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barbara2012

Ziehen von 4 Prämolaren

Unser Sohn (seit kurzem 15) war bis vor einem Jahr für 2 Jahre in keiferorthopädischer Behandlung mit einem Bionator anschließend waren brackets für 2 Jahre vorgesehen, vom Ziehen von Zähnen war nie die Rede. Diagnose damals: KLasse II; Engstand Uk: -2mm Engstand Ok 0mm; sagittale STufe 4mm; Teifbiss; nach den 2 Jahren Bionator war er 14, da mussten die Milch-Eckzähne gezogen werden, damit die bleibenden nach kommen konnten. Anschließend hätten die brackets geklebt werden sollen. Da mein Sohn und auch wir nach den 2 Jahren loser Spange doch noch Unsicherheiten und Fragen bezüglich der bracktets hatten (was leider erst am Vortag, an dem die brackets hätten geklebt werden sollen rausgekommen ist) haben wir den Kieferothopäden vor dem Kleben nochmal um ein kurzes Gespräch gebeten, worauf dieser sehr cholerisch geworden ist und uns kurzerhand "hinausgeworfen" hat, obwohl wir ihm auch angeboten hatten die Beratungszeit und den Verdiensentgang extra privat zu bezahlen und bestimmt total höflich und angemessen schuldbewusst waren. Soweit so schlecht.

Nach diesem Schock hat es eine Zeitlang gedauert, bis wir einen neuen KFO suchten und fanden. Inzwischen sind die bleibenden 3er durchgebrochen und haben die Front etwas nach vorn geschoben, im Unterkiefer stehen die 3er überhaupt etwas labial aus der Reihe. Der neue KFO ist sehr nett, sehr vertrauenswürdig, hat ein Fernröntgen und Abbruck angefertigt und ausgewertet und ausführlich besprochen, aber uns leider mit der niederschmetternden Diagnose konfrontiert, dass der Engstand im UK nunmehr 7mm beträgt, im Ok 2mm und die Zähne 106 Grad nach vorne geneigt sind. Sagitale Stufe von 4mm und Tiefbiss bestehen nach wie vor. Da unser Sohn vor kurzen 15 geworden ist, sei lt. neuem KFO kein oder fast kein Kieferwachstum mehr möglich, der Bionator sowieso das falsche Gerät gewesen um den Kiefer zu vergrößern und die einzige Möglichkeit zur Behebung des Engstandes und Aufrichten der Zähne das Ziehen der Prämolaren im UK wegen des Platzmangels und im OK wegen der Symmentrie. Ich bin darüber ganz verzweifelt, erstens weil Schmerzen, 2. weil gesunde Zähne und 3. wegen der Optik jetzt und später, da ich schon viel über die negativen Konsequenzen des Ziehens der Prämolaren gelesen habe (Profilverschlechterung; unser Sohn hat sowieso horizontale Wachstumstendenz, schmale, Lippen, eher flaches Profil). Der KFo sieht das auch so, meint aber die einizige Alternative sei eine OP des UK mit Kieferverlängerung und Ziehen der Prämolaren nur im UK und anschließende brackets, alles erst im Erwachsenenalter. Das klingt fast noch schlimmer und wird von unserem Sohn abgelehnt. Er wünscht sich eine "schnelle Lösung". Nun zu meinen Fragen: 1) Gibt es nach Eurer Erfahrung bei einem so großen Engstand + leichte (106 Grad) Vorkippung der Front wirklich keine anderen Alternativen mehr? 2) Und ist tatsächlich kein Kieferwachstum mehr zu erwarten? 3) Kann sich ein Befund innerhalb eines knappen Jahres so verschlechtern, oder hat sich da einer verrechnet?

Für eine Antwort wäre ich dankbar!

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Naja.. also bei mir wurde bis ich 18 war mir lohsen Klammern der Kiefer gedeht, was (leider zu) gut klappte. Männer waschen doch teilweise bis 21 noch. Ich würde noch einen anderen Arzt konsultieren.

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Hallo!

Ich schreibe einfach ´mal meine Erfahrung:

mir wurden als Jugendliche auch die 4 Prämolaren gezogen. Bei mir wurde damals meine Hand geröntgt, wenn ich das richtig erinnere, um festzustellen, ob mein Kiefer noch wächst...

