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jguenth

OK-VV am 04.12.12 im Helios Klinikum Erfurt

Da es bei mir nächste Woche soweit ist mit dem OP-Termin schreibe ich hier schonmal den Stand der Dinge auf, sonst vergesse ich im Nach-OP-Stress dann die Hälfte... Meine etwas allgemeinere Vorgeschichte steht unter

Zu korrigieren ist ein Kopfbiss. Da meine Zunge recht groß und der Rachenraum nicht weiter eingeengt werden soll und mein Oberkiefer und Mittelgesicht allgemein nicht so ausgeprägt sind (schön wie die Ärzte dass so formulieren, da habe ich mir vorher 25 Jahre keine Gedanken drüber gemacht...) wird es wohl eine OK-Vorverlagerung werden, statt wie ganz am Anfang mal gesagt UK-Rückverlagerung. Außerdem soll der OK noch leicht nach vorn unten gekippt werden um einen leicht offenen Biss zu schließen. Beides ist nicht sehr extrem: Vorverlagerung wird wohl um 5-6mm sein, genau wollte der Arzt sich natürlich nicht festlegen, es steht ja noch die Modell-OP aus. Der offene Biss ist auch gering. War zu Anfang der Behandlung noch nicht da und kam erst auf, als im UK die Schneidezähne für eine harmonische Zahnlinie etwas niedriger als die Eckzähne gestellt wurden und weil meine Schneidezähne allgemein, besonders im OK, durch Zähneknirschen etwas kürzer sind als ursprünglich (Schneidkanten abgewetzt).

Die OP wird in Erfurt stattfinden, Empfehlungen hatte ich von einer Bekannten (Sie ist KFO) und auch von meinem behandelnden KFO. Die Logistik ist so auch einfach für mich. Bisher bin ich nicht vollständig begeistert vom Helios-Klinikum, aber es ist auch kein Reinfall. Ich bin immer recht gut vorbereitet zu den Chirurgengesprächen gegangen und konnte meine Fragen stellen, ohne die Fragen kamen eigentlich recht wenig Infos von den Ärzten.

Am 29.11.2012 habe ich stationäre Voraufnahme (Modelle + Bilder machen, Voruntersuchungen, etc).

Am 03.12.2012 werde ich stationär aufgenommen (Modell-OP, endgültige Entscheidung ob OK-VV oder was anderes)

Am 04.12. oder 05.12. (je nach Auslastung) wird dann meine OP sein.

Rausgefunden habe ich bisher und von allen befragten Ärzten wurde mir immer wieder bestätigt, dass die OP eine Standard-OP ist und oft gemacht wird. Das erklärt vielleicht auch, warum es für die Ärzte eher weniger wichtig ist, obwohl es für mich (und andere Betroffene) ja doch meist ein besonderes Ereignis und Einschnitt ins Leben ist. Laut Klinik-Qualitätsbericht gab es 2010 an der Station 45 Kieferumstellungsoperationen (bei 0 Todesfällen), also jede Woche eine. Die Ärzte sollten also gut im Training sein, auch wenn ich noch nicht weiß wer mich operiert.

Da ich vor 15 Jahren schonmal mit gebrochenen Schienbein im Krankenhaus war (das ist sehr ähnlich zu einer OK-VV: die gebrochenen Knochen werden positioniert und mit Titanplatten aneinandergeschraubt, nur dass bei der OK-VV der Arzt den Knochen bricht, beim Schienbeinbruch hatte ich das vorher schon selbst erledigt... unschöne Sache) kenne ich die Abläufe in etwa und weiß auch noch genau wie sich geschraubte Knochen anfühlen. Deshalb bin ich eher wenig nervös und lasse es jetzt einfach auf mich zukommen. Ich muß ja nur daliegen.

Sobald es weitergeht schreibe ich hier weiter.

Viele Grüße

Jörg

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5 Kieferumstellungsoperationen (bei 0 Todesfällen)

Haha, bei dem Satz musste ich schon schmunzeln ;)

Du schilderst eine sehr ähnliche OP wie bei mir geplant ist, auch bei mir soll der OK einige mm nach vorne und ein wenig nach unten rotiert werden. Allerdings erst in 6+ Monaten.

Ich drücke dir aufjedenfall die Daumen, dass alles gut verläuft und du mit dem Endergebnis zufrieden bist!! (:

Würde mich sehr freuen, wenn du auch ein wenig über die Änderungen an deinem Mittelgesicht (d.h.Nase etc.) berichtest, wenn dann mal alles (hoffentlich gut) geheilt und abgeschwollen ist.

Alles Gute!

lg

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....

Da ich vor 15 Jahren schonmal mit gebrochenen Schienbein im Krankenhaus war (das ist sehr ähnlich zu einer OK-VV: die gebrochenen Knochen werden positioniert und mit Titanplatten aneinandergeschraubt, nur dass bei der OK-VV der Arzt den Knochen bricht, beim Schienbeinbruch hatte ich das vorher schon selbst erledigt... unschöne Sache) kenne ich die Abläufe in etwa und weiß auch noch genau wie sich geschraubte Knochen anfühlen. Deshalb bin ich eher wenig nervös und lasse es jetzt einfach auf mich zukommen. Ich muß ja nur daliegen.

Sobald es weitergeht schreibe ich hier weiter.

