doch dann wäre man schon dabei, für den Kollegen eine ganz andere Vereinbarung zu verfassen. Er wird sich aber bewusst für seine Version entschieden haben. Warum er diese Variante und keine der zahlreichen anderen Möglichkeiten gewählt hat, vermag ich nicht zu beurteilen. Um die einzelnen Positionen besser einschätzen zu können, empfiehlt sich, wie gesagt, das Heft von der Stiftung Warentest.

Dass er am Ende viel mehr abrechnet als auf der Vereinbarung steht, dürfte nicht zu befürchten sein, da Ihr ja mit dieser Vereinbarung nachweisen könnt, über welche Summe Ihr aufgeklärt worden seid. Ist Deine Sorge, dass am Ende doch nur einfache Standardbrackets und -bögen verwendet werden weil die besseren Materialien nicht auf der Vereinbarung auftauchen?

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Mit der Vereinbarung bestätigt ihr meines Wissens erstmal, dass Ihr darüber aufgeklärt wurdet und damit einverstanden seid, dass die darin enthaltenen Leistungen durchgeführt und berechnet werden. Kosten entstehen er dann, wenn eine Leistung auch wirklich erbracht worden ist.

Das sehen wir ganz genauso.

Würde man nun die Positionen 6100 und 6150 auf der Vereinbarung ergänzen, käme natürlich am Ende eine höhere Summe raus. Nun könnte man stattdessen andere Positionen aus der Vereinbarung streichen, doch dann wäre man schon dabei, für den Kollegen eine ganz andere Vereinbarung zu verfassen. Er wird sich aber bewusst für seine Version entschieden haben. Warum er diese Variante und keine der zahlreichen anderen Möglichkeiten gewählt hat, vermag ich nicht zu beurteilen.

Da komme ich auf die Frage aus meinem letzten Beitrag zurück: Muss der KFO dann mehr als die zunächst genannten 1.680 € fordern? Ist er durch die GOZ oder andere Bestimmungen gezwungen, in einer Vergütungsvereinbarung nur Leistungen aufzuführen, die in der Summe maximal den uns zuvor genannten Betrag ergeben?

Um die einzelnen Positionen besser einschätzen zu können, empfiehlt sich, wie gesagt, das Heft von der Stiftung Warentest.

Vielen Dank für Deinen Hinweis auf diese Publikation. Als Abonnent der Zeitschrift "test" hatten wir uns mit dieser schon vor ein paar Wochen beschäftigt und sind seitdem nicht mehr ganz so laienhaft unterwegs. Interessant ist weiterhin der Artikel im Heft 3/2010, in dem ebenfalls resümiert wird, dass der Durchblick bei Behandlungsvorschlägen und Kostenvoranschlägen des KFO stark erschwert ist.

Dass er am Ende viel mehr abrechnet als auf der Vereinbarung steht, dürfte nicht zu befürchten sein, da Ihr ja mit dieser Vereinbarung nachweisen könnt, über welche Summe Ihr aufgeklärt worden seid. Ist Deine Sorge, dass am Ende doch nur einfache Standardbrackets und -bögen verwendet werden weil die besseren Materialien nicht auf der Vereinbarung auftauchen?

Unsere Sorge ist, dass mit Hinweis auf die von beiden Seiten unterzeichnete Vergütungsvereinbarung und die darin aufgeführten Leistungen entweder 1.) nicht der zuvor besprochene Leistungsumfang erbracht wird oder 2.) die nicht aufgeführten Leistungen (falls erbracht) zusätzlich in Rechnung gestellt werden. Was nützt eine schriftliche (und aus unserer Sicht damit verbindliche und später auch nachvollziehbare) Vergütungsvereinbarung, die nicht die "gewollte" Vereinbarung widerspiegelt?

An dieser Stelle übrigens mal ein großes Lob für Dein Engagement hier im Forum! Wir empfinden es als eine große Hilfe und Unterstützung, mit einem Fachmann über die Punkte, die uns in dieser Angelegenheit bewegen, diskutieren zu können. :473:

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Da komme ich auf die Frage aus meinem letzten Beitrag zurück: Muss der KFO dann mehr als die zunächst genannten 1.680 € fordern? Ist er durch die GOZ oder andere Bestimmungen gezwungen, in einer Vergütungsvereinbarung nur Leistungen aufzuführen, die in der Summe maximal den uns zuvor genannten Betrag ergeben?

