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jguenth

Hallo aus Erfurt! OK-VV 04.12.12

So, nachdem ich hier eigentlich direkt nachdem meine kieferorthopädische Behandlung losging mitlese, will ich mich auch mal vorstellen und einiges schreiben.

Hier also die Krankengeschichte:

Geboren 1982 (also momentan 30Jahre alt), hatte ich als Jugendlicher schon eine Zahnspangenbehandlung mit herausnehmbarer Spange über 7 Jahre. Diese war auch erfolgreich. Vor einigen Jahren bekam ich dann ein Knirscherschiene, da meine Zähne sich stärker abnutzten (meine Freundin hat mir dann bestätigt, dass ich knirsche, mir war das nicht bewußt). Trotz regelmäßigem Tragen nutzen sich die Zähne aber weiter ab, bis ich dann irgendwann mal beim Zahnarzt fragte ob das vielleicht tagsüber passiert, weil meine Zähne ja da auch aufeinander schleifen - da stellte sich dann raus: ich habe einen Kopfbiss. Das war vorher beim Zahnarzt nie aufgefallen, da man den Mund dort ja meist offen hat und ich auch vom Profil her nicht unbedingt nach deutlicher Kieferfehlstellung aussehe. Nach meiner Spangenbehandlung (so bis 17) war alles ok, der Kopfbiss entstand also später. Mein Unterkiefer ist einfach noch etwas weiter gewachsen als der Rest vom Kopf :sad:

"Problem" sind jetzt also ein UK genau unter dem OK (also zu weit vorn) und außerdem ist der OK auch insgesamt etwas zu klein (zu Behandlungsbeginn war UK leicht größer als OK). Nach einigen Gesprächen ob und wie das denn per Spange zu lösen war merkte ich, dass bloßes Zähne verdrehen/kippen eher meine recht geraden Zahnbögen auch noch kaputtmacht, vielleicht sogar ohne den Kopfbiss dauerhaft zu beheben. Es mußte also am Kiefer insgesamt gearbeitet werden. Die Diagnose Progenie im UK und Therapie UK-RV waren schon erstmal ein Schock. Ich habe mich auch gleich ins Netz gestürzt und bin dann auch hier gelandet. Nachdem sich das (auch Dank der vielen Informationen hier) etwas gesetzt hatte der nächste Schock: der KFC meinte bei der ersten Begutachtung dass meine Zunge recht groß ist und er meinen Rachenraum ungern weiter einengen würde. Also OK-VV. UK kürzen konnte ich mir ja noch vorstellen, aber wie verschiebt man bitte den OK!?! Nachdem ich er mir aber am Schädelmodell die Knochen zeigte sah ich, dass es tatsächlich ein paar Schnittlinien gibt wo sich das mit erstaunlich wenig Aufwand machen läßt... Mittlerweile ist mir OK vor auch lieber als UK-Rück. Zur Debatte stand auch noch eine GNE /Gaumennahterweiterung, hier entschied der KFO aber den OK per Spange weiter auszuformen und zu vergrößern. Es war ein Grenzfall zwischen GNE ja/nein. Auch die OK-VV wird nicht besonders weit sein, aber mit Spange allein wäre es wohl nicht machbar (meine Kieferknochen geben einfach die benötigten zusatzlichen mm nicht her um die Zähne soweit zu verschieben)

Behandlungsbeginn war dann April 2010 mit einer herausnehmbaren Spange, ich weiß gar nicht mehr ob oben oder unten. Damit wurden erstmal ein paar Backenzähne nach hinten verlagert um Platz zu schaffen. Im Herbst 2010 ging es dann richtig los mit fester Spange (Minibrackets). Die Bögen wurden stetig härter, mittlerweile bin ich oben und unten schon länger mit 25er Bögen ausgestattet. Eigentlich war ich Anfang 2012 schon fast OP-bereits, es sollten dann noch eine Lücke geschlossen und danach die Backenzähne im OK noch etwas weiter nach außen um den Zahnbogen zu vergrößern. Die waren bisher mehr nach außen gekippt als gewandert. Bei beidem reagierte der Kiefer nicht so schön wie am Anfang und es zog sich dann doch noch bis jetzt hin. Zusätzlich negativ war, dass ich irgendwann etwas leichtsinnig wurde und beim Möhre essen zwei Brackets gelöst habe und später dann beim Bogen aktivieren auch ein Bracket abging. Zwei davon wurden neu geklebt und weil die Bögen schon so viele Biegungen drinhatten blieben sie dabei drin - Brackets kleben bei 25er Bögen ist kein Spaß! Ich wollte also auf keine Fall nochmal Brackets verlieren und möglichst schnell fertig werden.

Nun bin ich aber OP-fertig und auch der KFC hat letzte Woche sein ok gegeben. OP-Termin hatte ich mir schon etwas vorab einen geben lassen, in der Hoffnung dass dann auch alles paßt. Ich wollte die OP möglichst bald weghaben. Deshalb geht es auch jetzt auch recht schnell. Donnerstag ist stationäre Voraufnahme und es werden Modelle und Bilder gemacht, Montag 03.12.12 dann Aufnahme im Helios-Klinikum Erfurt und OP am 04.12. oder 05.12.12. Ich wollte mich auf Grund der Empfehlungen hier im Forum eigentlich auch noch woanders vorstellen (Uni-Klink Jena und Hamburg), mein KFO hat mir dann aber gesagt, dass er mit den Erfurter KFC schon länger zusammenarbeitet und mittlerweile auch mit den Ergebnissen zufrieden ist. Außerdem gab es in der Praxis eine Schwester welche ebenfalls ihre OP im Helios-Klinikum hatte (Bimax glaube ich) und zufrieden war. Von der ganzen Logistik (und die ist ja, wenn man von der OP und schwierigen Ernährung danach geschwächt/genervt ist, nicht zu unterschätzen) ist Erfurt für mich sowieso am einfachsten. Also ist es jetzt ohne Gegenkandidat Erfurt geworden...

Zur OP und der genauen Fehlstellung schreibe ich unter den OP-Berichten nochmal was.

Wenn ihr noch Fragen habt oder etwas wissen wollt zur Chirurgie oder KFO in Erfurt könnt ihr mir gern schreiben oder hier antworten.

Viele Grüße

Jörg

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