Viele Grüße

Jörg

Hallo Jörg,

ich hatte vor fast zwei Jahren eine OP am linken Sprunggelenk, die meiner Bimax noch ähnlicher war als Dein gebrochenes Schienbein, da ich damals dem Operateur auch das Brechen des Innenknöchels überlassen habe (mußte durchtrennt und nachher wieder zusammengeschraubt werden, um an das eigentlich Problem ranzukommen). Ich habe für das Sprunggelenk deutlich mehr Schmerzmittel (Diclofenac, Novalgin und Schmerzkatheter) bekommen und auch gebraucht als jetzt bei der Bimax. Insgesamt fand ich auch im direkten Vergleich die Kiefern-OP und die Nachwirkungen weniger einschränkend als die Sprunggelenks-OP, da der Kiefer mich eigentlich nur beim Essen eingeschränkt hat, ich aber nach der Sprunggelenks-OP 6 Wochen an Krücken mit max. 20 kg Belastung unterwegs war und man somit bei wirklich jedem Schritt daran erinnert wurde.

Viel Glück für die Deine OP!

Irene

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@Alpha: dass sich die Nase verändern kann haben wir in der letzten chirurgischen Begutachtung kurz besprochen. Be OK-VV wird die Nase (falls sie sich verändert, das muß nicht passieren) meist breiter. Die Nasenspitze kann nach oben oder unten gehen, dass ist unterschiedlich. Das ist auch schlecht vorhersagbar was genau passiert, da die Nase ja nur Knorpel ist. Wenn es u ungewünschten Veränderungen kommt kann bei der Metallentnahme noch leicht korrigiert werden. Bei gravierenden Veränderungen kann sicher auch direkt was gemacht werden, das wäre aber dann eine Schönheits-OP.

Ich hoffe mal meine Nase bleibt wie sie ist, damit bin ich sehr zufrieden.

@Irene: wenn ich soweit schmerzfrei und klar genug im Kopf (das ist ja nach so einer OP und den ganzen Medikamenten nicht 100% sicher) bin dass ich in den ersten Wochen viel lesen kann (mit verstehen), würde mir das schon reichen. Ich bin mal gespannt wie gut ich die OP insgesamt verkrafte.

Heute war vorstätionäre Aufnahme. Abdrücke machen, Röntgen, Anamnese und der ganze Schriftkram mit den Risiken und Haftungsausschlüssen. Klappte alles gut, wobei ich froh war, dass ich was zu lesen mit hatte, so war ich von den vielen Wartezeiten nicht genervt. Ein Lob vom Arzt hab ich bekommen, weil ich beim Gewicht auf "Haben sie zugenommen?" mit "Ja" antworten konnte. Habe mir dank Berichten hier aus dem Forum schonmal vorsorglich ein paar kg extra angefuttert, was laut Arzt sehr sinnvoll war. Warum das aber schlanken Leuten nicht schon bei der ersten Chirurgenvorstellung gesagt wird?! Hätte ich das nicht vorher gemacht, hätte ich wohl übers Wochenende wenig dran ändern können.

Montag dann noch die Modell-OP (evtl. darf ich abends nochmal nach Hause), und falls nicht noch Akutfall reinkommt wohl Dienstag OP. Stimmung soweit gut, ich werde nochmal das Wochenende genießen.

Jörg

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Hallo Jörg,

ich weiß, dass ich in der Hinsicht nicht normal bin, da ich OPs extrem gut vertrage, aber ich habe am OP-Tag nach fast 10 Stunden OP auf der Zwischenintensiv gelesen und Bilder von mir gemacht. Und im Krankenhaus habe ich insgesamt 3,5 Bücher gelesen und verstanden, von insgesamt 11 Büchern, die ich mit dabei hatte, da ich von meiner ersten OK-VV noch ein Trauma hatte, damals war im KH der Lesestoff ausgegangen war. Es bestehen also gute Chancen, dass man die ersten Tage nicht nur im Bett liegt, trotz Schmerzmittel, sondern auch etwas tun kann, vor allem wenn es nichts körperliches wie lesen ist.

Vielleicht wird das mit den Kilos anfuttern auch deshalb selten gesagt, weil es die sehr Schlanken auch gar nicht bewußt schaffen. Ich hätte es vor der OP nicht geschafft, dass hätte mir auch eher das Essen verleidet und wäre damit kontraproduktiv gewesen. Andererseits habe ich dank Magensonde kein Gramm abgenommen und hatte hier auch die Bemerkung gelesen, dass die sehr Schlanken auch weniger Kalorien brauchen und deshalb häufig auch weniger Probleme mit Abnehmen nach OP haben.

Irene

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@Irene: jetzt hab ich gerade deinen OP-Bericht gelesen und bin wieder mal froh ein ganz einfacher OK-VV-Fall ohne viel Schnick-Schnack zu sein...

Das mit dem Lesestoff ist bei mir genauso - am Voraufnahmetag hab ich schon das erste Buch 2/3 gelesen. Meine Freundin arbeitet in Hamburg und kann mich wegen der Arbeit nicht im Krankenhaus besuchen, nach der OP bin ich eh eingeschränkt, da ist lesen super, so kann man die Auszeit von Arbeit und vielen Hobbies wenigstens sinnvoll nutzen. Ich bin meine ganzen Amazon-Listen durchgegangen und hab alles was sinnvoll aussah bestellt. Da ich dann gern die billigeren Gebrauchtbücher nehme sind es so 40 Sendungen geworden (die kommen fast alle einzeln). Nach 4 Tagen mit jeweils einem Arm voll Büchersendungen hat die Briefträgerin schon komisch geschaut - jetzt fehlen aber nur noch die Sendungen aus den USA, mal sehen wann die eintrudeln. Ich rechne so 400-500 Seiten pro Tag, da ist meine Tasche schon halbvoll mit Büchern... Für Notfälle mach ich zu Hause noch eine Stapel mit Backupbüchern (falls sich von den mitgenommenen zu viele als Niete/unlesbar rausstellen), den mir meine Eltern dann bringen können. Übrigens guter Tipp mit dem Beutel für die Zwischenentensiv (falls ich sowas auch habe).