Nein, er kann die Vereinbarung im Rahmen der durch Gesetz und GOZ vorgegebenen Grenzen frei gestalten. Dabei kann eine Summe von 100 € herauskommen oder von 10.000. Er würde Euch gegenüber aber sicherlich keinen guten Eindruck machen, wenn er erst über eine Summe aufklärt und dann eine völlig andere verlangt.

Interessant ist weiterhin der Artikel im Heft 3/2010, in dem ebenfalls resümiert wird, dass der Durchblick bei Behandlungsvorschlägen und Kostenvoranschlägen des KFO stark erschwert ist.

Ja, da wirklich durchzusteigen ist nicht immer ganz einfach und geht nur bis zu einem gewissen Grad. Das mag zwar manchmal an den Formulierungen und der Aufklärung liegen, aber letztlich kann man kaum erwarten, dass jeder noch so komplexe Sachverhalt im Rahmen der Zeilen eines Behandlungsplans so allgemein verständlich ausgearbeitet wird, dass man ihn auf Anhieb ohne Vorkenntnisse überblicken kann. Aber ich würde sagen, genau deshalb sind wir alle hier.

Unsere Sorge ist, dass mit Hinweis auf die von beiden Seiten unterzeichnete Vergütungsvereinbarung und die darin aufgeführten Leistungen entweder 1.) nicht der zuvor besprochene Leistungsumfang erbracht wird oder 2.) die nicht aufgeführten Leistungen (falls erbracht) zusätzlich in Rechnung gestellt werden. Was nützt eine schriftliche (und aus unserer Sicht damit verbindliche und später auch nachvollziehbare) Vergütungsvereinbarung, die nicht die "gewollte" Vereinbarung widerspiegelt?

Die Sorge verstehe ich, doch ist es keineswegs so, dass Ihr nichts in der Hand hättet. Euch wurde ein Merkblatt ausgehändigt, auf dem ein Preis steht, der dem auf der Vergütungsvereinbarung nahezu exakt entspricht. Deshalb:

zu 1.) Dass Ihr als Nicht-Zahnmediziner anhand der GOZ-Positionen eventuelle Diskrepanzen entdeckt, kann niemand ernsthaft erwarten. Der Kollege wird kaum so dumm sein zu riskieren, dass Ihr mit Vergütungsvereinbarung und Merkblatt im Gepäck bei der Zahnärztekammer aufschlagt.

zu 2.) Demnach könnte er ja auch eine phantastisch günstige Vergütungsvereinbarung verfassen, Euch damit ködern und dann Rechnungen weit jenseits des Vereinbarten Betrags schreiben. Auf dem Hintergrund der getroffenen Vereinbarung hätte er dann aber gewisse Schwierigkeiten, eine Aufklärung über die zusätzlichen Kosten zu belegen.

Das alles beweist natürlich nicht, dass Euer Kieferorthopäde die bestmögliche Wahl ist. Das kann ich auch gar nicht beurteilen, da ich weder ihn noch Eure Tochter kenne, und selbst wenn das anders wäre, stünde mir kein Urteil zu. Was ich feststellen kann ist, dass die Gestaltung der Vergütungsvereinbarung an sich aus den genannten Gründen und nach meinem Empfinden kein Grund für ein ausgeprägtes Misstrauen sein muss.

Vielen Dank für das Lob!

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Nein, er kann die Vereinbarung im Rahmen der durch Gesetz und GOZ vorgegebenen Grenzen frei gestalten. Dabei kann eine Summe von 100 € herauskommen oder von 10.000. Er würde Euch gegenüber aber sicherlich keinen guten Eindruck machen, wenn er erst über eine Summe aufklärt und dann eine völlig andere verlangt.

Dann kann er ja alle versprochenen Leistungen in der Vergütungsvereinbarung aufführen und trotzdem auf einen Betrag von 1.680 € kommen. Damit wäre dann auch alles gut! ;-)

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Korrekt, aber dafür müsste er, wie gesagt, andere Leistungen aus der Vereinbarung streichen.

Dann habe ich das wohl doch falsch verstanden! Es ist ihm also unmöglich eine Vergütungsvereinbarung zu erstellen, die sämtliche versprochenen Leistungen enthält und mit den versprochenen 1.680 € endet. Vielleicht muss ich das als logisch denkender Mensch auch nicht mehr verstehen. :-(

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Sorry, vielleicht waren meine Erklärungsversuche auch zu schlecht. Er könnte noch den Faktor der vorhandenen Positionen herabsetzen, aber dass er es mit solchen Anpassungen schafft, alle Positionen aufzunehmen und trotzdem am Ende denselben Betrag herauszubekommen, halte ich für unwahrscheinlich.