Ja, ich habe schmale Lippen, einen Tiefbiss und ein auffallend flaches Profil. Zudem haben sich die vorderen Schneidezähne auseinandergefächert, meine "Vorkippung" ist mittlerweile sicher wesentlich größer als 106 Grad.

Leider wurde ich damals nicht mit einer festen Zahnspange versorgt und habe jetzt zusätzlich noch eine sog. Kopfvorhaltung und sehr große Beschwerden, auch die Brustwirbelsäule betreffend.

Im Grunde habe ich den Eindruck, dass bei mir sogar eine Bimax nötig wäre und nicht nur eine UKVV... - die ich aber aus Angst nicht machen lassen möchte, aber das ist ein anderes Thema. Zur Zeit wird mittels einer Aufbissschiene bei mir geschaut, wo mein UK hingehört, um dann zu sehen, wie es weiter geht. Natürlich alles privat, schon allein deshalb, weil ich keine OP möchte...

Ich verstehe deine Sorge allso wirklich gut!!! Mein persönlicher Eindruck: ich würde zu einem dritten KFO gehen und diesen auch noch zu Rate ziehen...

Eventuell ist ja doch die Variante die 4 Prämolaren zu ziehen und dann eine festsitzende Apparatur zu bekommen die beste Lösung.

Ich bin sehr gespannt darauf, wie es für deinen Sohn weiter geht und wünsche alles Gute!!!

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Hallo barbara2012,

Ich kann euch vollkommen verstehen! Auch ich war vor vielen Jahren in derselben Situation. Eventuell hilft dir meine Erfahrung (hab ich auch schon mal hier im Forum geschrieben):

Bei mir wollte der KFO auch alle 4 Prämolaren entfernen. Da war ich etwas jünger als dein Sohn. Hab das damals nicht machen lassen. Die KFO hat das mit fester Zahnspange und Headgear auch so halbwegs hinbekommen. Damals hätte man mir eigentlich schon sagen müssen, dass nur eine OP mein Kieferproblem lösen würde. Wurde aber nicht gemacht...

Mit Anfang 20 hab ich dann die Weisheitszähne bekommen und die haben dann innerhalb kurzer Zeit die Zähne nach vorne verschoben. Jetzt mit Anfang 30 habe ich erneut eine KFO-Behandlung begonnen.

Mein Oberkiefer ist groß genug (und das obwohl ich wie gesagt inzwischen auch die Weisheitszähne bekommen hab). Da musste ich keine Zähne entfernen lassen. Das Unterkiefer ist leider zu kurz (das war er aber schon von klein auf). Deshalb musste ich vor kurzem die zwei Prämolaren ziehen lassen. Bei mir war der Engstand auch ca. so groß wie bei deinem Sohn. Zusätzlich waren die unteren Vorderzähne schon gefährlich nahe am Kieferrand. Eventuell ist das ja auch bei deinem Sohn der Fall?

Jedes Kiefer ist natürlich anders. Aber wie du siehst gibt es mehrere Wege in der Behandlung.

Die Frage ist auch mit welcher Entscheidung dein Sohn dann langfristig gut leben kann. Manch einer entscheidet sich für die Zahnentfernung, andere für die OP, und/oder für eine Kieferverbreiterung (z.B: GNE) etc.

Ich habe mich für die OP entschieden, weil alles andere bei meinem Kiefer eine Kompromisslösung wäre und die eigentlichen Probleme nicht lösen würde.

Ich würde an eurer Stelle mehrere KFOs und KFCs aufsuchen.

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Danke Euch allen für Eure Antworten und Hinweise!

Ich werde versuchen meinen Sohn zu überzeugen, wenigstens noch eine weitere Meinung einzuholen um die Meinung des neuen KFO abzusichern. Mein Sohn hat nämlich Vertrauen in den neuen KFO und das will ich auch nicht zerstören, es ist ja auch wichtig, dass "die Chemie" passt.... und letztlich muss man wohl irgendeinem vertrauen, auch wenn's schwerfällt..

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