Meine Fresubin-Lieferung ist Donnerstag auch noch gekommen, so hab ich nach der OP dann was zu Hause für den kleinen Hunger ohne viel Aufwand :-D In den Versandapotheken gibt es das Zeug sogar erstaunlich günstig. Wenn es schmeckt kann ich das später auch mit auf Arbeit nehmen.

@Tobey: das ist noch nicht raus. Ich denke aber nicht, dass es so wie bei Lüsa wird. Bisher weiß ich, dass es nicht Prof. Pistner (ist nicht mehr am Helios), wahrscheinlich nicht Dr. Pisold oder der Oberarzt (zu einfach, einer könnte aber mit dabei sein) und nicht der sehr nette junge Arzt, der die Anamnese und Abdrücke am Donnerstag gemacht hat, sein werden. Der sagt auf Nachfrage, er sei noch nicht so weit und es wird einer der Facharzte sein.

Die Krankenakten am Helios sind aber elektronisch und ich habe meinen KFO und meinen Hausarzt als Lesebrechtigte eintragen lassen. Dort gibt es auch die OP-Berichte. So komme ich über meinen KFO auch hinterher noch an den Namen. Und den OP-Bericht will ich aus Interesse sowieso mal lesen.

Der junge Arzt sagt auf Nachfrage, dass ich bei der Modell-OP mit dabei bin - darauf werde ich Montag auch drängen und denke auch das klappt. Bin ja den ganzen Tag im Krankenhaus und das ist eigentlich das einzige was vor der OP noch offen ist. Da werd ich dann genau nach Schnittführung und Varianten und den geplanten mm fragen und mir falls möglich auch mal die Werkzeuge zeigen lassen. Hoffe ich zumindest, dass das klappt.

Falls jemand von euch was wissen will, schickt es mir einfach bis Montag, dann kann ich es ansprechen.

Viele Grüße

Jörg

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@Irene: jetzt hab ich gerade deinen OP-Bericht gelesen und bin wieder mal froh ein ganz einfacher OK-VV-Fall ohne viel Schnick-Schnack zu sein...

Das mit dem Lesestoff ist bei mir genauso - am Voraufnahmetag hab ich schon das erste Buch 2/3 gelesen. Meine Freundin arbeitet in Hamburg und kann mich wegen der Arbeit nicht im Krankenhaus besuchen, nach der OP bin ich eh eingeschränkt, da ist lesen super, so kann man die Auszeit von Arbeit und vielen Hobbies wenigstens sinnvoll nutzen. Ich bin meine ganzen Amazon-Listen durchgegangen und hab alles was sinnvoll aussah bestellt. Da ich dann gern die billigeren Gebrauchtbücher nehme sind es so 40 Sendungen geworden (die kommen fast alle einzeln). Nach 4 Tagen mit jeweils einem Arm voll Büchersendungen hat die Briefträgerin schon komisch geschaut - jetzt fehlen aber nur noch die Sendungen aus den USA, mal sehen wann die eintrudeln. Ich rechne so 400-500 Seiten pro Tag, da ist meine Tasche schon halbvoll mit Büchern... Für Notfälle mach ich zu Hause noch eine Stapel mit Backupbüchern (falls sich von den mitgenommenen zu viele als Niete/unlesbar rausstellen), den mir meine Eltern dann bringen können. Übrigens guter Tipp mit dem Beutel für die Zwischenentensiv (falls ich sowas auch habe).

Meine Fresubin-Lieferung ist Donnerstag auch noch gekommen, so hab ich nach der OP dann was zu Hause für den kleinen Hunger ohne viel Aufwand :grin: In den Versandapotheken gibt es das Zeug sogar erstaunlich günstig. Wenn es schmeckt kann ich das später auch mit auf Arbeit nehmen.

....

Hallo Jörg,

da mußte ich doch mehrfach schmunzeln. Ich habe mir inzwischen auch angewöhnt, auch im Behandlungszimmer ein Buch dabeizuhaben. Im Wartezimmer ist ja normalerweise Lesestoff, aber in Behandlungszimmer habe ich es außer bei meiner Frauenärztin noch nie gesehen. Und außer bei meinem Hausarzt, der jeden Patienten persönlich aus dem Wartezimmer ins Sprechzimmer holt, wartet man teilweise länger im Sprechzimmer als im Wartezimmer. Auch nach der Bimax hatte ich im KH überall ein Buch für Wartezeiten mit dabei.

400 bis 500 Seiten leichter Lesestoff sollte möglich sein, ich hatte bewußt auch einige Bücher mitgenommen gehabt, die etwas schwerere Kost waren und bei denen das Lesetempo auch bei mir reduziert ist. Bei mir war jedoch auch die Back-Up-Version nicht möglich. Auf der Zwischenintensiv hatte ich dann zwei Bücher mit dabei, ein Buch, bei dem an sich die Handlung merken mußte und ein zweites, dass aus kurzen, unabhängigen Geschichten bestand (ich habe das Buch mit der Handlung gelesen, wollte doch wissen, wie es weitergeht).

Zwischenintensiv hat definitiv nicht jeder, ich fand es aber bei mir auch relativ angenehm, da dann doch auch immer relativ schnell jemand verfügbar war, auch wenn natürlich auch deutlich mehr los war, was teilweise auch gestört hat. Der Vorschlag mit dem Beutel kam auch von den Schwestern, ich weiß gar nicht mehr, was man normalerweise in den Beutel packen sollte, ich glaube, teilweise waren es auch die eigenen Medikamente, vor allem wenn diese etwas ungewöhnlich sind .