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Sorry, vielleicht waren meine Erklärungsversuche auch zu schlecht. Er könnte noch den Faktor der vorhandenen Positionen herabsetzen, aber dass er es mit solchen Anpassungen schafft, alle Positionen aufzunehmen und trotzdem am Ende denselben Betrag herauszubekommen, halte ich für unwahrscheinlich.

Es würde ja ausreichen, wenn er sich dem genannten Betrag von oben her annähert. Wesentlich wichtiger als das möglichst genaue Erreichen des Betrags ist eine schriftliche Vereinbarung, die das widerspiegelt, was auch mündlich besprochen wurde. Das sollte nicht an z. B. 100 € scheitern.

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Wenn es 100 € wären, würde ich Dir uneingeschränkt Recht geben, allerdings glaube ich, es würde sich eher so im Bereich um die 1000 Bewegen.

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Unsere Sorge ist, dass mit Hinweis auf die von beiden Seiten unterzeichnete Vergütungsvereinbarung und die darin aufgeführten Leistungen entweder 1.) nicht der zuvor besprochene Leistungsumfang erbracht wird oder 2.) die nicht aufgeführten Leistungen (falls erbracht) zusätzlich in Rechnung gestellt werden. Was nützt eine schriftliche (und aus unserer Sicht damit verbindliche und später auch nachvollziehbare) Vergütungsvereinbarung, die nicht die "gewollte" Vereinbarung widerspiegelt?

Amenophis,

sag mal, ist dieser KFO der einzige weit und breit, dass du/ihr dich/euch so mit seiner Vergütungsvereinbarung beschäftigt, über die er jedenfalls nicht willens ist aufzuerklären?

Wenn er darüber schon nicht aufklären will, wird er es wohl bzgl. fachlicher Methoden, Alternativen noch weniger tun.

Vllt sollte man auch nicht sog. Komfort-, u/o zusätzliche Behandlungen und tatsächliche fachliche Alternativen vermengen.

Du vermutest zumindest, dass er Leistungen nicht erbringen würde, die vorher vereinbart waren. Traust du ihm dann tatsächlich zu, fachlich ordnungsgemäß zu arbeiten und die Leistungen zu erbringen, die notwenig sind, was man als Laie doch noch weniger beurteilen kann?

Um dir meine letzte kfo Erfahrung zu schildern: Der Typ mimte offenbar erst auf vergesslicher Professor und entpuppte sich dann zunehmend als Choleriker und Intrigant, der mit allen Mitteln versuchte, sein Gesicht zu wahren. Eine absolute Niete! Fachlich! Und charakterlich das Mieseste vom Miesen! Es existierte (auch) ein Heil- und Kostenplan, nach dem eine Ausformung von Ober- und Unterkiefer vereinbart war, wie vor der Behandlung abgesprochen. Gemacht hat dieser Chaot, was er wollte bzw. was er konnte - eine angebliche Anpassung des Unterkiefers an den Oberkiefer ... Unterkiefer symmetrisch - Oberkiefer in allen 3 Dimensionen asymmetrisch ... Kannst du dir das Ergebnis vorstellen? Selbst wenn du schriftlich etwas in Händen hältst, hast du keine Garantie, dass der KFO das umsetzt, sei es, weil er nicht kann, sei es, weil er nicht will ...

Warum sprichst du von einem Wechsel, wenn die Behandlung noch nicht einmal begonnen hat?

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Du vermutest zumindest, dass er Leistungen nicht erbringen würde, die vorher vereinbart waren.

Nein, das vermuten wir gar nicht. Wir fühlen uns aber wohler, wenn sich die mündlich besprochenen Leistungen auch 1:1 in der schriftlichen Vereinbarung wieder finden.

Warum sprichst du von einem Wechsel, wenn die Behandlung noch nicht einmal begonnen hat?

Er hat unsere Tochter - was die herausnehmbare Spange angeht - bislang behandelt. An seiner bisherigen Arbeit haben wir auch nichts auszusetzen. Nun soll es mit der festsitzenden Spange weiter gehen. Die Art und Weise aber, wie nun mit unserem Informationsbedürfnis umgegangen wird, verunsichert uns sehr.

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