Fresubin habe ich gar nicht genutzt gehabt, ich hatte aber auch schon einiges vorgekocht und natürlich den Mixer griffbereit.

Alles Gute für die OP!

Irene

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So, nachdem ich jetzt schon über eine Woche zu Hause bin hier mal der fällige Bericht. Zuerst: es ist alles super gelaufen, viel problemloser als ich dachte, zumindest was den Kiefer angeht. Vorher habe ich nie verstanden, warum das die Ärzte immer so "easy" tun und mir haben viele Ärzte+Schwestern gesagt das sein eine Standard-OP. Das konnte ich nicht verstehen, das ist doch ein riesen Eingriff den man nur einmal im Leben hat etc. Hinterher muß ich sagen, die Ärzte hatten recht, es war einfacher als ich dachte, viele von meinen Bedenken waren wirklich überhaupt kein Problem, ich bin nach 2h OP ohne Schmerzen aufgewacht und hatte außer einer sauberen Naht im Mund nix. Lediglich von dem ganzen Nasenausfluss war ich überrascht, aber das waren auch mehr Unannehmlichkeiten als wirkliche Schmerzen/Probleme und wenn man einen Tag nach dem anderen durchhält wird es jeden Tag etwas besser.

Gemacht wurde eine Oberkiefer-Vorverlagerung um 5mm, außerdem wurde der OK etwas nach unten gekippt (hinten 3mm hoch, vorne 1,5mm hoch) um meinen leichten offenen Biss zu korrigieren und um 1mm nach rechts verlagert. Meine Nasenscheidewand und Nasenmuschel wurde etwas verkleinert (ich bekam durch die Nase immer schlecht Luft, sehe das also positiv). Operateur war Dr. Vollrath, assistiert hat Dr. Hauß.

Zuerst mal kurz eine Zusammenfassung, für alle die die OP noch vor sich haben, speziell in Erfurt, welche Sachen mir im Krankenhaus am meisten genützt haben und welche ich nicht gebraucht habe. Danach dann mein Krankenhausaufenthalt mit den Verläufen an den einzelnen Tagen.

Allgemein: die chirurgischen Voruntersuchungen in Erfurt sind ja in der in der MKG-Ambulanz, die MKG-Station selber und die meisten Ärzte dort kannte ich also noch nicht. Von den Schwestern war ich begeistert, alle sehr nett, egal ob tagsüber oder nachts. Auch wenn es mal stressig war wurde man nicht vergessen, wobei manchmal natürlich dringendere Fälle zuerst dran waren (ich hatte eigentlich nie wirklich einen "Notfall" bei dem ich unbedingt als erster dran sein wollte und war wohl auch einer der einfachen Fälle dort). Mit den Ärzten kam ich auch gut hin. OP-Verlauf und Ergebnis waren super. Schwerpunkt dort sind Krebspatienten, was ich aber nicht als Nachteil sehe. Kieferumstellungen (Bimax, OK, UK) gibt es ungefähr 40-50 pro Jahr an der Station (laut Qualitätsbericht). Wenn man das als Arzt 5 Mal gemacht hat, weiß man wie die OP funktioniert. Besser/erfahrener wird der Operateur dann eigentlich nur noch durch schwierige Fälle und Komplikationen. Die Krebsfälle sind meist sehr kompliziert zu operieren (langwierig und von Fall zu Fall immer wieder verschieden) und brauchen auch im Vorfeld alle Möglichkeiten an Röntgenbildern, CT, MRT, etc zur Vorbereitung der OP. Wenn der Krebs dann raus ist, kommen dazu meistens noch ästhetische Wiederherstellungs-OPs bei denen das Gesicht wieder "hübscher" gemacht und die Weichteile, Knorpel, etc. korrigiert werden dazu. Ich denke dieses umfassende "Training" führt auch bei den "kleinen" Kiefer-OPs zu guten Ergebnissen und wenig Komplikationen.

Tipps:

Die Ärzte beantworten schon alle Fragen, aber man sollte sie bereits im Kopf oder notiert haben. Wenn man im Beratungsgespräch erst überlegt, dann vergißt man das meiste was man Fragen wollte/könnte. Also vorher hier im Forum lesen, hat mir sehr geholfen.

Essensbestellungen für den nächsten Tag müssen bis 9:30Uhr gemacht sein. Ich hatte Montag sowieso Standardessen und Dienstag dann wieder, weil ich bei Montag früh nicht gleich nach dem Essensplan gefragt habe (OP war erst Mittwoch). Die Auswahl war eigentlich sehr gut (man kann sich jeweils selbst Frühstück, Mittag und Abendessen zusammenstellen), aber Standardessen war für mich (m,90kg) viel zu wenig. Also vielleicht nach der stationären Voraufnahme schonmal zur MKG-Station 37 gehen und fragen ob man das Essen am Aufnahmetag schon wählen kann.

Telefon (1,70EUR/Tag) und WLAN (5EUR/Tag) hab ich nicht gebucht, ohne Telefon auch kein Fernseher. Ich wollte eh lesen, aber wer Fernsehen braucht... Vielleicht Laptop einpacken. Handy ist eigentlich im gesamten Klinikgelände untersagt, wurde aber überall geduldet, ebenso eigenes UMTS am Laptop.

Für mich sehr nützlich waren:

-Bücher (bei allen Untersuchungen für die Wartezeiten eins mitnehmen)

-kleiner Klappspiegel mit Griff (nach der OP gab es ständig was zu kontrollieren, wegen Taubheitsgefühl merkt man auch meist nicht sofort ob was aus der Nase läuft, Spiegel war super)

-Ohrenstöpsel/Ohropax (es sind zwar nur 2er-Zimmer, aber im Krankenhaus schnarcht eigentlich immer einer im Zimmer, also Ohrenstöpsel mitnehmen)

-kleines Handtuch (zum Eisbeutel halten, unter den Kopf, Sabber abwischen, für alles mögliche, etc.)

-frische Zahnbürste, evtl. kleiner (Kinder-)Bürstenkopf (je nach Mundöffnung nach OP nützlich, frisch/neu, da keimfrei für Zahnpflege nach OP)

-Wecker/Uhr (Armbanduhr stört meistens)

-Handy

-vorbereitete Fragen für die Ärzte

Nicht gebraucht hab ich:

-Mundspiegel und Dentalhaken (hatte ich mit, hatte aber anfangs eh kaum Lust den Mund weit aufzumachen)

-Strohhalme (gab es auf Station)

-Laptop (Buch ist im Bett handlicher, aber jeder wie er mag)

-Bademantel (hatte ich nie an, hat nur Platz weggenommen)

So, hier der Ablauf der einzelnen Tage:

Mo, 03.12.12: Aufnahme-Tag 9:00Uhr. Da bei der Voraufnahme schon alle Aufklärungsgespräche, Röntgen, Modelle und Anästhesiegespräch gemacht wurden, war an dem Tag nur noch die Modell-OP fällig. Die war 11:00Uhr mit Dr. Vent und Chefarzt Dr. Pisold. Oberarzt Hauß hat auch nochmal mit drauf geschaut. Das war eigentlich wesentlich weniger als ich erwartet hatte. Ich im Stuhl, daneben das Modell, es wurde verglichen und am Modell hin- und hergeschoben wie sich der beste Biss einstellen ließ. Hier wurde mir auch gesagt, dass ich der Splint nur wärend der OP benutzt wird, danach werden meine Kiefer frei beweglich sein :smile:/> Als Dr. Vent dann gesägt hat mußte ich draußen warten, konnte aber die Kreissäge hören. Evtl. wollen Sie das dem Patienten nicht zumuten, könnte manche nervös machen... Danach sollte es eigentlich vorbei sein, ich wollte aber noch meine Fragen zum OP-Ablauf und Schnittführung und Sägelinien los werden, worauf sich Dr. Vent nochmal Zeit genommen hat und mit mir zu einem Modell-Schädel gegangen ist. Daran waren mit Titanplatten verschiedene Operationen zu erkennen, am Oberkiefer zufällig eine Vorverlagerung um 5mm, genau wie bei mir geplant. Das paßte ja...

Mein junger Zimmergenosse war mir nicht sehr sympathisch, viel bekam ich aber auch nicht mit von ihm:

"Schwester, ich will dann nochmal mit einem Arzt sprechen!"

"Worüber denn?"

"Selbstentlassung!"

Hat er dann auch gemacht, so war ich allein im Zimmer. Die Ärzte haben mir freigestellt auch nochmal nach Hause zu fahren, aber ich hatte eh alles gepackt und hätte zu Hause nicht anderes gemacht als hier. Dazu dann nochmal bei Neuschnee einmal hin- und herfahren... Bin also im Krankenhaus geblieben, was die Ärzte recht lustig fanden (ich wohne eigentlich nicht weit weg und die meisten wollen wohl heim).

Di, 04.12.12: Ich bekam einen neuen Zimmernachbarn (Mundbodenkrebs, armer Kerl...). Meine OP war erst Mittwoch, da Dienstag eine 10h Tumor-OP war (10h war der geplante Verlauf, ich will gar nicht wissen wie lange sowas bei ungeplanten Komplikationen wird). Mittag kam schon der OP-Plan für Mittwoch (normalerweise kommt der OP-Plan 17Uhr). Ich war auf der Pole-Position, Mittwoch 8Uhr als erster. Mein Nachbar sollte mittags dran sein. Das Essen war wie oben beschrieben etwas knapp, ich war dann nochmal einkaufen. Ansonsten war ja für mich an dem Tag nichts zu tun. Komisches Gefühl, völlig gesund dort rumzulaufen... Ich hab das zweite Buch abgeschlossen, letztes Abendbrot 22:30Uhr und die Nacht dank Schlaftablette gut geschlafen.

Mi, 05.12.12 OP-Tag: 7:10Uhr sollte es in den OP gehen, vorher noch geduscht, rasiert, Zähne geputzt, Haare gewaschen. Sowas geht ja nach der OP alles viel schwerer. Ich bekam noch die Medikamente auf meinem Schränkchen erklärt (Paro-Ex/Chlorohexidin zum spülen nach Zähneputzen, abschwellende Nasentropen, pflegende Nasenemulsion, Salbe für die Lippen, Schmerzmittel).

Im Vorraum etwas Smalltalk, Zugänge legen und so, dann kam irgendwann die Maske und eingeschlafen. Ärzte hab ich dort gar nicht getroffen (außer Anästhesie). Irgendwann bin ich im Aufwachraum zu mir gekommen, war so gegen 11:30Uhr. Ich war sehr überrascht überhaupt keine Schmerzen zu haben und war eigentlich auch schnell wieder bei mir, Stimmunsmäßig war ich auf Wolke 7 (die Medikamente halt...). Hab auf den Monitoren die Vitalwerte beobachtet (Sauerstoff so 95%, Puls 68-75). Aus der Nase hing die Sonde, Mund hatte ich immer leicht offen, Nase war noch dicht, also Mundatmung. Die Schwester war super nett. Da meine Krankenakte ja dort war, hat sie mir auf Nachfrage den OP-Bericht gegeben, den hab ich dann gleich im Aufwachraum gelesen. War sehr interessant und die OP kurz zusammengefaßt (mit Fachbegriffen, aber das meiste kennt man ja als Forumsbenutzer :grin:/> ) Ich weiß gar nicht, ob ich dort schon zum ersten mal was getrunken habe, ich glaube ein paar Schluck Wasser. Kühlmaske hatte ich dort glaube ich die ganz Zeit schon auf und hab auch mal eine neue bekommen. Irgendwann ging es dann auf Station, als ich das erste mal auf die Uhr geguckt habe war es 14:30Uhr. Von da an hab ich eigentlich nur noch im 60-90min-Takt gekühlt bis morgens um 4Uhr. Müde war ich nicht so. Kühlen ging im Liegen am besten, lesen war mir dabei zu unbequem. Die Nase war zu und es lief ständig leicht Sekret raus, ab und an auch mal ein kleiner Schwall Blut. Das waren eigentlich die einzigen Beschwerden. Schmerzmittel, was gegen die Schwellung und was für den Magen hab ich nach Plan genommen. Dazu immer die Lippen eincremen. Zähne hab ich nicht geputzt, nur einmal gespült. Aufstehen ging aber und tat mir vom Kreislauf auch sehr gut. Konnte also allein zur Toilette. Abends waren meine Eltern kurz da und ich hab meiner Freundin Bescheid gegeben, dass alles ok ist. Schwellung war kaum vorhanden. Taub war es unter den Augen, an den Wangen, Nase (außer oben), Oberlippe und etwas die Lippe selbst und besonders der Gaumen.

Do, 06.12.12 OP+1: Visitie 7:45Uhr, bei mir ganz kurz, da alles ok, Biss sehr gut. Noch kurzer Plausch mit Dr. Vollrath. Danach über den ganzen Tag verteilt immer wieder kühlen und erstes Zähneputzen, dabei kam etwas (vermutlich altes) Blut mit. Seitdem nie Blut beim Zähneputzen. Kreislauf ging es danach super, das aufstehen hat echt viel gebracht. Mundöffnung war 3cm, 2 Finger Hochkant ging völlig schmerzfrei rein. Tagesbeschäftigung neben kühlen: Nasenspray, Nasen-Sabber abtupfen und hochziehen (Schnäuzen durfte ich 14 Tage nicht, da ja bei der OP alle Knorpel vom Gaumen gelöst wurden) und Mund feucht halten. Da die Nase noch zu war, mußte ich immer durch den Mund atmen und der trocknete dann aus. Mittag gab es die erste Sondennahrung, ab da hab ich jeden Tag 3 oder 4 500ml Packs Fresubin durch die Sonde genommen, Hunger hatte ich nie, Durst auch nicht, habe aber gemerkt wie ich austrockne. Ans trinken mußte ich mich ständig erinnern. Nachmittag kamen dann Gummies rein um den Biss zu stabilisieren. Ab hier wurde es etwas unschön. Nase noch nicht ausreichend frei zum Atmen, beim Mundatmen mußte ich die Zähne auseinander machen und ständig gegen die Gummies arbeiten, was die Kiefermuskeln verspannte. Die Belastung war auch etwas asymmetrisch, weil der Biss der Schneidezähne sehr gut war, aber rechts die Eckzähne auflagen, ich links aber noch nicht ganz Kontakt hatte. Die Backenzähne haben wegen der Kieferkippung nach vorne sowieso alle noch keinen Kontakt. Dazu noch der dumpfe Druck im Kiefer von den Gummies (war in etwa wie nach einem Bogenwechsel oder Spange nachstellen, wenn sich die Zähne eben bewegen). Abends hatte ich dann 2 mal Besuch und habe telefoniert, also viel gesprochen, war etwas viel für den Kehlkopf mit Magensonde. Vorher hatte ich keine Probleme mit der Sonde (ich wollte sie möglichst lange drinbehalten, um die Wunde/Naht sauber zu halten), dann hatte ich aber abends einen Hustenanfall. Hat sich zum Glück gelegt. Nachts habe ich dann noch die Nasenropfen verschüttet und die Nasenemulsion runtergeschmissen :sad:/> Glücklicherweise hab ich die Nase irgendwie freibekommen und konnte dann mittelprächtig schlafen. Nachdem ich morgens Bescheid gegeben hatte, gab es auch gleich neu Tropfen. Schwellung war immer noch recht wenig und die Oberlippe links bekam wieder Gefühl. Außerdem waren die Lippen (die werden ja bei der OP arg strapaziert) schon verheilt und sollten immer schön eingecremt werden, damit sie nicht austrocknen. Für die Lippe gab es Panthenol Augensalbe. Von der bin ich so begeistert :grin:/> Konsistenz perfekt für lange Wirkung auf der Lippe, und die Lippe ist so schnell verheilt!

Fr, 07.12.12 OP+2: ab 10Uhr war die Nase frei, es kam auch kein Blut mehr, nur noch Schleim. Endlich atmen und Kiefer entspannen. Herrlich! Erstmal schön etwas mit Eis auf den Wangen geschlafen. Danach hatte ich dann auch links Kontakt, was die Verspannung und meine Laune noch weiter verbessert hat. Nachmittag kamen noch weitere Gummies hinten dazu, ging aber, solange ich die Nase zum Atmen frei hatte. Ansonsten as usual: Kühlen (immer noch keine Schwellung, es wurde mir schon unheimlich), etwas essen, leichtes Lesen, Gesicht mal waschen, leichte Kreislaufarbeit, etc. Freitag hab ich auch die Schmerzmittel abgesetzt, nachdem ich Donnerstag schon reduziert hatte, da ich eigentlich keine Schmerzen hatte. Obwohl es mir von der Heilung gut ging war meine Stimmung irgendwie down, ich glaube das lag daran, dass die Opiate gefehlt haben... Gab sich zum Glück Samstag wieder.

Sa, 08.12.12 OP+3: Chefarztvisite, 11Uhr, "Sieht alles sehr gut aus, Sie können nach Hause!" Waah, an dem Tag hat mein Vater Geburtstag gefeiert, das ganze Haus voll Leute, da wollte ich nicht unbedingt hin, vielleicht ist noch einer erkältet und mir jetzt was wegholen wollte ich gar nicht... naja, Entlassung am Sonntag war auch vertretbar. Also noch geblieben. Nasensonde sollte auch raus, wollte ich aber wegen der besseren Wundheilung noch drin lassen. Dummerweise hab ich es dann über den Tag nicht geschafft, die Nase frei zu halten und sobald ich durch den Mund atmen mußte wurden die Verspannungen immer schlimm. Hab dann abends entnervt aufgegeben und die Nasensonde ziehen lassen, mit 2 Nasenlöchern ging das Atmen dann.

So, 09.12.12 OP+4: Morgens zum Frühstück einen Erdbeerpudding geschlürft und eine Vanillemilch, war ganz ok. An der Lippe blöderweise noch Herpes bekommen :sad:/> Dann nochmal zu letzten Visite, sah immer noch alles super aus, Herpessalbe bekommen und dann Sachen packen + ab nach Hause :grin:/>

Mo, 10.12.12 OP+5: zum Kieferorthopäden, dieser war auch sehr zufrieden, hat mir andere Gummies gegeben, die ich jetzt immer selber wechsle. Danach noch wegen Krankenschein (bis Freitag) zum Zahnarzt. Ab hier war das einzige Problem eigentlich nur die Nase die noch oft lief und das Druckgefühl in den Nebenhöhlen, welche ja mit durchtrennt/geöffnet und jetzt eben voll waren. Also ständig Taschentuchbedarf, insbesondere sobald ich das Haus verlasse. Dazu natürlich noch die kreislaufmäßig beschränkte Belastbarkeit (sonst läuft auch gleich wieder die Nase).

Abends stellte ich dann noch fest, was das mit den Gummies für eine Sch...-Fummelei ist (hatte wärend meiner Spangenbehandlung nie Gummies). Raus gingen sie ja schnell, aber dann dachte ich echt, ich bekomm die gar nicht mehr rein. Für das erste habe ich 30min gebraucht! Zum Glück hat das zweite dann gleich beim nächsten Versuch geklappt und die beiden vorne gehen eh einfach. Meine Lippen waren danach auch wieder strapaziert und aufgesprungen ohne Ende, zu Hause hab ich das eincremen immer vergessen. Im Sommer ist das sicher nicht so entscheidend wie jetzt, aber naja.

Den Rest der Woche war ich dann mit Gummies wechseln und Nase hochziehen beschäftigt, die Nähte haben sich dann auch gemeldet von dem ganzen Mund auf und zu. Vorsichtshalber habe ich mich nochmal bis Mittwoch, 19.12.12 krankschreiben lassen, also 1 1/2 Wochen insgesamt. Ich hab sowieso gleich Sonntag als ich nach Hause kam schon wieder gearbeitet und alles was per Email/Internet ging gemacht, aber 8h ins Büro oder Labor setzen war mir mit dem Naselaufen und dem Druckgefühl noch nichts. Glücklicherweise hat es sich seit Fr, 14.12. nochmal verbessert wie ich die Lippen bewegen kann, jetzt sind die Schmerzen der Nähte weg und ich bin optimistisch, Weihnachten meine Freundin auch vorsichtig küssen zu können :smile:/>

Morgen (Di, 18.12.12) kommen dann die Fäden raus, ab da wird es auch mit der Ernährung besser, da Wunde/Naht dann abheilen werden.

Ernährungsmäßig hatte ich mir vorher 2 24er Mischkartons Fresubin original (26EUR) und Fresubin Energy Fibre (32EUR) im Netz bestellt. Das fand ich preislich ok (1,10EUR bzw. 1,33EUR pro kleine Mahlzeit) und ich hatte keinen Aufwand. Anfangs hab ich nur Fresubin, Tee und Wasser gegessen/getrunken, später dann Tütensuppen dazu (alle Pilzcremsuppen, auch Marken-Hersteller, waren eklig, die Tomatencremesuppen waren ok). Seit Freitag habe ich auch Kartoffelbrei, Hühnerbrühe und Apfelmus mit dazu genommen und heute Gemüsereis mit Hühnchen und etwas Brühe püriert, lecker! Geschmacklich kam ich mit dem Fresubin eigentlich gut klar, aber irgendwann fehlt einem einfach das deftige oder villeicht ist es auch einfach zu Salzarm, obwohl Vollnahrung drauf steht. Die selbstgemachte Hühnerbrühe (danke Papa+Mama!) war echt gut. Außerdem hab ich gestern Plätzchen kleingebrochen und die Stücken ganz geschluckt, da schmeckt man aber nichts davon, hab ich deshalb dann aufgegeben.

Rein von der Kieferfestigkeit wäre der Brei auch früher gegangen, ich wollte aber die Wunde lange möglichst sauber halten, deshalb hab ich auch so lange die Magensonde freiwillig drin behalten.

Soweit dazu. Falls noch Fragen offen sind... ich schau hier vorläufig immer mal rein oder pn, falls das hier mal jemand in ein paar Jahren liest und sich für die OP in Erfurt interessiert. Zu den einzelnen Assistenzärzten die dabei waren könnte ich auch was schreiben, denke aber, das ist weniger von Interesse und weiß auch nicht wie lange die überhaupt an der Station bleiben (sie haben auch alle gut gearbeitet).

Viele Grüße

Jörg

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@jguenth ich wünsche dir viel Erfolg für die OP! Wer wird dich denn im Helios operieren?

Gruß aus Erfurt

Es waren Stationsarzt Dr. Vollrath und Oberarzt (der Station) Dr. Hauß. Fand ich beide kompetent und nett. wobei ich Dr. Vollrath wenig gesehen/gesprochen habe.

Du hattest mal geschrieben, dass du wegen der OP-Methode nicht Erfurt willst (bei dir war doch auch OK-VV, oder?). Was hat dich daran gestört?

Ich bin sehr zufrieden, sowohl Ergebnis als auch die Ausführung und Heilung sowie die Klinik/Station an sich. Eine Arzthelferin vom meinem Kieferorthopäden war auch in Erfurt zur OP (ich glaube auch OK-Verlagerung) und war nach einer Woche wieder auf Arbeit (obwohl nicht mehr so jung). Ich hatte vorher mit mehreren Zahnärzten gesprochen, die waren auch mit Erfurt (und auch der Uni-Klinik Jena) zufrieden und haben nicht dazu geraten was außerhalb von Thüringen zu suchen.

Viele Grüße

Jörg

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@jguenth... schön dass du es überstanden hast.

Du hattest mal geschrieben, dass du wegen der OP-Methode nicht Erfurt willst (bei dir war doch auch OK-VV, oder?). Was hat dich daran gestört?

BIMAX (Oberkiefer 7mm vor und Unterkiefer 2 mm zurück mit leichtem einrotieren nach oben, damit es kein offener Biss wird). In Erfurt war man sich nicht sicher ob das ganze in einer oder in zwei OPs gemacht wird, ob man den OK (auch) 6-7 mm nach vorn setzt oder nur etwa 4 mm und was vom Kiefergelenk wegschleift, das sollte erst kurz vor der OP festgelegt werden. Dann wurde die OP auf etwa 5 Std. angesetzt (für beide Kiefer). Es stand nicht fest wer mich operiert, was mir aber sehr wichtig ist/war. Man hätte mir bei einer angesetzten 5 Std. OP, einen Katheter gelegt, beide Kiefer wären nach der OP Verschnürt worden und ich hätte in den ersten Tage künstlich ernährt werden müssen, was mir alles nicht so nicht so zusagte. Außerdem hätte man außerhalb des Kiefers, unterhalb der Ohren, einen sehr kleinen Schnitt gesetzt.

Und in der kleine Privatklinik in Heidelberg, stand bereits am ersten Beratungstag fest, wer, was, wie macht und was auf mich zukommt, auch wenn die Entfernung von 350 km für so eine OP nicht ohne sind (in Erfurt wären es nur 500 m gewesen). Das Ergebnis ist super geworden, auch wenn ich bei der 3,5 Std.-OP mehr als das doppelte an Blut verloren hatte, als eingeplant war. Es wurde nur im Mundraum geschnitten, ich brauchte keinen Blasenkatheter, Kiefer wurden nicht verschnürt, ich durfte am nächsten Tag wieder essen, ich hätte fast alles essen dürfen, auch wenn nur weiche Sachen gingen ;).

Meine Kieferorthopädin hat mir zwar auch das Helios empfohlen, damals war noch Piesold Oberarzt, aber ich wollte unbedingt noch eine zweite, ggf. dritte Meinung einholen, da ich auf Grund von Komplikationen bei anderen OPs am Bein, mittlerweile abgestumpft bin und den Ärzten nicht mehr so einfach vertraue, und auch mit auf mein Bauchgefühl höre.

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@Tobey: Ok, da ist die Wahl von Heidelberg gut nachvollziehbar.

Ich war gestern zum Fäden ziehen, war alles sehr gut verheilt. Jetzt esse ich verstärkt Brei. Ich hab mich vorher sehr zurückgehalten und nur flüssiges, vor allem Fresubin, getrunken, weil ich so sicher war alles gut reinigen zu können. Langsam soll ich auch mal mit weichem Essen anfangen, sagte Dr. Vollrath. Wir hatten beim Fäden ziehen etwas Zeit und konnten über vieles reden. Ein super netter Arzt. Wir haben nochmal über das "mechanische" bei der OP geredet, welches "Werkzeug" benutzt wird (eine Art Stichsäge/Elektrofuchsschwanz, Blattbreite 0,7mm) und wie man damit die engen Toleranzen bei den Kiefer-OPs überhaupt frei Hand hinbekommt. Und ich konnte die benutzten Titan-Platten anfassen und etwas biegen, um Mal ein Gefühl zu bekommen, wieviel das Zeug aushält (war mit der Hand für mich problemlos biegbar, aber am Knochen wird es ja nicht seitlich belastet, sondern eher auf Druck und Zug).

Alles in allem sieht es sehr gut aus, morgen gehe ich wieder arbeiten (genau 2 Wochen nach der OP).

Die hinteren Gummies trage ich jetzt nur noch Nachts, damit sich die Kiefergelenke etwas entspannen können. Die vorderen ganztägig zur Okklusionssicherung. Wobei von meinem Gefühl her der Biss auch ohne Gummies gut bleiben würde. Ich hätte eher gedacht, die hinteren Gummies wäre gut um die Backenzähne in OK und UK wieder zusammen zu bekommen. Die haben ja durch die Kippung des OK vorn nach unten jetzt keinen Kontakt mehr. Mal schauen wie es sich über die Feiertage entwickelt.

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